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Mehrworteinheitskompetenz in der Empirie - Erhebung bei BA Germanistikstudenten

Bachelorarbeit 2009 36 Seiten

Germanistik - Linguistik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Untersuchungsgegenstand
1.2 Zielsetzung der Arbeit

2. Theoretische Grundlagen
2.1 Phraseologie und Phraseologismen
2.1.1 Parömiologie und Sprichwörter
2.2 Interferenz

3. Die empirische Untersuchung
3.1 Methode
3.2 Gewährspersonen
3.3 Über die verwendeten Sprichwörter

4. Ergebnisse der Untersuchung
4.1 Bemerkungen zu den Ergebnissen
4.1.1 Aufgabe 1
4.1.2 Aufgabe 2
4.1.3 Aufgabe 3
4.1.4 Aufgabe 4
4.1.5 Aufgabe 5
4.1.6 Aufgabe 6
4.1.7 Aufgabe 7
4.2 Grundlagen der Ergebnisse

5. Abschließende Gedanken

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Untersuchungsgegenstand

Nachdem ich viele Jahre mit dem Deutschlernen verbrachte, habe ich im dritten Jahr meines Germanistik-Studiums schon viele Erfahrungen über den Prozess des Fremdsprachenlernens. Meiner Meinung nach hängt die erfolgreiche Kommunikation in einer Fremdsprache von mehreren Faktoren ab, vor allem sind aber Sprachkenntnisse die wichtigsten Voraussetzungen zum Fremdsprachengebrauch. Dazu brauchen die Fremdsprachenlerner das Wissen von Phraseologismen, die eine wichtige Basis der Produktion und Wahrnehmung einer Fremdsprache sind. Sie fungieren nicht nur als Wortschatzerweiterung, sondern sie erleichtern und fördern die Alltagskommunikation, und sind „…ein Mittel zur Benennung und Verarbeitung der Welt in der menschlichen Sprachtätigkeit.“(Palm 1995: 1) und „Die Befähigung zu einer auch nur begrenzten Kommunikation in einer Fremdsprache ist ohne eine minimale Beherrschung der Phraseologie nicht möglich.“ (Fleischer 1997: 27). Trotzdem wird heutzutage im Rahmen des DaF-Unterrichts dem Erwerb von Phraseologismen nur wenig Aufmerksamkeit geschenkt, deshalb haben auch die Deutschlerner Probleme mit dem Verstehen, mit der Identifikation und Interpretation der Phraseologismen. Es ist besonders für zukünftige Germanisten und Deutschlehrer wichtig, die idiomatischen Wendungen wahrzunehmen, sie zu verstehen und korrekt verwenden zu können. Daneben gibt es eine eigenartige und deshalb wichtige Gruppe der Phraseologismen, deren Einheiten heutzutage aus verschiedenen Gründen immer seltener verwendet werden und es wird immer weniger Aufmerksamkeit auf sie gerichtet: die Sprichwörter.

1.2 Zielsetzung der Arbeit

In dieser Arbeit möchte ich die Problematik der Mehrworteinheitskompetenz unter die Lupe nehmen, und auf die Sprichwörter fokussieren. Einerseits möchte ich sie mit dieser Arbeit in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit rücken, und ihre unbeachtete Rolle im Fremdsprachenunterricht mithilfe einer empirischen Untersuchung bei BA Germanistikstudenten im ersten Studienjahr an der ELTE nachweisen. Andererseits werde ich das Charakteristikum des Wissens von Germanistikstudenten über deutsch-ungarische Sprichwörter beschreiben, ihre Fehler analysieren und die Ursachen ihrer Fehler ermitteln.

1.3 Aufbau

Die Arbeit gliedert sich in fünf Kapitel. Im ersten Kapitel werden der Gegenstand und die Zielsetzung meiner Diplomarbeit erörtert, und ich stelle die Untersuchung kurz vor, die ich im Zusammenhang mit dem Thema durchführte. Im zweiten Kapitel erkläre ich die wichtigsten Begriffe, die als Grundlagen meiner Arbeit fungieren, wie Phraseologie, Parömiologie und Interferenz. Im dritten Kapitel geht es um meine empirische Untersuchung, und um die Vorhypothesen über das Resultat der Untersuchung. Im vierten Kapitel werden die Ergebnisse mit Hilfe der Statistik ausgewertet und anhand von Tabellen und Diagrammen veranschaulicht. In diesem Kapitel werde ich noch die Ursachen der Ergebnisse feststellen. Im letzten Kapitel findet man die Konklusion, wo ich eine kurze Zusammenfassung darbiete, meine Fragen und Hypothesen zusammenfasse und eine Analyse schreibe, welche Hypothesen bestätigt wurden und worauf die Ergebnisse hindeuten.

2. Theoretische Grundlagen

Da man ohne genaues und gründliches Grundwissen über ein Thema glaubhaft nicht schreiben kann, fasse ich die wichtigsten Bereiche der Linguistik zusammen, die als Grundlagen meiner Diplomarbeit fungieren.

2.1 Phraseologie und Phraseologismen

Die Phraseologie ist eine außerordentlich junge wissenschaftliche Teildisziplin, die sich in der Sowjetunion am Anfang des neunzehnten Jahrhundert entwickelte, und erstmals im Jahre 1946 mit den Arbeiten von V. Vinogradov in der Sprachwissenschaft selbständig etablierte. Seine Arbeit trug auch dazu bei, dass die erste Gesamtdarstellung der deutschen Phraseologie von I.I Cernyseva (1970) vorgelegt wurde (Fleischer 1997: 4 f.).

Die Phraseologie beschäftigt sich mit den festen Wortverbindungen einer Sprache, die sich heutzutage einerseits mit der Begriffsbestimmung des Phänomens der Phraseologismen, andererseits mit der Klassifikation von Phraseologismen befasst (Fleischer 1997: 23). Beide sind ganz schwer in einem Buch oder in ein paar Seiten zusammenzufassen, und sind auch heutzutage umstritten, „in der Phraseologie steht wohl als einziges bisher fest, daß noch nichts feststeht.“ (Pilz 1987: 16)

Zum Beispiel haben wir wegen der wachsenden Unklarheit mit einer Vielfalt von Terminologie zu tun, wie Phraseologismen, Phraseme, Phraseolexeme, Wortgruppenlexeme, Idiome, feste Wendungen usw. (Palm 1995: 2) Trotz aller Unterschiede im Wortgebrauch stimmt aber die Meinung der Sprachwissenschaftler überein und sie kommen zu gemeinsamen Ergebnissen. Beispielsweise sind die Kriterien, wie man diese Mehrworteinheiten von den nicht-phraseologischen Wörtern und Wortgruppen abgrenzen kann, in mehreren Werken zu finden (Fleischer 1997., Palm 1995.)

Erstmals ist Idiomatizität ein wichtiges Kriterium: das heißt, dass die Elemente der phraseologischen Einheit meistens mit der Bedeutung nicht zu tun haben (Palm 1995: 2), denn die Gesamtbedeutung lässt sich nicht additiv aus der Summe der Bedeutungen der Elemente erschließen, sondern bedeutet mehr oder etwas anderes. Im Gegenteil zu den freien Wortgruppen bilden die Elemente eine semantische Einheit.

Laut Fleischer (1997: 31) entsteht Idiomatizität meistens auf dem Wege der Metaphorisierung, aber der Grad der Idiomatizität kann von Phraseologismus zu Phraseologismus unterschiedlich sein. Wenn es keine semantische Kongruenz[1] zwischen den Elementen gibt, und alle Komponenten semantisch transformiert (Palm 1995: 12) sind, spricht man über vollidiomatische Phraseologismen; wenn aber die Elemente eine freie Bedeutung haben, ist die Wendung teilidiomatisch. (Fleischer 1997: 30 f.) Im nächsten Beispiel ist dieser Unterschied leicht bemerkbar:

aus der Haut fahren ‚wütend, ungeduldig werden’ (vollidiomatisch)

Blut und Wasser schwitzen ‚sehr schwitzen’ (teilidiomatisch)

Das zweite Merkmal, das die Wortgruppenlexeme von den anderen Wörtern unterscheidet, und mit Idiomatizität zusammenhängt, ist die Stabilität. Das bedeutet, dass die Abwandlung der Phraseologismen nur gering möglich ist (Knipf 2006: 70), die Phraseologismen eine gebundene, gemeinsame Bedeutung haben, also ihre Elemente syntaktisch[2] nicht frei kombiniert, paradigmatisch[3] nicht frei substituiert werden können. (Palm 1995: 7) Sie sind also fixierte Einheiten, wie die als Beispiel erwähnten Phraseologismen:

einen Kater haben ‚sich nach übermäßigem Alkoholgenuss am nächsten Tag

schlecht fühlen’

*eine Katze haben

den Rahm abschöpfen ‚sich das beste nehmen’

*die Sahne abschöpfen

Die Phraseologismen können nicht neu gebildet und nach einem syntaktischen Strukturmodell in der Äußerung produziert werden, sondern sie werden als „fertige lexikalische Einheit „reproduziert“. Deshalb erwähnt man die Reproduzierbarkeit als ein weiteres wichtiges Kriterium der Phraseologismen. (Fleischer 1997: 65)

All diese Kriterien hängen sehr eng mit dem psycholinguistischen[4] Aspekt der Phraseologismen zusammen, den man bei der Durchführung einer Untersuchung nicht außer Acht lassen darf. Die Rolle der Speicherung der Phraseologismen im mentalen Lexikon ist nämlich bei ihrer Reproduktion sehr wichtig. Psycholinguistisch gesehen sind also Phraseologismen sog. Automatismen[5], die wegen ihrer nicht wortwörtlichen Bedeutung im mentalen Lexikon doppelt kodiert werden. Sie werden ganzheitlich gespeichert, und als Einheiten repräsentiert. Der Erwerb von Phraseologismen ist ein Spezialfall, sie werden nämlich einzeln, nicht als Prinzip gelernt und bei ihrem Verstehen geht ein top-down Prozess[6] vor. (Palm 1995: 90 ff.)

2.1.1 Parömiologie und Sprichwörter

Diese Arbeit stellt als Zweck fest, die Mehrworteinheitskompetenz über Sprichwörter zu untersuchen. Dazu brauchen wir das Wissen über die Parömiologie, die als selbständige Disziplin die Sprichwörter als Gegenstand hat. Die Sprichwörter sind auch in der Entwicklung der Phraseologie bedeutend, nämlich die Aufmerksamkeit gegenüber festen Wortverbindungen erstreckte sich zuerst fast ausschließlich auf Sprichwörter. (Fleischer 1997: 11) Sie standen seit dem Mittelalter bis in die ersten Jahrzehnte nach dem zweiten Weltkrieg im Mittelpunkt der Germanistik, die Blütezeit des Sprichwortes lässt sich in dem 15-16. Jahrhundert feststellen. (ebd. 77)

Wie im Falle der Phraseologismen, gibt es zahlreiche Definitionsversuche von Sprichwörtern. Laut Anna T. Litovkina (2005: 13) gibt es mehr Definitionsversuche als Sprichwörter selbst. Im Allgemeinen kann man aber feststellen, dass Sprichwörter solche Satzkonstruktionen sind, die eine lehrhafte Tendenz haben, und die moralische Anschauungen der Entstehungszeit[7], das heißt Volkstümlichkeit und die Erfahrungen der einfachen Menschen wiedergeben. Sie beziehen sich auf das praktische Leben und sind verbal entstanden und mündlich überliefert. (Fleischer 1997: 77) Von Horst und Annelies Beyer (1984: 7) sind sie als „Kleinform der Volksdichtung“ benannt.

Es ist wichtig zu bemerken, dass heute kaum mehr Sprichwörter entstehen, und wegen dieser historischen Begrenztheit wird ihnen - nach meiner Erfahrung- immer weniger Aufmerksamkeit geschenkt. Deshalb möchte ich mit dieser Arbeit und mit meiner Untersuchung die Problematik der Sprichwörter betonen.

Wie ich schon oben erwähnte, Sprichwörter sind eine spezielle Gruppe von Phraseologismen, man kann aber auch wichtige Unterschiede zwischen diesen zwei Gruppen feststellen (Fleischer 1997: 76 f.)

- Sprichwörter sind feste Satzkonstruktionen, es gibt also keine Möglichkeit, sie zu reproduzieren, wie im Falle der anderen Phraseologismen. Sie funktionieren als eigene Mikrotexte, die man als ganze Sätze zitieren kann, es ist also nicht möglich, sie zu verändern.
- Sprichwörter vertreten einen höheren Grad der Idiomatizität, als die anderen Mehrworteinheiten, sie haben nämlich eine metaphorische, verallgemeinerte Bedeutung. Im Falle der Sprichwörter gibt es ein irreguläres Verhältnis zwischen der Bedeutung der Wortkomponenten und dem ganzen Satz.
- Phraseologismen sind historisch nicht fixiert, wie die Sprichwörter, weil sie allgemeine sprachliche Erscheinungen sind und es entstehen ständig neue.

Sprichwörter haben noch weitere wichtige Eigenschaften, die ihr Überleben sichern und diese seit Jahrhunderten entstandene praktische Lebensregel nicht verschwinden lassen. Sprichwörter sind merkfähige Elemente der Sprache, nämlich ihre suprasegmentale Charakteristika, wie Knappheit, Reim (Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß) und Rhythmus machen sie leicht bemerkbar und dadurch auch weit bekannt. Außerdem besitzen sie den Charakter der Bildhaftigkeit, und haben eine metaphorische Bedeutung, dadurch wurden sie ins mentale Lexikon der Menschen dauerhaft eingeprägt. In Sprichwörtern findet man verschiedene Figuren und Tropen, die noch die Einprägung erleichtern, wie Paradoxie (Eines Mannes Rede ist keines Mannes Rede), Gegensatzverhältnis (Heute mir, morgen dir), Parallelismus oder Personifizierung von Gegenständen. (Beyer 1984: 7 ) All diese sprachlich-stilistischen Merkmale sind also dafür verantwortlich, dass die Sprichwörter trotz ihrer historischen Begrenztheit und trotz der verringernden Aufmerksamkeit als spielerische Weisheiten überleben und als Gegenstand dieser Diplomarbeit fungieren.

2.2 Interferenz

Im Falle dieser Untersuchung, wenn man sowohl deutsche als auch ungarische Sprichwörter in den Aufgaben verwendet und wenn die Aufgaben sich nach den beiden Sprachen richten, darf man die Folgen ihres Kontakts nicht außer Acht lassen. Die Beziehung dieser zwei Sprachen, aus denen Ungarisch die Muttersprache und Deutsch die Fremdsprache der Studenten ist, kann sowohl positiv[8], als auch negativ beeinflusst sein. Diese Arbeit befasst sich mit Fehlern von Studenten, deshalb eher mit dem negativen Einfluss der Muttersprache auf die Fremdsprache.

Das Wissen der Muttersprache bedeutet feste Beziehungen zwischen sprachlichen Zeichen und Erscheinungen der objektiven Wirklichkeit (Referenzbeziehungen), die durch den Kontakt mit einer Fremdsprache die Auseinandersetzung mit einem anderen, gegenüberstehenden System hervorruft, und damit den natürlichen Zustand der Sprache verändert. Die Psyche „rebelliert“ gegen die Aneignung eines zweiten Zeichensystems, gegen die Integration von fremden Elementen. Dadurch kommt es vor, dass die Psyche der Fremdsprachenlerner danach strebt, ihre Gedanken in den Formen ihrer Muttersprache auszudrücken. (Juhász 1970: 9) Diese Erscheinung wird Interferenz benannt, die laut Juhász (ebd.) „…die durch die Beeinflussung von anderen sprachlichen Elementen verursachte Verletzung einer sprachlichen Norm…“ ist. Der Grund dafür ist, dass die Muttersprache auf das Fremdsprachenlernen störend wirkt, also die Muttersprache und die Fremdsprache fügen sich wegen ihrer unterschiedlichen Struktur, Valenz, Bedeutungsstruktur, Verwendungsweise usw. auf verschiedene Weise in das System ein. (ebd. 31) Interferenz ist deshalb die primäre Fehlerquelle der Befragten der Arbeit, die auch das Wissen von Mehrworteinheiten beeinflussen kann.

3. Die empirische Untersuchung

3.1 Methode

Um das Wissen von Phraseologismen zu untersuchen, entschied ich mich dafür, eine sowohl qualitative als auch quantitative Untersuchung durchzuführen, die aus einem Fragebogen und aus einem Aufgabenblatt bestand. Auf dem Fragebogen sollte man nicht nur die wichtigsten Daten angeben, wie Name, Alter, Muttersprache, sondern es gab auch Fragen über die Länge und Quantität des Deutschlernens. Man sollte noch beantworten, wie viele Jahre man im deutschsprachigen Gebiet verbrachte und vie oft man deutsche Bücher oder andere Medien benutzt. Dadurch kann ich nach der Auswertung der Aufgaben die wichtigsten Faktoren zum Erlernen der Mehrworteinheiten bestimmen und die Zusammenhänge zwischen diesen Daten und ihr Wissen feststellen.

Das Aufgabenblatt besteht aus sieben Aufgaben und bezieht sich auf eine besondere Art der Wortgruppenlexeme: auf Sprichwörter. Jede Aufgabe konzentriert auf die deutschen Sprichwörter, manche auch auf ungarische. In der ersten Aufgabe sollen die Befragten vier deutsche Sprichwörter beenden. Diese Aufgabe bietet eine kleine Hilfe, nämlich der größte Teil der Sprichwörter ist schon gegeben. Diese Art der Aufgabe kann aber die Quelle verschiedener Fehler sein, wenn die Befragten das Sprichwort nicht kennen und trotzdem versuchen, die richtige Antwort zu tippen.

[...]


[1] Semantische Vereinbarkeit (Fleischer 1997: 30)

[2] Wortfolge und die Struktur von Sätzen und deren Komponenten www2.sfs.nphil.uni-tuebingen.de/~nnsle01/Syntax%20GK%202005%20I.ppt, gesehen am 2.05.2009)

[3] „Funktional und formal zusammenhängende Ausdruckseinheiten, die die einzelnen Kategorien einer bestimmten Kategorisierung realisieren, bilden alle zusammen ein Paradigma.“ (http://hypermedia.ids-mannheim.de/pls/public/termwb.ansicht?v_app=p&v_id=574, gesehen am 02. 05. 2009). „Als Paradigmenkategorien bezeichnet man nach Eisenberg (1989: 36 ff.) grammatische Kennzeichnungen, die kennzeichnend für alle Formen eines Worts einer bestimmten Klasse (also für das gesamte Paradigma) sind. Paradigmenkategorien sind im Deutschen z.B. das Genus beim Nomen, dem immer eine Kategorie maskulin, feminin oder neutrum zuzuordnen ist.“ (http://hypermedia.ids-mannheim.de/pls/public/termwb.ansicht?v_app=p&v_id=99, gesehen am 02. 05. 2009)

[4] „Psycholinguistik (synonym: Sprachpsychologie) erforscht das kognitive (mentale) System, das den Sprachgebrauch erlaubt.” (http://ling.uni-konstanz.de/pages/allgemein/study/introling06/Psycholing_1_handout.pdf)

[5] Als Automatismen werden in der Psychologie Vorgänge und Tätigkeiten bezeichnet, die ohne Beteiligung des Willens und unkontrolliert vom Bewusstsein ablaufen.

[6] Die Top-down-Verarbeitung oder konzeptgesteuerte Verarbeitung ist eine Form der Wahrnehmungsanalyse, die höhere mentale Prozesse zur Identifikation und Wiedererkennung von Objekten oder Ereignissen heranzieht. Bei dieser Art von Verarbeitung kommen also unsere Erfahrungen, unser (Vor)Wissen, unsere Motive und unsere kulturelleren Dispositionen ins Spiel. (Goldstein 2002: 12)

[7] In den meisten Fällen die Mittelalter und die feudale Gesellschaftsordnung. (Fleischer 1997: 77)

[8] Beim positiven Einfluss fügen sich die Elemente der Muttersprache und der Fremdsprache auf ähnliche Weise in das jeweilige System ein, deshalb verstößt die Psyche nicht gegen die Normen der Fremdsprache. Diese Erscheinung, wenn die Muttersprache auf die Fremdsprache nicht störend wirkt, bezeichnet man als Transfer. (Juhász 1970: 30)

Details

Seiten
36
Jahr
2009
ISBN (eBook)
9783640651658
ISBN (Buch)
9783640651894
Dateigröße
659 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v152740
Institution / Hochschule
Eötvös Loránd Tudományegytem
Note
1
Schlagworte
sprichwort sprichwörter linguistik phraseologie kontrastiv

Autor

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Titel: Mehrworteinheitskompetenz in der Empirie - Erhebung bei BA Germanistikstudenten