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Führung von Mitarbeitern - Grundlagen

Eindimensionale und zweidimensionale Führungsstile, Beispiele, Kritik

Referat (Ausarbeitung) 2009 8 Seiten

BWL - Allgemeines

Leseprobe

Gliederung

1. Einleitung

2. Das Menschenbild und dessen Einfluss auf den Führungsstil

3. Eindimensionale Führungsstile
3.1 Führungsstiltypologie nach Kurt Lewin
3.1.1 autoritärer Führungsstil
3.1.2 Kooperativer Führungsstil
3.1.3 Laissez-faire Führungsstil
3.2 Entscheidungsorientiertes Klassifikationsschema (Tannenbaum/Schmidt)

4. Zweidimensionaler Führungsstil - Das Managerial Grid nach Robert R. Blake und Jane Mouton

5. Kritik an den genannten Führungsstilen

6. Zusammenfassung

1. Einleitung

Überall dort, wo Mitarbeiter und deren Führungskräfte ein gemeinsames Ziel erreichen müssen, ist eine Einflussnahme auf die Mitarbeiter erforderlich. Jede Führungskraft hat dabei aufgrund ihrer Persönlichkeit und ihrer Einstellung zum Menschenbild eine unterschiedliche Art, ihren Führungsstil auszuüben und Führungsaufgaben wahrzunehmen. Sowohl im privaten, gesellschaftlichen, als auch besonders im beruflichen Umfeld gerät nahezu jeder Mensch in irgendeiner Art und Weise mit Führungsstilen in Kontakt. Doch welche Arten von Führungsstilen gibt es und was macht einen Führungsstil aus? Welche Faktoren spielen bei der Entwicklung eines Führungsstils eine Rolle? Was erwarten Mitarbeiter von Ihren Vorgesetzten?

In dieser vorliegenden Hausarbeit wird mit konkreten Beispielen auf die Frage eingegangen, was eindimensionale und zweidimensionale Führungsstile sind und wie das Menschenbild den Führungsstil beeinflusst.

2. Das Menschenbild und dessen Einfluss auf den Führungsstil

Das von der Führungskraft wahrgenommene Menschenbild steht in konkretem Zu-sammenhang zu seinem Führungsstil. Der amerikanische Psychologe McGregor hat zwei extrem unterschiedliche Menschenbilder beschrieben: Die Theorien X und Y Theorie X beschreibt dabei einen von Natur aus faulen Menschen, der eine große Abneigung zur Arbeit hat und diese nur aufgrund extrinistischer (= von außen wirkender) Motivation, wie z.B. Belohnung oder Sanktionen, durchführt.

Ganz gegensätzlich beschreibt die Theorie Y einen Menschen, der aus eigenem, inneren Anreiz und durch starken Ehrgeiz und Selbstdisziplin seine gesteckten Ziele zur Selbstverwirklichung erreicht. Diese kurzen Ausführungen zu den verschiedenen Theorien lassen erkennen, wie stark ein Führungsstil von dem Menschenbild des Vorgesetzten zu seinen Mitarbeitern abhängig ist. McGregor war der Auffassung, dass sich Vorgesetzte, die bisher die Theorie X vertreten haben, sich schrittweise der Theorie Y annähern sollen, um die Leistungs- und Verantwortungsbereitschaft eines jeden Einzelnen zu steigern.

3. Eindimensionale Führungsstile

Bei einer eindimensionalen Betrachtungsweise des Führungsstils wird nur ein einziges Beurteilungskriterium betrachtet, nämlich die Partizipation an der gewählten Entscheidung des Vorgesetzten.

3.1 Führungsstiltypologie nach Kurt Lewin

Der Psychologe und Sozialwissenschaftler Kurt Lewin (1890 - 1947) unterscheidet die klassischen Führungsstilklassifikationen nach autoritären, kooperativen und Laissez-fairen Führungsstilen. Lewin hat im Rahmen seiner Studien untersucht, wie sich die Führungsstile auf Gruppen und deren einzelnen Mitglieder im Hinblick auf das soziale Klima, Zufriedenheit und deren Arbeitseffizienz auswirken.

3.1.1 autoritärer Führungsstil

Beim autoritären Führungsstil gestaltet der Vorgesetzte den betrieblichen Ablauf allein. "Da er alles besser weiß, besitzt er allein Entscheidungs- und Anweisungskompetenz.“1 Diese Anweisungen des Vorgesetzten erfolgen in Form von Befehlen, deren Umsetzung restriktiv überwacht werden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1: Vor- und Nachteile des autoritären Führungsstils

Beispiel eines autoritären Führungsstil:

Herr Meister, Leiter der Firmenkundenabteilung, ruft die beiden Mitarbeiter, Hr. Müller und Fr. Schulze, zu einer Besprechung. Herr König berichtet den beiden Mitarbeitern kurz über seine gestrige Zusammenkunft mit dem Kunden Metallbau GmbH.

Meister: “Müller und Schulze, diesmal hören Sie mir bitte gleich zu. Ich habe keine Zeit mich mehrfach zu wiederholen! Ich habe hier die Bilanzen der Metallbau GmbH. Wir haben die Möglichkeit stärker mit dem Kunden zusammenzuarbeiten, als bisher. Es geht hier um ein großes Finanzierungsvolumen. Sie, Herr Müller, bearbeiten bitte die GuV aus 2008 und Frau Schulze, Sie analysieren die Bilanz aus 2007 wie gehabt. Bis 13:00 Uhr will ich hier Ergebnisse sehen und nun schnell an die Arbeit.“

3.1.2 Kooperativer Führungsstil

Der kooperative oder demokratische Führungsstil besitzt keine Gemeinsamkeiten mit dem oben beschrieben autoritären Führungsstil. Bei dieser Form der Führung arbeitet der Vorgesetzte mit seinen Mitarbeitern Hand in Hand und versteht sich als Mitglied des Teams. Sowohl Vorgesetzter als auch Mitarbeiter können Wege zur Lösung einer Aufgabe präsentieren und alle Ergebnisse werden gleichrangig begutachtet. Entscheidungen werden häufig in Gruppenarbeiten oder -diskussionen erarbeitet. Häufig findet sich der Vorgesetzte in der Rolle des Moderators wieder.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 2: Vor- und Nachteile des kooperativen Führungsstils

Beispiel eines kooperativen Führungsstils:

Meister: “Liebe Kollegen. Heute habe ich eine erfreuliche Nachricht. Unsere Kundin, die Metallbau GmbH, hat ihre Bereitschaft bekundet wieder verstärkt mit uns zu-sammenzuarbeiten. Es geht um die Finanzierung einer neuen Werkshalle in Hamburg. Glücklicherweise konnte ich gestern auch die Bilanzen bekommen. Ich habe dem Kunden zugesagt, dass wir den Sachverhalt zügig überprüfen und dann ein Angebot unterbreiten. Frau Schulze, Herr Müller, nehmen Sie sich der Sache doch bitte an. Ich stoße gleich zu Ihnen hinzu, dann finden wir bestimmt eine Lösung.“

3.1.3 Laissez-faire Führungsstil

Beim Laissez-faire Führungsstil versteht sich der Vorgesetzte als gleichwertiges Mitglied der Gruppe, spielt hierbei aber eine sehr passive Rolle und gibt seinen Mitarbeitern, die als einzelne Individuen betrachtet werden, vollkommene Freiheit bei der Erledigung der Aufgaben. Gleichzeitig greift er aber nicht unterstützend ein. Gegebenenfalls in Werbeagenturen findet dieser Führungsstil Anwendung. Ansonsten hat sich dieser Führungsstil nicht bewährt, so dass er hier nicht detaillierter betrachtet wird.2

3.2 Entscheidungsorientiertes Klassifikationsschema (Tannenbaum/Schmidt)

Das Führungskontinuum nach Tannenbaum/Schmidt unterscheidet dabei zwischen den von Kurt Lewin entwickelten autoritären und kooperativen Führungsstilen und lässt sich dabei zusätzlich in 5 weitere Zwischenformen differenzieren. Ziel dieses Klassifikationsschemas ist, herauszufinden, welche Verhaltensweise in den verschiedenen Situationen zum Erfolg führen.

[...]


1 aus Jung, Hans; Allgemeine Betriebswirtschaftslehre; 10. Auflage; München; 2008; Seite 218

2 vgl. Jung, H.; Allgemeine Betriebswirtschaftslehre; 10. Auflage; München; 2008; Seite 219

Details

Seiten
8
Jahr
2009
ISBN (eBook)
9783640643806
ISBN (Buch)
9783640644483
Dateigröße
1.2 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v152582
Institution / Hochschule
AKAD-Fachhochschule Leipzig
Note
1,0
Schlagworte
Führung Mitarbeitern Grundlagen Eindimensionale Führungsstile Beispiele Kritik

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