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Kriminologische Regionalanalysen in der Stadt Osnabrück für die Jahre 1996/97, 2002/03 und 2007/08

Problemkreise, Lösungsansätze, Umsetzungen und Wirkungen als Grundlagen für den Förderpreis der "Stiftung Kriminalprävention" (Städtepreis 2009)

Fachbuch 2010 129 Seiten

Soziologie - Recht, Kriminalität abw. Verhalten

Leseprobe

Inhaltsübersicht

Vorbemerkungen

Primäre Literatur (Forschungsberichte)

1. (Un-)Sicherheitsgefühl zur Tages- und zur Nachtzeit“(objektive und subjektive Sicherheit in der Stadt Osnabrück)
1.5 Zusammenfassung:

2. Bewertung der Polizeiarbeit
2.4 Zusammenfassung:

3. Konsum legaler und illegaler Drogen durch Schüler/innen
3.3 Zusammenfassung:

4. Selbstbehauptete Delinquenz von Schülern/innen
4.3 Zusammenfassung:

5. Bedrohung/Beunruhigung durch Straftaten bzw. durch gesellschaftliche Entwicklungen
5.4 Zusammenfassung:

6. Sachbeschädigung durch Graffiti
6.4 Zusammenfassung:

7. Wahrnehmung von Alltagsirritationen bzw. dringendste Probleme im Stadtteil
7.4 Zusammenfassung:

8. Verbesserungsvorschläge und Wünsche
8.3 Zusammenfassung:

9. Videoüberwachung
9.4 Zusammenfassung:

Anhang 1
Deutscher Förderpreis Kriminalprävention 2009 (Städtepreis); Bewerbung

Anhang 2
Website „Kriminalpräventionsrat Osnabrück“; Illegales Graffiti

Anhang 3
Kriminalpräventionsrat Osnabrück (KPR OS); Aktuelle Projekte bzw. Beteiligung an aktuellen Projekten

Anhang 4
Geförderte Projekte des PrävOS e.V. im Jahr

Anhang 5
Polizeistrategische Erhebungs-, Analyse-, Planungs- und Messinstrumentarien; »Progressivmodell Osnabrück« im Überblick

Anhang 6
Konzeption „Vernetzte Kriminalprävention Osnabrück“

(Fach-)Bücher

von Ernst Hunsicker

mit Ernst Hunsicker

Berufliche Vita des Verfassers in Kurzform

Vorbemerkungen

1. Kriminologische Regionalanalysen (allgemein) und in der Stadt Osnabrück (speziell)

Die drei „Kriminologischen Regionalanalysen“ („KRA“) in der Stadt Osnabrück aus den Jahren 1996/97, 2002/03 und 2007/08 orientieren sich an dem „Aufbauschema Kriminologische Regionalanalyse“ (Jäger 1976[1], später Koch 1992[2]).

In diesem Rahmen sind etwa ● (schriftliche oder telefonische) Befragungsaktionen (auch von Experten: Schwarzenegger/Müller 2008, 36) sinnvoll und üblich: etwa zur (stadtteilbezogenen: Legge/Bathsteen 1994, 96) Kriminalitätsfurcht, zur Opfersituation (zur Dunkelfeldforschung vgl. Rdn. 33 ff zu § 2; zum Anzeigeverhalten Rdn. 4 ff zu § 20) sowie zur Zufriedenheit mit der Wohnsituation, mit den Freizeitangeboten sowie mit der Arbeit der Polizei usw. (Musterfragebogen bei Dölling u.a. 2003, 281 ff). Die Erhebungen, zu denen auch ● Dokumentenanalysen (Aktenanalysen) gehören, sollten sich (nach Ammer in: Feltes 1994, 12 f) primär auf etwa folgende Informationen beziehen:

- Sozialdemographische Basisdaten
- Kommunale Sozialdaten
- Infrastrukturdaten
- ein tatgelegenheitsspezifisches Sozialprofil [3]

Die „KRA“ ist sowohl Planungsgrundlage für die kommunale Kriminalpolitik als auch Gradmesser für den Ertrag und die Wirkung kommunaler und lokaler Kriminalprävention. Die Analyseergebnisse müssen deshalb nicht nur bewertet, sondern anschließend in Kampagnen, Projekte und Maßnahmen umgesetzt werden. […] Die Stadt Osnabrück ist für die systematische Durchführung solcher Datenerhebungen und die sich anschließende „Verarbeitung“ dieser Daten vielleicht beispielgebend.[4]

Im Jahr 1996 wurde in der seit 1989 bestehenden „Ressortübergreifenden Präventionskommission Osnabrück“ (RePrOS) die Durchführung einer „Kriminologischen Regionalanalyse Osnabrück“ („KRA OS“) angeregt und mit Zustimmung der Stadtverwaltung Osnabrück durchgeführt. Basis der Erhebungen ist das Statistikjahr 1995, also das Jahr vor der „KRA OS 1996/97“.

Mit Abschluss der „KRA OS 1996/97“[5] war den dafür Verantwortlichen – wie bereits im Vorwort angeführt – klar, dass eine einmalige Erhebung wenig Sinn macht und nach einem Zeitraum von etwa 5 Jahren eine Wiederholung erfolgen muss. So kam es zu der „KRA OS 2002/03“[6] und später zu der „KRA OS 2007/08“[7].

Nach Abschluss der „KRA OS 1996/97“ und der „KRA OS 2002/03“ wurde jeweils eine „KRA“-Lenkungsgruppe[8] eingesetzt, um die Erhebungsergebnisse unter Beteiligung von Fachkräften in Maßnahmen, Projekte, Kampagnen usw. umzusetzen; nach der „KRA OS 2007/08“ erfolgte diese Umsetzung durch eine „KRA“-Arbeitsgruppe[9].

2. Grundsätzliches zu Bürger- und Schülerbefragungen;

Spezielles zu Osnabrück

Die Bewertung der Sicherheitslage (objektive und subjektive Sicherheit) gewinnt in den meisten Kommunen zunehmend an Bedeutung. Das zeigt sich z.B. an der Vielzahl durchgeführter Bürgerbefragungen (teils in Verbindung mit Schülerbefragungen), die häufig im Rahmen Kriminologischer Regionalanalysen erfolgen.

Bei Aussagen zur subjektiven Sicherheit dürfen sich Politik, Kommunalverwaltung, Prävention und Polizei deshalb nicht mehr auf Schätzungen oder gar Spekulationen verlassen, sondern es bedarf hierzu aktueller, umfassender und fundierter Informationen aus dem strafrechtlich relevanten Hell- und Dunkelfeld.

Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS), die allein das Hellfeld reflektiert, ist kein ausreichender Indikator für die Bewertung der Sicherheitslage, was auch für den Ertrag und die Wirkung von (kommunaler) Kriminalprävention gilt. Um mit verlässlichen Aussagen und Planungsdaten operieren zu können, muss das Dunkelfeld mit empirisch abgesicherten Methoden aufgehellt werden.[10]

In die drei Osnabrücker Bevölkerungs-/Bürgerbefragungen („KRA OS 1996/97“, „KRA OS 2002/03“ und „KRA OS 2007/08“) wurden Osnabrücker Bürger/innen ab dem 14. Lebensjahr einbezogen.[11] Die beiden Befragungen der Schüler/innen an Osnabrücker Schulen („KRA OS 1996/07“ und „KRA OS 2002/03“) waren auf die 9. Klassen der dafür in Frage kommenden Schulen abgestellt. Das Gros der befragten Schülerinnen und Schüler war somit 15 Jahre (57,3% der Befragten) bzw. 16 Jahre (31,1% der Befragten) alt.

Fragebogenverteilung und Rücklauf:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

3. Bewerbung um den Förderpreis der „Stiftung Kriminalprävention“ (Städtepreis 2009)

Unter dem Datum vom 22.03.2009 hat sich die Stadt Osnabrück (vertreten durch den Oberbürgermeister Boris Pistorius) unter Beteiligung des Kriminalpräventionsrates Osnabrück (vertreten durch Wolfgang Wellmann und Wolfgang Zimmerer) und des Präventionsvereins Osnabrück e.V. (vertreten durch Martin Oevermann und Ernst Hunsicker) um/für diesen Präventionspreis, der mit 10.000 € dotiert ist, beworben (Bewerbung als Anhang 1).[12]

4. Gespräch mit Vertretern des Vorstandes „Stiftung Kriminalprävention“

Nachdem die Stadt Osnabrück in die engere Auswahl für die Vergabe dieses Präventionspreises gekommen war, bat die „Stiftung Kriminalprävention“ um ein Gespräch „vor Ort“ mit dem Oberbürgermeister.

Gesprächsbeteiligte im Rathaus der Stadt Osnabrück am 03.12.2009:

- „Stiftung Kriminalprävention“:

Klaus Stüllenberg (Stifter und geschäftsführender Vorstandsvorsitzender),

Katrin Stüllenberg (Stifterin und Mitglied des Vorstandes).

- Stadt Osnabrück:

Boris Pistorius (Oberbürgermeister der Stadt Osnabrück),

Wolfgang Wellmann (Geschäftsführer des Kriminalpräventionsrates Osnabrück),

Wolfgang Zimmerer (Geschäftsführer des Kriminalpräventionsrates Osnabrück),

Ernst Hunsicker (Team des Kriminalpräventionsrates Osnabrück und Stellvertr. Geschäftsführer des Präventionsvereins Osnabrück e.V.).

In diesem Gespräch wurde durch die Vertreter der „Stiftung Kriminalprävention“ eine Zusammenfassung der drei „KRA“ nach folgendem Muster angeregt:

- Wesentliche Problemkreise [aus der jeweiligen „KRA“],
- Lösungsansätze [erarbeitet durch die Lenkungsgruppen („KRA OS 1996/97“ und „KRA OS 2002/03“) bzw. die „KRA“-Arbeitsgruppe („KRA OS 2007/08“)],
- Umsetzungsergebnisse und
- Wirkungen.

Dieser Anregung wird mit dieser Arbeit nachgekommen.

Primäre Literatur (Forschungsberichte)

Hunsicker, Ernst/Bruns, Bernhard/Oevermann, Martin/Ratermann, Martin, Kriminologische Regionalanalyse Osnabrück 1996/97 zum Thema „Mehr Sicherheit für uns in Osnabrück“ (Forschungsbericht, 250 Seiten – ohne Anlagen, vergriffen); zit. Hunsicker et al., a.a.O.

Rolfes, Manfred, Kriminologische Regionalanalyse Osnabrück 2002/03 – Ergebnisse der Bürger- und Schülerbefragung (unter Mitarbeit von Oliver Kruth, Christine Niebuhr, Nicole Niemeier, Karen Schmidt, Matthias Stiller, Universität Osnabrück – Fachgebiet Geographie; Ernst Hunsicker, Martin Oevermann, Alexandra Rietz, Polizeiinspektion Osnabrück-Stadt), OSG – Materialien Nr. 53 – Osnabrücker Studien zur Geographie, Osnabrück 2003 (Forschungsbericht, 65 Seiten – ohne Anlagen); zit. Rolfes, a.a.O.

Oevermann, Martin/Rolfes, Manfred/Hunsicker, Ernst/Wellmann, Wolfgang/Zimmerer, Wolfgang/Voges, Oliver, Kriminologische Regionalanalyse Osnabrück 2007/08 zum Thema „Sicherheit und soziales Leben in Osnabrück“ (Forschungsbericht, 165 Seiten – ohne Anlagen); zit. Oevermann et al., a.a.O..

1. (Un-)Sicherheitsgefühl zur Tages- und zur Nachtzeit (objektive und subjektive Sicherheit in der Stadt Osnabrück)

1.1 Statistikjahr 1995 als Basis

[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten][13][14]

1.2 „KRA OS 1996/97“

1.2.1 Sicherheitsgefühl von Bürgerinnen und Bürgern

Ein wichtiger Indikator für die Zufriedenheit von Bürgern/innen ist das Sicherheitsgefühl in ihrem Stadtteil. …[15]

5.2.2.2 … nach Altersgruppen

Tabelle 10

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Es ist zu beobachten, daß mit zunehmendem Alter das Sicherheitsgefühl abnimmt. … Bei Dunkelheit besteht ein erheblich höherer Unsicherheitsfaktor. …[16]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Neue Osnabrücker Zeitung vom 22. Juli 1998, Seite 9

(Stadt Osnabrück)

1.2.2 Lösungsansätze/Umsetzung (nicht abschließend)

- Städteplanerische Maßnahmen (Verbesserung „ F rauen N acht T axi“, Reduzierung der subjektiven und objektiven Sicherheitsdefizite durch bauliche Maßnahmen – z.B. Verbesserung der Straßenbeleuchtung),
- Erhöhung der sichtbaren Polizeipräsenz – auch Ausbau der Kontrolldichte durch zusätzliche Fuß- und Radstreifen (unter Einbeziehung der Bereitschaftspolizei), Fertigen (elektronischer) Anhaltemeldungen, Kontrolle des „Straßenstrichs“ auf der Grundlage einer neuen Sperrbezirksverordnung,
- Festhalten am „Osnabrücker Anti-Drogen-Modell“ durch Repression, Prävention, Therapie und sonstige Hilfen,
- Präventionstheater der „Silberdisteln“ zum Thema „Betrug an der Haustür“,
- Schutz der Bürger vor Gewaltangriffen durch Verteilung von „Notruf-Handys“,
- Straßenverkehrsmaßnahmen („Spielstraßen“, verkehrsberuhigte Bereiche),
- Polizeiliche Mitarbeit an den „Runden Tischen“ (lokale Kriminalprävention oder auch Basisprävention) in den Stadtteilen,
- Beteiligung der 1989 gegründeten „Ressortübergreifenden Präventionskommission Osnabrück“ (RePrOS“) an Planungen zur kommunalen Kriminalprävention,
- Einbeziehung des bereits 1996 gegründeten gemeinnützigen „Präventionsvereins Osnabrück e.V.“[17], um auch so Maßnahmen, Projekte, Kampagnen usw. der kommunalen und lokalen Kriminalprävention insbesondere finanziell zu unterstützen,[18]
- Lokale (fundamentale) Basisprävention durch Gründung von „Runden Tischen“ in mehreren Stadtteilen am Beispiel des „Runden Tisches Eversburg“, der 1993 von der Polizei initiiert wurde.[19]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Neue Osnabrücker Zeitung vom 16.06.1994

(Stadt Osnabrück)

1.3 „KRA OS 2002/03“

1.3.1 Sicherheitsempfinden der Befragten tagsüber und bei Dunkelheit sowie Durchschnittsalter

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

… In der Tabelle 3.6 ist aufgeführt, wie sicher sich die Befragten tagsüber und bei Dunkelheit fühlen sowie das durchschnittliche Alter der jeweiligen Merkmalsausprägung. Aus der Tabelle geht zunächst hervor, dass das Sicherheitsempfinden tagsüber erheblich größer ist als bei Dunkelheit. … Wie zu erwarten war, hängt das Sicherheitsempfinden auch vom Alter ab. … Die Aussage, nach der ältere Menschen bedeutend furchtsamer sind als jüngere Personen, kann auf der Grundlage der durchgeführten Erhebung nur teilweise bestätigt werden.[20]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die Abbildung 3.3 macht deutlich, dass sich Männer sowohl tagsüber als auch bei Dunkelheit häufiger als die Frauen sehr sicher fühlen. … Die geschlechtsspezifischen Unterschiede sind signifikant. …[21]

Das sicherlich zentrale Ergebnis der Wiederholungsbefragung ist das deutlich höhere Sicherheitsempfinden der befragten Osnabrücker Bürgerinnen und Bürger der Stichprobe des Jahres 2002. Sowohl tagsüber als auch bei Dunkelheit ist das Sicherheitsempfinden in der Befragungsgruppe 2002 signifikant höher als in der Befragungsgruppe 1997. Der Anteil der Personen, die sich 2002 in ihrem Stadtteil sehr sicher oder ziemlich sicher fühlten, liegt tagsüber gut 4 % und bei Dunkelheit knapp 9 % über dem Wert im Jahr 1997. … Auch wenn dieses Ergebnis signifikant ist, wäre es aus wissenschaftlicher Sicht nicht haltbar, diese Veränderungen nur auf die seit 1997 umgesetzten Maßnahmen im Bereich der kommunalen Kriminalprävention zurückzuführen. …[22]

1.3.2 Wirkungen 2002/03

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1.3.3 Lösungsansätze/Umsetzung (nicht abschließend)

- Teilweise Fortführung der Lösungsansätze/Umsetzungen aus der „KRA 1996/97“ (wie vorstehend unter Ziff. 1.2.2),
- Ausbau des „OS-Teams“[23] der Stadtverwaltung Osnabrück,
- Einrichtung eines „Polizeiladens“[24] im März 2003 (Sicherheitstechnik, verhaltensorientierte Prävention) im Bereich der Fußgängerzone „Große Straße“; Unterbringung mit dem „OS-Team“ in den gleichen Räumlichkeiten; auch gemeinsame Streifentätigkeit Polizei/„OS-Team“,
- Vorträge durch Vertreter des „Kriminalpräventionsrates (KPR) Osnabrück“ in Altersheimen, bei Vereinen usw.

1.4 „KRA OS 2007/08“

1.4.1 Sicherheitsempfinden in den Stadtteilen

Tabelle 6 zeigt, wie sicher sich die Befragten tagsüber und bei Dunkelheit fühlen sowie für jedes Niveau des Sicherheitsempfindens das durchschnittliche Alter der Befragten. Das Sicherheitsempfinden am Tag ist wesentlich höher als bei Dunkelheit. … Je unsicherer sich die Menschen fühlen, desto höher liegt auch das Durchschnittsalter. …[25]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

… Sowohl tagsüber als auch bei Dunkelheit ist das Sicherheitsempfinden in der Befragungsgruppe 2007 signifikant höher als in den Befragungsgruppen 2002 und 1997. Der Anteil der Personen, die sich 2007 in ihrem Stadtteil sehr sicher oder ziemlich sicher fühlten, liegt tagsüber knapp 5 % und bei Dunkelheit knapp 16 % über dem Wert im Jahr 1997. Besonders das Sicherheitsempfinden bei Dunkelheit hat sich zwischen 2002 und 2007 noch einmal deutlich verbessert. … Auch wenn dieses Ergebnis signifikant ist, lässt sich nicht belegen, dass diese Veränderungen ausschließlich auf die seit 1997 oder 2002 umgesetzten Maßnahmen im Bereich der kommunalen Kriminalprävention zurückzuführen sind. Das Sicherheitsempfinden der Osnabrücker Bevölkerung ist auch von landes- und bundesweiten, meist über die Medien vermittelten Diskussion über die „innere Sicherheit“ abhängig.[26]

Dazu stellt die „KRA“-Arbeitsgruppe (2007/08) – ergänzend – fest:

Innerhalb der meisten Stadtteile werden ein bis zwei Örtlichkeiten als unsicher empfunden. Wesentliche Ursachen:

- einsame Lage, fehlende soziale Kontrolle (insbesondere Wald-, Park- und Industriegebiete),
- auffällige Jugendgruppen und andere Gruppen, die sich auffällig verhalten,
- freilaufende Hunde.

1.4.2 Wirkungen 2007/08

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Neue Osnabrücker Zeitung vom 01.11.2008 (Titel)

1.4.3 Lösungsansätze/Umsetzung (nicht abschließend)

- Unsichere Orte[27] – Handlungsbedarfe:
- Einsame Lage lässt sich als gefühlte Ursache nicht beeinflussen,
- Auffällige, verunsichernde (Jugend-)Gruppen:
- Stadtteil Haste: Öffnungszeiten des Stadtteiltreffs wurden erweitert und mehr Personal eingestellt,
- Innenstadt: Jugendliche z.B. im Bereich Neumarkt/Große Straße – lässt sich nicht verhindern, „OS-Team“ kontrolliert regelmäßig,
- Stadtteil Widukindland: nach Einrichtung des Jugendtreffs scheint das Problem gelöst; durchgeführte Befragung der Anwohner bestätigt dies,
- Hunde: Neuregelungen zum Leinenzwang wurden im September 2007 in Kraft gesetzt.
- Ausstellung „GefahrlOS“[28] (Eröffnung der „Wanderausstellung“ am 02.02.2010 in der Sparkasse Osnabrück – dazu: Broschüre).
Einband und Inhalt der Broschüre (Original in Farbe)
- Videoüberwachung des Neumarktes und des Platzes vor dem Hauptbahnhof (Näheres unter Kapitel 9.).
- Allgemein: Aktivitäten des Kriminalpräventionsrates Osnabrück (vgl. Anhang 3) und des Präventionsvereins Osnabrück e.V. (vgl. Anhang 4).

1.5 Zusammenfassung: (Un-)Sicherheitsgefühl zur Tages- und zur Nachtzeit (objektive und subjektive Sicherheit in der Stadt Osnabrück)

Statistikjahr 1995 als Basis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten[29]

Wirkungen 2007/08 (als Ergebnisse der Lösungsansätze/Umsetzung gemäß Ziff. 1.3.3)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die objektive Sicherheit – gemessen an der Polizeilichen Kriminalstatistik des Jahres 1995 (als Basis) im Vergleich zum Jahr 2007 – hat sich, was die Straftaten insgesamt (1995: 24.026, 2007: 19.585, minus 4.441 Straften) und die Aufklärungsquoten (1995: 36,56 %, 2007: 57,50 %, plus 20,94 %-Punkte) in der Stadt Osnabrück betreffen, in einem besonderen Maße positiv entwickelt

Das trifft auch für die subjektive Sicherheit (Sicherheitsgefühl, Sicherheitsempfinden) im Vergleich der „KRA“ aus den Jahren 1996/97 (als Erhebungsbasis) und 2007/08 zu. Der Anteil der Personen, die sich 2007 in ihrem Stadtteil sehr sicher oder ziemlich sicher fühlten, liegt tagsüber knapp 5 % und bei Dunkelheit knapp 16 % über dem Wert des Jahres 1997.

2. Bewertung der Polizeiarbeit

Verschiedene Autoren weisen darauf hin, daß zwischen der subjektiven Einschätzung der Effizienz der Polizeiarbeit und der Verbrechensangst Beziehungen bestehen. Diejenigen Bürgerinnen und Bürger, die die Polizeiarbeit sehr gut bzw. gut einschätzen, besitzen weniger Verbrechensangst. (vgl. Schwarzenegger 1991)[30]

2.1 „KRA OS 1996/97“

2.1.1 Anschauungen und Standpunkte zur Polizeiarbeit …

5.4.2.1.1 … nach Geschlecht

Tabelle 53

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten[31]

2.1.2 Verbesserung der Sicherheit der Bürger/innen …

5.4.3.1.1 … nach Geschlecht[32]

Tabelle 56

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

… Oberste Priorität erzielen sowohl bei dem männlichen (1,6259) als auch bei dem weiblichen Geschlecht (1,5790) Fußstreifen in der Innenstadt. Auch werden verstärkt Fußstreifen in Wohngebieten mit 1,6918 (männlich) und 1,6676 (weiblich) gewünscht.

Mehr Verfolgung von Straftaten fordern die Befragten, um die Sicherheit der Bürger/innen zu verbessern (…).

Auf der Ebene „etwas mehr (2)“ mit Tendenz zu „sehr viel mehr (1)“ (…) ist die Forderung zu verstehen, Drogenabhängige (vermehrt) zu kontrollieren.[33]

2.1.3 Bekanntheitsgrad und Nutzung/Nichtnutzung der polizeilichen Beratungsstelle in Osnabrück … (Frage 38)

5.4.5.1 … allgemein

Bild 22

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

624 (27%) von 2.310 befragten Personen geben an, daß sie die polizeiliche Beratungsstelle in Osnabrück kennen, während 951 (41%) dies verneinen. 735 Personen (32%) beantworten diese Frage nicht.

Lediglich 184 (8%) von den 2.310 Befragten erklären, daß sie schon einmal die polizeiliche Beratungsstelle genutzt haben.[34]

2.1.4 Lösungsansätze/Umsetzung (nicht abschließend)

- Erhöhung der sichtbaren Polizeipräsenz (Ausbau der Kontrolldichte durch zusätzliche Fuß- und Radstreifen unter Einbeziehung der Bereitschaftspolizei),
- Festhalten am 1995 eingeführten „Osnabrücker Anti-Drogen-Modell“ durch Repression, Prävention, Therapie und sonstige Hilfen,
- Fertigen (elektronischer) Anhaltemeldungen,
- Kontrolle des „Straßenstrichs“ auf der Grundlage einer neuen Sperrbezirksverordnung,
- Präventionstheater durch die Polizei-Puppenbühne,[35]
- Schutz der Bürger vor Gewaltangriffen durch Verteilung von „Notruf-Handys“,
- Ressortübergreifendes Projekt „Zivilcourage“ (Jahre 2000/2001),
- Straßenverkehrsmaßnahmen („Spielstraßen“, verkehrsberuhigte Bereiche allgemein),
- Polizeiliche Mitarbeit an den „Runden Tischen“ (lokale Kriminalprävention) in den Stadtteilen,
- Beteiligung der 1989 auf Initiative der örtlichen Polizei gegründeten „Ressortübergreifenden Präventionskommission Osnabrück“ („RePrOS“) an Planungen zur kommunalen Kriminalprävention,
- Einbeziehung des 1996 auf Initiative der örtlichen Polizei gegründeten gemeinnützigen „Präventionsvereins Osnabrück e.V.“ („PrävOS“)[36], um auch so Maßnahmen, Projekte, Kampagnen usw. der kommunalen und lokalen Kriminalprävention insbesondere finanziell zu fördern,
- Lokale (fundamentale) Basisprävention durch Gründung von „Runden Tischen“ in mehreren Stadtteilen am Beispiel des „Runden Tisches Eversburg“, der 1993 von der Polizei initiiert wurde,
- Einrichtung eines „Polizeiladens“ im Fußgängerbereich „Große Straße“ (März 2003),[37] dazu:

… Hermann Heyer und Thomas Brockschmidt bieten Beratung und Anschauungsmaterial rund um das Thema „Wie sichere ich mein Haus, meine Wohnung, mein Geschäft“ und bieten auch eine „Schwachstellenanalyse vor Ort“ an. … Außerdem geben die Beamten Tipps, wie man sich davor schützen kann, Opfer von Straftaten zu werden und haben auch Hilfsadressen für diejenigen, die schon zum Opfer geworden sind. Der „Polizeiladen“ ist montags und mittwochs von 12 bis 15 Uhr und freitags von 10 bis 13 Uhr besetzt. …

Quelle: Neue OZ online (07.03.2003)

- Kundenbefragung der Polizeiinspektion Osnabrück-Stadt in den Jahren 2000/2001[38],

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Ibbenbürener Volkszeitung vom 21.11.2000

(„Hier und heute“)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

ReformZeit-Extra – 2. Wettbewerb „Innovative Behörde“

- Sonderausgabe Juni 2002 –

- Ausbau des Community Policing (bürgernahe Polizeiarbeit)[39].

2.2 „KRA OS 2002/03“

Eine umfassende Befragung zur Polizeiarbeit, wie sie aus Anlass der „KRA OS 1996/97“ erfolgt ist, war nicht Grundlage der Befragung innerhalb der „KRA OS 2002/03“. Die Beurteilung kriminalitätsvorbeugender Maßnahmen und die Betroffenheit von Straftaten können jedoch Anhaltswerte liefern.

Zum Abschluss soll jetzt der Frage nachgegangen werden, welche Maßnahmen zur Kriminalitätsprävention von den Bürgern präferiert werden und inwieweit die Betroffenheit bzw. die Nicht-Betroffenheit von einer Straftat die Einschätzung kriminalpräventiver Maßnahmen beeinflusst. Zu diesem Zweck sollten die Befragten in der Frage 4.4 angeben, ob sie den in der Frage vorgeschlagenen Maßnahmen zustimmen. Die Tabelle 3.13 [folgt auf der übernächsten Seite] visualisiert, wie hoch die Anteile der zustimmenden Befragten bei den jeweiligen Maßnahmen liegen. Zusätzlich wurden die Befragten in zwei Gruppen eingeteilt: solche Personen, die eigenen Angaben zufolge in den letzten 12 Monaten das Opfer einer Straftat geworden sind sowie diejenigen, die keine Straftat erlebt haben. … Beide Gruppen schreiben sozialen und ökonomischen Maßnahmen (primäre Prävention, vgl. Schwind, 1998, S 14) einen hohen präventiven Charakter zu (mehr Arbeitsplätze schaffen, Nachbarschaften unterstützen, Zivilcourage fördern oder mehr Angebote für Jugendliche). … Einen Schwerpunkt setzen die Befragten somit bei solchen Maßnahmen, die den Zeitpunkt nach der Straftat betreffen (also die Bestrafung oder Entschädigung). … Polizeiliche oder juristische Maßnahmen zur unmittelbaren Verhinderung oder der direkten Abschreckung von Straftaten (bessere Ausrüstung der Polizei, mehr Einstellungen bei der Polizei, schärfere Strafgesetze schaffen, mehr technische Überwachung oder mehr Informationsveranstaltungen der Polizei) sind aus der Sicht der Befragten deutlich seltener geeignete Präventionsmaßnahmen.[40]

Tab. 3.13 auf der Folgeseite!

2.2.1 Wirkungen 2002/03

Da eine umfassende Befragung zur Polizeiarbeit, wie sie aus Anlass der „KRA OS 1996/97“ erfolgt ist, nicht Grundlage der Bevölkerungsbefragung innerhalb der „KRA OS 2002/03“ war, können hierzu keine fundierten Aussagen erfolgen.

Unter Ziff. 2.3.2 (nachfolgend) ist aber ein Zufriedenheitsvergleich zur Polizeiarbeit zu den Befragungszeitpunkten 1997 und 2007 beschrieben.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.2.2 Lösungsansätze/Umsetzung (nicht abschließend)

- Grundsätzlich: Fortführung der Maßnahmen usw. wie unter Ziff. 2.1.4 angeführt,
- Videoüberwachung des „Neumarkttunnels“ durch Aufzeichnung der Überwachungsdaten.

2.3 „KRA OS 2007/08“

2.3.1 Betroffenheit von Straftaten und Anzeigeverhalten

Es ist nun zu prüfen, inwieweit diese Anhaltspunkte über ein geändertes Sicherheitsempfinden mit einer veränderten Betroffenheit von Kriminalität zusammenhängen. In der Tabelle 23 (Hinweis Verfasser: gemeint sein dürfte Tab. 113) ist angegeben, inwieweit die befragten Osnabrücker 1997, 2002 und 2007 von Straftaten betroffen waren und in welchem Ausmaße diese zur Anzeige gebracht wurden. Bei diesen Auswertungen ist zu berücksichtigen, dass ein systematischer Vergleich nur zwischen den Jahren 2002 und 2007 zulässig ist. Die Angaben zur Befragung 1997 sind nur aus Gründen der Vollständigkeit aufgeführt.(18)[41]

[...]


[1] Jäger, Joachim, Die kriminologische Regionalanalyse, in: Schriftenreihe der Polizei-Führungsakademie 4/1976, S. 63 ff.

[2] Koch, Karl-Friedrich, Kriminalitätslagebilder – Zur Erstellung überregionaler Kriminalitätslagebilder auf der Basis von Kriminologischen Regionalanalysen, in: BKA-Forschungsreihe (Sonderband), Bundeskriminalamt Wiesbaden 1992, S. 37.

[3] Schwind, Hans-Dieter, Kriminologie – Eine praxisorientierte Einführung mit Beispielen, 20., neubearbeitete und erweiterte Auflage 2010, § 18 Rdn. 35 (S. 379 ff.).

[4] Hunsicker, Ernst, Kriminologische Regionalanalysen in der Stadt Osnabrück - Plädoyer für ein unverzichtbares Instrumentarium, a.a.O.

[5] Hunsicker, Ernst/Bruns, Bernhard/Oevermann, Martin/Ratermann, Martin, Kriminologische Regionalanalyse Osnabrück 1996/97 zum Thema „Mehr Sicherheit für uns in Osnabrück“ (Forschungsbericht, 250 Seiten – ohne Anlagen, vergriffen); Projektpartner: Stadtverwaltung Osnabrück, Kath. Fachhochschule Norddeutschland in Osnabrück, Ressortübergreifende Präventionskommission Osnabrück (RePrOS), Präventionsverein Osnabrück e.V. (PrävOS), Polizeiinspektion Osnabrück-Stadt.

[6] Rolfes, Manfred, Kriminologische Regionalanalyse Osnabrück 2002/03 – Ergebnisse der Bürger- und Schülerbefragung (unter Mitarbeit von Oliver Kruth, Christine Niebuhr, Nicole Niemeier, Karen Schmidt, Matthias Stiller, Universität Osnabrück - Fachgebiet Geographie; Ernst Hunsicker, Martin Oevermann, Alexandra Rietz, Polizeiinspektion Osnabrück-Stadt), OSG – Materialien Nr. 53 – Osnabrücker Studien zur Geographie, Osnabrück 2003 (Forschungsbericht, 65 Seiten – ohne Anlagen); Projektpartner: Stadtverwaltung Osnabrück, Universität Osnabrück – Fachgebiet Geographie, Ressortübergreifende Präventionskommission Osnabrück (RePrOS), Präventionsverein Osnabrück e.V. (PrävOS), Polizeiinspektion Osnabrück-Stadt.

[7] Oevermann, Martin/Rolfes, Manfred/Hunsicker, Ernst/Wellmann, Wolfgang/Zimmerer, Wolfgang/Voges, Oliver, Kriminologische Regionalanalyse Osnabrück 2007/08 zum Thema „Sicherheit und soziales Leben in Osnabrück“ (Forschungsbericht, 165 Seiten – ohne Anlagen); Projektpartner: Stadtverwaltung Osnabrück, Universität Potsdam – Fachgebiet Geographie, Kriminalpräventionsrat (KPR) Osnabrück, Präventionsverein Osnabrück e.V. (PrävOS), Polizeiinspektion Osnabrück.

[8] Leiter (jeweils): Rolf Elbracht, Leiter des Fachbereichs Bürger und Ordnung (Stadt Osnabrück).

[9] Leiterin: Karin Heinrich, Leiterin des Fachbereichs Bürger und Ordnung (Stadt Osnabrück).

[10] Hunsicker, Ernst, Bürgerbefragungen zur subjektiven Sicherheit in Osnabrück – oder: Ertrag und Wirkung von (kommunaler) Kriminalprävention, a.a.O., S. 127 ff. (127).

[11] In einem Auswahlverfahren (Randomisierung bzw. Random-sample, siehe Schwind 1997) erstellte das Einwohnermeldeamt der Stadt Osnabrück eine Adressenliste von ca. 4% der Bevölkerung in der Altersphase von 14 Jahre und älter. (vgl. Hunsicker et al., a.a.O., S. 63)

[12] http://www.stiftung-kriminalpraevention.de/index_f.html.

[13] Jahresstatistik für die Stadt Osnabrück vor der „KRA OS 1996/97“.

[14] Polizeiliche Kriminalstatistik.

[15] Hunsicker et al., S. 78.

[16] Hunsicker et al., S. 79.

[17] Website: www.praevos.de/.

[18] Hunsicker, Ernst

- Vereine zur Förderung der Kriminalprävention – Oder: Gehören gemeinnützige Präventions-Fördervereine auf den Prüfstand?, in: Kriminalistik 7/96, S. 499 ff.,
- - Gemeinnützige Präventionsvereine – Was (sich) der „Präventionsverein Osnabrück e.V.“ alles leisten kann, in: Kriminalistik 8-9/98, S. 590 ff.

[19] Hunsicker, Ernst, Lokale Basisprävention – Oder: Was hat ein Wochenmarkt mit einem „Runden Tisch zur Kriminalitätsverhütung“ zu tun?, in: Kriminalistik 8-9/94, S. 543 f.

[20] Rolfes, a.a.O., S. 20 f.

[21] Rolfes, a.a.O., S. 21.

[22] Rolfes, a.a.O., S. 43 f.

[23]OS “ steht nicht nur für Osnabrück, sondern auch für O rdnung und S icherheit/ S ervice.

[24] „Polizeiladen“ als (kriminal-)polizeiliche Beratungsstelle mit „Sprechstunden“ an drei Wochentagen. Der „Polizeiladen“ wurde nach sechs Jahren aus verschiedenen Gründen aufgelöst.

[25] Oevermann et al., a.a.O., S. 90.

[26] Oevermann et al., a.a.O., S. 140.

[27] Laut „KRA“-Arbeitsgruppe (2007/08): Subjektive Einschätzung, keine objektive Kriminalitätsbedrohung.

[28] Vorwort der Broschüre:

„Die Ausstellung „GefahrlOS“ zeigt auf zwölf Rollups das Spektrum (kriminal-)präventiver Arbeit in der Stadt Osnabrück. Spezielle Maßnahmen, Programme und Kampagnen sollen verdeutlichen, dass Prävention für alle Altersgruppen von Bedeutung ist. Begleitend dazu wurde diese Broschüre erstellt.

Die Ausstellung und diese Broschüre sind das Ergebnis einer Projektarbeit der Jurastudentinnen Konstanze Iseesee und Amrei Stocksmeyer, die ehrenamtlich für den Kriminalpräventionsrat (KPR) Osnabrück tätig sind.

Finanziert wird dieses Projekt vom Präventionsverein Osnabrück eV.

Fragen und Anregungen zu „GefahrlOS“ und zur kommunalen Kriminalprävention allgemein können sie an die Geschäftsstelle des Kriminalpräventionsrates richten.

Anschrift: Schloßwall 10, 49080 Osnabrück Telfon: (0541) 323-3333 E-Mail: kriminalpraevention@osnabrueck.de Webside: http://www.osnabrueck.de/kpr/“

[29] Polizeiliche Kriminalstatistik.

[30] Hunsicker et al., a.a.O., S. 126.

[31] Hunsicker et al., a.a.O., S. 130.

[32] Hunsicker et al., a.a.O., S. 135.

[33] Hunsicker et al., a.a.O., S. 135.

[34] Hunsicker et al., a.a.O., S. 140.

[35] Seit 1996 führt die Polizeipuppenbühne in einem umgebauten Bus ein Stück zur Verkehrs- und Gewaltprävention auf. In jedem Schuljahr kommen sämtliche 2. Klassen in der Region Osnabrück in den Genuss der Vorstellung, unter: http://www.polizei.niedersachsen.de/osnabrueck/Praevention/.

[36] Website: www.praevos.de/.

[37] Der „Polizeiladen“ wurde im Oktober 2008 aus verschiedenen Gründen, auf die hier nicht näher einzugehen ist, aufgelöst.

[38] Hunsicker, Ernst/Runde, Bernd, Pilotprojekt »Kundenorientierung« am Beispiel der Polizei Osnabrück, in: DIE POLIZEI 3/2002, S. 75 ff., und

Bastians, Frauke, Kundenzufriedenheit bei der Polizei – Pilotprojekt der Polizeiinspektion Osnabrück-Stadt in Kooperation mit dem Fachgebiet Arbeits- und Organisationspsychologie der Universität Osnabrück, unter:

http://www.fraukebastians.de/life/projects/pioss/index.html.

[39] … Die Übernahme der Zero Tolerance-Politik ist in Europa bislang noch nicht erfolgt. Die Broken Windows-Theorie hingegen fiel auch auf unserem Kontinent auf fruchtbaren Boden. In Fachkreisen gilt die deutsche Stadt Osnabrück als Vorzeigebeispiel für wirksames community policing. Anfang dieses Jahrzehnts entwickelte sich die Drogen- und Beschaffungskriminalität der Stadt explosionsartig im wahrsten Sinne des Wortes. Die Brutalisierung ging bis zum Schußwaffengebrauch. Die Stadtverwaltung entschied sich daraufhin, dem kriminellen Treiben mit Repression durch konsequente Rechtsanwendung zu antworten. Ab Mai 1997 wurden unter der Ägide von Kriminaldirektor Ernst Hunsicker Streifen zu Fuß und per Mountain-Bike verstärkt. Die Ordnungshüter hatten den Auftrag, Ordnungswidrigkeiten nicht nur zu unterbinden, sondern auch durch Anzeigen oder Bußgelder zu ahnden.

Das Ergebnis läßt sich sehen. Die registrierten Straftaten gingen erheblich zurück. Ladendiebstähle in der Innenstadt verringerten sich zum Beispiel um mehr als ein Drittel (33,02 Prozent). Auch die Gewalt an Schulen der niedersächsischen Stadt konnte eingedämmt werden. Den Schlüssel zum Erfolg beim Kampf gegen Kriminalität sieht Hunsicker aber nicht allein im repressiven Vorgehen. Präventive Maßnahmen müssen · wie in Osnabrück auch geschehen · das polizeiliche Handeln begleiten. „Zuwachsraten sind eher dort wahrscheinlich, wo sich ausschließlich polizeilicher Verfolgungsdruck auf mono-phänomene Kriminalitätsfelder beschränkt und daneben die Kriminalprävention sowie Hilfs-/Therapieangebote (z. B. für Junkies) vernachlässigt werden!" … (so Bernhard Maier, Die gezähmte Metropole – New York bekämpft das Verbrechen mit strengsten Methoden, in: WIENER ZEITUNG vom 26/27.02.1999 (EXTRA – REPORTAGE, S. 4); http://www.wienerzeitung.at/Desktopdefault.aspx? TabID= 3946&Alias=wzo&lexikon=Kriminalit%E4t&letter=K&cob=7028.

[40] Rolfes, a.a.O., S. 34 f.

[41] Oevermann et al., a.a.O., S. 133.

Details

Seiten
129
Jahr
2010
ISBN (eBook)
9783640639601
ISBN (Buch)
9783640639748
Dateigröße
21.3 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v152083
Note
Schlagworte
Kriminologische Regionalanalysen (KRA) Osnabrück Umsetzungen und Wirkungen Förderpreis "Stiftung Kriminalprävention"

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Titel: Kriminologische Regionalanalysen in der Stadt Osnabrück für die Jahre 1996/97, 2002/03 und 2007/08