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Homiletischer Entwurf zu Mk 2,1-12

"Die Heilung eines Gelähmten"

Seminararbeit 2010 28 Seiten

Theologie - Praktische Theologie

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Vorgehensweise

2. Persönlicher Zugang zur Perikope Mk 2,1-12

3. Exegetische Betrachtungen zur Perikope 2,1-12
3.1 Textinhalt
3.2 Textpragmatik
3.3 Arbeitsübersetzung von Mk 2,1-12

4. Systematische Betrachtungen zur Perikope Mk 2,1-12

5. Homiletische Überlegungen

6. Liturgische Anmerkungen

7. Die Predigt

8. Anhang

9. Literaturverzeichnis

1. Vorgehensweise

In der vorliegenden Proseminararbeit erfolgt die homiletische Ausarbeitung zu der Perikope Mk 2,1-12, welche die Heilung eines Gelähmten durch Jesus wie auch ein Streitgespräch zwischen Jesus und den Schriftgelehrten enthält. Im ersten Schritt wird der persönliche Zugang zum Text dargestellt. Im weiteren Verlauf wird der Bibelabschnitt theologisch reflektiert, was die exegetische Untersuchung von Mk 2,1-12 sowie systematischen bzw. dogmatischen Betrachtungen beinhaltet. Danach erfolgt die homiletische Auseinandersetzung, wo die theologischen Ausarbeitungen mit Predigtentwurf zusammenlaufen. Abschließend werden liturgischen Anmerkungen erfolgen und die ausformulierte Predigt ist einsehbar.

2. Persönlicher Zugang zur Perikope Mk 2,1-12

Als Erstes verbinde ich mit der Perikope Mk 2,1-12 die psychische Lähmung, was sich im Heilungswunder präsentiert, sowie selbstgerechter Heilsegoismus, der sich in den Schriftgelehrten zeigt. Die psychische Lähmung definiere ich als den Verlust des Seelen-friedens, was ich als einen zerbrochenen Zustand charakterisiere. So gar Jesus verdeutlicht in Mk 2,9 mit der pointierten Gegenfrage, dass die Lähmung eine seelische Ursache hat. In diesem Kontext ist der Tun-Ergehen-Zusammenhang zu erwähnen, wonach körperliches Leiden als Konsequenz von Sündhaftigkeit gesehen wird. Demzufolge schien dieser Gewissens-konflikt den Gelähmten dermaßen belastet zu haben, dass er innerlich wie gelähmt war und durch den Zuspruch der Sündenvergebung von Jesus wurde ihm diese psychische Belastung genommen. Die Schriftgelehrten sehe ich in dieser markinischen Heilungserzählung als den Inbegriff des selbstgerechten Heilsegoismus’. Die Schriftgelehrten sträuben sich nämlich vehement dagegen, dass der Gelähmte Heilung durch Gott erfährt. Es wird erkennbar, dass die Schriftgelehrten den Gelähmten vom Heil ausschließen wollen, ergo wird hier Heilsegoismus von Seiten der Schriftgelehrten feststellbar. Des Weiteren weisen die Schriftgelehrten eine selbstgerechte Haltung auf. Sie maßen sich an, vor Gott gerechtere Menschen zu sein als der Gelähmte. Der jüdische Pharisäismus in der Antike war gekennzeichnet durch Werk-gerechtigkeit und Leistungsfrömmigkeit, wonach die guten Werke die Bedingung für das Heil sind und demzufolge das Heil aus eigener Kraft zu bewirken sei. Kein Mensch kann schließlich ohne jegliche Zweifel sagen, dass er vollkommen und fehlerfrei ist. Des Weiteren läuft man mit der Werkgerechtigkeit Gefahr, dass man sich selbst über andere erhöht und für seine eigenen Fehler blind wird.

3. Exegetische Betrachtungen zur Perikope Mk 2,1-12

3.1 Textinhalt

Die Rollen in dem Bibelabschnitt Mk 2,1-12 sind auf einen Gelähmten, Jesus, vier Träger und die Gruppe der Schriftgelehrten sowie die Menschenmenge verteilt. Nach Darstellungen von W. Ritter1 ist ein dreiteiliger Aufbau in dieser Perikope festzustellen: die Exposition von Mk 2,1-4, die Darstellung des Heilungsvorganges von Mk 2,5-11a sowie der Erzählabschluss in Mk 2,11b.c. Die Exposition beinhaltet die Ausgangssituation von einem Gelähmten, der von vier Menschen, welche vermutlich in einem freundschaftlichen Verhältnis zum Gelähmten stehen, engagiert wie auch unter Überwindung einiger Hürden zu Jesus getragen wird. In der Darstellung des Heilungsvorganges ist vor allem die Sündenvergebung in Mk 2,5 von zentraler Bedeutung wie auch das “machtvolle Wort Jesu“ in Mk 2,11, wie es W. Ritter beschreibt, was einzig und allein durch den Zuspruch Jesu geschieht. Der Erzählabschluss ist mit Worten von W. Ritter als “klassischer Chorschluss“ zu befinden, was mit dem Staunen der Anwesenden einsetzt und von einem “Außer-sich-Geraten“ gefolgt wird sowie mit einer finalen Doxologie Gottes vergleichbar mit einem Chor endet. Zum einen ist die Szene des Heilungswunders in der Perikope Mk 2,1-12 enthalten und zum anderen die Auseinandersetzung Jesu mit den Schriftgelehrte, die als “typisierte Feinde“ nach Feststellung von W. Ritter dargestellt werden. Wie Prof. theol. Reinmuth und Dr. theol. Bull in ihrem Lehrbuch “Proseminar Neues Testament“2 ebenfalls konstatieren, sind zwei Szenarien miteinander kombiniert, und zwar mit dem Vokabular W. Ritters ausgedrückt eine “Verquickung einer Heilsgeschichte mit einem Streitgespräch“. Es ist folglich zu konstatieren, dass die Wunderheilung den äußeren Rahmen für das Streitgespräch bildet. Laut Ansicht von Reinmuth und Bull erfolgt “eine zweiteilige Einleitung (Mk 2,1.2), die als Hinführung zu Mk 2,5 zu verstehen ist, wo Jesus die Sündenvergebung dem Gelähmten zusagt. Ab Mk 2,8 setzt das Streitgespräch ein, das mit einer inneren Ablehnungshaltung der Schriftgelehrten gegenüber der Sündenvergebung als innerer Monolog dargestellt wird und sie stellen Jesus unter Verdacht der Gotteslästerung, was von Jesus durchschaut wird sowie in Mk 2,9 in Abrede gestellt wird. Jesus entkräftet den Vorwurf der Schriftgelehrten in zweierlei Hinsicht: Zum einen durch die Sündenvergebung (Mk 2,5) wie auch der für sich beanspruchten Vollmacht (Mk 2,10) und zum anderen durch die souveräne Heilung des Gelähmten. W. Ritter charakterisiert die Reaktion der Schriftgelehrten als widersprechend und sieht die Heilung im thematischen Vordergrund. Als Bindeglied zwischen der Wunderheilung und dem Streitgespräch wird von E. Reinmuth bzw. K. Bull die Vollmacht Jesu erachtet. Nach ihrem Standpunkt ist Mk 2,10 als Kernaussage in der Perikope Mk 2,1-12 zu betrachten. Zudem ist die Kernaussage in Mk 2,10 durch einen destruierten Satzbau gekennzeichnet, was lediglich der Hervorhebung der Kernaussage dient. Gemäß Aussagen von Reinmuth bzw. Bull seien die Brüche im Satzbau von Mk 2,10 in Übersetzungen oft korrigiert worden und weiterhin sind sowohl die Schriftgelehrten als auch die intendierten Leser als Adressaten anzunehmen. W. Ritter führt in seinen Ausführungen über die Perikope noch einige Besonderheiten an. Erstens bezeichnet er das Sehen des Glaubens der vier Träger durch Christus als “ungewöhnliche Formulierung“. Ich persönlich würde als besseren Ausdruck “erkennen“ anstatt “sehen“ empfehlen. Des Weiteren bemerkt W. Ritter, dass die Sündenvergebung als Voraussetzung in der neutestamentlichen Zeit bekannt gewesen sei. Außerdem äußert W. Ritter, dass Menschensohn als reflexive Betitelung anzusehen ist, was als Vollmachtsträger Gottes zu verstehen sei sowie als denjenigen, “der den Menschen im Gottes gegenüber tritt.“

3.2 Textpragmatik

Zur Untersuchung der Textpragmatik der Bibelpassage Mk 2,1-12 wurden folgende Bibelkommentare verwendet: “Kommentar zur Bibel“ von D. Gutherie/J.A. Motyer als Herausgeber3 und “Das Neue Testament erklärt und ausgelegt, Band 4“ von J.F.Walvoord/R.B. Zuck als Herausgeber4. Beide Kommentare führen an, dass Mk 2,1-12 mit einem Gerücht über die Rückkehr Jesu beginnt und Jesus sich im Hause des Petrus’ aufhalte. Dass es sich um das Haus von Petrus handelt, werde in Mk 1,29 zuvor erwähnt (vgl. Mk 1,29 nach der Lutherübersetzung: “Und alsbald gingen sie aus der Synagoge und kamen in das Haus des Simon und Andreas mit Jakobus und Johannes.“) Swift stellt sich das Haus mit Flachbau und Außentreppe vor, da es auf diese Weise typisch gewesen wäre für antike Häuser aus Palästina. Grassmick charakterisiert den in Mk 1,2 beschriebenen Andrang vieler Ungeladener als jüdischen Brauch. Beide Autoren stellen fest, dass Jesus der zusammengetroffenen Menschenmenge das Wort verkündigt, was Swift konkret als die frohe Botschaft bzw. das Evangelium betrachtet, wozu Mk 4,14.33 und Apg 8,4/11,19 als Vergleichspunkte hinzuzieht. In Mk 2,3f. erfolgt der Eintritt der vier Träger mit einem gelähmten Freund, die wegen der Menschenmasse nicht zu Jesus gelangen können, sodass sie auf das Dach über eine Außentreppe steigen und ein Loch über Jesus aufreißen. Grassmick erwähnt, dass die Dächer antiker Häuser in Palästina wohlmöglich aus Gras, Lehm, Lehmziegeln und Latten bestanden haben und der Gelähmte aller Wahrscheinlichkeit nach auf seiner Schlafmatte mit herumliegenden Tauen herabgelassen wurde. Grassmick deutet das entschlossene Bemühen der Träger als “Zeichen für das Vertrauen in Christi Fähigkeit zur Heilung Kranker“. Swift beurteilt die Reaktion Jesu als “unerwartet“ und “sofortig“. Jesus hat nämlich die vier Träger nicht für die Unterbrechung seiner Predigt kritisiert und hält keine Belehrungen über Leid als unmittelbare Konsequenz von Schuld (vgl. Joh 9,2 sowie Lk 13,1-5), sondern es kommt in liebevoller zum überraschenden Vergebungszuspruch für den Gelähmten. Es ist hierin festzuhalten, dass Sünde wie auch Leid miteinander verkettet sind, wie es beispielsweise in Röm 6,23 zum Ausdruck kommt: “ Denn der Sünde Sold ist der Tod; die Gabe Gottes aber ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserm Herrn.“ Den Hintergrund bildet der Tun-Ergehen-Zusammenhang im Alten Testament, was bedeutet, sowohl Krankheit wie auch Tod als Konsequenz für Sündhaftigkeit zu tragen. Heilung wird in dem Kontext als Zeichen der Güte Gottes gesehen (vgl. Ps 41,4 und Jes 19.22). Im Neuen Testament wird dem Tun-Ergehen­Zusammenhang entgegnet, dass alle Krankheiten nicht unbedingt als Strafe zu betrachten sind, wie es in Lk 13,1-5 bzw. Joh 9,1-3 heißt. Swift bekräftigt hierbei, dass die Botschaft vom Reich Gottes mit Heilungen und dem verkündeten Wort den gesamten Menschen umfassen. Im Prinzip gehe es um die Heilung des inneren Menschen, die Psyche. Der Ausspruch der Sündenvergebung ist nicht als bloße Erklärung zu befinden, sondern als vollmächtige Handlung, die allein in Gottes Hand liegt, jedoch von Christus ausgeübt wird, was somit die Vollmacht Christi verdeutlicht. Die Vollmacht Jesu bildet folglich das Zentrum der Wundererzählung in Mk 2, 1-12. Der Ausspruch der Sündenvergebung war laut Mk 2,6f. für die anwesenden Schriftgelehrten nicht nachvollziehbar, da sie die Haltung hatten, dass Sündenvergebung lediglich durch Gott möglich sei. Das alttestamentliche Messiasbild sieht nämlich keine Sündenvergebung vor. Die Schriftgelehrten sind wortwörtlich genommen diejenigen, die sich in der Heiligen Schrift auskennen, ergo diejenigen, welche umfangreiche Kenntnisse über die hebräische Bibel haben. Einerseits sind die Schriftgelehrten als Theologen, speziell als Exegeten, zu verstehen und andererseits als Juristen. Die Schriftgelehrten erscheinen in lehrender Tätigkeit. In der Heilungserzählung von Mk 2,1-12 treten sie eher als Theologen auf. Fakt ist, dass der Zuspruch der Sündenvergebung von Jesus unter den Schriftgelehrten Unmut auslöste, da sie den Vergebungszuspruch als Affront gegen die Macht Gottes wie auch Gottes Autorität empfanden. Aus dieser Tatsache ist zu entnehmen, dass sie die Göttlichkeit Jesu in Frage stellten. In den Bibelversen Mk 2,8f. wird dargestellt, dass Jesus das unausgesprochene Unbehagen der Schriftgelehrten erkannte. Nach Aussagen von Swift vermochte es Christus, den Menschen in das Herz zu sehen, womit seine Fähigkeit zur Sündenvergebung demonstriert wird. Weil die Schriftgelehrten den Vergebungszuspruch als anmaßend erachteten, reagierte Jesus darauf mit einer pointierten Gegenfrage, die als rhetorisches Stilmittel in rabbinischen Streitgesprächen zur Anwendung kam, wie es beispielsweise in Mk 3,4; Mk 11,30 und Mk 12,37 bezeugt wird. Grassmick beurteilt den Bibelvers Mk 2,10 als exegetisch problematisch, da auf einmal ein Adressatenwechsel erfolgt: Zunächst fungieren die Schriftgelehrten als Rezipienten, dennoch ist in V 10a eine Fragmentierung erkennbar. Ab hier an fungiert nämlich der Gelähmte als Rezipient. Weiterhin zeigt sich in Mk 2,10 ein Widerspruch in Anbetracht des markinischen Messiasgeheimnisses, denn Jesus betitelte sich selbst als Menschensohn in aller Öffentlichkeit, was obendrein noch vor einem Publikum Ungläubiger und am Anfang seines Wirkens geschah (vgl. Mk 9,9 bzw. Mk 10,33). Als nächstes wird der Menschensohntitel erst in Mk 2,28 erwähnt und danach erst ab Mk 8,29, wo das Bekenntnis des Petrus’ erfolgte. Der Menschensohntitel gehört zu den christologischen Hoheitstiteln und sein Ursprung wird in Dan 7,13 angenommen, wo vom himmlischen Menschensohn die Rede ist. Nach Swift ist der Menschensohntitel messianisch zu verstehen, worin die “Gedanken der wesensmäßigen und repräsentativen Menschheit“ ausgedrückt werden. Swift schließt aus der Perikope Mk 2,1-12, dass sich die Sündenvergebung als gegenwärtiger Prozess vollziehe. Grassmick erachtet in seinen Ausführungen zu Mk 2,10, dass V10a ein redaktioneller Einschub sei, um die Bedeutung des Heilungsgeschehens hervorzuheben. Gemäß seinem Standpunkt wird Christus als auferstandener Menschensohn mit Vollmacht zur Sündenvergebung auf der Erde dargestellt und die “ e^ouofa“ sei sowohl als Recht als auch als Macht zu verstehen, was gegenüber den Schriftgelehrten auf Unverständnis gestoßen ist. Grassmick schlussfolgert, was die Sündenvergebung betrifft, aus Mk 2,1-12 eine literarische Einheit, die sich folgendermaßen darstellt: Der Ausspruch der Sündenvergebung findet in Mk 2,5 statt, woran von V6 bis V9 gezweifelt wird, jedoch in V11 bekräftigt wird und in V 12 für alle sichtbar wird. Grasmick zieht für die Eingangsworte von V10 eine alternative Übersetzung in Erwägung: “Ihr solltet nun wissen, dass...“ statt “Damit ihr aber wisst, dass...“. Die Anrede in der zweiten Person Plural scheint sich auf die intendierten Leser des Markusevangeliums zu beziehen. Nach Grassmick liegt hier “ein Nachsatz als Ende der Randbemerkung des Evangelisten“ vor und bildet einen “Rückverweis zum Geschehen“. In Mk 2,11f. wurde der Gelähmte erst aufgefordert aufzustehen, um seinen Glauben zu prüfen und die folgende Forderung, sowohl das Bett zu nehmen als auch fort zu gehen, verlangt vom Gelähmten Gehorsam. Der Gelähmte war in der Lage, den Forderungen nachzukommen, was sich der Anwesendheit der Menschenmenge und Gegner Jesu vollzog. Das Heilungswunder dient dem Gelähmten als Beweis für die Vergebung seiner Sünden, was die Rettungspraxis Christi verdeutlicht, und zwar, dass die Erlösung den gesamten Menschen betrifft. Zwar reagierte die anwesende Menschenmenge begeistert auf das Heilungswunder, jedoch vermochten sie nicht den inneren Sinn des Geschehnisses vom Gottes erlösenden Handeln zu erkennen. Die entsetzende Reaktion scheint sich auf die Schriftgelehrten zu beziehen und die dargestellte Doxologie zeugt von der Verehrung Gottes.

3.3 Arbeitsübersetzung von Mk 2,1-12

Hier wird der Versuch unternommen, eine wörtliche Übersetzung auf der Basis des Textes im Nestle-Aland vorzunehmen.

1 Als er wieder binnen von paar Tagen nach Kapernaum zurückkam, wurde vernommen, dass er zuhause ist.
2 Es versammelten sich so viele, dass nicht einmal mehr Platz vor der Tür, und er verkündigte ihnen die Lehre.
3 Da traten welche hinzu, die einen Gelähmten, der von vier Männern getragen wurde, zu ihm hintrugen.
4 Sie kamen auch nicht durch die Volksmenge mit ihm hindurch und brachen das Dach auf, wo er war. Sie ließen die Bahre, worauf der Gelähmte lag, hinunter.
5 Als Jesus das Vertrauen von ihnen wahrnahm, sagte er zu dem Gelähmten: „Mein Sohn, deine Schuld ist dir erlassen.“
6 Es befanden sich noch einige von den Schriftgelehrten dort, die ebenda saßen und sich in ihren Herzen Gedanken machten:
7 „Wie kann dieser da so reden? Er redet schäbig. Wer kann Schuld erlassen, wenn nicht der eine und derselbe Gott?“
8 Sogleich durchschaute Jesus mit seinem Geist, dass sie derartiges innerlich beschäftigte und sagte zu ihnen: „Was beschäftigt euch im Herzen?“
9 „Was ist einfacher: Zum Gelähmten zu sagen: «Deine Schuld ist dir erlassen.» oder: «Richte dich auf, hebe deine Bahre auf und gehe umher!»?“
10 Damit ihr aber wissen solltet, dass der Menschensohn das Recht wie auch die Macht hat, Sünden aus der Welt zu schaffen, sprach er zum Gelähmten:
11 „Richte dich auch, hebe deine Bahre auf und gehe zu dir nach Hause!“
12 Er stand auf, hob zugleich die Bahre auf und ging vor allen hinaus, so dass alle verwundert Gott preisten, indem sie äußerten, derartiges noch nie gesehen zu haben.

[...]


1 RITTER, W. In: LACHMANN, R. (Hrsg.), Elementare Bibeltexte, 2008, 282/283

2 REINMUTH,E./BULL, KL., Proseminar Neues Testament, 2006, 34

3 SWIFT, G., In: GUTHRIE,D./MOTYER,J.A., Kommentar zur Bibel - Neues Testament, 2006, 61f.

4 GRASSMICK, J.D., In: Walvoord,J.F./ZUCK, R.B., Das Neue Testament erklärt und ausgelegt - Band 4, 2000, 115

Details

Seiten
28
Jahr
2010
ISBN (eBook)
9783640643608
ISBN (Buch)
9783640644490
Dateigröße
534 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v151907
Institution / Hochschule
Universität Rostock – Theologische Fakultät
Note
Schlagworte
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