Lade Inhalt...

Thomas Samuel Kuhns wissenschaftliche Paradigmen

Seminararbeit 2005 22 Seiten

Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache)

Leseprobe

Gliederung

Abbildungsverzeichnis

Literaturverzeichnis

Internetadressenverzeichnis

1. Einleitung

2. Thomas Samuel Kuhn
2.1 Kurzbiographie
2.2 Kuhns bedeutendste Werke

3. Thomas Samuel Kuhn und die Wissenschaft
3.1 Abgrenzung von anderen Wissenschaftstheorien
3.2 Kuhns Sichtweise der Wissenschaftsentwicklung

4. Wichtige Begriffe
4.1 Paradigma
4.1.1 Allgemeine Bedeutung
4.1.2 Paradigmabegriff nach Kuhn
4.1.3 graphische Darstellung des Paradigmas
4.2 Wissenschaftlergemeinschaft
4.3 Vor-Wissenschaft
4.4 Normalwissenschaft
4.5 Krise
4.6 Wissenschaftliche Revolution
4.7 Neue Phase „normaler Wissenschaft“

5. Kritik an Kuhns Auffassung der Wissenschaft

6. Bedeutung von Kuhns wissenschaftlicher Arbeit
6.1 Durch Kuhns Wissenschaftstheorie hervorgerufene Umbruchprozesse
6.2 Implikationen durch Paul Feyerabend

7. Zusammenfassung und Ausblick

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Phasen der Wissenschaft nach Kuhn

Abbildung 2: graphische Darstellung des Paradigmas in Anlehnung an Mastermann

Literaturverzeichnis

1. Bergemann , N. und C. Altstötter - Gleich (Hrsg.): Chalmers - Wege der Wissenschaft, Heidelberg, 2001

2. Kuhn, Thomas S.: Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen, Frankfurt, 1976

3. Microsoft Encarta Enzyklopädie (2004)

4. Schmidt, W.: Struktur, Bedingungen und Funktionen von Paradigmen und Paradigmenwechseln, Frankfurt, 1981

5. Twardy, M. (Hrsg.): Kompendium Fachdidaktik Wirtschaftswissenschaften, Düsseldorf, 1983

Internetadressenverzeichnis

1. www.doebe.li/bibiliothek; 4. Mai 2005; Beate Döbeli Honegger

2. www.emory.edu; 2 Mai. 2005; Emory University

3. www.lexikon-definitionen.de; 8. Mai 2005; akademie.de asp GmbH

4. www.wikipedia.de; 4.Mai 2005; Wikimedia Foundation Inc.

5. www.infos.aus-germanien.de /Paradigma; 4.Mai 2005

1. Einleitung

Aus dem Alltag des 21. Jahrhunderts ist der wissenschaftliche Fortschritt nicht mehr wegzudenken. Gerade in den hochindustrialisierten Ländern spielt er in allen Lebensbereichen eine enorm große Rolle. Wissenschaftlicher Fortschritt begegnet uns täglich in vielfältiger Weise, ob zu Hause, bei der Arbeit, in den Nachrichten oder beim Sport. Ein Leben ohne Computer, Handy oder modernste medizinische Apparaturen wie beispielsweise die Computertomographie ist für die meisten von uns undenkbar. Und die Entwicklung bleibt nicht stehen: täglich ereilen uns Nachrichten von neuen und innovativen Produkten, verbesserten Therapie-Möglichkeiten oder schnelleren und leistungsfähigeren Maschinen.

Gerade weil dieser Fortschritt für uns zu einem selbstverständlichen Lebensumstand geworden zu sein scheint, beschäftigen sich nicht viele Menschen mit der Frage, wodurch dieser technische Wandel überhaupt ermöglicht und auf welcher Grundlage er vollzogen wird.

Dies ist der Bereich der Wissenschaftstheorie, der sich als Teilgebiet der Philosophie mit den Voraussetzungen, Methoden und Zielen der Wissenschaften beschäftigt.[1] )

Der Begriff Wissenschaft ist wie selbstverständlich in unseren täglichen Sprachgebrauch übergegangen und besitzt einen hohen Stellenwert. Wenn etwas als „wissenschaftlich“ bezeichnet wird, assoziiert man damit, dass es sich um etwas Begründetes, Zuverlässiges und Objektives handeln muss. So ist es nicht verwunderlich, dass in der Werbung Produkte mit “wissenschaftlich erwiesener“ Wirkung angepriesen werden. Dadurch soll die Überlegenheit dem Konkurrenzprodukt gegenüber deutlich gemacht werden. Ist es beispielsweise wissenschaftlich erwiesen, dass ein Waschmittel besonders weiß ist, gehen wir davon aus, dass es auch wirklich so ist.

Ein bedeutender Wissenschaftstheoretiker, der sich intensiv mit den Entstehung wissenschaftlichen Fortschritts befasst hat und dessen Erkenntnisse weitreichende Folgen hatten, ist Thomas Samuel Kuhn:

„One of the most influential works in the 20th century is the theory of the scientific revolutions by Thomas Kuhn“[2] )

Ziel dieser Seminararbeit ist es, die wissenschaftliche Theorie von Kuhn darzustellen und seine Sichtweise von den zuvor herrschenden wissenschaftstheoretischen Denkansätzen abzugrenzen. Weiterhin sollen die Auswirkungen seiner Erkenntnisse auf die Arbeit späterer Wissenschaftstheoretiker wie beispielsweise Paul Feyerabend untersucht werden.

2. Thomas Samuel Kuhn

2.1 Kurzbiographie

Thomas Samuel Kuhn wurde 18. Juli 1922 in Cincinnati (Ohio) geboren. Er studierte Physik an der Harvard University und machte dort im Jahr 1946 seinen Abschluss. Noch vor seinem Abschluss wird sein Interesse an der Wissenschaftsgeschichte durch den Besuch eines College - Kurses über Physik für Nichtnaturwissenschaftler geweckt:

„Zu meiner völligen Überraschung unterminierte jene Begegnung mit veralteter wissenschaftlicher Theorie und Praxis radikal einige meiner grundlegenden Auffassungen vom Wesen der Wissenschaft.“[3] )

Von 1948 bis 1951 war er Junior Fellow an der Harvard University, im Jahre 1949 promovierte er in theoretischer Physik und ab 1958 war er Professor der Wissenschaftstheorie an den Universitäten in Harvard, Berkeley, Princeton und zuletzt am Massachusetts Institute of Technology. Seine beruflichen Schwerpunkte lagen in den Bereichen Physik, Wissenschaftstheorie und Wissenschaftshistorik. Im Laufe seines Lebens wurden ihm zahlreiche Auszeichnungen verliehen.

“Thomas Kuhn was named a Guggenheim Fellow in 1954 and was awarded the George Sarton Medal in the History of Science in 1982. He held honorary degrees from institutions that included Columbia University and the universities of Notre Dame, Chicago, Padua, and Athens.”[4] )

Am 17. Juni 1996 ist er in Cambridge (Massachusetts) nach dreijährigem Krebsleiden verstorben. Er hinterließ eine Frau und drei Kinder.

2.2 Kuhns bedeutendste Werke

Thomas Kuhn hat einige bedeutende Werke verfasst, die in viele Sprachen übersetzt wurden. Im Jahre 1957 wurde „The Copernican Revolution“ veröffentlicht. Im Jahr 1962 folgte dann sein Hauptwerk „The Structure of Scientific Revolutions“ (= Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen), zu dem er im Jahre 1969 Postskriptum herausgab, da nach der Veröffentlichung der ersten Auflage einige Schwierigkeiten aufgetreten sind.

„(…) In der Zwischenzeit hat sowohl die Reaktion der Kritiker als auch meine eigene weitere Arbeit mein Verständnis für eine Anzahl der darin gestellten Probleme erweitert. Im Grundsätzlichen sind meine Ansichten weiter unverändert, aber ich erkenne jetzt Aspekte in der ursprünglichen Fassung, die grundlose Schwierigkeiten und Missverständnisse schaffen.“[5] )

In den Jahren 1970 bis 1993 folgten einige philosophischen Aufsätze „The Road since Structure: Philosophical essays” und 1977 wurde “The Essential Tension: Selected Studies in Scientific Tradition and Change” veröffentlicht.

Mit seinem Buch „Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen“ entwickelte Kuhn eine Theorie von der Entwicklung von Wissenschaften und prägte damit das seitherige Verständnis der Wissenschaftsentwicklung.

“It has sold some one million copies in 16 languages and is required reading in courses dealing with education, history, psychology, research, and, of course, history and philosophy of science. Structure has also generated a good deal of controversy, and many of Kuhn's ideas have been powerfully challenged.”[6] )

[...]


[1] ) vgl. Microsoft Encarta Enzyklopädie (2004)

[2] ) Chamei Chen (2003) zit. nach www.doebe.li/bibiliothek

[3] ) vgl. Kuhn zitiert nach www.wikipedia.de

[4] ) www.emory.edu

[5] ) Kuhn (1976): Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen, S. 186

[6] ) www.emory.edu

Details

Seiten
22
Jahr
2005
ISBN (eBook)
9783640638512
ISBN (Buch)
9783640639144
Dateigröße
1.1 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v151855
Institution / Hochschule
Christian-Albrechts-Universität Kiel
Note
2,7
Schlagworte
Thomas Samuel Kuhns Paradigmen

Autor

Teilen

Zurück

Titel: Thomas Samuel Kuhns wissenschaftliche Paradigmen