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SMS als Unterrichtsgegenstand? Sprachliche Besonderheiten der Kommunikation

Hausarbeit (Hauptseminar) 2010 22 Seiten

Germanistik - Linguistik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis:

Einleitung

1 Die Eigenschaften von SMS und ihre Funktionen

2 Sprachliche Besonderheiten in der SMS-Kommunikation
2.1 Abkürzungen, Akronyme und Reduktionen
2.2 Besonderheiten hinsichtlich der Groß- und Kleinschreibung
2.3 Emoticons

3 SMS als Unterrichtsgegenstand
3.1 SMS in Lehrbüchern
3.2 Bewusstmachung der Abweichungen von standard(schrift)sprachlichen Normen in SMS?
3.3 Christa Dürscheid und die Unsichtbarkeit des Mediums

4 Fazit

5 Literatur- und Quellenverzeichnis

Einleitung

14.528 SMS in einem Monat, das entsprechen 484 Kurznachrichten am Tag, hat eine Schülerin aus den USA aus Langeweile an ihre Freundinnen während der Weihnachtsferien gesendet. Zieht man die Zeit ab, in der das 13jährige Mädchen geschlafen hat, lässt sich errechnen, dass sie etwa alle zwei Minuten eine Textnachricht versendet haben muss. Zur großen Erleichterung ihrer Eltern verfügte das Mädchen jedoch über eine Flatrate, sodass die 2900 US-Dollar, die für den Kommunikationseifer ihrer Tochter fällig gewesen wären, damit abgedeckt waren.[1]

Das Beispiel zeigt eindrucksvoll, dass sich die Kommunikation via Short Message Service größter Beliebtheit erfreut. Das Versenden elektronischer Kurznachrichten, die aus alphanumerischen Zeichen bestehen, wird vor allem bei Mobiltelefonen genutzt, wenn auch der Versand mittlerweile über das Internet oder Festnetztelefone möglich ist. Seit ihrer Einführung im Jahre 1992[2] steigen die Zahlen der versendeten Mitteilungen jährlich an und auch die Sprachwissenschaft interessiert sich zunehmend für das Phänomen SMS. Der Begriff steht zum einen als Abkürzung für den Short-Message-Service, zum anderen wird damit die kurze Textnachricht an sich bezeichnet.

Die vorliegende Eruierung beschäftigt sich beginnend mit den sprachlichen Besonderheiten der SMS-Kommunikation. Dazu sollen zunächst die Kommunikationsform SMS und ihre Funktionen untersucht werden. Um dem begrenzten Umfang der Arbeit gerecht zu werden, sollen anschließend drei ausgewählte sprachliche Phänomene, die besonders häufig in Kurznachrichten Anwendung finden, einer genaueren Betrachtung unterzogen werden: die Verwendung von Abkürzungen und Akronymen, die Groß- und Kleinschreibung in SMS und die Verwendung von Emoticons. Bei allen Erscheinungen soll herausgearbeitet werden, wie sie im Einzelnen in Textnachrichten zu finden sind und welche Funktion sie erfüllen. Die Ergebnisse beanspruchen dabei keinesfalls ein absolutes Höchstmaß an Allgemeingültigkeit und Validität, da die sprachlichen Merkmale von SMS-Botschaften nicht nur durch das Medium Mobiltelefon bestimmt sind, sondern eben auch durch die Eigenschaften und persönlichen Beziehungen der Kommunizierenden.[3]

Da SMS im Alltag von Kindern und Jugendlichen eine immense Rolle spielen – sowohl in kommunikativer als auch finanzieller Hinsicht –, soll im zweiten Teil der Arbeit untersucht werden, inwieweit aktuelle Deutsch-Schulbücher und die Fachdidaktik die Thematik aufnehmen[4], wie sie sie präsentieren und inwiefern es überhaupt sinnvoll ist, eine sich so schnell verändernde Technik in Schulbüchern bzw. im Unterricht zu verorten. Die Ergebnisse des theoretischen Teils der Arbeit werden dabei mit etwaigen bereits vorhandenen Unterrichtsmaterialien abgeglichen, um so ihre Durchführbarkeit und wissenschaftliche Korrektheit zu evaluieren sowie gegebenenfalls Vorschläge zu unterbreiten, wie diese verbessert oder ergänzt werden können.

Als Grundlage für die Argumentation dieser Arbeit dienten vor allem die Beiträge von Nicola Döring, Christa Dürscheid, Jannis Androutsopoulos und Peter Schlobinski. Insgesamt ist die Forschungsliteratur zum Thema jedoch als übersichtlich einzuschätzen. Da sich der Mobilfunkmarkt in den letzten Jahren preislich sehr zugunsten der Verbraucher verändert hat, werden auch wesentlich mehr SMS (auch in der Massenkommunikation) gesendet. Hierzu fehlen allerdings neuere Studien, sodass für die vorliegende Arbeit noch mit den SMS-Korpora und Untersuchungsergebnissen von 2001/2002 gearbeitet werden muss, deren Argumentation und Ergebnisse angesichts der rasant fortschreitenden technologischen Entwicklung im Jahre 2010 zuweilen äußerst veraltet und beinahe lächerlich – weil längst überholt oder in der breiten Bevölkerung bekannt – wirken. Zuweilen werden auch eigene SMS für die Argumentation verwendet, die nicht gesondert als solche gekennzeichnet werden.

1 Die Eigenschaften von SMS und ihre Funktionen

Zunächst soll an dieser Stelle auf die Eigenschaften der Kommunikationsform SMS eingegangen werden, bevor anschließend die Funktionen, die die Textkommunikation über das Medium Handy erfüllt, überblicksartig erläutert werden.

Die „interpersonale Kommunikation per SMS“[5] verläuft in der Regel zweiwegig. Das bedeutet, dass der Textproduzent eine Reaktion des Rezipienten in einem zeitlich angemessenen Rahmen erwartet. Diese Reaktion kann sich entweder auf den Textinhalt des Produzenten beziehen[6] oder, wenn die SMS eher eine phatische Funktion erfüllt, bei der der Produzent möchte, dass der Empfänger Notiz von der Nachricht nimmt, auch einfach nur ein Zeichen für die Aufrechterhaltung der Beziehung sein, beispielsweise, wenn jemand einen Witz als SMS verschickt und dafür ein Emoticon mit einem lächelnden Gesicht gesendet bekommt.

Des Weiteren verläuft die Kommunikation per SMS asynchron und wird graphisch realisiert, das bedeutet, dass die Beiträge als Text zeitversetzt gesendet werden. Dennoch ist durch die schnelle Übertragung eine dialogähnliche Verständigung gegeben.

Die einzelnen SMS sind auf 160 Zeichen beschränkt, allerdings besteht bei jedem neueren Mobiltelefon die Möglichkeit, mehr Zeichen einzutippen. Das hat zur Folge, dass die Nachricht in einzelne SMS gesplittet und dann gesendet wird. Somit können zwar die Beiträge zum Dialog länger ausfallen als noch in den 1990er Jahren, allerdings steigen auch die Kosten für den Benutzer, denn jede einzelne SMS wird gezählt und berechnet.

Die Hauptfunktion der SMS-Kommunikation bildet nach wie vor die Verständigung mit Freunden, dem Partner oder der Partnerin, der Familie und Verwandten oder die Planung einer späteren direkten Kommunikation; kurz, die „private Kontaktpflege[7], wie zahlreiche Untersuchungen gezeigt haben.[8] Des Weiteren werden Kurznachrichten auch dazu verwendet, um Missverständnisse und Beziehungsprobleme zu beheben, wenn der Mut eines direkten Gesprächs oder Telefonats zunächst fehlt.[9] Das Versenden von SMS kann aber auch lediglich aus Langeweile oder der Neugier auf eine neue Technik resultieren.[10]

Weniger genutzt werden die Textnachrichten in formellen Kontexten, wie zum Beispiel zwischen Arbeitskollegen und in Arbeitsteams.[11] SMS erfüllen also in der Regel eine sozial-kommunikative Funktion und dienen der Aufrechterhaltung zwischenmenschlicher Beziehungen.[12]

Die Funktionen der modernen SMS-Kommunikation haben sich in den letzten Jahren besonders auf der Ebene der Massenkommunikation stark erweitert. Werbung, besonders durch die jeweiligen Mobilfunkanbieter, ist zu einem alltäglichen Phänomen auf dem Display eines Mobiltelefons geworden. Informationsdienste, die den Nutzer per SMS über Nachrichten, Sportergebnisse und das Wetter informieren, haben sich auch in den öffentlich rechtlichen Medien etabliert.

Mittlerweile werden auch Zahlungen via SMS ermöglicht, die den Vorteil haben, dass sie für den Nutzer mit wenig Aufwand verbunden sind und so leichter von der Hand gehen als das Ausfüllen eines Überweisungsträgers bei der Bank. Besonders häufig wird dieses Verfahren bei Spendensammlungen verwendet, in denen es zum Beispiel Fernsehzuschauern ermöglicht wird, per SMS einen Betrag von 5 Euro für einen guten Zweck zu spenden. Die Abrechnung erfolgt dann über die monatliche Rechnung des Mobilfunkanbieters.[13]

Auch bei Abstimmungen im Fernsehen oder Radio, den so genannten TEDs oder Votings, an denen sich die Zuschauer beteiligen sollen, damit ein Meinungsbild erhalten oder eine Entscheidung herbeigeführt wird, werden heutzutage nicht mehr nur Telefonanrufe, sondern auch SMS, die im Textfeld eine vorgegebene Botschaft enthalten, gezählt.

2 Sprachliche Besonderheiten in der SMS-Kommunikation

2.1 Abkürzungen, Akronyme und Reduktionen

Abkürzungen aller Art werden in der SMS-Kommunikation recht häufig verwendet. Die Gründe dafür können vielfältiger Natur sein: (1) Zunächst kostet jede Textnachricht Geld, sodass viele Benutzer anstreben, das Mitzuteilende in den vorgegebenen 160 Zeichen (oder >160 verteilt über mehrere SMS) zu formulieren. Dabei können Abkürzungen hilfreich sein. Allerdings werden seit einigen Jahren von vielen Mobilfunkanbietern so genannte SMS-Pakete angeboten, die die Kurzmitteilungen entweder kostenlos zu einem festen Tarif anbieten oder mit einem Einzelpreis um 5-9 Cent im Vergleich zum Beginn des neuen Jahrtausends, als die Studien entstanden, mit denen die vorliegende Arbeit argumentiert, sehr günstig erscheinen lassen. Diese Angebote richten sich insbesondere an jüngere Verbraucher wie zum Beispiel Studenten und entkräften somit weitestgehend das Argument der Geldersparnis[14], auch wenn die Forschungsliteratur zum Teil anderer Auffassung ist. So spielten die „Kosten für die Versendung von SMS-Nachrichten bei der dialogischen Struktur eine Rolle, denn die Anzahl der Dialogstränge wird bewusst knapp gehalten.“[15] Ist es nicht wahrscheinlicher, dass die Dialogstränge deshalb kurz gehalten sind, weil sich die Kommunizierenden vor dem Versenden der Nachrichten bewusst sind, dass eine kurze Anfrage oder eine knappe Frage nach dem Befinden sowie die Antworten darauf in 160 Zeichen passen? „Im Sinne rationaler Medienwahl […] wird wohl vorzugsweise in solchen Situationen auf SMS-Kommunikation zurückgegriffen, in denen Kurzbotschaften zur Verständigung ausreichen.“[16] Darüber hinaus stellen Produkte und Dienstleistungen wie Downloadangebote für Klingeltöne, Handylogos, Spiele und der Zugang zum Internet mittlerweile die hauptsächlichen Kostenfallen für Jugendliche dar.[17]

(2) Noch immer relativ aktuell hingegen ist, dass die Eingabe eines Textes aufgrund der verhältnismäßig kleinen Tastatur recht mühsam ist. Kürzungen ersparen dem Schreiber so höhere Mühen beim Eintippen. Moderne Mobiltelefone, die über eine vollständige Tastatur verfügen, wie etwa ein „Blackberry“, sind in der Regel noch sehr teuer und daher unter den meisten Verbrauchern noch nicht sehr weit verbreitet. Aber der Trend zu Handys mit vollständiger Tastatur wird sich vermutlich fortsetzen und die immer noch recht umständliche Eingabe der Zeichen weiter vereinfachen.

(3) Da heute SMS mit bis zu 1000 Zeichen technisch möglich sind, erscheint das Argument der begrenzten Zeichenmenge wenig aktuell, auch wenn solch eine Menge wohl selten ausgeschöpft wird.[18] Die Tatsache, dass bei den meisten verschickten Kurznachrichten die technisch mögliche Obergrenze (160 Zeichen) gar nicht erreicht wird und im Durchschnitt 50% des Raumes ungenutzt bleiben, dabei aber trotzdem Kurzformen verwendet werden, auch wenn genügend Platz für die Vollversion wäre, spricht dafür, dass die Begrenzung auf 160 Zeichen bei vielen Nutzern keinen entscheidenden Einfluss ausübt.[19] Beispiel hierfür: „Schick mir bitte mal die addy für den Cin 4d Crack od. die Nr.! Danke“[20] [69 Zeichen].

(4) Da, wie oben erläutert, hauptsächlich im privaten Kreis kommuniziert wird, ist es besonders einfach, sich kurz zu fassen. Der gemeinsame Wissenshintergrund von Freunden oder Bekannten macht Abkürzungen verständlich. Nicht zuletzt gilt es auch nicht als schlechtes Benehmen, sich in einer SMS kurz zu fassen.[21]

(Lexikalische) Abkürzungen in Textnachrichten lassen sich in zwei Klassen unterscheiden: zum einen können sie allgemeinsprachlich und konventionalisiert sein, wie zum Beispiel „AB“ für Anrufbeantworter oder „usw.“ für und so weiter. Diese Abkürzungen lassen sich auch in anderen Bereichen der schriftlichen (oder gar mündlichen wie bei „AB“) Kommunikation finden.

Zum anderen treten häufig nicht-allgemeinsprachliche Abkürzungen, die zum Teil nur in SMS (auch Chat) verwendet werden, auf. Bekanntestes Beispiel ist das Akronym[22] „hdgdl“. Dieses steht für „hab dich ganz doll lieb“ und befindet sich häufig am Ende einer Textnachricht. Da es mittlerweile sehr bekannt ist, zählt es zu den konventionalisierten nicht-allgemeinsprachlichen Abkürzungen.

Demgegenüber steht eine große Anzahl von unkonventionalisierten Abkürzungen, die von den Textproduzenten frei gewählt werden. Das bedeutet nicht, dass diese keinem Muster bei der Bildung folgen. Vielmehr basieren die Abkürzungen auf dem gemeinsamen grammatischen und lexikalischen Wissen, welches der Produzent und der Rezipient teilen. Die Regeln, nach denen der Verfasser seine Wörter abkürzt, sind von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Allerdings lässt sich beobachten, dass die Schreiber den Zeichenkörper mehr oder weniger stark reduzieren. Dabei kann die Vollform des Wortes noch erkennbar sein, wie zum Beispiel bei „Abrechn.“ für Abrechnung, oder sie kann, wie bei der Initialabkürzung (v. für vielleicht), vollkommen wegfallen. Initialabkürzungen treten besonders häufig bei Funktionswörtern auf, also bei Artikeln und Präpositionen. Eine SMS mit beiden Kürzungen wäre beispielsweise: „Hab d Abrechn. vorbereitet, bin jetzt b Tobi.“

Die radikale Kürzung der Funktionswörter ist möglich, da sie aufgrund des Textzusammenhangs trotzdem interpretiert werden können, auch wenn ihr Zeichenkörper stark reduziert ist.[23]

Eine Sonderform der Abkürzungen stellen die Silben-Akronyme dar, die zu Beginn des neuen Jahrtausends als SMS-Stil etabliert werden sollten.[24] Mit ihnen sollten Sätze kurz gefasst werden können, wie zum Beispiel bei: „Braduhi“, was in Worte übertragen „Brauchst du Hilfe?“ bedeuten sollte.[25] Ob sich diese Akronyme tatsächlich als neuer SMS-Stil durchgesetzt haben, ist zweifelhaft. Problematisch ist bei den Abkürzungen, dass sowohl Sender als auch Empfänger wissen müssen, was damit gemeint ist. Die von Langhals angeführten Abkürzungen sind nicht nur schwer zu entziffern („Semibinimebö“ für „Sei mir bitte nicht mehr böse“ oder „Ilidiuvemidi“ für „Ich liebe dich und vermisse dich“), was die Zeitersparnis beim Tippen wieder aufhebt. Sie strapazieren zum Teil auch die Grenzen des Geschmackes: kaum jemanden würde es besonders freuen, wenn er per SMS ein „Mödiunse“ mitgeteilt bekäme, was bedeutet „Möchte dich unbedingt sehen“.

Dass die gesprochene Umgangssprache einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die SMS-Kommunikation hat, lässt sich an wortfinalen und wortinitialen Tilgungen, wie bei „is“, „schaff“ und ‚“ne“, Assimilationen („wars“, entstanden aus „war“ und „es“) und Reduktionen („gehn“ statt „gehen“ – Synkope) erkennen.

Tilgungen treten am häufigsten am Wortende auf, wo, bis auf wenige Ausnahmen, das „e“ und das „t“ getilgt werden. Dabei handelt es sich um ein typisches Phänomen der gesprochenen Sprache, das auch in der Internet- beziehungsweise in der Chat-Kommunikation auftritt.[26]

[...]


[1] Vgl. http://www.yigg.de/kaputte-welt/us-schuelerin-verschickt-fast-500-sms-pro-tag-yahoo -nachrichten-deutschland. [Stand: 22.02.2010].

[2] Vgl. Döring, Nicola: "Kurzm. wird gesendet" - Abkürzungen und Akronyme in der SMS-Kommunikation, in: Muttersprache - Vierteljahresschrift für deutsche Sprache, 2/2002, S. 97-114, hier S. 97. Ursprünglich wurden SMS lediglich von den Mobilfunknetzbetreibern dazu verwendet, ihren Kunden Nachrichten zu senden. Dass dieses zunächst kostenlose Nebenprodukt der Handybenutzung sich als äußerst beliebt – vor allem bei Jugendlichen – herausstellen sollte, überraschte selbst die Betreiber. Vgl. Androutsopoulos, Jannis / Schmidt, Gurly: SMS-Kommunikation: Ethnographische Gattungsanalyse am Beispiel einer Kleingruppe, unter URL: http://www.ids-mannheim.de/prag/sprachvariation/tp/tp7/SMS-Kommunikation.pdf [Stand: 01.03.2010], S. 2.

[3] Vgl. Döring: „Kurzm. wird gesendet.“ (wie Anm. 2), S. 102.

[4] Immerhin fordert auch der Rahmenlehrplan des Landes Brandenburg für das Halbjahr 13/2, sich mit der „Mediensprache“ bzw. dem „Einfluss neuer Medien auf die Sprachentwicklung“ und „Textgestaltung“ zu beschäftigen. Darunter können durchaus auch SMS-Texte fallen. Vgl. URL: http://bildungsserver.berlin-brandenburg.de/fileadmin/bbs/unterricht_und_pruefungen/rahmenlehrplaene/gymnasiale_oberstufe/rlp/pdf/RLP_Deutsch.pdf [Stand: 24.02.2010], S. 25.

[5] Der Begriff ist von Döring übernommen und soll bewusst abgrenzen zur massenhaften Versendung von SMS, etwa bei Werbung oder Informationsdiensten, welche auch in dieser Arbeit nur eine geringe Rolle einnehmen wird. Vgl. Döring, Nicola: „1x Brot, Wurst, 5Sack Äpfel I.L.D.“ – Kommunikative Funktionen von Kurzmitteilungen (SMS), in: Zeitschrift für Medienpsychologie 3/2002, S. 118-128.

[6] Vgl. Dittmann, Jürgen / Siebert, Hedy / Staiger-Anlauf, Yvonne: Medium & Kommunikationsform am Beispiel der SMS. 2007, unter URL: http://www.mediensprache.net/networx/networx-50.pdf [Stand: 10.01.2010], S. 11.

[7] Döring: „5Sack Äpfel I.L.D.“ (wie Anm. 5), S. 121. Kursiv von der Verfasserin übernommen.

[8] Vgl. Dürscheid, Christa: E-Mail und SMS – ein Vergleich, unter URL: www.schreibkompetenz.uzh.ch/Publikationen/2002_EMail_und_SMS.pdf [Stand: 30.12.2009], S. 10.

[9] Vgl. Androutsopoulos Jannis / Schmidt, Gurly: löbbe döch. Beziehungskommunikation mit SMS, in: Gesprächsforschung online 5 (2004), S. 50-71, hier S. 66ff.

[10] Vgl. Döring: „5Sack Äpfel I.L.D.“ (wie Anm. 5), S. 121. Ab S. 122ff differenziert Döring die Funktionen der SMS gemäß der jeweiligen Textinhalte. Auf diesen interessanten Ansatz soll hier aus Platzgründen jedoch nicht weiter eingegangen werden.

[11] Vgl. Döring: „Kurzm. wird gesendet.“ (wie Anm. 2), S. 99.

[12] Vgl. ebd., S. 100.

[13] Vgl. SMS-Spenden statt Klingeltöne, unter URL: http://www.ecin.de/news/2005/12/23/09051/ [Stand: 15.01.2010].

[14] Bereits 2001 gaben jedoch knapp 40% der Teilnehmer einer Studie an, SMS aus Langeweile zu schreiben. Das Argument, SMS möglichst kurz zu halten, um so Geld zu sparen, wird hier zumindest etwas relativiert. Schon damals, als das Verschicken einer Kurznachricht noch ungleich teurer war, schien die Langweile die Bedenken über allzu hohe Kosten in den Hintergrund zu drängen. Vgl. Schlobinski, Peter / Fortmann, Nadine [u.a.]: Simsen. Eine Pilotstudie zu sprachlichen und kommunikativen Aspekten der SMS-Kommunikation, 2001, unter URL: http://www.mediensprache.net/networx/networx-22.pdf [Stand: 20.02.2010], S. 27f.

[15] Schmidt, Gurly: Sprachliche Variation in der SMS-Kommunikation, in: Schlobinski, Peter (Hg.): Von *hdl* bis *cul8r“. Sprache und Kommunikation in den Neuen Medien, Mannheim 2006, S. 317-333, hier S. 326.

[16] Döring: „Kurzm. wird gesendet.“ (wie Anm. 2 ), S. 108. Kursiv von der Verfasserin übernommen.

[17] Vgl. Bachmeier, Regine: Generation SMS, in: Praxis Schule 5-10, Heft 5/2009, S. 18-25, hier S. 20.

[18] Vgl. Androutsopoulos / Schmidt: SMS-Kommunikation (wie Anm. 2), S. 19 und Schmidt: Variation (wie Anm. 15), S. 321, der sogar die Zeichenbegrenzung als „das wichtigste Merkmal der SMS-Kommunikation“ bezeichnet.

[19] Vgl. Döring: „Kurzm. wird gesendet.“ (wie Anm. 2), S. 104. Interessant hierbei ist, dass weibliche SMS-Nutzerinnen durchschnittlich knapp zwei Worte mehr pro Botschaft schrieben und die 160 Zeichen eher ausnutzten als männliche. Vgl. Krause, Melanie / Schwitters, Diana: SMS-Kommunikation – Inhaltsanalyse eines kommunikativen Phänomens, 2002, unter URL: http://www.mediensprache.net/networx/networx-27.pdf [Stand: 03.02.2010], S. 16.

[20] Ebd., S. 109.

[21] Vgl. ebd., S. 100.

[22] Zur Unterscheidung von Abkürzung und Akronym vgl. ebd., S. 106.

[23] Vgl. Schlobinski / Fortmann [u.a.]: Simsen (wie Anm. 14), S. 17f.

[24] Vgl. Döring: „Kurzm. wird gesendet.“ (wie Anm. 2), S. 101.

[25] Vgl. Langhals, Ralf: SMS 4 U. Die besten Handysprüche für alle Fälle, München 2001, S. 83f.

[26] Vgl. Schlobinski, Peter / Fortmann, Nadine [u.a.]: Simsen (wie Anm. 14), S. 15.

Details

Seiten
22
Jahr
2010
ISBN (eBook)
9783668305960
Dateigröße
750 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v151702
Institution / Hochschule
Universität Potsdam
Note
1,7
Schlagworte
unterrichtsgegenstand sprachliche besonderheiten kommunikation

Autor

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