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Maßnahmen der Teamentwicklung

Studienarbeit 2009 24 Seiten

Führung und Personal - Sonstiges

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Ziel der Arbeit
1.2 Relevanz für die Praxis

2. Definitionen
2.1 Gruppe
2.2 Gruppe vs. Team
2.3 Teamentwicklung

3. Stand der wissenschaftlichen Forschung
3.1 Wichtige Studien und Theorien zu Gruppen/Teams
3.1.1 Hawthorne-Untersuchungen
3.1.2 Maslows Bedürfnishierarchie
3.1.3 4-Phasen-Modell nach Tuckman
3.2 Gruppendynamische Prozesse
3.2.1 Soziale Erleichterung (Social Facilitation)
3.2.2 Soziales Bummeln (Social Loafing)
3.2.3 Gruppenzusammenhalt / Gruppenkohäsion
3.2.4 Gruppendenken (Groupthink)
3.2.5 Gruppennormen

4. Generisches Teamentwicklungsmodell
4.1 Bewertung
4.2 Synthese
4.3 Beispielhafte Umsetzung

5. Zusammenfassung und Ausblick

Literaturverzeichnis

Erklärung

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1 - Das hierarchische Modell der Motive nach Maslow

Abbildung 2 - Team-Bedürfnispyramide

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

Durch immer komplexer werdende Arbeitsaufgaben und die Zunahme von abteilungs­übergreifenden Fragestellungen[1] sind viele Produkte und Dienstleistungen überhaupt nur noch in Form von Teamarbeit herstell- oder leistbar. So sind beispielsweise in der Softwareentwicklung, in Forschung und Entwicklung und in teilautonomen Gruppen in der Produktion[2] Teams die vorherrschende Form der Zusammenarbeit, welche von immer mehr Unternehmen genutzt werden[3]. Sie stellen, jeweils spezialisiert, das Ganze oder auch nur Teile des Endprodukts her.

Das Arbeiten bzw. Handeln in Gruppen ist dabei keineswegs eine Erfindung des Industriezeitalters oder von Organisationstheoretikern. Der Zusammenschluss zu Gruppen und die daraus resultierende Zusammenarbeit war schon zur Steinzeit ein maßgeblicher Erfolgsfaktor des Menschen. Erst die Gruppe erlaubte es, einem dem einzelnen Individuum bei weitem überlegenen und zu großen Beutetier, wie bspw. einem Mammut, erfolgreich nachzustellen oder sich gegen gleichermaßen überlegene Feinde – menschliche wie tierische – zu wehren.

Auch und gerade weil das Phänomen „Gruppe“ eine urzeitliche Schöpfung des Menschen ist, gehen einige über Jahrtausende gewachsene, soziologische und psychologische Eigenheiten damit einher, welche, wenn es um eine erfolgreiche Gruppen- bzw. Teamentwicklung geht, auch für die heutige Zeit relevant sind und beleuchtet werden müssen.

1.1 Ziel der Arbeit

Jedes Unternehmen, dass in der ihm zugrundeliegenden Organisationsstruktur die Arbeit in der Gruppe bzw. im Team erfordert, muss sich eher früher als später die Frage stellen, wie aus einer bloßen Ansammlung von Mitarbeitern leistungsfähige, erfolgreiche Gruppen bzw. Teams entstehen, und wie sich diese zusammenhalten und (weiter-) entwickeln lassen.

Die Aufgabenstellung „Maßnahmen der Teamentwicklung“ dieser Studienarbeit soll dabei folgende Fragestellungen beantworten:

- Welche Hintergründe gilt es bei der Zusammenarbeit von Menschen zu beachten?
- Welche Begrifflichkeiten gibt es im Umfeld von Gruppen/Teams?
- Welche Grundlagen müssen bzgl. des Teamformings beachtet werden?
- Kann man erfolgreiche Teams gezielt heranbilden, und wenn ja, wie?
- Gibt es ein Erfolgsrezept für Teambildungsmaßnahmen?

1.2 Relevanz für die Praxis

Die Struktur der Wertschöpfungsprozesse heutiger Unternehmen setzt in großem Maße Organisationsformen voraus, welche sehr flexibel sind, schnell auf Veränderungen reagieren können und dabei dennoch effizient und leistungsfähig in der Erbringung ihrer individuellen Leistungen sind[4]. Starre Unternehmensstrukturen, wie sie Anfang des 20. Jahrhunderts noch üblich waren, sind diesen Anforderungen nicht gewachsen und sind heute durch flexiblere, den „Produktionsfaktor“ Mensch miteinbeziehende Modelle abgelöst worden.

Ein Beispiel hierfür findet sich in der Automobilindustrie; hier arbeitete jeder für sich am Fließband an seiner spezifischen Aufgabe, an einem Arbeitsschritt eines unveränderlichen Produktes (z.B. Ford T-Modell). In heutigen[5] Automobilfabriken arbeiten Angestellte zwar auch an einem Fließband, jedoch überwiegend gemeinschaftlich organisiert in teilautonomen Arbeitsgruppen an ganzen Abschnitten. Eine Gruppe ist in Abstimmung der Kollegen untereinander in der Lage, mehrere Abschnitte des Produktionsprozesses flexibel und für mehrere Fahrzeugvarianten abzudecken. Dies ermöglicht dem Hersteller, unter effizienterem Personal- und Maschineneinsatz eine breitere, auch in gewissem Maße individualisierbare Palette an Fahrzeugen anzubieten. Dies funktioniert jedoch nur, wenn die jeweiligen Gruppen „funktionieren“, d.h. gemeinschaftlich an der Erreichung ihres gemeinsamen Ziels arbeiten.

Wie das Beispiel veranschaulicht, hängt von der reibungslosen Zusammenarbeit von Menschen in einer Gruppe ein großer Teil des Erfolgs einer Unternehmung ab, deren interne Strukturen auf Team- bzw. Gruppenarbeit aufbaut. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich eingehend mit dem Thema der Teamarbeit und wie man diese mit einem – möglichst generischen – Teamentwicklungsmodell effizient, zielorientiert und nachhaltig erreichen und erhalten kann. Die Ergebnisse sollen direkt in die praktische Teamentwicklungsarbeit eines Unternehmens einfließen können.

2 Definitionen

Um das Thema der Arbeit für den Leser schlüssig darstellen zu können, ist es erforderlich, die primär verwendeten Begriffe, auf die sich diese Arbeit immer wieder bezieht, in ihrer Definition möglichst eindeutig zu beschreiben und festzulegen. Dieses Kapitel führt die Begrifflichkeiten derart ein, wie sie als Grundlage für die Arbeit herangezogen bzw. vom Autor verstanden wurden.

2.1 Gruppe

Der Begriff „Gruppe“ wird, je nachdem in welcher Literatur man ihn nachschlägt, jeweils unterschiedlich definiert. Eine eindeutige Definition lässt sich nicht finden; je nachdem unter welchem Aspekt man eine Anzahl von Personen betrachtet, lassen sich diese mal als Gruppe klassifizieren, mal auch nicht.[6] Da eine Gruppe jedoch die Basis für jedes Team ist, ist sie ein zentraler Begriff innerhalb der Teamentwicklung. Deshalb werden nachfolgend die dafür charakteristischen Eigenschaften beschrieben, aus denen sich der Begriff ableiten lässt. Von einer Gruppe wird meist gesprochen, wenn deren Mitglieder

- aus mindestens zwei Personen besteht
- eine längere Zeit unmittelbar (face-to-face) miteinander interagieren
- eine Rollendifferenzierung aufweisen
- gemeinsame Normen herausbilden
- sich durch ein Wir-Gefühl verbunden fühlen[7]
- gemeinsame Ziele verfolgen
- sich räumlich und/oder zeitlich von anderen Individuen der weiteren Umgebung abheben
- mehr Interaktion untereinander als nach außen haben
- sich mit einer gemeinsamen Bezugsperson, einem gemeinsamen Sachverhalt oder Aufgabe identifizieren[8].

[...]


[1] (von Rosenstiel, et al., 2003 S. 365), vgl. auch (Schuler, et al., 2004 S. 388)

[2] (Kräkel, 2007 S. 216)

[3] (von Rosenstiel, et al., 2003 S. 394)

[4] (Ahlert, et al., 2002 S. 181 f.)

[5] Folgender Absatz in Anlehnung an (Nerdinger, et al., 2008 S. 409 ff.)

[6] (Sader, 2002 S. 37 f.)

[7] Auflistung bis hier vgl. (Gebert, et al., 1989 S. 122)

[8] Auflistung bis hier vgl. (Sader, 2002 S. 39)

Details

Seiten
24
Jahr
2009
ISBN (eBook)
9783640629053
ISBN (Buch)
9783640629046
Dateigröße
580 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v151306
Institution / Hochschule
Hochschule für angewandte Wissenschaften Ingolstadt – Fakultät Wirtschaftswissenschaften
Note
1,0
Schlagworte
Teamentwicklung Gruppenarbeit gruppendynamische Prozesse Zusammenarbeit Motivation Team Hawthorne-Studie Maslow Tuckman

Autor

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Titel: Maßnahmen der Teamentwicklung