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Web-Content-Management-Systeme im Wandel der Zeit

Bewertung von Open-Source-Anwendungen für kleine und mittelständische Unternehmen

Hausarbeit (Hauptseminar) 2010 32 Seiten

Informatik - Wirtschaftsinformatik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Vorgehensweise

2 Einführung in Content Management
2.1 Was ist Content?
2.2 Was ist Content Management?
2.3 Geschichtlicher Hintergrund
2.4 Aufgaben und Ziele eines Content Managements

3 Web-Content-Management-Systeme
3.1 Begriffserklärung
3.2 Entstehung und Entwicklung
3.3 Komponenten
3.4 Aufgaben und Einsatzbereiche

4 WCMS für kleine und mittelständische Unternehmen
4.1 Open-Source-Anwendungen
4.1.1 Plone
4.1.2 Typo3
4.2 Betriebliche Erfordernisse
4.2.1 Installation
4.2.2 Konfiguration
4.2.3 Administration
4.2.4 Dokumentation
4.2.5 Unterstützung und Support
4.2.6 Fehlende Weiterentwicklung
4.3 Entscheidungsgrundlagen
4.4 Durchführung einer Nutzwertanalyse

5 Fazit

Literaturverzeichnis

Internetquellen

Anhang A: Gegenüberstellung von Plone und Typo3

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Begriffsdefinition WCMS.

Abbildung 2: Plone-Startseite nach Log-in

Abbildung 3: Typo3 in Aktion

Abbildung 4: Entscheidungsbaum

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Definitionen zu Content

Tabelle 2: Definitionen zu Content Management

Tabelle 3: WCMS Komponenten

Tabelle 4: Nutzwertanalyse.

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

In der heutigen Zeit ist ein professioneller Webauftritt eines jeden Unternehmens bereits zu einem Standard geworden. Kleine und mittelständische Unternehmen können sich oftmals von ihrer Konkurrenz kaum noch differenzieren. WCMS (WebContent-Management-Systeme) bieten die Möglichkeit, das Unternehmen sowohl nach außen wie auch nach innen besser zu präsentieren.

Die Auswahl des geeigneten WCMS ist für jedes Unternehmen schwierig und verursacht Unsicherheiten während des Auswahlprozesses. Denn allein in Deutschland stehen den Anwendern einige Hundert WCMS zur Verfügung. Für Unternehmen, die sich für ein Open-Source-WCMS entscheiden, ist es wichtig, ein System auszuwählen, das auch in Zukunft den Anforderungen des Unternehmens genügt sowie weiterentwickelt wird.

1.2 Zielsetzung

Ziel dieser Arbeit ist es, dem Leser ein grundlegendes Verständnis der WCMS zu verschaffen und einige Möglichkeiten zur Auswahl aufzuzeigen. Des Weiteren soll dem Leser die Wichtigkeit der Anwendung von geeigneten Analyseinstrumenten für die Auswahl von Anwendungssystemen kenntlich gemacht werden, denn unabhängig von der Art und Größe des Unternehmens ist es notwendig, die Anforderungen an ein WCMS zu identifizieren und dementsprechend ein geeignetes auszuwählen.

1.3 Vorgehensweise

Die nachfolgenden beiden Kapitel dieser Arbeit bieten einen komprimierten Überblick über die Grundlagen von WCMS. Sie beinhalten Definitionsansätze der Begriffe Content, Content Management sowie WCMS. Des Weiteren werden der geschichtliche Hintergrund sowie die Aufgaben und Ziele eines Content- Management-Systems und WCMS erläutert. Anschließend werden zwei Open- Source-WCMS vorgestellt und diese mittels einer Nutzwertanalyse verglichen. Auf die betrieblichen Erfordernisse sowie die Entscheidungsgrundlagen wird ebenfalls eingegangen.

2 Einführung in Content Management

2.1 Was ist Content?

Um den Begriff Content Management definieren zu können, muss zuvor geklärt werden, was sich hinter dem Begriff Content verbirgt. Content kommt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt Inhalt. Dies ist jedoch eine ungenaue Beschreibung, weil sich hinter Content nicht nur eine Substanz wie Text, Audio und Video verbirgt, sondern auch alle beschreibenden Metadaten wie Autor, Titel sowie Inhaltsbeschreibungen. Der Begriff Content wurde zwar eingedeutscht und wird häufig verwendet, jedoch existiert bislang keine allgemeingültige Übersetzung im Sinne eines gleichwertigen deutschen Wortes. In der Literatur wird der Begriff Content unterschiedlich definiert. Am häufigsten wird darunter jedoch jede Art von Inhalt in digitaler Form verstanden, der einen Mehrwert im ökonomischen Sinne generieren kann.1 Die nachfolgende Tabelle beinhaltet einige ausgewählte Definitionen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten234

Tabelle 1: Definitionen zu Content

Wie bereits erwähnt, gibt es verschiedene Arten von Content. Diese können in die zwei Kategorien diskrete Medien und kontinuierliche Medien unterschieden werden. Unter diskreten Medien werden die Informationen verstanden, die sich im Zeitverlauf nicht ändern, hauptsächlich Texte und Bilder. Kontinuierliche Medien hingegen haben eine zeitliche Dimension. Hierzu gehören beispielsweise Töne, Filme und Animationen.5 Eine weitere Möglichkeit, die Arten von Content zu definieren, ist die Unterscheidung in strukturierten, schwach strukturierten und unstrukturierten Content. Strukturierter Content bezeichnet alle Inhalte, die in einem Datensatz gespeichert sind. Schwach strukturierter Content beinhaltet zum Teil Layout- und Metadaten, die jedoch nicht standardisiert sind, beispielsweise Textverarbeitungsdateien. Unstrukturierter Content hingegen nimmt keine Trennung von Layout, Inhalt und Metadaten vor und ist nicht direkt zu erschließen. Hierzu zählen unter anderen Bilddaten, Audiodaten und Videodaten.6

2.2 Was ist Content Management?

Content Management hat sich in den vergangenen Jahren zu einem Modebegriff entwickelt, der vor allem als technologischer Oberbegriff zur Verwaltung von Webinhalten angewandt wird. Mittels Content Management werden den Organisationen neue Möglichkeiten, wie die Fähigkeit zur Kommunikation und Zusammenarbeit, eröffnet. Dies hat direkten Einfluss auf die Fähigkeit, Produkte zu entwickeln und Projekte durchzuführen sowie auf die grundsätzliche Zusammenarbeit in der Organisation. Während das Content Management die organisatorische und kommunikative Seite abbildet, stellt das CMS (Content- Management-System) die technische Plattform dar.7

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten89

Tabelle 2: Definitionen zu Content Management

Content Management kennzeichnet alle Prozesse der systematischen und strukturierten Verwaltung von Informationen in Form von elektronischen Inhalten. Um eine Verwendungs- und Medienneutralität zu erreichen und eine automatisierte Zerlegung sowie Wiederverwendung zu ermöglichen, werden Contents inhaltlich nach den Regeln des strukturorientierten Dokumenten-Managements strukturiert. Dabei findet eine Trennung zwischen Inhalt, Layout und Struktur statt. Die Herausforderung besteht für ein Content Management in der Verwaltung des gesamten digitalen Inventars eines Unternehmens.10 Unter Content Management sind somit die systematische und strukturierte Erzeugung, Verwaltung, Zur- verfügungstellung und Schaffung von Nutzungs- und Verarbeitungsmöglichkeiten von elektronischem Inhalt zu verstehen.11Ferner kann Content Management als die Verwaltung von Informationen, speziell die computergestützte Verwaltung elektronisch erfasster Inhalte, verstanden werden. Dies betrifft jegliche Art von Information, die in einem Computer gespeichert werden kann.12

2.3 Geschichtlicher Hintergrund

1994 begann mit der Interneteuphorie der Aufbau von Webseiten, die zu Imagezwecken genutzt werden. Den Unternehmen wurde jedoch schon sehr früh klar, dass sich der Inhalt eines Webservers ohne Hilfsmittel kaum oder gar nicht verwalten lässt. Da es nur wenige Experten gab, konnten die Unmengen von Informationen nicht innerhalb kurzer Zeit in das System übertragen, bearbeitet, archiviert oder gelöscht werden. Diesen Bedarf erkannten die Softwarehersteller und begannen, erste Softwaresysteme für das Managen von Inhalten für das Internet zu entwickeln.13

Aufgrund der Anforderungen zur Verwaltung und Nutzung von immer weiter steigenden Informationsmengen, über die ein Unternehmen verfügt, entstand das Content Management. Infolge der Digitalisierung von Daten und Informationen stehen diese dem Unternehmen dauerhaft zur Verfügung. Um diese Informationen gewinnbringend einzusetzen, wurden technikgetriebene Methoden entwickelt.14

2.4 Aufgaben und Ziele eines Content Managements

Die Aufgabe eines Content Managements besteht aus Sicht der Wirtschafts- informatik in der Identifikation, der Selektion, der Aufbereitung, der zielgruppenori- entierten Bereitstellung sowie der Verarbeitung von entscheidungsrelevanten Informationen. Um dies erfolgreich umzusetzen, wird die Informationsinfrastruktur der Organisation im Rahmen eines Informationsmanagements gestaltet und betrieben. Im Wesentlichen wird die Informationsarbeit durch das Informations- management unterstützt, das über Wissen verfügt, welches mittels der Prozesse zur Informationserarbeitung, -aufbereitung, -verarbeitung, -verwaltung und Wissensrekonstruktion geschaffen wird. Das Content Management ist im Wesentlichen die Weiterführung der Intentionen des Dokumenten-Managements. Dies wird dadurch gekennzeichnet, dass die in elektronischer Form vorhandenen Informationen beliebigen Formats verwaltet, mit Mehrwerteigenschaften versehen und bereitgestellt werden. Im Gegensatz zum Dokumenten-Management wird innerhalb des Lebenszyklus einer schwach oder unstrukturierten Information dieser auf die Ebene einzelner verwertbarer Informationen heruntergebrochen. Somit entsteht eine Vielzahl von Informationen, die im XML-Format ausgezeichnet werden. Alle Tätigkeiten zur strukturierten und systematischen Verwaltung von gering sowie unstrukturierten Informationen gehören zu den Aufgaben eines Content Managements. Die wesentliche Aufgabe während des gesamten Lebenszyklus eines Content ist die Planung der benötigten Contents, die entweder extern beschafft oder intern erstellt werden müssen. Dieser Content muss im nächsten Schritt verwaltet und für die Zielpersonen bereitgestellt werden. Bearbeitung, Aktualisierung und Pflege sind weitere Aufgaben. Bei nicht mehr benötigtem Content sollte dieser im letzten Schritt vernichtet werden. Das Ziel ist die Erschaffung eines zuverlässigen Zugriffs auf konsistente und aktuelle Informationen, die für die Interessengruppen auf eine einfache Weise zugänglich sind.15

[...]


1 Vgl. Nix, M. et al. (2005), S. 25 f.

2 Gersdorf, R. (2002), S. 75.

3 Koop, J. et al. (2001), S. 14.

4 Maass, W. et al. (2003), S. 361.

5 Vgl. Friedrich, J. (2006), S. 1 ff

6 Vgl. Bächle, M. et al. (2007), S. 32 f

7 Vgl. Maass, W. et al. (2003), S. 37.

8 Maass, W. et al. (2003), S. 41

9 Bächle, M., Kolb, A. (2007), S. 82.

10Vgl. Gersdorf, R. (2003), S. 64; Nix, M. et al. (2005), S. 25 f.

11Vgl. Maass, W. (2003), S. 41.

12Vgl. Lotze, T. et al. (2005), S. 1.

13 Vgl. Bullinger, H. (2001), S. 5.

14Vgl. Maass, W. (2003), S. 37.

15 Vgl. Gersdorf, R. (2003), S. 61-65.

Details

Seiten
32
Jahr
2010
ISBN (eBook)
9783640629916
ISBN (Buch)
9783640630073
Dateigröße
6.2 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v151277
Institution / Hochschule
FOM Essen, Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Hochschulleitung Essen früher Fachhochschule
Note
1.3
Schlagworte
Web-Content-Management-Systeme Wandel Zeit Bewertung Open-Source-Anwendungen Unternehmen

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