Lade Inhalt...

Softskills in der Fachkarriere - Teambuilding mit Spezialisten

Hausarbeit 2009 18 Seiten

Psychologie - Arbeit, Betrieb, Organisation und Wirtschaft

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Softskills
2.1. Definition und Beschreibung
2.1.1. Personale Kompetenzen
2.1.1.1. Lernbereitschaft
2.1.1.2. Selbstmanagement
2.1.1.3. Zuverlässigkeit
2.1.2. Soziale Kompetenzen
2.1.2.1. Kommunikationsfähigkeit / Verhandlungsgeschick:
2.1.2.2. Kundenorientierung:
2.1.2.3. Teamfähigkeit
2.1.3. Methodische Kompetenzen
2.1.3.1. Problemlösungs- und Konfliktfähigkeit
2.1.3.2. Projektmanagement
2.1.4. Medien- und IT-Kompetenzen
2.1.4.1. Medienkompetenzen / Präsentationstechniken
2.1.4.2. IT-Kompetenzen
2.2. Rolle der Softskills bei Fachkräften

3. Teamführung und Teamarbeit
3.1. Definition eines Teams
3.2. Rollenverteilung im Team
3.3. Teambildung mit Fachkräften
3.4. Merkmale des erfolgreichen Teams
3.5. Vor- und Nachteile der Teamarbeit
3.6. Teamführung
3.6.1. Definition
3.6.2. Aufgaben des Teamführers - Führungskreislauf
3.6.3. Führungsstile

4. Schlussfolgerung und kritische Würdigung

5. Literaturverzeichnis

6. Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung

Fachwissen und Berufserfahrung stellen die Basis für den beruflichen Erfolg dar. Um aber in der heutigen Arbeitswelt erfolgreich zu sein und Karriere zu machen, sind weitere Faktoren wichtig. Es gilt auch, gut zu kommunizieren, überzeugend aufzutreten und mit den unterschiedlichsten Menschen zurechtzukommen. Denn besonders in der aktuellen Dienstleistungs- und Informationsgesellschaft1 spielen Softskills eine bedeutende Rolle und werden immer wichtiger, wie eine vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) durchgeführte Untersuchung2 zeigt:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Wichtigkeit der einzelnen Kompetenzdimensionen gegenwärtig und zukünftig (aus BIBB REPORT Ausgabe 7/09; Tabelle 4)

Besonders die personale Kompetenz und die Sozialkompetenz werden noch mehr an Gewicht zunehmen ohne dass dabei die Fachkompetenz vernachlässigt wird.

Ziel dieser Arbeit ist es, einen Überblick über die Softskills und ihre Rolle im beruflichen Alltag zu geben. Außerdem soll der Einfluss von Softskills beim Aufbau eines Projektteams dargestellt werden.

2. Softskills

2.1. Definition und Beschreibung

Bei den Softskills, zu deutsch „weiche Fähigkeiten“, handelt es sich um Schlüsselqualifikationen, die nicht unbedingt objektiv gemessen und beurteilt werden können. Softskills sind überfachliche Kompetenzen, die es dem Einzelnen ermöglichen, im dauerenden Wandel der Arbeitswelt zu bestehen und ihn befähigen, immer wieder neue Situationen und Anforderungen zu bewältigen.

Sie können eingeteilt werden in soziale und personale Kompetenzen sowie Methoden- und Medienkompetenzen. In einigen beruflichen Fachbereichen spielt zusätzlich die IT- Kompetenz eine wichtige Rolle.

2.1.1. Personale Kompetenzen

2.1.1.1. Lernbereitschaft

- Bereitschaft, fehlendes fachliches und methodisches Wissen sowie tätigkeitsspezifische Qualifikationen und Erfahrungen durch entsprechende Fortbildungsmaßnahmen oder auf anderen Wegen

(informelles Lernen im Prozess der Arbeit und im sozialen Umfeld) zu erwerben

2.1.1.2. Selbstmanagement

- Fähigkeit, aktiv und unabhängig von unterstützenden bzw. störenden Faktoren an die jeweilige Situation angemessen und planvoll zu handeln
- Erweiterung der eigenen Erfahrungen und des eigenen Wissens (Eigenaktivität, Selbstkontrolle, Selbstkritik)

2.1.1.3. Zuverlässigkeit

- auf fachlichem und methodischem Wissen basierende Aufmerksamkeit und Umsicht zur exakten Einhaltung von Verpflichtungen, Richtlinien, Terminen etc.
- Arbeitsdisziplin, Pflichtgefühl, Aufgabenbewusstsein, Vertrauenswürdigkeit

2.1.2. Soziale Kompetenzen

2.1.2.1. Kommunikationsfähigkeit / Verhandlungsgeschick

- Fähigkeit, in Gesprächen und Verhandlungen vorteilhafte Ergebnisse für die eigene Arbeitsgruppe oder das eigenen Unternehmen zu erzielen
- auf andere offen und wohlwollend zugehen
- Kontakte knüpfen und aufbauen können
- beherrschtes Auftreten in allen, auch konfliktgeladenen Situationen
- verständliche Ausdrucksweise gegenüber Kollegen und Kunden

2.1.2.2. Kundenorientierung

- Fähigkeit, die Wünsche des Kunden (interne und externe Kunden- Lieferanten-Beziehung) zu erkennen und so weit wie möglich zu befriedigen
- Einfühlungsvermögen, um die Sichtweise des anderen zu erkennen
- Einsatzbereitschaft in Bezug auf die übertragenen Aufgaben und Anforderungen

2.1.2.3. Teamfähigkeit

- Bereitschaft und Fähigkeit, in Gruppen bzw. als Team zu arbeiten
- bei der Teamarbeit Regeln des gemeinsamen Herangehens formulieren und diese zu tragen
- offene Darlegung anderer Sichtweisen und Meinungen
- Einsatz für gemeinsame Lösungen

2.1.3. Methodische Kompetenzen

2.1.3.1. Problemlösungs- und Konfliktfähigkeit

- Fähigkeit Problemlösungsprozesse anzustoßen und zu organisieren (soziale Aktivität)
- Fähigkeit, beim Auftreten einer problematischen Konfliktsituation den Gedankenaustausch aktiv einzuleiten
- Fähigkeit, die Gruppen-, Kommunikations- und Leitungsstruktur dem jeweiligen Problemtyp entsprechend zu gestalten (= Gruppenprozesse initiieren)

2.1.3.2. Projektmanagement

- Planung, Koordination und Überwachung mehrerer Projekte im Unternehmen, so dass eine termingerechte, kostengünstige und qualitätsorientierte Durchführung komplexer Vorhaben erfolgen kann
- Personelle und wirtschaftliche Verantwortung für die Projekte, d.h. Teamführungsfähigkeit, Koordinierungs- und Organisationsfähigkeit

2.1.4. Medien- und IT-Kompetenzen

2.1.4.1. Medienkompetenzen / Präsentationstechniken

- mit Hilfe neuer Medien kommunizieren und sich austauschen
- eigene Inhalte mit Hilfe neuer Medien gestalten und präsentieren
- benötigte Informationen finden, auswerten und effektiv nutzen

2.1.4.2. IT-Kompetenzen

- über E-Mail zu kommunizieren
- mit Standardsoftware arbeiten (Textverarbeitung, Tabellenkalkulation etc.)
- im Internet recherchieren
- über IT-Grundkenntnisse verfügen

2.2. Rolle der Softskills bei Fachkräften

Die personalen Kompetenzen, wie Lernbereitschaft, Selbstmanagement sowie Zuverlässigkeit werden vom Studenten (Auszubildenden) bereits während des Studiums (Ausbildung) eingefordert, so dass diese Fähigkeiten bereits nach Beendigung der (Hochschul-)Ausbildung zumindest in Ansätzen vorliegen.

Die im Bologna-Prozess bereits 1999 festgeschriebene Employability, also die Beschäftigungsfähigkeit von Studenten und Absolventen, um im Berufsleben bzw. im Wettbewerb um einen Arbeitsplatz zu bestehen und eine angestrebte Karriere vorantreiben zu können, wird während des Studiums größtenteils nicht vermittelt. Nur die Fachkompetenz alleine reicht aber nicht aus.

Die Arbeitsergebnisse müssen überzeugend und verständlich präsentiert werden.

Außerdem ist es notwendig im Team zu kooperieren, um (größere) Projekte zu bearbeiten und abzuschließen. Falls Störungen und Konflikte innerhalb eines Teams auftreten, müssen diese entweder in der Rolle als Teammitglied, und in einem noch stärkeren Maß in einer Führungsposition, beseitigt und gelöst werden können. Natürlich müssen auch alle am Projekt Beteiligten kritisch die Ergebnisse betrachten und mit Kritik umgehen können. Aber nicht nur innerhalb des Teams bzw. innerhalb des Unternehmens sind Softskills notwendig. Auch im Kontakt mit anderen Unternehmen, Behörden und vor allem den Kunden sind diese Schlüsselqualifikationen erforderlich, um das zu vertretende Unternehmen und seine Leistungen überzeugend zu präsentieren und die Bedürfnisse des Gegenübers zu verstehen.

Diese Softskills wurden eingangs exemplarisch dargestellt, da sie für Fachkräfte eine sehr tragende Rolle spielen und von den Arbeitsgebern als „die“ wichtigsten Softskills angesehen werden.

In der nachfolgenden Beschreibung des Teambuildings, der Teamarbeit und der Teamführung fließen die dargestellten Softskills als Faktoren ein. Je nach Vorhandensein oder auch Nicht-Vorhandensein bei den einzelnen Teammitgliedern bestimmen sie den Erfolg oder Misserfolg einer Projektarbeit mit.

3. Teamführung und Teamarbeit

3.1. Definition eines Teams

Der Begriff Team kommt aus dem Englischen und bedeutet wörtlich übersetzt Gruppe, Mannschaft oder auch Gespann. Im Altenglischen stand das Team für ein ganzes Gespann von Zugtieren. Also einer Gruppe, die „zusammengespannt“ war, um mit gemeinsamer Anstrengung etwas voranzubringen.

Die beiden Begriffe Gruppe und Team werden in der Umgangssprache auch meistens als Synonyme verwendet. Um jedoch den für ein Unternehmen wichtigen Begriff des Teams zu verdeutlichen, sollte zwischen den beiden Begriffen unterschieden werden. Als Gruppe wird „eine Mehrzahl von Personen (bezeichnet), die bei Bestehen unmittelbarer Interaktionen und Überwiegen der Binnenkontakte für eine längere Dauer beisammen sind, dabei Rollen ausdifferenzieren, gemeinsame Normen, Werte und Ziele entwickeln sowie Kohäsion in dem Sinne zeigen, dass die Zusammengehörigkeit für die Mitglieder attraktiv ist, woraus sich ein Wir-Gefühl ergibt .“3

Gruppen lassen sich auf verschiedene Arten unterscheiden, z.B. nach der Basis ihres Zustandekommens in informelle und formelle Gruppen, nach ihren Zielen in Freundschaftsund Interessengruppen oder nach ihrer Zusammensetzung in Status-, Rang- und Funktionsgruppen4.

Bei der Teamführung in einem Unternehmen spielen vor allem formelle und informelle sowie Arbeitsgruppen die wichtigste Rolle. Eine formelle Gruppe ist im Hinblick auf die betriebliche Zielerreichung geplant und bestimmt. Demzufolge handelt es sich bei Arbeitsgruppen, wie z.B. Abteilungen in Unternehmen, um formelle Gruppen. Auf Basis der Definition für den Begriff „Gruppe“ lässt sich auch der Begriff „Team“ erklären. Ein „Team“ umfasst „eine Gruppe mit einer gemeinsamen Aufgabe, bei der die Leistung von höherer Qualität ist als dies durch die Addition der Einzelbeiträge möglich wäre - und bei der die Mitglieder, infolge eines nach und nach entwickelten Zusammengehörigkeitsgefühls, das Gesamtinteresse höher gewichten als ihre jeweiligen Einzelinteressen“5

[...]


1 Softwareentwickler ohne Soft Skills, Max Leonberg (http://www.jobware.de/Magazin/Softwareentwickler-ohne-Soft-Skills.html)

2 BIBB-Report Ausgabe 7/2009 „Ein Blick hinter die Kulissen der betrieblichen Weiterbildung in Deutschland“ veröffentlicht am 26.01.2009

3 von Rosenstiel „Führung von Mitarbeitern. Handbuch für erfolgreiches Personalmanagement, Auflage 2003

4 Schreyögg, „Organisation “ September 2008

5 Schulz von Thun, Friedemann et al, “Miteinander reden, Bd. 3 : Das innere Team und Situationsgerechte Kommunikation“ Rowohlt Tb. (März 2005)

Details

Seiten
18
Jahr
2009
ISBN (eBook)
9783640627615
ISBN (Buch)
9783640627677
Dateigröße
529 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v151132
Institution / Hochschule
Fachhochschule Technikum Wien – Münchener Marketing Akademie
Note
95% (A)
Schlagworte
Teambuilding Fachkarriere Softskills

Autor

Zurück

Titel: Softskills in der Fachkarriere - Teambuilding mit Spezialisten