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Basel II und seine Auswirkungen für Banken und Kreditnehmer

Hausarbeit 2003 10 Seiten

BWL - Bank, Börse, Versicherung

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
1.1. Definition Basel I
1.2. Definition Basel II
1.3. Zeitplan der Neuen Basler Eigenkapitalvereinbarung

2. Die drei Säulen der Neuen Basler Eigenkapitalvereinbarung
2.1. Mindesteigenkapitalerfordernis
2.1.1. Das Kreditrisiko
2.1.1.1. Der Standardansatz
2.1.1.2. Die IRB - Methode
2.1.2. Marktrisiko und operationelles Risiko
2.1.2.1 Ansätze zur Erfassung der operationellen Risiken
2.1.2.1.1 Der Basisindikatoransatz
2.1.2.1.2 Der Standardansatz
2.1.2.1.3 interner Bemessungsansatz
2.1.2.1.4 Verlustverteilungsansatz
2.2. Bankaufsichtliches Überprüfungsverfahren
2.3. Marktdisziplin

3. Auswirkungen auf Banken und Kreditnehmer
3.1. Auswirkungen auf die Banken
3.2. Auswirkungen auf die Kreditnehmer

Literaturverzeichnis / Internetquellen

1. Einleitung

1.1. Definition Basel I

Seit den Siebziger Jahren bemüht sich das Basel Committee vor allem um die Schaffung adäquater Standards sowie deren Beaufsichtigung. Mitte der 80ziger Jahre kam es zu einem Konkurrenzkampf zwischen den weltweit größten Banken. Daraufhin sank die Eigenmittelausstattung dieser Banken bedrohlich, da zu viele Kredite, meist viel zu großzügig, vergeben wurden. Daher sah sich das Basel Committee zur Handlung gezwungen. Resultierend daraus, kam es zur Herausgabe einer Eigenmittelempfehlung, des Basel Capital Accord (Basel I), der für die international tätigen Banken der G10 gelten sollte. Dieser verlangte von der Bank eine Mindestkapitalausstattung von 8% für ihre Kreditpositionen und implizierte somit auch das andere Risiken abgedeckt werden, da die Banken Kredite nun effektiver vergeben mussten. Obwohl Basel I nur für international tätige Banken vorgesehen war, entwickelte er sich in den 90ziger Jahren zum Standard und gilt mittlerweile in über 100 Ländern.

1.2. Definition Basel II

Da sich die Bankenwelt mit zunehmender Zeit jedoch stark veränderte, das Angebot immer weiter ausgebaut wurde und neue Finanzinstrumente und Methoden der Risikostreuung hinzukamen, wurden die nunmehr 11 Jahre alten Basel I-Richtlinien zunehmend den gegebenen Vorraussetzungen, in ihrer Komplexität, nicht mehr gerecht. Aus diesem Grund entschloss sich der Basler Ausschuss 1999 zu einem neuen, modernen Rahmenwerk. Das „Erste Konsultationspapier“ bildete die Grundlage der neuen Basel II-Richtlinien. Neben der Mindestkapitalanforderung an die Banken, wurde nun ein aufsichtliches Überprüfungsverfahren sowie Regeln zur Veröffentlichung von Unternehmensinformationen, die so genannte Marktdisziplin,

hinzugefügt. Dies bildet nun die 3-Säulen der Basel II-Richtlinien.

Darüber hinaus wird den Banken die Verwendung von Einstufungen der Risikoklassen , von Staaten, Unternehmen sowie Banken, durch zugelassene externe Ratingagenturen erlaubt. Auch interne Rankings der Banken, zur Evaluierung von Kreditrisiken, sind nun zugelassen.

Im Januar 2001 sowie im März 2003 folgten dann weitere Konkretisierungen, in form der 2. und 3. Konsultationspapiere.

Der endgültige Neue Basler Akkord soll Ende 2003 veröffentlicht werden und zu Beginn 2006, mit eine Übergangsphase von einem Jahr, in Kraft treten.

1.3. Zeitplan der Neuen Basler Eigenkapitalvereinbarung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2. Die drei Säulen der Neuen Basler Eigenkapitalvereinbarung

2.1. Mindesteigenkapitalerfordernis

Den Mittelpunkt der Basel II-Richtlinien bildet die, schon in den Basel I-Richtlinien enthaltene, Mindestkapitalanforderung. Gleich geblieben ist auch die darin veranlagte Eigenkapitalunterlegung von mindestens 8 % des Kreditvolumens.

Dass neben den Kreditrisiken und Marktrisiken nun auch operationelle Risiken

bei der Eigenkapitalunterlegung berücksichtigt werden müssen, ist neu in den Richtlinien.

Für die Ermittlung des Risikos sind für jede Risikokategorie sowohl standardisierte wie auch verfeinerte Messverfahren vorgesehen. Die Nutzung der verfeinerten Messverfahren soll durch eine Verminderung der Eigenkapitalanforderungen belohnt werden. Damit sollen die Banken dazu gebracht werden, ihre interne Steuerung der verschiedenen Risikokategorien methodisch weiterzuentwickeln.

2.1.1. Das Kreditrisiko

Beim Kreditrisiko wird es einen Standardansatz und zwei auf internen Einstufungen der Kreditwürdigkeit beruhende Internal Ratings Based, kurz IRB-Ansätze geben.

2.1.1.1. Der Standardansatz

Im Standardansatz werden, wie schon bei Basel I, Risikogewichtungssätze für bestimmte Arten von Kreditforderungen vorgegeben (0%, 20%, 50%, 100% von jeweils 8 %). Neu ist, dass es nun einen fünften Risikogewichtungssatz gibt, der für sehr risikoreiche Engagement gelten soll, und 150% betragen wird.

Die Einschätzung eines Schuldners durch externe Ratingagenturen ist ausschlaggebend dafür, wie hoch das Risiko einer Forderung ist. Unternehmen die kein eigenes externes Rating besitzen, meist Klein- und Mittelständische Unternehmen, erhalten ein standardmäßiges Risikogewicht von 100%.

Eine weitere Neuerung besteht darin, das verbriefte Forderungen, ein eigenes Risikogewicht, abhängig vom externem Rating, erhalten. Außerdem werden Kreditsicherungsinstrumente wie Garantien, Kreditderivate sowie Sicherheiten, wie zum Beispiel Bareinlagen oder Wertpapiere, in höherem Maße berücksichtigt werden als in den Basel I-Richtlinien.

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Details

Seiten
10
Jahr
2003
ISBN (eBook)
9783638203289
ISBN (Buch)
9783638758291
Dateigröße
546 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v15113
Institution / Hochschule
Fachhochschule Stralsund – FB BWL
Note
Vorleistung - bestanden
Schlagworte
Basel Auswirkungen Banken Kreditnehmer Projektfinanzierung

Autor

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Titel: Basel II und seine Auswirkungen für Banken und Kreditnehmer