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Topmanager - die Wirtschaftseliten der führenden Unternehmen

Essay 2010 9 Seiten

Soziologie - Arbeit, Beruf, Ausbildung, Organisation

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. „Die soziale Kennkarte und Moral der deutschen Top-Manager“ (Eugen Gutmann Gesellschaft, 26.03.2009; Befunde einer empirischen Erhebung von Prof. Dr. phil. Eugen Buß, Stuttgart)

3. Transformationale Führung
(Das Konzept der Transformationalen Führung von Bass und Avolio(2000)

4. Fazit

5. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Es ist nicht zu übersehen, dass die Wirtschaft einen großen und wichtigen Bereich in unserer Gesellschaft ausmacht. Top-Manager großer Unternehmen verdienen nicht nur enorm viel Geld, sondern treffen tragende Entscheidungen, die sich auf die ganze Gesellschaft auswirken, weil sie durch ihre Spitzenpositionen an den Hebeln der Macht sitzen. Daher tragen sie eine große Verantwortung und können somit Einfluss auf die Gesellschaft ausüben. Von ihren Entscheidungen mit anderen Führungskräften anderer Unternehmen hängt die Entwicklung unseres Landes ab – die Wettbewerbsfähigkeit, der technische Fortschritt und Konsum, Wachstum, Weiterentwicklung der Gesellschaft und Chancen des Landes. Sie versuchen auf verschiedensten Wegen Vorteile für ihre Unternehmen zu gewinnen, indem sie dort investieren, wo gute Infrastrukturen vorhanden sind, geringe Steuerbelastungen und gute gesetzliche Grundlagen existieren. Sie haben alle das gleiche Ziel: die Steigerung des Unternehmenserfolges. Daher sind der Weg zu mehr Erfolg und nachhaltiger Wertsteigerung bedeutende Faktoren einer effizienten Führung. Top-Manager machen ein erhebliches Gewicht der Wirtschaft aus, die eine enorme Entscheidungsgewalt über Maßnahmen in ihren Unternehmen, Investitionen und Rationalisierungsmaßnahmen haben. Daher möchte jedes Unternehmen „die Besten“ für sich gewinnen. Nun stellt sich die Frage, was die Besten auszeichnet und wie sie identifiziert werden.

Es war mir wichtig, mit meinem Essay ein Thema zu bearbeiten, das heute in unserer Gesellschaft von großer Bedeutung ist und über das viel diskutiert wird. Mein Interesse für dieses Essay wurde durch das Seminar – Managementsoziologie – von Frau Prof. Dr. Maria Funder geweckt. Das Thema wurde bereits in einem Referat bearbeitet. Da ich dieses Thema für sehr wichtig halte, möchte ich mich noch einmal damit auseinandersetzen. Es handelt sich um ein sehr umfangreiches Thema. Daher versuche ich, mich auf die wesentlichen Aussagen zu beschränken. Mein Schwerpunkt dieses Essays liegt daher auf folgenden Fragestellungen:

1. Wer sind diese Top-Manager? Welche Biografien und Werte haben Top-Manager, die in den Führungsetagen sitzen?
2. Welche Vorraussetzungen, Persönlichkeitsmerkmale müssen erfüllt sein, damit sie eine Führungsposition in einem Unternehmen bekommen?
3. Gibt es ein Modell einer guten, modernen Führung, das den Erwartungen und Anforderungen in der heutigen Zeit gewachsen ist?

Um diesen Fragen nachzugehen, beschäftige ich mich mit Befunden einer empirischen Erhebung[1], die in dem Vortrag „Die soziale Kennkarte und Moral der deutschen Top-Manager“ von der Eugen Gutmann Gesellschaft zusammengefasst wurden. Meinen zweiten Schwerpunkt möchte ich in dem dritten Kapitel auf das Modell der Transformationalen Führung (2000) von Bass und Avolio setzen, um herauszufinden, welcher Führungsstil in der heutigen Zeit den gesellschaftlichen Erwartungen und Anforderungen entspricht.

2. „Die soziale Kennkarte und Moral der deutschen Top-Manager“

Diese Fragen stellt sich sicherlich nicht jeder. Natürlich gibt es keinen Prototyp und typischen Lebenslauf eines erfolgreichen Top-Managers. Jeder Mensch ist von Natur aus verschieden, hat seinen individuelle Lebenslauf, seine Persönlichkeit, Einstellung und Werte. Zudem unterscheiden sich auch die Positionen und Führungsaufgaben in den Unternehmen.[2]

Elterliche Herkunft

In der Untersuchung zeigte sich, dass der größte Teil der Top-Manager aus der Oberschicht und der oberen Mittelschicht stammen. Sie kamen aus dem höheren Milieu, also Unternehmerfamilien, Gutsbesitzer, Bürgertum und Familien, die angesehen waren und viel Vermögen hatten. Nur ein kleiner Prozentsatz stammt aus den unteren Schichten der Arbeiter und einfachen Angestellten. Hierdurch zeigt sich, dass Deutschland nicht für jeden Menschen die gleichen Möglichkeiten bietet, um seine Kompetenzen und Talente zu erweitern und somit eine Möglichkeit hat, in die Etage der Top-Manager aufzusteigen. Diese Gesellschaftsgruppe macht einen deutlich unterrepräsentierten Anteil in der Wirtschaft aus. Das bedeutet, dass allein schon die berufliche Position und der Rang des Vaters und Großvaters einen erheblichen Einfluss darauf hatten, später einmal in eine Führungsposition aufzusteigen. Die Mütter solcher Top-Manager waren zu einem großen Teil Hausfrauen und waren damit für den Haushalt und die Erziehung der Kinder zuständig.[3]

Das Elternhaus

Eltern vermitteln Werte und Normen, die das Verhalten der Kinder prägen. Die Kinder wachsen mit Werten, Vorbildern und Vorstellungen auf, die sich auf das spätere Führungsverhalten auswirken. Im Hinblick auf das Elternhaus zeigte sich, dass die Vermittlung von Selbständigkeit, Selbstvertrauen, Gemeinschaftswerten, Verantwortungs-geist, Selbstrespekt, Ehrgeiz, Wettbewerbsgeist, Selbstdisziplin, Sparsamkeit, Familiensinn, Ehrgefühl und kultureller Habitus, Pflichtgefühl, Fleiß und christlichen Tugenden wichtige Bestandteile in der Erziehung sind.[4]

Herkunftsort

Zuerst fällt auf, dass 28% der Top-Manager aus der dörflichen Umgebung stammen. Dagegen wuchsen 50% in einer Klein- oder Mittelstadt auf. Nur 18% stammen aus einer Großstadt, obwohl viele Großstädte größere Möglichkeiten kultureller Angebote und geistiger Weiterentwicklung bieten.[5]

Familienstatus:

Auch die familiäre Situation macht einen erheblichen Faktor aus. Stimmt die familiäre Situation und gibt es hier keine Probleme, kann der Top-Manager einen guten Job machen.

In der Studie bekundeten 92% der Top-Manager verheiratet zu sein und 85% Kinder zu haben. Intakte Familieverhältnisse spielen wohl eine tragende Rolle in den Führungspositionen. Im Gegensatz dazu gelten Scheidungen als Hindernisse für einen Aufstieg nach „ganz oben“. Menschen, die Belastungen und Probleme im Privatleben haben, bringen diese auch mit in den Beruf.

Konfession

Besonders überraschend ist, dass ein großer Anteil der Top-Manager in Deutschland eine protestantische Konfession hat. Im Gegensatz dazu ist der Anteil katholisch geprägter Top-Manager gering. Des Weiteren ist inzwischen jeder fünfte Top-Manager konfessionslos. Blickt man einmal auf die religiöse Erziehung in der Kindheit und Jugend zurück, zeigt sich, dass 65% in einem protestantisch und nur 23% in einem katholisch geprägten Elternhaus aufwuchsen.[6]

[...]


[1] Studie: Buß, Eugen: Die deutschen Spitzenmanager. Wie sie wurden, was sie sind. München und Wien 2007

[2] http://www.eugen-gutmann-gesellschaft.de/upload/vortrag_buss.pdf - download am 6.03.2010

[3] http://www.eugen-gutmann-gesellschaft.de/upload/vortrag_buss.pdf - download am 6.03.2010, S.3-4

[4] http://www.eugen-gutmann-gesellschaft.de/upload/vortrag_buss.pdf - download am 6.03.2010, S.7

[5] http://www.eugen-gutmann-gesellschaft.de/upload/vortrag_buss.pdf - download am 6.03.2010, S.5

[6] http://www.eugen-gutmann-gesellschaft.de/upload/vortrag_buss.pdf - download am 6.03.2010, S.4-5

Details

Seiten
9
Jahr
2010
ISBN (eBook)
9783640612567
ISBN (Buch)
9783640612741
Dateigröße
464 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v150213
Institution / Hochschule
Philipps-Universität Marburg
Note
1,3
Schlagworte
Topmanager Wirtschaftseliten Unternehmen

Autor

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