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Jugendliche und Drogen. Präventionsmöglichkeiten

von Leoni Zetter (Autor)

Hausarbeit 2007 16 Seiten

Pädagogik - Pädagogische Soziologie

Leseprobe

Gliederung

1.Einleitung

2.Definitionen

3. Drogenarten
3.1 Legale Drogen
3.1.1 Medikamente
3.1.2 Zigaretten
3.1.3 Alkohol
3.2 Illegale Drogen
3.2.1 Sedierende Drogen
3.2.2 Halluzinogene Drogen
3.2.3 Stimulierende Drogen

4. Wie entsteht Sucht bei Jugendlichen?
4.1 Lerntheoretische Ansätze
4.2 Psychoanalytische Konzepte
4.3 Soziologische und ökonomische Ansätze
4.4 Vererbung

5. Aspekte der Prävention
5.1 Suchtprävention in der Schule
5.2 Prävention im außerschulischen Umfeld
5.3 Geschlechterspezifische Prävention

6. Zusammenfassung

7. Literaturverzeichnis

1.Einleitung

Zum Thema Drogen allgemein und speziell zum Thema Jugendliche und Drogen wurde schon sehr viel geschrieben. Meiner Ansicht nach ist es aber sehr wichtig, immer wieder auf dieses Thema aufmerksam zu machen, da immer mehr Jugendliche zu Drogen greifen, in dem Glauben den Problemen in ihrem Leben so entgehen zu können. Durch meine Arbeit in einem Jugendzentrum sowie meine Tätigkeit in einer Gastwirtschaft für junge Leute erlebe ich täglich, dass immer mehr Jugendliche zu Drogen greifen. Ich finde es erschreckend, dass die heutigen Jugendlichen sich vieler Gefahren die mit Drogen einhergehen gar nicht bewusst sind. Trotz Aufklärungskampagnen sehen sie z.B. in regelmäßigem, starkem Alkoholkonsum keine großen Gefahren, was die gestiegenen Zahlen von Alkoholvergiftungen bei Jugendlichen beweisen.

Aber nicht nur die Gefahr des Alkohols wird von Jugendlichen unterschätzt, auch immer mehr Jugendliche greifen zu stärkeren Drogen. Haschisch wird von älteren Jugendlichen und auch von den Medien oft als harmlos eingestuft, dies verleitet junge Menschen zum sorglosen Umgang mit der Droge, die von vielen Experten als „Einstiegsdroge“ gesehen wird. Oft reicht der Rausch von Haschisch schnell nicht mehr aus und die Jugendlichen greifen zu anderen Drogen um aus der Realität zu fliehen und sich Problemen nicht stellen zu müssen. Meiner Auffassung nach ist es vor allem als angehender Lehrer sehr wichtig, sich mit dem Thema eingehend auseinander zusetzen. Verstärkte Maßnahmen in der Schule als auch innerhalb der Familien sind unumgänglich. In der folgenden Hausarbeit möchte ich nach einer kurzen Einführung der themenrelevanten Definitionen und einer kurzen Beschreibung der am häufigsten konsumierten Drogen hauptsächlich auf die Faktoren eingehen, die dazu führen, dass Jugendliche zu Drogen greifen. Des Weiteren möchte ich verschiedene Präventionsmaßnahmen aufzeigen, die helfen können, Jugendliche davor zu schützen drogenabhängig zu werden.

2.Definitionen

Zu Beginn möchte ich mich mit einigen Fragen und Definitionen zum Thema Drogen auseinander setzten. Zuerst stellt sich die Frage: Was genau ist eine Droge? Die Antworten der Fachliteratur auf diese Frage weichen zu Teilen voneinander ab. Ich möchte mich hier auf die Definition der WHO[1] stützen, da diese für mich am aussagekräftigsten und verständlichsten ist

“Drogen:sind jene psychotrope Substanzen bzw. Stoffe, die durch ihre chemische Zusammensetzung auf das Zentralnervensystem einwirken und dadurch Einfluss auf Denken, Fühlen, Wahrnehmung und Verhalten nehmen.“ (Stangl-Taller a)

Auch die Frage, ab wann Drogenmissbrauch vorliegt, wird unterschiedlich beantwortet. Es gibt Meinungen, nach denen Drogenmissbrauch erst vorliegt, wenn eine Substanz mehrmals zweckentfremdet benutzt wird, aber auch solche, die ab der ersten zweckentfremdeten Benutzung, von Drogenmissbrauch ausgehen. Die Definition auf die ich mich stützen möchte wurde von der WHO 1992 veröffentlicht.

„Drogenmissbrauch: Der Missbrauch liegt immer dann vor, wenn eine psychoaktive Substanz nicht ihrem Zweck entsprechend benutzt wird. Immer dann, wenn eine Droge oder ein Rauschmittel eingesetzt wird, um einen unliebsamen Gefühlszustand zum Verschwinden zu bringen, liegt Missbrauch vor. Dabei kann es sich sowohl um erlaubte (legale) als auch um verbotene (illegale) Suchtmittel handeln.“ (Stangl-Taller a)

Des Weiteren möchte ich noch kurz auf die Definition von Sucht zu sprechen kommen, welche am schwersten festzulegen ist. Die Frage, ab wann ein Mensch süchtig nach einer Substanz wird, ist schwer zu beantworten und ist abhängig von Faktoren wie dem physischen - und psychischen Zustand eines Menschen. Die WHO definiert Sucht 1992 als: „ ein krankheitswertiges Zustandsbild, das einer Behandlung bedarf. Der Abhängige nimmt bestimmte Substanzen (Drogen, Rauschmittel) ein, um sich durch deren Wirkung in einen anderen Bewusstseinszustand zu versetzen. Der Abhängige hat den überwältigenden Wunsch, den Suchtmittelgebrauch unter allen Umständen fortzusetzen und sich die Droge unter allen Umständen zu beschaffen. Der Abhängige neigt dazu, die Dosis der konsumierten Droge zu erhöhen“ (Stangl-Taller a)

Die WHO gibt weiterhin an, dass Drogensucht ein Prozess ist, bei dem der Konsument schleichend seine eigene Identität verliert, soziale Beziehungen aufgibt und die Gesundheit immer mehr in Mitleidenschaft gezogen wird.

3. Drogenarten

Drogen und Suchtmittel werden in verschiedene Kategorien eingeteilt. Die größte Untergliederung ist die, in legale und illegale Drogen. Die wichtigsten und am häufigsten gebrauchten Drogen werden kurz erläutert.

3.1 Legale Drogen

3.1.1 Medikamente

Benzodiazepine („Downers“) sind synthetisch hergestellte Substanzen, meist in Tablettenform, die eine entspannende, schlafanregende und angstmindernde, Funktion haben. Nebenwirkung bei Einnahme solcher Präparate können Störungen des Bewegungsablaufes, Verwirrtheit, veränderte Schlafgewohnheiten und oft ein emotionales Tief sein, nachdem die Wirkung der Tabletten nachgelassen hat. (Ulrich, 2000)

3.1.2 Zigaretten

Zigaretten bestehen aus bis zu 2000 verschiedenen Substanzen. Die hauptsächlich süchtig machende Substanz ist Nicotin, welches je nach Dosierung anregend oder auch beruhigend wirken kann. Nicotin verursacht im Körper eine Toleranzreaktion, welche eine ständige Dosissteigerung mit sich zieht.

Die Nebenwirkungen von den in Zigaretten enthaltenen Substanzen sind Magengeschwüre, Durchblutungsstörungen, Herz- und Gefäßkrankheiten sowie ein enorm erhöhtes Krebsrisiko. (Ulrich, 2000)

3.1.3 Alkohol

Alkohol ist die meistkonsumierte Droge unter Jugendlichen. Er hat eine enthemmende, berauschende Wirkung. In geringen Mengen schadet Alkohol dem Körper nicht, wird er jedoch regelmäßig in hohen Dosen zu sich genommen, können Vergiftungserscheinungen und irreperable Leberschäden auftreten. Wie bei Nicotin setzt bei regelmäßigem Genuss von Alkohol eine Toleranzreaktion des Körpers ein, welche eine Dosissteigerung nötig macht, um den gewünschten Effekt zu erreichen. (Washton & Zweben, 2006)

3.2 Illegale Drogen

Die Unterteilung von illegalen Drogen ist in der Literatur nicht eindeutig, ich stütze mich in meiner Unterteilung auf Pallenbach und Ditzel(2003), die illegale Drogen in drei Hauptgruppen untergliedern: Sedierende Drogen, Halluzinogene Drogen und Stimulierende Drogen.

[...]


[1] World Health Organization

Details

Seiten
16
Jahr
2007
ISBN (eBook)
9783640613007
ISBN (Buch)
9783640612949
Dateigröße
447 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v150092
Institution / Hochschule
Universität des Saarlandes
Note
1,7
Schlagworte
Jugendliche Drogen Präventionsmöglichkeiten

Autor

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    Leoni Zetter (Autor)

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