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Willensfreiheit im Kontext des menschlichen Glücksstrebens nach Thomas von Aquin

Zur Glückseligkeit verdammt oder frei, um glücklich zu sein?

Hausarbeit (Hauptseminar) 2010 29 Seiten

Philosophie - Philosophie des Mittelalters (ca. 500-1300)

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

A) EINLEITUNG
- Sinn und Ziel der Seminararbeit
- Quellenlage

B) HAUPTTEIL
1. Was ist Freiheit bzw. Freiwilligkeit?
1.1 Was ist der Mensch?
1.2 Was ist eine Handlung?
1.3 Was ist Freiwilligkeit?
1.4 Tabellarische Zusammenfassung
2. Der Wille im Kontext des menschlichen Glücksstrebens
2.1 Gibt es ein letztes Ziel?
2.2 Was ist das letzte Ziel?
2.2.1 Selbstverwirklichung
2.2.2 Das vollkommene Gut
2.2.3 Die Glückseligkeit
2.3 Worin besteht das letzte Ziel?
2.3.1 Gegenstand der Glückseligkeit
2.3.2 Gott, A und Ω des Menschen
2.4 Wie erlangt man das letzte Ziel?
2.4.1 Gott erkennen und lieben
2.4.2 Die Schau Gottes – Ursache der Glückseligkeit
2.4.3 Desiderium naturale
2.5 Zusammenfassung
3. Ist der Mensch frei?
3.1 Ist der Mensch an sich frei?
3.1.1 Naturnotwendigkeit und Determination
3.1.2 Willensfreiheit und Auto-Determination
3.2 Ist der Mensch nur relativ frei?
3.2.1 Determination der Mittel zum letzten Ziel
3.3 Ist der Mensch wirklich absolut frei?
3.3.1 Allgemeine Determination und konkrete Indetermination

C) SCHLUSS
I. Fazit
II. Philosophisch-Theologische Leistung

Literaturverzeichnis

A) EINLEITUNG

„Denn auf dich hin hast du uns gemacht,

und unruhig ist unser Herz, bis es ruht in dir.“[1]

(Hl. Augustinus)

- Sinn und Ziel der Seminararbeit

„Das letzte Ziel bewegt den Willen mit Notwendigkeit, da es das vollkommene Gut ist.“ „Und da das Fehlen eines beliebigen Gutes etwas nicht Gutes ist, ist nur dasjenige Gut, das vollkommen ist und dem nichts fehlt, ein solches Gut, das der Wille nicht nicht wollen kann, und das ist die Glückseligkeit.“[2]

In seiner Summa Theologica findet Thomas von Aquin in der „Glückseligkeit“ nicht nur eine klare Antwort auf die Frage nach dem Sinn und Ziel des Lebens, sondern er behauptet dazu, dass der Mensch sogar „mit Notwendigkeit“ von diesem letztem Ziel bewegt wird, da er es „nicht nicht -wollen kann“.

Auf den ersten Blick könnte es also scheinen, dass der Mensch gar nicht frei, sondern determiniert, d.h. für ein letztes Ziel vorherbestimmt sei. Folglich könnte man fragen: „Ist der Mensch dann noch frei oder nur wie ein Pfeil, der auf die Zielscheibe der Glückseligkeit geschossen wird? Ist er zur Glückseligkeit verdammt?“

Sinn und Ziel dieser Seminararbeit soll also eine Antwort auf die Frage sein, ob der menschliche Wille nach Thomas Konzept an sich frei ist und wenn ja, ob er dann absolut frei ist (und selbst ein letztes Ziel wählen kann), oder ob er nur relativ frei ist und lediglich die Art und Weise (die Mittel zum Zweck) wählen kann, wie er das letzte Ziel erreicht.

Dazu soll zunächst (Kap. 1) gefragt werden, was Thomas genau unter „Freiheit“ bzw. „Freiwilligkeit“ versteht, dann (Kap. 2) soll der Wille im Gesamtkontext des menschlichen Glücksstrebens untersucht werden, um schließlich (Kap. 3) die Ausgangsfrage zu beantworten.

- Quellenlage

Als Primärquelle dienen die entsprechenden Questiones aus der Summa Theologica, Prima Secundae (I-II), Questiones 1-10.

B) HAUPTTEIL

1. Was ist Freiheit?

Bevor Thomas beantworten kann, was Freiheit bzw. Freiwilligkeit ist und ob der Mensch frei ist, muss er erstmal klären, was der Mensch ist.

1.1 Was ist der Mensch?

Was ist der Mensch, was für ein Wesen hat er und was macht ihn (im Vgl. zu anderen Wesen) spezifisch als Menschen aus?

„Der Mensch unterscheidet sich aber von den anderen, unvernünftigen Geschöpfen darin, dass er der Herr seiner Handlungen ist. […] Der Mensch ist aber Herr seiner Handlungen durch die Vernunft und den Willen, weshalb man auch sagt, die Entscheidungsfreiheit [liberum arbitrium] sei eine Fähigkeit des Willens und der Vernunft.“[3]

Die zwei anthropologischen Grundkonstanten des menschlichen Wesens sind also nach Thomas „Vernunft und Wille“, die ihm das sog. „liberum arbitrium“ (= Entscheidungsfreiheit) verleihen und ihn dadurch zum „Herrn seiner Handlungen“ machen. Der Mensch ist also ein Vernunftwesen, das Herr seiner Handlungen ist.

Was aber ist unter „handeln“ bzw. „Handlung“ genauer zu verstehen?

1.2 Was ist eine Handlung?

Thomas spezifiziert „eigentlich menschliche“ Handlungen genauer:

„Es werden also jene Handlungen als eigentlich menschlich bezeichnet, die aus dem überlegten Willensentschluss hervorgehen. […] Der Gegenstand des Willens ist aber das Ziel und das Gut. Deshalb müssen alle menschlichen Handlungen wegen eines Zieles geschehen.“[4]

Es ist also wesentlich für eine spezifisch menschliche Handlung, wissentlich und willentlich zu geschehen, nämlich „um eines Zieles willen“, d.h. also Handlungen sind bewusste, gewollte und „zielgerichtete“ Bewegungen.[5]

Wenn Handlungen also willentlich sind, was sind dann frei -willige Handlungen?

1.3 Was ist Freiwilligkeit?

Eine freiwillige Handlung muss nach Thomas drei bzw. vier Kriterien erfüllen:

(1) Innerer Ursprung

a) Widernatürlich

„Wenn nämlich ein Stein aufwärts bewegt wird, ist der Ursprung dieser Bewegung außerhalb des Steines“[6]

Ein Stein kann nicht durch sich selbst (widernatürlich) aufwärts bewegt werden, sondern nur durch einen äußeren Ursprung. Eine Bewegung, die aber einen äußeren Ursprung hat, kann unmöglich freiwillig sein. Also muss eine freiwillige Bewegung einen inneren (natürlichen) Ursprung haben.

b) Natürlich

„wenn er sich aber abwärts bewegt, ist der Ursprung dieser Bewegung im Stein selbst.“[7]

Ein Stein, der sich (natürlich) abwärts bewegt, hat zwar den Ursprung seiner Bewegung in sich selbst (durch die Schwerkraft), aber nicht durch seinen Willen. Deswegen reicht der innere Ursprung allein für Frei- willigkeit nicht aus.

(2) Innerer Ursprung um eines Zieles willen

a) Passiv

„Von den Dingen aber, die von einem inneren Ursprung bewegt werden, bewegen einige sich selbst, andere aber nicht.“[8] „Weil nämlich alles Handelnde bzw. Bewegte um eines Zieles willen handelt bzw. bewegt wird […] werden diejenigen Dinge vollkommen von einem inneren Ursprung bewegt, bei denen nicht nur ein innerer Ursprung der Bewegung, sondern einer der Bewegung auf ein Ziel hin vorliegt.“[9]

Thomas unterscheidet zwei Arten von inneren (natürlichen) Ursprüngen, nämlich einen unvollkommenen, bei dem nur „eine (passive) Bewegung“ vorliegt und einen vollkommenen, bei dem „eine (aktive) Bewegung auf ein Ziel hin “ vorliegt.

„Dazu aber, dass etwas wegen eines Zieles geschehen kann, muss es eine irgendwie geartete Erkenntnis dieses Ziels geben. […] Was aber keine Kenntnis des Ziels hat, hat, auch wenn der Ursprung einer Handlung oder Bewegung in ihm selbst liegt, dennoch nicht den Ursprung des Handelns oder Bewegtwerdens um eines Zieles willen in sich selbst, sondern in etwas anderem, von dem ihm die Ursache seiner Bewegung zum Ziel hin eingeprägt wird. Deshalb sagt man von solchen Dingen nicht, dass sie sich selbst bewegen, sondern dass sie von anderem bewegt werden.“[10]

Auch wenn sich der abwärts rollende Stein um eines Zieles willen bewegt, liegt der Ursprung der Zielsetzung (= der „Einprägung des Ziels“) nicht im Stein, da er keine „Kenntnis vom Ziel“ hat, sondern außerhalb des Steins. Er wird also (passiv) bewegt.

b) Aktiv

Das erste Mal, dass Thomas von einer „freiwilligen“ Handlung spricht, ist, wenn der innere Ursprung „vollkommen“ ist, d.h. wenn nicht nur die „Bewegung“, sondern auch die (aktive) „Bewegung um eines Zieles willen “ von innen kommt.

„Von denjenigen Dingen aber, die Kenntnis des Zieles besitzen, sagt man, dass sie sich selbst bewegen, weil in ihnen nicht bloß der Ursprung des Handelns, sondern auch der Ursprung des Handelns um eines Zieles willen vorliegt. Und daher, da in diesem Fall beides von einem inneren Ursprung kommt, nämlich dass sie handeln und dass sie wegen eines Zieles handeln, nennt man deren Bewegung und Handlung freiwillig; Das Wort ‚freiwillig’ [voluntarii] besagt nämlich, dass die Bewegung und die Handlung aus eigener Neigung [propria inclinatione] erfolgen.“[11]

Wenn die Handlung also aus einer „eigenen Neigung“ des Willens zum (von der Vernunft) erfassten Ziel hervorgeht, ist sie frei-willig.

„Und daher kommt es, dass ‚freiwillig’ […] nicht einfach das heißt, dessen Ursprung innerlich ist, sondern dass Wissen [scientiae] hinzugefügt werden muss.“[12]

Aber dennoch bedarf dieses „Wissen“ einer weiteren notwendigen Spezifizierung.

(3) Innerer Ursprung um eines erkannten Zieles willen

a) (Unvollkommene) „Erfassung“ des Zieles

„Unvollkommen ist die Kenntnis [cognitio] des Zieles, welche nur im Erfassen [apprehensione] des Zieles besteht, ohne dass dessen Wesen als Ziel oder das Verhältnis der Handlung zu diesem Ziel erkannt wird. Und solche Erkenntnis des Zieles gibt es bei den unvernünftigen Lebewesen durch die Sinne und die natürliche Urteilskraft.“[13]

Auch Tiere „erfassen“ durch ihre natürlichen „Sinne“ das Ziel, jedoch ohne sein Wesen und ihren Bezug zu ihm vollkommen zu „erkennen“, was bedeutet, dass sie über ihre Handlungen „nicht überlegen“ und folglich nicht anders handeln können:

„Das seinen Begriff nur unvollkommen erfüllende Freiwillige folgt aber aus der unvollkommenen Erkenntnis des Zieles. Hier überlegt man nämlich bei der Erfassung des Ziels nicht, sondern bewegt sich sogleich darauf zu.“[14]

Daher handeln Tiere nach Thomas nicht vollkommen = nicht wirklich frei -willig.

b) (Vollkommene) „Erkenntnis“ des Ziels

„Die vollkommene Erkenntnis des Zieles liegt vor, wenn nicht nur die Sache, die das Ziel ist, erfasst wird, sondern auch das Wesen des Zieles [ratio finis] erkannt wird [cognoscitur] sowie das Verhältnis dessen, was auf das Ziel hingeordnet ist, zu ihm erkannt wird.“[15]

Der Mensch erkennt also dank seiner Vernunft (und nicht nur durch seine Sinne) das Wesen des Zieles und seinen Bezug zu ihm „vollkommen“, was einen absoluten Unterschied mit sich bringt:

„Das vollkommen seinen Begriff erfüllende Freiwillige folgt also aus der vollkommenen Erkenntnis des Zieles. Hat man nämlich das Ziel (so) erfasst, kann man – aufgrund der Überlegung bezüglich des Zieles und der Mittel zum Ziel – sich nämlich entweder zum Ziel bewegen oder nicht. […] „Deshalb kommt das vollkommen Freiwillige nur der vernünftigen Natur zu, das unvollkommen Freiwillige aber auch den unvernünftigen Tieren.“[16]

Hier liefert Thomas endlich das entscheidende Kriterium für Freiheit: Erst vollkommene Erkenntnis des Ziels ermöglicht vollkommene Freiwilligkeit und Entscheidungsfreiheit, d.h. die Möglichkeit, sich selbst für oder gegen das Ziel entscheiden zu können. (Das meint „Herr“ seiner Handlungen sein.)

Ist die mögliche Alternative aber ein zusätzliches Kriterium für Freiwilligkeit?

(4) Das Prinzip der möglichen Alternative

Scheinbar ist das Prinzip der möglichen Alternative für die Willensfreiheit unbedingt notwendig, denn es kann z.B. sein, dass der Mensch, wenn er keine andere Wahl und Möglichkeit hat, etw. tun muss, was er gar nicht (tun) will.[17]

Thomas unterscheidet aber zwei Arten von Willensakten, nämlich das „Wollen“ selbst, das vom Willen „hervorgebracht“ [elicitus] wird und den „Akt“ des Willens, d.h. die Handlung, die vom Willen „befohlen“ [imperatus] wird (wie laufen, sprechen, etc.) und teilt das Prinzip der mögl. Alternative in zwei (!) Bereiche:

„Soweit es also um vom Willen befohlene Handlungen [actus a voluntate imperatos] geht, kann der Wille insofern Gewalt erleiden als äußere Glieder durch Gewalt gehindert werden können, den Befehl des Willens auszuführen. Aber soweit es sich um den eigentlichen Akt des Willens selbst [proprium actum voluntatis] handelt, kann ihm keine Gewalt angetan werden.“[18]

Der Mensch kann also gezwungen werden, etw. zu tun, aber nicht, etw. zu wollen, so dass er ohne eine äußere Handlungs-Alternative zwar nicht (mehr) „Herr seiner Handlungen “ ist, aber dennoch „Herr seines Willens “ bleibt, da ihm das „liberum arbitrium“, d.h. die Entscheidungsfreiheit und innere Alternative, „etw. selbst zu wollen oder nicht“, immer wesenhaft gegeben ist.[19] Die Willensfreiheit ist also (im Ggs. zur Handlungsfreiheit) wesenhaft unantastbar und unzerstörbar, d.h. der Mensch hat von Natur aus einen freien Willen.[20]

Das führt zum Schlüsselsatz im thomistischen Begriff der Unfreiwilligkeit:

„Es ist nämlich dem Freiwilligem und Natürlichem gemeinsam, dass beides einen inneren Ursprung hat; das Gewaltsame aber hat einen äußeren Ursprung. […] Was aber gegen die Natur ist, wird unnatürlich genannt, und ebenso wird, was gegen den Willen ist, unfreiwillig genannt. Deshalb verursacht Gewalt Unfreiwilliges [involuntarium].“[21]

Wenn man also zu einer Tat gezwungen wird, dann ist die Tat nicht (primär) deswegen unfrei, weil man keine andere (äußere) Wahl und Möglichkeit hat, sondern weil sie gegen den Willen und die eigene Neigung [inclinatio] ist und deswegen ihren Ursprung nicht im Inneren des Handelnden (als eigene Neigung) hat, sondern außerhalb – und daher gegen das 1. Kriterium für Freiwilligkeit verstößt.

Damit stellt Thomas ganz dezidiert seinen Begriff für Freiheit auf: Willensfreiheit besteht nicht im Prinzip der möglichen Handlungs-Alternative, sondern in der inneren Möglichkeit, etw. selbst wollen zu können oder nicht, so dass unfreiwillig nur das ist, was gegen den eigenen Willen ist.

Also ist nach Thomas das Prinzip der möglichen Alternative nur bedingt ein zusätzliches Kriterium für Freiheit, da es auch Freiwilligkeit ohne mögliche Alternative geben kann, wenn nämlich das einzig mögliche Ziel selbst gewollt ist. Und das ist entscheidend.[22]

1.4 Tabellarische Zusammenfassung

Unfreiwilligkeit und Freiwilligkeit nach Thomas von Aquin:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2. Der Wille im Kontext des menschlichen Glücksstrebens

Bisher wurde festgestellt, dass der Mensch einen freien Willen hat. Um aber klären zu können, ob der Mensch in seinem Lebenskontext frei ist, muss erst geklärt werden, warum und wozu der Mensch eigentlich lebt, handelt und überhaupt etw. will, also 1. ob es überhaupt einen Sinn, d.h. ein letztes Ziel, im Leben des Menschen gibt und 2. wenn ja, was es ist, 3. worin es besteht und 4. wie es erlangt wird.

[...]


[1] Augustinus, Bekenntnisse, 1. Buch, I.1

[2] Alle Thomas Zitate entspringen – sofern nicht anders vermerkt – einer Arbeitsübersetzung der Summa Theologica, Prima Secundae (I-II), mit der lateinischen Textgrundlage der „Editio Leonina Romae 1888“. Hier: q.10, a.2 ad 3 und q.10, a.2 co.

[3] q.1, a.1 co.

[4] ebd.

[5] Im Ggs. zu „den Arm oder Fuß unbewusst zu bewegen“ oder „sich am Bart kratzen“, etc.

[6] q.6, a.1 co.

[7] ebd.

[8] ebd.

[9] ebd.

[10] ebd.

[11] ebd.

[12] ebd.

[13] q.6, a.2 co.

[14] ebd.

[15] ebd.

[16] ebd.

[17] Wenn z.B. ein mächtiger Tyrann eine schöne Frau bedrohen und zwingen würde, ihn zu heiraten, wäre die Heirat, die von ihr selbst (1) um eines erkannten (3) Zieles willen (2) geschieht, dennoch nicht freiwillig.

[18] q.6, a.4 co.

[19] Der Tyrann kann die Frau zwingen, ihn zu heiraten, aber nicht, ihn zu lieben. Darin bleibt sie frei.

[20] Auch wenn zwei konkurrierende Neigungen (Geist – Fleisch) zugleich im Menschen auftreten, ist das kein Widerspruch zur prinzipiellen Willensfreiheit, „da sich der Wille durch die Begierde dahin neigt, das zu wollen, was [sc. vom Willen selbst] begehrt wird“ (q.6, a.7 co.).

[21] q.6, a.5 co.

[22] Die Tyrannenheirat wäre also nicht unfreiwillig (!), wenn die Frau den Tyrannen – z.B. aus Macht- und Habgier – auch selbst heiraten will (auch wenn sie es müsste und keine andere Wahl hätte).

Details

Seiten
29
Jahr
2010
ISBN (Buch)
9783640615452
Dateigröße
649 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v150025
Institution / Hochschule
Eberhard-Karls-Universität Tübingen – Kath.-Theol. Fakultät, Lehrstuhl für philosophische Grundfragen der Theologie
Note
1,0
Schlagworte
Glück Glückseligkeit Thomas Thomas von Aquin Sinn des Lebens Ziel des Lebens Willensfreiheit Freiheit Glücksstreben Freiwilligkeit Sinn Ziel Notwendigkeit Determinismus Indeterminismus determiniert nicht determiniert frei verdammt Gott A und O des Lebens Gotteserkenntnis und -liebe als Sinn des Lebens

Autor

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Titel: Willensfreiheit im Kontext des menschlichen Glücksstrebens nach Thomas von Aquin