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Wie frage ich nach dem Weg? Englischunterricht Klasse 5

Working with functions: Asking and telling the way

von Florian Schwarze (Autor) Arnika Fenselau (Autor)

Unterrichtsentwurf 2007 25 Seiten

Englisch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwissenschaft

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Sachanalyse

2. Didaktische Analyse
2.1 Begründung der Lernaufgabe/Lehrplanbezug
2.2 Bedeutsamkeit des Unterrichtsinhalts für die Lernenden
2.3 Schwierigkeitsanalyse und didaktische Reduktion
2.4 Einbettung der Stunde in die Unterrichtseinheit

3. Vorraussetzungen für den Unterricht
3.1 Innere Vorrausetzungen
3.2 Äußere Voraussetzungen

4. Lernziele
4.1 Ziel der Unterrichtseinheit
4.2 Ziel der Unterrichtsstunde
4.3 Feinziele

5. Methodische Analyse
5.1 Einstiegsmöglichkeiten:
5.2 Artikulation
5.3 Sozial- und Aktionsformen
5.4 Medien und Materialien
5.5 Mögliche Schwierigkeiten
5.6 Unterrichtsprinzipien
a) Prinzip der Erfolgssicherung
b) Prinzip der Strukturierung
c) Prinzip der Veranschaulichung

6. Geplanter Verlaufsplanung

7. Literaturverzeichnis
Lehrplan
Bildungsstandards
Lehrwerk:
Fachliteratur / allgemein:

1. Sachanalyse

Die folgende Sachanalyse erfolgt in Anlehnung an Mindt[1]. Es werden Redemittel zur Realisierung der Sprechsituation „asking and telling the way“ dargestellt. Diese Redemittel sind speziellen Sprachfunktionen zugeordnet, die in folgender Abstufung beschrieben werden:[2]

- sich verabschieden,
- danken,
- um Hilfe bitten und Hilfe anbieten. In diesem Kontext: Informationen erfragen und geben.

Eine Zusammenstellung und Beschreibung der Redemittel für die genannte Sprechsituation erfolgt unter Berücksichtigung folgender Aspekte:

1) Darstellung der Schriftformen,
2) Zuordnung der einzelnen Redemittel zu Stilebenen/Register:
- informell/neutral/formal,
3) Zuordnung der einzelnen Redemittel zu Sprecherrollen/Hörerrollen,
4) Zuordnung der Redemittel zu Situationen (Berücksichtigung von Ort und Umgebung),
5) Beschreibung der Themenbereiche für einzelne Redemittel,
6) Gruppierung der Redemittel nach den Kriterien:
- linguistisch einfacher/linguistisch komplexer,
- elementares/erweitertes Sprachfertigkeitsniveau,
7) Nennung interlingualer Interferenzursachen,
8) Darlegung von Intonationsmustern.

In den folgenden Tabellen werden Sprachfunktionen mit ihren möglichen Redemitteln in abgestufter Form unter Berücksichtigung der Faktoren linguistische Komplexität, Sprachfertigkeitsniveau und Stilebene untergliedert.[3] Redemittel, die in dieser Stunde verwendet werden, sind orange markiert. Im Rahmen dieser Darstellung werden die oben genannten Aspekte 1-6 berücksichtigt.

1-6) Analyse von Sprachfunktionen und ihrer zugehörigen Redemittel

Darstellung 1

Redemittel für die Sprachfunktion „sich verabschieden“.

Sprecherrollen: Ortsunkundiger und Ortskundiger am Ende des Gesprächs.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Darstellung 2

Redemittel für die Sprachfunktion “sich bedanken”.

Sprecherrolle: Ortsunkundiger, nachdem er die Information erhalten hat.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Darstellung 3

Redemittel für die Sprachfunktion „Information erfragen bzw. nach dem Weg fragen“.

Sprecherrolle: ortsunkundige Person, die sich nach dem Weg erkundigt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Darstellung 4

Redemittel für die Sprachfunktion “Information geben bzw. Weg beschreiben“.

Sprecherrolle: ortskundige Person, die bereit ist, die gewünschte Auskunft zu erteilen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Darstellung 5

Redemittel für die Sprachfunktion “Information geben bzw. Ortsangaben machen“.

Sprecherrolle: ortskundige Person, die bereit ist, die erwünschte Auskunft zu geben.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Innerhalb des jeweiligen Sprachfertigkeitsniveaus findet eine Steigerung der linguistischen Komplexität statt.[4]

Die obige Darstellung ergibt, dass die in der Stunde verwendeten Redemittel teils ein elementares, teils aber auch ein erweitertes Sprachfertigkeitsniveau aufweisen. Bis auf eine Ausnahme, bei den Redemitteln für die Sprachfunktion „sich bedanken“, können sie zudem der neutralen Stilebene zugeordnet werden.

7) Interlinguale Interferenz/interlingualer Transfer

a) Bei Straßennamen wird im Englischen kein Artikel verwendet.

It’s in Parliament Street. Turn right into Parliament Street.

Hier besteht auf grammatikalischer Ebene die Möglichkeit der interlingualen Interferenz bei der Verwendung der Redemittel für Wegbeschreibungen, denn im Deutschen erfolgt die Verwendung von Straßennamen mit Artikel. Biegen Sie rechts in die Parlamentstraße ein.

b) Die oben beschriebene interlinguale Interferenz ist ebenso zu erwarten für die in der gezeigten Stunde zu verwendende Gebäudebezeichnung St. Peter’s Church. Durch Interferenz mit der Muttersprache werden die Lernenden versucht sein, Sätze wie * Can you tell me the way to the St. Peter’s Church? zu bilden. (Der Asterix * bezeichnet eine fehlerhafte Sprachäußerung.)

8) Betonungsschema und Intonationsmuster

„Can you tell me the way to...?”, stellt eine Entscheidungsfrage dar und muss deshalb mit der für diesen Fragetyp typischen steigenden Intonation gesprochen werden. Bei der Aussprache von „can“ ist in diesem Zusammenhang auf die schwache Form [ ] zu achten.

2. Didaktische Analyse

2.1 Begründung der Lernaufgabe/Lehrplanbezug

Das Grobziel der Stunde ergibt sich aus der Forderung des Lehrplans, dass „die Schülerinnen und Schüler durch die Vermittlung geeigneter Redemittel in die Lage versetzt werden, sich in unterschiedlichen Situationen angemessen auszudrücken.“[5] Die Lernenden sollen u.a. folgende Redemittel verstehen und verwenden können: „jemanden begrüßen und ansprechen, sich verabschieden, Informationen erfragen, Verstehen und Nichtverstehen ausdrücken, Danken und auf Dank reagieren, Aufmerksamkeit erbitten, Vorschläge machen und Meinungen äußern...“[6]. Ein Teil der notwendigen Redemittel zu den oben genannten Redeabsichten werden in der gezeigten Stunde vermittelt und geübt. Sie haben wie im Lehrplan gefordert einen „hohen Gebrauchswert“ und entsprechen vom Anforderungsniveau her „einer mittleren Sprachebene“.[7] Laut Lehrplan sollen Redemittel in der Orientierungsstufe gelernt werden wie „Makrolexeme“, da sie oft aus Strukturen bestehen, die „erst zu einem späteren Zeitpunkt bewusst gemacht werden.“[8] In der gezeigten Stunde entspricht das Erlernen der Redemittel im Rahmen von Sätzen eines Dialogs, diesem Erlernen von Redemitteln als „Makrolexeme“.

Im Bereich Grammatik fordert der Lehrplan für die Orientierungsstufe das Kennen und Verwenden des Imperativs als einem von verschiedenen grammatischen Phänomenen.[9]

Die Lernenden verwenden bei ihren Wegbeschreibungen wie vom Lehrwerk vorgegeben die Verben in der Form des Imperativs. Dies befähigt sie „...Aufforderungen in bejahter Form...(zu) verstehen und (zu) formulieren.“[10]

Die heutige Stunde entspricht den Forderungen des Lehrplans im Bereich Grammatik insofern, als dass „Strukturen als beherrscht nachgewiesen (werden), dass man sie im Text versteht und bei der eigenen Sprachproduktion in richtiger Funktion verwendet...[11] Hier besteht der Bezug zu den Teilzielen.

[...]


[1] Vgl. Mindt, S. 210

[2] Vgl. Mindt, 212 und Lehrplan, S.21

[3] Vgl. Mindt, S. 212

[4] Vgl. Mindt, S. 213

[5] Lehrplan RLP, S.21

[6] Ebd.

[7] Ebd.

[8] Ebd.

[9] Lehrplan, S. 19

[10] Vgl. Bildungsstandards, S. 15

[11] Lehrplan, S.18

Details

Seiten
25
Jahr
2007
ISBN (eBook)
9783640870967
ISBN (Buch)
9783640870929
Dateigröße
580 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v149137
Institution / Hochschule
Universität Koblenz-Landau – Anglistik
Note
1,7
Schlagworte
Way Ask tell speak Englisch English Unterrichtsstunde Langplanung descripe beschreibe

Autoren

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