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Vergleich der Auswirkungen der Erdöl- und Erdgasförderung auf die Innen- und Außenpolitik ausgewählter Länder Lateinamerikas

Hausarbeit (Hauptseminar) 2009 27 Seiten

Politik - Internationale Politik - Region: Mittel- und Südamerika

Leseprobe

Gliederung

Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitung

2. Vergleich zwischen vier Ländern Lateinamerikas hinsichtlich der Auswirkung der Erdöl- und Erdgasförderung auf ihre Innen- und Außenpolitik
2.1. Historische und politische Entwicklung
2.1.1. Mexiko
2.1.2. Venezuela
2.1.3. Brasilien
2.1.4. Bolivien
2.2. Überblick über die aktuelle Erdöl- und Erdgasindustrie der vier Länder
2.2.1. Wichtige Begrifflichkeiten
2.2.2. Gesamtüberblick über die Bedeutung Lateinamerikas im Bezug auf die Erdöl- und Erdgasvorkommen
2.2.3. Lagerstätten, Reserven und Export in Mexiko
2.2.4. Lagerstätten, Reserven und Export in Venezuela
2.2.5. Lagerstätten, Reserven und Export in Brasilien
2.2.6. Lagerstätten, Reserven und Export in Bolivien
2.3. Auswirkung der Erdölförderung auf die Wirtschaft
2.3.1. Bedeutung der Erdöl- und Erdgasindustrie für das Bruttoinlandprodukt
2.3.2. Nutzung der Einnahmen
2.4. Auswirkungen der Petro- Industrie auf die Innenpolitik
2.4.1. Mexikos Innenpolitik
2.4.2. Boliviarismus in der Innenpolitik Venezuelas
2.4.3. Wirtschaftswachstum und soziale Ungleichheit in Brasilien
2.4.4. Politikwende in Bolivien
2.5. Auswirkungen auf die Außenpolitik der einzelnen Länder
2.5.1. Mexikos Abhängigkeit von den USA
2.5.2. Boliviarismus in der Außenpolitik Venezuelas
2.5.3. Brasiliens Welt- und Lateinamerikapolitik
2.5.4. Außenpolitik Boliviens

3. Schluss

Bibliographie

Internetquellen

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

„Gemessen aber an der Größe des Subkontinents mit etwa 20 Millionen Quadratkilometern, einer halben Milliarde Einwohner und seinem immensen – noch nicht ausgeschöpften – Wirtschaftspotential spielt die Region global nach wie vor eine beinahe marginale Rolle.“ (Schweda, 2008: S. 1)

Wenn heute von globalen Wirtschaftszentren oder von neuen „Wirtschaftssupermächten“ gesprochen wird, dann wird häufig der amerikanische Kontinent südlich des Rio Grande nicht berücksichtigt. Die Länder Lateinamerikas sind für viele Europäer und US- Amerikaner noch immer Entwicklungsländer und spielen in der Globalisierung nur eine untergeordnete Rolle. Erst mit dem Auftreten neuer politischer Denkrichtungen, der Wahl linksgerichteter Regierungschefs und der Ausnutzung von vorhandenen Energierohstoffen als politische Machtfaktoren, hat es Lateinamerika auf die Agenda der Industrieländer zurückgebracht. Zu diesem Umschwung in der Wahrnehmung haben auch das wiedererwachte Interesse Russlands und die Rohstoffpolitik der Volksrepublik China maßgeblich beigetragen. Sowohl die USA als auch die Europäische Union sind daher bestrebt die eigenen Beziehungen zu den lateinamerikanischen Ländern zu verbessern und gleichzeitig die Staaten wirtschaftlich einzubinden. Eine zunehmend größere Rolle im Bereich der internationalen Politik spielt, wie wir im Januar 2009 am Beispiel des Gasstreits zwischen der Ukraine und Russland, gesehen haben, die langfristige Versorgungssicherheit mit fossilen Energieträgern. Da die entwickelten Industriestaaten über nur geringe Vorkommen an Erdöl und Erdgas verfügen sind sie in Zukunft auf die Erschließung neuer Bezugsquellen angewiesen. Lateinamerika kann in diesem Kontext eine wichtige Rolle in der globalisierten Energie- und Rohstoffpolitik spielen. Den Zusammenhang zwischen (Energie-) Rohstoffen und politischer Entwicklung soll diese Arbeit anhand von vier ausgewählten Ländern Lateinamerikas aufzeigen. Zuerst ist jedoch eine Eingrenzung Lateinamerikas, ein Überblick über die gesellschaftliche und politische Entwicklung und eine Abschätzung des tatsächlichen Potentials der Region im Bereich Erdgas und Erdöl nötig. Geographisch ist Lateinamerika schwer einzugrenzen. Mexico und die mittelamerikanischen Staaten gehören eigentlich zum nordamerikanischen Kontinent und werden häufig in der Literatur auch nicht als lateinamerikanisch aufgeführt. Da die vorliegende Arbeit aber vor allem Zusammenhänge im politischen und wirtschaftlichen Bereich unter Einschluss Mexikos aufzeigen soll, werden alle Länder mit Luso- oder Iberoamerikanischen Hintergrund als lateinamerikanischen Staaten zusammengefasst. Sowohl in der Politik, als auch in der Wirtschaft sind bereits eine große Anzahl an Versuchen gestartet worden die Länder des Subkontinents nach Vorbild der europäischen Staaten zu einen und stärker untereinander zu vernetzen.

2. Vergleich zwischen vier Ländern Lateinamerikas hinsichtlich der Auswirkung der Erdöl- und Erdgasförderung auf ihre Innen- und Außenpolitik

2.1. Historische und politische Entwicklung

Der Begriff Lateinamerika geht auf die gemeinsame koloniale Vergangenheit Mittel- und Südamerikas zurück. Sowohl spanisch als auch portugiesisch sind Sprachen lateinischen Ursprungs und daher eng miteinander verwandt. Die enge Verbindung zwischen Spanien und Portugal zu den Ländern in Mittel- und Südamerika ist auch heute noch von großer wirtschaftlicher und politischer Bedeutung. Neben Politik und Wirtschaft sind starke Verflechtungen in den kulturellen Bereichen, wie Religion[1], Identität und Lebensgefühl zwischen allen Staaten Süd- und Mittelamerikas und den europäischen Kolonialländern der iberischen Halbinsel noch heute von Bedeutung. Die gemeinsame koloniale Vergangenheit hat aber auch eine große Zahl an potentiellen Konflikten hinterlassen, die in den vergangenen Jahrhunderten auch schon zu mehreren Kriegen zwischen einzelnen Staaten Lateinamerikas geführt hat und bisher in vielen Fällen noch nicht endgültig gelöst werden konnten.

2.1.1. Mexiko

Mexiko ist ebenso wie die anderen Staaten Nord- und Südamerikas durch seine indianischen Wurzeln besonders geprägt. Noch heute spielt die Vergangenheit eine große Rolle in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft[2]. Dennoch war vor allem hier der Einfluss der Europäer in den vergangenen Jahrhunderten besonders groß. Sowohl die Spanier, als auch Franzosen und Engländer versuchten in dem strategisch wichtigen Land Einfluss zu behalten bzw. zu gewinnen. Mitte und Ende des 19. Jahrhunderts begannen sich dann die USA verstärkt für ihr Nachbarland zu interessieren und drängten das Land in die heutigen Grenzen zurück. Diese Einmischungen von außen behinderten und verzögerten lange Zeit die politische und wirtschaftliche Entwicklung des Landes. Die ständigen inneren Schwierigkeiten hatten am Beginn des 20. Jahrhunderts einen Bürgerkrieg, mit fast einer Millionen Toten und eine Revolution zur Folge. Mit der Entdeckung großer Ölfelder in Texas Ende des 19. Jahrhunderts, wurden auch bald im Norden Mexikos erfolgreich Explorationen durchgeführt. Die Förderung von Erdöl begann aufgrund der Nähe zu den USA und einer hervorragenden Qualität des Öls bereits Anfang des 20. Jahrhunderts. Die Ölförderung in Mexiko war vor allem in Zeiten der Revolution und politischer Instabilität großen Schwankungen unterworfen[3]. Erst mit der Einkehr von relativ stabilen politischen und wirtschaftlichen Verhältnissen konnte auch die Ölförderung ausgeweitet werden und erreichte dann in den 1970er Jahren wieder den Stand von 1921/22. (vgl. Erdmann, 1995: S. 175 – 178). Der enorme Kapitalbedarf bei der Entwicklung von Öl - und Gasfeldern und der Preisverfall für Erdölprodukte führte in den 1970er und 1980er Jahren zu einer Öffnung des petrochemischen Sektors und zur Beteiligung von ausländischen Unternehmen. Mexiko ist es dennoch gelungen große Teile der Förderung und Verarbeitung in den Händen des mexikanischen Unternehmens PEMEX zu behalten und außerdem aktiv die Geschäftspolitik dieses Unternehmens zu beeinflussen. Durch den starken Preisanstieg des Erdöls konnte Ende der 1970er Jahre ein Wirtschaftsboom ausgelöst werden, der jedoch 1982 nach dem Einbruch des Ölpreises in einem Staatsbankrott mündete. Durch die Hilfe des IWF und durch Liberalisierung der Wirtschaft gelang es Mexiko allerdings bald wieder die Wirtschaft zu stabilisieren und nach dem Beitritt zur GATT auch mit den USA und Kanada die NAFTA[4] zu vereinbaren. Die Bevölkerungsstruktur Mexikos zeigt bereits starke Tendenzen zu Homogenisierung. Mehr als drei Viertel der Bevölkerung sind Mestizen. Eine Ethnisierung von Konflikten ist daher nur noch in gewissen Regionen, mit starken indigenen Minderheiten, wie Chiapas oder auf Yucatan möglich (vgl. Albrecht/von Baratta/ Kobert/ Lotz/ Manig/ Unger – Kunz, 2006: S. 253 – 254). Die Regierungspolitik Mexikos stand bis zum Jahr 2000 vor allem unter der Vorherrschaft der PRI, einer Parteienvereinigung aus der Revolutionszeit Anfang des 20. Jahrhunderts. Erst mit dem Wahlsieg der Partei der nationalen Aktion und ihrem Präsidentenkandidaten Vicente Fox gelang es das Regierungsmonopol der PRI zu brechen (vgl. Huffschmid, 2006: S. 32). Mexiko ist heute durch seine große Bevölkerungszahl, seine Einbindung in die NAFTA, seinem großen Rohstoffpotential und seiner exponierten, strategischen Lage einer der wichtigsten lateinamerikanischen Staaten.

2.1.2. Venezuela

Wie die meisten lateinamerikanischen Länder wurde Venezuela bereits Anfang des 19. Jahrhunderts vom spanischen Mutterland unabhängig. Eine wichtige Rolle im Kampf gegen die spanischen Kolonialherren spielte Simon Bolivar, der das Ziel verfolgte Südamerika in einem Staat zu vereinen. Auch heute wird diese Identitätsfigur noch von großen Teilen der Bevölkerung verehrt und dient politischen Eliten um Präsident Hugo Chavez als politisches Vorbild[5] (vgl. Twickel, 2006: S. 54 – 58). Die Bevölkerung Venezuelas ist durch die Vermischung von europäischen Einwanderern, indigener Bevölkerung und ehemaligen schwarzen Sklaven gekennzeichnet. Vor allem in den Ballungszentren entlang der Küste ist diese Vermischung weit fortgeschritten. Heute bilden Weiße und indigene Bevölkerung kleine Minderheiten, die sich vor allem durch wirtschaftlichen Erfolg oder Misserfolg vom Rest der Bevölkerung abgrenzen[6] (vgl. Azzellini, 2006: S. 260 – 270). Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts war die Wirtschaft des Landes vor allem vom primären Sektor abhängig. Erst mit der Prospektion großer Ölvorkommen im Maracaibobecken und dem steigenden Verbrauch von Öl im Zuge der Motorisierung und Industrialisierung wandelte sich das venezolanische Wirtschaftssystem. In den 1970er Jahren wurden schließlich die vorher privaten Ölfirmen und ihre Konzessionen teilverstaatlicht und dem staatlich gelenkten Unternehmen PDVSA zugeschlagen. Das Land ist heute stark vom Export seiner fossilen Energierohstoffe abhängig. Die Gewinne des staatseigenen Ölkonzerns PDVSA erlauben es dem Präsidenten Hugo Chavez soziale Wohltaten für die Bevölkerung zu finanzieren und andere Bereiche der Wirtschaft zu subventionieren (vgl. Azzellini, 2006: S. 101 – 105). Mit Hilfe dieser Sozialprogramme und einer intensiven Nutzung der Medien wollte Chavez 2007 eine neue Verfassung verabschieden lassen, die ihm weitere Rechte in Exekutive und Legislative zugesprochen hätten und zu einer weiteren Stabilisierung der boliviarischen Idee in Venezuela beigetragen hätte (vgl. Zilla, 2007: S. 1 – 2). Die Ablehnung des Verfassungsvorschlages durch ein Referendum schwächt Chavez Position sowohl in der Innenpolitik als auch gegenüber anderen linksgerichteten Staaten Lateinamerikas. Venezuela ist durch seine großen Kohlenwasserstoffvorkommen zu einem der wichtigsten Energielieferanten der USA geworden und hat daher die Möglichkeit die Abhängigkeit der Industrie- und Schwellenländer vom Erdöl als politisches Machtinstrument zu nutzen. Allerdings hat es Präsident Chavez bisher bei Boykottdrohungen gegenüber den Vereinigten Staaten belassen. Solange diese signifikante Abhängigkeit der Industriestaaten nicht verringert werden kann, wird das Land an der Nordspitze Südamerikas eine wichtige Rolle bei der Erdölversorgung einnehmen.

2.1.3. Brasilien

Brasilien sticht in Lateinamerika vor allem durch seine Größe und durch die Amtssprache Portugiesisch hervor[7]. Außerdem gelang es Brasilien, im Gegensatz zu den Staaten des ehemaligen spanischen Kolonialreiches, seine Unabhängigkeit ohne Gewalt zu erlangen[8]. Wie die meisten anderen Staaten des Kontinents konnte auch Brasilien bisher seine koloniale Vergangenheit noch nicht vollständig überwinden. Dies ist an der ethnischen heterogenen Bevölkerung[9] ebenso abzulesen, wie an der Verteilung des Grundbesitzes und der stark von ehemaligen europäischen Einwanderern geprägten wirtschaftlichen und politischen Elite (vgl. Walther, 2000: S. 11 – 46). Das politische System Brasiliens konnte erst gegen Ende des 20. Jahrhunderts stabilisiert werden. Vor allem in der Zeit nach dem 2. Weltkrieg bis zum Beginn der 90er Jahre war das Land häufiger Schauplatz von Militärputschen[10]. Gleichzeitig waren, wie in anderen Schwellenländern, große Haushaltsdefizite, Marktregulierung und Auslandsverschuldung dafür verantwortlich das, mit Unterstützung des IWF eine neoliberale Wirtschaftsstruktur Einzug halten konnte[11]. Durch die politischen Rahmenbedingungen gelang es Brasilien die eigene Wirtschaft zu diversifizieren und eine nachhaltige Industrialisierung in die Wege zu leiten. Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung in den 1980er und 1990er Jahren gelang es auch das politische System zu stabilisieren und schließlich 2002 eine linke Regierung an die Macht zu bringen[12] (vgl. Krause, 2006: S. 25 – 26). Das Militär Brasiliens ist heute kaum noch in die Politik des Landes involviert und hat somit auch dazu beitragen können, das sich eine stabile Demokratie entwickeln konnte. Dank einer gut entwickelten Industrie und Landwirtschaft hat das Land große Fortschritte bei der Armutsbekämpfung und der Verringerung von Importsubstitution gemacht. Aufgrund der großen Bevölkerung, der dynamischen Wirtschaftsentwicklung und der großen potentiellen Rohstoffvorkommen kann Brasilien heute als das bedeutendste lateinamerikanische Land eingestuft werden.

2.1.4. Bolivien

Wie die meisten Staaten Iberoamerikas konnte sich Bolivien schon zu Beginn des 19. Jahrhunderts von der spanischen Kolonialmacht befreien und eine Republik ausrufen. Allerdings bestand diese Republik zu Beginn nur auf dem Papier. Das Land wurde durch mehrere Kriege gegen seine Nachbarn geschwächt[13] und zunehmend von einer oligarchisch regierenden Elite beherrscht (vgl. Waldmann/ Krumwiede, 1992: S. 48 – 49). Boliviens Geschichte und Entwicklung ist stark durch die indigenen Wurzeln geprägt. Rund die Hälfte der Bevölkerung ist dieser Abstammung. Weitere ca. 30 % sind Mestizen. Dennoch hat in der Vergangenheit vor allem die Minderheit der Weißen das Land beherrscht und einen großen Teil seiner natürlichen Reichtümer für sich beansprucht (vgl. Kirst, 1998: S. 17). Nach einer Reihe von Machtwechseln und dem Entstehen von Guerillaorganisationen gelang es dann in den 1980er Jahren das Land politisch zu stabilisieren und die Wirtschaft zu liberalisieren. Bis zum Wahlsieg von Evo Morales war dennoch ein großer Teil der Bevölkerung weder in das politische System, noch in wirtschaftliche Entwicklung eingebunden. Die Rohstoffproduktion ist für Bolivien bereits seit der Kolonialzeit von entscheidender Bedeutung. War es am Anfang der Silberbergbau in Potosi der zum Reichtum des Landes beitrug, so hat das Land bis zum Ende des 20. Jahrhunderts vor allem Naturrohstoffe[14] und Zinn exportiert. Im Bezug auf Erdgaslagerstätten gilt Bolivien heute als eines der potentiell reichsten Länder Lateinamerikas. Erdgas steht im östlichen Tiefland in großen Mengen zur Verfügung und soll künftig die Agglomerationszentren an der Ostküste Südamerikas mit Energie versorgen. Bolivien ist trotz seiner natürlichen Reichtümer eines der ärmsten Länder des Subkontinents. Das Land wird auch in naher Zukunft, aufgrund der schlechten Infrastruktur, die ungünstige Topographie und dem fehlenden Zugang zum Meer international und auch regional nur eine geringe Bedeutung spielen.

[...]


[1] Der überwiegende Teil der Bevölkerung in Lateinamerika ist katholisch.

[2] So leitet sich der Staatsname Mexiko vom Stamm der Mexica (Azteken) ab. Außerdem bilden die Maya heute noch die größte indigene Bevölkerungsgruppe Amerikas.

[3] z.B. Aufhebung von Steuerprivilegien und kostenlosen Konzessionen, Verstaatlichung der Ölindustrie 1938 durch Lazaro Cardenas.

[4] trat 1994 in Kraft und erlaubt es den drei Teilnehmerstaaten Waren zollfrei in die anderen Mitgliedsländer zuexportieren

[5] Ziel ist eine „boliviarische Revolution“, und die Schaffung eines „Gran Colombia“ unter Einbeziehung der heutigen Staaten Venezuela, Kolumbien, Ecuador und Panama.

[6] Während die weiße Minderheit in Führungsgremien in Wirtschaft und Politik überproportional häufig anzutreffen ist, sind die indigenen Bevölkerungsteile besonders häufig von Armut betroffen.

[7] Durch den Vertrag von Tordesillas 1493 war die Ostküste Südamerika Portugals Interessensgebiet geworden und hatte schließlich die Gründung einer Kolonie zu Folge.

[8] Nach dem Einfall Napoleons auf der iberischen Halbinsel 1807 musste das portugiesische Königshaus in seine Kolonie Brasilien emigrieren. Nach der Rückkehr des Königs nach Portugal, konnte sich der Königssohn Pedro in Brasilien zum Kaiser ausrufen lassen und das Land für unabhängig erklären (vgl. Waldmann/ Krumwiede, 1992: S. 60 – 61).

[9] Die Bevölkerung besteht aus Indianern, Schwarzen, ehemaligen Sklaven und Weißen, Nachkommen europäischer Siedler. Die wichtigsten zahlenmäßigen Gruppen bilden Weiße (50 %), Mulatten und Mestizen (40 %) (vgl. Albrecht/von Baratta/ Kobert/ Lotz/ Manig/ Unger – Kunz, 2006: S. 58).

[10] Erst 1985 wurde in Brasilien ein demokratisches System eingeführt.

[11] Deregulierung der Märkte, Privatisierung von Staatsbetrieben, Kampf gegen Inflation und Abbau der Staatsverschuldung (vgl. Coy, 2001: S. 19).

[12] Lula da Silva gelang der Wahlsieg durch eine Deradikalisierung der Partei PT und der Anpassung an die Realpolitik seines Vorgängers Fernando Cardoso.

[13] Krieg 1879 - 1883 gegen Chile, bei der Bolivien seinen Zugang zum Meer verlor und der Chaco- Krieg 1932 – 1935 gegen Paraguay.

[14] Kautschuk und Chinarinde.

Details

Seiten
27
Jahr
2009
ISBN (eBook)
9783640587018
ISBN (Buch)
9783640586592
Dateigröße
513 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v148035
Institution / Hochschule
Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg – Institut für Politikwissenschaft und Sozialforschung
Note
2.3
Schlagworte
Rohstoffpolitik Lateinamerika Auswirkungen der Rohstoffe auf die Innenpolitik

Autor

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Titel: Vergleich der Auswirkungen der Erdöl- und Erdgasförderung auf die Innen- und Außenpolitik ausgewählter Länder Lateinamerikas