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Edgar Allan Poe: The man of the crowd

Hausarbeit (Hauptseminar) 2007 8 Seiten

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung

2. Biographie

3. Werk und Einordnung

4. „The man of the crowd“

5. Wie lässt sich der Text ins Seminarthema “Literatur und Masse” einordnen?

6. Resümée

7. Literaturliste:

1. Einleitung

Im Folgenden soll die short story „The man of the crowd“ von Edgar Allan Poe aus dem Jahre 1840 in Hinblick auf das Seminarthema „Literatur und Masse“ analysiert werden. Dabei soll besonderer Fokus auf die Thematik der Entindividualisierung in der modernen Gesellschaft gelegt werden. Folgend werde ich zunächst die Biographie des Künstlers umreißen, kurz etwas zu seinem Werk und seiner Bedeutung für die Literaturgeschichte sagen, den Inhalt der short story zusammenfassen und mich dann der Analyse widmen.

2. Biographie

Edgar Allan Poe wurde am 19.1.1809 in Boston geboren. Nachdem seine Mutter bereits zwei Jahre nach seiner Geburt starb, wuchs Poe als Pflegekind in der Familie des Großkaufmanns John Allan auf. 1815 ging die Familie Allan dann nach England, wo Poe drei jahre später ein Internat in Stoke Newington in der Nähe von London besuchte. 1826 begann er sein Studium an der Staatsuniversität von Virginia in Charlottesville. 1827, nur ein Jahr später, brach er bereits sein Studium wieder ab und trat in Boston in die Armee ein, was einen Bruch mit dem Ziehvater zur Folge hatte. In diesem Jahr veröffentlichte er bereits erste Gedichte, allerdings noch anonym. 1829 starb dann auch Poes Pflegemutter, weswegen er die Armee freiwillig wieder verließ. Zwei Jahre später zog er zu seiner Tante Mrs. Clemm nach Baltimore, wo er im Jahr darauf erste Erzählungen verfasste. 1835 erreichte er eine feste Anstellung als Redakteur beim „Southern Literary Messenger“ in Richmond und heiratete 1836 seine damals erst 13-Jährige Cousine Virginia Clemm, die Tochter der Tante, die ihn bei sich aufgenommen hatte. 1937 zog die kleine Familie dann nach New York um, wo Poe 1839 als Redakteur bei Burton’s „Gentlemen’s Magazine“ unterkam. In den folgenden Jahren verfasste er seine berühmten Erzählungen, wie z.B. „Der Untergang des Hauses Usher“, 1839, „Grotesken und Arabesken“, 1840 und „Der Mann in der Menge“, 1840 und versuchte vergeblich ein eigenes literarisches Magazin zu gründen. 1841 wurde er zunächst Chefredakteur bei „Graham’s Magazine“, verlor jedoch bereits im Jahr darauf wieder seine feste Anstellung. Bis zum Tode seiner Frau Virginia im Jahre 1847 verfasste er Erzählungen und Gedichte, wie z.B. „Die Maske des roten Todes“, 1842, „Der Goldkäfer“, „Das verräterische Herz“, 1843 und „Der Rabe“, 1844. Weitere Versuche sich erneut zu vermählen scheiterten und so starb Poe 1849 40-jährig am 7. Oktober mittellos und allein in Baltimore[1] an einer Entzündung des Gehirns[2].

3. Werk und Einordnung

Edgar Allan Poe haben wir im Grunde die „short story“ zu verdanken. Er hat sie zwar nicht selbst aus dem Nichts erschaffen, aber dennoch ist Poe wesentlich für die steigende Beliebtheit und Popularität der „short story“ verantwortlich. Die wichtigsten Elemente fand er in der zeitgenössischen Literatur vor und verband sie zu einer neuen selbstständigen Gattung. Dadurch, dass er diesen Weg als erster bestritt, ebnete er den Weg für ein großes Heer an Nachfolgern[3], wie z.B. Oscar Wilde, Swinburne und Stevenson, die sich seiner Motive und Auffassungen seiner theoretischen Arbeiten bedienten[4].

Poes Protagonisten sind sich alle sehr ähnlich. Stets entspringen sie mystischem Dunkel; keltische Adelsgeschlechter werden angedeutet; ein selbstverständlich ererbter Reichtum, der sie aller Alltagssorgen enthebt, erlaubt es ihnen fernab der Realität Träume zu kultivieren. Sie sind so übersensibilisiert, dass sie der Welt abhanden kommen, an die Schwelle des Wahnsinns treten und die Geheimnisse des Kosmos, die Schrecken der Hölle und die Schönheit des Paradieses, aus dem sie verstoßen wurden und in das sie zurückzukehren hoffen, erahnen.[5]

[...]


[1] Zumbach, Frank T., Edgar Allan Poe. Eine Biographie, Winkler Verlag, Münschen, 1986, S. 93-94.

[2] Ebd. S. 688 Z. 31.

[3] Kühnelt, Harro Heinz, Die Bedeutung von Edgar Allan Poe für die englische Literatur. Eine Studie anlässlich des 100. Todestages des Dichters, Wagner’sche Universitäts-Buchhandlung, Innsbruck, 1949, S. 260 Z. 1-19.

[4] Ebd. S. 5-6.

[5] Zumbach, Frank T.,Edgar Allan Poe. Eine Biographie, S. 5 Z.10-18.

Details

Seiten
8
Jahr
2007
ISBN (eBook)
9783640585748
Dateigröße
353 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v147783
Institution / Hochschule
Justus-Liebig-Universität Gießen – Germanistik
Note
gut
Schlagworte
Edgar Allan Poe

Autor

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Titel: Edgar Allan Poe: The man of the crowd