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Aufgaben, Stand, Entwicklung der Entsorgunglogistik in der BRD

von Gerfried Nierhaus (Autor) Dominik Horsch (Autor)

Hausarbeit (Hauptseminar) 2001 28 Seiten

BWL - Beschaffung, Produktion, Logistik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Literaturverzeichnis

2 Inhaltsverzeichnis

3 Einleitung

4 Begriffsdefinition Entsorgungslogistik
4.1 Aufgaben der Entsorgungslogistik
4.2 Stand der Entsorgungslogistik
4.3 Entwicklung der Entsorgungslogistik

5 Abfallwirtschaft
5.1 Abfälle betrieblicher Art
5.2 Abfälle der Haushalte
5.3 Abfallvermeidung, -verwertung und -beseitigung
5.4 Abfallrecht

6 Abfalltransport
6.1 Das duale System und der Grüne Punkt
6.2 Entsorgung durch Fachbetriebe
6.3 Beispiele namhafter Firmen

7 Transport und Umschlagsysteme
7.1 Transportsysteme
7.2 Umschlagsysteme

8 Zukünftige Entsorgungslogistiken
8.1 Recycling
8.2 Bio und Kompostanlagen
8.3 Biosphärenreservate des MAB – Programm der UNESCO

9 Fazit

1 Literaturverzeichnis

McDonald`s

Deutschland Inc.: McDonalds`s zu : Nährwert, Qualität und Umwelt, Informationsbroschüre, aktuelle Ausgabe

Multhaup,Roland : Entsorgungslogistik, Verlag TÜV Rheinland Köln

Plümer,Thomas 1990

Rinschede, Alfons : Entsorgungslogistik I, Grundlagen, Stand und Technik, 1991)

Stözle, Wolfgang : Umweltschutz und Entsorgungslogistik, Erich Schmidt Verlag, Berlin 1993

Wehking, Karl-Heinz : Erich Schmidt Verlag, Berlin 1991

Entsorgungslogistik II, Entwicklung und Bewertung neuer Konzepte und Technologien, Erich Schmidt Verlag, Berlin, 1993 Entsorgungslogistik III, Kreislaufwirtschaft, Erich Schmidt Verlag, Berlin,1995

Bundesumweltministerium : Umweltschutz in Deutschland 1994

Geld Idee Nr.9 vom 19.04.01

Statistisches Bundesamt : Abfallbilanz 1993, Wiesbaden

Umweltrecht, Beck – Texte im dtv, 13. Auflage, München 2000

Umweltpolitik aktuell : zur Selbstverpflichtung der Bauwirtschaft , 11/96,

www.t-online.de/nachrichten

www.unesco.de

Abbildungsverzeichnis : Abb.1 Umweltbundesamt : Statistiken 1993, eingesammelte Abfälle aus Haushaltungen und Kleingewerbe

3 Einleitung

Die Seminararbeit befasst sich mit der Thematik der zukünftigen, aktuellen und der vergangenen Entsorgungslogistik in der Bundesrepublik Deutschland.

Ziel der Arbeit ist, es alle Facetten der Entsorgungslogistik zu beschreiben, d.h. wie ein Gut von A nach B befördert wird, welche Technologien dabei zum Einsatz kommen, und welche Systeme angewandt werden.

Im ersten Teil dieser Arbeit erfolgt eine Begriffsdefinition der Titelbegriffe und es wird kurz zum aktuellen Stand der Entsorgungslogistik Stellung genommen. Danach gehen wir auf den Aufbau der Abfallwirtschaft ein und nehmen auch zur rechtlichen Seite Stellung.

Der vierte Teil der Arbeit befasst sich rund um das Thema des Abfalltransports. Im fünften Teil erfolgt dann eine Beschreibung der Entsorgungslogistik- und Umschlagsysteme des Transports.

Der abschließende sechste Teil widmet sich den zukünftigen Entsorgungslogistiken sowie weiterer geplanter Projekte.

4 Begriffsdefinition Entsorgungslogistik

Der Begriff Entsorgungslogistik lässt sich von der Bezeichnung der Logistik ableiten. Die Logistik umfasst die Erforschung, die Planung, die wirtschaftliche Gestaltung und die Steuerung bzw. Kontrolle von Güterflusssystemen und findet sowohl im gesamtwirtschaftlichen als auch im einzelwirtschaftlichen Bereich Anwendung[1]. Einhergehend mit einem hohen Servicegrad und minimalen Kosten werden die Instrumente der Logistik eingesetzt. Die Hauptaufgabe von Speditionen ist es z. B. die Güter und Materialen von einem bestimmten Ort zum nächsten zu transportieren. Sowohl per Auto, per Bahn oder auf dem Luftwege. Heutzutage nimmt die Informationstechnologie in diesem Sektor rasant zu. Das Medium Internet, der stärkere Wettbewerb und die Globalisierung führen immer mehr zu einer Vernetzung von Logistiksystemen, deshalb nimmt die Logistik einen wachsenden Stellenwert im Bereich des Dienstleistungssektors ein.

Das Gebiet der Entsorgungslogistik umfasst ein breites Spektrum. Von der einfachen Methode der Verwertung, über die Handhabung der Abfallstoffe sowie die Methoden der Sammlung bis hin zu den Möglichkeiten der Weiterverwertung reichen viele Definitionen. Der wichtigste Aspekt aber bleibt der primäre Umgang mit den Abfallstoffen und wie wir diese leicht und verständlich in den Wirtschaftskreislauf wieder einfügen können, ohne daß dies zu Schäden in der Umwelt führt. Innovative Entsorgungskonzepte gibt es schon, nur liegt es oft am Verbraucher oder Erzeuger dieser Abfallstoffe diese neuen Konzepte auch in die Tat umzusetzen.

4.1 Aufgaben der Entsorgungslogistik

Die Aufgabe der Entsorgungslogistik ist das optimale Zusammenspiel von ökonomischen, ökologischen und zeitlichen Komponenten. Das Hauptaugenmerk ist focussiert Abfälle zu reduzieren, zu beseitigen oder wiederzuverwerten bzw. sie zu recyclen. Dabei spielt die organisatorische Abwicklung eine große Rolle.

Der Staat übernimmt hierbei ein Vorbildfunktion, in dem er diese Aufgabe jedem einzelnen Bundesland überträgt. Diese wiederum beauftragen die einzelnen Kommunen, Städte oder Gemeinden für jeweils saubere Städte zu sorgen, bzw. die entstandenen Abfälle gerecht zu entsorgen. Mittlerweile gibt es aber schon private Entsorgungsbetriebe die neben dem Staat für einen weiteren Service sorgen, da die finanziellen Mittel einzelner Gemeinden nicht immer für eine optimale Versorgung ausreichen.

Da die Abfälle unterschiedlichster Art sein können, gibt es auch diverse Betriebe, die sich mit der Aufgabe der Entsorgung befassen. Großbetriebe, in denen große Mengen von produktionsspezifischen Abfällen anfallen oder in denen bestimmte gleichförmige Abfallströme vorhanden sind, haben eigene Entsorgungsanlangen. Klein- und Mittelbetriebe, aber auch die Großbetriebe mit geringen Abfallmengen, bedienen sich in der Regel zur Sammlung und Beförderung der Abfälle.

Die einfachen Sammlungen des Altpapiers bis zur Kleidersammlung werden von den meisten Gemeinden selbst organisiert. Einmal im Monat fährt auch ein Schrotthändler durchs Dorf und sammelt oder verteilt Sperrmüll. Die weit umfangreicheren Organisation besteht darin, den Haushaltsmüll sowie den gewerblichen Müll vom Ort Ihrer Entstehung bis zur Entsorgungsstelle zu transportieren, wobei beim letzterem noch zu beachten ist, ob es sich um Sondermüll handelt. Als Sondermüll wird in diesem Zusammenhang der Abfall bezeichnet, der aufgrund seiner Art oder Menge nicht zusammen mit Haushaltsabfall entsorgt werden darf, weil er z. B. besonders umweltschädlich ist.[2]

4.2 Stand der Entsorgungslogistik

Der Stand der Entsorgungslogistik lässt sich anhand von Zahlen kaum messen, da viele Bereiche hier zusammengefasst werden müßten. An einem Beispiel für den Hausmüll möchten wir eine Entwicklung sichtbar machen. Folgendes Bild ergab sich 1993 : 43 Mio t Hausmüll in Deutschland. Davon waren 12 Mio wiederverwertbar.

300.000 t Textilmüll wurde von der Industrie entsorgt, der Rest konnte durch die Aktivität der Kommunen und durch das Duale System Deutschland (DSD) wiederverwertet werden. Eine Tabelle wird nachfolgend dazu aufgeführt.

Eingesammelte Abfälle aus Haushaltungen und Kleingewerbe

Deutschland 1993 – Angaben in Millionen Tonnen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.1: Eingesammelte Abfälle aus Haushaltungen und Kleingewerbe[3]

Dies ist ein Beweis mehr dafür, das sich die Aktivitäten der Kommunen und die Einführung des DSD in sichtbare Erfolge umschlagen können. Mehr dazu im späteren Kapitel.

4.3 Entwicklung der Entsorgungslogistik

Die zukünftigen Entwicklungen und die Trends in dieser Branche hängen auch viel vom technischen Fortschritt ab. Um die Ursachen der Abfallproduktion zu erforschen, muß der gesamte Produktionsablauf eines Betriebes kontrolliert und beobachtet werden, damit evtl. Reduzierungsmaßnahmen getroffen werden können, die einen unnötigen Rohstoffverbrauch bzw. eine überhöhte Abfallproduktion einschränken. Denn erst wenn man die Ursachen kennt, kann man eine gezielte Wirkung mit den geeigneten Maßnahmen erreichen.

Betrachtet man sich die Abfallbilanz von 1993 so gibt es fünf große Posten die zusammen 340 Mio t Abfall verursachen. Den größte Abfallposten stellen die Bauabfälle mit 143 Mio t dar. Nur 16 Mio t konnten verwertet werden. Den zweitgrößten Abfallposten bildeten die Produktionsabfälle mit 77 Mio t Abfall, bei denen aber 47 Mio t, sprich über die Hälfte, recycled werden konnten. An dritter Stelle rangieren die Bergematerialien mit 68 Mio t, bei denen nur 10 Mio wiederverwertet werden konnten. An vierter Stelle rangiert der Hausmüll mit 43 Mio, von denen 12 Mio ( vgl. Abb. 1) wiederverwertet werden konnten. An fünfter und letzter Stelle stehen die Sonderabfälle mit 9 Mio t, von denen 1 Mio immerhin verwertet werden konnten[4].

Marktwirtschaftliche Kräfte oder auch Gesetzte zur Abfallentsorgung bewirken, wie im Beispiel der Produktionsabfälle ein erhebliches Ausmaß an Abfallvermeidung. Diesem Beispiel sollten die anderen Abfallarten auch folgen um ihre Abfallarten auch zu mindestens 50% zu vermindern. Aber das Problem liegt hier auf der technologischen Seite, d.h. mit welcher Technologie man bestimmte Abfälle wiederverwertet. Beim Recycling der Bauabfälle stellt sich in besonderer Weise das Problem des Downcycling : Derzeit findet noch überwiegend eine geringwertige Wiederverwertung von Baustoffen im Straßen und Tiefbau statt, und zwar als Verfüllmaterial bzw. Unterbau im Straßenbau. Dabei heißt es in § 5 Abs. 2 S.3 KrW-/AbfG:“ Eine der Art und Beschaffenheit des Abfalls entsprechende hochwertige Verwertung ist anzustreben.“ Die Selbstverpflichtung der Bauwirtschaft sieht dieses Problem und strebt eine hochwertige Verwertung zu neuen Bauprodukten im Massenbaustoffbereich an.[5]. Weitere erforderliche Maßnahmen sind eine entsprechende Qualifizierung aller Beteiligten, eine auf Substanzerhalt ausgerichtete Planung sowie die Auswahl von Baustoffen nach ökologischen Kriterien.

Man kann gespannt sein, ob der Weg der Selbstverpflichtung der Bauwirtschaft, der bewusst auf den Erlaß neuer Rechtsnormen verzichtet, den erwünschten Erfolg bringen wird.

Kombiniert man also die Erfolge aus der Abfallproduktion mit den neuartigen Transport und Umschlagssystemen wird es in Zukunft zu weniger Abfällen und kürzerer Entsorgungszeit kommen.

[...]


[1]Vgl. Oelfke (Güterverkehr – Spedition-Logistik, 1990), Seite 430

[2]Vgl. Rinschede/Wehking (Entsorgungslogistik I, Grundlagen, Stand und Technik, 1991), Seite 53

[3]Abb.1 ( Umweltbundesamt)

[4]Statistisches Bundesamt, Wiesbaden

[5]zur Selbstverpflichtung der Bauwirtschaft s. Umweltpolitik aktuell, 11/96, S.5/20

Details

Seiten
28
Jahr
2001
ISBN (eBook)
9783638200721
ISBN (Buch)
9783656732105
Dateigröße
406 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v14762
Institution / Hochschule
FOM Essen, Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Hochschulleitung Essen früher Fachhochschule
Note
1,7
Schlagworte
Aufgaben Stand Entwicklung Entsorgunglogistik Vorlesung Wahlfach Wirtschaft Umwelt

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