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Elektronische Märkte im Internet

Hausarbeit (Hauptseminar) 2001 28 Seiten

Informatik - Wirtschaftsinformatik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Marktplätze
2.1. Marktplatztypen
2.2. komplexe Marktplätze
2.3. horizontale Marktplätze
2.4. vertikale Marktplätze
2.5. Portale

3. elektronische Märkte
3.1. Der Grundgedanke
3.2. Die Marktteilnehmer

4. Realisierungsformen elektronischer Märkte
4.1. Elektronic Shopping Mall
4.2. Auktionssysteme
4.3. Handelsmittlersysteme

5. Effekte elektronischer Märkte
5.1. Kommunikationseffekt
5.2. Broker oder Maklereffekte
5.3. Integrationseffekt
5.4. Erfolgsfaktoren elektronischer Märkte
5.5. Chancen und Risiken elektronischer Märkte

6. Anforderungen an die Informations- u. Kommunikationstechnik elektronischer Märkte
6.1. Offenheit
6.2. Multibranchenfähigkeit
6.3. Sicherheit

7. Fazit

1. Einleitung

Das Internet mit seinem stark wissenschaftlichen Charakter erreicht zur Zeit nur bedingt Entscheidungsträger in Unternehmen. Über kurz oder lang wird aber kaum eine Firma umhinkommen, auf mindestens einem Wege Information elektronisch anzubieten. Mangels gesicherter und akzeptierter Abrechnungsverfahren lädt das kommerzielle Angebot im Internet derzeit eher zum Schaufenster- denn zum Einkaufsbummel ein. Das wird sich aber – man beachte die Aktivitäten der Kreditkartengesellschaften – mittelfristig ändern. In den nächsten Jahren wird der Internetanschluß für Firmen so selbstverständlich sein wie heute der Einsatz des Faxgerätes. Große Teile des Einkaufes können über das Internet abgewickelt werden. Angebotsvergleiche sind viel schneller und kostengünstiger möglich. Auch kleinere Unternehmen erhalten Zugang durch dieses Medium zum Weltmarkt.

Seit 1995 ist die Zahl der im Internet aktiven Unternehmen stetig gestiegen. Anfangs war es den Unternehmen hier wichtiger, das eigene Image dadurch zu verbessern, durch Innovation und Flexibilität zu glänzen, sich schnell mit dem neuen Medium auseinandergesetzt zu haben, was aber in den meisten Fällen auf Kosten der eigentlichen Websites erfolgte, die oft recht anfängerhaft und unorganisiert waren.

Doch im Laufe der Jahre ist die Gestaltung der Internetpräsenzen zum einen durch die immer größer wachsenden technischen Gestaltungsmöglichkeiten als auch natürlich durch den stetig wachsenden Konkurrenzdruck der ansteigenden Zahl von Unternehmen im Internet weitgehend professioneller geworden.[1]

Betriebswirtschaftlich betrachtet bezeichnet man das Zusammentreffen von Angebot und Nachfrage als Markt. Dieser Marktplatz ist auch seit Jahren Zentrum gesellschaftlichen Lebens.

Ferner entwickelten sich durch die Industrialisierung und den damit verbundenen komplexer werdenden Produkten und Dienstleistungen

spezialisierende Formen von Marktplätzen (z.B. Messen für Maschinenbau, Automobile oder Computer). Die Entwicklung der Informationstechnologie, speziell des Internets, bringt nun genau diese Märkte einen entscheidenden Schritt weiter, vom physisch vorhandenen Markt wird der Marktplatz der Zukunft in den Cyberspace transformiert, dem sogenannten virtuellen Marktplatz. Genau dieses Thema interaktiv betrachtet darzustellen, wird Aufgabe dieser Hausarbeit sein.

2. Marktplätze

Als Markt bezeichnet man den ökonomischen Ort auf dem das Güterangebot und die Güternachfrage zusammentreffen. Märkte sind eine mögliche Koordinationsform für wirtschaftliche Aktivitäten. Zweck dieses Zusammentreffens ist der Austausch der arbeitsteilig produzierten Güter. Die sich einerseits im Electronik Commerce Bereich und der zunehmenden Verbreitung des Internets bildenden elektronischen Märkte sind Teilmärkte der jeweiligen Gütermärkte. Aus der Vielfalt der Definitionen des Begriffs “Elektronischer Märkte“ lässt sich als grundlegendes Charakteristikum der Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologie zur Unterstützung der Transaktionen im Koordinationsmechanismus Markt identifizieren.

2.1. Marktplatztypen

Einerseits kann man Marktplätze nach den Kriterien verhandlungsorientiert oder nach prozessorientiert typisieren. Die Hauptwirkung bei dem verhandlungsorientierten Marktplatz ist der Erhöhung des Preisdrucks auf die Verkäufer. Die Durchdringung bei heutigen Systemen ist sehr hoch und hat zugleich einen hohen Marktplatzwettbewerb. Die Marktauswirkung ist eher restrukturierend. Typische Funktionen sind normale Anschreiben, Auktionen, Anbieterverzeichnisse und Nebendienstleitungen, wie z. B. Zahlungsverkehr und Versicherungen.

Bei den prozessorientierten Marktplätzen resultiert die Hauptwirkung

aus der Erhöhung des Rationalisierungsdruckes für Käufer und Verkäufer. Die Durchdringung bei heutigen Systemen ist gering und die Marktauswirkung eher konservierend. Typische Funktionen sind hier komplexe Ausschreibungsverfahren, z.B. Objekte, Order – Systeme (EDI, Web EDI), Bestellabrufe oder diverse Informationsdienstleistungen zu Produkten und Prozessen (z.B. Ersatzteile, Auftagsstatistiken).

Eine weiter Typisierung von Marktplätze gibt es bei der Unterstützung von Verkaufsphasen. Hier unterscheidet man je nach Kaufphase im Pre-Sales Bereich, im Sales oder im After-Sales. Die Teilnehmerzulassung kann offen oder geschlossen sein, wobei bei geschlossenen Marktplätze oft nur ein Passwort oder eine ID benötigt wird. Bei den Branchen unterscheidet man nach horizontaler und vertikaler Orientierung und die Standardisierung ist einerseits proprietär oder sie besitzt einen offenen Standard. Ein Beispiel für eine prozessorientierte Marktplatzform wäre das ERP – System beim Lieferanten, daß mit dem WWS – System des Kunden zusammenarbeiten würde. Bei der verhandlungsorientierten Form arbeiten lediglich zwei Inter – Surfer mit ihren Systemen.

2.2. komplexe Marktplätze

Um die Marktplätze etwas genauer zu veranschaulichen, unterscheidet man sie nach besonderen Kennzeichen. Einerseits nach Prozess-, Produkt- und nach Kommunikationskennzeichen. Bei der Prozesskennzeichnung unterteilt man die Prozesse nach gekoppelten und ungekoppelten Prozessen. In der Geschäftsphase nach der Anbahnung, der Abwicklung und nach dem After Sales Service. Die Partnerkomplexität diversifiziert nach 1 Kunden – x Lieferanten, x Kunde – 1 Lieferant oder nach x Kunde – y Lieferanten. Die Vertriebsstufen unterscheiden sich nach der Anzahl entweder nach zwei, drei oder mehr als drei Vertriebsstufen.

Bei den Produktkennzeichen haben die Artikel eine unterschiedliche Bedeutung in z. B. C – Artikel oder in A – Artikel. Bei der Artikelkopplung gibt es die Einzelartikel, den einfachen Bundle und die komplexen Bundle. Die Artikelkomplexität ist entweder einfach oder hoch. Ebenfalls ist dies der Fall bei der Preiskomplexität.

Die Kommunikationskennzeichen sind Standardisierung und Integration Inhouse. Bei der Standardisierung unterscheidet man nach proprietär und standardisiert. Beim Intergration Inhouse ist es entweder asynchron oder synchron.

2.3. horizontaler Marktplatz

Horizontale Marktplätze sind eher produkt- und funktionsspezifisch ausgerichtet. Dabei unterstützen diese Bemühungen, Ineffizienzen im Einkauf von Produkten, die über viele Branchen hinweg benötigt werden, abzubauen, und branchenübergreifend Geschäftsprozesse zu optimieren. Als Beispiel wäre hier die Firma polymerce.com zu nennen. Sie bietet ihren Kunden einen virtuellen Marktplatz, worüber gemeinsam Rohstoffe für die Kunststoffindustrie eingekauft werden können. Hier wird dem Kunden die Möglichkeit gegeben, günstig an einen bestimmten Rohstoff durch die Art der Einkaufsorganisation zu gelangen.

2.4. vertikaler Marktplatz

Vertikale Marktplätze sind branchenspezifisch ausgerichtet. Sie adressieren an Kunden mit maßgeschneiderten Lösungen für eine bestimmte Branche. Zur erfolgreichen Etablierung am Markt ist eine tiefgreifende Brachenkenntnis unabdingbar. Neben der Dienstleistung des Handels erwartet der Besucher Informationen zu seiner Branche. Die Qualität und der Umfang dieser Services ist ein entscheidendes Merkmal zur Differenzierung von vertikalen Marktplätzen einer Branche. Als Beispiel sei hier die Firma keyfacts.de genannt. Sie bietet ihren Kunden maßgeschneiderte Konzepte in Bezug auf hard facts fürs Unternehmen. Gleichzeitig bietet Sie unternehmensberatende Dienste an, sowie eigens herausgebrachte Literatur.

[...]


[1] Vgl. Werner/Stephan, (Marketing Instrument Internet, 1998) S. 74

Details

Seiten
28
Jahr
2001
ISBN (eBook)
9783638200714
ISBN (Buch)
9783656732112
Dateigröße
512 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v14761
Institution / Hochschule
FOM Essen, Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Hochschulleitung Essen früher Fachhochschule
Note
2,7
Schlagworte
Elektronische Märkte Internet Semster

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