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Darstellung von ein- und zweidimensionalen Führungsstilen

anhand eines konkreten Beispiels

Studienarbeit 2009 12 Seiten

Führung und Personal - Sonstiges

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Führungsstile

3. Eindimensionaler Führungsstil
3.1 Beispiele eindimensionaler Führungsstile

4. Zweidimensionale Führungsstile
4.1 Beispiele zweidimensionaler Führungsstile

5. Zusammenfassung

Abkürzungsverzeichnis

SPD: Sozialdemokratische Partei Deutschlands

O.S.: Ottmar Schreiner

1. Einleitung

Führungsstile erfreuen sich in der Literatur unterschiedlichster Definitionen, die im Grunde alle auf die Art und Weise der Mitarbeiterführung durch den Vorgesetzten abzielen. Diese Arbeit befasst sich mit Modellen (ein- und zweidimensionale Ansätze), die versuchen, die Einflussgrößen auf den Führungsstil zu berücksichtigen und bestimmte Führungsstile empfehlen.

2. Führungsstile

Führungsstile lassen sich unter der Hauptkategorie Personalführung einordnen, die wiederum ein Teil des Personalwesens ist. Eine weitere strukturierte Unterteilung der Führungsstile wird in Literatur in unterschiedlichster Art und Weise vorgenommen. In dieser Arbeit stehen die Dimensionen von Führungsstilen im Focus. Es wurden auch mehrdimensionale (mehr als zwei Dimensionen) Betrachtungen durchgeführt, auf die im Kapitel fünf kurz eingegangen wird. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über verschiedene Studien zu ein- und zweidimensionalen Führungsstilen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1: Studien, die sich in ein- und zweidimensionale Führungsstile einordnen lassen. (vgl. Siebert, 2006, S.32)

Zur erweiterten Betrachtung sei noch auf Max Weber (1864-1920) hingewiesen, der sich schon früh mit Führungsstilen beschäftigte. Er unterteilte nach „traditionale Herrschaft“ (totaler Gehorsam), „charismatische Herrschaft“ (Ausstrahlung des Herrschers führt bei Untergebenen zum „glauben“ an ihm) und die „bürokratische Herrschaft“ (Regeln legen hier den Ablauf fest, personenunabhängig).

Im weiteren Verlauf werden nun die ein- und zweidimensionalen Führungsstile näher beleuchtet.

3. Eindimensionaler Führungsstil

Bei diesem Stil berücksichtigt man nur eine Einflussgröße, um zu beurteilen, welcher Führungsstil angewendet wird. Die bekannteste Einflussgröße ist der Entscheidungs­spielraum, der dem Mitarbeiter gelassen wird. Hieraus werden die Führungsstile ab­geleitet. Lewin (1890 - 1947) unterschied drei Typen: den autoritären, kooperativen und laisier-fairen Führungsstil. Tannenbaum und Schmidt erstellten auf Basis der Untersuchungen von Lewin ein Kontinuum und benutzen die Führungsstile autoritär und kooperativ als Extermwerte. Zusätzlich fügten sie weitere fünf Zwischenstile ein und beschrieben diese präziser (vgl. Merkli, 2009, S.39-40). Folgende Grafik soll einen Überblick der diskutierten eindimensionalen Führungsstile geben.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 2: Gegenüberstellung der Führungsstile von Tannenbaum / Schmidt und Lewin (vgl. Merkli, 2009, S.40)

3.1 Beispiele eindimensionaler Führungsstile

„Franz Müntefering gilt als SPD Oberhaupt als ein ,Führer’, der wenig Raum für Diskussionen lässt. Ottmar Schreiner bezeichnet seine Art als autoritären Basta­Führungsstil der Schröder Ära’“ (Michaelsen, 2008).

In diesem Beispiel wird Franz Müntefering nachgesagt, dass er einen autoritären Führungsstil pflegt. Er befindet sich nach Tannenbaum und Schmidt auf der linken Seite des Kontinuums, und lässt somit seinen Parteikollegen wenig Spielraum, wenn es um Entscheidungen geht.

„Sein Parteikollege Kurt Beck soll dagegen komplett anders führen. Sein Führungsstil wird von O.S. als ,kollegialer Führungsstil’ bezeichnet. Beck schafft eine Atmosphäre, in der eine offene und faire Diskussionskultur sowie freie unbewertete Kritikäußerung ihren Platz finden“ (Michaelsen, 2008).

Kurt Beck trifft man hingegen auf der rechten Seite des Kontinuums an. Er diskutiert mit seinen Parteikollegen über Problemstellungen, um dann gemeinsam eine Entscheidung zu treffen.

Für beide SPD-Politiker scheint es auf den ersten Blick eine klare Einordnung zu geben. Genau genommen trifft die Einordnung aber nur auf die Entscheidungsfreudigkeit zu. Andere Aspekte, die Einfluss auf den Führungsstil haben, bleiben unberücksichtigt. Sobald situative Umstände mit ins Spiel kommen, kann dies einen erheblichen Einfluss auf den Führungsstil haben die hier unberücksichtigt bleiben. Dies ist auch die größte Kritik, die bislang an eindimensionalen Führungsstilen geäußert wird. Als Beispiel sei hier der Reifegrad des Mitarbeiters erwähnt. Für dieses Beispiel wird angenommen, dass der Reifegrad sehr gering ist. Hier kann der Vorgesetzte durch Änderung seines Führungsstils den Nutzen erhöhen, indem er ihn mehr Aufmerksamkeit gibt als andere Mitarbeiter mit höherem Reifgrad. Dieser Zusammenhang zwischen Fähigkeit des Mitarbeiters und Führungsstil des Vorgesetzten wird mit dem eindimensionalen Ansatz nicht abgedeckt.

4. Zweidimensionale Führungsstile

Die Kritik, die an den eindimensionalen Betrachtungsweisen geäußert wurde, führte zur Weiterentwicklung der Führungsstile. Forscher an der Ohio State University starteten Umfragen, um weitere entscheidende Einflussgrößen auf das Führungsverhalten ausfindig zu machen. Dabei definierten sie zu Beginn der Studie folgen Parameter:

[...]

Details

Seiten
12
Jahr
2009
ISBN (eBook)
9783640591732
Dateigröße
375 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v147200
Institution / Hochschule
AKAD University, ehem. AKAD Fachhochschule Stuttgart
Note
1,7
Schlagworte
Darstellung Führungsstilen Beispiels

Autor

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Titel: Darstellung von ein- und zweidimensionalen Führungsstilen