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Hämozentrismus und mimetische Rivalität

(Rosenzweig/Jünger, Heideggers Schweigen)

Essay 2010 28 Seiten

Philosophie - Philosophie des 20. Jahrhunderts

Leseprobe

Inhalt

I. Hämozentrisums und mimetische Rivalität Einleitung
A. Franz Rosenzweig
B. Ernst Jünger
Übergang

II. Martin Heidegger
Schluss

I. Hämozentrismus und mimetische Rivalität

Einleitung

Dem weit verbreiteten Buch Victor Klemperers 'LTI, Notizbuch eines Philologen'1 ist ein Motto vorangestellt. Es lautet:

„Sprache ist mehr als Blut Franz Rosenzweigi

Eine genauere Quellen- und Datumsangabe zum Spruch fehlt. Wer an der Aussage Rosenzweigs und ihrem Kontext interessiert ist, wird auf eine lange Reise geschickt. Schliesslich wird er fündig. Rosenzweig schreibt kurz vor seinem Tod im Dezember 1929 — am 6. Oktober — folgenden Brief an seine Mutter:

„Liebe Mutter, über N.N.'s Wort wundre ich mich. Mein Deutschtum wäre doch genau was es ist, auch wenn es kein Deutsches Reich mehr gäbe...

Sprache ist doch mehr als »Blut«...“2

Der Brief ist nicht vollständig abgedruckt. Die Auslassungszeichen stammen von den Herausgebern. Immerhin wird klar, dass der Leitspruch von Klemperers Buch nicht in der statischen Apodiktizität von Rosenzweig geäussert wurde, in der er dann erscheint: Das Wort 'doch' wird ebenso weggelassen wie die Anführungszeichen bei »Blut«. Ausserdem erhellt der Zusammenhang, dass die Aussage auf das Deutschtum Rosenzweigs bezug nimmt; indem er deutsch schreibt — versichert sich der Jude Rosenzweig — ist die Sprache doch mehr als »Blut«.

Im Kapitel 'Zion' nimmt Klemperer bezug auf den Spruch Rosenzweigs. Er erwidert dort einem Freund mit dem er auf Tauschfuss stand, der ihm also gelegentlich Kartoffeln und winzige Fleisch- und Gemüsemengen brachte und der ihn — Klemperer — wiederholt auf sein gebliebenes Deutschtum ansprach:

„[...] aber eine Art deutscher Stamm, das könnte, rein geistig genommen, wirklich auf unsereinen zutreffen, ich meine Leute, deren Muttersprache deutsch und deren ganze Bildung deutsch ist. »Sprache ist mehr als Blut!«. Ich kann sonst wenig mit Rosenzweig anfangen, dessen Briefe mir Geheimrat Elsa gegeben hat - aber Rosenzweig gehört ins Buberkapitel, und wir halten bei Herzl.“

Worauf ihm der Tauschfreund antwortet:

„Es hat keinen Zweck, mit Ihnen zu reden, Sie kennen Herzl nicht. Sie müssen ihn kennenlernen, das gehört jetzt notwendig zu Ihrer Bildung, ich will sehen, Ihnen etwas von ihm zu verschaffen.“3

Das Gespräch verfolgt Klemperer tagelang. Er kramt sein geringes Wissen über Herzl und die zionistische Bewegung zusammen, erinnert sich an eine Begegnung in München, an eine Vortragsreise nach Prag, wo er, noch vor dem ersten Weltkrieg, einige Stunden mit zionistischen Studenten im Kaufhaus zusammen sass —, aber all dies nur, um sich desto sicherer zu sein:

„Aber was ging das mich, was ging das Deutschland an?“1

Schliesslich bringt ihm der Freund zwei Bände von Herzl, die Zionistischen Schriften und den ersten Band der Tagebücher, beide 1920 und 1922 im Jüdischen Verlag erschienen. Klemperer: „Ich habe sie mit einer Erschütterung gelesen, die an Verzweiflung grenzte“. Er notierte in sein Tagebuch:

„Herr, beschütze mich vor meinen Freunden! In diesen zwei Bänden lässt sich bei entsprechendem Willen Beweismaterial für vieles finden, was Hitler und Goebbels und Rosenberg gegen die Juden vorbringen, es bedarf dazu nicht übermässiger Geschicklichkeit im Auslegen und Verdrehen.“2

Die Verwirrung des Philologen steigt. Wie soll er die beobachtete „gedankliche, sittliche, sprachliche Ähnlichkeit des Messias der Juden mit dem der Deutschen“3 einordnen? Wohin gehört das „sprachliche Zusammenklingen der beiden“4, die Reden vom Führer, die Handlung des Entrollens der nationalsozialen Fahne, die Beschwörung des Volks:

„Wieder und wieder Übereinstimmungen der beiden - gedankliche und stilistische, psychologische, spekulative, politische, und wie sehr haben sie sich gegenseitig gefördert!“5

Klemperer stösst in seinen Beobachtungen auf das Phänomen der mimetischen Rivalität zwischen Judentum und Deutschtum.6

A. Franz Rosenzweig

Ich richte mein Interesse im folgenden — dem Thema entsprechend — lediglich auf das, was man Rosenzweigs 'spekulative Soziologie des jüdischen Volkes' (M. Brumlik) genannt hat. Sie findet sich im ersten Buch des dritten Teils seines Hauptwerks, dem Stern der Erlösung 7. Die Gleichsinnigkeit des Anfangs- und Schlusssatzes des Buches weist auf die in sich geschlossene Einheit dieser Partie des Sterns hin.

Das Buch beginnt:

„Gepriesen sei, der ewiges Leben gepflanzt hat mitten unter uns. Inmitten des Sterns brennt das Feuer.“

So beginnt ein Hymnus. Rosenzweig hat später, nach der Niederschrift des Sterns, Gedichte und Hymnen des Jehuda Halevi in die deutsche Sprache übertragen1. Hier beginnt er das Buch mit dem Titel 'Das Feuer oder das ewige Leben' mit einer Lobpreisung des lebens- und feuerspendenden Gottes. Er fährt fort:

„Das Kernfeuer muss brennen ohne Unterlass. Seine Flamme muss sich ewig aus sich selber nähren. Es begehrt keiner äusseren Nahrung. Die Zeit muss machtlos an ihm vorüberrollen. Es muss seine eigene Zeit erzeugen. Es muss sich selbst ewig fortzeugen. Es muss sein Leben verewigen in der Folge der Geschlechter, deren jedes das nachkommende erzeugt, wie es selber hinwiederum von den Vorfahren zeugt. Das Bezeugen geschieht im Erzeugen.“

Von einem sich selbst nährenden und seine eigene Zeit erzeugenden Feuer wird gesprochen. Die erzeugte Zeit ihrerseits legt sich als verewigende auf die Folge der Geschlechter. Hier liegt der Keim dessen, was man (etwas unartig) die 'spekulative Soziologie' Rosenzweigs genannt hat. Doch ist der Schritt deutlich: Von der Lobpreisung des Gottes geht der Gedanke über das ewig sich fortzeugende Feuer zur erzeugt-zeugenden Zeit und weiter zum ewigen Geschlecht. Rosenzweig fährt fort:

„Es gibt nur eine Gemeinschaft, in der ein solcher Zusammenhang ewigen Lebens vom Grossvater zum Enkel geht, nur eine, die das „Wir“ ihrer Einheit nicht aussprechen kann, ohne dabei in ihrem Innern das ergänzende „sind ewig“ mitzuvernehmen. Eine Gemeinschaft des Bluts muss es sein, denn nur das Blut gibt der Hoffnung auf die Zukunft eine Gewähr in der Gegenwart.“2

Hier spricht Rosenzweig den Gedanken zum ersten Mal aus, den er im folgenden wieder und wieder variieren wird: Die Einheit der Gemeinschaft der Juden erhält ihre letzte und erste, ihre a-temporale Rechtfertigung der Ewigkeit durch ein Vernehmen, das auf ein eigenes Inneres hin offen ist — und dieses Innere, das das gesprochene 'Wir' erst zur Ganzheit fügt, ist das Blut.

»Aber wir — sind ewig«: Mit dieser nur an das anwesende Publikum gerichteten Wendung schloss Hermann Cohen seine letzte Vorlesung an der Lehranstalt in Berlin3. Die Wirkung, die Cohens Worte auf Rosenzweig ausübten, kann kaum überschätzt werden. Auch im Stern führt er sie — das 'Wir' nun gross geschrieben — als des Meisters letzter Schluss an4.

Hier aber tun sich Welten auf. Niemals hätte Cohen der Verwendung seiner Worte in dem oben zitierten Sinne zugestimmt. Niemals hätte er es zugelassen, dass einer seiner Schüler den zweiten Teil des von ihm gesprochenen Satzes auf die dunkle Substanz des Blutes5 zurück bezieht. Ganz im Gegenteil: Es macht gerade den Sinn seines letzten Werks 'Die Religion der Vernunft aus den Quellen des Judentums' aus, dass die Gesetzlichkeit der Vernunft es ist, die das letzte Wort behält1. Nicht so bei Rosenzweig. Es entspricht seinem Vorgehen einer Remythisierung des Monotheismus2, dass für den tiefsten Zusammenhalt des ewigen Volks nun dem Schweigen, dem schweigenden Sichverstehen der Wir die wesentlichste Bedeutung zufällt:

„[...] es gibt nichts im tieferen Sinn Jüdisches als ein letztes Misstrauen gegen die Macht des Worts und ein inniges Zutrauen zur Macht des Schweigens.“3

Hätte man nicht erwartet, dass der Satz anders endete? Würde man nicht dem Misstrauen gegen die Macht des Worts das Zutrauen zur Demut des Schweigens eher gegenüberstellen? Wie kann ein Schweigen mächtig sein? Dem Juden kann es das. Warum? Weil er mit sich selbst in einem inneren, heiligen Gebet sich befindet — aufruhend auf der Gewissheit in der Blutsgemeinschaft seines Judentums die Gewähr seiner Ewigkeit zu besitzen.

„Was bedeutet das aber - Verwurzelung im eigenen Selbst? Was bedeutet es, dass hier ein Einzelnes, ein Volk, Gewähr seines Bestehens in nichts Äusserem sucht und grade darin, grade in seiner Beziehungslosigkeit, Ewiges sein will? Es bedeutet nicht mehr und nicht weniger als den Anspruch, als Einzelnes dennoch Alles zu sein.“4

Das ist der Zentralgedanke des Judentums nach Rosenzweig: Israel ist das von Gott eine einzige ewige auserwählte Volk. Bei keinem anderen Volk lebt das Gefühl der unmittelbaren Gotteskindschaft so wie in ihm5. 'Gotteskindschaft': Das wird nun von Rosenzweig sehr volkhaft weiter transponiert und er sagt von der jüdischen Frau, dass...

„[...] doch nach altem Rechtssatz sie es [ist], durch die sich das jüdische Blut fortpflanzt; nicht erst das Kind zweier jüdischer Eltern, schon das Kind einer jüdischen Mutter ist durch seine Geburt Jude.“6

So, als diese auf sich selbst zurückgedrängten Kinder Gottes, die die ihnen eigene Ewigkeit aus den dunklen Quellen des Blutes schöpfen, sind sie die einzigen Kinder als das abgesonderte Volk:

„Wir allein vertrauten dem Blut und liessen das Land; also sparten wir den kostbaren Lebenssaft, der uns Gewähr der eigenen Ewigkeit bot, und lösten allein unter allen Völkern der Erde unser Lebendiges aus jeder Gemeinschaft mit dem Toten. Denn die Erde nährt, aber sie bindet auch, ...“7

Das Geschlecht Abrahams betrachtet sich nicht als zu den Völkern gehörig, sondern als

Nicht-Volk. Und eben dies sagt auch der Name Hebräer:

„Abraham der Ibri heisst [...]: Abraham, der zu den Durchziehenden, an keinen festen Wohnsitz gebundenen, nomadisch Lebenden gehört, wie der Erzvater in Kanaan auch stets der Fremdling heisst: denn der nirgends Weilende ist überall nur ein Fremdling, ein Wanderer“.1

Die Hebräer sind die wandernden Fremdlinge und eben als solche fasst sie die spekulative Soziologie Rosenzweigs wurzelhaft gegründet in...

„[...] dem eigentlichen und reinen Lebenspunkt, der Blutsgemeinschaft; der Wille zum Volk darf sich hier an kein totes Mittel klammern; er darf sich verwirklichen allein durch das Volk selber; das Volk ist Volk nur durch das Volk.“2

So kennt dieses a-territoriale Volk auch den Krieg nicht —, gegen wen sollte es sich denn richten, wenn es weder ein Gebiet zu verteidigen, noch ein Land zu erobern die Absicht haben kann?

„Das jüdische Volk ist für sich schon an dem Ziel, dem die Völker der Welt erst zuschreiten. [...] indem es den ewigen Frieden lebt, steht es ausserhalb einer kriegerischen Zeitlichkeit“3

Auch den Staat kennt es nicht:

„Es muss, um das Bild der wahren Gemeinschaft unversehrt zu erhalten, sich die Befriedigung verbieten, die den Völkern der Welt fortwährend im Staate wird. Denn der Staat ist die immer wechselnde Form, unter der die Zeit sich Schritt für Schritt der Ewigkeit zubewegt. Im Gottesvolk ist das Ewige schon da, mitten in der Zeit. In den Völkern der Welt ist reine Zeitlichkeit. Aber der Staat ist der notwendig immer zu erneuernde Versuch, den Völkern in der Zeit Ewigkeit zu geben. [...] Aber dass er [der Staat] es unternimmt und unternehmen muss, das macht ihn zum Nachahmer und Nebenbuhler des in sich selber ewigen Volkes, das kein Recht auf seine eigene Ewigkeit mehr hätte, könnte der Staat erreichen, wonach er langt.“4

Im Staat, dem Nebenbuhler und Nachahmer des in sich selber ewigen Volkes findet Rosenzweig den mimetischen Gegner seiner Konzeption des Judentums. Das ist kein Zufall. Rosenzweig hat, wie man weiss, bei dem Historiker F. Meinecke in Freiburg eine umfangreiche Dissertation unter dem Titel 'Hegel und der Staat' verfasst. Zur Orientierung über den Hegelschen Staatsbegriff diente ihm, wie er selbst bemerkt5, die 'Einleitung in die Philosophie der Geschichte' und nicht die 'Grundlinien der Philosophie des Rechts' desselben Autors. In jener Einleitung aber finden wir den Satz:

„Der Staat ist die göttliche Idee, wie sie auf Erden vorhanden ist.“6

Mit der Ausarbeitung des Sterns der Erlösung stellt Rosenzweig sich in (vermeintlicher) Aufnahme der Motive H. Cohens in direkte Konkurrenz zur Hegelschen

Geschichtsphilosophie. Erst wenn man begreift, dass die spekulative Soziologie des Judentums im Stern sich gegen und neben eine Geschichtsphilosophie stellt, die die Weltgeschichte als die 'wahrhafte Theodizee, die Rechtfertigung Gottes in der Geschichte'1 begreift, wird die Rede vom Staat als dem Konkurrenten der Tatsächlichkeit des ewigen Volkes verständlich. Ausserdem wird Rosenzweig nicht entgangen sein, dass Hegel in der Passage zu 'Judäa' dem Judentum das staatliche Prinzip aberkennt, weil es im 'Dienst an Jehova' die Familie als 'das Substantielle' privilegiere.

„Der Staat aber ist das dem jüdischen Prinzip Unangemessene und der Gesetzgebung Mosis fremd“2

Soweit die Ausgangslage. Da die Ewigkeit nicht in der Mehrzahl zu denken ist und Rosenzweig unterstellt, dass der Staat der 'notwendig immer zu erneuernde Versuch' ist, 'Völkern in der Zeit Ewigkeit zu geben', muss er diesen Versuch als scheiternden erweisen. Und nicht nur das. Folgt die Auseinandersetzung wirklich — wie oben andeutungsweise bemerkt — den Gesetzen der mimetischen Theorie, d.h. durchläuft sie den mimetischen Zyklus vollständig, so wird am Ende die eine Seite sich der anderen als ein Modellhindernis, als ein Ärgernis entpuppen. Genau dies ist der Fall.

Rosenzweig organisiert die Abrechnung mithilfe des — auch für die Positionierung des Christentums verwendeten — dualen Schemas von ewig insichbleibendem Feuer/Strom/Blut/ Kreislauf und der von diesem in sich kreisenden Pol ausstrahlend-strömenden Zeitlichkeiten. Er beginnt:

„Ein Kreislauf, der Kreislauf des Jahres [gegliedert in die Feste der Schöpfung, der Offenbarung, der Erlösung etc.], versichert das ewige Volk seiner Ewigkeit. Die Völker der Welt sind in sich ohne Kreislauf; ihr Leben rollt in breitem Strome talwärts. Soll ihnen vom Staat her Ewigkeit kommen, so muss der Strom aufgehalten, zum See gestaut werden. Aus dem reinen Ablauf der Zeit, dem die Völker an sich hingegeben sind, muss der Staat einen Kreislauf zu machen suchen; den dauernden Wechsel ihres Lebens muss er in Erhaltung und Erneuerung umformen und so einen Kreislauf hineinbringen, der in sich die Fähigkeit hätte, ewig zu sein.“3

Zunächst, so Rosenzweig, hängt der Staat über den Wandel der Zeit das Gesetz. Ein erstes Innehalten ist gegeben. Doch da das strömende Leben des Volkes dem Beharrlichen entgegengesetzt ist, werden die fest gesetzten Tafeln hinweg gespült:

„Und Recht und Leben, Dauerndes und Wechselndes, scheinen auseinanderzugehen. Da enthüllt der Staat sein wahres Gesicht. [...] Nun aber spricht er sein zweites Wort: das Wort der Gewalt.“4

Bist du nicht willig, so brauch' ich Gewalt, sind die Worte des Staates. Der Staat integriert ein natürlich Gegebenes, die Gewalt, in sich und macht sich zu ihrem Heger. Ihm eignet das Gewaltmonopol. Nun lässt sich die Dialektik entwickeln, die Rosenzweig vorführt — denn:

„Es ist der Sinn aller Gewalt, dass sie neues Recht gründe. Sie ist keine Leugnung des Rechts, wie man wohl, gebannt durch ihr umstürzlerisches Gehabe, meint, sondern im Gegenteil seine Begründung.“

[...]


1 Das Buch erschien nach dem 2. Weltkrieg und liegt bereits in der 22. Auflage vor (Stuttgart 2007). LTI steht für Lingua Tertii Imperii - Sprache des Dritten Reiches.

2 F. Rosenzweig, Der Mensch und sein Werk. Gesammelte Schriften. Bd. I.2, S. 1237

3 V Klemperer, LTI, S. 274

1 Ebd., S. 275

2 Ebd., S. 280

3 Ebd., S. 281

4 Ebd., S. 283

5 Ebd., S. 284

6 Er selbst sieht Herzl und Hitler als Erben einer 'verkitschten Romantik' — eine allzu schnelle und kurzschlüssige Antwort, wie er selbst weiss (vgl. dazu: ebd., S. 284).

7 F. Rosenzweig, Der Stern der Erlösung, Ffm. 1988. S. 331-372. Erstausgabe 1921, bzw. 5681 nach jüdischer Jahreszählung. Im folgenden SE; die Ausgaben sind seitenzahlidentisch.

1 F. Rosenzweig, Gesammelte Schriften Bd. IV1, Sprachdenken im Übersetzen, Hymnen und Gedichte des Jehuda Halevi. - Vgl. dazu auch die Bemerkung bzgl. einer Übertragung des Sterns ins Hebäische: „Gebs Gott, dass der, der sie unternimmt, auch deutsch kann. Hölderlinsch, meine ich natürlich.“ (GS I.2, S. 903)

2 SE, S. 331

3 F. Rosenzweig, Zweistromland (Berlin/Wien 2001), S. 207: „Den Vortrag über Platon und die Propheten, [...], schloss ein stürmisch aufjubelndes »Aber wir — sind ewig«. Es war das letzte Wort, das er [Cohen] von seinem Katheder in der Aula der Lehranstalt gesprochen hat. / In der Niederschrift fehlt es. Auch das gehört zum Wesen dieser Worte. Er sprach sie nicht, sie wuchsen aus ihm hervor und überwuchsen ihn.“ Vgl. die Anmerkung S. 240: „ich [Rosenzweig] war selbst zugegen.“

4 SE, S. 281:„Dies siegende Aber — „Aber Wir sind ewig“ hat unser grosser Meister als seiner Weisheit letzten Schluss ausgerufen, als er das letzte Mal vor Vielen über das Verhältnis seines Wir zu seiner Welt sprach. Die Wir sind ewig; vor diesem Triumphgeschrei der Ewigkeit stürzt der Tod ins Nichts. Das Leben wird unsterblich im ewigen Lobgesang der Erlösung.“

5 SE, S. 338. Der 'Bestand des Volks' und die 'Unvergänglichkeit seines Lebens' sind „im Schöpfen der eigenen Ewigkeit aus den dunklen Quellen des Blutes“ gesichert.

1 F.WJ. Schelling, Sämtliche Werke (1856-61), Bd. XI, S. 157f

2 SE, S. 333

3 SE, S. 368

4 SE, S. 369

5 F. Rosenzweig, Gesammelte Schriften I.1, S. 109

6 G.WF. Hegel, Philosophie der Geschichte, TWA 12, S. 57

1 Ebd., S. 540

2 Ebd., S. 243

3 SE, S. 369

4 SE, S. 369f.

Details

Seiten
28
Jahr
2010
ISBN (eBook)
9783640582983
ISBN (Buch)
9783640582884
Dateigröße
545 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v146790
Schlagworte
Girard mimetische Rivalität Blut Heidegger Rosenzweig Jünger Geschlecht Schweigen

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Titel: Hämozentrismus und mimetische Rivalität