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Alkoholabhängigkeit - Krankheit oder gesellschaftliches Problem?

Hausarbeit 2009 23 Seiten

Soziale Arbeit / Sozialarbeit

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Epidemiologie

3. Erscheinungsformen alkoholbezogener Störungen
3.1 Akute Alkoholintoxikation (F10.0) und Missbrauch (F10.1)
3.1.1 Definitionen
3.1.2 Symptome
3.2 Alkoholabhängigkeit (F10.2)
3.2.1 Definition
3.2.2 Subtypen und Verlauf
3.3 Alkoholinduzierte körperliche Störungen
3.3.1 organische Schädigungen
3.3.2 Störungen des Nervensystems

4. Ursachen
4.1 Genetische Disposition
4.2 Soziokulturelle Faktoren
4.3 Psychosoziale Faktoren

5. Störungen durch Alkohol als wachsendes Problem in der sozialen Arbeit

6. Zusammenfassung

7. Abkürzungsverzeichnis

8. Abbildungsverzeichnis

9. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Alkohol gilt als Kurzbezeichnung des chemischen Stoffes Ethylalkohol mit der Formel C2H5OH. Vielfältig angewandt wird er als Zusatz in Getränken aber auch in der Medizin als Desinfektions- oder Lösungsmittel (Pschyrembel 2002). Der Genuss von alkoholischen Getränken ist Teil des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens. Im privaten Umfeld, wie auch bei geschäftlichen Verhandlungen oder Festen wird Alkohol getrunken. Durch die berauschende Wirkung werden soziale Kontakte sowie Kommunikationen erleichtert und die Entspannung gefördert. Alkohol ist bereits seit Jahrtausenden bekannt und wurde bis in das 19.Jahrhundert als Lebenselixier und Heilmittel geschätzt. Seit dem hat sich das Produktions- und Konsumverhalten mit Einführung der industriellen Herstellung und dem Überangebot nach dem 2. Weltkrieg dramatisch verändert (Stat. Bundesamt 2007, S.278). Die Kehrseite des Alkoholkonsums ist ein hohes Potential an Gesundheits- und Suchtgefährdung. Das individuelle Risiko alkoholbedingt zu erkranken steigt mit der Menge des aufgenommenen Alkohols. Aus diesem Grund wurden durch verschiedene Organisationen Konsumklassen definiert. Da es keinen risikofreien Alkoholkonsum gibt, wurde ein risikoarmer Konsum reinen Alkohols für Männer bis 30 bzw. 40 g und für Frauen bis 20 g pro Tag angegeben. Ein riskanter Konsum besteht bei Männern mit 30 bis 60 g und bei Frauen mit 20 bis 40 g pro Tag. Als gefährlich wird der Konsum reinen Alkohols bis 120 g (Männer) bzw. 80 g (Frauen) täglich eingestuft (DHS 2003, S.14).

Legt man die aktuellen Statistiken zugrunde ist ein konstant rückläufiger Alkoholkonsum der Bevölkerung in Deutschland zu verzeichnen. Betrachtet man jedoch die verschiedenen Altersgruppen, trifft das nicht auf Jugendliche und junge Erwachsene zu. Ein tragisches Beispiel ist der 16-jährige Lukas aus Berlin. Er starb auf Grund einer Alkoholintoxikation mit 4,8 ‰ nach 45 Tequila im März 2007. Liest man regelmäßig Zeitung, wird schnell klar, dass Lukas kein Einzelfall ist. Das sogenannte Rauschtrinken auf „Flatrate-Partys“ nimmt unter Jugendlichen und sogar Kindern immer mehr zu. Wenn sich diese Tendenz fortsetzt, werden wir in Deutschland schon bald wieder steigende Zahlen alkoholabhängiger Personen verzeichnen müssen.

Es bleibt die Frage nach der Motivation des Rauschtrinkens bei Jugendlichen. Wird ihnen das Alkoholtrinken in der Familie vorgelebt, ist es eine Mutprobe oder wie bei Lukas eine Wette mit unberechenbarem Ausgang?

Nicht zu vergessen sind die – trotz dokumentierten rückläufigen Alkoholkonsums – bereits vorhandenen Alkoholabhängigen oder Personen mit riskantem und missbräuchlichem Konsumverhalten.

Negative Folgen des Alkohols sind vielfältige somatische und psychische Erkrankungen sowie Störungen des psychosozialen Lebensbereichs der Konsumenten und ihrer Angehörigen. Etwa 60% der Straftaten im Straßenverkehr werden unter Alkoholeinfluss verübt. Die Folgeschäden sind auch für die Gesellschaft spürbar. Infolge Behandlung und Arbeitsausfall alkoholbedingter Störungen entstehen hohe gesellschaftliche Kosten. Im Jahr 2002 waren das etwa 24 Mrd. €. Berücksichtigt man auch die Kosten in Folge riskanten Alkoholkonsums, wie z.B. Delinquenz, liegen die tatsächlich durch Alkohol verursachten Kosten sicher wesentlich höher (Pabst S.37). Hinzu kommen die starken sozialen Belastungen durch Unfälle, Tod, Kriminalität oder sozialen Abstieg der Betroffenen und ihren Angehörigen.

„Alkoholsucht“ wird anhand der beschriebenen Fakten zunehmend zu einem Problem unserer Gesellschaft. Angesichts dieser Annahme stellt sich zunächst die Frage, was ist eigentlich Alkoholabhängigkeit – wie wird sie definiert und welche Folgen entstehen daraus? Ist die statistische Datenlage wirklich so Besorgnis erregend? Unklar sind auch die Ursachen, die zu einer Abhängigkeit führen. Es besteht ein dringender Handlungsbedarf aus gesellschaftlicher Sicht im Bereich der primären als auch der sekundären Prävention. Können die wachsenden Probleme durch soziale Arbeit abgefangen werden?

Um Antworten auf diese Fragen zu erhalten, wurde die nachfolgende Übersichtsarbeit zum Thema Alkoholabhängigkeit angefertigt.

2. Epidemiologie

Deutschland liegt mit einem pro-Kopf-Verbrauch von 10,1 l reinem Alkohol im Jahr

2006 im internationalen Vergleich mit an vorderster Stelle. Insgesamt bedeutet das einen pro-Kopf-Verbrauch von 145,6 l Alkohol. Dabei macht der Konsum von Bier mehr als die Hälfte und Wein sowie Spirituosen etwa ein Fünftel des Gesamtverbrauches aus. Während im Jahr 1990 ein Spitzenverbrauch von 12,1 l reinem Alkohol pro Kopf erreicht wurde, zeichnet sich ein rückläufiger Trend ab (DHS 2008, S.1). Betrachtet man die Statistik näher, betreiben anhand der Schätzzahlen der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen 2006 etwa 14,85 Millionen Menschen in Deutschland einen riskanten Alkoholkonsum. Die Kriterien eines Missbrauchs erfüllen etwa 1,9 Millionen und in der Abhängigkeit befinden sich weitere 1,2 Millionen Männer und Frauen (DHS 2008, S.3). Während der Anteil von Männern und Frauen mit einem riskanten Alkoholkonsum im Alter zwischen 45 und 54 Jahren am größten ist (RKI 2003, S.9), stimmt die steigende Anzahl jugendlicher Konsumenten bedenklich. Repräsentative Daten der Drogenaffinitätsstudie 2003 zeigen einen regelmäßigen (mindestens einmal pro Woche) Konsum von Alkohol für 34% der Jugendlichen im Alter von 12 bis 25 Jahren. Eine besonders riskante Form des Alkoholkonsums ist das so genannte Rauschtrinken, definiert als Aufnahme von fünf oder mehr Gläsern Alkohol hintereinander. Die größte Anzahl der Rauschtrinker wurde unter den 16 bis 19-jährigen ermittelt (RKI 2006, S.111). Im Epidemiologischen Suchtsurvey 2006 gaben 45,4% der Befragten im Alter von 18 bis 24 Jahren ein Rauschtrinken in den letzten 30 Tagen an. 1995 waren es noch 33%. In den höheren Altersstufen verzeichnet man im Gegensatz dazu einen Rückgang von mehr als 10% (Pabst 2008, S.42-43). Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden 2006 insgesamt 19.500 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 10 bis 20 Jahren mit einer akuten Alkoholintoxikation stationär behandelt. Im Vergleich zum Jahr 2000 war das ein Zuwachs von 105% (Stat. Bundesamt 2008). In der Gesamtheit steht die Diagnose „psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol“ (F10.x) an dritter Stelle der Gründe für eine vollstationäre Behandlung im Jahr 2006. Bei Männern stellt sie sogar die häufigste Ursache der Krankenhausbehandlungen dar (Stat. Bundesamt 2008). Anhand der Todesursachenstatistik starben im Jahr 2005 16.329 Personen an alkoholbedingten Erkrankungen, was rund 2% aller Sterbefälle sind. Differenziert betrachtet, waren es dreimal soviel Männer wie Frauen. Die Progredienz der Krankheit wird deutlich wenn man die rohen Sterberaten vergleicht. Zum Jahr 1980 wird ein Anstieg von 71,5% beobachtet. Unter den zum Tode führenden Alkoholerkrankungen fallen zwei Diagnosen besonders ins Gewicht. Über die Hälfte der Personen verstarben an der alkoholischen Leberzirrhose (K70.3) und mit einem Anteil von 25,6% stellt das Alkoholabhängigkeitssyndrom (F10.2) die zweithäufigste Diagnose dar (Stat. Bundesamt 2007, S.281-283). Die Daten der Todesursachenstatistik basieren auf der Auswertung aller Leichenschauscheine. Sehr oft werden dabei nur die Erkrankungen aufgeführt die durch Alkohol induziert wurden, jedoch nicht die Alkoholabhängigkeit an sich. Mit großer Wahrscheinlichkeit führen dadurch die Auswertungen der Todesursachenstatistik zu einer Unterschätzung der tatsächlichen Alkoholtode. Andere Analysen, die alle alkoholbezogenen Gesundheitsstörungen und Sterbefälle einbeziehen, gehen sogar von 73.714 Todesfällen jährlich durch Alkoholkonsum aus. Der Anteil an allen Sterbefällen bei Personen im Alter von 35 bis 65 Jahren beträgt bei Männern 25% und bei Frauen 13% (DHS 2008, S.4). Im Vergleich der Bundesländer lassen sich deutliche Unterschiede der alkoholbedingten Sterblichkeit aufzeigen. Bezogen auf 100.000 Einwohner im Jahr 2005 konnte in Bayern mit 13,2 Verstorbenen die geringste und in Mecklenburg-Vorpommern mit 34,3 Verstorbenen die höchste Sterberate festgestellt werden (Stat. Bundesamt 2007, S.286-287). Im Jahr 2006 wurden 20.685 Verkehrsunfälle unter Alkoholeinfluss registriert, wobei 599 Personen ums Leben kamen (DHS 2008, S.3).

Insgesamt zeigen die Erhebungen eine Rückläufigkeit der konsumierten Alkoholmenge, des riskanten- und gefährlichen Konsums sowie des Rauschtrinkens. Die Anzahl von Alkoholabhängigen und Missbrauch betreibenden Personen blieb dagegen nahezu konstant im Vergleich zum Jahr 1997 (Pabst 2008, S.42-43).

Ein limitierender Faktor der Aussagefähigkeit dieser Befragungen ist, meiner Meinung nach, die subjektive Bewertung der teilnehmenden Personen. Die Ergebnisse beruhen meist auf Selbstangaben, was sicher nicht selten zu Untertreibungen, sozial erwünschten Antworten oder Verdrängung führt. Alkoholabhängigkeit bleibt auch nach Anerkennung als Krankheit ein Tabuthema aufgrund der folgenden Missbilligung und Ausgrenzung. Die Qualität der Aussagen kann man an sich selbst prüfen. Würde ich zugeben, wenn ich alkoholabhängig wäre?

3. Erscheinungsformen alkoholbezogener Störungen

Die im allgemeinen Sprachgebrauch als „Alkoholismus“ bezeichnete Erkrankung hat viele Facetten und Ausprägungen, die unterschieden werden müssen. Auf den nachfolgenden Seiten möchte ich daher die wichtigsten Erscheinungsformen alkoholbedingter Störungen anhand der internationalen Klassifikation der Diagnosen – erarbeitet von der World Health Organisation (WHO) – darstellen. Da im Besonderen bei diesen Erkrankungen oftmals ein fließender Übergang besteht, ist es wichtig, nach vorbestimmten Kriterien eine Zuordnung zum jeweiligen Krankheitsbild treffen zu können. Das ist durch die ICD-10 möglich.

3.1 Akute Alkoholintoxikation (F10.0) und Missbrauch (F10.1)

Die erste Episode einer Alkoholintoxikation tritt häufig im Jugendalter auf. Legt man die oben genannten Statistiken zu Grunde, verschiebt sich das Alter jedoch zunehmend nach unten mit dokumentierten Fällen ab dem 10. Lebensjahr.

3.1.1 Definitionen

Nach diagnostischen Kriterien liegt eine Intoxikation vor, wenn sich ein reversibles substanzspezifisches Syndrom entwickelt, welches auf die vorherige Einnahme einer Substanz zurückzuführen ist (Kriterium A). Bei einer Alkoholintoxikation liegt also ein kurz zurückliegender Alkoholkonsum vor. Weitere Kriterien sind klinisch bedeutsame, unangepasste psychische- oder Verhaltensveränderungen, die sich während oder kurz nach dem Konsum der Substanz entwickeln (Kriterium B). Mit der Alkoholintoxikation sind typische Symptome verbunden, wobei mindestens eins im Zusammenhang mit Alkoholkonsum vorliegen muss (Kriterium C). Des Weiteren ist sicherzustellen, dass die Symptome nicht von anderen Krankheitsbildern ausgelöst wurden (Kriterium D) (Saß 2003, S.240-41, 255-56).

Die Diagnosestellung eines Alkoholmissbrauchs gestaltet sich ein wenig schwieriger. Zwischen Missbrauch und Abhängigkeit findet man nicht selten einen fließenden Übergang. Die Diagnose Alkoholmissbrauch sollte deshalb nur gestellt werden, wenn eine Abhängigkeit ausgeschlossen werden kann. Im Vordergrund der diagnostischen Kriterien steht hierbei das Auftreten schädlicher Konsequenzen nach wiederholtem Alkoholkonsum. Eine Toleranzentwicklung, Entzugssymptome oder ein zwanghafter Konsum liegen bei einem Alkoholmissbrauch nicht vor. In einem Zeitraum von 12 Monaten müssen alkoholbedingte Beeinträchtigungen oder Leiden rezidivierend auftreten oder durchgehend vorhanden gewesen sein, um die Kriterien eines Missbrauchs zu erfüllen. Dies beinhaltet u.a. wiederholtes Versagen bei wichtigen Verpflichtungen, wiederholter Alkoholkonsum auch in Situationen mit potentieller körperlicher Gefährdung oder immer wieder auftretende soziale und zwischenmenschliche Probleme. Der Missbrauch von Alkohol wird oft fortgesetzt, obwohl die Personen wissen, dass für sie daraus gravierende soziale und zwischenmenschliche Probleme entstehen (Saß 2003, S.255).

3.1.2 Symptome

Die alkoholische Belastung einer Person wird über die Blutalkoholkonzentration (BAK) bestimmt. Etwa 1 bis 2 Stunden nach Konsum wird der Maximalwert erreicht. Alkoholintoxikationen sind gekennzeichnet durch psychische oder Verhaltens-veränderungen während oder kurz nach der Alkoholaufnahme. Das Ausmaß der Symptomatik ist dabei nicht nur von der BAK, sondern auch von vielen individuellen Faktoren abhängig. Dazu zählen insbesondere die konstitutionelle Beschaffenheit, die Alkoholgewöhnung, organische Funktionsstörungen sowie situative Einflüsse (Übermüdung, Erschöpfung) (DHS 2003, S.53). Anhand der BAK können sogenannte Rauschzustände in unterschiedliche Stufen eingeteilt werden:

Ab einer BAK von 0,5 bis 1,0 ‰ spricht man von einem leichten Rauchzustand. Symptome wie Gesprächigkeit, ein Gefühl des Wohlbefindens und eine heitere Stimmung sind vermutlich die Gründe des rezidivierenden Alkoholkonsums der mehrheitlichen Bevölkerung. Aber auch in diesem Stadium kommt es bereits zu Gang- und Standunsicherheiten, Koordinationsstörungen und verwaschener Sprache. Es setzt eine Enthemmung mit herabgesetzter Kritikfähigkeit und Selbstkontrolle ein (DHS 2003, S.53).

Bei mittelgradigen Rauschzuständen mit einer BAK von 1,5 bis 2,0 ‰ treten die psychischen Auffälligkeiten noch deutlicher hervor. Zunehmende affektive Enthemmungen, unangemessenes Sexualverhalten und Euphorie wechseln rasch mit Gereiztheit und Aggressivität. Die Beeinträchtigung des Urteilsvermögens und die motorischen Störungen verstärken sich (DHS 2003, S.53).

Eine BAK mit 2,0 bis 2,5 ‰ entspricht bereits einem schweren Rauschzustand. Personen, die keine Alkoholtoleranz entwickelt haben, erfahren eine zunehmende Bewusstseinsstörung. Sedierung, aber auch Angst und Erregung, werden begleitet von vielfältigen neurologischen Symptomen (Schwindel, Gleichgewichtsstörungen, Dysarthrie). Es entsteht eine erhöhte Hauttemperatur bei erniedrigter Körperkerntemperatur durch die Erweiterung der peripheren Gefäße mit daraus resultierendem Blutdruckabfall (DHS 2003, S.53).

Ein komatöser Zustand wird meist bei einer BAK von über 4,0 ‰ erreicht, je nach Konstitution auch eher. Durch die Hemmung des Atemzentrums oder auch Aspiration von Erbrochenem kann der Tod ausgelöst werden. Bei einer BAK von 5,0 ‰ liegt die Letalität bei etwa 50% (DHS 2003, S.53).

Die Dauer einer Intoxikation wird von der aufgenommenen Alkoholmenge, dem Zeitraum der Zuführung sowie individuellen Einflüssen bestimmt. Alkohol wird zum überwiegenden Teil in der Leber durch die Alkoholdehydrogenase abgebaut. Dieses Enzym folgt einer Sättigungskinetik, weshalb die Alkoholeliminationsrate konstant bleibt. Im Mittel liegt diese bei 0,15 ‰ pro Stunde (DHS 2003, S.22). Die Behandlung der akuten Alkoholintoxikation besteht daher in der Regel aus symptomatischen Maßnahmen um sie abklingen zu lassen.

3.2 Alkoholabhängigkeit (F10.2)

Die Alkoholabhängigkeit beginnt zumeist in den 20er und mittleren 30er Lebensjahren. Missbrauch und Abhängigkeit von Alkohol weisen oft einen variablen Verlauf über Jahre bis Jahrzehnte auf, der von Perioden der Remission und des Rückfalls gekennzeichnet ist (Saß 2003, S.262). Die Merkmale eines Abhängigkeitssyndroms treten bei einem Rückfall nach Abstinenz wesentlich schneller auf als bei Nichtabhängigen.

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Details

Seiten
23
Jahr
2009
ISBN (eBook)
9783640569670
ISBN (Buch)
9783640570201
Dateigröße
507 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v146152
Institution / Hochschule
Katholische Hochschule für Sozialwesen Berlin
Note
2,0
Schlagworte
Alkoholabhängigkeit Krankheit Problem

Autor

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Titel: Alkoholabhängigkeit - Krankheit oder gesellschaftliches Problem?