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Management von Währungsrisiken in internationalen Unternehmen

Risiken aus offenen Währungspositionen identifizieren, quantifizieren und hedgen

Projektarbeit 2007 66 Seiten

BWL - Bank, Börse, Versicherung

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Zielsetzung dieser Praxislaborarbeit

2. Der Prozess des Risikomanagements

3. Definition von Risiko

4. Abgrenzung des Wechselkursrisikos
4.1. Valutarisiken (Wechselkursrisiken)
4.2. Konvertierungsrisiken
4.3. Transferrisiken
4.4. Währungseventualrisiken

5. Identifizierung des Währungsexposures

6. Gründe für ein Wechselkursrisikomanagement

7. Case Study - Value-at-Risk Ermittlung einer offenen Devisenposition
7.1. Ausgangspunkt zur Ermittlung des Risikos
7.2. Der Value-at-Risk-Ansatz
7.3. Die historische Simulation
7.4. Aufbau und Ablauf der Untersuchung
7.5. Durchführung der Risikoberechnung

8. Zusammenfassung der Value-at-Risk-Werte und kritische Würdigung

9. Instrumente des Devisenmanagements
9.1. Interne Kurssicherungsinstrumente
9.1.1. Leading und Lagging
9.1.2. Matching und Netting
9.2. Devisenkassageschäft
9.2.1. Einsatzmöglichkeiten und Beispiel für das Devisenkassageschäft
9.2.2. Analyse des Devisenkassageschäfts
9.3. Das Devisentermingeschäft
9.3.1. Einsatzmöglichkeiten und Beispiel für das Devisentermingeschäft
9.3.2. Analyse des Devisentermingeschäft
9.4. Devisenswapgeschäft
9.4.1. Einsatzmöglichkeiten und Beispiel für den Devisenswap
9.4.2. Analyse des Devisenswapgeschäfts
9.5. Währungsfutures (Currency Futures)
9.6. Devisenoptionen
9.6.1. Die Call-Option
9.6.2. Die Put-Option
9.6.3. Einsatzmöglichkeiten und Beispiel für Devisenoptionen
9.6.4. Analyse der Devisenoption

10. Die Risikosteuerung einer offenen Devisenposition
10.1. Analyse verschiedener Hedgingstrategien
10.1.1. Verzicht auf Absicherung
10.1.2. Vollständige Absicherung
10.1.3. Teilweise Absicherung
10.2. Hedging-Ergebnisse aus der Fremdwährungsposition der Case Study

11. Fazit und Ausblick in Bezug auf das unternehmerische Währungsmanagement

Anhang I: Value-at-Risk-Berechnung für das Währungspaar EUR/CHF

Anhang II: Value-at-Risk-Berechnung für das Währungspaar EUR/GBP

Anhang III: Value-at-Risk-Berechnung für das Währungspaar EUR/USD

Anhang IV: Value-at-Risk-Berechnung für das Währungspaar EUR/JPY

Anhang V: Value-at-Risk-Berechnung für das Währungspaar EUR/TRY

Anhang VI: Value-at-Risk-Berechnung für das Währungspaar EUR/THB

Anhang VII: Hedgingergebnisse für den Untersuchungszeitraum vom 12.06.2007 bis 12.09.2007

Anhang VIII: Näherungsrechnung Terminkurse THB und TRY

Literaturverzeichnis

Erklärung gemäß §22(7), §32(7), §43(7) PO vom 23.07.2004

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Ein- und Ausfuhren in Deutschland

Abbildung 2: EUR/USD- und EUR/JPY-Kurshistorie der letzten 20 Jahre

Abbildung 3: Wirkungen einer Wechselkursveränderung auf eine Währungsposition

Abbildung 4: Zu beschaffende Fremdwährungsbeträge

Abbildung 5: relative Häufigkeit der 1-Tages-VaR-Werte für EUR/USD

Abbildung 6: relative Häufigkeit der 1-Tages-VaR-Werte für EUR/GBP

Abbildung 7: relative Häufigkeit der 1-Tages-VaR-Werte für EUR/CHF

Abbildung 8: relative Häufigkeit der 1-Tages-VaR-Werte für EUR/JPY

Abbildung 9: relative Häufigkeit der 1-Tages-VaR-Werte für EUR/TRY

Abbildung 10: relative Häufigkeit der 1-Tages-VaR-Werte für EUR/THB

Abbildung 11: VaR einer offenen USD-Position für einen Tag

Abbildung 12: VaR einer offenen USD-Position für drei Monate

Abbildung 13: Zusammenfassung der 1-Tages-VaR-Werte

Abbildung 14: Zusammenfassung der VaR-Werte für drei Monate

Abbildung 15: Nettingmatrix

Abbildung 16: Risikoprofil eines Devisenkassageschäfts

Abbildung 17: Risikoprofil des Devisentermingeschäfts

Abbildung 18: Optionsprämien für einen EUR/USD-PUT

Abbildung 19: Risikoprofil eines EUR/USD-Put

Abbildung 20: Hedgingentscheidung bei Prognose einer bestimmten Kursentwicklung

Abbildung 21: Vergleich der verschiedenen Hedgingstrategien

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Zielsetzung dieser Praxislaborarbeit

In den letzten Jahrzehnten hat die Bedeutung des Währungsmanagements für international tätige Unternehmen stark zugenommen. Die Ursache dafür liegt u.a. in dem Zusammenbruch des Währungssystems von Bretton Woods, wo- durch sich die Anzahl der frei handelbaren Währungen von ungefähr 35 im Jahr 1970 bis heute auf ca. 140 vervierfacht hat. Auch die Finanzkrisen Ende der 90er Jahre - z.B. in Asien 1997 und Russland 1998 - trugen maßgeblich zur Erhöhung der Volatilität und Flexibilität der Wechselkurse bei. Auch sind die täglich umgesetzten Marktvolumina in diesem Zeitraum von ca. 15 Mrd. US- Dollar im Jahr 1973 auf rund 2.000 Mrd. US-Dollar im Jahr 2007 angestiegen.1

Die Bundesrepublik Deutschland ist ökonomisch äußerst eng mit dem Ausland verflochten. Absatz- und Einkaufsmärkte dehnen sich kontinuierlich weiter aus und überwinden geographische und politische Grenzen. Unternehmen, die Ge- schäfte mit dem Ausland tätigen, werden heutzutage verstärkt mit der Proble- matik der Wechselkursschwankungen konfrontiert. Aufgrund dessen wird das zielgerichtete Währungsmanagement zu einem entscheidenden unternehme- rischen Erfolgsfaktor.2 Demnach sehen sich Unternehmen der Notwendigkeit und Problematik des Währungsmanagements gegenübergestellt. Währungsrisi- ken entstehen in zahlreichen Tätigkeitsbereichen von international agierenden Unternehmen. So treten Währungsrisiken beispielsweise beim Export oder Import von Waren, Investitionen im Ausland sowie bei Beteiligungen an internationalen Ausschreibungen auf. Um die Risiken im internationalen Geschäft erfassen und steuern zu können, kommt dem Risikomanagement, ins- besondere dem Währungsrisikomanagement, eine große Bedeutung zu. In den letzten Jahren haben Unternehmen daher vermehrt Anstrengungen unter- nommen, Risikomanagementsysteme zu entwickeln und zu implementieren.3

In der vorliegenden Praxislaborarbeit sollen daher, als Einführung in die Problematik, zunächst Währungsrisiken klassifiziert werden. Im Anschluss wird mit der Begriffsbestimmung einer offenen Devisenposition der Ausgangspunkt des Währungsmanagements in Unternehmen erläutert. Ein Schwerpunkt soll dabei auf der Risikoermittlung einer offenen Devisenposition liegen. Im Rahmen einer Case Study wird das mögliche Verlustpotential einer offenen Devisenposition mit Hilfe des Value-at-Risk-Ansatzes berechnet, mit dem Ziel einem international tätigen Unternehmen das mögliche Risikopotential zu verdeutlichen und die Bedeutsamkeit der Wechselkursabsicherung hervorzuheben. Weiterhin soll auf die zur Verfügung stehenden internen und externen Instrumente zum Hedging von Wechselkursrisiken detaillierter eingegangen werden. Die wichtigsten Instrumente werden zur Veranschaulichung mit einem Berechnungsbeispiel vorgestellt, wobei ergänzend auf die spezifischen Vor- und Nachteile hingewiesen wird. Um die Systematik des Währungsmanagements abzurunden, soll nach erfolgter Risikoidentifikation und -messung auch das Hedging, also die Risikosteuerung behandelt werden. Hier werden ebenfalls im Rahmen einer Case Study die Ergebnisse und Auswirkungen der verschiedenen Hedgingstrategien einer abschließenden Analyse unterzogen. Ein Ausblick auf aktuelle Entwicklungen im Währungsrisikomanagement bildet den Abschluss dieser Arbeit.

2. Der Prozess des Risikomanagements

Unternehmen sehen sich neben versicherbaren Risiken, wie z.B. den Wäh- rungsrisiken, mit einer Vielzahl von weiteren Risiken konfrontiert, die die Unter- nehmenserhaltung oder das erfolgreiche Wachstum gefährden können. Dem- nach stellt das Währungsrisikomanagement nur einen Teilbereich des gesam- ten Risikomanagementsystems eines international tätigen Unternehmens dar. Ein effektives Risikomanagement sollte bereichsübergreifend ausgestaltet sein und die in den verschiedenen betrieblichen Teilbereichen entstehenden Risiken identifizieren, in ihrem Ausmaß quantifizieren und die Zusammenhänge zwi- schen den Einzelrisiken untersuchen. Auf der Risikoanalyse aufbauend können risikopolitische Maßnahmen, im Rahmen des Risikohedgings, ergriffen werden.4

3. Definition von Risiko

Der Begriff „Risiko“ ist bereits im 16. Jahrhundert aus dem Italienischen ins Deutsche gelangt. Dies zeigt, dass man sich schon seit längerem mit diesem Phänomen beschäftigt. Die Unsicherheit über den Eintritt eines Ereignisses und die für den Betroffenen eintretende Tragweite der Konsequenzen,] sind die beiden Komponenten des Risikobegriffs. Währungsrisiken repräsentieren nur einen Teil des unternehmerischen Gesamtrisikos. Der Umgang mit den sich aus dem Außenhandel ergebenden Risiken erfordert, je nach Risikohöhe und - tragfähigkeit, eine spezielle Steuerung der Risiken. Ein Importeur sieht sich unter anderem dem Risiko der verspäteten Lieferung oder der mangelhaften Qualität der Ware ausgesetzt. Dahingegen stellt ein Zahlungsverbot durch den Ansässigkeitsstaat eines ausländischen Geschäftspartners für den Exporteur zweifelslos das größte Risiko dar. Die Wechselkursrisiken sind allerdings immer in einem besonderen Maße relevant, sobald ausländische Währungen miteinbezogen werden.5

4. Abgrenzung des Wechselkursrisikos

Der Begriff Wechselkursrisiko kann als Gefahr der Schwankungen des Wechselkurses um seinen Mittelwert aufgefasst werden. Wechselkurs- veränderungen werden für ein Unternehmen bedeutsam, wenn hierdurch unternehmerische Vermögenspositionen negativ beeinflusst werden.6 Für ein Unternehmen ergibt sich ein Wechselkursrisiko, sobald eine fremde Währung in eine Transaktion einbezogen wird und der Devisentransfer nicht sofort erfolgt. Gründe für einen grenzüberschreitenden Handel gibt es viele, sie reichen von im Inland fehlenden Rohstoffen, bis hin zu Preis- und Qualitätsvorteilen ausländischer Produkte. Gerade für die deutsche Volkswirtschaft ist der grenzüberschreitende Handel von großer Bedeutung, wie die folgende Abbildung veranschaulicht. So konnten in den letzten 20 Jahren starke Zuwächse bei den Ein- und Ausfuhren verzeichnet werden.7 Nicht zuletzt

aufgrund dieser Entwicklung gewinnt ein funktionierendes Währungs- management immer mehr an Bedeutung.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Ein- und Ausfuhren in Deutschland.

Quelle: Eigene Darstellung, Daten des Statistischen Bundesamtes Deutschland, http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Statistiken/ Zeitreihen/LangeReihen/Aussenhandel/Content75/lrahl01a,templateId=renderPrint.psml, (17.06.2007).

In den folgenden Unterpunkten sollen die einzelnen Risiken weiter differenziert und detailierter erläutert werden. Der Schwerpunkt der vorliegenden Praxislaborarbeit betrifft die Valutarisiken.

4.1. Valutarisiken (Wechselkursrisiken)

Valutarisiken bestehen in der Gefahr einer Entwertung von Währungsaktiva bzw. einer Aufwertung von Währungspassiva. Diese Risiken wirken nicht nur für die Dauer des Haltens von aktiven und passiven Währungspositionen, vielmehr stellt sich das Risiko der Wechselkursänderungen bereits mit Abschluss des Vertrages und der Fixierung des Kaufpreises in ausländischer Währung ein. Durch eine Verschlechterung der Devisenkurse, wird der zuvor durch den Exporteur kalkulierte Preis zwar in Höhe der fixierten Auslandswährung erzielt, nicht aber der ursprünglich berechnete Gegenwert in Inlandswährung. In einem solchen Fall würde nicht nur der Unternehmenserfolg negativ beeinflusst. Es könnten zusätzlich Liquiditätsengpässe auftreten, wenn die finanzwirtschaftliche Planungsrechnung mit den, im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses, gültigen Wechselkursen aufgestellt wurde und diese Wechselkurse ex post nicht realisiert werden können.

Ausmaß und Häufigkeit der Wechselkursänderungen hängen von der Gestal- tung der Währungsordnung ab. In Systemen mit festen Devisenkursen bestehen Paritäten, die nur durch Eingriffe der Währungsbehörden verändert werden können, insofern bestehen lediglich Paritätsänderungsrisiken. Existieren auf der anderen Seite jedoch flexible Devisenkurse, deren Veränderungen kontinuierlich aufgrund der aktuellen Angebots- und Nachfragesituation resultieren, sind größere Kursänderungsrisiken vorhanden.

Devisenkurssysteme mit begrenzt flexiblen Kursen können Paritätsänderungsrisiken und Kursänderungsrisiken aufweisen. Durch die begrenzte Schwankungsbreite sind diese in einem gewissen Rahmen abschätzbar.8 Betrachtet man den Kursverlauf des US-Dollar und des japanischen Yen über die letzen Wechselkursvolatilitäten deutlich.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: EUR/USD- und EUR/JPY-Kurshistorie der letzten 20 Jahre.

Quelle: Eigene Darstellung auf Grundlage der Kursdaten von www.oanda.com.

4.2. Konvertierungsrisiken

Konvertierungsrisiken ergeben sich, wenn eine momentan bestehende unein- geschränkte Umwandlungsmöglichkeit von ausländischen Devisen in inlän- dische Währung aufgehoben wird, z.B. durch politische Spannungen oder Krisen. Weitere Risiken entstehen durch Einschränkungen der Verfügungsmög- lichkeiten über ausländische Guthaben. In seiner extremsten Form konkretisiert sich das Konvertierungsrisiko in einer vollständigen Aufhebung der Konvertie- rungsmöglichkeiten. Durch die Einführung des Euro wurde diese Problematik bezüglich der wichtigsten Industrieländer weitgehend reduziert.9

4.3. Transferrisiken

Risiken, die durch administrative Eingriffe in zwischenstaatliche Zahlungsver- kehrsabwicklungen entstehen, werden als Transferrisiken bezeichnet. Hierzu gehört bspw. das Risiko, dass bereits ausgelöste Zahlungsvorgänge durch einen administrativen Eingriff von der zuständigen ausländischen Zentralnoten- bank nicht ausgeführt und für einen unbestimmten Zeitraum eingefroren werden. Hier kann es vorkommen, dass ein inländischer Exporteur die termin- gerechten Zahlungen des ausländischen Schuldners entweder stark verzögert oder überhaupt nicht erhält.10

4.4. Währungseventualrisiken

Diese Risikoklasse kann in zwei Gruppen segmentiert werden, zum einen in das Leistungsrisiko und zum anderen in das Erfüllungsrisiko. Beide Risiken betreffen die finanzwirtschaftliche Sphäre des Unternehmens. Im Devisenhan- del versteht man unter dem Erfüllungsrisiko jenes Risiko, dass eine Vertrags- partei die gekaufte Währung nicht erhält, ihrerseits aber die eigene Währung schon verkauft hat. Die zwei wesentlichen Komponenten des Erfüllungsrisikos sind das Kredit- und das Liquiditätsrisiko. Ein Kreditrisiko besteht, da es grundsätzlich möglich ist, dass ein Vertragspartner seiner Verpflichtung zur Leistung des gesamten Rechnungsbetrages nicht nachkommt, obwohl der Vertragspartner bereits eine unwiderrufliche Verpflichtung zur Zahlung eingegangen ist. Das Liquiditätsrisiko besteht aufgrund der Möglichkeit, dass Zahlungen entweder durch menschliches Versagen oder technische Fehler nicht rechtzeitig eintreffen. Leistungsrisiken treten auf, wenn ein inländisches Unternehmen Garantien oder Bürgschaften an einen ausländischen Vertragspartner gewährt und diese in Anspruch genommen werden. Auch zu erfüllende Gewährleistungsverpflichtungen zählen zu den Leistungsrisiken.11

5. Identifizierung des Währungsexposures

Ein Wechselkursrisiko entsteht einem Unternehmen erst dann, wenn sich eine offene Währungsposition, auch Währungsexposure genannt, ergibt. Offene Währungspositionen bestehen aus unmittelbaren oder latenten Zahlungsan- sprüchen oder -verpflichtungen in Fremdwährung. Würde ein heute eintref- fender Forderungsbetrag in USD zum Begleichen einer Rechnung in USD am nächsten Tag genutzt werden, würde man von einer geschlossenen Wäh- rungsposition sprechen. Gleichen sich die Zahlungsströme hingegen in Bezug auf die Währung, den Zahlbetrag und die Fälligkeit nicht aus, spricht man von einer offenen Währungsposition. Dabei können diese in mehreren unterschied- lichen Währungspaaren vorliegen. In Währungssystemen mit freier Kursbildung müssen die Zahlungsansprüche und -verpflichtungen nach Währungen aufgeschlüsselt werden. Es müssen zusätzlich die jeweiligen Fälligkeitszeit- punkte berücksichtigt werden. Je nachdem wie groß die Anzahl der zu berücksichtigen Währungspaare ausfällt, erweist sich das Erfassen der offenen Währungspositionen als anspruchsvolle Aufgabe. Eine identifizierte offene Währungsposition stellt den Ausgangspunkt für Kurssicherungsmaß- nahmen dar, bei deren Ermittlung entsprechend gewissenhaft vorgegangen werden muss. Decken sich die Fälligkeitszeitpunkte künftiger Zahlungsv- erpflichtungen bzw. Zahlungsansprüchen, können die Kurssicherungsmaßnah- men über saldierte Positionen erfolgen.12 So können Transaktionskosten und Prämienzahlungen für Optionen eingespart werden. Eine Währungsposition gibt somit Auskunft über die auf ausländische Währungen lautende Aktiva oder Passiva, also über Forderungen und Verbindlichkeiten. Der bei einer Ab- bzw. Aufwertung der Fremdwährung entstehende Währungsgewinn oder -verlust, hängt somit von dem ermittelten Saldo und der Schwankung des Wechselkurses ab und nicht etwa von den Einzelpositionen selbst.13 Besteht ein Forderungsüberhang in Fremdwährung, ergibt sich durch eine Abwertung der Fremdwährung ein Verlust. Hingegen entsteht bei einer Aufwertung der Fremdwährung ein Gewinn. Umgekehrt verhält es sich bei einem Verbindlichkeitsüberhang in Fremdwährung. Resultiert eine ausgeglichene Position, entsteht kein Gewinn bzw. Verlust. Dazu wird allerdings die Kongru- enz der Zahlungstermine vorausgesetzt. Die Auswirkungen eines veränderten Wechselkurses sind in der nachstehenden Abbildung zusammengefasst:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Wirkungen einer Wechselkursveränderung auf eine Währungsposition. Quelle: Eigene Darstellung, in Anlehnung an Eilenberger, G. (2004), S. 64ff.

6. Gründe für ein Wechselkursrisikomanagement

Wie im vorherigen Kapitel gezeigt, können sich durch Wechselkursverände- rungen Währungsgewinne oder Währungsverluste ergeben. Wechselkurse werden als weitgehend unsichere Größen eingestuft, da Devisenmärkte, empirischen Untersuchungen zufolge, als effizient klassifiziert werden können. Aufgrund der Effizienz dieser Märkte sind Wechselkurse nicht, oder nur sehr eingeschränkt prognostizierbar. Wie eine Untersuchung von Jahreskurs- prognosen deutscher Banken bezüglich des Zeitraums von 1992 bis 2006 zeigt, haben Kursprognosen keinen Informationswert. Eine Kursprognose die bestimmt, dass der Devisenkurs in einem Jahr dort stehen wird, wo er heute notiert, würde keinen größeren Abweichungsfehler verursachen.14 Die damit verbundene Unsicherheit über die Entwicklung des künftigen Wechselkurses schlägt sich somit beim Erfolg des Unternehmens als ein weiterer Risikofaktor nieder. Ein Bewerten und Managen dieses Risikofaktors könnte somit den Unternehmenserfolg steigern.15 Ein Unternehmen sollte sein Hauptaugenmerk auf die Vermeidung von Gefahrensituationen aus offenen Währungspositionen oder deren weitgehende Reduktion legen.16 Als weiteres Argument für die Absicherung von Wechselkursrisiken kann die Forderung von Kreditgebern nach einer kontinuierlichen Zinszahlung und Tilgung angesehen werden. Wird durch gezieltes Hedging das Risiko des Unternehmens in Zahlungsschwierigkeiten zu geraten begrenzt, kann der Kreditrahmen optimiert werden. Auch im Hinblick auf die Anforderungen durch Basel II, wird ein implementiertes Währungsmanagement das Ratingurteil sicherlich positiv beeinflussen. Für das Management ergeben sich ebenfalls klar erkennbare Gründe für das Hedging der Wechselkursrisiken, da dessen Position innerhalb des Unternehmens bei schlechten Ergebnissen gefährdet ist. Für die Unternehmensführung kann aufgrund dieses Umstandes ein erheblicher Anreiz zum Abschluss von Sicherungsgeschäften bestehen, auch wenn diese mit verhältnismäßig hohen Kosten verbunden sind.17 Auch aus haftungsrechtlichen Gründen muss sich der Vorstand einer AG mit der Thematik des Währungsmanagements befassen. Gesetzlich ist dies in § 91 Abs. 2 AktG geregelt, der die Einrichtung eines Risikomanagementsystems fordert. Dass dieses Risikomanagement auch Wechselkursrisiken abzudecken hat, wird durch ein Urteil des OLG München klargestellt. Nach diesem Urteil begeht der Vorstand einer AG eine Pflichtverletzung und macht sich Schadensersatz- pflichtig, wenn eine Wechselkursabsicherung eines Geschäfts versäumt wird. In diesem konkreten Fall versäumte es der Vorstand einen Fremdwährungskredit, der auf japanischen Yen lautete, gegen das Wechselkursrisiko abzusichern, wodurch dem Unternehmen ein erheblicher Verlust entstanden ist.18

7. Case Study - Value-at-Risk Ermittlung einer offenen Devisenposition

Nachdem der Begriff der offenen Währungsposition geklärt wurde und die Gründe für ein Wechselkursrisikomanagement verdeutlicht wurden, soll nun im Rahmen einer Case Study eine Bewertung der möglichen Risiken aus einer offenen Devisenposition erfolgen. Die Risikoberechnung erfolgt mit dem Value-at-Risk-Ansatz. Inzwischen wenden nicht nur Banken, sondern auch börsennotierte Unternehmen wie DaimlerChrysler den Value-at-Risk an. Auch in Geschäftsberichten wird durch die Angabe der Kennzahl Value-at-Risk über die Höhe der bestehenden finanzwirtschaftlichen Risiken informiert.19

Auf Grundlage dieser Risikoeinschätzung kann die Unternehmensleitung entscheiden, ob ein Risiko aus einer offenen Währungsposition vertretbar ist oder abgesichert werden muss. Dabei soll per Annahme ein bestimmter Fremdwährungsbetrag beschafft werden, somit liegt eine Verbindlichkeit in Fremdwährung vor. Die vier wichtigsten internationalen Währungspaare, sowie zwei als ausgesprochen volatil betrachtete Währungspaare werden genauer untersucht. Dem Unternehmen soll lediglich eine Entscheidungshilfe in Bezug auf eine Absicherungsstrategie gegeben werden, die später noch charakterisiert werden. Zur Entscheidungsfindung des Unternehmens muss das Risiko, in Form eines möglichen Verlustes oder genauer gesagt eines Mehraufwands, zum Beschaffen des Fremdwährungsbetrages, ausgedrückt werden. Dabei soll das Risiko in einem greifbaren Eurobetrag quantifiziert werden. Insbesondere erfolgt keine Kursprognose, da Devisenkurse nur sehr ungenau, eher überhaupt nicht prognostizierbar sind. Die Wahl des „richtigen“ Absicherungsinstrumentes hängt letztendlich von der Positionshöhe und der Risikobereitschaft des Unternehmens ab.

7.1. Ausgangspunkt zur Ermittlung des Risikos

Unter einem Risiko ist der mögliche Verlust zu verstehen, der sich aus der Unsicherheit über die Entwicklung eines Risikofaktors, wie z.B. von Aktien- kursen, Währungskursen oder Volatilitäten ergibt. In diesem Zusammenhang kann eine festgelegte Zielgröße von einem Referenzwert, sowohl negativ als auch positiv, abweichen. Die Möglichkeit einer negativen Abweichung einer Po- sition bzw. mehrerer Positionen von einem Referenzwert, bezeichnet man als Marktpreisrisiko. Bei Aktien und Devisen dient der aktuelle Kurs als Ausgangs- punkt für die Ermittlung des Risikos.20 Für den hier konstruierten Fall, dem Kauf von Fremdwährung, besteht das Risiko in einer Abwertung der Heimatwährung bzw. Aufwertung der Fremdwährung. Der Euro-Aufwand zum Ausgleichen der Verbindlichkeit in Fremdwährung, würde dann entsprechend höher ausfallen.

7.2. Der Value-at-Risk-Ansatz

Im modernen Risikomanagement wird das Risiko einer Position oder eines gesamten Portfolios mit dem Value-at-Risk (im Folgenden als VaR bezeichnet) ausgedrückt. Der VaR gibt für eine Risikoposition, bspw. ein zu beschaffender Fremdwährungsbetrag, eine referenzwertbezogene Verlustobergrenze an, die mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit, der Konfidenz, innerhalb eines festgelegten Zeitraums unter normalen Marktbedingungen nicht überschritten wird. Konkret ist in dieser Case Study unter der Verlustobergrenze der mögliche Mehraufwand der Beschaffung des Fremdwährungsbetrages zu verstehen. Die Besonderheit des VaR liegt darin, dass ein Risiko mit einer einzigen Kennzahl ausgedrückt werden kann.21 Der VaR bezieht sich auf die Wahrscheinlichkeitsverteilung eines Risikos, wobei nur das negative Ende der Verteilung untersucht wird. Der Chancenaspekt bleibt unberücksichtigt. Ein weiteres Merkmal dieser Kennzahl ist die Zukunftsorientierung, da die zu Grunde gelegte Wahrscheinlichkeitsverteilung die zukünftigen Verluste be- schreibt.22 Im Kontext des Fallbeispiels ist die Gefahr vorhanden, dass der Fremdwährungsbetrag zu einem schlechteren Wechselkurs bezogen werden muss. Der Unternehmensgewinn der Periode würde folglich geringer ausfallen.

7.3. Die historische Simulation

Wie die Bezeichnung „historische Simulation“ schon vermuten lässt, bilden historische Zeitreihen den Ausgangspunkt der Untersuchung. Es werden die in der Realität aufgetretenen Marktveränderungen identifiziert, auf deren Grund- lage der VaR berechnet werden kann. Der Vorteil dieses Modells liegt darin, dass nicht angenommen werden muss, dass sich die Renditen (Wertände- rungen) wie Random Walks verhalten oder normalverteilt sind. Als Datenbasis werden jedoch vollständige Zeitreihen der relevanten Kurse benötigt, z.B. alle durchschnittlichen Kassakurse des Währungspaares EUR/USD des letzten Jahres. Aus den historischen Zeitreihen werden die Veränderungen des Risikofaktors für die Liquidationsperiode, also für die Zeit in der eine Position veräußert oder glattgestellt werden kann, ermittelt. Die so ermittelten Veränderungen des Risikofaktors, in diesem Zusammenhang die Änderungen des Wechselkurses, werden mit dem aktuellen Marktwert, also mit der heute festgestellten Kursnotiz, multipliziert. Hierdurch erhält man mögliche Kurse für den Folgetag und kann so einen Risikowert für eine bestimmte Position ermit- teln. Es empfiehlt sich auf relative Änderungen zurückzugreifen, da absolute Änderungen, je nach Kursstand, eine ganz andere Wirkung haben können. Je nach gewähltem Konfidenzniveau, werden die schlechtesten historischen Wertänderungen ignoriert. Bei einem Konfidenzniveau von 95 % und 365 ermittelten relativen Wertänderungen, würde der VaR durch die 18. schlechteste Wertänderung ausgedrückt werden (5 % x 365 = 18,25). Die 17 schlechtesten Wertänderungen blieben in diesem Beispiel unberücksichtigt. Wird der zu beschaffende Fremdwährungsbetrag durch den ermittelten „Folgekurs“ des nächsten Tages dividiert, kann der potentiell mögliche Mehraufwand, zum Beschaffen des Fremdwährungsbetrages, mit dem Aufwand beim sofortigen Tausch per Kassageschäft, verglichen werden - das Risiko aus der offenen Position wird demzufolge abschätzbar.23

Der Wahl des Konfidenzniveaus kommt hier eine herausgehobene Bedeutung zu. Ein Konfidenzniveau von bspw. 99 % drückt aus, dass die tatsächliche Höhe des Risikos lediglich mit 1 %iger Wahrscheinlichkeit außerhalb des Konfidenzintervalls liegt. Mit anderen Worten, mit 99 % Sicherheit kann darauf vertraut werden, dass der VaR innerhalb des Intervalls liegt.24 Letzten Endes hängt die Selektion des Konfidenzniveaus von der Wahl des Risikomanagers ab, die wiederum durch die Vorgaben der Unternehmensleitung beeinflusst wird. Banken arbeiten meist mit Konfidenzniveaus zwischen 95 % und 99 %, der Mobil Oil Konzern legt ein Konfidenzniveau von 99,7 % zugrunde.25

7.4. Aufbau und Ablauf der Untersuchung

Um die historische Simulation durchführen zu können, sind die folgenden Schritte abzuarbeiten und nachstehenden Annahmen zu treffen.

- Abgrenzung des Portfolios - die zu untersuchenden Währungspaare
- Identifikation der Risikoparameter - die Wechselkursänderungen
- Bestimmen des Beobachtungszeitraums - per Annahme ein Jahr
- Festlegung der Haltedauer - ein Tag, da eine offene Devisenposition in der Regel innerhalb eines Tages geschlossen werden kann. Zu Informationszwecken wird das Risiko für 3 Monate approximiert.
- Einigung über das geforderte Konfidenzniveau - hier annahmegemäß 99 % und 95 %.26

Wie zu Beginn dieses Kapitels erwähnt, werden zur Risikoermittlung die vier international wichtigsten Währungspaare EUR/USD, EUR/CHF, EUR/JPY und EUR/GBP näher analysiert. Zu Vergleichszwecken werden die Währungspaare EUR/THB und EUR/TRY, also zwei als stark volatil eingestufte Währungen, herangezogen. Die Quantifizierung der inhärenten Risiken erfolgt, wie zuvor erläutert, mit dem VaR-Ansatz unter Anwendung der historischen Simulation. Die Datenbasis bilden diesbezüglich die durchschnittlichen Kassakurse auf Tagesbasis. Im Detail wurden die Kursnotierungen vom 12.06.2006 bis zum 12.06.2007 berücksichtigt. Der Untersuchungszeitraum wurde somit auf ein Jahr festgelegt, als Datenbasis dienen demnach 366 Kursnotierungen je Wäh- rungspaar. Eine längere Zeitreihe erscheint hier nicht zweckmäßig, da an- sonsten die aktuellen Ereignisse nicht mehr stark genug berücksichtigt werden.

Für das konstruierte Fallbeispiel wird als Ausgangspunkt die Annahme getroffen, dass ein Unternehmen in drei Monaten eine Rechnung in den jeweils untersuchten Fremdwährungen zu begleichen hat. Es besteht dementspre- chend eine Fremdwährungsverbindlichkeit. Ziel dieser Case Study ist es, die Risikowerte zwischen den einzelnen Währungspaaren vergleichen zu können bzw. die Risiken aufzuzeigen. Aufgrund dessen wird davon ausgegangen, dass die Fremdwährungsverbindlichkeiten jeweils isoliert bestehen, also quasi in sechs wirtschaftlich selbständigen Unternehmen. Andernfalls müssten die Korrelationen zwischen den Währungspaaren berücksichtigt werden, um das Gesamtrisiko zu bestimmen, welches an dieser Stelle allerdings nicht untersucht werden soll. Um die Risikowerte aus den einzelnen offenen Währungspositionen vergleichen zu können, wird der in drei Monaten, also am 12.09.2007, fällige Fremdwährungsbetrag auf Basis des durchschnitt- lichen Kassakurses vom 12.06.2007 fixiert. Die nachstehende Tabelle fasst die zum 12.09.2007 zu beschaffenden Fremdwährungsbeträge zusammen.

[...]


1 Vgl. Schiller, B./Rosenberg, C./Bitz, C./Marek, M. (2004), S. 437; vgl. dazu auch Reents, H.

(2007), http://www.ftd.de/boersen_maerkte/geldanlage/158824.html (2007-07-14, 17:20 MEZ).

2 Vgl. Priermeier, T./Stelzer, A. (2001), S. 5.

3 Vgl. Broll, U./Wahl, J. (2005), S. 397ff.

4 Vgl. Klingenbeck, M. (1996), S. 13ff.; vgl. Jendruschewitz, B. (1999), S. 10ff.

5 Vgl. Priermeier, T./Stelzer, A. (2001), S. 33ff.

6 Vgl. Breuer, W. (1997), S. 109f.

7 Vgl. Priermeier, T./Stelzer, A. (2001), S. 33f.

8 Vgl. Eilenberger, G. (2004), S. 19ff.

9 Vgl. Eilenberger, G. (2004), S. 21f.

10 Vgl. Eilenberger, G. (2004), S. 22ff.

11 Vgl. Eilenberger, G. (2004), S. 24ff.

12 Vgl. Stephan, J. (1989), S. 16ff.

13 Vgl. Eilenberger, G. (2004), S. 64ff.

14 Vgl. Schindel, V. (2007), S. 6f.

15 Vgl. Bernhard, W. (1992), S. 64f.

16 Vgl. Eilenberger, G. (2004), S. 76.

17 Vgl. Stephan, J. (1989), S. 32f.

18 Vgl. Vorstandshaftung bei Währungsrisiken, in: AG - Die Aktiengesellschaft 19/2006, S. 723- 724.; vgl. Kremers, M. (2002), S. 33f.

19 Vgl. Rau-Bredow, H. (2002), S. 603ff.

20 Vgl. Deutsch, Hans-Peter (2004), S. 375ff.

21 Vgl. Winter, Peter (2004), S. 289.

22 Vgl. Kremers, M. (2002), S. 122f.

23 Vgl. Deutsch, Hans-Peter (2004), S. 430ff.

24 Vgl. Klingenbeck, M. (1996), S. 80.

25 Vgl. Penza, P./ Bansal, V. (2001), S. 63f.

26 Vgl. Kremers, M. (2002), S. 152

Details

Seiten
66
Jahr
2007
ISBN (eBook)
9783640569465
Dateigröße
1.3 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v145808
Institution / Hochschule
Bergische Universität Wuppertal – Schumpeter School of Business and Economics
Note
1.3
Schlagworte
Währungsmanagement Termingeschäfte Optionen Derivate Value-at-Risk-Ansatz VaR Bestimmung Währungsrisiko Messung Währungsrisiko Absicherungsstrategien im Vergleich Risiken aus offenen CHF/USD/GBP/TRY Positionen beziffern Hedging hedgen Währungsmanagement in KMU

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