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Standortplanung im Zuge der Expansion von Discoutern unter Berücksichtigung immobilienspezifischer Aspekte

Diplomarbeit 2009 101 Seiten

BWL - Unternehmensforschung, Operations Research

Leseprobe

Inhaltsübersicht

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Symbolverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Ausgangssituation und Fragestellung
1.2 Abgrenzung und Gang der Untersuchung

2 Discounter
2.1 Ziele und Struktur der Lebensmitteldiscounter
2.2 Aktuelle Marktsituation der Lebensmitteldiscounter
2.3 Aldi Erfolgskonzept

3 Grundlegende Standorttheorien
3.1 Thünenschen Ringe von Johann Heinrich von Thünen
3.2 Neoklassische Standorttheorie von Alfred Weber
3.3 Erweiterte Theorien von Walter Isard und David M. Smith
3.4 Verhaltenswissenschaftlicher Ansatz von Allan Pred
3.5 Theorie der zentralen Orte von Walter Christaller

4 Standortfaktoren des Einzelhandels
4.1 Standortfaktor Bedarf
4.1.1 Raumaufteilung der Bevölkerung
4.1.2 Altersstruktur und die Geschlechterverteilung
4.1.3 Anzahl der Haushalte
4.1.4 Angaben zur Bevölkerungsentwicklung
4.1.5 Konsumverhalten
4.2 Standortfaktor Kaufkraft
4.2.1 Verfügbare Einkommen der privaten Haushalte
4.2.2 Sparquote der privaten Haushalte
4.2.3 Einzelhandelsrelevante Kaufkraft
4.2.4 Arbeitslosenquote
4.3 Standortfaktor Konkurrenz
4.4 Standortfaktor Verkehr
4.4.1 Einzugsgebiet
4.4.2 Erreichbarkeit der Standorte
4.4.3 Parkplätze
4.5 Standortfaktor Betriebsraum und das zu wählende Grundstück
4.5.1 Flächennutzungsplan
4.5.2 Bebauungsplan
4.5.3 Grundstücksgröße
4.5.4 Grundstückskosten
4.5.5 Werthaltigkeit des Grundstücks und aktuelle Entwicklungen am Immobilienmarkt
4.6 Standortfaktoren Umwelt und Energie

5 Standortplanungs- und Standortentscheidungsprozess
5.1 Modelle zur Einzugsgebietsbestimmung
5.1.1 Kreismethode
5.1.2 Streckendistanzmethode
5.1.3 Zeitdistanzmethode
5.1.4 Gravitationsmodelle als Instrument der Einzugsgebietsbestimmung
5.2 Punktuelle Standortanalyse
5.2.1 Einfachmethode
5.2.2 Checklisten
5.2.3 Punktbewertungsmethode
5.2.4 Rangreihenverfahren
5.2.5 Analogmethode
5.2.6 Profilmethode
5.2.7 Gravitationsmodelle als Instrument des Umsatzpotenzials
5.2.8 Investitionsrechenverfahren
5.3 Geomarketing und Geoinformationssysteme

6 Fazit

Anhang 1: Bauflächen und dazugehörige Baugebiete

Anhang 2: Richtlinien des Bebauungsplanes

Literatur- und Quellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Thünenschen Kreise

Abbildung 2: Genese hexagonaler Marktgebiete

Abbildung 3: Entwicklung des Konsumklimaindexes laut der GfK

Abbildung 4: Die GfK - Kaufkraft 2009 in Deutschland

Abbildung 5: Raumarten

Abbildung 6: Ausschnitt aus einem Flächennutzungsplan

Abbildung 7: Ausschnitt aus einem Bebauungsplan

Abbildung 8: Methoden der punktuellen Standortanalyse

Abbildung 9: Anwendungsbeispiele von Geomarketing

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Ein Überblick über verschiedene raumtheoretische Ansätze

Tabelle 2: Kalkulation - Grundstück/Nebenkosten

Tabelle 3: Checkliste Grundstück

Tabelle 4: Auszug eines Zahlenbeispiels zur Nutzwertanalyse

Tabelle 5: Die Standortwahl aufgrund des vereinfachten Rangreihenverfahrens

Symbolverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

1.1 Ausgangssituation und Fragestellung

Im Einzelhandel existiert eine Vielzahl an unterschiedlichen Betriebsformen, zu denen auch die Discounter gehören1. Sie sind in aller Munde und fast jeder hat schon einmal einen Einkauf bei einem Discounter getätigt. Sie sind ein ständiger Begleiter auf unseren Wegen, denn oftmals sieht man ihre Filialen am Straßenrand, was einen ab und an zu ungeplanten Einkäufen verleitet. Daraus ableitend kann man sich die Frage stellen, warum die Filialen dort sind, wo sie sind? So gilt es zu prüfen, ob und welche wissenschaftlichen Theorien es im Zuge der Standtortwahl gibt.

Historisch betrachtet ist im Laufe der letzten 15 Jahre ein stetig steigender Trend zu den Discountern und Filialisten u.a. auch im Lebensmitteleinzelhandel ersichtlich2. So gibt es in der Gegenwart beispielsweise kein einziges Land, in welchem der Umsatz der Dis- counter Lidl und Aldi rückläufig wäre3. So gilt es zu untersuchen, wie die Discounter strukturiert sind, was das Geheimnis ihres Unternehmenserfolges ist und ob sich die bisherige positive Entwicklung unter dem Einfluss der globalen Wirtschaftskrise fort- setzen wird.

Aufgrund der Expansionspolitik der Discounter stellt sich ihnen die Frage, wo es loh- nend ist, die nächste Filiale zu errichten. So ist die Standortplanung und die daraus re- sultierende Standortwahl ein bedeutender Prozess im Zuge der Expansion. Die Stand- ortentscheidung ist jedoch eine der am schwersten zu treffenden Entscheidungen in ei- ner Unternehmung. Existierende Standorteigenschaften der potenziellen Standorte be- einflussen hierbei die Standortentscheidung maßgeblich, jedoch sind auch zukünftige Entwicklungen an einem Standort zu berücksichtigen. Die Betriebswirtschaftslehre be- gann erst recht spät, sich mit den Problemen der Standortwahl zu befassen, was recht verwunderlich ist, da das Revidieren einer einmal getroffenen Standortentscheidung zumeist mit hohen Kosten verbunden ist4. Um eine solche Fehlentscheidung zu vermei- den, ist zu überprüfen, welche Standortfaktoren die Standorte der Discounter beeinflus- sen und ob alle Faktoren von gleicher Bedeutung sind. Des Weiteren ergibt sich die Frage nach wissenschaftlichen Modellen und Verfahren, mit deren Hilfe die Analyse der potenziellen Standorte erfolgen kann.

Schon anhand der zahlreichen Filialen, so waren es im Jahr 2007 bis zu 15.374 Le- bensmitteldiscountfilialen bundesweit5, lässt sich erahnen, dass die Immobilienwirt- schaft für die Discounter einen hohen Stellenwert einnimmt. Gestützt wird die These dadurch, dass beispielsweise der Discounter Lidl eigens für den Immobilienbereich eine Homepage für die Vermietung sowie den An- und Verkauf von bebauten und unbebau- ten Grundstücken eingerichtet hat6. So gilt es ebenfalls zu untersuchen, welche Ansprü- che die Discounter im Zuge der Expansion an die zu akquirierenden Grundstücke stel- len, welche rechtlichen Vorgaben bei der Errichtung einer geplanten Filiale zu berück- sichtigen sind und wie sich der Wert der Immobilien entwickelt und beeinflusst wird.

1.2 Abgrenzung und Gang der Untersuchung

In der vorliegenden Arbeit wird speziell auf die Lebensmitteldiscounter, stellvertretend für die Betriebsform der Discounter, eingegangen. Organisatorisch gehören die Le- bensmitteldiscounter dem Einzelhandel an. Die spezielle Betrachtung der Lebensmittel- discounter erfolgte aufgrund ihrer weiten Verbreitung und ihrer Repräsentativität.

Um das Thema der Arbeit systematisch darzustellen wird in dieser Arbeit, wie im Folgenden beschrieben vorgegangen.

In dem der Einleitung folgenden Punkt zwei werden die Discounter vorgestellt und ihr Konzept erläutert. Anhand eines Berichtes zur aktuellen Situation unter Einbezug der Wirtschaftskrise und der Aldi Erfolgsstory wird untersucht, ob die Lebensmitteldis- counter der Finanzkrise trotzen können und wie es zu dem bisherigen Erfolg der Dis- counter gekommen ist. Punkt drei beschäftigt sich mit dem Begriff des Standortes und den existierenden Standorttheorien zur Bestimmung des optimalen Standortes. In Punkt vier werden einige der für die Standortentscheidung in Frage kommenden Standortfak- toren erläutert. Es soll geprüft werden, ob alle in Betracht kommenden Standortfaktoren relevant sind, oder ob es Unterschiede in ihrer Bedeutung gibt. In Punkt fünf wird der Standortplanungs- und Standortentscheidungsprozess sowie die in diesem Zusammenhang benötigten Modelle bzw. Instrumente dargestellt.

2 Discounter

Aus dem Englischen übersetzt bedeutet der Begriff „discount“ soviel wie „Skonto“, jedoch besitzt er die Bedeutung des deutschen Wortes „Rabatt“7. Discounter sind Un- ternehmungen des Einzelhandels, welche ihr Warensortiment permanent unterhalb der am Markt existierenden Preise und somit einen dauerhaften Rabatt anbieten8. Aufgrund einer intensiven Werbestrategie entsteht der Eindruck einer dauerhaften Tiefpreisstrate- gie9. Ermöglicht wird die günstige Preisgestaltung durch eine schlichte Ladengestal- tung, eine einfache Warenpräsentation und einen stark eingeschränkten Service10. Ein weiterer Aspekt ist das sich schnell drehende Warensortiment, beruhend auf einer beab- sichtigt reduzierten Produktauswahl11.

Die Entstehung der Discounter in unseren Breitengraden lässt sich in zwei historische Phasen differenzieren. In der ersten Phase von 1953 - 1956 beschränkte sich das Ange- bot auf Elektroartikel des Haushaltsbedarfs. Prägnant für die nachfolgende zweite Phase ab 1956 ist, dass der Warenbestand sich gemäß den amerikanischen Vorbildern auf Pro- dukte des alltäglichen Gebrauchs erweiterte12. Durch den seither anhaltenden Erfolg und der daraus resultierenden Expansion der Discounter steht inzwischen für 5.334 Bundes- bürger durchschnittlich ein Lebensmitteldiscountmarkt zur Verfügung13. Wegen ihres hohen Einkaufsvolumens bei der Sortimentsbeschaffung sind es zumeist große Einzel- handelsunternehmungen, die das Discountprinzip verfolgen und eine Vielzahl an Filia- len betreiben14. Als Beispiel für gegenwärtige Marktteilnehmer im Einzelhandel sind die Lebensmitteldiscounter Lidl, Aldi, Penny und Norma zu nennen15.

In der Theorie lassen sich die Discounter in drei Typen unterteilen, wobei diese in der Praxis durch zahlreiche Mischformen ergänzt werden. Die Softdiscounter bieten ein umfangreicheres Sortiment, bestehend aus Markenartikeln und Eigenmarken, als ihre Mitbewerber an, wobei die Produktpalette durch herkömmliche Sonderangebote ange- priesen wird. Harddiscounter beschränken das Angebot auf ca. 1.000 Artikel, welche zum größten Teil aus Eigenmarken und Non-Food-Artikeln bestehen, welche zu wahren Tiefpreisen angeboten werden. Leandiscounter verfolgen eine Kostendegression durch Einsparungen bei der Ausgestaltung der Geschäftsräume, in der Personaldimensionie- rung, bei dem Kundenservice und der Präsentation der Waren. Resultat dieser Sparsam- keit sind unter anderem lange Wartezeiten an den wenigen Kassen16. Vergleicht man die drei voran genannten Typen anhand ihrer finanziellen Kennzahlen, so haben bisher die Harddiscounter den größten Erfolg erzielen können17. Dies verdeutlicht die Betrachtung der Flächenproduktivität (Umsatz / Quadratmeter Verkaufsfläche); so liegt diese bei den Softdicountern bei durchschnittlich 4.850 Euro und den Harddiscountern zwischen 3.200 Euro bis sogar 8.000 Euro pro Quadratmeter18.

2.1 Ziele und Struktur der Lebensmitteldiscounter

Zielsetzung von Unternehmungen ist es, durch ein optimales Zusammenspiel von Standortwahl und Verkaufsstätte die Gewinnmaximierung bzw. Gewinnoptimierung anzustreben, um das gesetzte Rentabilitätsziel zu realisieren. Um die definierten Ziele zu erreichen ist es jedoch erforderlich den kurzfristigen Verzicht auf Gewinne in Kauf zu nehmen, da wirtschaftliches Wachstum und die damit eng verknüpfte, zunächst Kosten treibende, Expansion im Handel höchste Priorität besitzen, woraus sich wiederum die folgenden Teilzielsetzungen generieren lassen:19

Ein Element ist die Steigerung des Marktanteils, wodurch sich im Zuge des Warenein- kaufs günstigere Preise aufgrund der steigenden abzunehmenden Menge verhandeln lassen.

Des Weiteren besteht gerade im Lebensmittelhandel das Ziel, die Konkurrenz aus dem Markt zu drängen. Grund hierfür ist der gesättigte Markt, welcher auf die unelastische Nachfrage bei gleichzeitig negativem Verlauf der Bevölkerungszahl in Deutschland zurückzuführen ist.

Das finale Ziel ist es, die Marktführerschaft zu erreichen. Basieren sollte die Marktstellung auf den drei Säulen Preis-, Standort- und Sortimentsführerschaft.

Um diese Ziele zu erreichen, setzen die Discounter auf die folgenden drei Strukturmerkmale, anhand derer sich der Erfolg der Lebensmitteldiscounter definieren lässt. Zum einen werden durch die Beschaffungspolitik große Warenmengen bei verhältnismäßig geringem Warensortiment günstig eingekauft, um Preisvorteile zu generieren und diese an die Verbraucher weitergeben zu können. Des Weiteren werden durch die Senkung von Handelsleistungen und durch Verlagerung von Tätigkeiten auf den Kunden die Handlungskosten gesenkt. Der dritte Pfeiler resultiert aus den erstgenannten Punkten, da die Kunden aufgrund der dauerhaft niedrigen Preisgestaltung langfristig ein positives Preisimage empfinden. Daher wird es für neu in den Markt eintretende Konkurrenten schwierig, die Kostenführerschaft anzugreifen20.

2.2 Aktuelle Marktsituation der Lebensmitteldiscounter

Seit mehreren Jahren verzeichnen die Discounter einen steigenden Umsatz und erhöhten damit ihren Marktanteil im Einzelhandel, wobei dieser Trend wohl auch zukünftig an- halten wird21.

So betrug der Umsatz der Discounter im Lebensmittel-Einzelhandel im Jahr 2006 58,4 Mrd. Euro von insgesamt 156,7 Mrd. Euro, was einem Markanteil von 37,3 Prozent entspricht22. Die Aldi-Gruppe tat sich im Geschäftsjahr 2006 als Marktführer mit 22.985 Mio. Euro (Aldi Süd 11.985 Mio. Euro, Aldi Nord 11.000 Mio. Euro) hervor, gefolgt von Lidl mit 13.780 Mio. Euro, Plus mit 6.871 Mio. Euro, Penny mit 6.050 Mio. Euro, Edeka-Gruppe mit 4.909 Mio. Euro, Norma mit 2.847 Mio. Euro und Netto Nord mit 951 Mio. Euro. Ermittelt man die daraus resultierenden Marktanteile, ergibt sich fol- gende Verteilung: Die Aldi-Gruppen erzielt einen Anteil von 39,4 % (Aldi Süd 20,5 %, Aldi Nord 18,8 %), Lidl 23,6 %, Plus 11,8 %, Penny 10,4 %, Edeka Gruppe 8,4 %, Norma 4,9 % und Netto Nord 1,6 %23. Im Jahr 2007 betrieben die Discounter insgesamt 15.374 Filialen, was einen Anteil von 27,6 % der gesamten in der Lebensmittelbranche existierenden Filialen darstellt24.

In der aktuellen Phase der Finanzkrise gehören die Lebensmitteldiscounter zu den Ge- winnern, denn die Konsumenten tendieren zur Zeit zu einem erhöhten Sparverhalten und setzen dies dergestalt um, als dass sie ihre notwendigen Lebensmitteleinkäufe preisbewusst tätigen. Dadurch bedingt steigt der Marktanteil der Lebensmitteldiscounter weiter an, da sie am Markt die Position der Preisführerschaft innehaben25. Bestätigt wird diese These durch die Aussage des Geschäftsführers der Handelsgruppe Edeka, Markus Mosa, der prognostiziert: „In den nächsten Jahren wird jeder zweite Euro beim Discounter ausgegeben. Bisher liegt der Marktanteil bei 42 Prozent. Der Trend dorthin ist ungebrochen. Und er wird die derzeitige Krise noch begünstigen.26

Ziel von Aldi ist es sogar, sich die Weltwirtschaftskrise zu Nutze zu machen und aufgrund der globalen Sparsamkeit seine Expansion im Ausland enorm zu verstärken. So sind für das Jahr 2009 allein 75 Filialneueröffnungen in Amerika geplant. Es soll versucht werden, Marktanteile des ansässigen Wal-Mart Konzerns für sich zu gewinnen. Wal-Mart hingegen scheiterte aufgrund der Konkurrenz von Aldi und Lidl bei dem Versuch, auf dem deutschen Markt Fuß zu fassen27.

2.3 Aldi Erfolgskonzept

Wie im vorherigen Kapitel dargestellt, war die Aldi-Gruppe das umsatzstärkste Unter- nehmen des Geschäftsjahrs 2006 im Bereich der Lebensmitteldiscounter. Daher soll im folgenden Abschnitt das Unternehmen exemplarisch für die Discounter näher vorgestellt werden.

Die Unternehmensgründer Theo und Karl Albrecht eröffneten 1960 mit Aldi die erste discountorientierte Filiale und gelten seitdem als Begründer der Harddiscounter in Deutschland und Europa. Bis in die Gegenwart werden das Unternehmenskonzept und das Warensortiment konsequent weiter entwickelt.

Die Aldi-Gruppe ist in zwei organisatorisch und rechtlich voneinander autonome Unternehmen, bestehend aus Aldi Nord mit Sitz in Essen und Aldi Süd mit Sitz in Mülheim an der Ruhr, gegliedert. Das Basiskonzept der Unternehmen ist deckungsgleich, jedoch gibt es Unterschiede in der Menge der angebotenen Produkte, der Struktur der Filialen, des Vertriebsgebietes und der Auslandsaktivitäten.

Insgesamt betrieb die Gruppe im Jahr 2007 bundesweit 4.197 Filialen. Das Immobilienportfolio besteht größtenteils aus unternehmenseigenen, freistehenden, standardisierten Gebäuden mit guter Verkehrsanbindung und ausreichendem Parkplatzangebot. Im Bereich von Ballungsgebieten findet man die Filialen zumeist an Randgebieten. Inzwischen entsprechen 90 % der Filialen dem standardisierten Gebäudetyp, welcher über eine Verkaufsfläche von ca. 1.000 qm verfügt. Ältere Filialen werden weiter betrieben, solange sie sich in guter Lage befinden und genügend Stellfläche für das wachsende Warensortiment bieten. Insgesamt lässt sich der Immobilienbesitz der Aldi-Gruppe für das Jahr 2005 auf ca. 1.670 Immobilien beziffern.

Aldi praktiziert wie alle Discounter eine dauerhafte Niedrigpreispolitik. Frühzeitig wur- de erkannt, dass eine preisaggressive Politik erforderlich ist. Aldi führte seine günstigen Eigenmarken auf dem Markt ein, um der Preisbindung der Markenartikel zu entgehen. Dadurch entstand im deutschen Lebensmittelhandel ein vom Preis ausgehender Wett- bewerb. Inzwischen gilt Aldi in vielen Bereichen gar als Richtmaß für die Preisfindung.

Werbemaßnahmen erfolgen hauptsächlich durch mindestens einmal wöchentliche Anzeigen in der Tagespresse, durch Prospekte und Werbeplakate. Das Hauptaugenmerk der Werbestrategie liegt auf dem Non-Food-Sortiment.

Der Unternehmensbereich Einkauf vereinbart mit den Produzenten Verträge mit früh- zeitig definierter Abnahmemenge, fixen Lieferterminen und Preisen an eine festgelegte Lieferanschrift. Aufgrund der langfristig angelegten Geschäftsbeziehung zwischen Aldi und seinen Zulieferern konnten auch diese ein positives Wachstum verzeichnen. Auch bei namhaften Markenherstellern hat ein Umdenken, ausgehend von einem anfänglichen Boykott, eingesetzt. Auch diese stellen inzwischen Eigenmarken für Aldi her.

Das Basissortiment umfasst ca. 800 Produkte, wobei auch hochwertige Waren, wie z.B. Lachs und Champagner, vertrieben werden. All diese Produkte sind, wie bei den Discountern üblich, schnell drehende Artikel, bestehend aus Eigenmarken, deren Vermarktungsrechte üblicherweise bei Aldi liegen. In den achtziger Jahren verabschiedete Aldi sich als reiner Nahrungsmittel-Anbieter und führte auch Non-Food-Artikel in das Sortiment ein. Diese gehören nicht dem Standardsortiment an, sondern werden in wöchentlichen Sonderaktionen angeboten. Je Turnus sind es ca. 20 Produkte, welche in großer Menge zu geringen Preisen präsentiert werden. Hierzu zählen auch umsatzstarke Produkte wie hochwertige technische Geräte und Reisen.

Um die logistischen Herausforderungen zu bewältigen, verfügt jede der über 60 bun- desweit existierenden Niederlassungen über ein Zentrallager mit Fuhrpark und ca. 20.000 qm Lagerfläche.

Der Unternehmung ist aufgrund der aufgeführten Rahmenbedingungen eine positive Entwicklung der Vorsteuerrendite von 3,7 % im Jahr 2000 auf 4,46 % im Jahr 2005 gelungen28.

Aus Kundensicht ist festzuhalten, dass sie gegenüber Aldi ein Vertrauen entwickelt haben, da sie zu der Überzeugung gelangt sind, bei keinem anderen Händler ihre Waren günstiger beziehen zu können. Begründet wird dies dadurch, dass Aldi in der Vergangenheit immer das beste Preis-Leistungsverhältnis angeboten hat, da die günstigen Einkaufskonditionen konsequent an den Kunden weitergegeben wurden29.

Als neueste Innovation bietet Aldi seinen Kunden in Österreich Kraftstoff zu günstigen Konditionen an. Die österreichische Aldi-Tochter Hofer hat durch die Inbetriebnahme von Zapfsäulen auf den Kundenparkplätzen dreier Testfilialen in der Region Salzburg für Aufsehen gesorgt. Hier soll der Kraftstoff stets zwei bis drei Cent unter den Preisen der Konkurrenten angeboten werden. Ermöglicht werden die Preise dadurch, dass der Kunde direkt an der Zapfsäule per EC- oder Kreditkarte bezahlt und somit, getreu dem Discountprinzip, auf Personalkosten verzichtet wird30. Da nach der erfolgten Implementierung die Literpreise in der Testregion für den Dieselkraftstoff zeitweise um bis zu 30 Cent sanken, fürchten die Mineralölkonzerne nun die Einführung des Konzepts in Deutschland und den daraus resultierenden Preiskrieg. Seitens Aldi wurde eine Marktimplementierung in Deutschland bisher dementiert31. Aldi-Kenner wissen jedoch, dass alle Neuerungen und Ideen professionell ausgearbeitet werden und nichts geplant würde, wenn ein Erfolg nicht in Aussicht stehen würde32.

3 Grundlegende Standorttheorien

Liebmann definiert den Standort als einen geographischen Ort, an dem Unternehmen Produktionsfaktoreinsatz ausüben, um Leistungen herzustellen33.

Die Erforschung des Standortes einer Unternehmung hat in der Betriebswirtschaftslehre erst verhältnismäßig spät eingesetzt, obwohl die Bedeutung der Standortwahl für eine Unternehmung sehr hoch ist. Eine Verlegung des Standortes geht, wenn dies überhaupt möglich ist, mit hohen Kosten einher34. Die Immobilität der errichteten Gebäude, der Betriebsanlagen, des eingearbeiteten Personals und des vorhandenen Kundenstamms führt dazu, dass eine einmal getroffene Standortendscheidung weitestgehend irreversi- bel ist35. Anhand der angedeuteten langfristigen Wirkung der Standortwahl stellt sie eine konstitutive Form dar. Anlässe zur Standortplanung ergeben sich bei einer Unter- nehmensgründung, einer Standortverlagerung oder bei einer Standortspaltung bzw. bei der Errichtung einer neuen Filiale36.

Des Weiteren stellt der Standort eines Einzelhandelsunternehmens einen wichtigen Marketingfaktor dar. Hierbei ist es für den Einzelhandel von Bedeutung, dass sich der Standort möglichst nah am Konsumenten befindet, d.h. an seinem Wohnort liegt. Bereits eine Differenz von 100 m zum idealen Standort kann im Einzelhandel über Erfolg oder Misserfolg entscheiden37.

Aufgrund des dargelegten Stellenwertes des Standortes für eine Unternehmung hält die seit Beginn des 19. Jahrhunderts eingesetzte Forschung zur unternehmerischen Stand- ortfrage und die Debatte um dieselbige bis heute an38. Seither haben sich zahlreiche theoretische und empirische Ansätze entwickelt39. Diese stammen von Begründern un- terschiedlichster wissenschaftlicher Orientierungen wie Geographie, Soziologie, Volkswirtschaftslehre und Betriebswirtschaftslehre. Gründe hierfür sind die komplexe und vielfältige Gestalt der Standortentscheidungsthematik, des Weiteren spricht die anhaltende wissenschaftlich geführte Diskussion für die Bedeutung und bestehende Aktualität des Themas40.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1: Ein Überblick über verschiedene raumtheoretische Ansätze

Die Tabelle 1 zeigt eine Auswahl der bisher entwickelten raumtheoretischen Theorien, erhebt jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Vielmehr sollen die Übereinstim- mungen wie auch wesentlichen Unterschiede der Ansätze in Bezug auf die Art des zu betrachtenden Raumes, die wissenschaftlichen Orientierungen, den Modellcharakter und den jeweiligen Einsatzbereich des Ansatzes aufgezeigt werden. Die genannten An- wendungsgebiete geben hier die sinnvollsten Einsatzbereiche wieder; es sind durchaus noch weitere denkbar41.

Die Wissenschaft unterteilt die Standorttheorien in drei Teilgebiete mit volkswirtschaftlichen, betrieblichen und innerbetrieblichen Ansätzen; alle Theorien lassen sich jedoch nur bedingt auf die Realität übertragen.

Untersuchungsgegenstand der volkswirtschaftlichen Theorie ist die Bestimmung von Gründen zur Niederlassung von Wirtschaftsunternehmungen in einem Wirtschaftsge- biet.

Die betriebliche Standorttheorie beschäftigt sich mit der Frage des idealen Standortes einer einzelnen Unternehmung. Ebenfalls einbezogen werden räumliche Disparitäten von Unternehmung und Lagerstätten.

Die innerbetriebliche Standorttheorie befasst sich mit der räumlichen Anordnung der betriebsnotwendigen bzw. der zur Produktion benötigten Mittel innerhalb der Betriebs- stätte.42

3.1 Thünenschen Ringe von Johann Heinrich von Thünen

Johann Heinrich von Thünen gilt mit seinem 1826 veröffentlichtem Werk „Der isolierte Staat in Beziehung auf Landwirtschaft und Nationalökonomie“ als Begründer zur Entwicklung der Standorttheorien43. Er strukturiert die in der Landwirtschaft vorhandenen Produktionsbereiche in Bezug auf den Bodenwert, die Distanz zur Absatzstätte und den produktionsspezifischen Kosten44.

Sein theoretischer Ansatz unterliegt diversen Restriktionen. So stellt der „isolierte Staat“ einen vollkommen isolierten Wirtschaftsraum dar, in dessen Zentrum sich eine dominierende Stadt befindet. Diese ist umringt von einer in Bezug auf physische und geographische Merkmale wie klimatische Bedingungen, Bodenbeschaffenheit und Transportgegebenheiten homogenen Ebene45. Die Stadt versorgt die landwirtschaftlich genutzten Gebiete mit industriell erzeugten Produkten und gilt gleichzeitig als das ein- zige Konsumzentrum der im Umland erzeugten Agrarprodukte46. Die Transportkosten steigen proportional zur Entfernung des Produktionsortes zum Ort des Konsums und dem Gewicht der zu transportierenden Produkte47. Einen weiteren Transportkostenfak- tor spielen das Volumen und die Verderblichkeit der landwirtschaftlichen Produkte. Die zwischen Stadt und Land bestehende Verkehrsanbindung ist in alle Richtungen iden- tisch48. Ziel der Landwirte ist die Maximierung ihres Gewinns, ihr Ausbildungsstand ist gleich49. Des Weiteren sind sie in der Lage, ihre Produktion nachfragebedingt anzupas- sen50.

Das Thünensche Modell besagt, dass in nächster Umgebung zur Stadt landwirtschaftli- che Produkte angebaut werden sollen, welche leicht verderblich sind und somit keine langen Transportwege überstehen würden, sowie Produkte, deren Gewicht im Verhält- nis zu ihrem Marktwert zu hoch ist, sodass zusätzliche Transportkosten bei längeren Wegstrecken am Markt nicht mehr gedeckt werden können. Diese Waren können somit nicht weit entfernt von der Stadt gewinnbringend angebaut werden. Erst wenn die Nach- frage durch die nahe liegenden Produktionsstätten nicht mehr befriedigt werden kann, können die höheren Transportkosten aufgrund der am Markt eintretenden Preissteige- rung gedeckt werden. Tritt diese Situation ein, erzielen die nah an der Stadt gelegenen Betriebe aufgrund ihrer geringeren Transportkosten eine Differentialrente. Bleibt eine erhöhte Nachfrage aus, so ist es für die entfernter gelegenen Betriebe ratsam, Güter an- zubauen, deren Masse im Verhältnis zu ihrem Preis niedriger ist, so also eine Trans- portkostenreduzierung einsetzt. Das soeben genannte Verhältnis besagt, dass, wenn die Distanz zum Markt steigt, ebenfalls der Wert des Produktes entsprechend der steigenden Transportkosten steigen muss. Gleichfalls ist bei steigender Wegstrecke festzustellen, dass versucht wird, die erhöhten Transportkosten durch eine Senkung der Arbeitskosten auszugleichen. Der Boden in vom Zentrum weiter entfernten Bereichen wird extensiv bewirtschaftet, in zentrumsnahen Bereichen besteht die Notwendigkeit einer intensiven Bewirtschaftungsform. Konsequenz aus dieser Feststellung ist, dass spezifische Bodennutzungs- und Bewirtschaftungsformen in den einzelnen Entfernungsbereichen gebildet und mehrere konzentrische Kreise um das Konsumzentrum hervorgerufen werden. Daraus resultierten die so genannten Thünenschen Kreise51.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

In Anlehnung an: Fischbach, R. u.a. (2007), S. 39.

Abbildung 1: Thünenschen Kreise

Im ersten, dem Absatzmarkt am nächsten gelegenen Kreis, wird der Anbau leicht ver- derblicher Produkte wie Obst, Gemüse und Milch präferiert; im zweiten Kreis folgt auf- grund teurer Holztransporte bei hoher Nachfrage die Forstwirtschaft; in den folgenden drei Kreisen sind unterschiedliche Formen des Ackerbaus vorzufinden, beginnend mit intensiver fruchtwechselwirtschaftlicher Nutzung, anschließend folgt der Getreideanbau in Form der Koppel- und Feldgraswirtschaft und zuletzt die Form der Dreifelderwirt- schaft. Im sechsten Kreis wird Viehzucht betrieben, dessen Erzeugnisse wie Butter und Fleisch von großem Wert sind, jedoch nur verhältnismäßig geringe Transportkosten verursachen. In dem an den letzten Kreis angrenzenden Bereich kann lediglich noch durch die Jagd ein Gewinn erwirtschaftet werden, da die Distanz zum Zentrum zu groß wird52.

Die Kritiker konzentrieren sich auf die von von Thünen gesetzten Restriktionen seines abgeleiteten Modells53. So stellt das Modell nicht die komplexere Realität der Agrarwirtschaft dar54. Des Weiteren ist umstritten, ob die vorgenommene empirische Gliederung der Kreise der Bodennutzung eine verallgemeinernde Aussagekraft besitzt. Seine Kernaussage, dass die Differentialrente zu einer räumlichen Unterscheidung der Intensität und Form der Landnutzung führt, ist jedoch unumstritten55.

Die Theorie ist heutzutage nur noch von geringer Bedeutung, da durch ein verbessertes Transport- und Wegenetz die wirtschaftliche Distanz von zwei Orten im Verhältnis zur geographischen Distanz immens reduziert worden ist. Verderbliche Waren können in- zwischen schnell und unter Verwendung von Kühlfahrzeugen transportiert werden, wo- durch die konsumentennahe Produktion an Relevanz verloren hat. Günstige Produkte sind somit ebenfalls rentabel über größere Strecken hinweg zu transportieren. Bezogen auf das Thünensche Modell hat dies zur Folge, dass sich z.B. Getreideanbau im Ring des Jagdbereiches gewinnbringend betreiben ließe oder dass die Milchproduzenten grö-ßere Transportwege in die Großstädte bewerkstelligen können. Im Gegensatz dazu wur- den die forstwirtschaftlichen Betriebe in städtische Randgebiete verdrängt. Sowohl die Logik des Konstrukts, welches von von Thünen erschaffen hat, als auch die durchdachte analytische Leistung sind jedoch nach wie vor anerkannt56. Schließlich lassen sich die von von Thünen erläuterten Effekte auch auf andere wirtschaftliche Bereiche, wie unter anderem auf den städtischen Grundstücksmarkt, übertragen57.

3.2 Neoklassische Standorttheorie von Alfred Weber

Ende des 19. Jahrhunderts entwickelten sich, ausgehend von der landwirtschaftlich ori- entierten Standorttheorie nach von Thünen, die ersten darauf aufbauenden industriell orientierten Modelle unter Berücksichtigung wirtschaftlicher Aspekte58. Im Gegensatz zu von Thünen ging Alfred Weber nicht von einem homogenen Modellraum aus, son- dern untersuchte den real existierenden Wirtschaftsraum. Grundsätzlich ist hierbei die gewerbliche Produktion von der Fläche unabhängig, ausschließlich durch die Abbau- stätte der für die Produktion benötigten Ressourcen kann eine Verbindung hergestellt werden59. Vorarbeit für Webers industriellen Ansatz leistete vor allem Walter Launhardt mit seinen 1882 technisch und ökonomisch orientierten Ausarbeitungen60. Im Jahr 1909 publizierte Weber dann sein Modell „Über den Standort der Industrien“, welches die Basis für später folgende Modelle zur industriellen Standortbestimmungstheorie bilde- te61.

Weber stellt seiner Theorie diverse Restriktionen voran. Zum einen ist der Standort der zu verarbeitenden Materialien bekannt und fix, gleiches gilt für die örtliche Verteilung des Verbrauchs. Das Transportsystem ist uniform, transportspezifische Kosten entspre- chen der Funktion von Gewicht und Distanz. Es herrscht unbegrenzte Verfügbarkeit an Arbeitkräften, die örtliche Verteilung der Arbeitskraft ist bekannt und fix, die Arbeits- kräfte sind nicht mobil, die Höhe des Lohns ist konstant, jedoch regional betrachtet dif- ferenziert. Es wird davon ausgegangen, dass das ökonomische, politische und kulturelle System homogen ist62. In seinem geschlossenen und statischen Konstrukt werden aus- schließlich die Standortfaktoren Transport-, Arbeitskosten und Agglomerationseffekte bei der industriellen Standortwahl berücksichtigt. Hingegen finden die Absatzfaktoren keine Berücksichtigung, da die Absatzproblematik als nicht existent angesehen wird63.

Die Transportkosten setzen sich durch den Transport des Rohstoffs von der Gewin- nungsstätte hin zum Produktionsort und von dort wiederum zur Konsumstätte zusam- men. Daraus leitet Weber den idealen Standort als den Punkt ab, wo das Maximum der Fertigungsvorteile bzw. das Kostenminimum erreicht wird64. Weber konnte dieses Ver- fahren auch auf komplexere Situationen anwenden, in denen z.B. mehrere Rohstoffe von unterschiedlichen Lagerstätten für die Produktion erforderlich waren65.

Indem die ursprüngliche Distanz verringert bzw. erhöht wurde, berücksichtigte Weber in seiner Standortbestimmungstheorie unterschiedliche Wegsamkeiten wie beispiels- weise Berge und Gewässer. Ebenfalls bedacht wurden unterschiedliche Frachttarife, wenn das ursprüngliche Gewicht des Transportgutes verändert wurde66. Außerdem stell- te Weber heraus, dass die zur Produktion benötigten Materialien einen Einfluss auf die Standortwahl haben können. So wurden die Rohstoffe in zwei Kategorien eingeteilt. Zum einen in Materialien, welche nur an bestimmten Orten vorhanden sind, wie z.B. Kohle, was bedeutet, dass diese einen großen Einfluss auf die Standortwahl ausüben. Zum anderen in Rohstoffe, die an allen Standorten in beliebiger Menge vorhanden sind, wie z.B. Luft. Diese wiederum sind also bei der Standortfrage nicht von Relevanz. Die zuletzt genannten Rohstoffe werden auch als Übiquitäten bezeichnet67. Eine weitere Gliederung der Materialen nimmt er vor, indem er unterscheidet, ob es sich um Reinma- terialien, also Rohstoffe, die mit ihrem vollständigen Gewicht in die Produktion einflie-ßen, oder um Gewichtsverlustmaterialien, welche im Produktionsprozess einen Teil ihres Gewichts verlieren, handelt68.

Mit der arbeitsorientierten Betrachtung untersuchte Weber, ob der im Zuge der trans- portorientierten Überlegung ermittelte optimale Standort durch den regional vorherr- schenden Arbeitsmarkt beeinflusst wird. Die arbeitsorientierte Betrachtung kann als die Abweichung vom Transportkostenminimalpunkt hin zu einem Punkt mit geringeren Arbeitskosten interpretiert werden69. Umgesetzt wird diese Abweichung ausschließlich dann, wenn aufgrund der niedrigeren Arbeitskosten die erhöhten Transportkosten ge- deckt werden70. Um einen solchen Vergleich vorzunehmen, lehnte sich Weber metho- disch an das von von Thünen entwickelte Modell der konzentrischen Kreise an71. Um den Transportkostenminimalpunkt werden die konzentrischen Kreise gelegt, welche Weber als Isodapanen bezeichnet72. Sämtliche Punkte, welche auf einer Isodapane lie- gen, bewirken gegenüber dem Transportkostenminimalpunkt die gleichen höheren Transportkosten. Liegen hohe Transportkosten zu Grunde, so befinden sich die Isoda- panen nah beieinander, hingegen liegen sie bei geringen Transportkosten weiter ausein- ander73. Eine Verlagerung des optimalen Standortes zu einem Ort mit niedrigeren Ar- beitskosten findet also statt, sollte der Ort in den so bezeichneten kritischen Isodapenen liegen, in der die zusätzlichen Transportkosten durch die eingesparten Arbeitskosten gedeckt werden74.

Die optimale Standortwahl kann auch von dem dritten Faktor, den Agglomerationsvor- teilen, begünstigt werden75. Agglomerationsfaktor und Deglomerationsfaktor definiert Weber wie folgt: „Ein Agglomerativfaktor im Sinne unserer Erörterung ist ein »Vor- teil«, also eine Verbilligung der Produktion oder des Absatzes, die sich daraus ergibt, daß die Produktion in einer bestimmten Masse an einem Platz vereinigt vorgenommen wird; während ein Deglomerationsfaktor jede Verbilligung der Produktion ist, die der Auflösung solcher zusammengeballter Massen parallel geht“76. Hierbei handelt es sich um Kostenvorteile, die durch das Niederlassen von Service- und Zulieferbetrieben an einem Standort entstehen. Fallende Beschaffungs- und Produktionskosten werden durch eine Netzwerkoptimierung mit den nun vor Ort ansässigen Geschäftspartnern erzielt77. Die Agglomerations- und Deglomerationseffekte haben somit einen so großen Einfluss auf die Standortwahl, dass der gewählte Standort nicht dem Ort mit den geringsten Transportkosten entsprechen muss78. Es ist dabei zu beachten, dass die Kostenersparnis- se nicht durch die evtl. durch die Verlagerung erhöhten Transportkosten aufgezehrt wer- den79.

Die von Weber aufgestellte Theorie hat bis heute zu einer Vielzahl kritischer Diskussionen geführt, bei denen fast keine seiner aufgestellten Thesen unberücksichtigt blieb80. Folgend werden einige Kritikpunkte kurz genannt und erläutert:

Weber legt eher einen technisch orientierten, als einen ökonomischen Ansatz zu Grunde. Die Annahme, dass Unternehmungen ausschließlich rational und gewinnoptimiert handeln, kann nicht manifestiert werden, da eine lückenlose Informationslage und eine daraus resultierende vollkommene Umsetzung nicht realistisch erscheint.

Des Weiteren wird die Ermittlung der Transportkosten aufgrund einer ausschließlichen Berechnung mit metrischen Distanzen kritisiert, da der in der heutigen Zeit an Bedeu- tung gewonnene Zeitfaktor vernachlässigt wird. Als Stichwort sei hier die „just-in- time“-Produktion genannt. Angemerkt sei auch, dass die Transportkosten in Zusam- menhang mit dem Verkehrsystem, der Sorte der zu befördernden Güter und den Fracht- tarifen, welche in der Realität bei steigender Distanz verhältnismäßig abnehmen, stehen.

Eine Fokussierung auf die Kostenminimierung bei Transport- und Arbeitskosten hat zur Folge, dass gewinnmaximierende Faktoren vernachlässigt werden. Vielmehr ist festzu- stellen, dass der Transportkostenfaktor, bezogen auf die Industrieländer, in der heutigen Zeit an Bedeutung verloren hat, da die weit entwickelte Verkehrsinfrastruktur und Transporttechnologie die Bedeutung der Transportkosten als Standortfaktor in den Hin- tergrund hat treten lassen.

Auswirkungen auf das Unternehmen durch veränderte Rahmenbedingungen in wirtschaftlicher, sozialer und anderer Hinsicht werden nicht berücksichtigt, was zu einer statischen Annahme führt.

Weiterhin ist aus heutiger Sicht zu bemängeln, dass seine Theorie von lediglich einem Konsumort und einem Ein-Betriebs-Unternehmen ausgeht, was allerdings zu Beginn der Industrialisierung der Realität entsprach.

Die Betrachtung der Unbeeinflussbarkeit der Standortfaktoren wird in den neueren Standorttheorien als kritisch betrachtet, da man inzwischen von einer Wechselwirkung von Unternehmung und Standortfaktoren ausgeht81.

Auch sein Ansatz zu den Arbeitskosten gibt Anlass zur Kritik, da bei einer realen Betrachtung festzustellen ist, dass es regionale Unterschiede bei der Lohn- und Gehaltsstruktur, der freien verfügbaren Arbeitskräfte und deren Qualifikationen gibt82.

Trotz aller aufgeführten kritischen Diskussionen hat Alfred Weber ein Fundament für die Weiterentwicklung der Standorttheorien gelegt, insbesondere um für den Raum differenzierende Standortfaktoren zu bestimmen83.

3.3 Erweiterte Theorien von Walter Isard und David M. Smith

Walter Isard und David M. Smith gehörten zu den Wissenschaftlern, welche Mitte des 20. Jahrhunderts die Theorie von Weber aufgriffen und weiter entwickelten. Isard untersuchte 1956 die Substitutionsprozesse, während Smith 1971 die Kostenseite anhand regional unterschiedlicher Erlöse, differenzierte Unternehmensleistung und zusätzliche Faktoren berücksichtigte84.

Walter Isard stellte heraus, dass unter Berücksichtigung des Substitutionsprinzips, bei welchem auch die wirtschaftlichen Faktoren substituiert werden können, ein wirt- schaftstheoretischer Ansatz zur Behebung der Standortproblematik herbeigeführt wer- den kann. Zur Bestimmung des betriebsoptimierten Standortes werden die Kosten des Transportes der verwendeten Stoffe und des Endproduktes substituiert85. Zwar handelt es sich hierbei um einen im Vergleich zur Weberschen Theorie komplexeren Ansatz86, er schafft jedoch eine Brücke zwischen der allgemeinen Wirtschaftstheorie und der Standorttheorie, des Weiteren zeigt er Integrationsmöglichkeiten auf87.

Durch eine schrittweise Verfeinerung der Theorie von Weber verleiht David M. Smith seinem Ansatz einen größeren Realitätsbezug. Dies geschieht, indem er einige Restriktionen neutralisiert und stattdessen neue Variablen einfügt88.

Seiner Theorie stellt er diverse Restriktionen voran:

Alle Unternehmungen haben die Absicht, Gewinn zu erwirtschaften, dieser ist nicht stets und ausschließlich maximiert. Des Weiteren besitzen sie Produkt- und Standortwahlfreiheit, es gibt keine Marktzugangsbarrieren89.

Die einzelnen Standorte der benötigten Produktionsfaktoren sind bekannt, die Faktoren sind mobil und werden zu feststehenden Kosten in unendlichen Mengen bereitgestellt.

Die Nachfragebedingungen sind gleich bleibend, jedoch aus räumlicher Sicht differenziert zu betrachten.

Eine veränderte Preis- und Kostengestaltung kann nicht eintreten90.

In seinem ersten Modell geht er davon aus, dass nicht nur die Kosten räumlicher Diffe- renzierung unterliegen, sondern dies auch für die Erlöse gilt91. Die Kostenseite teilt sich in standortunabhängige Grundkosten und standortabhängige Lagekosten auf. Die Grundkosten stellen hierbei die Minimalkosten für die eingesetzten Inputmaterialien dar, Lagekosten sind z.B. die Kosten des Transportes der benötigten Materialien vom günstigsten Bezugsort zum Standort. Räumlich unterschiedliche Erlöse ergeben sich durch Nachfrageunterschiede, der Konsumentenstruktur, z.B. durch die Kaufkraft und der Anzahl der potenziellen Konsumenten und auch durch die örtliche Nähe zu weiter- produzierenden Unternehmen92.

Der optimale gewinnorientierte Standort befindet sich also an dem Punkt, wo Kosten und Erlöse die größte Differenz aufweisen93. An den Standorten, wo die Erlöse immer noch größer sind als die Kosten, befinden sich die Unternehmen in der Gewinnzone; dies ändert sich erst, wenn die Kosten die erzielten Erlöse übersteigen, die Unternehmen geraten dann in die Verlustzone94.

In seinem zweiten weiterführenden Modell berücksichtigt er Unterschiede in der Unternehmerleistung. Die Qualität, hier bestehend aus den Fähigkeiten des Managements, kann dazu führen, dass ein Unternehmen unter- oder oberhalb der durchschnittlichen branchenspezifischen Kosten liegt. Unternehmer, die aufgrund ihrer Leistung unterhalb dieser Kosten liegen, maximieren ihren Gewinn95.

Des Weiteren erfolgte eine Modifizierung, indem staatliche Eingriffe, z.B. durch Sub- ventionen und Investitionshilfen, einbezogen werden. Standorte, welche in der Verlust- zone liegen, werden durch gezielte staatliche Förderung in die unternehmerische Ge- winnzone befördert, da die Maßnahmen zu einer Reduktion der Kosten führen96. Ande- rerseits ist es auch möglich, dass durch einen örtlich gegebenen zu hohen Steuersatz der Standort aus der Gewinnzone gerät, obwohl dieser sonst profitabel wäre97.

Ehemals gewinnbringende Standorte können jedoch auch in den Verlustbereich geraten, wenn sich im Laufe der Zeit die Faktoren wie z.B. der Preis, die Kosten oder die Nachfrage negativ entwickeln98.

Smith liefert mit seinem Ansatz ein vielfältigeres Bild der Standortwahl als Weber, da er mannigfaltige Kostenfaktoren bedenkt, verschiedene Erlösmöglichkeiten aufzeigt und unterschiedliche Fähigkeiten der Unternehmer berücksichtigt und somit ein realitätsnäheres Modell geschaffen hat99.

3.4 Verhaltenswissenschaftlicher Ansatz von Allan Pred

In den Jahren 1967 und 1969 stellte Allan Pred mit seiner entwickelten behavioristi- schen Matrix eine enge Verbindung zwischen dem unternehmerischen Entscheidungs-

[...]


1 Vgl. Müller-Hagedorn (2002), S. 69.

2 Vgl. Haller, S. (2008), S. 44.

3 Vgl. Bosshart, D. (2004), S. 19.

4 Vgl. Korndörfer, W. (2003), S. 141.

5 Vgl. TradeDimensions (2007), S. III, 10.

6 Vgl. Lidl (2009a), http://www.lidl.de/cps/rde/xchg/lidl_de/hs.xsl/8104.htm, Stand 05.07.2009.

7 Vgl. Behrens, K.-C. (1972), S. 53.

8 Vgl. Schneck, O. (2003), S. 245.

9 Vgl. Haller, S. (2008), S. 41.

10 Vgl. Wöhe, G. (2002), S. 602.

11 Vgl. Riekhof, H.-C. (2007), S. 42.

12 Vgl. Nauer, E. (1970), S. 20.

13 Die Zahl ergibt sich aus dem Quotienten der Anzahl der Bundesbürger (82 Millionen) und den

15.374 existierenden Discountfilialen im Jahr 2007.

14 Vgl. Haller, S. (2008), S. 41.

15 Vgl. Winkelmann, P. (2002), S. 371.

16 Vgl. Kohfink, M.-W. (2002), S. 10 ff.

17 Vgl. Haller, S. (2008), S. 41.

18 Vgl. Pfeiffer, E. (2008), S. 41.

19 Vgl. Oehme, W. (2001), S. 91 f.

20 Vgl. Diller, H. u.a. (1997), S. 19 ff.

21 Vgl. Haller, S. (2008), S. 44.

22 Vgl. TradeDimensions (2007), S. II, 7.

23 Vgl. TradeDimensions (2007), S. IV, 50 f.

24 Vgl. TradeDimensions (2007), S. III, 10.

25 Vgl. Topagrar (2009), http://www.topagrar.com/index.php?option=com_content&task=view&id =8678&Itemid=519, Stand 15.07.2009.

26 PR-Online (2009), http://www.rp-online.de/public/article/wirtschaft/news/659223/Edeka-schafft-8000- neue-Stellen.html, Stand 15.07.2009.

27 Vgl. Focus (2009), http://www.focus.de/finanzen/news/discounter-aldi-greift-im-us-markt-an_aid_ 361800.html, Stand 15.07.2009.

28 Vgl. TradeDimensions (2007), S. VIII, 6 ff.

29 Vgl. Brandes, D. (2003), S. 13.

30 Vgl. Steadynews (2009), http://www.steadynews.de/2009/07/aldi-verkauft-jetzt-auch-benzin-erste-tank stellen-hatten-diesel-fuer-52-cent-super-fuer-unter-60-cent/, Stand 15.07.2009.

31 Vgl. Webnews (2009), http://www.webnews.de/kommentare/442971/0/ALDI-Tankstellen-Oelkonzerne

-fuerchten-Billigbenzin-vom-Aldi-Discounter.html, Stand 15.07.2009.

32 Vgl. Vip-Chicks (2009), http://www.vip-chicks.de/finanzkrise-aldi-nutzt-die-chance-im-ausland.html, Stand 15.07.2009.

33 Vgl. Liebmann, H.-P. (1969), S. 3.

34 Vgl. Korndörfer, W. (2003), S. 141.

35 Vgl. Maier, G., Tödtling, F. (2001), S. 25.

36 Vgl. Sönke, P. u.a. (2005), S. 55.

37 Vgl. Oehme, W. (2001), S. 75.

38 Vgl. Goette, T. (1994), S. 48.

39 Vgl. Behrens, K.-C. (1960), S. 51.

40 Vgl. Schnurrenberger, B. (2000), S. 1 f.

41 Bgl. Niegsch, C. (1999), S. 203.

42 Vgl. Domschke, W., Drexl, A. (1996), S. 2.

43 Vgl. Hesse, H. (2003), S. 362.

44 Vgl. Domschke, W., Drexl, A. (1996), S. 2.

45 Vgl. Haas, H.-D., Neumair, S.-M. (2007), S. 43.

46 Vgl. Schätzl, L. (1992), S. 61.

47 Vgl. Behrens, K.-C. (1971), S. 4.

48 Vgl. Schätzl, L. (1992), S. 61.

49 Vgl. Haas, H.-D., Neumair, S.-M. (2007), S. 43.

50 Vgl. Schätzl, L. (1992), S. 61.

51 Vgl. Behrens, K.-C. (1971), S. 4 f.

52 Vgl. Behrens, K.-C. (1971), S. 5.

53 Vgl. Schätzl, L. (1992), S. 66.

54 Vgl. Haas, H.-D., Neumair, S.-M. (2007), S. 45.

55 Vgl. Schätzl, L. (1992), S. 66 f.

56 Vgl. Behrens, K.-C. (1971), S. 6.

57 Vgl. Ritter, W. (1998), S. 42.

58 Vgl. Barthelt, H., Glückler, J. (2003), S. 124.

59 Vgl. Weber, A. (1914), S. 56.

60 Vgl. Halver, W. (1996), S. 31.

61 Vgl. Brede, H. (1971), S. 13.

62 Vgl. Schätzl, L. (1992), S. 35.

63 Vgl. Kinkel, S. (2004), S. 49 f.

64 Vgl. Weber, A. (1909), S. 16.

65 Vgl. Ritter, W. (1998), S. 249.

66 Vgl. Weber, A. (1914), S. 62.

67 Vgl. Weber, A. (1914), S. 60.

68 Vgl. Weber, A. (1914), S. 61.

69 Vgl. Ponsard, C. (1983), S. 26.

70 Vgl. Niegsch, C. (1999), S. 77 f.

71 Vgl. Meyer-Lindemann, H.-U. (1951), S. 30 f.

72 Vgl. Weber, A. (1914), S. 63.

73 Vgl. Niegsch, C. (1999), S. 78.

74 Vgl. Weber, A. (1914), S. 63.

75 Vgl. Kulke, E. (2006), S. 68.

76 Weber, A. (1909), S. 123.

77 Vgl. Haas, H.-D., Neumair, S.-M. (2007), S. 37 f.

78 Vgl. Niegsch, C. (1999), S. 71.

79 Vgl. Haas, H.-D., Neumair, S.-M. (2007), S. 38.

80 Vgl. Behrens, K.-C. (1971), S. 15.

81 Vgl. Haas, H.-D., Neumair, S.-M. (2007), S. 38 ff.

82 Vgl. Kulke, E. (2006), S. 69.

83 Vgl. Holz, I.-H. (1994), S. 32.

84 Vgl. Kulke, E. (2006), S. 72 f.

85 Vgl. Haas, H.-D., Neumair, S.-M. (2007), S. 40.

86 Vgl. Schätzl, L. (1992), S. 48.

87 Vgl. Haas, H.-D., Neumair, S.-M. (2007), S. 40.

88 Vgl. Haas, H.-D., Neumair, S.-M. (2007), S. 40.

89 Vgl. Kulke, E. (2006), S. 73.

90 Vgl. Pieper, M. (1994), S. 22 f.

91 Vgl. Schätzl, L. (1992), S. 49.

92 Vgl. Kulke, E. (2006), S. 74.

93 Vgl. Schätzl, L. (1992), S. 49.

94 Vgl. Haas, H.-D., Neumair, S.-M. (2007), S. 41.

95 Vgl. Kulke, E. (2006), S. 74 f.

96 Vgl. Pieper, M. (1994), S. 24.

97 Vgl. Haas, H.-D., Neumair, S.-M. (2007), S. 43.

98 Vgl. Pieper, M. (1994), S. 25.

99 Vgl. Kulke, E. (2006), S. 76.

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Titel: Standortplanung im Zuge der Expansion von Discoutern unter Berücksichtigung immobilienspezifischer Aspekte