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Grundlagen empirischer Forschung

Planung einer empirischen Untersuchung, Nutzen der kumulierten Häufigkeit, Spannweite, Spannenmitte, arithmetischer Mittelwert, Standardabweichung, Variationskoeffizient

Hausarbeit 2009 9 Seiten

Mathematik - Statistik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Aufgabe 1: Welche wesentlichen Schritte gehören zur Planung einer empirischen Untersuchung?
2.1 Formulierung und Präzisierung des Forschungsproblems
2.2 Planung und Vorbereitung der Erhebung

3 Aufgabe 2: Welchen Nutzen hat die Darstellung der kumulierten Häufigkeit?

4 Aufgabe 3: Es werden folgende Preise für 1 kg schwedische Meloeke beobachtet (in EUR): 2,29; 2,99; 2,49; 2,59; 1,99Wie groß sind Spannweite, Spannenmitte, arithmetischer Mittelwert, Standardabweichung und der Variationskoeffizient? Berechnen Sie die Werte mit einem Tabellenkalkulationsprogramm (Tabelle einfügen), beschreiben Sie Ihr Vorgehen stichwortartig und kommentieren Sie die Ergebnisse kurz
4.1 Spannweite
4.2 Spannenmitte
4.3 arithmetischer Mittelwert
4.4 Standardabweichung
4.5 Variationskoeffizient

Quellenverzeichnis

1 Einleitung

Im Rahmen des Studiums „Master of Public Administration“ beschäftigt sich der Verfasser in dieser Hausarbeit mit den an ihn gestellten Fragen im Wahlangebot „Grundlagen der empirischen Forschung“. In der ersten Frage nennt und erläutert der Verfasser die wesentlichen Schritte zur Durchführung einer empirischen Untersuchung. In der zweiten Frage wird der Nutzen der Darstellung der kumulierten Häufigkeit aus der Sicht der empirischen Forschung beurteilt. Im dritten Teil führt der Verfasser an Hand einer gestellten Aufgabe mathematische Statistikberechnungen unter Inanspruchnahme des Tabellenkalkulationsprogrammes MS- Excel durch, beschreibt die Vorgehensweise und kommentiert die Ergebnisse.

2 Aufgabe 1: Welche wesentlichen Schritte gehören zur Planung einer empirischen Untersuchung?

Die empirische Sozialforschung beschäftigt sich mit drei Grundfragen:

1. Was soll erfasst werden?
2. Warum soll erfasst werden?
3. Wie soll erfasst werden?

Zur Lösung dieser Fragen existieren Forschungsprozesse bzw. empirische Untersuchungen. Diese Untersuchungen sind in die Phasen Planung, Durchführung und Auswertung gegliedert[1]. Der Verfasser beschäftigt sich in dieser Aufgabe mit den wesentlichen Schritten der Planungsphase. Diese lässt sich grob in die Formulierung und Präzisierung des Forschungsproblems und die Planung und Vorbereitung der Erhebung unterteilen.

2.1 Formulierung und Präzisierung des Forschungsproblems

Die erste zu treffende Entscheidung ist die Auswahl und die Formulierung des zu untersuchenden Problems. Es ist von Vorteil ein klares Forschungsproblem zu definieren und unbedingt notwendig, die Ziele des Vorhabens präzise zu beschreiben. Die Hauptfrage zu Beginn eines Projektes lautet: „Was genau möchte ich wissen?“[2] Im Anschluss folgt eine Begründung der Auswahl. Forschungsprobleme können durch den Forscher selbst initiiert werden oder es handelt sich um Auftragsforschung. Begründungen für beide Varianten könnten technischer, ökonomischer, juristischer oder sozialwissenschaftlicher Natur sein, mit der Zielsetzung einer inhaltlichen Produkt- oder Verfahrensverbesserung. Projekte mit Problemstellungen von geringer Bedeutung oder nicht-lösbaren Fragestellungen sind wenig erfolgversprechend. Anschließend erfolgt eine umfangreiche Literaturauswertung, wodurch das Problem in die fachlichen Zusammenhänge eingeordnet wird. In diesem Stadium werden auch mit der Untersuchung verbundene Hypothesen formuliert und begründet.

2.2 Planung und Vorbereitung der Erhebung

Da die meisten Theorien nicht exakt definierte Begriffe enthalten, müssen diese Begriffe vorab präzisiert werden. Diese theoretischen Klärungen werden als Konzeptspezifikation bezeichnet. Nach diesem Schritt folgt die Zuordnung beobachtbarer Sachverhalte zu den theoretischen Begriffen und Konstrukten, um Messungen zu ermöglichen. Dieser Schritt heißt Operationalisierung und beinhaltet Anweisungen über die Durchführung von Messungen für einen bestimmten Sachverhalt. Durch die Messungen können Aussagen über die Sachverhalte und auch über eine erste Akzeptanz bzw. Ablehnung der Grundtheorie getroffen werden. Sinnvolle Messinstrumente und dazugehörige Skalen werden in dieser Phase ausgesucht, in der Sozialwissenschaft meistens Fragebögen oder Beobachtungskategorien. Anschließend werden Pretests (Voruntersuchungen) durchgeführt, um die Untersuchungsmethoden zu überprüfen. Nach der Operationalisierung folgt die Wahl der dazugehörigen Untersuchungsform, dem sogenannten Design. Dazu gehören Entscheidungen über die Anzahl der Messzeitpunkte, Untersuchungsebenen, usw. Die zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel spielen bei diesen Entscheidungen eine große Rolle. Der letzte Schritt vor der eigentlichen Datenerhebung ist die Auswahl der Untersuchungsobjekte. Es können alle Elemente (Beispiel Volkszählung) eines Gegenstandsbereiches oder nur einige ausgewählte (repräsentative Gruppe) betrachtet werden. Dazu müssen der Gegenstandsbereich exakt definiert und alle Elemente aufgelistet werden. Danach kann, durch ein Auswahlverfahren, die repräsentative Gruppe betrachtet werden. Dieser Vorgang nimmt mitunter viel Zeit in Anspruch. Im Anschluss an die Vorbereitung würde die Durchführung folgen. Die folgende Grafik (nach Schnell/Hill/Esser) soll die Vorbereitungsphase vereinfacht darstellen[3].

[...]


[1] Vgl. Attesländer, P.: Methoden der empirischen Sozialforschung, 12. Aufl., Erich Schmidt Verlag, Berlin, 2008.

[2] Diekmann, A.: Empirische Sozialforschung: Grundlagen, Methoden, Anwendungen, 18. Aufl., Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek, 2007, S. 187.

[3] Vgl. Schnell, R., Hill, P., Esser, E.: Methoden der empirischen Sozialforschung, 7. Aufl., Oldenbourg Verlag, München, Wien, 2005.

Details

Seiten
9
Jahr
2009
ISBN (eBook)
9783640557387
ISBN (Buch)
9783640557929
Dateigröße
450 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v145443
Institution / Hochschule
Universität Kassel
Note
1,0
Schlagworte
Grundlagen empirischer Forschung kumulierte Häufigkeit empirische Untersuchung Spannweite Spannenmitte arithmetischer Mittelwert Standardabweichung Variationskoeffizient

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Titel: Grundlagen empirischer Forschung