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Mediale Variation: Geschriebenes vs. gesprochenes Deutsch

Hausarbeit (Hauptseminar) 2007 11 Seiten

Didaktik - Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Schriftlichkeit und Mündlichkeit
2.1 Medium der Sprache
2.2 Konzeption der Sprache

3. Grundlegende Unterschiede zwischen gesprochener und geschriebener Sprache
3.1 Grundlegende Charakteristika gesprochener Sprache vs. geschriebener Sprache
3.2 Das Arbeitsgedächtnis
3.3 Die Anwesenheit von Sprecher und Hörer
3.4 Variabilität und Normiertheit der Sprache

4. Eigenschaften geschriebener und gesprochener Sprache
4.1 Textuelle und pragmatische Ebene
4.2 Syntaktische Ebene
4.3 Lexikalische Ebene
4.4 Phonetische Ebene

5. Fazit

6. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Die Verständigung in einer Sprache zwischen Sender und Empfänger kann mündlich als auch schriftlich erfolgen. Vorraussetzung für die schriftliche Verständigung in einer Sprache ist aber, dass die Sprache auch eine Schrift besitzt. Dementsprechend ist eine Sprache einerseits eine gesprochene Sprache und als Lautsprache sozusagen ein akustisches Phänomen bekannt und andererseits ist die Sprache eine geschriebene Sprache und damit auch ein visuelles Phänomen. Bezieht man sich auf die Dauer der Sprache, wird alleine zwischen dem Akustischem und Visuellem ein Unterschied sichtbar. So dauert die akustische Sprache nur so lange wie ihre Schallwelle, wogegen die visuelle Sprache die Eigenschaft besitzt der Sprache eine sehr lange Dauer zu verleihen und diese auch räumlich zu verbreiten.

In der nachstehenden Arbeit werde ich die mediale Variation zwischen gesprochenen und geschriebenen Deutsch darstellen. Demnach setze ich mich zunächst mit den Grundsätzlichen Unterschieden der beiden Begriffe auseinander und gehe danach auf einzelne wichtige Aspekte ein, die den Unterschied und Vergleich differenzierter beschreiben.

2. Schriftlichkeit und Mündlichkeit

Der Unterschied zwischen den beiden Begriffen erfolgt erstens im Medium der Realisierung der Sprache (2.1) und zweitens in der Konzeption, die die Äußerung prägt (2.2).

2.1 Medium der Sprache

Das Medium der Realisierung von Sprache erfolgt entweder phonisch oder graphisch aber auch gestisch (Gebärdensprache). Gesprochene Sprache ist die primäre Form und ist situationsbezogen. Sie verlangt einen Sprecher und einen Zuhörer. Sind beide gegenseitig kooperativ, so kann eine Verständigung in der gesprochenen Sprache fast immer gesichert werden und stellt eine Beziehung zwischen den Beiden her. Aber auch geschriebene Sprache zählt meist zu der primären Form und kommuniziert zwischen Schreiber und seinem Leser bzw. Adressaten. Diese Beziehung ist im Gegensatz zur gesprochenen Sprache eher indirekt.

Beide Medien haben aber die Eigenschaft ausgetauscht zu werden. So kann ein Medium in das andere überführt werden: Gesprochenes kann schriftlich festgehalten werden und Schriftliches kann mündlich vorgetragen werden. (Vgl. Duden 1998:54-55)

2.2 Konzeption der Sprache

Die Konzeption der Sprache, die die Äußerungen prägt wird in konzeptionelle Mündlichkeit und konzeptionelle Schriftlichkeit unterschieden. Der Begriff konzeptionelle Mündlichkeit/Schriftlichkeit zielt auf die Aspekte der sprachlichen Variation. Zusätzlich muss man beachten, das beim Medium die Begriffe mündlich/schriftlich dichotomisch zu sehen sind, da fast immer zu irgendeinem Zeitpunkt ein Medienwechsel stattfinden kann. (Vgl. Koch & Österreicher 1994 : 587)

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Details

Seiten
11
Jahr
2007
ISBN (eBook)
9783640549337
ISBN (Buch)
9783640550609
Dateigröße
450 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v145236
Institution / Hochschule
Universität Osnabrück
Note
1,5
Schlagworte
Mediale Variation Geschriebenes Deutsch

Autor

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Titel: Mediale Variation: Geschriebenes vs. gesprochenes Deutsch