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Einführung in die Sozialstruktur Deutschlands - Herausforderung Bevölkerungsentwicklung

Essay 2008 9 Seiten

Soziologie - Individuum, Gruppe, Gesellschaft

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Herausforderung Bevölkerungsentwicklung

Quellenverzeichnis:

Einleitung

Herausforderung Bevölkerungsentwicklung. Das ist das Thema dieses Essays. Aber was ist darunter zu verstehen? In dieser Einleitung möchte ich zunächst meine Vorgehensweise erläutern und später eine Fragestellung formulieren, unter welcher ich dieses Thema behandeln möchte.

Zuerst möchte ich die Entwicklung der deutschen Bevölkerung analysieren, indem ich die Entwicklung unter den Aspekten der Geburten- und Sterbeentwicklung betrachte und Deutschland ein passendes Modell der Altersstruktur zuweise. Daraus soll sich eine Art „Bevölkerungsprofil“ Deutschlands ergeben. Aus diesem Profil ergeben sich vielerlei Konsequenzen in den unterschiedlichsten Bereichen unserer (Politik-)Felder. Ich möchte das Thema „Arbeitsmarkt“ näher betrachten. Die Frage für dieses Essay lautet also: „Welche Konsequenzen ergeben sich für den deutschen Arbeitsmarkt, vor dem Hintergrund der Entwicklung der deutschen Bevölkerung?“

Am Schluss ziehe ich ein finales Fazit und gehe noch einmal auf die hier eingangs formulierte Fragestellung ein und komme eventuell zu einer möglichen Antwort.

Herausforderung Bevölkerungsentwicklung

Ein wichtiger Aspekt ist -wie eingangs erläutert- die Analyse des Verhältnisses von Geburten- und Sterbeziffern und deren Entwicklung.

1841 bis zur Jahrhundertwende 1901 lag die Geburtenrate in Deutschland (Deutsches Reich) auf einem hohen Niveau. Unter Berücksichtigung von einigen Schwankungen, bewegte sich die Zahl der Lebendgeborenen pro 1000 Einwohner bei etwa 32 bis 41 Geburten. Seit der Jahrhundertwende fiel die Geburtenrate stetig bis 1918 auf gerade einmal etwa 14 Lebendgeburten pro 1000 Einwohner. In den frühen 1920er Jahren stieg die Rate wieder stark auf 25 Lebendgeburten an, ehe sie zum Ende der 1930er Jahre auf 15 absank. Im weiteren Verlauf der Jahre fiel sie weiter auf etwa 11 Lebendgeburten 1997.[1] Woran liegt nun dieser Fall der Geburtenentwicklung? Die Schwankungen ab 1841 bis zum Jahre 1918 sind auf die Kriege Preußens bzw. des Deutschen Reiches zurückzuführen. Die „Einigungskriege“, die viele Männer in den Krieg zogen, verursachten die Rückgänge der Geburten bis schließlich mit dem Ausbruch bzw. Ende des Ersten Weltkriegs die Geburtenrate auf dieses Tief von nur 14 Geburten fiel (aufgrund der „fehlenden“ männlichen Soldaten im Krieg). Derselbe Effekt zeigte sich auch im Zuge des Zweiten Weltkriegs. Das Ansteigen der Geburtenrate in den jeweiligen Friedensjahren ist auf die hohe Rate vor den Kriegen zurückzuführen. Mit einer hohen Rate geht auch die Anzahl potenzieller Eltern in die Höhe, die für das Ansteigen einige Jahre später verantwortlich sind. Diese zeitliche Versetzung ist der „demographischen Trägheit“ zuzuordnen.

Seit den 1960er Jahren und besonders mit der Einführung der „Anti-Baby-Pille“ Mitte der 60er Jahre fiel die Geburtenrate bis auf das oben genannte Tief von 11 Geburten. In der ehemaligen DDR fiel die Entwicklung bis Ende der 1970er Jahre ähnlich aus. Ab 1980 etwa stieg die Geburtenrate auf etwa 14 Geburten an. Seit der Wiedervereinigung jedoch fiel die Rate in den neuen Bundesländern noch schneller als in den alten Bundesländern auf einen Tiefstand von 5 Geburten pro 1000 Einwohner. Gerade die jüngeren Generationen bis zur Kohorte 1965 bekommen immer weniger Kinder.[2]

Die Einführung der „Anti-Baby-Pille“ ist aber nicht der einzige Grund für das Sinken der Geburten.

[...]


[1] Kopp / Hill: Fertilitätsentwicklung, S. 735.

[2] Ebd., S. 736.

Details

Seiten
9
Jahr
2008
ISBN (eBook)
9783640539529
ISBN (Buch)
9783640540136
Dateigröße
527 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v144624
Institution / Hochschule
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg – Sozialwissenschaften
Note
2,3
Schlagworte
Sozialstruktur Bevölkerungsentwicklung demographischer Wandel Sterberate Geburtenrate Urne

Autor

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Titel: Einführung in die Sozialstruktur Deutschlands - Herausforderung Bevölkerungsentwicklung