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Ein empathisches Erzählspiel gegen Stagnation

Erzählzweck und –vollzug in Christoph Martin Wielands „Das Hexameron von Rosenhain“

Hausarbeit (Hauptseminar) 2008 25 Seiten

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Gattungstheorie
2.1 Das Zeitliche in einer „zeitlose[n] Idylle“
2.2 Anlässe

3. Krise und Harmonie
3.1 Die Unterhaltungen und das Hexameron
3.2 Der spannende Stillstand der Harmonie

4. Der Wandel des historischen Literatursystems
4.1 Die Wirtschaft als oppositioneller Machtträger
4.2 Isolation und Geselligkeit
4.3 Literarische Gesellschaftsspiele als kurzweilige soziale Bildung

5. Das Spiel mit den Masken
5.1 Das Maskenspiel in den Binnenerzählungen
5.2 Der geheime Plan des verlobten Paars
5.3 Der Ungenannte auf den verschiedenen Fiktionsebenen
5.3.1 Der Verfasser als Erzähler im mündlichen Rahmen
5.3.2 Herausgeberfiktion und Gewährspersonhinweis
5.3.3 Die Unterbrechungen des Märchens „Narcissus und Narcissa“
5.3.4 Der Verfasser als maskierter Handlungsträger im mündlichen Rahmen

6. Das soziale Leben als schicksalhaftes Glücksspiel

7. Ergebnisse

8. Literaturverzeichnis
8.1 Primärliteratur
8.2 Sekundärliteratur

1. Einleitung

Zyklische Rahmenerzählungen ohne existentielle Notsituation

treffen sich mit den anderen Werken zyklisch/instrumentaler Epik darin, daß die Grabsituation einsamen Stagnierens durchs lebendige Miteinander im gemeinsamen Erzählen durchkreuzt wird.[1]

In dem Erzählzyklus „Das Hexameron von Rosenhain“ von Christoph Martin Wieland bestätigt sich dieses Ergebnis der „vorläufigen Notizen zu zyklischem, instrumentalem und praktischem Erzählen“ von Volker Klotz.

Nach Klotz zeigt sich praktisches Erzählen in zyklischen Rahmenerzählungen als zielgerichtetes instrumentales Handeln, das auf die Zuhörer der Rahmengesellschaft und auf das reale Lesepublikum wirkt: Die Erzählrunde erzählt instrumental, um die Aufgabe zu lösen, die ihre Zwangslage an sie stellt. Die praktische Zweckerfüllung ist dabei jedoch ebenso ein Vorgang, der sich schrittweise im zyklischen Erzählzusammenhang vollzieht und in der stets eingehaltenen, sich wiederholenden Form wahrgenommen werden kann.[2]

Diese Wechselwirkung ist auch im „Hexameron“ notwendig, um an das Ziel eines beständigen, lebendigen Miteinanders zu gelangen – beziehungsweise um zu sichern, dass es auch über den im Zyklus dargestellten Zeitraum hinaus immer wieder erreicht werden kann: In Andreas Becks Kritik an Klotz erfüllt sich die teleologisch ausgerichtete Instrumentalität im zyklischen Vollzug des Erzählens. Diese bilden eine einzige Dynamik, die der Möglichkeit nach für einen unendlichen Erzählfortgang geöffnet ist, sofern dieser stets Neues erschafft und damit das zyklisch-instrumentale Ziel dauerhaft erfüllt.[3]

Die Opposition des ‚unendlichen’ Ziels eines sozialen Zusammenhalts bildet das einsame Lesen, das keine dynamische Bewegung entwickelt. Die Inhalte der Literatur, die auf einem entfremdeten Buchmarkt erworben und in Isolation konsumiert wird, können nicht praktisch angewandt werden und stauen sich somit als lediglich potentiell nützliches Wissen an. Die geringe Aktivität der Leser während einer Beschäftigung, die kaum durch ein Erleben, sondern vielmehr durch bloßes Verstehen[4] und durch das Aushalten eines kommunikativen Stillstands gekennzeichnet ist, kann die Zeit der Handlungsträger nicht sinnvoll ausfüllen. Dies geschieht erst in einem lebendigen Austausch, in dem aus schriftlich Fixiertem mündlich Neues geschaffen wird.

Ich möchte in dieser Arbeit zeigen, wie dieses nur im Vollzug erreichbare Ziel in dem Zyklus verfolgt wird und wie die Grundlage dafür geschaffen wird, dass er sich über die erzählte Zeit der Rahmenhandlung hinaus erfüllen kann. Daher möchte ich die Frage beantworten:

Wie überwinden die Figuren in dem Erzählzyklus „Das Hexameron von Rosenhain“ den Stillstand, der den lebendigen Charakter beständiger Beziehungen gefährdet?

Zuerst soll die Gestalt des gattungsspezifischen Todesmotivs geklärt und der Erzählanlass der harmonischen Erzählgesellschaft schrittweise spezifiziert werden. Danach möchte ich zeigen, wie die Stagnation im „Hexameron“ strukturell zu Stande kommt. Dazu müssen formale Begriffe, die zu den Gattungscharakteristika der Novelle und der Anekdote gehören, auf die zyklische Rahmenerzählung übertragen werden. Anschließend kann erklärt werden, welche historischen Widerständen dem Ziel der Gesellschaft gegenüber stehen und welches historische Mittel den Figuren zur Verfügung steht, um den Stillstand zu überwinden. Dieses Mittel wird daraufhin in der Form eines Motivs in den Binnenerzählungen und in der Rahmenerzählung aufgesucht, um den Gebrauch durch die verschiedenen Handlungsträger zu untersuchen. Das letzte Kapitel erläutert, wie der Erzählzweck erfüllt wird.

Methodisch möchte ich mich an der Erzähltheorie orientieren, die die Gattung neu charakterisiert hat. Des Weiteren werde ich versuchen, den narratologischen Zugriff mit medienorientierten Literaturinterpretationen zu verbinden.

In dieser Arbeit müssen die gattungstheoretischen Interpretationen, die auf die Novelle und die Märchen bezogen sind, ebenso ausgeklammert werden wie biographische Interpretationen, die im Zusammenhang mit werk- und literaturgeschichtlichen Ansätzen entstanden sind. Anstatt eine inhaltliche Krise, z.B. anhand des Moments der Langeweile, zu verfolgen, möchte ich eine strukturelle Spannung in dem Zyklus aufzeigen, die mit auffallenden Veränderungen des medienhistorischen Hintergrunds ergänzt werden kann. Somit kann die Verfolgung verschiedener Motive in dem Zyklus an medienorientierte Literaturinterpretationen angeschlossen werden.

2. Gattungstheorie

2.1 Das Zeitliche in einer „zeitlose[n] Idylle“

Christine Mielke unterscheidet drei verschiedene Zyklengruppen. In Rahmenerzählungen der zweiten Gruppe, die wesentlich durch eine programmatische Narration bestimmt wird, erzählt die Rahmengesellschaft nicht, um gegen die existentielle Gefährdung einer Sozietät oder eines Individuums anzukämpfen. Die Todesmotivik ist aber dennoch zentral.[6] [5]

Das Erzählen ist in diesen Zyklen kreative Aktivität. Im Hexameron von Rosenhain wird es als Gesellschaftsspiel mit Regeln, die im Rahmen einer programmatischen Diskussion festgelegt werden, verstanden.

Die binäre Opposition ‚Leben oder Tod’ ist in den Binnenerzählungen mit dem Meta-Thema[7] der Partnerwahl verbunden: Ist es eine Liebe mit Leidenschaft, die die Figuren empfinden, wird aus ihr oft ein „Zweikampf auf Leben und Tod“ (S.33)[8] ; zumindest entscheidet sie „das Glück oder Unglück des Lebens“ (S.108)[9]. Aber auch andere zwischenmenschliche Beziehungen gestalten sich an dieser Grenze: Die Figuren Raymund und Hulderich riskieren ihr Leben für das Wohl von einer beziehungsweise von mehreren Personen (S.69-71 und S.101). Sie sichern damit den Bestand ihrer sozialen Beziehungen am glücklichen Ende der jeweiligen Erzählung.

Daneben ist bis zu der Hyperbel des Todesmotivs in Form des zweiten tragischen Novellenausgangs eine aktuelle, körperliche Bedrohung durch das Thema des Wunderbaren existent.[10] Danach wenden sich die Anekdoten vollständig dem Thema der Paarbeziehung in der Wirklichkeit zu. Die Zeitpunkte, die die Figuren mit dem Tod konfrontieren konnten, liegen somit auf der Ebene der Rahmenrealität in der Vergangenheit.[11]

In der Rahmenerzählung wird mit der Narration daher nicht gegen die Zeitlichkeit und Endlichkeit eines oder mehrerer einzelner Leben, sondern des gemeinsamen Lebens schlechthin gehandelt. Laura Auteri betont, dass die Grundlage für „Freundschaft und Liebe bei Wieland“ ausschließlich „Beständigkeit“ sein könne.[12]

2.2 Anlässe

Um 1800 trägt die verstärkte Rezeption orientalischer und romanischer Erzählzyklen zur Entstehung der Gattung in der deutschen Literatur bei. Im Hexameron ist ein deutlicher Einfluss von Giovanni Boccaccios Decamerone erkennbar. Das idyllische Stimmungsbild weicht jedoch ohne eine existentielle Bedrohung des Lebens und des Zusammenhalts einer sozialen Gemeinschaft stark von dem des romanischen Vorbilds ab.[13]

Zu Beginn des „Vorbericht eines Ungenannten“ beschreibt der Verfasser den allgemeinen Anlass für die Figuren, eine Gesellschaft zu bilden (S.7):

[M]an wollte ältere Verhältnisse enger zusammenziehen, auch mocht es (wiewohl noch mit dem Finger auf dem Munde) darauf abgesehen sein, neue anzuknüpfen, da unter den Anwesenden einige junge Leute waren, über deren bisher noch freie Herzen Amor und Hymen, jeder mit Vorbehalt seiner besondern Rechte, sich in Güte zu vergleichen nicht ungeneigt schienen.

Auf dem „Landsitz des Herrn v. P.“ (S.7) verfolgen einige der Figuren im Verborgenen das Ziel, soziale Beziehungen zu schaffen oder zu festigen.

Der Erzähl anlass kann unter diesen grundlegenden, die Gemeinschaft konstituierenden Anlass, „mehrere Wochen auf dem Lande beisammen“ (S.7) zu leben, subsumiert werden. Volker Klotz definiert das Erzählen als Gegenprinzip gegen Einsamkeit, das langfristig wirkt, damit soziale Beziehungen entstehen beziehungsweise bestehen bleiben.[14]

Eine Notwendigkeit oder im weiteren Sinne ein Zwang für die Gesellschaft, sich ausdrücklich „ungezwungen“ (S.11) jeden Abend zu treffen, um sich gegenseitig zu unterhalten, entsteht jedoch erst durch die Befürchtung, „einem Zeitfluß, den kein eigenes Tun erfüllt“[15] passiv ausgesetzt zu sein. Nach Klotz wird in Werken ohne „lebensbedrohende[n] Anlässe“[16] das Prinzip ‚Erzählen als Enttöten’ zwar entschärft, aber nicht entkräftet. Die Langeweile, personifiziert als Fee, die auf jeden Einzelnen der Gemeinschaft einen negativen Einfluss haben kann (S.8), gefährdet das Ziel, eine friedliche und harmonische Gemeinschaft mit möglichst vielen engen Beziehungen zu bilden – ein soziales Netzwerk, das durch Paare und Verwandte auf Dauer zusammengehalten werden kann.

3. Krise und Harmonie

3.1 Die Unterhaltungen und das Hexameron

Zu Beginn der Blütezeit[17] der Zyklischen Rahmenerzählung im deutschsprachigen Raum begründet Johann Wolfgang von Goethe die Gattung der zyklischen Rahmenerzählung mit seinen „Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten“ neu.[18] Die Motivation der fiktiven Rahmengesellschaft, sich Geschichten zu erzählen, ist die Französische Revolution, die gefährliche Auswirkungen innerhalb einer Gruppe deutscher Adeliger entwickelt. Es droht eine Krise der Kommunikation. Um den verlorenen sozialen Frieden wieder herzustellen, werden Erzählungen vorgetragen. Diese entwickeln sich thematisch vom Wahrscheinlichen zum Wunderbaren.

Im Hexameron lässt sich eine gegenteilige Bewegung beobachten: einen Übergang vom Wunderbaren in den Märchen über die Möglichkeit des Novellenplots[19] bis zu einem Geschehen, das wirklich erlebt wurde und schließlich in die Rahmenrealität einbricht. Da es das Ziel der Ausgewanderten auf dem Landgut am rechten Ufer des Rheines ist, sich mit dem Akt des Erzählens von ihrer äußeren und inneren Bedrohung zu entfernen und schließlich zu befreien, besteht für die Gesellschaft auf Rosenhain die Möglichkeit, mit dem Beginn ihrer Unterhaltung, der das Wunderbare thematisiert, geradewegs auf eine Krise zu zusteuern.[20]

3.2 Der spannende Stillstand der Harmonie

Die Gesellschaft von Rosenhain befindet sich im Gegensatz zu Boccacios und Goethes Rahmengesellschaften nicht auf der Flucht vor einer Gefahr oder Notsituation. Wie in den „Abendgesprächen“ kann in ihrer Situation nur eine bedingte Krise vorgefunden werden.[21] Es sind keine Emigranten, sondern vielmehr Gäste einer bekannten oder verwandten Familie, die in einem ökonomisch gesicherten Umfeld im Kreise anderer Adeliger einen ‚Urlaub’ auf dem Landgut verbringen. Eine idyllische Umgebung und ungezwungen humorvolle, selbstbewusste Kommunikationspartner geben dem gesamten Zyklus den Anschein, dass die Harmonie durch nichts gefährdet werden könnte.

[...]


[1] Klotz, Volker: Erzählen als Enttöten. Vorläufige Notizen zu zyklischem, instrumentalen und praktischem Erzählen. In: Erzählforschung. Hrsg. von Eberhard Lämmert. Stuttgart: Metzler 1982. S.333.

[2] Vgl. ebd. S.320 und 321.

[3] Beck, Andreas: Geselliges Erzählen in Rahmenzyklen. Goethe - Tieck - E.T.A. Hoffmann. Heidelberg: Winter 2008. S.34.

[4] Vgl. Erich Schön: Der Verlust der Sinnlichkeit oder Die Verwandlungen des Lesers. Mentalitätswandel um 1800. Stuttgart: Klett-Cotta 1987. S.102-117. Ist die Gegenwart und die Wirklichkeit von Bedeutung, so wird laut gelesen. Vgl. auch S.107-114. Und: Jepser Svenbro: Stilles Lesen und die Internalisierung der Stimme im alten Griechenland. In: Zwischen Rauschen und Offenbarung. Zur Kultur- und Mediengeschichte der Stimme. Hrsg. von Friedrich A. Kittler. 2. Aufl. Berlin: Akademie-Verlag 2008. S.56 und 57. Leises Lesen ist lediglich abgeleitet von der ursprünglichen Form des lauten Lesens.

[5] Schelle, Hansjörg: Zu Entstehung und Gestalt von C.M. Wielands Erzählzyklus „Das Hexameron von Rosenhain. In: Neophilologus 60 (1976). S.115.

[6] Mielke, Christine: Zyklisch-serielle Narration. Erzähltes Erzählen von 1001 Nacht bis zur TV-Serie. Berlin: De Gruyter 2006. S.290-292.

[7] Vgl. Fritz Martini: Nachwort. In: Christoph Martin Wieland: Werke. Bd. 2. Hrsg. von Fritz Martini und Hans Werner Seiffert. München: Hanser 1966. S.893. Und: Peter Goldammer: Zwischen Weimarer Klassik und Jenaer Romantik. Christoph Martin Wielands „Hexameron von Rosenhain“. In: Impulse 6 (1983). S.83. Und: Thomas Degering: Kurze Geschichte der Novelle. Von Boccaccio bis zur Gegenwart. München: Fink 1994. S. 30. Die „Liebes- und Ehe-Psychologie“, die „Partnerwahl“ und der „Themenkomplex ‚Erotik/Liebe’“ sind laut diesen Verfassern bedeutende Kennzeichen der Anekdoten. Als allgemeine Grundidee des Erzählspiels kann das Thema jedoch auf alle Binnenerzählungen ausgeweitet werden.

[8] Im Folgenden zitiert aus: Christoph Martin Wieland: Das Hexameron von Rosenhain. Hrsg. von Friedrich Beißner. München: Deutscher Taschenbuch Verlag 1983.Vgl. auch S.47, 84, 90.

[9] Vgl. auch S.132.

[10] In dem 1. Märchen: die Kämpfe der Ritterspiele und die ‚Französische Revolution’ in dem Reich der Geister, vgl. hierzu: Meier, Albert und Proß, Wolfgang: Nachwort. In: Christoph Martin Wieland: Das Hexameron von Rosenhain. Hrsg. von Friedrich Beißner. München: dtv 1983. S.149;

In dem 2. Märchen: ein Labyrinth, der Verlust von Sinneskräften und gewalttätige Fabelwesen (S.49);

In dem 3.Märchen: die körperliche Entstellung und der Ausbruch eines Feuers.

[11] In der 1. Anekdote: Lebensrisiko, Französische Revolution; in der 2.: Verlust der Eltern, Kriegsdienst.

[12] Auteri, Laura: Die Chance der Zweisamkeit. Zur Erfahrung der Liebe bei Wieland. In: Wieland-Studien. Bd.3. Heidelberg: Winter 1996. S.117.

[13] Vgl. C. Mielke: Zykl. Narration. S.305. Mielke bewertet das Hexameron „fast schon als eine imitierende Hommage“.

[14] Vgl. V. Klotz: Erzählen als Enttöten. S.332 und 333.

[15] V. Klotz: Erzählen als Enttöten. S.332.

[16] Ebd.

[17] Vgl. C. Mielke: Zykl. Narration. S.135.

[18] Beck, A.: Geselliges Erzählen. S.43. Zu den vorherigen zyklischen Rahmenerzählungen zählt Beck insbesondere Wielands „Der Goldene Spiegel“. Vgl. S.44 und 45.

[19] Vgl. S.75: „Bei einer Novelle, sagte er [Herr M.], werde vorausgesetzt, daß sie sich […] in unserer wirklichen Welt begeben habe, wo alles natürlich und begreiflich zugeht, und doch die Begebenheiten zwar nicht alltäglich sind, aber sich doch, unter denselben Umständen, alle Tage allenthalben zutragen könnten.“

[20] Eine komplette Spiegelung ist schon allein durch die Anzahl der Binnenerzählungen nicht gegeben. Zudem nimmt der erste Erzähler in Goethes Zyklus eine periphere Erzählhaltung ein und bricht damit nicht wie Werdenberg in die Gegenwart der Rahmengesellschaft ein.

[21] Vgl. C. Mielke: Zykl. Narration. S.303.

Details

Seiten
25
Jahr
2008
ISBN (eBook)
9783640530823
ISBN (Buch)
9783640531189
Dateigröße
550 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v144132
Institution / Hochschule
Universität Mannheim
Note
1,0
Schlagworte
Erzählspiel Stagnation Erzählzweck Christoph Martin Wielands Hexameron Rosenhain“

Autor

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Titel: Ein empathisches Erzählspiel gegen Stagnation