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Wasser- / Flüssigkeitshaushalt beim Fußball

Hausarbeit (Hauptseminar) 2006 10 Seiten

Gesundheit - Sport - Sportmedizin, Therapie, Prävention, Ernährung

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Biochemische Grundlagen:

3. Flüssigkeitsverlust und Leistungsfähigkeit
3.1 Hinweise zur Selbstkontrolle des Flüssigkeitshaushaltes

4. Effektives Trinken durch richtige Getränkeauswahl (Magenentleerungsgeschwindigkeit)

5. Getränkeempfehlungen(-auswahl) für den Fußballer

6. Hinweise zur richtigen Flüssigkeitsaufnahme vor, während und nach eines
Fußballspieles (abhängig von der Umgebungstemperatur und der relativen Luftfeuchtigkeit)

7. Fazit / Schlussbemerkung

8. Bibliographie.

1. Einleitung

Jede sportliche Leistung ist durch mehrere Faktoren bedingt. Für den Fußballer spielt neben der Kondition eine gute Technik und das taktische Können eine überragende Rolle, um erfolgreich zu sein. Dennoch sollte neben der Ernährung im Allgemeinen die Bedeutung der Wasser-/Flüssigkeitszufuhr im Training und Fußballspiel nicht unterschätzt werden.

Noch in den 70-er Jahren wurde weit verbreitet die Meinung vertreten, dass bei Ausdauerleistungssport, zu welchen auch die Fußballer bei einer 90-minütigen Wettkampfzeit zu zählen sind, Flüssigkeitsersatz während der körperlichen Anstrengung nicht notwendig ist. Heute weiß man, dass durch rechtzeitiges Trinken der körperliche Stress gerade bei Anstrengungen in der Hitze niedriger gehalten werden kann.

In der nachfolgenden Arbeit werden zunächst die biochemischen Grundlagen dargestellt.

Im Weiteren gehe ich auf den Flüssigkeitsverlust und den nach sich ziehenden Konsequenzen ein, die ein Flüssigkeitsdefizit verursachen kann.

Ausgehend von dieser Problematik, werden im Anschluss Hinweise zur Selbstkontrolle der ausreichenden Flüssigkeitsaufnahme gegeben und auf ihre Praxistauglichkeit hin überprüft.

Der Hauptteil der Arbeit beschäftigt sich mit der angebrachten Getränkeauswahl und gibt Ratschläge, welche Getränke speziell für den Fußballsport geeignet sind.

Darauf aufbauend, werden Richtlinien aufgezeigt, wann, wie und in welchen Abständen der Sportler die ausgewählte Flüssigkeit zu sich nehmen sollte

2. Biochemische Grundlagen:

Der Mensch besteht zu 50-68 % aus Wasser. Wasser ist das Grundlösungs- und Transportmittel für alle Nährstoffe, ein wesentlicher Bestandteil für die Ausscheidung harnpflichtiger Substanzen und notwendig zur Regulation der Körpertemperatur.

Des Weiteren hält Wasser das Blut flüssig und sämtliche Körperfunktionen in Gang.

Der Mensch ist auf eine Konstanthaltung seiner Temperatur auf einen Sollwert von etwa 37 Grad Celsius angewiesen.

Während körperlicher Belastung steigt die Körpertemperatur wegen der im Rahmen der Energiebereitstellung anfallenden Wärmeenergie an. Sie kann im Extremfall 40 - 41° C erreichen.

Das Thermoregulationssystem soll verhindern, dass ein Ungleichgewicht von Wärmebildung und Wärmeabgabe entsteht.[1]

Der wesentliche Mechanismus des Wärmeabtransports aus dem Organismus ist die Verdunstung von Schweiß (= Verdunstungskälte). Notwendig ist dazu eine erhöhte Hautdurchblutung. Unter Hitzebedingungen ist dem Anstieg der Körpertemperatur schwieriger entgegenzuwirken als in der Kälte. Prinzipiell muss der Flüssigkeitshaushalt ausgeglichen sein, um ausreichende Hautdurchblutung und Schweißbildung zu ermöglichen.[2]

Der Anstieg der Körperkerntemperatur wird durch eine gesteigerte Schweißproduktion entgegengewirkt.

Jeder Milliliter Schweiß, der auf der Hautoberfläche verdunstet, bewirkt einen Kühleffekt von 0,6 kcal. Hochgerechnet auf einen Liter Schweiß ergibt sich ein Kühleffekt von 580-600 kcal.

Abb. 1:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: www.osp-westfalen.de/download/ Fluessigkeitshaushalt%20Stabilisierung.doc

Abbildung 1 zeigt den Einfluss der relativen Luftfeuchtigkeit auf die Schweißbildung und den Kühleffekt.

Der Wasserverlust kann im Fußballspiel bis zu 3 Liter betragen oder unter besonderen Umständen (z. B. schwüles Wetter, hohe Außentemperaturen) sogar noch darüber liegen.

Die Schweißverluste eines Sportlers sind also im Wesentlichen abhängig vom Körpergewicht, Körperoberfläche, vom Anstrengungsgrad, dem Gesundheitszustand und von der Umgebungstemperatur.[3]

Da mit dem Schweiß nicht nur Wasser, sondern auch Mengen- und Spurenelemente ausgeschieden werden, führt eine mineralstoffarme oder –freie Wasserzufuhr nicht zu einer Normalisierung des Körpergewichts. Wenn nicht genügend Mineralstoffe im Getränk vorhanden sind, kann das getrunkene Wasser nicht im Organismus gebunden werden. Es kommt zu einer zusätzlichen Wasserausscheidung.[4]

Es gilt die Faustregel, dass pro 20 Kg Körpergewicht, 1 Liter Flüssigkeit pro Tag zu sich genommen werden sollte.

Für einen 70 Kg schweren Fußballer ergebe sich eine Flüssigkeitszufuhr von 3,5 Litern pro Tag.

[...]


[1] Faller, Adolf: Der Körper des Menschen, Thieme Verlag, 1988, S. 115- 116.

[2] Peer, Wolfgang: Mehr Leistung durch optimale Ernährung, 1997.

[3] Feil, Wolfgang; Wessinghage, Thomas: Ernährung und Training fürs Leben, Meyer & Meyer Verlag, 1999, S. 90-91.

[4] www.osp-westfalen.de/download/ Fluessigkeitshaushalt%20Stabilisierung.doc, S. 3.

Details

Seiten
10
Jahr
2006
ISBN (eBook)
9783640499809
ISBN (Buch)
9783640499960
Dateigröße
540 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v140720
Institution / Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin
Note
1,3
Schlagworte
Wasser- Flüssigkeitshaushalt Fußball

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Titel: Wasser- / Flüssigkeitshaushalt beim Fußball