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Service- und Wohnkonzept für ein selbstbestimmtes Leben im Alter

Diplomarbeit 2004 108 Seiten

Soziale Arbeit / Sozialarbeit

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Einleitung

TEIL I DIE AUSGANGSSITUATION
1 Demografische Entwicklung
2 Altersbilder
3 Die Anforderungen des Alters
4 Die Chancen des Alters
5 Der Stellenwert des Wohnens im Alter
6 Bestehende Angebote im Bereich Wohnen im Alter
6.1 Das Altenheim
6.2 Das Pflegeheim
6.5 Integriertes Wohnen
6.4 Mehrgenerationenwohnen
6.5 Selbstverwaltete Wohn- und Hausgemeinschaften
6.6 Betreutes Wohnen
6.7 Wohnen im Quartier

TEIL II ANALYSE UND AUFGABEN DES SERVICE- UND WOHNKONZEPTES
A Wohnen
1 Zielgruppen
2 Architekturen
3 Standortunterschiede zwischen Stadt und Land
3.1 In der Stadt
3.2 Auf dem Land
4 Die Bewohnervertretung
5 Barrierefreies Wohnen
5.1 Die Hauptanforderungen nach DIN 18025 Teil 1
5.2 Die Hauptanforderungen nach DIN 18025 Teil 2
5.3 Bauliche Anforderungen an Wohnkonzepte
5.4 Bedürfnisse der Bewohner
6 Besondere Wohnumfeldverbesserungen für Menschen mit Demenz
B Pflege und Betreuung
1 Gesundheitliche Beeinträchtigungen
2 Pflegerische Versorgung
3 Die Pflegeversicherung
3.1 Voraussetzungen und Leistungen der Pflegeversicherung
3.2 Die Einstufung der Pflegebedürftigkeit
4 Ambulante Dienste
4.1 Leistungen Ambulanter Dienste
4.2 Probleme der ambulanten Pflege in Verbindung mit der Pflegeversicherung
5 Grund- und Wahlleistungen
6 Teilstationäre Pflege
7 Stationäre Pflege
8 Die Pflege psychisch erkrankter Menschen
9 Pflege von Demenzkranken
10 Präventionen
11 Betreuung und Ansprache
C Zusätzliche Angebote
1 Die Bewohnervertretung und die Aufgaben der Sozialarbeit
2 Smart Home
2.1 Anwendungsbereiche des Smart Home
2.2 Care-O-Bot
3 Die Seniorenserviceagentur
3.1 Denkbare Tätigkeitsfelder
3.2 Weiterbildungsangebote
3.3 Die Ziele der Seniorenserviceagentur
3.4 Ehrenamt oder Vergütung
3.5 Rahmenbedingungen
4 Freizeitgestaltung älterer Menschen und Angebote
5 Carsharing
6 Ärzte und Dienstleister im Bereich Gesundheit
7 Care-Management
8 Präventive Angebote
8.1 Primäre Prävention
8.2 Sekundäre und tertiäre Prävention
9 Ambulante Hospize
10 Sozialpädagogische Betreuung
11 Biografisches Lernen und Empowerment
12 Haustierhaltung
13 Angebote für Demenzerkranken
14 Gästezimmer
15 Betreuung
16 Möbel und Hilfsmittel
17 Mobiler Notruf
18 Probleme bei zusätzlichen Angeboten

TEIL III RECHTSFORM UND FINANZIERUNG
1 Organisation und Finanzierung
2 Vermögensarten
2.1 Haushaltseinkommen von Rentnern
2.2 Die Vermögensbestände
2.3 Sofortrente
2.4 Pflegegeld
3 Baukosten
3.1 In der Stadt
3.2 Auf dem Land
4 Mieten
5 Nebenkosten
7 Pflegekosten
9 Grund- und Wahlleistungen
10 Kosten für Carsharing
11 Kosten für die Sozialarbeit
12 Kostenzusammenfassung
13 Rechtsform
Zusammenfassung und Ausblick
Literaturverzeichnis
Abbildungsverzeichnis

Vorwort

Die Idee ein Service- und Wohnkonzept für ein selbstbestimmtes Leben im Alter zu einer Diplomarbeit zu machen, ist ein persönliches Anliegen. Der Lebensprozess ist umunkehrbar. Altern ist unausweichlich und jeder muss selbst sehen wie er damit fertig wird. In jüngeren Jahren heißt das vor allem zusehen.

Sehen, wie sich noch gar nicht so alte Menschen auf den Ruhestand freuen. Darauf, weniger zu tun, mehr Zeit zu haben, keinen Druck zu verspüren, gelassen die Tage zu leben. Zu erleben, dass diese Zeit Ziele braucht, so wie die, die mit Arbeit gefüllt war. Die richtigen Vorbereitungen, die jeder nur selbst treffen kann nicht zu verpassen und damit den ersten Schritt in einen selbstbestimmten dritten und vierten Lebensabschnitt zu machen. Nicht völlig unvorbereitet von der Fülle der Zeit überrascht werden.

Der Zugang zur Thematik Alter erfolgt für die meisten wahrscheinlich durch das eigene Älterwerden. Jeder erlebt diesen Prozess jeden Tag. In diesem Erlebnis des Älterwerdens liegt die Chance, die Ziele nach den eigenen Wünschen zu formulieren und diese vorausschauend entsprechend der Lebensabschnitte zu wählen. Die eigenen Wünsche zu erkennen, dafür ist im Alter viel Zeit. Zeit die nicht mehr mit Arbeit zugedeckt werden kann.

Ein Service- und Wohnkonzept für ein selbstbestimmtes Leben im Alter kann diesen Prozess des bewussten Alterns nicht leisten. Dieser Weg ist bereits beschritten, wenn das Interesse an einer Wohnform, die speziell auf die Bedürfnisse des Alters zugeschnitten ist, entsteht. Es kann dazu beitragen, dass Menschen, die sich ihrer Verantwortung sich selbst gegenüber bewusst sind, unbeschwerter, mit weniger Barrieren und mehr Unterstützung, den eigenen Wert schätzend, in einen erfüllten Lebensabend gehen. Dieser Lebensabend ist für viele höchstens der Spätsommer.

Vorschläge können leicht am Ziel vorbeigehen. Das Service- und Wohnkonzept für ein selbstbestimmtes Leben im Alter ist ein Angebot, das Menschen auf ihrem Weg begleiten kann.

Einleitung

„Service- und Wohnkonzept für ein selbstbestimmtes Leben im Alter“ - der Titel dieser Diplomarbeit beinhaltet mehrere Schlagwörter, die auf den folgenden Seiten mit Sinn gefüllt werden. Demografische Entwicklung, Pflegeversicherung, satt und sauber, Krankheiten, Ruhestand, Freizeit, Opa/Oma sind Begriffe, die mit dem Wort Alter eng in Verbindung stehen. Unsere Gesellschaft verändert sich und wird schon in wenigen Jahren durch Überalterung gekennzeichnet sein.

Das Projekt „Selbstbestimmtes Leben im Alter“ hat zum Ziel, älteren Menschen einen Rahmen zu bieten, der es ihnen ermöglicht, sich für einen eigenverantwortlichen dritten und vierten Lebensabschnitt zu entscheiden. Die Entscheidung selbst kann das Wohn- und Servicekonzept dem einzelnen nicht abnehmen. Es kann jedoch Möglichkeiten aufzeigen und Voraussetzungen schaffen.

Die Betrachtungsweise dieser Arbeit ist allgemein auf die Lebenssituation älterer Menschen gerichtet und geht von übergeordneten, geschlechtsunspezifischen Bedürfnissen aus. Darüber hinaus werden keine Unterschiede zwischen den Rentnern den neuen oder alten Bundesländern gemacht. Standpunkte aus der Sicht einer Seniorin oder eines Seniors werden nicht bewertet. Vielmehr finden die Gemeinsamkeiten von Rentner und Rentnerinnen Beachtung.

Die Arbeit ist in drei Kapitel aufgeteilt. Teil I gibt einen Überblick über die aktuelle Situation und erschließt den weiteren Bedarf eines Wohn- und Servicekonzepts für ein selbstbestimmtes Leben im Alter. Welche Hindernisse können im Leben älterer Menschen auftreten? Welche Aussichten hat das Alter?

Im Teil II geht es um Architektur, Pflege und spezielle Angebote dieses Konzeptes. Entsprechend dieser Reihenfolge erfolgt die Gliederung in die Punkte, A Wohnen, B Pflege und C Zusätzliche Angebote.

Abschnitt A beschäftigt sich mit den baulichen, räumlichen, technischen und organisatorischen Voraussetzungen. Architektur hat einen besonderen Stellenwert, der mit steigendem Alter weiter zunimmt. Wie sollte die architektonische Ausrichtung sein, wenn sie sich positiv auf ein selbstbestimmtes Leben im Alter auswirken soll? Welche Standards müssen beachtet werden, damit eine Wohnung für den Fall vorübergehender oder dauerhafter Pflegebedürftigkeit ausgestaltet ist. Gibt es spezielle Gruppierungen älterer Menschen, für die das Konzept von besonderem Interesse ist? Welche Bedürfnisse haben die Bewohner? Gibt es

Bewohner deren besondere Lage aufgrund altersbedingter Veränderungen zusätzliche Beachtung fordert?

Staatliche Förderungsmöglichkeiten, die an architektonische Bedingungen geknüpft sind, bleiben unberücksichtigt. Die Bedürfnisse der älteren Bewohner stehen hier im Vordergrund. Zuschüsse sind an Bedingungen des sozialen Wohnungsbaus geknüpft, die ältere Menschen in ihrer selbstständigen Lebensführung einschränken können.

Der Abschnitt B erschließt die notwendige Pflege und Betreuung. Welche Voraussetzungen sind durch vorhandene Strukturen im Pflegebereich gegeben? Mit Einführung der Pflegeversicherung hat sich die Situation Pflegebedürftiger verbessert. Wie hoch ist die finanzielle Unterstützung durch die Pflegeversicherung? Welche Möglichkeiten bietet das Wohn- und Servicekonzept um die notwendige Pflege zu gewährleisten beziehungsweise die Pflege durch präventive Angebote zu reduzieren?

Die zusätzlichen Angebote unter Punkt C sind als „Extras“ zu verstehen, die dieses Konzept abrunden und in sich stimmig machen. Das Wohn- und Servicekonzept für ein selbstbestimmtes Leben im Alter beinhaltet grundsätzlich den sozialen Gedanken älteren Menschen zu ihrem berechtigten Anspruch auf ein eigenverantwortliches Leben im Alter zu verhelfen. Das sich in diesem Zusammenhang für die Sozialarbeit ein weites Feld erschließt und viele Facetten des Berufsbildes der Generalisten vereint, wird gerade durch die zusätzlichen

Angebote deutlich. Ehrenamtlichkeit, Freizeitgestaltung, Integration, sozialpädagogische Betreuung, Beratung und Organisation sind nur einige Überschriften, die den Beruf des Sozialarbeiters im Zusammenhang mit dem Wohn- und Servicekonzept kennzeichnen. Die Arbeit mit älteren Menschen ist ein Tätigkeitsbereich, dem die Sozialarbeit schon in ihren Anfängen zugewandt war. Die demografische Entwicklung wird dazu beitragen, dass dieses Betätigungsfeld sich weiter ausdehnt. Der Abschnitt C versucht einen Überblick über die Chancen im Alter zu geben. Zukünftige Lebensphasen erhalten die gleichwertige Gestaltung, wie die vorangegangenen und tragen auf diese Weise zu einer einheitlichen Lebenslaufentwicklung bei.

Der Teil III geht speziell auf die wirtschaftliche, die formelle und die organisatorische Seite des Service- und Wohnkonzeptes ein. Im dritten Teil finden die Rechtsform der eingetragenen Genossenschaft und die finanzielle Aspekte Berücksichtigung.

Um einen Überblick über Einkommen und Vermögen, Baukosten oder Kaufpreise zu erhalten, werden Durchschnittswerte aus den einzelnen Bereichen herangezogen. Durchschnittswerte sind repräsentativ, aber sie verallgemeinern die Situation und können dadurch die besonderen Umstände des Individuums nicht berücksichtigen. Der dritte Teil soll veranschaulichen, ob sich ein Konzept verwirklichen lässt oder an finanziellen Hürden scheitern muss.

Teil I Die Ausgangssituation

1 Demografische Entwicklung

1910 gab es 5,1 Millionen über 60-jährige bei einer Gesamtbevölkerung von 65 Millionen. Im Vergleich dazu steigt die Anzahl der Menschen über 60 Jahren 1998 bei einer Bevölkerungen von 82 Millionen auf 18,4 Millionen an.Im Jahr 2030 wird die Bevölkerung voraussichtlich bei knapp 70 Millionen liegen und davon werden 24,5 Millionen, also circa 35 Prozent über 60 Jahre alt sein.

Der so genannte Ruhestand wird zu einer eigenständigen Lebensphase, die sich im Verlauf des 21. Jahrhunderts weiter verlängern wird. Eine Entwicklung wie sie nicht nur in Deutschland stattfindet. In Europa wird die Zahl der über 60-jährigen von 1990 bis 2025 um 70 Prozent zunehmen. In Kanada, Japan und den Vereinigten Staaten rechnet man sogar mit einer Verdoppelung. (Vgl. BMFSFJ, 1993, Seite 80). Die Lebenserwartung ist vor allem durch Fortschritte in Gesundheitswesen, Hygiene, Ernährung, Wohnsituation und Verbesserungen bei den Arbeitsbedingungen angestiegen. Seit Ende des 19. Jahrhunderts ist die Säuglings- und Kindersterblichkeit deutlich gesunken. Vier von 1000 Kindern sterben heute im ersten Lebensjahr. Vor 100 Jahren waren es noch 200. Auch in den anderen Altersgruppen nahm die Sterbewahrscheinlichkeit ab. 1910 konnte ein Junge durchschnittlich mit 47 Lebensjahren rechnen, Mädchen mit 51 Jahren.

In den siebziger Jahren war die Sterblichkeit vorübergehend erhöht. Wahrscheinlich wirkten sich Gesundheitsschäden als Folge des Zweiten Weltkrieges aus und führten zu einer höheren Sterblichkeit bei Männern. Seit den siebziger Jahren steigt die Lebenserwartung kontinuierlich an. Männer wurden im Jahr 2000 durchschnittlich 74,8 Jahre und Frauen 80,8 Jahre alt.

Im 20. Jahrhundert war die Ursache für eine steigende Lebenserwartung die abnehmende Kinder- und Säuglingssterblichkeit. In Zukunft wird es eher die Regel als die Ausnahme sein, dass Menschen älter als achtzig Jahre werden.

Im 21. Jahrhundert sind die Zuwächse vor allem durch Gewinne im hohen Alter zu erwarten. Der Anstieg der Lebenserwartung wird sich verlangsamen. Die Bevölkerungsentwicklung scheint berechenbar zu sein, da die Verbesserungen der Lebensbedingungen fast ausgeschöpft sind und die Säuglingssterblichkeit bereits auf einem sehr niedrigen Niveau liegt. Die Zuwanderung wird Einfluss auf die Gesamtbevölkerung in Deutschland nehmen. Das statistische Bundesamt geht momentan von einem jährlichen Außenwanderungsgewinn von 200.000 Personen aus. Menschen, die nach Deutschland kommen sind im Durchschnitt jünger als die, die fortziehen. Daraus ergibt sich für Deutschland ein Verjüngungseffekt.

Selbst wenn politische Krisen, Kriege oder die beschlossene Erweiterung der Europäischen Union Bevölkerungswanderungen auslösen können, wird es kaum Veränderungen bei den älteren und den hochaltrigen Menschen in Deutschland geben. Das Geburtendefizit vergrößert sich künftig deutlich. Die Zuwanderung mindert den dadurch einsetzenden Bevölkerungsrückgang, wird ihn jedoch nicht vollständig ausgleichen. Die Bevölkerungszahl heute von rund 82,5 Millionen wird auf 75 Millionen im Jahr 2050 absinken (Vgl. Statistisches Bundesamt, 2003, Seite 21ff). Es kann also davon ausgegangen werden, dass die Zahl der Gesamtbevölkerung in den nächsten 50 Jahren schrumpfen wird.

Bei der Vorausberechnung geht man davon aus, dass auch in Zukunft eine Geburtenhäufigkeit von 1,4 Kindern pro Frau zu erwarten ist. Trotzdem wird es weniger Neugeborene geben als heute, weil weniger Frauen deutlich weniger Kinder zur Welt bringen. Prozentual wird es mehr ausländische Mitbürger in Deutschland geben als heute. Nahezu unbeeinflusst von diesen Entwicklungen ist die wahrscheinliche Vorausberechnung, dass es zu einer deutlichen Zunahme der älteren Bevölkerung kommt. „So erhöht sich bis 2050 der Altenquotient (Verhältnis der Bevölkerung im Rentenalter zu der im Erwerbsalter) von 44 % auf 78 %, sofern das Rentenzugangsalter bei 60 Jahren liegt“(Statistisches Bundesamt, 2003, Pressemitteilung). Das Jahr 2050, die Mitte dieses Jahrhunderts klingt aus heutiger Sicht weit entfernt. „Die Alterung wird aber nicht erst in 50 Jahren zu Problemen führen, sondern bereits in den nächsten beiden Jahrzehnten eine große Herausforderung für Wirtschaft, Gesellschaft und vor allem für die sozialen Sicherungssysteme darstellen. Diese Entwicklung ist vorgegeben und scheint unausweichlich: im Jahr 2024 werden die im Jahr 1964 geborenen, der geburtenstärkste Jahrgang Deutschland, 60 Jahre alt“ (Statistisches Bundesamt, 2003, Pressemitteilung). Damit ist der demografische Wandel eine der großen Herausforderungen für die Sozialpolitik.

Wenn in den nächsten 40 Jahren der Anteil älterer Menschen kontinuierlich zunimmt, wird das maßgebliche Auswirkungen auf die Gesellschaft haben und die Generationensolidarität auf eine Bewährungsprobe stellen. Die Pflege-, Versorgungs- und Unterstützungsbedürftigkeit wird zunehmen. Die sich daraus ergebenden Aufgaben und Anforderungen für die gesamte Bevölkerung und den damit verbundenen Belastungen für den Generationenvertrag werden schwierig zu bewältigen sein. Ältere und jüngere Menschen müssen sich frühzeitig mit ihrer eigenen noch fernen Zukunft beschäftigen und für das Alter vorsorgen. Es gilt die Weichen für den dritten und vierten Lebensabschnitt stellen, um auch im höheren Alter, bevor Entscheidungen schwerer fallen, selbstbestimmt leben zu können.

2 Altersbilder

Alter hat unterschiedliche Gesichter. Die Verschiedenartigkeit des Alters ergibt sich daraus, dass die Lebensphase „Alter“ eine Zeitspanne von zwei oder drei Jahrzehnten umfasst, in der vielfach deutliche Veränderungen der körperlichen und seelisch-geistigen Leistungsfähigkeit auftreten. Vor allem aber haben ältere Menschen unterschiedliche Biografien. Sie haben unterschiedliche Interessen und Kompetenzen. Sie haben ihr Leben unterschiedlich gelebt.

Die Schwierigkeit Alter für den Einzelnen greifbar zu machen, hat häufig die Folge, dass Alter kategorisiert wird. Oft stehen sich „negative, defizitorientierte“ oder „positive, produktivitätsorientierte“ Altersbilder gegenüber. Alter wird leicht an den Kostenfaktoren gemessen. „Altsein = Kranksein“ und den daraus folgenden steigende Kosten für medizinische und pflegerische Betreuung. Schwere, für das Alter typische Krankheiten wie Alzheimer oder Demenz, stehen für viele symbolisch für die Leiden des Alters. Die gravierenden Auswirkungen verschieben sich immer weiter in Richtung Hochaltrigkeit. Wie die Ergebnisse einer kürzlich durchgeführten Studie (Rudinger, Kruse, Schmidt, 2000) zeigen, hält die häufig getroffene Annahme eines in unserer Gesellschaft dominierenden negativen Altersbildes einer empirischen Überprüfung nicht stand. Altersgebundene Verluste und Defizite in den Bereichen körperliche Gesundheit, kognitive Leistungsfähigkeit, Persönlichkeit (Rigidität), soziale Beziehungen (Einsamkeit) und gesellschaftliche Produktivität werden größtenteils verneint, oder finden nur eingeschränkte Zustimmung (vgl. BMFSFJ, 2001, Seite 68).

Die Betrachtung der demografischen Entwicklung macht deutlich, dass in wenigen Jahren ein großer Teil der Bevölkerung 65 Jahre und älter sein wird und dass es ziemlich normal sein wird, alt zu sein. Synonyme für Alter wie Gebrechlichkeit, Bedürftigkeit, Vereinsamung und Ähnliches treffen vorrangig auf die Hochaltrigen zu. Für eine steigende Zahl älterer Menschen ist, im Vergleich zu alten Menschen in vergangener Zeit, eine weitere Lebensphase hinzugekommen. „Mit anderen Worten: der Bevölkerungspilz mag zwar unter anderem ein Problem der Finanzierung der sozialen Sicherungssysteme sein, für die intensive Betreuung und Pflege alter Menschen ist die Zahl der Betroffenen durchaus überschaubar.

„Bezüglich des Wohnens und der Entwicklung angemessener Wohnformen bzw. Lebensformen stellt sich im Hinblick auf die große Zahl der Betroffenen die Frage: Was machen die Menschen in der Phase zwischen Berufsleben und Altsein. Hier sind Antworten notwendig, die aber in den normalen Wohn- und Lebenswelten zu suchen sind, als in Sonderwohnformen der Altenhilfe“ (BMFSFJ, 1998, Seite 95).

Die Altersbilder der vergangenen Jahrzehnte und Jahrhunderte und die Art des Umganges mit alten Menschen schlagen sich auf die heutige negative Sichtweise nieder. Allerdings gibt es auch Anzeichen für Veränderungen. In der Arbeitswelt werden ältere Menschen zunehmend positiv wahrgenommen. Die Vorzüge und Stärken älterer Arbeitnehmer werden erkannt und wertgeschätzt. Ehrenamtliches oder gemeinnütziges Engagement älterer Menschen, die in ihrem Ruhestand aktiv bleiben, verändern die Sicht der Gesellschaft und tragen langfristig zu einer differenzierten Sichtweise bei. Eine selbstständige Generation selbstbewusster Senioren kann Altersbilder mit negativen Stereotypen vergangener Tage neu zeichnen.

3 Die Anforderungen des Alters

Ältere Menschen, Hochaltrige, Senioren - wann ist ein Mensch alt?

Für viele gewinnt das Wort „alt“ mit dem Ende ihres Berufslebens an Bedeutung. „Der Beginn der Lebensphase „Alter“ wird - so die Ergebnisse mehrerer Studien - von den Menschen im Allgemeinen mit dem Beginn des Rentenbezuges oder Altersruhegeldes markiert. Dies unterstreicht die zentrale Bedeutung der wohlfahrtsstaatlichen Konstruktion des Übertritts in eine neue Lebensphase“ (BMFSFJ, 2001 Seite 65). Der Übergang vom Arbeitsleben in den Ruhestand, in den 3. Lebensabschnitt, bringt für viele Menschen Schwierigkeiten mit sich. Alt steht in unserer leistungsorientierten Gesellschaft für verbraucht, ausrangiert und unmodern. Viele dieser Attribute übertragen ältere Menschen auf sich.

Die zunehmende Hochaltrigkeit verstärkt diese symbolische Bedeutung. Körperliche Schwächen werden zu großen Belastungen und Hindernissen. Ältere Menschen finden sich oft unvorbereitet mit diesen Schwierigkeiten konfrontiert.

Eine große Herausforderung stellt aus individueller Sicht zunächst die Notwendigkeit der Neuorientierung nach dem Ausscheiden aus dem Berufsleben dar. Bemerkenswert hierbei scheint, dass das Alter nicht plötzlich kommt - von heute auf morgen - mit dem letzten Arbeitstag.

Hinzu kommen früher oder später Einbußen der Gesundheit, der Verlust nahe stehender Menschen und die damit verbundene Erfahrung, dass Lebenszeit begrenzt ist. Zur Bewältigung dieser Anforderungen sind zum einen persönliche Ressourcen und zum anderen auch gesellschaftliche Ressourcen notwendig, damit ein selbstständiges und selbstverantwortliches Leben aufrecht erhalten werden kann.

Alter stellt Anforderungen an die Gesellschaft. Zunächst aus finanzieller Sicht an das soziale Sicherungssystem vor allem an die Renten- und die Krankenversicherung. Zukünftig wird die gesellschaftliche Solidarität stärker individuelle Verantwortung fordern, und Alterssicherung wird zunehmend zur Aufgabe der persönlichen Vorsorge werden. Junge Menschen werden zukünftig wesentlich früher mit den auf sie zukommenden Anforderungen im Alter konfrontiert.

Vielleicht führt dieser Umstand auch zu einer frühzeitigeren Vorbereitung des 3. Lebensabschnittes, die über die finanzielle Absicherung hinaus reicht. Für ein selbstbestimmtes Leben im Alter muss eine bewusste Entscheidung getroffen werden. Je früher ein Entschluss gefasst wird, desto leichter lassen sich die Anforderungen des Alters bewältigen. Die Absehbarkeit der möglichen Herausforderungen und Schwierigkeiten im Alter sollte schon in jungen Jahren in Entscheidungsprozesse münden.

4 Die Chancen des Alters

In den vergangenen Jahrzehnten haben sich die Lebensbedingungen für die gesamte Gesellschaft deutlich verbessert. Gestiegener Lebensstandard, gute Absicherung durch das soziale System, bessere Arbeitsbedingungen und vieles mehr tragen zu einer Verlängerung der Lebenszeit bei. Die finanzielle Situation hat sich für ältere Menschen in den letzten Jahren erkennbar verbessert. Neben den sozialen und materiellen Verbesserungen haben auch kulturelle und Bildungsangebote zu einer positiven Entwicklung der Generation beigetragen, die sich heute im Ruhestand befindet, oder für die in den nächsten Jahren die 3. Lebensphase beginnt. „Aus diesem Grunde ist die Aussage gerechtfertigt, dass der im biologischen Lebenslauf angelegte Abbau im dritten Lebensalter durch gesellschaftliche und kulturelle Fortschritte in Teilen ausgeglichen werden kann.

Die heutigen 70-Jährigen lassen sich in ihrer Gesundheit und ihrer Leistungsfähigkeit mit den vor etwa 30 Jahren lebenden 65-jährigen vergleichen. In den letzten drei Jahren sind also für gleichaltrige junge „Alte“ etwa fünf gute Altersjahre hinzugekommen“(Vgl. P. Baltes, 1999, Seite 433). Aus individueller Sicht kann man sagen, dass sich die Chancen auf ein selbstständiges und selbstbestimmtes Leben scheinbar nicht nur zeitlich vergrößern, sondern auch einen qualitativ wertvolleren Ruhestand bieten. Die Chancen liegen im Erkennen dieser Möglichkeiten.

Die Gesellschaft wird zukünftig auf das große Potenzial an Erfahrungswissen der Älteren nicht verzichten können. Die zahlenmäßige Verschiebung in den unterschiedlichen Altersgruppen wird dafür sorgen, dass das politische, kulturelle und soziale Engagement älterer Menschen gefordert ist. Durch die Abnahme der jüngeren Bevölkerungsgruppen unter 40 Jahren wird das Erfahrungswissen älterer Menschen stärker gefragt sein.

Betrachtet man diese Entwicklungen vor dem Hintergrund, dass derzeit „von den über 65 -jährigen ca. 79 Prozent einen Volksschul- oder Hauptschulabschluss, ca. 11 Prozent einen Realschulabschluss, ca. 8 Prozent Fachhochschul- oder Hochschulreife, ca. 1 Prozent einen Abschluss der polytechnischen Oberstufe, 2 Prozent keinen schulischen Bildungsabschluss haben“ (Statistisches Jahrbuch, 1999), dann ist damit zu rechnen, dass der Anteil höher qualifizierter älterer Menschen zukünftig ansteigen wird. Bildungsträger gehen davon aus, „dass angesichts höherer Schulabschlüsse in den kommenden Generationen das Interesse an institutionalisierten Bildungsangebotenen deutlich steigen wird“ (BMFSFJ, 2001, Seite 53). Ältere Menschen bringen in Zukunft über das Erfahrungswissen hinaus auch ein durchschnittlich höheres Bildungsniveau mit.

Es ergeben sich also für Menschen in der 3. Lebensphase und darüber hinaus auch für die Gesellschaft nicht nur Anforderungen, sondern auch Chancen. Es könnte gar eine größere Mitverantwortung für ältere Menschen entstehen und die Ausübung freiwilliger und ehrenamtliche Tätigkeiten in der Kommune und Nachbarschaft, in Vereinen, Verbänden und Organisationen notwendig werden. Die Ausübung solcher Tätigkeiten kann zu persönlicher Sinnerfahrung und Zufriedenheit beitragen. Die in früheren Lebensabschnitten erworbenen Fähigkeiten, Fertigkeiten und Erfahrungen fließen in die Anforderungen, die die Gesellschaft (nicht nur) an ältere Menschen stellt, ein.

Der Blick auf die Ressourcen älterer Menschen kann von den Anforderungen, die diese stellen, leicht verdeckt werden. Ältere Menschen fallen in der Gesellschaft häufig erst durch ihre Hilfebedürftigkeit auf. Sie empfinden sich selbst als Belastung und nicht als Gewinn. Damit der 3. Lebensabschnitt gelingt, ist die rechtzeitige Entscheidung, sich auf Schwierigkeiten des Alters einzustellen, eine wesentliche Voraussetzung. Entscheidungen, die Einfluss auf den Lebensabend haben, müssen bewusst getroffen werden und zwar zu einer Zeit, in der sich diese Entscheidungen umsetzen lassen. Die Grundvoraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben im Alter, ist die Erhaltung der Selbstständigkeit und die damit verbundene selbstständige Versorgung.

Die Erhaltung der eigenen selbstständigen Versorgung wird häufig durch Barrieren im Wohnraum erschwert. Mit steigendem Alter entstehen für viele Menschen Hindernisse, die noch wenige Jahre zuvor keine waren. Die unterschiedlichen Lebensabschnitte stellen unterschiedliche Anforderungen an den Wohnraum und die unmittelbare Umgebung. Häufig wird die Entscheidung im dritten Lebensabschnitt zu Gunsten eines Umzugs oder eine Wohnungsanpassung zu spät getroffen.

„Das sozioökonomische Panel macht deutlich, dass nach dem 55. Lebensjahr rund 20 Prozent der Eigentümerhaushalte und 50 Prozent der Mieterhaushalte noch einmal umziehen. Nach Untersuchungen der Schader-Stiftung sind 65 Prozent der Altershaushalte umzugsbereit. Diese Bereitschaft nimmt mit steigendem Alter ab“(KDA, 2003, Seite 8). Die Entscheidung für eine Wohnungsanpassung oder einen Umzug sollte zu einem Zeitpunkt getroffen werden, der für ältere Menschen keine ungewöhnliche große Herausforderung darstellt.

5 Der Stellenwert des Wohnens im Alter

Wohnen hat in jedem Lebensalter eine große Bedeutung. Ältere Menschen verbringen sehr viel mehr Zeit in ihrer Wohnung als jüngere Menschen. Wohnen beschreibt wiederkehrende Geschehensabläufe im räumlich-sozialen Kontext der Wohnung (Saup, 1993, Seite 38). Es dreht sich also um tägliches Verhalten, das geprägt ist von Gefühlen, die man mit „Zuhause-sein“ umschreiben kann. Gewöhnlich wohnen ältere Menschen schon sehr lange am gleichen Ort. Die hohe emotionale Verbundenheit mit einer Wohnung oder einem Haus, erschweren eine Entscheidung für eine sinnvolle, aber neue Wohnform.

Eine Untersuchung des statistischen Bundesamtes über das Alltags- und Wohn- verhalten kommt zu dem Ergebnis, dass Menschen im Alter von 60 bis 64 Jahren täglich im Durchschnitt etwa 19 Stunden in ihrer Wohnung bzw. in ihrem Haus oder in unmittelbarer Nähe verbringen. Diese Tendenz verstärkt sich mit zunehmendem Alter. Mit 70 und mehr Jahren steigt die Stundenzahl bereits auf 20,5 Stunden pro Tag Ältere Menschen verbringen im Durchschnitt 80 Prozent des Tages in der Wohnung oder in Garten und Hof, also in unmittelbarer Umgebung. „Die Wohnung bietet für viele Menschen eine Rückzugsmöglichkeit, um das eigene Leben reflektieren zu können“(Saup, 1993, Seite 93). Die Biografie spiegelt sich in Möbelstücken und Gegenständen, die im Laufe des Lebens in der Wohnung angesammelt wurden.

Der Alterungsprozess verläuft für jeden Menschen unterschiedlich. Jedoch gibt es innerhalb dieses Prozesses Parallelen, die häufiger Schwierigkeiten bereiten. Im Alter wird die körperliche Mobilität durch verringerte Muskelkraft oder abgenutzte Gelenke erschwert. Das Seh- und Hörvermögen sowie die taktielen Sensitivitäts- und psychomotorischen Fähigkeiten verschlechtern sich (Vgl. Saup, 1997, Seite 9). Mit zunehmendem Alter erhöht sich auch die Wahrscheinlichkeit hilfs- und pflegebedürftig zu werden. Im Alter von 75 bis 79 Jahren sind 19,4 Prozent der in privaten Wohnungen lebenden Menschen hilfs- oder pflegebedürftig, von den Menschen im Alter von 85 und mehr Jahren sind es 54,5 Prozent (BMFSFJ 1998, Seite 23).

Alter ist oft mit großen körperlichen Veränderungen verbunden. Will der Mensch seine Ressourcen bis ins hohe Alter nutzen, sind Anpassungen im Bereich Wohnen nahezu unumgänglich. Betrachtet man die Ressourcen eines Menschen, so ist die oberste die eigene Versorgung. Selbstständigkeit ist die Grundvoraussetzung auf der alle weiteren Ressourcen aufbauen. Eine auf die Bedürfnisse zugeschnittene Wohnform unterstützt den Wunsch der selbstständigen Lebensführung.

Barrieren in der Wohnung können die Pflegebedürftigkeit beschleunigen. Aufgaben im Haushalt, die zu einer selbstständigen Versorgung beitragen, zwischenmenschliche Kommunikation und ausfüllende Freizeitbeschäftigungen können durch eine unangepasste Wohnform erschwert oder verhindert werden.

Die Wohnung wird mit zunehmendem Alter mehr und mehr zum Lebensmittelpunkt. Die Größenordnung der zu Hause verbrachten Zeit lässt auch Rückschlüsse über die Integration bzw. Isolation älterer Menschen zu. Man kann sagen, dass die Wohnung den Mittelpunkt bildet und darüber hinaus ein aktives Leben unterstützen, es aber auch verhindern kann.

Die verschiedenen Lebensphasen stellen unterschiedliche Anforderungen an eine Wohnung. Eigenschaften wie Größe, Lage, Ausstattung, Mietpreis und Umgebung erhalten im Laufe des Lebens unterschiedliche Bedeutungen, weil unterschiedliche Lebenslagen unterschiedliche Anforderungen an den Wohnbedarf stellen. Das ist ein Anspruch, der auch im Alter Berücksichtigung erfahren muss, damit zeitliche Quantität auch Zeitqualität sein kann.

6 Bestehende Angebote im Bereich Wohnen im Alter

Die Entwicklung unserer Gesellschaft hat großen Einfluss auf die Wohnformen älterer Menschen genommen. Die Zahl der Einpersonenhaushalte steigt an. In absoluten Zahlen bedeutet dies, dass ungefähr 5 Millionen ältere Menschen ihrer Wohnung allein bewohnen. 40,2 Prozent der älteren Menschen (65 Jahre und älterer), davon 23,6 Prozent im Osten und 43,4 Prozent im Westen Deutschlands, sind Eigentümer ihrer Wohnung beziehungsweise ihres Hauses (statistisches Bundesamt, 1996) (vgl. Tews, 2000, Seite 36 f). Die Auflösung der Großfamilie und die damit verbundene nicht mehr gewährleistete familiäre Versorgung älterer Menschen führt dazu, dass Alternativen zu dieser Altersversorgung entstehen.

Im Folgenden werden die wesentlichsten Angebote kurz erläutert, um einen Überblick über das bestehende Angebot zu geben.

6.1 Das Altenheim

Altenheime bieten gewöhnlich ein Einzelzimmer mit Bad ohne Kochmöglichkeit. Ältere Menschen, die zwar keinen eigenen Haushalt mehr führen können, aber nicht hochgradig pflegebedürftig sind, bilden das Klientel der Altenheime. Häufig werden Betreuungs- und Versorgungsangebote gemacht, die auf soziale Hilfen, Alltagshilfen und Gemeinschaftsaktivitäten setzen. Älteren Menschen wird die Haushaltsführung abgenommen. Der Umzug in ein Altenheim bedeutet für viele ältere Menschen einen Autonomieverlust verursacht durch die Hilfebedürftigkeit im Bereich der Alltagshilfen.

6.2 Das Pflegeheim

Das Pflegeheim war ursprünglich eine Sonderform des Krankenhauses. Es zeichnet sich durch umfassende Pflege, Versorgung und Betreuung aus. Die Bandbreite der Angebote, die Pflegeheime in den letzten Jahren machen, ist erheblich gestiegen. „Gerade im Pflegeheim werden besondere Anstrengungen unternommen, Wohngemeinschaft fördernde, räumliche Konzepte zu entwickeln“(KDA, 1988, Seite 54). Eine wachsende Aufgabe für Pflegeheime ist die Versorgung altersverwirrter Bewohner.

Das Pflegeheim dient mit seiner Ausrichtung auf eine umfangreiche Betreuung vielen Bewohnern selbstständiger Wohnformen als Absicherung für den möglichen Fall der Pflegebedürftigkeit. „Sowohl bezüglich der Anzahl (pflegeorientierte Heime 43 Prozent) als auch nach der Platzzahl (57 Prozent) ist das Pflegeheim die bedeutendste Wohnform außerhalb der normalen Wohnungen. Auch wenn man Altenwohnungen beziehungsweise „Betreutes Wohnen“ miteinbezieht, wohnen die meisten alten Menschen zuhause oder im Pflegeheim. (43 Prozent aller Bewohner in den besonderen Wohnangeboten der Altenhilfe) (BMFSFJ, 1998, Seite 125).

6.5 Integriertes Wohnen

Integriertes Wohnen macht den Versuch, die Separation älterer Menschen zu verhindern und versucht darüber hinaus, auch Behinderte, alleinerziehende Mütter, kinderreiche Familien, Studenten, Ausländer und Wohngemeinschaften in einem gemeinsamen Wohnprojekt zu integrieren. Nachbarschaftshilfe und die damit verbundene Vermeidung der Isolation steht hier im Vordergrund. Mitwirkung, Selbstbestimmung und Gemeinschaftsaktivitäten haben einen hohen Stellenwert. Initiator für Integriertes Wohnen sind in der Regel Wohnungsunternehmen oder die Kommune (Vgl. BMFSFJ, 1998, Seite 119).

6.4 Mehrgenerationenwohnen

Mehrere verschiedene Haushalte leben gemeinsam in einem Gebäude. Die unterschiedlichen Generationen leben gemeinsam unter einem Dach. Das Mehrgenerationenwohnen hat sich über Jahre gewandelt und „inzwischen wird dieser Begriff genauso für das nicht-familiäre Zusammen-Wohnen eingesetzt“ (BMFSFJ, 1998, Seite 120). Freunde, Verwandte und Nachbarn leben in räumlicher Nähe zusammen und bilden eine Infrastruktur die Hilfeaustausch möglich macht.

6.5 Selbstverwaltete Wohn- und Hausgemeinschaften

Selbstverwaltete Wohn- und Hausgemeinschaften gehören zu den Formen des gemeinschaftlichen Wohnens. Ältere Menschen gründen selbständig eine Wohngemeinschaft. Hier ist die Eigeninitiative der beteiligten Personen besonders hervorzuheben. Die Einflussnahme auf die Zusammensetzung der Senioren-WG führt zu gegenseitiger Unterstützung und erzeugt Verbundenheit untereinander. Für selbstverwaltete Wohn- und Hausgemeinschaften stellt die Lösung des notwendigen Hilfe- und Pflegebedarfes ein Problem dar. Kommunen fördern solche Projekte häufig, indem sie Gebäude für mehrere Jahre mietfrei zur Verfügung stellen (vgl. B. trifft, WDR, 29.11.2002). Eine Erweiterung sind die betreuten Wohngemeinschaften. Gemeinsam nutzt man Wohnraum, Speiseraum, Küche und Bad. Ein Betreuer ist tagsüber, bei Bedarf auch nachts, für die Organisation des

Haushaltes und des Gruppenlebens zuständig. Zusätzliche Hilfen und die Betreuung übernehmen ambulante Dienste.

6.6 Betreutes Wohnen

Betreutes Wohnen ist ein Wohnkonzept, das sich in den letzten fünfzehn Jahren entwickelt hat. Es wird eine vollständige, abgeschlossene und nach Möglichkeit barrierefreie Wohnung angeboten. Die Wohnform bleibt bei zunehmendem Betreuungsbedarf gleich und die Betreuungsorganisation reagiert flexibel auf den sich wandelnden Hilfebedarf. „Während im Altenheim in der Regel ein für alle Bewohner gleiches Versorgungsangebot besteht, ist die Betreuung im neuen Grundkonzept flexibel, da einzelne Betreuungsleistungen abgerufen werden können. In den meisten Fällen wird ein Grundservice vorgehalten, der auch von Anfang an pauschal vergütet werden muss“ (BMFSFJ, 1998, Seite 112).

6.7 Wohnen im Quartier

Das Wohnen im Quartier richtet sich an Menschen, die nicht umziehen und in ihrem Stadtteil und in ihrer Wohnung bleiben möchten. Das Wohnen im Quartier gehört zu den neuesten Entwicklungen im Bereich Wohnen im Alter. Die Barrierefreiheit der Wohnungen gehört zu den Grundvoraussetzungen, damit wohnen im Quartier möglich wird. Ein weiterer wesentlicher Teil des Konzeptes ist, dass jeder Mieter/Eigentümer einem Betreuungsträger angeschlossen ist und an diesen eine Betreuungspauschale entrichtet (vgl. Tews/Winter, 1997, S. 144). Durch die Betreuungspauschale werden die Alltagshilfen abgedeckt.

Teil II Analyse und Aufgaben des Service- und Wohnkonzeptes A Wohnen

Berücksichtigt man, dass die Pflegeheime ihren Ursprung in der Spitaltradition der Klöster und bürgerlichen Hospitäler haben und die Altersheime sich aus dem öffentlichen Armenwesen entwickelten, dann wird deutlich, dass Altersversorgung bereits im Mittelalter und im besonderen für arme Schichten ein Problem gewesen ist (Vgl. Tews, 1994, Seite 34).

Ende des 19. Jahrhunderts wurde mit der Bismarckschen Sozialgesetzgebung die kollektive Sicherung für das Alter eingeführt. Damit wurden die Voraussetzungen für unser bestehendes System geschaffen. In den letzten Jahrzehnten veränderten sich die Familienstrukturen. Die Kleinfamilie rückte immer weiter in den Vordergrund. Dadurch ist die Versorgung älterer Menschen immer weniger gewährleistet. Aus heutiger Sicht drängen sich bei einem Blick in die Vergangenheit Parallelen auf. Ähnlich wie schon einmal vor rund 100 Jahren, sieht sich die Gesellschaft mit dem Problem steigenden Alters konfrontiert. Unter Berücksichtigung der Entwicklung der verschiedenen Gesellschaftsschichten muss nach Lösungsmöglichkeiten gesucht werden, die dem alten Menschen in seiner dritten Lebensphase ein würdiges Leben sichern. Die Bedingungen der Gesellschaft haben sich verändert. Ansprüche und die Kosten sind gestiegen.

In der Vergangenheit wurden durch soziale Angebote von Institutionen und dem beginnenden Sozialstaat stets Antworten auf Problemlagen gefunden. Jede Veränderungen brachte eine Verbesserung für das Leben älterer Menschen. Eine Gesellschaft, die Wert auf Individualisierung und Selbstverwirklichung legt, muss Möglichkeiten schaffen, damit auch ältere Menschen selbstbestimmt leben können. Ältere Menschen werden zukünftig eigene finanzielle Ressourcen ausschöpfen müssen, um sich auch im Alter verwirklichen zu können. Modelle die heute noch privat finanziert bzw. teilfinanziert werden, sind vielleicht morgen schon die Zukunft sozialstaatlicher Einrichtungen.

Das zweite Kapitel geht auf die Zielgruppe ein. Welche Wohnbedürfnisse haben ältere Menschen heute und in der näheren Zukunft? Wie sollten die Grundlagen einer barrierefreien Wohnung aussehen? Lassen sich Barrierenfreiheit und Wohnqualität verbinden? Ist es möglich Wohnbedürfnisse älterer Menschen zu kategorisieren? Gibt es spezielle Herausforderungen bei alterstypischen Erkrankungen? Welche Angebote sind notwendig, damit Menschen im dritten und vierten Lebensabschnitt das Gefühl eines erfüllenden Lebens haben?

1 Zielgruppen

Die verschiedenen Generationen einer Gesellschaft haben unterschiedliche Bedürfnisse und Ansprüche an ihre Wohnung und das Wohnumfeld. Ältere Menschen unterscheiden sich von jüngeren, sie legen zum Beispiel mehr Wert auf Ruhe, Sauberkeit und „hinzuweisen ist auch auf das ausgeprägte Sicherheitsbedürfnis im Alter, auch wenn bei steigender Kriminalitätsfurcht, die Betroffenheit mit zunehmendem Alter deutlich sinkt“ (Wetzels, 1995, Seite 82). Integriertes Wohnen versucht die unterschiedlichen Bedürfnisse verschiedener Generationen zu befriedigen. Beachtet man die demografische Entwicklung, dann wird deutlich, dass es auch hier zu einem Gefälle zwischen Alt und Jung kommen wird. Gleiche Interessen und ähnliche Vorlieben schaffen Verbindung unter älteren Menschen, die zu einer höheren Wohnqualität miteinander führen kann.

Zielgruppe für dieses Wohn- und Servicekonzept sind Menschen, die ein selbstbestimmtes Leben im Alter durch eine Entscheidung möglichst bis zum 65. Lebensjahr herbeiführen. Das macht eine herausragende Gemeinsamkeit der Bewohner deutlich. Sie liegt nicht etwa im Alter, sondern darin, dass sich bewusst auf den dritten oder ferner den vierten Lebensabschnitt einzustellen. Grundsätzlich leben ältere Menschen zusammen. Die Ausstattung der Wohnungen oder der Apartments ist auf ältere, beziehungsweise behinderte Menschen abgestimmt.

Wohnformen für ältere Menschen sollten ihre Bewohner aber keinesfalls isolieren. Ziel ist es ganz im Gegenteil, das möglichst alle Generationen in Kontakt miteinander bleiben. Durch die Selbstbestimmung, die erhalten bleibt, können Senioren Angebote machen.

Im Vergleich zu integrativen Projekten, bei denen ältere Menschen häufig auf die/den Leih-Oma/Opa reduziert werden, werden ältere Menschen bei diesem Konzept nicht zum geduldeten Bewohner, sondern jüngere Menschen profitieren von den Angeboten der älteren. Ältere Menschen bleiben souverän und behalten ihren festen Platz in der Gesellschaft. Der Kontakt zwischen Jungen und Alten wird gefördert und gepflegt, trotzdem wohnt jeder in seiner eigenen Umgebung, die an seine Bedürfnisse angepasst ist.

Für hilfs- und pflegebedürftige Menschen entstehen zusätzliche Kosten. Junge Alte, die sich entscheiden, ihren dritten Lebensabschnitt aktiv zu leben, müssen für die Anpassung der Wohnform und die Angebote finanzielle Aufwendungen in Kauf nehmen und können dadurch Pflegebedürftigkeit hinauszögern oder zu vermeiden. Notwendige Pflege wird durch die Pflegeversicherung mitfinanziert. Ein Pflegeplatz kostet durchschnittlich zwischen 2500 EUR und 3600 EUR. Der Betrag reduziert sich durch das Pflegewohngeld von 390 EUR und je Pflegestufe zwischen 1023 EUR und 1432 EUR (vgl. AOK, 2002, Seite 14). Auf den Bewohner kommt damit ein Eigenanteil in der Pflegestufe I von 1000 EUR bis 1785 EUR in der Pflegestufe III zu. Die Kosten werden monatlich nach Tagen abgerechnet und variieren dadurch. Darüber hinaus kann der Pflegewohngeldsatz geringer ausfallen.

Solange eigenes Kapital vorhanden ist, muss der Eigenanteil selbst getragen werden. Wenn das Eigenkapital aufgezehrt ist, übernehmen Angehörige oder das Sozialamt die Kosten. Menschen, die bewusst entscheidenden, selbstbestimmt im Alter zu leben, investieren ihr Kapital und sind in der Lage, mehr Einfluss auf ihr zukünftiges Leben zu nehmen.

2 Architekturen

Die Nachfrage nach umzugsbereiten älteren Menschen, richtet sich nach dem vorhandenen Angebot. Wenige Menschen wollen im Alter ihre gewohnte Umgebung verlassen. Wenn schon ein Umzug notwendig wird, möchten viele in ihrem näheren Umfeld bleiben. Betrachtet man die Entscheidung aus der Sicht der Nachfrager und lässt dabei das Angebot in unmittelbarer Umgebung außer Acht, dann entstehen drei verschiedene Entscheidungssituationen.

„Solange wie möglich zu Hause bleiben, Wohnungssituation selbst verändern und drittens die Wohnsituation verändern, weil es nicht mehr anders geht (vgl. KDA, 2003, Seite 20). Damit gibt es drei Entscheidungskriterien, die unterschiedliche Anforderungen an die Architektur stellen. Die Bedürfnisse älterer Menschen sind individuell, dementsprechend müssen verschiedene Wohnkonzepte diesen Bedürfnissen gerecht werden. „Grundsätzlich sollte als Standort eine ruhige, zentrale Lage gewählt werden. Das Gebäude sollte mit einem PKW unmittelbar anfahrbar sein. Dies ist vor allem für Arzt, Rettungsdienst, soziale Dienste und den gehbehinderten älteren Menschen wichtig“ (Stollarz, 1989, Seite 53).

Die Erscheinung und Struktur des Gebäudes sollte sich nach seinen Bewohnern richten. Regionale Besonderheiten sollten bei der Errichtung neuer Gebäude berücksichtigt werden. Damit sich ältere Menschen in ihrem Zuhause wohl fühlen, bedarf es Architektur, die Traditionen berücksichtigt. Es ist wichtig, dass sich die Bewohner mit dem Gebäude, in dem sie leben, identifizieren können.

„Aufgrund der Zunahme hochaltriger Menschen kann mit einem erheblichen Bedarf an besonderen Wohnformen gerechnet werden. Für das Jahr 2040 wird ein Anwachsen der Anzahl Hochaltriger (80+) auf etwa 5,3 Millionen geschätzt.

Unter Beibehaltung der gegenwärtigen Versorgungslage von 17 Prozent würde der Bedarf an besonderen Wohnformen von 550.000 Plätzen heute auf 900.000 Plätze steigen. Dies wäre zwar ein gravierendes Wachstum, erscheint aber angemessen hinsichtlich der Vision einer vergreisenden Gesellschaft und gemessen am langen Prognosezeitraum als keine erschreckende Zahl“ (BMFSFJ, 1998, Seite 94).

Der besondere Wohnbedarf älterer Menschen wird standortabhängig im Wohnungsbestand nur unzureichend gedeckt, so dass davon ausgegangen werden kann, dass Wohnungen beziehungsweise Häuser angepasst werden und gleichzeitig auch eine Nachfrage für neu zu errichtende Gebäude entsteht.

3 Standortunterschiede zwischen Stadt und Land

Die städtische Lage ist der ländlichen Lage im Bereich Medizin, Kultur, soziale Kontakte oder auch in der Zugänglichkeit öffentlicher Gebäude für behinderte Menschen deutlich überlegen. Leider zeichnet sich der städtische Bereich häufig durch ein Fehlen unbebauter Flächen aus. Diese Situation macht viele Bauvorhaben entweder unmöglich oder schränkt sie erheblich ein.

Als Ausweichmöglichkeiten bleiben häufig nur Flächen am Stadtrand oder auf der grünen Wiese. Eine Verlagerung des Lebensmittelpunktes an den Stadtrand ist aus den erwähnten Gründen für viele ältere Menschen nicht wünschenswert. Dadurch werden die Möglichkeiten einer komfortablen Lösung erschwert. Service- und Wohnkonzept, das sich auf die Bedürfnisse älterer Menschen einstellt, muss zwangsläufig die unterschiedlichen Umstände berücksichtigen. Aufgrund der verschiedenartigen Wohnsituationen in der Stadt und auf dem Land und den damit verknüpften Bedingungen ergeben sich Vor- und Nachteile für beide Bereiche.

3.1 In der Stadt

Menschen, die ihr Leben in der Stadt verbracht haben, sollten in ihrem dritten oder vierten Lebensabschnitt nicht zu einem Umzug aus ihrem bisherigen Lebensumfeld gezwungen werden. Vorhandene große Wohneinheiten bieten sich für Wohnungsanpassungen an und ermöglichen zentrale Wohnmöglichkeiten für ältere Menschen. Um die Effizienz zu steigern, aber auch für die Koordination im Bereich Pflege und Betreuung, ist es sinnvoll, Häuser mit mehreren Wohnungen gleichzeitig anzupassen. Die Wohnungen werden den Bedürfnissen der älteren Bewohner angepasst. Für Wohnungsanpassungen lassen sich eine Reihe typischer baulicher Merkmale benennen, die berücksichtigt werden sollten.

Bei der Gebäude- und Wohnungserschließung sollte für Raum für zusätzliche Begegnungsmöglichkeiten gesorgt werden, beispielsweise für kommunikations- fördernde Eingänge und Treppenhäuser. Es sollte in jedem Haus mindestens ein Aufzug vorhanden sein. Einladende Gemeinschaftsräume innerhalb des Hauses können zusätzlich für Begegnung sorgen. Halböffentliche oder öffentliche Flächen müssen sich von den privaten abheben. Einzelne Wohnungstypen, sowie die Größe der einzelnen Wohnungen sollten sich voneinander unterscheiden, um unterschiedlicher Nachfrage gerecht zu werden (vgl. KDA, 2003, Seite 76).

Abbildung 2

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

(Kunkler, F., „In der Stadt“, 2004)

Im städtischen Bereich sind die Gebäude gewöhnlich mehrgeschossig. Da sich die Häuser durch barrierefreie Zugänglichkeit auszeichnen, können Flächen im Erdgeschoss für die Bewohner der Häuser und für Gäste, die dem Konzept nicht angeschlossen sind, interessant sein. Wenn innerhalb eines Stadtteils in mehreren Häusern Wohnungsanpassungen durchgeführt werden, sollten diese räumlich nicht zu weit voneinander entfernt sein, damit die Wirkung der Synergieeffekte nicht „verpufft“. Die Erdgeschosse können unterschiedlich genutzt werden. Angebote auf diesen Flächen sollten den Bedürfnissen älterer Menschen entgegenkommen.

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Details

Seiten
108
Jahr
2004
ISBN (eBook)
9783640471386
ISBN (Buch)
9783640471065
Dateigröße
1.4 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v139192
Institution / Hochschule
Fachhochschule Heidelberg
Note
2
Schlagworte
Sozialarbeit Pflegewissenschaften Senioren Altenheim Pflegeheim Service und Wohnkonzept Vorsorge Betreutes Wohnen Sozialpädagogik Achim Gaab Altersheim Seniorenresidenz Wohnen im Alter

Autor

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Titel: Service- und Wohnkonzept für ein selbstbestimmtes Leben im Alter