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Schülergesundheit - Lehrergesundheit

Seminararbeit 2009 11 Seiten

Didaktik - Sport, Sportpädagogik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffliches Verständnis von Gesundheit, Krankheit und Wohlbefinden

3. Größenordnung der Gesundheitsprobleme bei Kindern und Jugendlichen
3.1 Körperliche Gesundheit und Funktion
3.2 Gesundheitsverhalten
3.3 Psychische Probleme, Kompetenzen und Ressourcen

4. Die Gesundheit der Kinder und Jugendlichen und die Rolle der Schule
4.1 Ökologische Bedingungen in der Schule
4.2 Psychosoziale Bedingungen der Schule

5. Gesundheitsförderung in der Schule

6. Empowerment zur Gesundheitsförderung
6.1 Definition von Empowerment
6.2 Empowerment- Maßnahmen für Schüler

7. Ideen zur Verwirklichung einer gesünderen Schule

8. Fazit

9. Literaturliste

1. Einleitung

Ich werde in dieser Hausarbeit über die Schülergesundheit der Kinder und Jugendlichen in Deutschland schreiben. Zunächst werde ich mich mit den grundlegenden Begriffen Gesundheit, Krankheit und Wohlbefinden befassen. Um auf die gesundheitlichen Probleme der Kinder und Jugendlichen näher eingehen zu können, ist ein Überblick über die gesundheitlichen Probleme bedeutsam. Auf dieser Basis kann nun die Gesundheit der Kinder und Jugendlichen in der Schule betrachtet werden. Zum Schluss der Arbeit sollen Anregungen zur Gesundheitsförderung der Schüler aufgeführt werden.

2. Begriffliches Verständnis von Gesundheit, Krankheit und Wohlbefinden

Gesundheit und Krankheit bilden im allgemeinen Sprachgebrauch eine begriffslogische Polarität, ähnlich wie „gut“ und „böse“ oder „stark“ und „schwach“. Nach der Weltgesundheitsorganisation ist die Gesundheit des Menschen „ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur das Fehlen von Krankheiten oder Gebrechen“ (Homepage WHO). Krankheit ist dem zufolge also die bestehende oder drohende nachteilige Beeinträchtigung oder Einschränkung körperlicher, geistig-seelischer oder sozialer Fähigkeiten (vgl. Dür 2008, S. 19). Gesundheit ist aber nicht einfach nur der Gegenpol zu Krankheit sondern wird als Wohlbefinden des menschlichen Lebens gesehen. Sie kann unabhängig von Krankheit sogar bei völliger Abwesenheit von Krankheit gesteigert oder vermindert werden (vgl. Pelikan 2007, S.80).

Wohlbefinden ist ein Zustand der Entspannung und des Genießens. Er wird aber gleichzeitig mit Lebensenergie in Verbindung gebracht (vgl. Dür 2008, S. 131).

3. Größenordnung der Gesundheitsprobleme bei Kindern und Jugendlichen

Um eine ungefähre Vorstellung davon zu vermitteln, in welchen Größenordnungen die Gesundheitsprobleme der Kinder und Jugendlichen heute vorliegen, werden im Folgenden die, nach meiner Meinung, drei wichtigsten Einflussbereiche der Gesundheit konkretisiert.

3.1 Körperliche Gesundheit und Funktion

Bereits bei Schuleintritt sind viele Kinder in ihrer Gesundheit eingeschränkt. „So hat ein Fünftel der Schulanfänger ein eingeschränktes Sehvermögen, jedes zehnte Kind ein vermindertes Hörvermögen und 10% weisen Erkrankungen des Bewegungsapparates auf. Eine große Gruppe dieser Kinder hat von Karies befallene Zähne (ca. 30%). Rund jedes zehnte Kind und jeder zehnte Jugendliche in Deutschland leidet an einer chronischen Krankheit oder Behinderung“ (Ravens- Sieberer 2004, S. 37). Die HBSC- Studie (HBSC Homepage) hat ca. 6000 Schüler deutscher Schulen gefragt: „Wie würdest du deinen Gesundheitszustand beschreiben?“ Über eine ausgezeichnete Gesundheit berichteten 52% der 11- jährigen aber nur noch 41% der 15- jährigen Jungen, 36% der 11- jährigen, aber nur noch 23% der 15- jährigen Mädchen. Man sieht also eine Verschlechterung der subjektiven Gesundheit mit dem Älterwerden bzw. mit dem Eintritt in die Pubertät und einen nicht unwesentlichen Unterschied im Gesundheitsniveau der beiden Geschlechter (vgl. Dür 2008, S. 21).

3.2 Gesundheitsverhalten

„Zum Zeitpunkt der Einschulung sind bereits 7% bis 19% zu dick.“ (Benkert 2003 MASGF Brandenburg 2004) Übergewicht ist gleichermaßen Folge eines ungünstigen Ernährungs- wie Bewegungsverhaltens. Beim Ernährungsverhalten spielt die soziale Schicht eine wesentliche Rolle. Personen mit einem höheren Sozialstatus ernähren sich ausgewogener, Kinder und Jugendliche aus Familien mit einem niedrigen Sozialstatus hingegen essen unregelmäßiger und greifen häufiger zu kalorienreichen, fett- und zuckerhaltigen Produkten mit wenig Ballaststoffen.

In allen westeuropäischen Gesellschaften findet sich bei Jugendlichen ein geringes und mit dem Alter abnehmendes Niveau in Bezug auf Bewegung und Sport (1Stunde Sport[1] in drei Tagen), aber ein hohes Niveau in Bezug auf übermäßigen Fernseh- und PC- Konsum (fast 3 Stunden pro Tag). Die Richtlinien der WHO sehen mindestens eine Stunde sportliche Bewegung pro Tag vor.

Eine mit den Lebensjahren ansteigende Häufigkeit weist der Konsum von legalen und illegalen Suchtmitteln auf. Mit 15 Jahren trinken 18% mindestens einmal wöchentlich Bier, weitere 29% mindestens einmal wöchentlich Mischgetränke. Letzteres ist bei Mädchen beliebter als bei Jungen, beim Bier ist es umgekehrt. Häufige Rauscherfahrungen sind daher ebenfalls weit verbreitet. 20% der Jungs und 16% der Mädchen hatten mit 15 Jahren schon mindestens vier Räusche (vgl. Dür, 2008).

Die Zunahme des Konsums von Suchtmitteln ist beim Nikotin am deutlichsten ausgeprägt. Auf Basis der HBSC- Studie rauchen im Alter von 15 Jahren bereits 50% der Mädchen und 40% der Jungen zumindest gelegentlich, obwohl für diese Altersgruppe eigentlich noch ein gesetzliches Rauchverbot besteht. In den letzten Jahren ist jedoch ein Rückgang des Tabakkonsums zu verzeichnen (ebd S. 23). Dies hängt mit zwei gesundheitspolitischen Maßnahmen zusammen. Zum einen liegt es an der mehrfachen Erhöhung der Zigarettenpreise durch Besteuerung, zum anderen mit der Pflicht der Tabakkonzerne auf der Verpackung deutlich auf Gesundheitsschäden hinzuweisen.

[...]


[1] „dass du dabei außer Atem gerätst und ins Schwitzen kommst“

Details

Seiten
11
Jahr
2009
ISBN (eBook)
9783640465187
ISBN (Buch)
9783640462278
Dateigröße
435 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v138302
Institution / Hochschule
Pädagogische Hochschule Ludwigsburg – Kunst, Musik und Sport
Note
1,5
Schlagworte
Schülergesundheit Lehrergesundheit

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