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Journalistische Interviews. Rhetorik und Rede des Gesprächs

Hausarbeit 2009 10 Seiten

Rhetorik / Phonetik / Sprechwissenschaft

Leseprobe

I) Inhaltsverzeichnis

1.) Einführung

2.) Vorbereitung

3.) Das Sachinterview

4.) Das Persönlichkeitsinterview
4.1.) Probleme und negative Auswirkungen beim Befragten

5.) Schlussbemerkung

Literaturverzeichnis

1.) Einführung

„ Es gibt so viele Wege, ein Interview zu führen, wie es Situationen gibt, in denen Menschen interviewt werden." 1

Journalistische Medien, wie zum Beispiel Interviews, Kommentare oder Kritiken, sind aus der heutigen, sich immer schneller wandelnden Welt nicht mehr wegzudenken. Sie sind Informations-, Bildungs- und Unterhaltungsträger und besitzen eine sehr große Verbreitungs- und Vervielfältigungskapazität. Seit Einführung des Internets werden genannte Medien noch weitaus schneller verbreitet, als noch vor 20 Jahren.

Des Weiteren sind journalistische Medien Elemente des politischen Prozesses. Sie sollen in der modernen Gesellschaft von heute unter Anderem zur öffentlichen Meinungsbildung beitragen und eine gewisse Informationsbasis für jeden Einzelnen garantieren.2

Die folgende Arbeit konzentriert sich auf das (journalistische) Interview, das sowohl Aufschluss über eine (Alltags-)Person, als auch über eine Sache geben soll. Des Weiteren soll sie mögliche Probleme beleuchten, die bei einem Interview auftreten können. Die Quellenlage zu diesem Thema ist gerade im gedruckten Bereich schnell erschöpft. Zwar wurden sehr viele Ratgeber zum Aspekt wie man ein Interview führt, veröffentlicht, jedoch wurde in diesen selten hinterfragt, wozu man ein solches überhaupt führt. Jedoch ließen sich im Internet viele aufschlussreiche Quellen finden und bearbeiten.

2.) Vorbereitung

Der wichtigste Teil eines Interviews ist die Themenauswahl. Damit dem Journalisten ein interessantes Interview gelingt, müssen sowohl Thema, als auch die zu befragende Person für die Sach- oder Problemdarstellung geeignet und glaubwürdig sein. Der Interviewer sollte sich deshalb vorher über zwei Aspekte im Klaren sein. Erstens sollte er beantworten können, welche Fragestellungen sein Thema beinhalten und zweitens ob die ausgewählte Kombination von Thema und Interviewpartner eher Aufschluss über einen Sachverhalt geben soll, indem ein Experte oder Sachverständiger befragt wird oder ob Erlebnisse und Erfahrungen eines unmittelbar Beteiligten zum Ausdruck gebracht werden sollen.3 Das Erstellen eines Grundgerüstes für das Interview ist unerlässlich. Je besser das vorher erstellte Konzept, desto besser das folgende Interview. Nur damit hat der Fragende die Möglichkeit und den Überblick darüber, ob und welche Nachfragen sinnvoll wären und zu neuen Erkenntnissen führen würden. Der Interviewer sollte sich vorher im Klaren darüber sein, welche Aspekte seines Themas er näher beleuchtet haben und welche Fragen er wie stellen möchte. Zur Vorbereitung gehört ausserdem, sich die Frage zu stellen, für welches Thema oder welches Problem der Interviewpartner besonders kompetent ist und was an ihm interessiert. Hat der Interviewer dies für sich geklärt, weist er dem Interviewpartner eine entsprechende Rolle zu. Dabei ist es wichtig, ihn (und die Empfänger) darüber nicht im Unklaren lassen.4

3.) Das Sachinterview

Bei dieser Möglichkeit steht nicht die Persönlichkeit eines Menschen im Mittelpunkt des Interesses, sondern ein ungeklärter oder umstrittener Sachverhalt, ein aufregendes Ereignis oder ein bedeutsamer Vorgang. Das Interview wird interessanter umso mehr die befragte Person über den Sachverhalt weiss und detailliert und präzise Details wiedergeben kann. Hier verfolgt der Journalist meist das Aufklärungsinteresse. Jedoch ist bei diesen gegenstandszentrierten Interviews meist eine gewisse Reihenfolge einzuhalten. Als Erstes sollte die Kompetenz der interviewten Person abgeklärt oder nachgewiesen werden, also wie die befragte Person zum Thema steht. Dies erfolgt meist zu Beginn des Interviews. Zum Zweiten sollten die Sachverhalte näher erläutert, dargestellt und geklärt werden. Dies stellt meist den Hauptteil des Interviews dar. Abschließend sollten die gewonnenen Erkenntnisse durch Erörterung weiterer Auffassungen eingeordnet werden. Dies kann zum Beispiel durch Dritte geschehen und stellt den letzten Interviewteil dar.

Des Weiteren ist bei dieser Form des Interviews zu beachten, dass es sich meist um Fachwissen handelt, das vermittelt werden soll. Es kann passieren, dass das Interview sehr trocken und langweilig wird, wenn zum Beispiel der Sachverständiger in seiner Fachsprache Details erklärt, die für einen Leihen unverständlich sind. In einer solchen Situation darf sich der Interviewer nicht dazu hinreißen lassen ebenfalls in fachsprachliche Erörterungen zu verfallen. Deshalb ist es wichtig, dass seine Fragen aus dem Blickwinkel der Leser/ Hörer/ Zuschauer gestellt werden.5

[...]


1 Vgl.: Maloney/ Rubenstein

2 Vgl.: Straßner, Tübingen 2000.

3 Vgl.: Haller, Hamburg 1997.

4 Vgl.: http://journalistische-stilformen.suite101.de/article.cfm/journalistische_interviews

5 Vgl.: Haller, Hamburg 1997.

Details

Seiten
10
Jahr
2009
ISBN (eBook)
9783668300248
ISBN (Buch)
9783668300255
Dateigröße
679 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v137429
Institution / Hochschule
Technische Universität Chemnitz
Note
1,3
Schlagworte
journalistische interviews rhetorik rede gesprächs

Autor

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Titel: Journalistische Interviews. Rhetorik und Rede des Gesprächs