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Das Mediensystem der Schweiz

Schwerpunkt: Der Printsektor

Wissenschaftlicher Aufsatz 2007 38 Seiten

Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation

Leseprobe

Inhalt

1) Allgemeiner einführender Überblick

2) Kulturelle Besonderheiten
a) Allgemeiner Überblick
b) Sprachen und Bevölkerung
c) Religionen

3) Die Medien der Schweiz im Überblick
a) Print
b) Radio
c) Fernsehen

4) Politik und Rechtsgrundlagen
4.1) Föderalismus
4.2) Konkordanzdemokratie
4.3) Gewaltenteilung
4.4) Parteiensystem
4.5) Medienpolitische Aspekte - Print

5) Wirtschaftliche Basis der Medien
5.1) Allgemeiner Überblick
5.2) Wirtschaftliche Besonderheiten aus Sicht der Medien
5.3) Ökonomische Einflüsse auf den Journalismus
5.4) Entwicklungen im Sektor Print
a) Tageszeitungen
b) Zeitschriften
5.5) Presseförderung
5.6) Technik und Journalismus
5.7) Onlinezeitungen

6) Publizistische Vielfalt, Medienkonzentration, medienpolitische Leitbilder

7) Journalisten in der Schweiz
7.1) Rollenselbstbilder der Journalisten
7.2) Politik und Journalismus
7.3) Professionalität
7.4) Orientierung an der Zielgruppe
7.5) journalistische Qualität
a) Qualitätsveränderung durch das Aufkommen von neuen Medien und Medienkonzentration
b) Qualitätsveränderung durch Einsparungen durch ökonomische Krise
c) Qualitätsveränderung durch technischen Fortschritt

8) Trends
a) demografisch
b) Mediennutzung
c) inhaltlich
d) gesellschaftlich
e) politisch

1) Allgemeiner einführender Überblick

Die föderalistische Schweiz mit rund sieben Millionen Einwohnern ist eine multikulturelle Völkergemeinschaft mit vier Landessprachen:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: http://www.schweiz.ch/swiss-language.asp

Die vier schweizerischen Sprachregionen sind ebenso durch natürliche Hindernisse, durch konfessionelle und andere sozio-historische Gegensätze, durch deutliche Differenzierungen zwischen Land und Stadt und auch durch weitere sprachliche Differenzierungen (Dialekte, Idiome) in noch kleinere Einheiten unterteilt. Die Schweiz kennt somit kein nationales Medium. Ebenso ergeben sich durch die Kleinstaatlichkeit für den Medienbereich drei Hauptmerkmale:

1) die Rezipienten- und Werbemärkte sind klein,
2) dies kann zu einer Knappheit an Ressourcen (Kapital, Know-how, Talent etc.) führen,
3) Verletzlichkeit souveräner Kommunikationsräume.

Die journalistische Aufmerksamkeit ist fast ausschließlich zuerst auf die gleichsprachige Nahwelt, dann auf die gleichsprachige Fernwelt konzentriert. Im Vergleich zu Europa und im Verhältnis zur Fläche und Bevölkerung in der Schweiz, existieren hier die meisten Printmedien. Das intermediäre Verhältnis zwischen Presse und Rundfunk veränderte sich. Vom Werbevolumenwachstum seit den 1980er Jahren profitierte die Presse am meisten, an zweiter Stelle das Fernsehen, das Radio bildet das Schlusslicht in der Werbung.

Das 20. Jahrhundert war allgemein geprägt von einer Reihe markanter Entwicklungen auf den unterschiedlichsten Gebieten:

1) Innenpolitisch fand ein Wandel in Richtung Mehrparteiensystem statt. Während zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine Partei alle Posten in der Regierung (Bundesrat) besetzt hielt, waren Ende des Jahrhunderts vier Parteien im Bundesrat vertreten.
2) Politisch blieb die Schweiz zwar neutral (sie beteiligte sich nicht aktiv an den beiden Weltkriegen), die Neutralität war jedoch immer wieder Gegenstand heftiger Diskussionen. Vor allem die Fragen nach der Europäischen Integration der Schweiz und der allgemeinen Globalisierung stellten das Abseitsstehen der Schweiz immer wieder in Frage.
3) Auch wirtschaftlich gab es riesige Veränderungen. Das Agrarland Schweiz entwickelte sich zu einem Industriestaat, was zur Folge hatte, dass mehr Menschen ein - als auswanderten.
4) Der Lebensstandard der meisten Schweizer/-innen erhöhte sich beträchtlich. Die Arbeitsbedingungen und die soziale Sicherheit wurden immer besser und das Warenangebot immer reichhaltiger.
5) Mit der Entwicklung der Exportwirtschaft änderte sich auch das Verhältnis zu Europa und dem Rest der Welt.

2) Kulturelle Besonderheiten

a) Allgemeiner Überblick

Da die Schweiz in verschiedene Sprachräume aufgegliedert ist und somit auch verschiedene Kulturräume entstanden sind, ist es schwierig von einer einheitlichen Schweizer Kultur zu sprechen. Die unterschiedlichen Sprach- und Kulturräume werden von ihren Nachbarländern Deutschland, Frankreich und Italien stark beeinflusst. Doch auch wenn es schwierig war diese verschiedenen Einflüsse zu koordinieren, hat sich in der Schweiz dennoch so etwas wie eine eigenständige Kultur entwickelt. Im Ausland ist die Schweiz für ihre Banken, den Käse oder für die Schokolade bekannt, aber sie hat noch viel mehr zu bieten.

In der gesamten Schweiz versucht man in Vereinen die regionalen Bräuche aufrecht zu erhalten, wie das Schnitzen und Strickarbeiten. Doch nicht nur die handwerklichen Bräuche prägen die Schweizer Kultur, denn die Schweiz hat eine bedeutende architektonische Vergangenheit und auch im Ausland waren die Schweizer Baukünstler gefragt. So stammen die Gefängnisse beim Dogenpalast, die Rialto- und die Seufzerbrücke in Venedig aus den Händen talentierter Schweizer Architekten.

Hinzu kommt, dass die Schweiz berühmt für ihre Bild- und Druckkunst ist, welche in berühmten Museen und Kollektionen in der Schweiz bewundert werden können. Gleiches gilt für die kreative Fotografie, die in Kalendern, Magazinen und in der Außenwerbung zu finden ist.

Die Schweizer Literatur ist auch über die Landesgrenzen hinaus sehr berühmt geworden. Die bekanntesten Schriftsteller sind wohl Friedrich Dürrenmatt, Max Frisch, Gottfried Keller oder auch Johanna Spyri, deren Heidi-Bücher zu den weltweit meistverkauften Büchern aller Zeiten zählen. Doch die Schweizer Literatur wurde nicht nur durch ihre einheimischen Schriftsteller aufgebaut, denn gerade in der Zeit des Faschismus kamen einige Schriftsteller aus Deutschland, Österreich und Italien ins Schweizer Exil, so z. B. Thomas Mann, Stefan George und Ignazio Silone.

Die Schweiz kann ebenfalls eine lange Theatertradition vorweisen. Der Zentralverband Schweizer Volktheater (ZVS) ist der Dachverband der vielen Theatergruppen und –vereine, welche regional die städtische und ländliche Kultur der Schweiz beleben. Die darstellende Kunst wird in der Schweiz markant gefördert. Im Jahr 2001 erhielt sie fast die Hälfte der kulturunterstützenden Beiträge. Dies zeigt deutlich welchen Wert die Schweiz auf die darstellende Kunst legt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/kultur__medien__zeitverwendung/kultur/

blank/analysen__berichte/financement_de_la/arts_du_spectacle.html

b) Sprachen und Bevölkerung

Das Bundesverfassungsgericht der Schweiz besagt seit 1999:

Art. 4 „Die Landessprachen sind Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch.“

Art. 70 „Die Amtssprachen des Bundes sind Deutsch, Französisch und Italienisch. Im Verkehr mit Personen rätoromanischer Sprache ist auch das Rätoromanische Amtssprache des Bundes.“

Demnach hat die Schweiz insgesamt vier Landessprachen (siehe Übersicht auf Seite 3), die alle als Amtssprachen anerkannt sind. Somit hat jeder Schweizer das Recht sich in einer der Landessprachen an die Bundesverwaltung zu wenden und ebenso Antwort in der gleichen Landessprache zu erhalten. Jedoch gilt dies nur auf Bundesebene, denn die Kantone und Gemeinden legen selbst fest, welche Amtssprache in ihrem Gebiet anerkannt wird und welche nicht. Diese Kompetenz wird auch als Territorialitätsprinzip bezeichnet.

Die deutsche Sprache ist die am meisten verbreitete Sprache in der Schweiz mit 63,7 %[1]. Die Schweiz setzt sich insgesamt aus 26 Kantonen und Halbkantonen zusammen. Davon sprechen 17 einsprachig Deutsch. Jedoch spricht die Bevölkerung nicht Hochdeutsch, sondern mit vielen unterschiedlichen Schweizerdeutschen Dialekten. Ab dem ersten Schuljahr lernen die Schüler Hochdeutsch als „Fremdsprache“.

Im Westen der Schweiz, der Suisse Romande, Romandie oder auch dem Welschland, wird Französisch gesprochen. Insgesamt sind es 20,4 %, aber nur vier vollständig einsprachig französische Kantone. Hinzu kommen drei Kantone, die offiziell zweisprachig sind:

- Bern mit deutschsprachiger Mehrheit
- Freiburg und Wallis mit französischer Mehrheit.

Italienisch wird mit 6,5 % hauptsächlich in den Kantonen Tessin und Graubünden gesprochen, wo es gleichzeitig auch die Amtssprache ist. Generell fördert der Bund die italienische Sprach aktiv.

Ebenso einer aktiven Förderung bedarf die rätoromanische Sprache, da diese mit 0,5 % nur in einem Kanton, Graubünden, gesprochen wird, der somit der einzige dreisprachige Kanton der Schweiz ist. Die Rätoromanische Bevölkerung ist meistens zweisprachig und spricht neben dem Rätoromanischen meist einen Schweizerdeutschen Dialekt oder Italienisch.

Hinzu kommt die jenische Sprache mit ebenfalls 0,5 %. Die Jenischen sind eine ethnisch-soziale Gruppe, deren Herkunft ungeklärt ist. Sie führen heute nur noch zum Teil ein Nomadenleben, doch wurden sie aus diesem Grund und wegen ihrem sozialen Status einer gesellschaftlichen Randgruppe in der Vergangenheit oft mit den Roma verwechselt. Heutzutage leben noch ca. 35.000 Jenische in der Schweiz. Eine Sprachförderung gibt es jedoch nicht, da das Jenische in der Bundesverfassung nicht erwähnt ist, obwohl es als territorial nicht gebundene Sprache durch die Ratifizierung der Europäischen Charta der Regional- oder Minderheitensprachen durch die Schweiz 1997 anerkannt wurde.

In den letzten Jahren hat die englische Sprache immer mehr an Bedeutung gewonnen. Dies hat zur Folge, dass sich Schweizer aus verschiedenen Sprachregionen auf Englisch unterhalten statt in einer der anderen vier Landessprachen der Schweiz. Weiterhin haben einige Deutschschweizer Kantone begonnen nicht mehr Französisch als erste Fremdsprache zu unterrichten, sondern mit Englisch zu beginnen.

Auch die wachsende Ausländerzahl nimmt Einfluss auf die Sprachenverteilung der Schweiz. Insgesamt werden die „mitgebrachten“ Sprachen mit 9 % häufiger gesprochen als italienisch und rätoromanisch zusammen. Die größte „neue“ Sprachgruppe ist das Serbisch/Kroatische mit 1,4 %, die das Rätoromanische schon um 0,9 % übertrifft.

Der Ökonom Frangois Grin von der Universität Genf befasste sich mit den Fragen nach dem Wert einer Sprache und um welchen Preis die Vielsprachigkeit zu erhalten sei. Seiner Meinung nach „…verursacht [die Vielsprachigkeit] zwar hohe Kosten, schafft aber auch einen individuellen und nationalen Mehrwert.“ Die Vorteile würden bei der Vielsprachigkeit bei weitem überwiegen. Nach der Meinung Grins ist es von großer Bedeutung in die Aufrechterhaltung und in die Förderung der Landessprachen zu investieren, denn die Sprachvielfalt ist eine unbestrittene Schweizerische Qualität, ebenso wie die kulturelle und die ethnische Vielfalt.

Grin sieht in der großen Bedeutung der englischen Sprache ein Problem:

„Wenn eine Weltsprache wie das Englische einen bevorzugten Status als internationale Kommunikations-Sprache bekommt, führt dies zu einem massiven Transfer von Einfluss, Macht und Geld zu den Menschen mit der betreffenden Muttersprache.“

Dadurch unterstreicht er die Wichtigkeit einer existierenden Sprachenvielfalt, zu der die Schweiz viel beitragen könnte, denn „Deshalb ist auch eine nationale kohärentere Sprachenpolitik von großer Bedeutung.“

Bedeutung für die Medien:

Die Sprachgrenzen sind auch die Mediengrenzen, denn kaum ein Medium stößt in ein anderes Sprachgebiet vor. Nachrichtenagenturen, Zeitungen, Zeitschriften, Radio- und Fernsehprogramme existieren in allen Sprachräumen. Sie sind aber gänzlichst verschieden, weil die Sprachräume ebenfalls verschieden groß sind. Durch die Vielsprachigkeit ergibt sich eine ungleiche Struktur in der Medienlandschaft, die gleichzeitig ein Hindernis für Modernisierung und Professionalisierung des Journalismus darstellt. Institutionen wie die Schweizerische Depeschen-Agentur (SDA) und die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) versuchen den Ausgleich intern herzustellen, indem sie ihre Aktivitäten zugunsten der Sprachminderheiten quersubventionieren. Sie verwenden Einnahmen aus der flächen- und bevölkerungsgrößeren Deutschschweiz für Leistungen in den anderen Regionen der Italienischen und Rätoromanischen Schweiz.

Trotz dieses Einsatzes gibt es beträchtliche Mängel in der unterschiedlichen Ausstattung der Sprachregionen mit Medien:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Journalisten in der Schweiz: Eigenschaften, Einstellungen, Einflüsse

c) Religionen

Quelle: http://www.swissworld.org/ger/swissworld.html?siteSect=604&sid=4213140&cKey=1068134883000&rubricId=14040

In der Schweiz ist es den Kantonen überlassen, ob sie einer Religionsgemeinschaft den Status der Landeskirche verleihen wollen. Bis auf Genf und Neuenburg gibt es in allen Kantonen öffentlich-rechtliche anerkannte Kirchen. Die drei Landeskirchen sind die römisch-katholische, die evangelisch-reformierte und, in einigen Kantonen vertreten, die christkatholische Kirche. In den Kantonen Basel-Stadt, Freiburg und St. Gallen sind die israelitischen Gemeinden den Landeskirchen gleichgestellt. In einigen Westschweizer Kantonen sind die Kirche und der Staat vollkommen voneinander getrennt, weswegen es dort keine Landeskirchen gibt.

Die Schweizer Großstädte sind, konfessionell gesehen, relativ ausgeglichen, d. h. neben anderen kleineren Religionsgemeinschaften ist ca. die Hälfte römisch-katholisch und die andere Hälfte evangelisch-reformiert. Das gleiche Bild zeigt der städtische Gürtel des Mittellandes, wo auch keine dominierenden Kirchen und Religionsgemeinschaften auftreten. Die christkatholische Kirche ist nur lokal dominierend in der Region Basel und Solothurn im Norden der Schweiz. Während die protestantische Kirche ebenfalls eher im Norden der Schweiz anzutreffen ist, ist die römisch-katholische Kirche vorwiegend in der Südschweiz verbreitet.

Jedoch ist in der Schweiz ein Rückgang[3] der beiden Mehrheitskonfessionen und eine zunehmende Pluralisierung zu verzeichnen. Weiterhin stiegen die Zahlen derer ohne Zugehörigkeit und die Anzahl der religiös gemischten Ehen.

Immer mehr Menschen gehören einer anderen Glaubensgemeinschaft an als der römisch-katholischen oder der protestantischen Kirche. Diese Pluralisierung zeigt sich vorwiegend in den Regionen der Deutschschweiz. Vor allem in den großen Städten verloren die Mehrheitskonfessionen an Boden. Weiterhin ist ein Anstieg derer zu verzeichnen, die keiner Religion angehören. Diese Gruppe ist ebenfalls hauptsächlich in den Städten vertreten. Hinzu kommt, dass der Anteil der Elternpaare, die ihren Kindern keine Religionszugehörigkeit weiter geben, sich in den letzten 30 Jahren mehr als verdoppelt hat. Gründe dafür sind die steigende religiöse Durchmischung der Paare.

Die hohe Zahl der Ausländer in der Schweiz sorgt dafür, dass nicht nur verschiedene Sprachen und Kulturen mitgebracht werden, sondern auch andere Religionen. Somit führt dies zu einem Anstieg verschiedener Religionsgemeinschaften, wie dem Islam, dem Judentum und dem Buddhismus.

Religiöse Medien in der Schweiz:

Die evangelisch-reformierten Kirchen haben den reformierten Medien in der Deutschschweiz für die Jahre 2005 bis 2008 einen Leistungsauftrag erteilt. Die Leitprinzipien sind die gegenseitige Abstimmung und Kooperation der Akteure in der kirchlichen Kommunikation.

„Die Reformierten Medien sollen diejenigen Aufgaben erfüllen, die am sinn- und wirkungsvollsten und am kostengünstigsten von einem gemeinsamen kirchlichen Unternehmen auf deutschschweizerischer Ebene zu erfüllen sind.“

Diese Aufgaben umfassen die Information und Meinungsbildung für Mitarbeitende und Interessierte, die Vermittlung kirchlicher Themen in der Öffentlichkeit, die Schaffung eines Angebots von Medien für die kirchliche Arbeit und die Förderung von Medienkompetenz und Förderung von Aus- und Weiterbildungen.

Der Pastoralplan für Kommunikation und Medien der katholischen Kirche in der Schweiz sieht für die katholische Medienarbeit folgende Aufgaben vor:

Hoher Wert wird auf die Glaubwürdigkeit gelegt, denn die Kommunikation nach außen ist die Spiegelung der inneren Kommunikation. Weiterhin kann eine strikte Trennung von innerkirchlicher und öffentlicher Kommunikation nicht realisiert werden, weswegen die kirchlichen Anliegen öffentlich vertreten und die Medien über ihr Handeln informiert werden sollen. Somit muss die Öffentlichkeit besser mit den Informationen aus der Kirche versorgt werden. Jedoch ist dabei auf eine mediengerechte Redaktion der kirchlichen Dokumente zu achten. Die Medien sollen auch für Verkündigungen bereitstehen. So können die Medien der Kirche „…als Mittel der Evangelisation und der Pastoral dienen[4].“ Weiterhin werden interessierte Menschen außerhalb des Kirchenraumes durch Gottesdienstübertragungen in Radio und Fernsehen erreicht und „Die Medien ermöglichen das öffentliche Gespräch (Agora), wo gläubige Christinnen und Christen präsent sind, ihre Stimme einbringen und für ihren Glauben Zeugnis ablegen.“ Da Medien als Mittel der öffentlichen Verständigung genutzt werden und Teil der Schweizer Kultur sind, will sich die Kirche als Geist des Evangeliums an der öffentlichen Meinungsbildung beteiligen. Sie will sich im Licht des Glaubens mit der publizierenden Zeit auseinander setzen. Weiterhin bemüht sie sich um einen sachgemäßen und kompetenten Auftritt in den Medien.

[...]


[1] Stand: 2006

[2] In Klammern Zahl der bloßen Infokanäle und lokalen Videoverbreiter

[3] Vergleich zwischen den Zahlen der Volkzählung von 1990 und von 2000

[4] aus: Pastoralplan für Kommunikation und Medien der katholischen Kirche in der Schweiz

Details

Seiten
38
Jahr
2007
ISBN (eBook)
9783640456642
ISBN (Buch)
9783640456826
Dateigröße
730 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v136959
Institution / Hochschule
Hochschule Mittweida (FH)
Note
1
Schlagworte
Mediensystem Schweiz Schwerpunkt Printsektor

Autor

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Titel: Das Mediensystem der Schweiz