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Die Darstellung der Schizophrenie in Georg Büchners "Lenz"-Erzählung und deren Zusammenhang mit dem im Text entfalteten Natur- und Menschenbild

Hausarbeit 2002 28 Seiten

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung

2. Die Darstellung Lenzens und die der Nebenpersonen
2.1. Lenz:
2.2. Oberlin und Kaufmann:
2.3. Die Dorfbewohner
2.4. Lenzens Mutter und Friederike:

3. Leitmotive der Lenz-Erzählung und deren Rolle in der Wahnsinnsdarstellung
3.1. Mensch und Natur:
3.2. Göttliches

4. Die Sprache
4.1. Lenzens Sprache
4.2. Symbole der Sprache
4.2.1. Mond – Mutter – Tod
4.2.2. Das Wellenmotiv
4.3. Das Kunstgespräch

5. Überschau

6. Anhang: Literaturverzeichnis

1. Einleitung

In dieser Arbeit werde ich mich nicht etwa einer klinischen Krankheitsdarstellung widmen, sondern vielmehr werde ich versuchen die Zusammenhänge herauszufinden zwischen der Art, wie Büchner Lenzens Krankheit darstellt, und dem im Text entfalteten Menschen- und Naturbild. Weiterhin werde ich versuchen das Neuartige von Büchners Darstellung durch Untersuchung des Stils aufzuzeigen. Selbstverständlich wird ebenfalls zu klären sein, welche Rolle die Sprache im „Lenz“ spielt, wobei besonders das Kunstgespräch im Mittelpunkt stehen wird.

Grundsätzlich erschwert werden meine Untersuchungen – genau wie die so vieler anderer – von dem Zustand des Unvollendenseins der Erzählung. Es wird also Untersuchungspunkte, bzw. Untersuchungsergebnisse in dieser Arbeit geben, bei denen ich mich an die Meinung der dann angegebenen Sekundärliteratur halten und einen Grad der Vollendung unterstellen werde, der ein entsprechend wahrscheinliches Untersuchungsergebnis erlaubt. Auch wenn es wohl unmöglich ist, festzustellen in wie weit und an welchen Stellen speziell Büchner seinen Text als vollendet oder noch überarbeitungswürdig empfand.

2. Die Darstellung Lenzens und die der Nebenpersonen

2.1. Lenz:

Sehr schnell wird klar, dass Büchner seinen „Lenz“ eine überdeutliche Hauptrolle zugedenkt. Das äußert sich bereits darin, dass die ganze Erzählung seinen Namen und nur seinen Namen trägt. Zu Beginn der Erzählung widmet Büchner mehr als 1 ½ Seiten der Beschreibung von Lenzens Gang durchs Gebirge und den Gefühlregungen, die er dabei empfindet. Er lässt den Leser quasi ungestört – sprich ohne Nebenpersonen auch nur zu erwähnen – Lenz und seine Gedankengänge begleiten. Äußere Beschreibung von Lenz finden sich in der Erzählung kaum. Passagen wie:

„die blonden Locken hingen ihm um das bleiche Gesicht, es zuckte ihm in den Augen und um den Mund, seine Kleider waren zerrissen.“[1]

„er war rot geworden über dem Reden, und bald lächelnd, bald ernst, schüttelte er die blonden Locken.“[2]

kommen nur wenig vor. Doch jede Stelle, an der Lenzens Äußeres beschrieben wird, zeigt ihn in einer ruhigen, wahnsinnsfreien Situation:

„sein blasses Kindergesicht, das jetzt lächelte, sein lebendiges Erzählen;“[3]

„sein Gesicht veränderte sich vorteilhaft“[4]

oder direkt nach einem wahnhaften Anfall, wie hier:

„...Lenz hereintrat mit vorwärts gebogenem Leib, niederwärts hängendem Haupt, das Gesicht über und über und das Kleid hie und da mit Asche bestreut, mit der rechten Hand den linken Arm haltend.[5]

Wo also auch immer Büchner die Äußerlichkeiten Lenzens in den Vordergrund treten lässt, tritt sein Wahnsinn in den Hintergrund. So beschreibt Büchner seinen Protagonisten also nur dort äußerlich, wo er frei von Wahnsinn ist und eine „Umleitung“ über die Wahrnehmung der Natur oder der Menschen unnötig wird.

2.2. Oberlin und Kaufmann:

Das erste Auftauchen einer Nebenperson ist überhaupt das Eintreffen bei Oberlin und die Begrüßung durch ihn. Damit sind wir auch schon bei der wohl wichtigsten Nebenperson angelangt. Sie nimmt in der Figurenkonstellation, der Handlung und der damit verbundenen Wahnsinnsentwicklung und deren Darstellung einen besonderen Status ein. Das äußert sich vor allem in zwei Punkten.

a) Büchner gewährt dem Leser Innensicht in Oberlin, er ist zusammen mit Lenz die einzige Person der Erzählung, wo er dies zulässt.

„es führte ihn zu weit von seiner einfachen Art ab.“[6]

„Oberlin wusste von Allem nichts; er hatte ihn aufgenommen, gepflegt; er sah es als eine Schickung Gottes, der den Unglücklichen ihm zugesandt hätte, er liebte ihn herzlich“[7]

b) Oberlin ist die einzige der Nebenpersonen, die Büchner die wörtliche Rede erteilt. Niemand sonst – nur einmal Mme. Oberlin, aber in dem Augenblick vertritt sie quasi Oberlin – wird mit wörtlicher Rede dargestellt.

„Sein sie mir willkommen, obschon Sie mir unbekannt.“[8]

„“Sind sie Theologe?“[9]

Nicht einmal Kaufmann, mit dem Lenz das wohl wichtigste Gespräch der Erzählung überhaupt – das Kunstgespräch – führt, bekommt die wörtliche Rede erteilt.

Es ist wahrscheinlich, dass Büchner Oberlin so von den anderen Figuren abhebt, da er eine besondere Rolle in der Bekämpfung, bzw. der Hoffnung Lenzens auf die Bekämpfung des drohenden Wahnsinns spielt. Oberlin entspricht dem beruhigenden Teil der Natur, und er ist ein Mann Gottes. Und dank dieser zwei Punkte ist er Lenzens einziger und letzter Hoffnungsschimmer:

„er stürzte sich in Oberlins Arme, er klammerte sich an ihn, als wolle er sich in ihn drängen, er war das einzige Wesen, das für ihn lebt und durch den ihm wieder das Leben offenbart wurde.“[10]

Insofern steht Oberlin Kaufmann gegenüber. Denn während Lenz selbst sogar die heilende Wirkung von Oberlins Gegenwart bemerkt, ihn als sicheren Hafen, als Rettungsanker sieht, stellt Kaufmann die den endgültigen Bruch herbeiführende Kraft dar, indem er Lenz auffordert dem Wunsch seines Vaters zu entsprechen und nach Hause zurückzukehren. Lenz erkennt es selbst:

„Ich verstehe das nicht, mit den zwei Worten ist die Welt verhunzt.“[11]

Doch insofern wird auch klar, dass Büchner die Hoffnung auf Heilung, die Oberlin verkörpert, für gewichtiger, für zentraler hält, als die zerstörerische Wirkung von Kaufmann; das ist allein an der hervorgehobenen Darstellung Oberlins zu erkennen.

Zwar führt Kaufmann das Kunstgespräch mit Lenz – Büchner lässt Oberlin hier sogar völlig außen vor, er schließt ihn aus dem Kunstgespräch aus – doch wird bei genauerem Hinsehen ohnehin klar, dass das Kunstgespräch eher ein Monolog als ein Gespräch ist, da Kaufmann trotz der Darlegung seines idealistischen Standpunktes nur eine untergeordnete Rolle im Vergleich zu Lenz spielt.

2.3. Die Dorfbewohner

Büchner lässt Lenz im Kunstgespräch von der individuellen Schönheit des Einzelnen sprechen, der Liebe zur Eigentümlichkeit der Menschen:

„Man muss die Menschheit lieben, um in das eigentümliche Wesen jedes einzudringen, es darf einem keiner zu gering, keiner zu hässlich sein, erst dann kann man sie verstehen; das unbedeutendste Gesicht macht einen tiefern Eindruck als die bloße Empfindung des Schönen...“[12]

Doch im Rest der Erzählung schildert Büchner die Lenz umgebenden Menschen keineswegs als individuell und eigentümlich, im Gegenteil: die Lenz umgebenden Menschen werden verallgemeinert und unpersönlich dargestellt. Und kaum dass sie einmal einzeln auftreten, sind sie auch schon wieder verschwunden. Am Ende der Erzählung angelangt vermag es keine der Personen einem im Gedächtnis zu bleiben, sie scheinen unwichtig und peripher, einzig Lenz und Oberlin, so scheint es einem, kamen in diesem Stück vor. Denn derartige Ausdrücke ziehen sich durch die ganze Erzählung:

man führte ihn über die Straße, [...] man gab ihm ein Zimmer im Schulhause.“[13]

„da kamen Leute, man hatte es gehört, man rief ihm zu.“[14]

„wenn Jemand was sprach...“[15]

Es gibt mehrere mögliche Begründungen für die Verallgemeinerung der Lenz umgebenden Leute. Die erste wäre, dass die Verallgemeinerung der Nebenpersonen dem – in seiner Wahnsinnsentwicklung sich entwickelnden – Verschmelzen „in eine Linie, wie eine steigende und sinkende Welle, zwischen Himmel und Erde...“[16] entspricht, vielleicht aber auch dem Leitmotiv, das Karl Vietör zu erkennen geglaubt hat: dem „Verschwinden der festen Gegenständlichkeit“[17].

Je weiter der Wahnsinn fortschreitet, desto weniger vermag Lenz anzurühren, ihn in seiner Versunkenheit oder seinem Fieber zu erreichen, und dementsprechend auch nur noch wenige Personen. Die restlichen verschwimmen zu einer nicht zu unterscheidenden und nicht beachtungswürdigen Masse.

Es wäre aber auch möglich, dass Büchner etwas anderes mit der Verallgemeinerung der anderen Personen vorhatte. Möglicherweise ist es ein Mittel Lenz als besonders einzigartig darzustellen, ihn über das dem Leser bewusste Maß von den anderen abzuheben und ihn damit auf ein Podest zu stellen; trotz oder eben wegen seiner Krankheit. Es ist ein Mittel um den Blick des Lesers noch mehr auf Lenz und seine Krankheitsentwicklung, seine Gefühle, Gedanken und seine Wahrnehmung von Menschen und Natur zu fokussieren.

2.4. Lenzens Mutter und Friederike:

Eine weitere große Ausnahme der Menschen – auch wenn sie nicht direkt in der Erzählung auftritt, sondern dem Leser nur von Berichten Lenzens bekannt wird – ist seine Mutter. Eine weitere Frau, die von Lenz ebenfalls nur benannt wird, in der Erzählung allerdings nicht vorkommt – nur das tote Mädchen, das zufällig ihren Namen trägt – ist Friederike, die Lenzens Worten nach von ihm geliebt worden ist.

„Ach sie ist tot! Lebt sie noch? Du Engel, sie liebte mich – ich liebte sie, sie war’s würdig, o du Engel. Verfluchte Eifersicht, ich habe sie aufgeopfert – sie liebte noch einen andern – ich liebte sie, sie war’s würdig – o gute Mutter, auch die liebte mich. Ich bin ein Mörder“[18]

In diesem Zitat trennt Lenz Friederike und seine Mutter nicht mehr, er liebte sie beide und er hält sich für beider Mörder. Dazu muss jedoch gesagt werden, dass das Bild der Mutter für Lenz zuvor in einem anderen Kontext stand. Als erstes steht seine Mutter für ein idyllisches Gefühl, ein Gefühl der Geborgenheit und des Sicherseins:

„ein heimliches Weihnachtsgefühl beschlich ihn, er meinte manchmal seine Mutter müsse hinter einem Baume hervortreten, groß und ihm sagen, sie hätte ihm dies Alles beschert;“[19]

Benno von Wiese beschreibt dieses Bild so:

„nirgends ist der lichte, unzerstörte, reine Weltzusammenhang so eindringlich ins Bild – und Stimmungshafte gebannt wie an dieser Stelle der Erzählung.“[20] Und tatsächlich scheint zu diesem Zeitpunkt der Erzählung die Heilung von Lenzens Wahnsinn noch möglich, die Wechselwirkung zwischen Natur und der Vorstellung der Mutter ist unübersehbar. In der Wahrnehmung der Natur spiegelt sich der Zustand Lenzens und erst in dieser Idylle kann ihm das heilende, beruhigende Bild der Mutter in den Sinn kommen. Seine Mutter steht allerdings noch in einem anderen Zusammenhang mit den beiden Begriffen „Mond“ und „Tod“, auf den ich jedoch später noch zu sprechen kommen werde.

Zurück zur Idylle, die mit der Mutter verbunden wird: Prompt fragt er auf diese Vorstellung hin sogar Oberlin, ob er ihm das Predigen erlaubt. Das Zusammenspiel der schönen Natur und die damit verbundene Vorstellung der Mutter wirken sich so positiv auf seinen Zustand aus, dass Lenz Mut fasst und Oberlin diese Bitte stellt.

Es gibt nur eine Situation, in der Lenz die Gegenwart eines Menschen – von Oberlin nun einmal abgesehen – bewusst sucht. Jedoch geschieht dies unter ganz besonderen Umständen, die andere Person, ist nämlich tot. Es geht um den Auferweckungsversuch – die Imitatio Christi – die Lenz als Büßender ( mit Asche beschmiert und in Lumpen gekleidet) versucht, aber die logischerweise nicht von Erfolg gekrönt ist. In diesem Zusammenhang fällt auch der Name des Kindes – Friederike -, der natürlich sofort Parallelen schafft, zwischen der Angebeteten des realen Lenz, Friederike Brion, und eben diesem toten Kind. Der gebildete Leser zu Entstehungszeiten des Lenzfragmentes war durchaus über die Zusammenhänge zwischen dem in der Erzählung erwähnten Namen und der realen Friederike, und deren Bezug zu Goethe und eben auch Lenz, informiert. Dessen konnte sich Büchner sicher sein. Und obwohl die Verbindung der fiktiven und der realen Friederike nur angedeutet und die endgültige Entscheidung quasi dem Leser überlassen bleibt, wollte Büchner etwas damit bezwecken. H. P. Pütz formuliert es so:

„Die Erzählung verleiht also einerseits der allgemeinen Phrase eine bestimmte Bedeutungsrichtung, andererseits verfestigt sie diese nicht zur eindeutigen Aussage. [...] Mit solchen Darstellungsmitteln erreichte der Erzähler, dass die reale Außenwelt in das kranke Bewusstsein des „Helden“ hineinspielt und von dort dem Leser vermittelt wird, so aber, dass dieser nur von der Sehnsucht, nicht vom Objekt derselben erfährt.“[21]

Büchner erreicht so, dass seine Wahnsinnsdarstellung durch diesen Querverweis auf die realen Bezüge auf eine Art gefestigt wird, und dennoch gleichzeitig dem Leser etwas widerfährt, dass eben Lenz als Symptom seines Wahnsinns geschieht: Realität und Fiktion verschmelzen ineinander, wobei das eine das andere beeinflusst, ohne dass der Leser so recht sagen kann, was nun er gerade vor sich hat. Diese Art die Nebenfiguren einzusetzen ermöglicht es Büchner die Krankheit seines Lenzes noch nachfühlbarer zu machen, weil sie – selbst für diejenigen, die den Wahnsinn für nicht nachvollziehbar halten – eine Verbindung schafft zur Realität und so einen Anstrich von „Das könnte jedem passieren!“ trägt.

Dennoch wird die Verbindung zwischen der Friederike der Erzählung und Friederike Brion von einigen angezweifelt – darunter auch Inge Diersen. Sie schreibt:

„Die Erinnerung der Büchnerschen Lenz-Figur an ein geliebtes und von ihm verlassenes Mädchen, seine wahnhaften Vorstellungen von ihrem Tod stehen Noltens schuldhafter Liebe zur Zigeunerin Elisabeth und zu dem Mädchen Agnes und Larkens’ verhängnisvollem Rollenspiel näher als der Beziehung des historischen Lenz zu Friederike Brion.“[22]

Ich möchte diese Zusammenhänge nicht anzweifeln, doch da die Bezugnahme von der erzählten zur realen Friederike durchaus Sinn macht, und auch Büchners Darstellung des Wahnsinns der Lenz-Figur, ihrer Untermauerung als etwas „natürliches“ – im Sinne von etwas nicht aus der Luft gegriffenen – entgegenkommt, halte ich auch diesen Zusammenhang für durchaus vorstellbar.

[...]


[1] Georg Büchner, Werke und Briefe S. 70

[2] Georg Büchner, Werke und Briefe S. 77

[3] Georg Büchner, Werke und Briefe S. 71

[4] Georg Büchner, Werke und Briefe S. 85

[5] Georg Büchner, Werke und Briefe S: 84

[6] Georg Büchner, Werke und Briefe S.75

[7] ebenso

[8] Georg Büchner, Werke und Briefe S. 70

[9] Georg Büchner, Werke und Briefe S. 73

[10] Georg Büchner, Werke und Briefe S. 87

[11] Georg Büchner, Werke und Briefe S. 78

[12] Georg Büchner, Werke und Briefe S. 76/77

[13] Georg Büchner, Werke und Briefe S. 71

[14] Georg Büchner, Werke und Briefe S. 71

[15] Georg Büchner, Werke und Briefe S. 87

[16] Georg Büchner, Werke und Briefe S. 78

[17] Karl Vietör, „Lenz“, Erzählung von Georg büchner. GRM 25 (1937) S. 3

[18] Georg Büchner, Werke und Briefe S. 83

[19] Georg Büchner, Werke und Briefe S. 73

[20] Benno von Wiese, Georg Büchners Lenz, S. 115

[21] H.P. Pütz, Büchners „Lenz“ und seine Quelle, S. 17

[22] Inge Diersen, Büchners Lenz im Kontext der Entwicklung der Erzählprosa im 19. Jahrhundert, Berlin, S.102

Details

Seiten
28
Jahr
2002
ISBN (eBook)
9783638192514
ISBN (Buch)
9783638643054
Dateigröße
475 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v13651
Institution / Hochschule
FernUniversität Hagen – ESG
Note
2,3
Schlagworte
Darstellung Schizophrenie Georg Büchners Lenz Zusammenhang Text Natur- Menschenbild Büchner Leben Werke

Autor

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Titel: Die Darstellung der Schizophrenie in Georg Büchners "Lenz"-Erzählung und deren Zusammenhang mit dem im Text entfalteten Natur- und Menschenbild