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Snowboarden Lehren

Einführung in das Fachgebiet, Methodik und Ergebnis einer Terminologiearbeit in den Sprachen Deutsch und Englisch

Diplomarbeit 2008 211 Seiten

Dolmetschen / Übersetzen

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Einleitung

2.1 Zielgruppen

3. Grundlagen der Terminologielehre
3.1 Vorbemerkung
3.2 Begriff
3.3 Benennung
3.4 Definition
3.5 Terminus
3.6 Terminologie

4. Methodische Vorgehensweise
4.1 Eingrenzung des Fachgebiets
4.2 Literaturbeschaffung und zugrunde gelegtes Quellenmaterial

5. Snowboarden lehren: Einführung in das Fachgebiet
5.1. Vorbemerkung
5.2 Das Snowboardlehrerwesen
5.2.1 Deutschland
5.2.2 Österreich
5.2.3 Schweiz
5.2.4 Kanada
5.2.5 Großbritannien
5.2.6 USA
5.2.7 Australien
5.2.8 Neuseeland
5.3 Snowboarden lehren – Vorbemerkung zur Begriffsabdeckung
5.4. Vergleichender Überblick über die Snowboardlehrpläne
5.4.1 Der DVS Snowboard Lehrplan
5.4.2 Der ÖSV Lehrplan
5.4.3 Das SSBS Lehrmittel
5.4.4 CASI Reference Guide
5.4.5 BASI Snowboard Instructor Handbook
5.4.6 AASI Snowboard Manual
5.4.7 APSI Snowboard Teaching Manual
5.4.8 NZSIA Snowboard Instructors Guide
5.5 Zusammenfassung

6. Literaturverzeichnis theoretischer Teil

7. Terminologischer Teil
7.1 Hinweise zur Benutzung des Glossars
7.2 Anmerkungen zu den Begriffssystemen
7.3 Begriffssysteme
7.4 Glossar
7.5 Indizes
7.5.1 Index Deutsch
7.5.2 Index Englisch

8. Literaturverzeichnis

1. Vorwort

Bereits im Alter von dreieinhalb Jahren brachte mir mein Vater das Skifahren bei. Einen besseren Lehrer hätte ich wohl kaum finden können: als Mitglied der deutschen Skinationalmannschaft von 1957 bis 1963, holte er 1961 den Meistertitel im Riesentorlauf und trainierte danach von 1963 bis 1966 den deutschen Nachwuchs. 1967 ging er schließlich nach Wyoming, USA, wo er einige Jahre für seinen Freund und Rennfahrerkollegen Joseph Stiegler in dessen Skischule als Skilehrer tätig war.

So hatte mich mein Vater also schon sehr jung für den Schneesport begeistern können. Im Alter von 12 Jahren stieg ich vom Skifahren auf das Snowboarden um und war bereits mit 16 Jahren selbst als Snowboardlehrerin für eine der örtlichen Skischulen im Chiemgau tätig. Insgesamt drei Wintersaisonen verbrachte ich damit, anderen Menschen das Snowboarden beizubringen und ihnen die Freude und Begeisterung für diesen Sport zu vermitteln. Ich machte also schon relativ früh Bekanntschaft mit der Materie und der “Fachsprache” des Snowboardunterrichts, ohne damals nur im Geringsten zu ahnen, dass ich einmal eine wissenschaftliche Arbeit darüber verfassen würde.

Ausschlaggebend für eine Diplomarbeit über die Terminologie des Snowboardunterrichts war der Gedanke, eine Arbeit zu schreiben, die nicht nur im Regal „verstauben würde“, sondern vielen Personen von großem Nutzen sein würde. Ich hoffe, dass die vorliegende Arbeit diesem Anspruch gerecht wird und den verschiedenen Zielgruppen als wertvolle Hilfe in ihrem jeweiligen Tätigkeitsbereich dienen kann.

2. Einleitung

Die vorliegende Arbeit stellt eine translationsorientierte Einführung in die Terminologie des Snowboardunterrichts dar, mit dem Ziel, den Leser sowohl mit dem Fachgebiet selbst als auch mit der einschlägigen Terminologie im Deutschen und im Englischen vertraut zu machen.

2.1 Aufbau der Arbeit

Die vorliegende Arbeit ist grob in folgende acht Kapitel unterteilt:

Nach dem Vorwort der Autorin wird in der Einleitung erklärt, wie die Arbeit aufgebaut ist und für wen sie gedacht ist.

Das Kapitel Grundlagen der Terminologielehre beschäftigt sich mit wichtigen Begriffen und Sachverhalten rund um das Fachgebiet Terminologie, um den Leser in die Materie einzuführen und ihm damit einen Zugang zu dieser Arbeit zu ermöglichen.

Im Kapitel Methodische Vorgehensweise wird erläutert, unter welchen Gesichtspunkten die Eingrenzung des Themengebiets erfolgte und weiters wird die Literatur vorgestellt, die das „Fundament“ der Arbeit bildet.

Unter dem Titel Snowboarden lehren: Einführung in das Fachgebiet erfolgt ein kurzer Überblick über die Eingrenzung der für diese Arbeit relevanten Begriffe sowie eine Übersicht über das Snowboardlehrerwesen und die Snowboardlehrpläne in den acht untersuchten Snowboardnationen Österreich, Deutschland, Schweiz, Kanada, Großbritannien, USA, Neuseeland und Australien.

Danach folgt ein Literaturverzeichnis zu den im theoretischen Teil verwendeten Quellen.

Der Terminologische Teil beinhaltet die Begriffssysteme und das zweisprachige Glossar zur Terminologie des Snowboardunterrichts in den Sprachen Deutsch und Englisch mit etwa 150 Einträgen sowie Hinweise zur Benutzung des Glossars und alphabetisch geordnete Indizes in beiden Sprachen zum einfachen Nachschlagen der Begriffe.

Das Literaturverzeichnis listet schließlich die Literaturangaben zu den Quellencodes aus den Glossareinträgen auf.

2.2 Zielgruppen

Mit der vorliegenden Arbeit sollen folgende Zielgruppen angesprochen werden:

1. SnowboardlehrerInnen und Snowboardschulen im deutschsprachigen Raum, die aufgrund der hohen Anzahl englischsprachiger Wintergäste den Snowboardunterricht immer öfter auf Englisch gestalten müssen und dafür die entsprechenden englischen Fachtermini der Snowboardtechnik benötigen.
2. Nationale und internationale Snowboardlehrerverbände, denen beim Verfassen von Lehrplänen mit dieser Arbeit ein lehrplanunabhängiger Überblick über die Begriffe des Snowboardunterrichts und deren terminologisch richtige Verwendung gegeben werden soll.
3. TranslatorInnen (ÜbersetzerInnen und DolmetscherInnen), die im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit mit dem Fachgebiet der Snowboardtechnik zu tun haben (z.B. ÜbersetzerInnen und DolmetscherInnen im Rahmen des alle vier Jahre stattfindenden INTERSKI Kongresses) und dafür die entsprechende Terminologie in einer der beiden oder in beiden Sprachen benötigen.
4. Verfasser populärwissenschaftlicher Literatur zum Thema Snowboarden und Snowboardtechnik.

3. Grundlagen der Terminologielehre

3.1 Vorbemerkung

Um den „terminologischen Laien“ in die Terminologielehre einzuführen, soll im Folgenden ein Überblick über grundlegende Elemente der Terminologielehre gegeben werden. Dabei soll aufgezeigt werden, was man in der Fachsprache der Terminologielehre unter „Begriff“, „Benennung“, „Definition“, „Terminus“ und „Terminologie“ versteht und wie wichtig das terminologische Arbeiten nicht nur für TranslatorInnen sondern auch für Experten eines bestimmten Fachgebiets ist.

3.2 Begriff

Der Begriff spielt in der Terminologielehre eine tragende Rolle. Für das Verstehen und die Wiederverwertung der Informationen in der vorliegenden Arbeit ist es daher von zentraler Bedeutung zu erklären, was sich in der Terminologielehre eigentlich hinter dem Begriff verbirgt. Unter 2.1 der Norm DIN 2342 Teil 1, wird Begriff folgendermaßen definiert: “Denkeinheit, die aus einer Menge von Gegenständen unter Ermittlung der diesen Gegenständen gemeinsamen Eigenschaften mittels Abstraktion gebildet wird.” Dabei wird Gegenstand unter 1.1 als “Beliebiger Ausschnitt aus der wahrnehmbaren oder vorstellbaren Welt” definiert.

Somit ist ein Begriff ein gedankliches Konzept, eine Vorstellung von einem existierenden Gegenstand oder Sachverhalt. Von zentraler Bedeutung in dieser Definition ist demnach das Wort DENKeinheit. Im Weiteren wird in der Norm vermerkt, dass Begriffe nicht an einzelne Sprachen gebunden sind, jedoch vom jeweiligen gesellschaftlichen und kulturellen Hintergrund einer Sprachgemeinschaft beeinflusst sind.

3.3 Benennung

Die Benennung, die oftmals mit dem Begriff verwechselt wird, ist lediglich das sprachliche Symbol des Begriffs. So versteht man unter einer Benennung also eine „aus einem Wort oder mehreren Wörtern bestehende Bezeichnung“ (Norm DIN 2342 Teil 1, 3.1.2). Eine Bezeichnung wiederum ist die „Repräsentation eines Begriffs mit sprachlichen oder anderen Mitteln“ (Norm DIN 2342 Teil 1, 3.1). Somit dient die Benennung dem Zweck, über einen Begriff kommunizieren zu können.

3.4 Definition

„Die Definition umschreibt den Begriff nach Inhalt oder Umfang und grenzt ihn von anderen Begriffen ab“ (KÜDES 2002: 30). Das tragende Element eines Begriffs ist somit die Definition, denn diese beschreibt, worum es sich bei einem Begriff genau handelt. Eine klare Abgrenzung eines Begriffs zu anderen Begriffen ist conditione sine qua non für die eindeutige Zuordnung von Benennungen zu ihren Begriffen. Um diese Voraussetzung zu erfüllen, müssen bestimmte Anforderungen an eine Definition erfüllt sein, wie z.B. Kürze, Angabe des Gültigkeitsbereichs einer Definition, Vermeidung von Zirkeldefinitionen (ein Begriff darf nicht durch sich selbst definiert werden) und negativer Definitionen (vgl. KÜDES 2002: 30 ff.).

3.5 Terminus

Der Terminus ist schließlich die Synthese aus Begriff und Benennung: „Ein Terminus ist als Element einer Terminologie die Einheit aus einem Begriff und seiner Benennung (auch: Fachwort).“ (Norm DIN 2342 Teil 1, 3.2).

3.6 Terminologie

Unter Punkt 3.10 der Norm DIN 2342 Teil 1 wird Terminologie oder auch Fachwortschatz als „Gesamtbestand der Begriffe und Benennungen in einem Fachgebiet“ definiert. Sinn und Zweck der Terminologie als Gesamtbestand des spezifischen Wortschatzes eines Fachgebiets ist laut KÜDES (2002: 9) ihr Beitrag zur Kommunikation zwischen Experten: Terminologie als Grundlage der Fachkommunikation soll diese einerseits erleichtern und andererseits beschleunigen, sowie deren Qualität sichern. Angesichts der Tatsache, dass die Fachkommunikation heute etwa vier Fünftel der gesamten Informationen ausmacht, die über die neuen Kommunikationswege der grenzenlosen, mehrsprachigen Informationsgesellschaften in immer dichterer Folge ausgetauscht werden (vgl. KÜDES 2002: 9), geht deutlich hervor, wie wichtig Terminologie und fundiertes terminologisches Arbeiten ist.

4. Methodische Vorgehensweise

4.1 Eingrenzung des Fachgebiets

Da das Thema Snowboardunterricht in seiner Gesamtheit ein sehr umfangreiches Thema darstellt, ist eine Eingrenzung des Fachgebiets nicht nur sinnvoll, sondern auch notwendig, um den Rahmen dieser Arbeit nicht zu sprengen. Allein die Terminologie der Snowboardausrüstung könnte eine ganze Diplomarbeit füllen. Auch verschiedene Teildisziplinen des Snowboardens, die oft in speziellen Snowboardkursen abgedeckt werden, wie z.B. das Fahren im Backcountry oder der Freestylebereich (Halfpipe, Big Air, Slopestyle, Rails, etc.), der sich in einem atemberaubenden Tempo weiterentwickelt, wäre Stoff genug für eigenständige terminologische Untersuchungen. Ebenso nehmen pädagogische Aspekte des Snowboardunterrichts in den Lehrplänen oft mehrere Kapitel ein, die aber hier auch nicht weiter behandelt werden sollen, da sie wenig Relevanz für die Snowboardtechnik an sich haben.

Jene Begriffe, die in diese Arbeit aufgenommen werden sollten, wurden unter Berücksichtigung benannter Zielgruppen (siehe 2.2) festgelegt. Somit werden in der vorliegenden Arbeit alle für den Snowboardunterricht und den Snowboardlehrer relevanten Bereiche abgedeckt – von den wichtigsten Grundbegriffen der Snowboardausrüstung, die, wie gesagt, nicht erschöpfend behandelt wird, über die relevanten biomechanischen Grundlagen des Snowboardens bis hin zur eigentlichen Snowboardtechnik, die den Schülern im Rahmen eines Anfängerkurses normalerweise vermittelt wird, sowie weiterführenden Techniken, die fortgeschrittenen Snowboardschülern zugänglich gemacht werden. Diese thematische Abgrenzung mit Schwerpunkt Snowboardtechnik verleiht der vorliegenden Arbeit einen vorwiegend praktischen Charakter, was ganz im Sinne der Autorin liegt (siehe Vorwort).

4.2 Literaturbeschaffung und zugrunde gelegtes Quellenmaterial

Nachdem ich die vorliegende Arbeit sehr praktisch an der Tätigkeit des Snowboardlehrers ausrichten wollte, musste ich mir erst einmal einen Überblick über die verschiedenen Lehrpläne in den jeweiligen „Snowboardsportnationen“ des deutschen und englischen Sprachraumes verschaffen. Die folgende Beschaffung dieser fachinternen Literatur gestaltete sich nicht immer einfach und dauerte zudem auch relativ lange, da es eben nicht gerade oft vorkommt, dass jemand aus Österreich in Neuseeland oder Australien einen Lehrplan des dortigen Snowboardlehrerverbandes anfordert. Nach diesen anfänglichen Herausforderungen hatte ich dann innerhalb von 2 Monaten doch alle gewünschten Lehrpläne beisammen. Dabei handelt es sich bei den deutschsprachigen Lehrwerken konkret um:

- den Lehrplan Snowboarding des Deutschen Verbandes für das Skilehrerwesen e.V. (1997) und dessen Nachfolger:
- den Snowboard Lehrplan des Deutschen Verbandes für das Skilehrerwesen e.V. (2003)
- die Broschüre „Leichter Lehren – Snowboarden“ des Deutschen Skilehrerverbandes e.V. (2004)
- den Lehrplan zur Snowboardlehrerausbildung des Österreichischen Skiverbandes (2004)
- das Lehrmaterial Snowboard, Schulung, Technik des Schweizer Snowboardschulungsverbandes (1999)

Die dieser Arbeit zugrunde liegenden englischsprachigen Lehrpläne sind:

- Reference Guide. Canadian Association of Snowboard Instructors (2006)
- British Snowboard Instructor Handbook. BASI British Association of Snowsport Instructors
- Snowboard Manual. American Association of Snowboard Instructors (1998)
- Snowboard Teaching Manual. Australian Professional Snowsport Instructors (2006)
- Snowboard Instructors Guide. New Zealand Ski Instructors Alliance Snowboard Division (2007).

Darüber hinaus kamen die jeweiligen Internetseiten dieser Verbände zur Verwendung (siehe Internetadressen der jeweiligen Verbände unter 5.2.1 bis 5.2.8 bzw. Literaturverzeichnis).

Nachdem es in den letzten zwei Jahrzehnten einen regelrechten Snowboardboom gegeben hat, existiert daneben eine fast unermessliche Bandbreite an Populärliteratur zum Thema Snowboarden und Snowboardtechnik. Allerdings muss diese Literatur in Bezug auf Fachtermini mit Vorsicht genossen werden. Denn in diesen Werken kommt es bisweilen zu einer willkürlichen und inkonsistenten Verwendung von Benennungen, da diese Bücher hauptsächlich unter kommerziellen Gesichtspunkten geschrieben werden und die Verfasser mitunter keine wirklichen Experten auf diesem Fachgebiet sind. Daher war eines der wichtigsten Auswahlkriterien bei der Populärliteratur das Expertenwissen der Autoren sowie deren Involviertheit in den Snowboardsport und deren Erfahrung auf dem Gebiet Snowboardtechnik. Die schließlich verwendete Populärliteratur – auf die nur dann zurückgegriffen wurde, wenn in den jeweiligen Lehrplänen keine geeigneten Definitionen bzw. Kontexte vorzufinden waren – entspricht fachlich als auch terminologisch mindestens dem Standard der Verbandslehrpläne.

5. Snowboarden lehren: Einführung in das Fachgebiet

5.1. Vorbemerkung

Nachdem die Geschichte des Snowboardens bereits in etlichen Werken der Snowboardliteratur mit diversen Zeittafeln und Ursprungstheorien abgehandelt wurde, möchte ich auf eine detaillierte historische Entwicklung dieser Sportart verzichten und mich stattdessen lieber auf das Snowboardlehrerwesen im deutsch- und englischsprachigen Raum konzentrieren und grundlegende Einblicke in Inhalte und Aufbau der jeweiligen Snowboardlehrerausbildungen geben.

Anschließend soll eine Übersicht über die untersuchten Snowboardlehrpläne gegeben werden und zwar in Bezug auf Aufbau, Methodik und Snowboardtechnik.

5.2 Das Snowboardlehrerwesen

Das Unterrichten des Snowboardsports ist eine relativ junge „Disziplin“. Die ersten Snowboardschulen wurden in den späten 80ern gegründet. Somit ist es auch nicht verwunderlich, dass bisher noch keine wissenschaftliche Arbeit über die Terminologie des Snowboardunterrichts bzw. der Snowboardtechnik verfasst wurde.

Im Folgenden soll ein Überblick über die Entwicklung des Snowboardlehrerwesens und über die jeweiligen Ausbildungsstrukturen in den in dieser Arbeit untersuchten Ländern gegeben werden.

5.2.1 Deutschland

In Deutschland gibt es keinen eigenständigen Snowboardlehrerverband, vielmehr ist das Snowboardlehrerwesen in den DVS integriert, den Deutschen Verband für das Skilehrerwesen e.V. – INTERSKI DEUTSCHLAND (http://www.dvs-interskideutschland.de), der 1951 gegründet wurde und heute ein Dachverband von 10 ordentlichen Mitgliedsverbänden ist, die sich mit Unterricht und Ausbildung im Ski- und Schneesportbereich beschäftigen. Der DVS ist Herausgeber der beiden bisher erschienenen Snowboardlehrpläne Lehrplan Snowboarding (1998) und Snowboard Lehrplan (2003).

Der erste Snowboardverband in Deutschland war der im Jahre 1988 gegründete DSDV, der Deutsche Snowboarddachverband, der die Interessen der Snowboarder im Allgemeinen vertrat (vgl. DSDV 1994: 6f). Für das Snowboardlehrerwesen an sich gab es jedoch nie einen eigenständigen Verband. Unterricht und Ausbildung wurden nach zunehmender Akzeptanz der neuen Wintersportart vom DSV, dem Deutschen Skiverband (http://www.ski-online.de) – einer der Mitgliedsverbände des DVS – und seinen 20 Landesskiverbänden sowie dem DSLV, dem Deutschen Skilehrerverband (www.skilehrerverband.de), ebenfalls Mitgliedsverband des DVS, durchgeführt.

Sämtliche Ausbildungsgänge im DSV orientieren sich an den Rahmenrichtlinien für die Qualifizierung im Bereich des Deutschen Olympischen Sportbundes, die die verbindliche Grundlage der Lizenzausbildungen in den deutschen Sportverbänden darstellen. Die Snowboardausbildung im DSV wird in drei Kategorien unterteilt; in die Ausbildung zum Snowboardübungsleiter „Grundstufe“, der für den Anfängerunterricht ausgebildet wird, zum „DSV-Instructor“ für den Fortgeschrittenen-Unterricht und zum „DSV-Snowboardlehrer“, der in allen Spezialbereichen des Snowboardens vertieft ausgebildet und von dem dezidiertes Detailwissen verlangt wird. (vgl. DSV Ski- und Snowboardlehrerschule 2007)

Der Deutsche Skilehrerverband (DSLV) bietet in der Disziplin Snowboard zwei Ausbildungswege an: einerseits die anerkannte Berufsausbildung zum staatlich geprüften Snowboardlehrer (eine Vernetzung von 10 Lehrgängen des Deutschen Skilehrerverbandes, der Technischen Universität München und einer praktischen Unterrichtsarbeit in einer Profi-Schule unter Leitung und Aufsicht eines staatlich geprüften Snowboardlehrers) sowie die Ausbildung zum Verbands-Snowboardlehrer im Rahmen dieser staatlichen Ausbildung; andererseits die DSLV-interne Ausbildung zum Snowboardlehrer Grundstufe und Regional-Snowboardlehrer. Diese Ausbildungen bereiten die angehenden Snowboardlehrer auf den Unterricht in den DSLV Profi-Schulen vor und berechtigen sie zur Erteilung von Snowboardunterricht unter Aufsicht eines staatlich geprüften Snowboardlehrers.

(vgl. http://www.skilehrerverband.de/standard.xml?vpID=252).

Sowohl im DSV als auch im DSLV wird in den jeweiligen Snowboardlehrer-ausbildungen oben genannter Lehrplan Snowboard (DVS 2003) als Grundlagenliteratur verwendet.

5.2.2 Österreich

In Österreich wurde 1987 von dem ein Jahr zuvor gegründeten Verband der österreichischen Snowsurfer (VÖSS) die erste Snowboardinstruktorenausbildung ins Leben gerufen (vgl. ÖSV 2004: Allgemeines Fachwissen 5). Gleichzeitig kam es zur Gründung der ersten Snowboardschulen. 1993 wird an der Bundesanstalt für Leibeserziehung (BAfL) in Graz die erste spezifische, staatliche Snowboardlehrwartausbildung eingeführt, die 1995 schließlich von allen BAfLs in Österreich in deren Programme aufgenommen wird. Im selben Jahr wird der VSÖ, der Verband der Snowboardschulen- und Instruktoren Österreichs (www.snowboarding-austria.com) gegründet, der die Interessenvertretung der Snowboardschulen, aller staatlich ausgebildeten Snowboardlehrwarte, Snowboardtrainer sowie der Snowboardlehrer wahrnimmt. 1996 wird in Innsbruck die erste staatliche Ausbildung zum Snowboardtrainer alpin über drei Semester geschaffen, aus der später die Nationaltrainer verschiedener Länder hervorgehen sollen. Im Mai 2000 wird die erste österreichische staatliche Snowboardlehrerausbildung eingeführt, die seither in den Sportakademien Innsbruck, Graz, Linz und Wien absolviert werden kann.

5.2.3 Schweiz

In der Schweiz wurde 1987 der heutige SSBS, der Ausbildungs- und Fachverband für Snowboardlehrer und Snowboardschulen in der Schweiz (http://www.ssbs.ch) gegründet. Im selben Jahr gründete Roland Primus, einer der Mitbegründer des SSBS und Verfasser des SSBS Lehrmaterials, seine eigene Snowboardschule – die heute älteste Snowboardschule Europas (vgl. http://www.ssbs.ch/buch/Autor.html). Der SSBS organisiert die Aus- und Weiterbildung von Snowboardinstruktoren und ist verantwortlich für das Erstellen von Schulungsprogrammen und Lehrmitteln.

Die SSBS Ausbildung ist auf dem SSBS Lehrmittel Snowboard Schulung Technik aufgebaut und erfolgt in vier Stufen: Der Einführungskurs bildet die erste Stufe und muss zwingend besucht werden. Dieser 2-tägige Kurs gibt Einblick in die Ausbildungsstruktur und informiert über den Schweizer Snowboard Schulungsverband. Danach folgen die Stufen 1, 2 und 3, die jeweils neun Tage dauern. Am Ende der vierstufigen Ausbildung zum Snowboardinstruktor steht eine dreitägige Technikprüfung. Allerdings kann die Ausbildung bei Erfüllung bestimmter zusätzlicher Voraussetzungen auch bereits nach dem Stufe 2 Kurs als Basic Instructor abgeschlossen werden. (vgl. http://www.ssbs.ch/faq.lasso?-Token.FAQKategorie_ID=79&-Token.FAQKategorie=Ausbildung&-nothing)

5.2.4 Kanada

Der kanadische Snowboardlehrerverband CASI, Canadian Association of Snowboard Instructors (http://www.casi-acms.com/), wurde 1994 gegründet und 1995 zu einem eingetragenen Verband mit Sitz in Montreal, Quebec. CASI nimmt die Ausbildung und Lizenzierung der Snowboardlehrer und -trainer wahr und ist eine eigenständige Organisation von Snowboardern für Snowboarder, also keine Organisation innerhalb eines Skiverbandes (vgl. CASI 2006: Introduction).

Die Ausbildung im CASI erfolgt auf einem vierstufigen Lizenzierungssystem und zwei zusätzlichen Spezialausbildungen:

Level One is an introductory course designed to teach instructors how to introduce snowboarding to beginners and novice riders

Level Two focuses on intermediate level riding skills and further teaching skills

Level Three focuses on advanced riding techniques, including Terrain Park teaching, down un-weighted turns, and introduces pedagogy skills

Level Four hones the expert riding techniques, applies those skills to steep terrain, and requires advanced pedagogy skills.

Park Instructor:

The Park Instructor course introduces instructors to teaching entry-level terrain park riders safe methods of using park features.

Carving Instructor:

The Carving Instructor course introduces instructors to the various carving manoeuvres that CASI promotes, including introductory carving, advanced carving, and down un-weighted carving.

(CASI 2006: 2).

5.2.5 Großbritannien

Der britische Schneesportlehrerverband BASI, British Association of Snowsport Instructors (http://www.basi.org.uk), wurde 1963 gegründet und ist Ausbildungs- und Lizenzierungssorganisation für die Bereiche Ski Alpin, Snowboard, Telemark und Ski Nordisch und damit verantwortlich für die Erstellung des Snowboardlehrplans.

Die Ausbildung zum BASI Snowboardlehrer erfolgt in drei Stufen: Begonnen wird mit dem Kurs zum Snowboard Level 1 Instructor, der aus einem fünftägigen Training und einer Prüfung besteht. Nach erfolgreicher Absolvierung und einem 35-stündigen Praktikum als Snowboardassistenzlehrer kann man dann den zehntägigen Kurs zum Snowboard Level 2 Instructor machen, der zum Snowboardunterricht bis einschließlich des Erlernens der ersten Kurven befähigt. Nach Bestehen des Kurses und weiteren 45 nachgewiesenen Unterrichtsstunden, erhält man die Lizenz zum Snowboard Level 2 Instructor. Um schließlich zur Snowboard Teacher ISIA Qualification antreten zu dürfen – einer Ausbildung die den vom internationalen Skilehrerverband ISIA (http://www.isiaski.org) vorgegebenen Standards entspricht – muss man die beiden vorigen Kurse absolviert haben sowie 200 Unterrichtsstunden als Snowboardlehrer nachweisen können. Nach Erfüllung dieser Bedingungen wird man zur Ausbildung zugelassen, die aus verschiedenen Modulen (verschiedene Disziplinen, Sicherheit, Anatomie, Physiologie, Lehrmethodik, Fremdsprachen, etc.) besteht und nach deren Absolvierung man eine kurze Forschungsarbeit zu einem snowboardspezifischen Thema einreicht. Danach erhält man die ISIA Snowboard Teacher Lizenz. (vgl. www. http://www.basi.org.uk/course_disc.aspx?did=3).

5.2.6 USA

In den USA wurde 1984 vom Snowboardhersteller Burton die erste Snowboardschule der USA, im Gebiet Stratton Mountain, Vermont, gegründet. In den späten 80ern begann die Southwest Snow Surfing Association damit, spezielle Snowboardausweise auszustellen, die den Snowboardern nach einer Prüfung die Ausübung des Sports in den teilnehmenden Skigebieten in Arizona, Colorado, New Mexico und Nevada ermöglichen sollten. 1987 traten Snowboardhersteller und Skigebiete an den 1961 gegründeten amerikanischen Berufsskilehrerverband PSIA, Professional Ski Instructors of America (http://www.psia.org), heran, mit der Bitte, doch Trainings- und Ausbildungsprogramme für Snowboardlehrer zu entwickeln. Der PSIA Vorstand beauftragte den Skiausbildungsausschuss damit, ein nationales Snowboardausbildungsprogramm in Anlehnung an existierende Programme im Bereich Ski Alpin und Ski Nordisch zu entwickeln. Dieses Programm sollte sowohl Lehr- und Trainingsmaterial als auch Lizenzierungsmodalitäten umfassen. So wurde 1989 nach einer Reihe von Vorbereitungen schließlich die erste Snowboardlehrerausbildung und -lizenzierung durchgeführt. Diese Prüfung wurde von lizenzierten Skilehrern und Skischulleitern mit umfassender Snowboarderfahrung abgenommen. Danach wurde unter Mitwirkung aller Mitglieder des ersten offiziellen Snowboardteams ein erster Snowboardlehrplan zusammengestellt, der sich am damaligen Skilehrplan orientierte.

Oberstes Ziel des Skiausbildungsausschusses war die Schaffung einer eigenständigen Snowboardlehrerausbildungs- und Lizenzierungsstruktur. Dieses Ziel wurde schließlich 1997 mit der Gründung des Snowboardlehrerverbandes AASI, American Association of Snowboard Instructors (http://www.aasi.org), erreicht, der eine Unterorganisation des Berufsskilehrerverbandes PSIA darstellt

(vgl. AASI 1998: 3ff).

Der PSIA-AASI ist in neun geographischen Regionen der USA in Form von Verbänden vertreten. Die regionalen PSIA-AASI Verbände verwalten und organisieren selbstständig die Mitgliedschaften, Ausbildungen, Prüfungen und Lizenzierungen. Die Ausbildungen erfolgen in den autorisierten PSIA-AASI Ski- und Snowboardschulen und orientieren sich am dreistufigen PSIA-AASI Ausbildungsmodell zum Snowboardlehrer. Als voll-lizenzierter Snowboardlehrer (Level III) kann der ISIA beigetreten werden, da der PSIA-AASI Verbandsmitglied des ISIA ist. (vgl. http://www.psia.org/01/education/ilc/htm/Aboutpsia.htm)

Im Folgenden ein Überblick über die Kompetenzen der Snowboardlehrer, über die diese im AASI Lizenzierungssystem auf dem jeweiligen Level verfügen müssen:

Level 1 Certified members:

Perform and demonstrate comprehension of AASI concepts. Explain, illustrate, describe and expand on using his/her own words. Grasp meaning and intent, measure, interpret and summarize.

Level 2 Certified members:

Perform and demonstrate the application of AASI concepts. Find and construct appropriate solutions. Collect information, solve problems and use abstractions. Apply learning to new situations.

Level 3 Certified members:

Perform and demonstrate the analysis of AASI concepts. Detect and develop relationships between component parts and the whole. Organize, distinguish, differentiate, determine, debate, generalize and conclude.

AASI trainers and education staff:

Judge and evaluate AASI concepts, procedures and goals. Compare, contrast, decide, conclude, appraise and develop criteria.

(http://www.aasi.org/01/Education/AASI_Certification_Standards.asp).

5.2.7 Australien

In Australien kam es 1974 zur Gründung des ersten australischen Skilehrerverbandes The Australian Ski Instructors Association, aus dem der heutige eingetragene Verband australischer Berufsschneesportlehrer APSI, Australian Professional Snowsport Instructors Inc. (http://www.apsi.net.au), hervorgehen sollte. In diesen wurde 1993 der Snowboardsport integriert; ein Jahr später wurde ein zuständiger Leiter für Snowboardtechnik berufen. Der APSI bietet eine speziell auf Kinder ausgerichtete Snowboardlehrerausbildung (Children’s Certificate) sowie ein dreistufiges Ausbildungsmodell zum Snowboardlehrer für Erwachsene an. Die Kinderausbildung ist die Voraussetzung für jede weitere Ausbildung. Die erste Stufe in der Ausbildung für Erwachsenenunterricht besteht aus einem viertägigen Kurs und einer praktischen und theoretischen Prüfung. Die zweite Stufe des Ausbildungsmodells ist für Snowboardlehrer gedacht, die fortgeschrittene Snowboardschüler unterrichten möchten und umfasst daher weiterführende Techniken wie Kurzschwünge, Buckelpistentechnik, gecarvte Schwünge sowie Grundlagen aus dem Freestyle-Bereich. Die im fünftägigen Kurs der Stufe II erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten werden dann praktisch und theoretisch abgeprüft. Die Ausbildung auf Stufe III erfolgt als intensives zehntägiges Trainingsprogramm, das sich auf weit fortgeschrittenes Fahrkönnen sowie auf eine optimale Unterrichtsgestaltung konzentriert und die Freestyle- und Renntechnik abdeckt. Neben der Theorieprüfung muss eine dreitägige praktische Prüfung gemacht werden, die auf nationaler Ebene stattfindet. Alle Ausbildungen basieren auf der Lehrmethodik, wie sie im APSI Snowboard Teaching Manual beschrieben wird.

(vgl. http://www.apsi.net.au/page8.html)

5.2.8 Neuseeland

1971 wurde in Neuseeland der damalige Skilehrerverband und heutige Schneesportlehrerverband NZSIA, New Zealand Snowsports Instructors Alliance (http://www.nzsia.net) gegründet. 1992 kam es zur Gründung des neuseeländischen Snowboardlehrerverbandes The New Zealand Snowboard Instructors’ Association, der dann 1996 in den NZSIA in Form der Abteilung NZSIA Snowboard Division eingegliedert wurde. Ziel der Abteilung Snowboard im NZSIA ist die Förderung, Ausbildung und Lizenzierung von Snowboardlehrern (vgl. NZSIA 2007: 2).

Die Ausbildung von Snowboardlehrern im NZSIA wird direkt vom Verband durchgeführt. Die allgemeine Ausbildung ist aufgegliedert in drei Stufen, die allesamt auf dem NZSIA Snowboard Instructors Guide (2007) basieren:

Das Certificate in Snowboard Instruction (C.S.I.) bildet die Grundlage und deckt im Rahmen eines viertägigen Kurses die zum Unterrichten von Anfängern benötigten Fähigkeiten und Fertigkeiten ab. Am Ende des Kurses findet eine praktische Prüfung in Form einer Probeunterrichtseinheit statt.

Darauf aufbauend folgt die Stufe I oder Stage One die sich an jene Snowboardlehrer richtet, die leicht fortgeschrittene Snowboarder unterrichten möchten. Der fünftägige Kurs konzentriert sich auf die Verbesserung der Fahrtechnik, Bewegungsanalysen, Lehrmethodik im Fortgeschrittenenunterricht sowie allgemeine Unterrichts- und Sicherheitsaspekte. Die angehenden Snowboardlehrer werden dabei kontinuierlich überprüft und mittels Videoanalyse bewertet. Anschließend findet wieder eine praktische Prüfung in Form eines Probeunterrichts statt.

Stufe II oder Stage Two ist für jene Snowboardlehrer gedacht, die Fortgeschrittenenunterricht erteilen und Grundlagen des Freeridens und Parkfahrens vermitteln möchten. Der Stage Two Kurs baut auf dem Stage One Kurs auf und ist in zwei Module aufgeteilt. Das erste Modul dauert fünf Tage und beinhaltet Freeridetechnik, Bewegungslehre, Unterrichtsgestaltung und Sicherheitsplanung für fortgeschrittene Schüler. Das zweite Modul besteht aus einer dreitägigen Prüfung, in der die Snowboardlehrer ihr fahrtechnisches Können sowohl abseits der Pisten als auch im Park unter Beweis stellen müssen. Anschließend müssen die Snowboardlehrer eine 30-minütige Unterrichtseinheit abhalten.

Daneben gibt es noch eine Ausbildung zum Freestyle Coach (Snowboard Park, Halfpipe, Rails) und eine Ausbildung zum Snowboard Trainer (Trainer’s Certification). Der Trainerkurs richtet sich an jene Snowboardlehrer mit Stage Two Ausbildung, die andere Snowboardlehrer für die lokalen Snowboardschulen bzw. die CSI und die Stage One Prüfungen ausbilden möchten.

(vgl. http://www.sbinz.net/courses/)

5.3 Snowboarden lehren – Vorbemerkung zur Begriffsabdeckung

Aus meiner eigenen Erfahrung als Snowboardlehrerin kann ich sagen, dass Snowboarden lehren nicht nur Beruf sondern auch Berufung sein muss, um den Snowboardanfängern die Faszination am Sport wirklich vermitteln zu können. Gleichzeitig ist der Beruf des Snowboardlehrers eine sehr dankbare und erfüllende Tätigkeit.

Beim Snowboardunterricht geht es also nicht nur darum, dem Snowboardanfänger die entsprechende Technik zu vermitteln, um sicher einen Hang hinab fahren zu können, sondern auch darum ihm ein einzigartiges Erlebnis zu bieten.

Im Allgemeinen wird in Anfängerkursen die elementare Technik des Snowboardens sowie das Kurvenfahren, oder Schwingen, das eigentliche Ziel beim Snowboarden, gelehrt. Dabei beginnt der Snowboardlehrer zunächst einmal damit, die wichtigsten Grundbegriffe zu erklären und den Schüler mit der grundlegenden Terminologie der Snowboardausrüstung vertraut zu machen. Anschließend werden wichtige Techniken, wie das einbeinige Gleiten in der Ebene, - das so genannte Rollerfahren - erlernt, sowie die grundlegenden Bewegungsmöglichkeiten auf und mit dem Snowboard. Ist der Schüler so weit, dass er die ersten einfachen Schwünge aneinander reihen kann, wird mit dem Liftfahren begonnen. Sitzen die elementaren Bewegungsformen, werden sie schließlich gegen Ende des Kurses verfeinert und weiterführende Schwungtechniken werden vorgestellt, wie z.B. jene Techniken, die sich die Trägheitsgesetze zu Nutze machen, um einen Schwung durch Hoch- bzw. Tiefbewegungen auszulösen.

Genau diesen Bereich, vom ersten Kontakt mit dem Snowboard über den ersten Schwung bis hin zu weiterführenden Techniken, möchte ich in der vorliegenden Terminologiearbeit abdecken. Bevor aber das Glossar als Ergebnis der terminologischen Arbeit präsentiert wird, folgt nun ein Überblick über die verschiedenen, dieser Arbeit zugrunde gelegten Lehrpläne hinsichtlich Methodik, Inhalt und Snowboardtechnik.

5.4. Vergleichender Überblick über die Snowboardlehrpläne

5.4.1 Der DVS Snowboard Lehrplan

Der aktuelle Snowboardlehrplan des Deutschen Verbands für das Skilehrerwesen aus dem Jahr 2003 ist in zehn Kapitel unterteilt und umfasst 95 Seiten.

Zu Beginn wird das dem Lehrplan zugrunde liegende TOOLs und TURIs System erklärt: die TOOLs sind die grundlegenden Bewegungsmöglichkeiten auf und mit dem Snowboard und umfassen die Bewegungen entlang der Boardquerachse (Kantbewegung), Bewegungen entlang der Boardlängsachse (Belastungsverteilung), Bewegungen entlang der Körperlängsachse (Vertikalbewegung) und Bewegungen um die Körperlängsachse (Rotation).

Die TURIs stehen in engem Zusammenhang mit diesen TOOLs. Das Akronym TURI steht dabei für die Ausprägungen bzw. Bewegungsspielräume der grundlegenden Bewegungsmöglichkeiten: „ T iming (Wann, wie lange?)“, „ U mfang (Wie weit?)“, „ R ichtung (Wohin?)“ und „ I ntensität (Wie kraftvoll, wie schnell?)“ (DVS 2003: 13).

Die Kombination aus TOOLs und TURIs soll dem Snowboardlehrer eine übersichtliche Struktur zum „Erkennen und Beurteilen von Bewegungen, zum Verbessern und Korrigieren, aber auch beim Üben und Formulieren von Aufgaben“ (S. 13) liefern. Hierbei ist festzuhalten, dass die TOOLs und TURIs ein pädagogisches Konzept zur Ausbildung von Snowboardlehrern darstellen und dieses Konzept nicht im Snowboardunterricht selbst gelehrt wird (vgl. Chandler 2007: 13).

Im Anschluss daran wird die so genannte Elementarschule des Snowboardens behandelt, also der erste Kontakt und die ersten Bewegungserfahrungen des Schülers mit dem Snowboard: Erklärung der Snowboardausrüstung, Board-Handling, Fallen und Aufstehen, Gewöhnungsübungen, Grundposition, Rollerfahren, Gleiten in der Falllinie, Bremsen und Anhalten (Stoppschwung), Gleiten quer zur Falllinie (Seitrutschen, Schrägrutschen, Schrägfahren), Liftfahren, Kurve zum Berg, Kurve mit Vorausdrehen. Die folgenden Kapitel beschäftigen sich dann mit dem Verbessern des Kurvenfahrens (Fehlerkorrektur) und mit der Schwungauslösung durch Vertikalbewegungen (Kurvenfahren mit Strecken der Beine, Kurvenfahren mit Beugen der Beine). Im Kapitel Probier was anderes werden grundlegende Fahrmanöver aus dem Freestyle-Bereich vorgestellt. Im folgenden Kapitel Noch besser Snowboarden werden weiterführende Techniken behandelt, wie das Carven, das Befahren von steilen Hängen, Tiefschnee, Buckelpisten und das Fahren im Gelände (Freeriding). Im letzten Kapitel werden ausrüstungstechnische Aspekte behandelt.

Der erste Schwung, den ein Anfänger gemäß DVS Lehrplan lernt, wird unter der Benennung Kurvenwechsel mit Vorausdrehen beschrieben. Dabei erfolgt beim Einfahren in die Falllinie ein zügiges Vorausdrehen, sprich eine Drehung des Oberkörpers in die gewünschte Fahrtrichtung, kombiniert mit einer Vor-talwärts-Bewegung (Belastung des vorderen Beins und Talwärts-Bewegung von Knie und Rumpf). Über das Vorausdrehen soll dem Anfänger mittels des Drehimpulses, der auf das Board übertragen wird, ein schnelles Umkanten des Bretts ermöglicht werden.

Nach dem Kurvenwechsel mit Vorausdrehen bildet das Kurvenfahren mit Strecken der Beine den nächsten Schritt im Lehrplan. Dabei handelt es sich um die Fortführung des Kurvenwechsels mit Vorausdrehen, bei der der Schwung aber zusätzlich mittels dosiertem Strecken der Beine in Richtung Kurvenmittelpunkt zur Kurvensteuerung und einer Tiefbewegung zum Kurvenwechsel (Umkanten) gefahren wird. Ein bisschen verwirrend dabei ist, dass es sich dabei um einen Schwung handelt, der in anderen Lehrunterlagen und der allgemeinen populärwissenschaftlichen Literatur als Tief schwung bzw. Schwung mit Tief bewegung etc. bezeichnet wird (vgl. z.B. Tiefschwung in DSDV 1994: 66); dabei ergibt sich die Benennung aus der Vertikalbewegung beim Umkanten des Brettes (Auslösephase), also aus der Tiefbewegung. Der DVS Lehrplan geht bei der Benennung dieses Schwungs jedoch von der Vertikalbewegung in der Steuerphase aus, also der Hoch bewegung: „Zur Schwungeinleitung aus der Schrägfahrt erfolgen gleichzeitig zügige Tiefbewegung, Rotation talwärts und Gewichtsverlagerung auf das vordere Bein. [...] Kante vor der Falllinie um und verstärke den Druck auf der bogeninneren Kante. Steuere den Schwung mit kontinuierlichem, dosiertem Strecken der Beine aus.“ (S. 48)

Im Schweizer Lehrplan wird der entsprechende Schwung beispielsweise unter der Benennung Tief entlasten (SSBS1999: 132) angeführt.

Umgekehrt gilt Gleiches für den üblicherweise als Hoch schwung bezeichneten Schwung: er wird im DVS Lehrplan als Kurvenfahren mit Beugen der Beine (S. 52) bezeichnet.

Allgemein lässt sich zu der im DVS Lehrplan beschriebenen Technik sagen, dass die Oberkörperrotation zur Schwungeinleitung eine zentrale Stellung einnimmt. Das Vorausdrehen wird als wichtigster Auslösemechanismus zum Umkanten beim ersten Schwung verwendet und auch später beim Kurvenfahren mit Vertikalbewegung noch eingesetzt und erst danach langsam abgebaut. Auch im Kapitel zum Befahren steiler Hänge (vgl. DVS 2003: 72ff) wird das Vorausdrehen als eine der möglichen Schwungauslösemechanismen angeführt: „Kleine Radien mit hoher Bremswirkung können entweder als Kurven mit Beugen der Beine, als Kurven mit Vorausdrehen oder mit der Kombination aus Beugen und Vorausdrehen gefahren werden“ (S. 73). Auch beim Fahren im Tiefschnee wird das Vorausdrehen als mögliche Variante bei der Schwungeinleitung angeführt, nämlich dann, wenn der Schnee schwerer wird und daher der Drehwiderstand sehr hoch ist (vgl. S. 77).

Nach den Grundlagen zum Kurvenfahren, Springen und Tricksen, geht der Lehrplan schließlich auf das Carven ein, also das Fahren auf der Kante oder auch Schneiden. Als zentrales Merkmal beim Carven wird das TOOL Kantbewegung angeführt. Was die Bewegungsbandbreite beim Carven betrifft, so wird der zum Schneiden notwendige Aufkantwinkel entweder durch eine reine Kurvenlage oder durch ein aktives Aufkanten aus den Beinen (S. 69) erreicht.

5.4.2 Der ÖSV Lehrplan

Der Lehrplan zur Snowboardlehrerausbildung des Österreichischen Skiverbandes (2004) umfasst circa 280 Seiten und ist in folgende acht Kapitel unterteilt: Allgemeines Fachwissen (Geschichte des Snowboardens, Organisation des Snowboardlehrerwesens in Österreich, Umwelt und Tourismus), Unterrichtslehre, Bewegungslehre (Modul Basic, Modul Pro, Biomechanik, Modul Freestyle), Anatomie & 1. Hilfe, Englisch, Materialkunde, Sicherheits- Gefahren- & Berufskunde, Alpinkunde.

Nach einem geschichtlichen und tourismusbezogenem Überblick über das Snowboarden widmet sich der Lehrplan intensiv der Unterrichtslehre. Dabei werden nach einer allgemeinen Einführung in die Pädagogik wichtige methodische Prinzipien vorgestellt und erklärt, als da wären:

vom Leichten zum Schweren, vom Bekannten zum Unbekannten, vom Einfachen zum Komplexen. Danach folgen Abschnitte über den Unterricht mit Kindern, methodische Lernhilfen und Übungen sowie ein Abschnitt über die Organisation des Snowboardunterrichts.

Im anschließenden Kapitel Bewegungslehre wird das Modul Basic vorgestellt. Es beinhaltet die Handhabung des Boards (Tragen und Ablegen des Boards), das Aufwärmen, Fallen und Aufstehen, Übungen am Board in der Ebene, das Anschnallen am Hang, das Driften in der Falllinie (also das Hinabrutschen am Hang mit quer gestelltem Board entlang der Falllinie) – im DVS Lehrplan als Seitrutschen bezeichnet, das Driften aus der Falllinie heraus (also das Rutschen mit quer gestelltem Board schräg zur Falllinie in Fahrtrichtung Nose) – im DVS Lehrplan als Schrägfahren bezeichnet, den Driftschwung Basic und das Liftfahren.

Im ÖSV Lehrplan ist der erste Schwung, der dem Snowboardanfänger vermittelt wird, der so genannte Driftschwung Basic. Dabei wird das Gewicht auf das vordere Bein verlagert und ein Drehimpuls über das vordere Knie auf das Board übertragen, unterstützt durch ein leichtes Drehen der Hüfte. Das Umkanten wird schließlich mit Hilfe einer Tiefbewegung (Tiefentlastung) eingeleitet. Danach erfolgt ein Streckschub beider Beine, vor allem aber des hinteren Beins. Anschließend wird der Rumpf in die neue Bewegungsrichtung mitgedreht.

Anders als im DVS Lehrplan, bei dem der erste zu erlernende Schwung (Kurvenwechsel mit Vorausdrehen) allein über die Oberkörperrotation eingeleitet wird, ist ein Vorausdrehen des Oberkörpers im ÖSV Lehrplan beim Driftschwung Basic nicht vorgesehen. Die Schwungeinleitung erfolgt vielmehr über einen Drehimpuls des Knies verbunden mit einer Tiefbewegung. Im DVS Lehrplan dagegen werden Vertikalbewegungen zum Umkanten erst später gelehrt.

Was also an anderer Stelle üblicherweise unter der Benennung Tiefschwung oder Schwung durch Tiefentlastung angeführt wird, entspricht im ÖSV Lehrplan in etwa dem Driftschwung Basic. So werden im ÖSV Lehrplan auch bereits im Modul Basic die verschiedenen Ent- und Belastungsformen vorgestellt und deren genauer Bewegungsablauf und Wirkungsweise erklärt.

Das Modul Basic bildet die Grundlage für das Modul Pro, das sich auf die Fortgeschrittenenschulung bezieht und aus folgenden Elementen besteht: Driftschwung Pro, vom Driften zum Schneiden, geschnittener Schwung, Kurzschwung, Schwungformen. Der Driftschwung Pro ist der nächste Schritt nach dem Driftschwung Basic und entspricht prinzipiell einem Hochschwung also einen Schwung durch Hochentlastung. Der Driftschwung Pro wird in gebeugter Stellung angesteuert und ausgelöst durch einen aktiven, drehenden Kantabstoß (Hochentlastung). Dann wird der Unterkörper zum Kurvenmittelpunkt gekippt, während der Oberkörper aufrecht bleibt (im ÖSV Lehrplan Modul Basic S. 3 bzw. Modul Pro S. 2 wird dieser Vorgang als Hangausgleich oder hangausgleichende Bewegung bezeichnet). Anschließend wird der Schwung driftend ausgesteuert.

Im nächsten Abschnitt Vom Driften zum Schneiden wird die Technik erklärt, die zum Erhöhen des Aufkantwinkels – also zum Schneiden oder Carven – benötigt wird: Dies wird mittels einer vermehrten Innenlage (ÖSV 2004: Bewegungslehre Biomechanik 26) oder einer verstärkten hangausgleichenden Bewegung (idem) bzw. durch eine Mischung aus beidem erreicht.

Der geschnittene Schwung erfolgt ebenso wie der Driftschwung Pro (also durch Hochentlastung), nur eben mit geschnittener Schwungsteuerung, d.h. der Schwung wird nur auf der Kante gefahren – ohne Rutschanteile. Schließlich werden im Modul Pro noch die Kurzschwünge erklärt (kurze, aneinander gereihte Schwünge, gedriftet und geschnitten, ausgelöst durch explosiven Kantabstoß – also explosiver Hochbewegung) und weiterführende Schwungformen, wie der geschnittene Schwung tiefentlastet, rein geschnittene Kurzschwünge, Kippschwünge mit Innenlage, Jumptturns und Vitelliturns aufgelistet (allerdings wird für diese keine Technikbeschreibung gegeben.)

Unter dem Kapitel Schwungphasen wird die Technik des Schwingens noch einmal ausführlich behandelt. Dort heißt es u.a.:

„Das System Snowboarder und Material benötigt einen Drehimpuls in Richtung Falllinie, um den Belastungswechsel (Umkanten) einleiten zu können. Dabei kommt es zu einer Vertikalbewegung des Schwerpunkts = Entlastung, um den Drehimpuls besser wirksam werden zu lassen. Verschmolzen mit dieser Vertikalbewegung ist auch eine leichte Horizontalbewegung des Schwerpunkts Richtung Nose = Gewichtsverlagerung. Der Drehimpuls kann direkt über das vordere Knie (Bein) auf das Board gegeben werden (Fein- oder Feinstform). Durch Drehen des Rumpfes kann der Drehimpuls auch verzögert über das Knie (Bein) auf das Board übertragen werden.“ (ÖSV 2004: Bewegungslehre Biomechanik 16).

Auch hier lässt sich erkennen, dass der ÖSV Lehrplan für das Auslösen des Schwungs prinzipiell kein Vorausdrehen des Oberkörpers vorsieht, vielmehr wird eine aktive Drehbewegung des vorderen Knies sowie eine Vertikalbewegung zur Schwungauslösung benutzt.

5.4.3 Das SSBS Lehrmittel

Das Lehrmittel Snowboard Schulung Technik des Schweizer Snowboardschulungsverbands umfasst 160 Seiten und folgende zehn Kapitel: Einführung (zur Verwendung des Lehrmittels), Unterricht (organisatorische, pädagogische und methodische Aspekte), Psychologie, der menschliche Körper (Anatomie), Aufwärmen (Aufwärm- und Dehntechniken), Schnee, Physik (physikalische Grundlagenkenntnisse), Snowboard-Mechanik (Beschreibung der mechanischen Eigenschaften eines Snowboards), Snowboard-Biomechanik (Bewegungsspielräume auf und mit dem Snowboard), Snowboard-Technik (spezielle Technikraster zu den Bewegungen in den einzelnen Schwungphasen).

Allgemein muss an dieser Stelle vorweggenommen werden, dass das SSBS Lehrmittel in einem relativ unverständlichen und mitunter recht unidiomatischem Deutsch geschrieben ist. Einfache Sachverhalte werden in so einem „verschachtelten“ und unklarem Deutsch beschrieben, dass es oft wirklich viel Sachkenntnis erfordert, um auch nur ansatzweise zu erahnen, was der Autor eigentlich sagen möchte, z.B.: „In der Kurve ist die Auswirkung der Brettdeformation bedingt durch die KSP-Verschiebung durch eine Variierung des Radius gekennzeichnet. Stärkere Durchbiegung führt in Verbindung mit der Taillierung und Aufkantung zu einer stärkeren Ablenkung. Dieses lässt sich jedoch nur bei einer Verschiebung des KSP nach vorne erzielen. Bei einer Belastung des hinteren Teils wird dieser Bereich zwar ebenfalls stärker deformiert. Aufgrund dessen, dass der vordere Teil des Snowboards jedoch als erstes eingreifendes Element im Schnee die Führung übernimmt, wird die Ablenkung und somit der Radius kleiner. Das nun unbelastete vordere Teil des Snowboards wird durch die Verschiebung des KSP nach hinten weniger deformiert (SSBS 1999: 99).“ Was der Autor eigentlich sagen möchte ist: Je nachdem, ob der Körperschwerpunkt in Richtung Nose oder Tail verlagert wird, hat dies unterschiedliche Auswirkungen auf den Kurvenradius und die Größe des Schwungs (Ablenkung). Die Durchbiegung des Brettes spielt in der Kurve eine wichtige Rolle, allerdings nur wenn das Brett nach vorne belastet wird, also eine KSP-Verschiebung in Richtung Nose stattfindet. Dann nämlich kann der Fahrer diese Durchbiegung zusammen mit der Taillierung des Brettes dazu nutzen, das Board stark aufzukanten und eine relativ enge Kurve und somit kleinen Kurvenradius fahren. Verschiebt der Fahrer seinen KSP allerdings nach hinten, kann er sich diese Durchbiegung des Brettes nicht zu Nutze machen, da das Board vorne aufgehoben wird und somit relativ wenig Kante im Schnee aufliegt. Dadurch ist es dem Fahrer nicht möglich das Brett aufzukanten und somit kommt es zu keiner großen Ablenkung (die Kurve wird größer und somit wird auch der Kurvenradius größer).

In diesem Fall gestaltet sich also nicht nur die Beschreibung des Sachverhalts als zu kompliziert, sondern es liegt auch ein inhaltlicher Fehler vor: denn je stärker die Ablenkung, also je enger die Kurve, desto kleiner der Kurvenradius und je größer und offener die Kurve, desto größer der Kurvenradius. Der SSBS Lehrplan beschreibt diesen Sachverhalt jedoch genau andersherum.

Ein weiteres Beispiel wäre: „Belastungen können in Form einer Hochbewegung oder in Form einer Tiefbewegung ausgeführt werden“ (S. 102). Belastungen können nicht „ausgeführt“ werden, bestenfalls herbeigeführt werden. Oder „Hochentlastungen erreichen eine Druckverminderung am Ende einer Beschleunigungsbewegung des KSP nach oben (Umkehrpunkt zwischen beschleunigenden und bremsenden Muskelarbeit (sic!) und Umwandlung von beschleunigender in kinetische Energie) und können bei explosiver Ausführung zum Absprung für eine Flugphase genutzt werden (S. 103).“ In verständlichem Deutsch würde der Satz in etwa folgendermaßen lauten: Am Ende einer Beschleunigungsbewegung nach oben kommt es zu einer so genannten Hochentlastung, also einer Verminderung des Drucks auf das Board und somit auf die Unterlage. Wird eine solche Hochentlastung explosiv ausgeführt, so ermöglicht dies dem Fahrer zu springen.

Oder: „Die in der Absprungsphase erfolgte Streckung [beim Strecksprung] ermöglicht die bei der Landung auftretende Belastung durch Verzögerung über einen längeren Weg und Zeitraum in einem für den Organismus angenehmen Rahmen zu halten (sic!)“ (S. 140). Und ein letztes Beispiel: „Durch richtiges Timing von Entlastung und Belastung lässt sich die Vorwärtsgeschwindigkeit verbessern“ (S. 152). Eine Geschwindigkeit kann nur erhöht oder verringert, nicht aber verbessert werden.

Wenn all diese Beispiele angeführt werden, dann um zu veranschaulichen, mit welcher Berechtigung im deutschsprachigen Glossar nur wenig auf das SSBS Lehrmittel zurückgegriffen wurde: kohärente und klare Definitionen, die die verschiedenen Begriffe eindeutig voneinander abgrenzen, sucht man hier fast vergebens.

Was den Aufbau und die SSBS Snowboardtechnik angeht, so lässt sich Folgendes sagen: Das Lehrmittel widmet sich sehr stark den physikalischen und mechanischen Aspekten des Snowboardens, die aufgrund der Unverständlichkeit des Textes aber bisweilen nicht entsprechend vermittelt werden können. Was den Ablauf und den chronologischen Aufbau des Snowboardunterrichts betrifft, so findet sich in diesem Buch relativ wenig, allerdings erhebt das Lehrmittel diesen Anspruch auch gar nicht. Dennoch wäre es für Snowboardlehrer wünschenswert, einen Leitfaden zur Hand zu haben, in dem der Snowboardunterricht chronologisch nach einzelnen Abschnitten dargestellt und erklärt wird, wobei auf die jeweiligen Besonderheiten oder Fehlerquellen aufmerksam gemacht wird, so wie das z.B. im DVS Lehrplan und im ÖSV Lehrplan der Fall ist.

Überhaupt ist das Lehrmittel relativ wenig praxisorientiert und setzt stattdessen mehr auf physikalisches Theoriewissen. Bewegungsabläufe wie das Rutschen mit quer gestelltem Brett entlang der Falllinie oder das Schrägfahren, sowie die ersten Schwünge stehen nicht in chronologischer Reihenfolge zueinander, sondern sind je nach ihrer physikalischen Relevanz in die verschiedenen Kapitel unterteilt. Übungen zum Erlernen von Bewegungsabläufen (wie. z.B. Schwunggirlanden, Schwung zum Berg, Zick-Zack-Rutschen, etc.) fehlen gänzlich. Wie oben erwähnt, wird in diesem Punkt deutlich, dass dem Lehrmittel der praktische Charakter fehlt, was bei einem Lehrbuch für eine so praktische Tätigkeit wie der des Snowboardunterrichts als großes Manko angesehen werden kann.

Was die Schwungtechnik betrifft, so ist der erste Schwung, den der Snowboardanfänger lernt, der Grundschwung (SSBS 1999: 126) – der ganz gleich dem Kurvenwechsel mit Vorausdrehen im DVS Lehrplan – mittels einer Oberkörperrotation eingeleitet wird.

Danach folgt das so genannte Kippdrehen, ein Schwung bei dem keine aktive Oberkörperrotation stattfindet, sondern der lediglich durch eine Bewegung des Körperschwerpunkts entlang der Brettquerachse – also durch ein Kippen des gesamten Körpers – ausgelöst wird. Dadurch kommt es zu einer passiven Entlastung mittels derer das Board umgekantet werden kann (da die Entlastung und die Querachsbewegung jedoch minimal sind, ist solch ein Schwung nur möglich, wenn mit einer relativ hohen Geschwindigkeit gefahren wird, was den Snowboardanfänger doch vor beträchtliche Probleme stellen dürfte). Danach folgt eine Beschreibung zum Hochentlasten (Schwung wird mit gebeugten Beinen angefahren, zum Umkanten erfolgt eine Hochentlastung herbeigeführt durch ein Strecken des Körpers) und zum Tiefentlasten (Schwung wird in relativ gestreckter Haltung angefahren; zum Umkanten wird das Brett tiefentlastet, indem die Beine gebeugt werden).

Danach folgen Bewegungsbeschreibungen zu einigen grundlegenden Freestyletricks (Nose-Tailturn, Ollie, 180°, Backside Air etc.).

Zuletzt wird noch der Stoppschwung erklärt: „Ziel dieses Schwungs ist es, die Vorwärtsfahrt zu verringern (sic!) oder komplett zum Stillstand zu bringen. Eigentlich kein richtiger Schwung in Form einer Richtungsänderung wird hier mit Gegendrehen und unter Ausnützung einer Entlastung durch Tiefgehen das Brett quer zur Fahrtrichtung gestellt (sic!).“ (S. 155).

Insgesamt lässt sich aus dem SSBS Lehrmittel nicht wirklich eine spezifische Schwungtechnik erkennen, vielmehr konzentriert man sich auf die physikalischen und mechanischen Aspekte des Snowboardens.

5.4.4 CASI Reference Guide

Der Snowboardlehrplan CASI Reference Guide (2006) der Canadian Association of Snowboard Instructors umfasst circa 150 Seiten und ist in folgende fünf Kapitel unterteilt: Introduction, Teaching Theory, Technical Analysis, Teaching Progression, Appendices.

Im Kapitel Introduction werden der CASI Verband sowie die Ausbildungsmöglichkeiten zum CASI Snowboardlehrer vorgestellt. Das Kapitel Teaching Theory befasst sich mit pädagogischen Aspekten bei der Vermittlung der Snowboardtechnik; dabei werden Lehrtechniken und Unterrichtsformate vorgestellt.

Unter Technical Analysis werden die fünf grundlegenden Snowboardfertigkeiten (fundamental snowboarding skills) behandelt, und zwar: stance & balance, pivoting & steering, edging, pressure control, timing & coordination. Dabei wird wie auch im DVS Lehrplan ausführlich erklärt, welche Bewegungsmöglichkeiten dem Snowboarder auf und mit dem Snowboard zur Verfügung stehen und wie die verschiedenen Bewegungen ausgeführt werden müssen, um den gewünschten Effekt zu erzielen. Außerdem werden die vier verschiedenen Phasen eines Schwungs vorgestellt: preparation, initiation, execution und completion of the turn. Unter dem Punkt pressure control wird die Fähigkeit des Snowboarders beschrieben, die Druckverteilung auf dem Snowboard gezielt zu verändern, und zwar durch Bewegungen entlang der Längsachse des Boards (nose to tail pressure), entlang der Querachse (edge to edge pressure), durch Hoch-/Tiefbewegungen (up and down pressure) sowie durch Aufkanten (edging). Laut CASI Lehrplan basiert Snowboarden auf nichts anderem als auf einer Mischung der oben erwähnten fünf grundlegenden Fertigkeiten. Gleichzeitig dienen diese dem Snowboardlehrer als Ansatzpunkt für mögliche Fehleranalysen und Verbesserungsvorschläge im Unterricht.

Im selben Kapitel werden schließlich noch Driftschwünge (sliding turns) sowie gecarvte Schwünge (carved turns) vorgestellt. Dabei werden die Driftschwünge je nach Fortschritt eingeteilt in Beginner Turn, Novice Turn, Intermediate Sliding Turn und Advanced Sliding Turn. In der untersten Kategorie, dem Beginner Turn, wird der Schwung durch ein Vorausdrehen des Oberkörpers eingeleitet. Der Kantwechsel erfolgt, wenn das Board parallel zur Falllinie steht. Beim Novice Turn wird der Snowboardschüler mit dem Konzept der Hoch-Tiefbewegung vertraut gemacht: Der Novice Turn wird eingeleitet durch eine Hochbewegung kombiniert mit einer Oberkörpervordrehung. Der Kantwechsel erfolgt bereits kurz vor dem Überfahren der Falllinie. Beim Intermediate Sliding Turn erfolgt beim Umkanten zusätzlich zur Hochbewegung und Oberkörpervordrehung ein Beugen der Sprung-, Knie- und Hüftgelenke hin zur Kurveninnenseite sowie ein „Hineinlegen in die Kurve“ (inclination). Dies ermöglicht eine bessere Kontrolle über das Board und einen effizienteren Kantwechsel, der bei diesem Schwung bereits relativ früh erfolgt. Die Kombination aus Drehbewegung der Sprung-, Knie- und Hüftgelenke und Aufkanten wird im CASI Lehrplan als Steuern (steering) bezeichnet.

Beim Advanced Sliding Turn erfolgt eine Verfeinerung der erlernten Driftschwünge: Mit dem Schwerpunkt auf Timing und Koordinierung aller erlernten Fertigkeiten lernt der Schüler verschiedene Kurvenradien zu fahren und unterschiedliches Gelände zu bewältigen, sowie den Kantwechsel bereits sehr früh im Schwung herbeizuführen.

Auch die gecarvten Schwünge werden in entsprechender Weise in vier Kategorien unterteilt: Basic Carved Turn, Intermediate Carved Turn, Advanced Carved Turn und Down Un-Weighted Turn. Der Basic Carved Turn wird ebenso wie der Beginner Turn durch ein Vorausdrehen des Oberkörpers ausgelöst, im Gegensatz zu diesem aber nur auf der Kante gefahren. Beim Intermediate Carved Turn wird zusätzlich zur Oberkörpervordrehung eine Hochbewegung benutzt, um den Schwung einzuleiten, sowie ein Steuern durch Aufkanten und gleichzeitiges Beugen der Sprung-, Knie- und Hüftgelenke, um den Schwung kontrolliert zu fahren. Beim Advanced Carved Turn liegt der Schwerpunkt abermals auf dem Timing und der Koordinierung der bisher gelernten Fertigkeiten für gecarvte Schwünge, um den Schwungradius zu variieren. Der Down Un-Weighted Turn ist im Gegensatz zu allen bisher gelernten Schwungformen ein Tiefschwung, d.h. mithilfe einer Tiefentlastung, erzeugt durch explosives Tiefgehen, wird das Board kurzfristig vollkommen entlastet und umgekantet. Mit einem dosierten Strecken der Beine wird der Schwung ausgesteuert. Dieser Schwung wird für eine aggressivere Fahrweise sowie für das Befahren steiler Hänge und Buckelpisten empfohlen.

Im Kapitel Teaching Progression erfolgt ein chronologischer Überblick über die Inhalte des Snowboardunterrichts. Dabei werden der erste Umgang mit dem Snowboard und erste Bewegungsübungen beschrieben. Danach erfolgt eine detaillierte Beschreibung der zu vermittelnden Drift- und Carvingschwünge, mit einer genauen Erklärung, wie der Snowboardlehrer beim Unterrichten der einzelnen Schwünge konkret vorgehen sollte. Nach den Drift- und Carvingschwüngen erfolgt ein Überblick über Freeride- und Freestyletechniken sowie über das Befahren verschiedener Geländeformen und das Snowboarden bei unterschiedlichen Schneebedingungen.

Im Kapitel Appendices finden sich insgesamt zehn Anhänge zu unterschiedlichen Aspekten: Tipps und Übungen für den Snowboardunterricht, Besonderheiten beim Unterricht mit Kindern, Sicherheit, Risikomanagement, Ausrüstung, Pflege und Board-Tuning, Pädagogik, Fehleranalyse und Verbesserung des Fahrkönnens, Erlebnisunterricht und schließlich noch ein Terminologieteil mit Definitionen zu den wichtigsten Fachbegriffen.

Insgesamt lässt sich über den CASI Lehrplan sagen, dass er sehr praktisch orientiert ist und für den Snowboardlehrer eine nützliche Basis und ein solides und übersichtliches Referenzwerk darstellt.

5.4.5 BASI Snowboard Instructor Handbook

Das British Snowboard Instructor Handbook (Version 2.2) des BASI umfasst ca. 86 Seiten und ist in drei Kapitel unterteilt: The Fundamentals of Snowboard Technique, The Snowboard Central Theme & Activities for the Central Theme, Beyond the Snowboard Central Theme. Im ersten Kapitel werden die fünf grundlegenden Elemente des Snowboardens (The Fundamental Elements) vorgestellt und ausführlich beschrieben. Laut BASI sind dies: control (of speed and line), adjustments (for snow and terrain), flow (balancing the forces of the curve and terrain; fluency and ease; co-ordination and rhythm), steering (pressure control, edge control, control of rotation), body management (posture, balance, movements).

Unter control werden Methoden zur Geschwindigkeitskontrolle vorgestellt sowie zum Fahren unterschiedlicher Kurvenradii und Kurvenformen. Der Abschnitt Adjustments beschreibt die Fähigkeiten des Snowboarders, die dieser benötigt, um sein Fahrverhalten an verschiedene Schnee- und Geländebedingungen anzupassen. Flow beschreibt einen Aspekt des Snowboardens, der sonst in keinem anderen Lehrplan vorzufinden ist: Flow beschreibt das Fließenlassen der Kräfte durch Ausrüstung und Körper und die aktive Wahrnehmung dieser Kräfte. Diese Sensibilisierung dient als Instrument, entsprechend auf Veränderungen der wirkenden Kräfte zu reagieren: Zunächst lernt der Schüler relaxed zu fahren, dann alert, also bereit zu sein, um auf mögliche Veränderungen der wirkenden Kräfte reagieren zu können, und schließlich lernt er responsive zu fahren, also durch Feinanpassung seiner Bewegungen aktiv auf Veränderungen reagieren zu können. Auch Koordinierung und Fahrrhythmus fallen unter diesen Bereich.

Im Abschnitt steering werden die verschiedenen Bewegungsmöglichkeiten auf und mit dem Snowboard erklärt. Body Management liefert schließlich Informationen und Tipps zur richtigen Grundhaltung auf dem Snowboard (sound posture).

Das zweite Kapitel (The Snowboard Central Theme) stellt einen Orientierungsrahmen für Snowboardlehrer dar: Es beinhaltet den ersten Kontakt mit dem Snowboard, die Gewöhnung an das Gerät (introductory activities), das Rollerfahren (scooting), Fallen und Aufstehen, das Gleiten in der Falllinie (straight running), das Seitrutschen (side-slipping), die falling leaf Übung, das Liftfahren (using lifts), die garland Übung, Schrägfahren (skidding, traversing), den ersten Schwung (basic turn) und das Aneinanderreihen von Einzelschwüngen (standard turn).

Im BASI Lehrplan wird beim ersten Schwung, den der Snowboardschüler lernt (basic turn) der Kantwechsel mit Hilfe des Tordierens (pedalling) herbeigeführt. Dabei werden sukzessiv zuerst die Sprunggelenke sowie die Schienbein- und Wadenmuskulatur des Standbeins und schließlich des Spielbeins eingesetzt, um eine Belastungsverlagerung von einer Kante auf die andere Kante zu bewirken.

Das pedalling läuft folgendermaßen ab: Zuerst erfolgt eine Belastungsverlagerung beim vorderen Fuß von der belasteten Kante auf die unbelastete Kante um das Board in die Falllinie zu bringen (das Brett wird tordiert); dann folgt die gleiche Belastungsverlagerung beim hinteren Fuß, um den vollständigen Kantwechsel herbeizuführen. Das Gewicht liegt dabei vor allem auf dem vorderen Bein und der gesamte Körper wird ein wenig in die neue Kurve hineingelegt, um den Kurvenwechsel zu unterstützen. Es erfolgt jedoch kein Vorausdrehen des Oberkörpers!

Im dritten Kapitel Beyond the Central Theme werden weiterführende Techniken behandelt, wie das Carven, das Befahren steiler Hänge, das Buckelpistenfahren, das Snowboarden bei unterschiedlichen Schneebedingungen und verschiedene Freestylemanöver (inklusive Glossar zu verschiedenen Freestyletricks).

5.4.6 AASI Snowboard Manual

Das Snowboard Manual (1998) der American Association of Snowboard Instructors umfasst 138 Seiten und gliedert sich in folgende neun Kapitel: Snowboard Teaching System, Learning Concepts, Teaching Concepts, Teaching Beginners, Service Concepts, Equipment, Kinesiology, Sample Action Plans, Glossary.

Im Kapitel Snowboard Teaching System (STS) gibt der Lehrplan Überblick über die Methodik des AASI Snowboardunterrichts. Das STS ist ein instrumenteller Rahmen für Snowboardlehrer, das sich aus verschiedenen Elementen zusammensetzt: das Riding Model (Freestyle, Freeride, Alpine/Carving) veranschaulicht die verschiedenen Snowboardfahrstile, die movement and performance concepts definieren die Bewegungen auf und die Interaktionen mit dem Schnee, die learning concepts geben einen Überblick darüber, wie Lernen funktioniert, die teaching concepts geben einen Überblick über das Unterrichten an sich sowie praktische Tipps und die Service Concepts sind, wie der Name verrät, serviceorientierte Tipps, um den Snowboardunterricht für den Kunden zum Erlebnis werden zu lassen.

Die movement and performance concepts behandeln also die grundlegenden Bewegungen auf und mit dem Snowboard (fundamental movements), die laut AASI Lehrplan aus rotation und flexion/extension bestehen. Die Bewegungsrichtung des Snowboarders wird von der Schnittstelle Snowboard/Schnee bestimmt. Diese wird von den folgenden vier Faktoren beeinflusst: edge angle (tilt), torsional flex (twist), rotation (pivot), pressure distribution (represents how the rider’s weight and any additional pressure are applied along the length of the snowboard.) (S. 19 ). Nach diesen allgemeinen Einführungen zu Methodik und Snowboardtechnik, folgt im Kapitel Teaching Beginners eine Anleitung zum Anfängerunterricht und eine Zusammenfassung über die ersten Bewegungen des Schülers auf und mit dem Snowboard. Darunter fällt das Erklären der Ausrüstung (equipment) und der Grundhaltung (effective posture), das Üben der verschiedenen Bewegungsmöglichkeiten, das Rollerfahren (skating), das Gleiten (straight glides), das Anhalten (stopping), das Liftfahren (riding the lifts), das Seitrutschen auf der Backside und der Frontside des Snowboards (heel and toe slips), das Schrägfahren (traverse) und das Zick-Zack-Rutschen (falling leaf).

Im Kapitel Kinesiology werden biomechanische und physiologische Grundlagen erklärt.

Die sample action plans geben dem Snowboardlehrer schließlich praktische Unterrichtsvorlagen für die folgenden Unterrichtseinheiten in die Hand: first lesson, basic turn, basic switch turn, 180° flat spin, dynamic skidded turn, jumping, grabs, ollies, carving, 180s, 360s, introduction to powder, introduction to halfpipe, introduction to bumps, introduction to steeps.

Am Ende des Lehrplans gibt es schließlich noch ein ausführliches Glossar zu den wichtigsten Begriffen.

Zur AASI Snowboardtechnik lässt sich sagen, dass sie der Snowboardtechnik des BASI stark ähnelt: Der erste vom Snowboardschüler zu erlernende Schwung (basic turn) erfolgt – ebenso wie das der BASI Lehrplan vorsieht – durch ein Tordieren des Brettes (twist) und anschließendes aktives Steuern aus den Sprung-, Knie- und Hüftgelenken heraus. Anders als im deutschen oder kanadischen Lehrplan erfolgt kein Vorausdrehen des Oberkörpers. Diese Technik des Tordierens und aktiven Steuerns aus den Sprung-, Knie- und Hüftgelenken bildet die Grundlage aller darauf folgenden Schwünge. Die Hoch-/Tiefbewegung (flexion and extension) spielt dabei eher eine untergeordnete Rolle; sie wird zwar angesprochen, dient aber mehr der Anpassung des Kantendrucks zum Zwecke der Stabilisierung als dem Auslösen des Schwungs selbst.

Insgesamt ist der AASI Lehrplan ein relativ praktisch orientierter Leitfaden für Snowboardlehrer, mit starkem Fokus auf Kundenorientiertheit und Erlebniswert des Snowboardunterrichts.

5.4.7 APSI Snowboard Teaching Manual

Das APSI Snowboard Teaching Manual (2006) der Australian Professional Snowsports Instructors ist 206 Seiten stark und in folgende elf Kapital untergliedert: Customer Service, Responsibilities to the Group and Minimising Risk, Your Personal Responsibilities, Teaching Concepts, Technical Concepts, the Alpine Progression, Teaching Children, Teaching Riders with a Disability, History, Equipment and Maintenance, Our Environment.

Im fünften Kapitel Technical Concepts werden die für das Snowboarden relevanten Grundlagen der Anatomie, der Biomechanik und der Physik erklärt, bevor im selben Kapitel schließlich auf die vier snowboarding skills (S. 72) eingegangen wird:

- Stance (the way you stand on your snowboard)
- Rotary (the way you turn your snowboard)
- Edging (the way you tip your snowboard over)
- Pressure control (the ability to manage pressure to make turns and deal with changes in terrain and snow conditions).

Unter dem Abschnitt Stance (S. 73) wird der basic stance definiert:

In snowboarding, the basic stance is the position from which you can most easily and effectively make all movements that are needed to steer and control your board.

Danach werden die Bewegungsmöglichkeiten rotary movements (Drehbewegungen) und edging movements (Kantbewegungen) beschrieben. Unter dem Oberbegriff pressure control werden schließlich alle Bewegungen zusammengefasst, die notwendig sind, um die sich stetig verändernden Druckverhältnisse für sich nutzen und das Gleichgewicht wahren zu können. Unter diesen Oberbegriff fallen somit die Vertikalbewegungen (up un-weigting, down un-weighting), die Bewegungen entlang der Brettlängsachse (leverage – fore/aft) sowie der Belastungswechsel entlang der Brettquerachse (weight transfer – lateral).

Im sechsten Kapitel The Alpine Progression findet sich eine Sammlung von Übungen, die dem Snowboardlehrer als Werkzeug dienen sollen, um aus dem Snowboardanfänger einen fortgeschrittenen Fahrer zu machen. Dabei wird unter der jeweiligen Überschrift in Form von Fragen und Antworten erklärt, wie der jeweilige Bewegungsablauf funktioniert, warum er gelehrt wird und in welchem Gelände. Die Safety Considerations geben jeweils Hinweise zu Sicherheitsaspekten, unter dem Untertitel The Progression folgen Übungen um einen Bewegungsablauf zu festigen und perfektionieren und unter Discussion folgen weitere spezifische Hinweise bezogen auf den jeweiligen zu erlernenden Bewegungsablauf. In dieser Form werden die folgenden Module behandelt und beschrieben: equipment familiarisation, stance, becoming mobile (skating), straight gliding, direction change, riding lifts, getting up, side slipping, falling leaf, skidded traverse, garlands, basic turns, basic linked turns, basic airs.

Was den ersten zu erlernenden Schwung betrifft, so nennt sich dieser im APSI Lehrplan basic turn und wird technisch folgendermaßen umgesetzt:

From a skidded traverse use subtle rotation of the leading hip and rise up to release the edge by moving the centre of mass forward and over the board. Once the board has flattened, move the centre of mass to the inside of the turn rolling slowly onto the new edge and rotate in the desired direction. To complete the turn sink down again, creating a platform and resume skidded traverse. Rotation of upper body should be minimal and only serves to enhance lower body rotation and keep up with the turning of the legs.

[...] The instructor should show a clear demonstration of an up un-weighted turn in a continuous flowing movement to again assist in feeling comfortable to commit to fall line.

(APSI 2006: 97)

Aus dieser Beschreibung geht hervor, dass der basic turn auf einem Vorausdrehen in Fahrtrichtung der Sprung-, Knie- und Hüftgelenke sowie auf einer Hochentlastung beruht und nur minimal bzw. gar nicht auf ein Vorausdrehen des Oberkörpers zurückgreift. Vielmehr werden bereits in diesem frühen Stadium die Vertikalbewegung und ein Hineinlegen in die Kurve gelehrt.

Die nächste Stufe, die refined turns, stellen die Feinform des basic turn dar und gestalten sich technisch in etwa gleich, nur dass bei einem refined turn vermehrt auf eine progressive hangausgleichende Bewegung (angulation) geachtet wird sowie auf feine steuernde Bewegungen aus den Sprung- und Kniegelenken heraus, um mehr Kontrolle über den Schwung zu haben.

Danach erfolgt eine Beschreibung der short turns (Kurzschwünge), die laut APSI vor allem mittels Hochbewegung sowie Bewegungen aus Sprung- und Kniegelenken umgesetzt werden. Insgesamt resultiert dies in einem aktiven Steuern aus dem Unterkörper heraus, während der Oberkörper verhältnismäßig ruhig bleibt.

Erst nach der Buckelpistentechnik (Introduction to moguls) wird schließlich die Technik des Schneidens (Carving) erklärt: Das Fahren auf der Kante erfolgt dabei durch eine Mischung aus Ganzkörperkippen (inclination), also ein Hineinlegen des Körpers in die Kurve, und Kniekippen (angulation), also ein Drücken der Knie in Richtung Kurvenmittelpunkt, um den Aufkantwinkel zu erhöhen, sowie mittels einer leichten Drehbewegung aus den Hüften heraus. Vertikalbewegungen werden dabei zum Variieren der Druckverhältnisse und damit des Kurvenradius’ eingesetzt.

Danach folgt eine Reihe an Freestyle-Tricks. Im Unterkapitel Advanced Progressions werden die bisher gelernten Schwünge aufgegriffen, um diese in einer dynamischeren Fahrweise umzusetzen, also mittels verbesserter Kanten- und Druckkontrolle und mit höherer Geschwindigkeit (dynamic short turns, extension/retraction turns, advanced moguls, dynamic carved long turns, dynamic carved racing turns). Allgemein wird ein dynamisches Fahren durch einen vermehrten Einsatz der Sprung- und Kniegelenke erreicht, die mittels schneller und exakter Bewegungen ein aktives Steuern des Snowboards ermöglichen.

Im siebten und achten Kapitel wird ausführlich auf die besonderen Bedürfnisse von Kindern und Menschen mit Behinderungen im Snowboardunterricht eingegangen, bevor schließlich in den letzten beiden Kapiteln Ausrüstung und umweltbezogene Aspekte behandelt werden.

Insgesamt ist das APSI Snowboard Teaching Manual ein sehr umfassendes, ausführliches und praktisch orientiertes Lehrwerk. Zur APSI Snowboardtechnik lässt sich zusammenfassend sagen, dass sie stark auf dem aktiven Einsatz von Sprung- und Kniegelenken beruht sowie auf Vertikalbewegungen zur Schwungauslösung zurückgreift

5.4.8 NZSIA Snowboard Instructors Guide

Der Snowboard Instructors Guide 2005 der Snowboarddivision des neuseeländischen Skilehrerverbandes NZSIA umfasst 125 Seiten und ist in die drei Abschnitte Teaching Theory, Teaching Progressions und Advanced Teaching Progressions mit insgesamt 12 Kapiteln unterteilt. Der erste Abschnitt besteht aus den Kapiteln The Teaching Guide, Movements of Snowboarding und The Snowboard Turn.

Unter Movements of Snowboarding werden zunächst grundlegende Dinge wie der Körperschwerpunkt (centre of mass, COM) und die Grundstellung auf dem Snowboard (action-ready stance) erklärt, bevor auf die vier grundlegenden Bewegungsmöglichkeiten eingegangen wird (vertical movements, lateral movements, longitudinal movements, rotational movements). Unter movement options werden die verschiedenen Ausführungsoptionen beschrieben, die dem Snowboarder bei den vier Bewegungsrichtungen jeweils zur Verfügung stehen. So kann die Vertikalbewegung (vertical movement) entweder eine Hoch- oder eine Tiefbewegung sein, je nach Könnensstufe des Snowboardschülers. Bei den Kantbewegungen (lateral movements) kann sich der Snowboarder - je nach gewünschtem Effekt - dafür entscheiden, entweder seine Sprung- und Kniegelenke zu beugen bzw. strecken, seine Hüfte/Wirbelsäule entlang der Boardquerachse nach hinten bzw. vorne zu bewegen, oder sich komplett in die Kurve hineinzulegen und damit seinen ganzen Körper als Hebel zu benutzen, um den Kantwinkel zu vergrößern. In diesem Zusammenhang werden auch die Begriffe inclination und angulation erklärt: inclination beschreibt die Verlagerung des Körperschwerpunkts entlang der Brettquerachse in einer relativ gestreckten Position, während angulation die Bezeichnung für die gleiche Bewegung allerdings in gebeugter Position, ist. Auch noch unter die lateral movements fällt das Tordieren des Brettes (twisting or pedalling of the board), das durch aufeinander folgende Bewegungen zuerst des vorderen Fußes und dann des hinteren Fußes erfolgt. Bei den Bewegungen entlang der Boardlängsachse (longitudinal movements) wird abermals beschrieben, welcher Effekt jeweils erzeugt wird, wenn diese Bewegungen entweder in den Sprung-, den Knie- oder den Hüftgelenken erfolgen.

Bei der Rotationsbewegung wird unterschieden zwischen counter rotaion, upper body rotation und lower body rotation.

Im dritten Kapitel, The Snowboard Turn, werden Konzepte wie turn size und turn shape sowie turn types beschrieben. Bei letzteren wird unterschieden zwischen basic turns und dynamic turns:

Basic turns are turns where the edge change occurs while the legs are at their most extended.

Dynamic turns are turns where the edge change occurs when the legs are at their most flexed.

(NZSIA 2005: 2.28)

Im zweiten Abschnitt wird der basic skidded turn - der erste zu erlernende Schwung im NZSIA Lehrplan – vorgestellt, für den folgender Bewegungsablauf vorgesehen ist:

The student will torsionally twist the tip of the board down the hill at initiation, using the front knee and foot. This releases the uphill edge at the tip and allows gravity to pull the board towards the fall line. As the nose of the board approaches the fall line, we move laterally through the back knee and foot to complete the edge change. At this point the COM moves smoothly over the new edge.

(NZSIA 2005: 2.28)

Aus dieser Beschreibung geht hervor, dass die verwendete Snowboardtechnik jener des BASI und des AASI stark ähnelt: Der Schwung wird durch ein Tordieren des Brettes ausgelöst und nicht etwa durch ein Vordrehen des Oberkörpers, wie an anderer Stelle noch einmal explizit vermerkt wird:

Movement is initiated by the feet and co-ordinated with the body to turn the board. Students tend to turn the upper body in order to aid the initiation of the turn. This is slow and can cause an edge catch.

(NZSIA 2005: 2.28)

In weiterer Folge werden Bewegungsabläufe und Übungen beschrieben, um die gelernten Einzelschwünge miteinander zu verbinden (linking skidded turns) und um den fortgeschrittenen Snowboardschüler langsam an das Carven heranzuführen (edged traverse, edged arcs, edged c turns, linking edged turns).

Der gecarvte Schwung wird ebenfalls wie der basic skidded turn über ein Tordieren des Brettes ausgelöst, mit dem Unterschied, dass der gecarvte Schwung nur auf der Kante gefahren wird. Der erhöhte Aufkantwinkel wird durch ein vermehrtes Beugen der Sprung-, Knie- und Hüftgelenke erreicht. Vertikalbewegungen werden nur zum Ausbalancieren der sich ändernden Druckverhältnisse benutzt und nicht zur Schwungauslösung selbst. (vgl. NZSIA 2005: 2.41f)

Nachdem in Kapitel acht, Basic Freestyle, des zweiten Abschnitts einige grundlegende Freestyle-Manöver (the ollie, straight airs, flatland 360s, nose rolls/tail rolls, 180 airs) und deren Bewegungsabläufe beschrieben werden, folgen im dritten Abschnitt, Advanced Teaching Progressions, schließlich weiterführende Snowboardtechniken, wie die dynamic turns und das situational snowboarding, also das Snowboarden unter verschiedenen Schneebedingungen und in unterschiedlichem Gelände (steeps, bumps, trees). In Kapitel elf, The Principals of Form, folgt schließlich noch eine vertiefte Darstellung der physikalischen Kräfte, die auf den Snowboarder wirken und wie er sich diese durch die Anpassung seines Fahrverhaltens (speed, power, timing, range of movements, co-ordination) effizient zu Nutze machen kann. Dieses Konzept ähnelt wiederum dem TURI-System aus dem DVS Lehrplan: T iming (Wann, wie lange?)“, „ U mfang (Wie weit?)“, „ R ichtung (Wohin?)“ und „ I ntensität (Wie kraftvoll, wie schnell?).“ (DVS 2003: 13).

Das letzte Kapitel bietet ein kurzes Glossar mit den wichtigsten Begriffen des Lehrplans.

5.5 Zusammenfassung

Insgesamt lässt sich aus diesem Überblick erkennen, dass jeder Lehrplan einen eigenen Ansatz und eine eigenständige Snowboardtechnik mit unterschiedlichen Schwerpunkten verfolgt. Folglich lassen sich die Begriffe und deren Benennungen ab einem gewissen Punkt nur noch zu einem bestimmten Grad einander gleichsetzen. Genau dies stellte die größte Herausforderung beim Erstellen der vorliegenden Arbeit dar und bereitete die meisten Probleme.

Wie eingangs erwähnt, verfolgt die vorliegende Arbeit das Ziel, ein neutrales und lehrplanunabhängiges Glossar in den Sprachen Deutsch und Englisch zu den wichtigsten Begriffen im Snowboardunterricht zu erstellen. Da aber die Snowboardtechnik an sich in jedem Land bzw. untersuchtem Lehrplan verschieden ist, gibt es natürlich auch bei vielen Begriffen aus der eigentlichen Schwungtechnik keine 1:1- Entsprechungen. Hier verfolgt fast jeder Lehrplan einen anderen Technikansatz. So sieht der DVS Lehrplan als auch der SSBS Lehrplan beim ersten zu erlernenden Schwung ein Vorausdrehen des Oberkörpers in Schwungrichtung vor, um dem Brett den nötigen Drehimpuls zu geben. Auch im CASI Lehrplan stellt das Vorausdrehen des Oberkörpers beim ersten Schwung eine wichtige Komponente dar, während die Lehrpläne des BASI, des AASI und des NZSIA überhaupt keine Oberkörperrotation vorsehen, sondern im Tordieren die beste Möglichkeit sehen, den ersten zu erlernenden Schwung einzuleiten. Der ÖSV Lehrplan wiederum sieht weder das eine noch das andere vor: Im österreichischen Lehrplan wird der erste zu erlernende Schwung (Driftschwung basic) durch einen Drehimpuls des vorderen Knies und eine Tiefentlastung ausgelöst. Mit allen weiteren Schwüngen der einzelnen Lehrpläne verhält es sich ebenso: Kein Schwung entspricht wirklich zu 100 % einem anderen, daher ist es auch nicht möglich, die verschiedenen Benennungen einander gleichzusetzen. Aus diesem Grund konnten die lehrplanspezifischen Schwungtechniken auch nicht in das Glossar aufgenommen werden und wurden daher im Theorieteil so eingehend beschrieben und miteinander verglichen.

6. Literaturverzeichnis theoretischer Teil

AASI American Association of Snowboard Instructors: Snowboard Manual: Official

Instruction Guide. USA: AASI, 1998.

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[Stand: 14.06.2008]

American Snowsports Education Association - Education Foundation: Professional

Ski Instructors of America. http://www.psia.org [Stand: 14.06.2008]

APSI Australian Professional Snowsport Instructors: Snowboard Teaching Manual.

1st Bound Edition. Wodonga, Victoria, Australia: APSI, 2006.

Australian Professional Snowsport Instructors: APSI. http://www.apsi.net.au

[Stand: 14.06.2008]

BASI British Association of Snowsport Instructors: British Snowboard Instructor

Handbook. Version 2.2. Scotland, UK: BASI

BASI British Association of Snowsport Instructors. http://www.basi.org.uk

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CHANDLER, Jeff: Interski 2007. Online verfügbar unter

http://dendanskeskiskole.dk/fileadmin/user_upload/images/Interski/Interski2007_CASI.pdf [Stand: 14.06.2008]

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http://www.skilehrerverband.de [Stand: 14.06.2008]

Deutscher Skiverband e.V.: DSV Deutscher Skiverband http://www.ski-online.de

[Stand: 14.06.2008]

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http://www.dvs-interskideutschland.de [Stand: 14.06.2008]

DSDV Lehrteam (Hrsg.): Traumhaft Snowboarden: das offizielle DSDV-Lehrbuch

mit einem Vorwort von Peter Bauer. Düsseldorf: Walter Rau, 1994

DSLV Deutscher Skilehrerverband e.V (Hrsg.): Leichter Lehren – Snowboarden.

Wolfratshausen, 2004

DSV Ski- und Snowboardlehrerschule: Ausbildung von Lehrkräften im DSV (2007).

Online verfügbar unter http://www.ski-online.de/xfiles_dsv-intern/ ausbildung/skilehrersymposium/2007/ausbildung_im_dsv.pdf [Stand 14.06.2008]

DVS Deutscher Verband für das Skilehrerwesen e.V. (Hrsg.): Lehrplan

Snowboarding. München; Wien; Zürich: BLV Verlagsgesellschaft mbH,

1997

DVS Deutscher Verband für das Skilehrerwesen e.V. – Interski Deutschland

(Hrsg.): Snowboard Lehrplan. BLV Verlagsgesellschaft mbH, 2003

HINTERHÖLZL-WIDI, Daniela: Snowboard Austria.

http://www.snowboarding- austria.com [Stand: 14.06.2008]

International Ski Instructors Association ISIA: internationaler Skilehrerverband.

http://www.isiaski.org [Stand: 14.06.2008]

Konferenz der Übersetzungsdienste europäischer Staaten:

Empfehlungen für die Terminologiearbeit. 2., überarb. und erw. Auflage.

Bern: KÜDES, 2002.

Norm DIN 2342 Teil 1 Oktober 1992. Begriffe der Terminologielehre:

Grundbegriffe. In: Baxmann-Krafft, Eva-Maria ; Herzog, Gottfried: Normen

für Übersetzer und technische Autoren / DIN Deutsches Institut für Normung

e.V. (Hrsg.). 1. Aufl. Berlin : Beuth, 1999. S. 111-11

New Zealand Snowsports Instructors Alliance: (NZSIA) Ski Instructor training and

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NZSIA New Zealand Snowboard Instructors’ Association: Snowboard Instructors

Guide 2005. New Zealand, 2005.

ÖSV/ Hinterhölzl-Widi, Daniela: Lehrplan zur Snowboardlehrer Ausbildung des

Österreichischen Skiverbandes. Snowboard Austria Ausbildungen, 2004

Schweizer Snowboard Schulungsverband SSBS: Ausbildungs- und Fachverband für

Snowboardlehrer und Snowboardschulen in der Schweiz. http://www.ssbs.ch [Stand: 14.06.2008]

Schweizer Snowboard Schulungsverband SSBS / Primus, Roland:

Snowboard Schulung Technik. Lenzerheide, Schweiz: Roland Primus, 1999.

7. Terminologischer Teil

7.1 Hinweise zur Benutzung des Glossars

- Verzeichnis der im Glossar verwendeten Abkürzungen:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

- Länderkürzel verweisen auf Benennungen, die ausschließlich in einem bestimmten Sprachraum bzw. Lehrplan vorkommen:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

- Die als Quellenangabe verwendeten vier- bzw. zweistelligen Codes werden im Literaturverzeichnis erläutert.

7.2 Anmerkungen zu den Begriffssystemen

- Begriffe, die in ein eigenes Begriffssystem weiterführen, sind mit einem * gekennzeichnet
- Begriffe, die nicht definiert, sondern aus Gründen der Übersichtlichkeit und Zuordnung im jeweiligen Begriffssystem aufscheinen, werden ohne Rahmen dargestellt.

7.3 Begriffssysteme

1.a Snowboarden

1.b snowboarding

2.a Snowboard

2.b snowboard

3.a Snowboardbindung

3.b snowboard binding

4.a Biomechnik

4.b biomechanics

5.a Kraft

5.b force

6.a grundlegende Bewegungsmöglichkeiten

6.b range of movements

7.a Elementarschule

7.b teaching beginners

8.a fortgeschrittene Schwungtechniken

8.b advanced techniques

1.a Snowboarden

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

[...]

Details

Seiten
211
Jahr
2008
ISBN (eBook)
9783640428076
ISBN (Buch)
9783640424030
Dateigröße
998 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v135229
Institution / Hochschule
Leopold-Franzens-Universität Innsbruck – Institut für Translationswissenschaft
Note
2
Schlagworte
Terminologiearbeit Snowboarden lehren Snowboardterminologie Terminologie Snowboardlehrpläne Begriffe aus dem Snowboardlehrerwesen Snowboardlehrer

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Titel: Snowboarden Lehren