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Hermann Hesse. Guru oder Idylliker in der Gartenlaube

Die Rezeption der Werke Hermann Hesses unter deutschen Studenten

Hausarbeit (Hauptseminar) 2003 37 Seiten

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Strohhut versus Heiligenschein

2. Die Rezeptionsgeschichte der Werke Hermann Hesses
2.1. Die erste Rezeptionswelle und ihr abruptes Ende durch den Nationalsozialismus
2.2. Die zweite Rezeptionswelle
2.3. Das veränderte Hesse-Bild
2.4. Die Extreme der Hesse-Rezeption
2.5. Wiederentdeckung und Konsolidierung

3. Zwischenfazit

4. Die Gründe für die Popularität Hesses unter Studenten
4.1. Identifikation mit den Romanfiguren Hesses
4.2. Identifikation mit Hesse selbst
4.3. Thematisierung der studentischen Lebensauffassung und Wunschvorstellungen
4.3.1. Zeitprotest
4.3.2. Seelenspeise

5. Abschlussfazit und Ausblick

Quellen

Literatur

1. Strohhut versus Heiligenschein

Es war Mittwoch. An diesem Tag erschien das Nachrichtenmagazin Der Spiegel. Wie jeden Mittwoch. An jenem 9. Juli 1958 aber hatte sich die Redaktion eine ganz besondere Titelgeschichte einfallen lassen. Thema war Deutschlands bis dahin letzter Literaturnobelpreisträger Hermann Hesse und seine Affinität zur Gartenarbeit – ein Paradoxon, das durch das Titelblatt noch verstärkt wurde. Auf jenem war der Schriftsteller mit einem Strohhut abgebildet, während am unteren Rand der Slogan „In der Gartenlaube“ zu lesen war.[1]

Deutschland[2] am Ende der 1950er Jahre. Die Darstellung im Spiegel illustrierte die Extremform der Ablehnung Hermann Hesses in geradezu idealer Weise – ein Bild, das keinesfalls nur Stimmungsmache eines einzelnen Autors oder eines einzigen Magazins war, sondern dem damaligen Zeitgeist entsprach.[3]

USA 1969. Die aus New York stammende Zeitschrift American German Review erscheint ebenfalls mit einem Leitartikel über Hermann Hesse. Doch im Gegensatz zu den Diffamierungen, die sich Hesse im Artikel des Spiegels gefallen lassen musste, erhebt die ansonsten eher wissenschaftlich ausgelegte Monatszeitschrift den Schriftsteller plakativ zu einem Heiligen. Sie bezeichnet ihn als „Guru“ und titelt auf der von mehreren Abbildungen Hesse unter zahlreichen langhaarigen Jugendlichen überfüllten Frontseite „Saint Hesse among the Hippies“.[4]

Hesse als Idylliker in der Gartenlaube und Hesse als heiliger Guru. Zwei Momentaufnahmen, die unterschiedlicher fast nicht sein können. Doch zeigen beide in vergleichender Perspektive genau jene Ambivalenz auf, mit der die Rezeptionsgeschichte des Dichters wohl behandelt werden muss. Diese Ambivalenz – also Hesses Popularität sowie die Ablehnung des Dichters – soll im Folgenden erläutert und mit Gründen unterfüttert werden. Im Zentrum der Untersuchung soll dabei das Rezeptionsverhalten der deutschen Studenten[5] stehen, da bei diesen der Idealtypus der Ablehnung am stärksten ausgeprägt war und somit am geeignetesten dargestellt werden kann.

Ob der Autor aus dem schwäbischen Kleinstädtchen Calw letztlich als Guru gelten kann oder tatsächlich lediglich ein Idylliker in der Gartenlaube war, muss aber zudem auch im internationalen Vergleich geklärt werden. Zur Verdeutlichung von Unterschieden eignet sich hierbei – wie bereits der Artikel des American German Review gezeigt hat – besonders die Rezeption in den USA, da sich diese in ihrer Intensität und Übertreibung von jener anderer Länder evident unterscheidet. Zudem hatte die Rezeption in den USA große Wirkungskraft auf die Hesse-Rezeption in aller Welt und beeinflusste somit wiederum auch die Aufnahme Hesses unter den deutschen Studenten.

Während nun zunächst die Rezeptionsgeschichte und das Auf und Ab der Popularität Hesses über die verschiedenen Dekaden hinweg im Vordergrund stehen soll, werden hiernach die Gründe für die Verehrung des Schriftstellers näher beleuchtet.

2. Die Rezeptionsgeschichte der Werke Hermann Hesses

„Dieses ewige Schwanken der Schätzungen, dieses Vergessenwerden von Geistern, welche dann einige Jahrzehnte später wieder entdeckt und hochgepriesen werden... Nämlich alles Geistesgut, das einmal über eine gewisse Frist hinaus gewirkt und sich bewährt hat, gehört dem Bestand der Menschheit an und kann jederzeit wieder hervorgeholt, nachgeprüft und zu neuem Leben erweckt werden, je nach den Strömungen und seelischen Bedürfnissen der jeweils lebenden Generation.“

Viel präziser als mit diesen zwei Sätzen hätte Hermann Hesse 1957[6] den typischen Verlauf für die Rezeptionsgeschichte vieler literarischer Einzelwerke – aber auch vieler Gesamtwerke einiger Autoren oder „Geister“, wie Hesse sie nennt – gar nicht beschreiben können. Mit dem „Schwanken der Schätzungen“, dem „Vergessenwerden“ und Wiederentdecken beschreibt der schwäbische Schriftsteller aber auch in teils zurückblickender, teils aber geradezu visionärer Weise seine eigene Rezeptionsgeschichte, die besonders seine eigenen literarischen Erzeugnisse durch sehr starke Ausprägungen von Rezeptionshochs und -tiefs geführt hat.

Die Rezeption eines Buches ist ein anderer Ausdruck für seine Geschichte. Dem Hin und Her und Auf und Ab des Buches ist dabei oft ebenso viel Bemerkenswertes und Lehrreiches abzulesen wie seinem Inhalt. Häufig enthüllt sich in der Geschichte seiner Rezeption erst das Wesen eines schriftstellerischen Werkes.[7] Die Geschichte eines Buches spielt sich aber – wie im Grund jede Geschichte – zum großen Teil im Verborgenen ab.[8] Daher gibt es für die Forschung zur Rezeption literarischer Werke, welche immer mehr in den Mittelpunkt des wissenschaftlichen Interesses tritt, auch verhältnismäßig wenig konkretes und brauchbares Anschauungsmaterial. Die Schwankungen und Kapriolen der Hermann-Hesse-Rezeption aber sind ein empirisches Musterbeispiel, wie stark doch die Rezeption eines Buches – oder mehrerer Bücher – zu seinem beziehungsweise ihrem Verständnis beitragen kann.[9] Vor allem mit der Verehrung Hesses als psychedelischer Guru durch die US-amerikanischen Studenten in den 1960er Jahren schien die Rezeption von Hesses Büchern fast wichtiger zu sein als ihr Inhalt.

Die Rezeptionsgeschichte literarischer Werke ist also nicht nur eine Geschichte literarische Wertungen, deren Wissenschaftlichkeit sehr umstritten ist, sie ist ebenso das Ergebnis gesellschaftlicher und politischer Verhältnisse wie das kollektiver psychologischer Konstellationen und ihrer Moden und Meinungen. Die Vielzahl derartiger Komponenten, deren Zusammenwirken man summarisch vereinfachend „Zeitgeist“ nennen kann, entscheidet sowohl über die Wirkungskraft eines Werkes innerhalb eines bestimmten Gesellschaftsfeldes, wie sie umgekehrt auch das Werk selbst mit bestimmt. Kein Kunstwerk – am wenigsten wohl ein literarisches – ist losgelöst von seiner Zeit zu verstehen, die auch dem genialsten Schöpfer, der nach dem Werk an sich streben mag, ihren Stempel aufdrückt.[10]

Der historische Kontext eines Werkes ist dadurch von allergrößter Bedeutung. Literatur kann zeitbedingten Schwankungen unterliegen. Sie kann der einen Epoche als Leitbild, der anderen als Menetekel dienen, bis sie in einer anderen Zeit materialismusbestimmten Denkens möglicherweise nur noch einer nicht fassbaren Minderheit von Außenseitern zugänglich ist, um schließlich, längere Zeitabschnitte hindurch ganz vergessen, von einer späteren Generation unter anderen Lebensintentionen wieder neu entdeckt zu werden.[11]

Die Rezeption eines Buches vollzog sich in der Literaturgeschichte immer wellenförmig, in einem ständigen Hoch und Tief,[12] in Wiederkehr und Abebben. Sie gleicht also dem Wechsel der Gezeiten, wenngleich sie nicht wie Ebbe und Flut durch einen naturbestimmten Rhythmus vorauszusehen ist.[13] Dieser Gesetzmäßigkeit folgend gleicht auch die Geschichte von Hesses Werke einer Zick-Zack-Linie. Die Hesse-Rezeption ist aber vielmehr als ein bloßer Akt privater Vorliebe oder Willkür, sie kann als ein soziologisch und historisch erfassbares Ereignis betrachtet werden und stellt sich als ein ausgeprägtes Gruppenphänomen dar.[14]

Um Hesses Rezeptionsgeschichte in verschiedene Zeitabschnitte einzuteilen und zu gliedern, bietet es sich daher an, die Rezeptionshochs von den Wellentälern zu trennen und hier entsprechende Wegmarken anzubringen, welche natürlich immer nur tendenziell und nicht absolut abgesteckt werden können.

2.1. Die erste Rezeptionswelle und ihr abruptes Ende durch den Nationalsozialismus

Eine erste Popularitätswelle ist unter deutschen Studenten unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg zu verzeichnen. Zuvor war Hesse in Deutschland eher von bürgerlich-traditionsbewussten Konservativen gelesen worden, die sich aber schon während des Ersten Weltkriegs aufgrund unterschiedlicher Interessen und Lebenseinstellungen nicht mehr mit Hesse identifizieren konnten,[15] der wegen seiner Positionierung auf Seiten der Kriegsgegner von nun als „vaterlandsloser Geselle“ galt.[16]

Nur ein Jahr nach Kriegsende erschien Hesses Roman Demian und ergriff sehr schnell die studentischen Herzen. Während Hesses Vorkriegsromane – zu nennen sind hier vor allem Peter Camenzind (1904) und Unterm Rad (1906) – bei den Studenten zur Zeit ihrer Veröffentlichung keine auffälligen Reaktionen hervorriefen, sondern vor allem auf die Deutschen Jugendbewegung besondere Wirkungen hatten,[17] konnten sich die Studenten in ihren Idealen mit der Romanfigur Emil Sinclair in Demian identifizieren und machten das Buch bereits 1919 und in den Jahren danach zu einem Verkaufserfolg.

Thomas Mann konstatierte 1947 in der in Stockholm erscheinenden Neuen Rundschau, dass ihm „die elektrisierende Wirkung, die Demian hervorrief“ „unvergesslich“ war. Demian sei „eine Dichtung, die mit unheimlicher Genauigkeit den Nerv der Zeit traf und eine ganze Jugend, die wähnte, aus ihrer Mitte sei ihr ein Künder ihres tiefsten Lebens entstanden“. Dabei war es „schon ein Zweiundvierzigjähriger, der ihnen gab, was sie brauchte.“[18]

Nachdem bekannt geworden war, dass es sich beim Autor von Demian um Hermann Hesse handelte – Demian war zunächst unter dem Pseudonym Emil Sinclair herausgegeben worden – , erhielt der schwäbische Dichter Briefe von Studenten aus aller Welt, die Demian und hiernach alle seine weiteren Romane als Einladung verstanden, ihr Herz auszuschütten.[19] Bis zu seinem Tod im Jahr 1962 erhielt Hesse somit eine Unzahl von Briefen, von denen er versuchte, so viele, wie es ihm möglich war, zu beantworten.

In seiner nach dem Ersten Weltkrieg gegründeten Zeitschrift Vivos voco kritisierte Hesse 1922 die nationalsozialistisch gesinnten Studenten, die ihm aufgrund seiner Positionierung gegen die NSDAP Hassbriefe zukommen ließen.[20] Hierbei bezog Hesse deutlich Stellung gegen die Diskriminierung der Juden,[21] eine Haltung, welche ihm in der Rezeption nach 1945 von den Studenten positiv angerechnet wurde. Verstärkt wurde seine politische Haltung noch in besonderem Maße durch seinen 1927 erschienen Roman Der Steppenwolf, in welchem er der Identifikationsfigur Harry Haller eindeutig pazifistische Attitüden zuschreibt, eine Einstellung also, die sich natürlich stark mit den studentischen Idealen nach 1945 deckte. Mit „Steppenwolf“ schrieb Hesse ein „Buch der Lebenskrise, der Künstlerkrise, der Gesellschaftskrise“[22] erneut in einer Krisenzeit, hier inmitten der Weltwirtschaftskrise.[23]

In den Jahren der nationalsozialistischen Herrschaft waren zwar Narziß und Goldmund und Der Steppenwolf verboten,[24] seine anderen Bücher durften in Deutschland aber weiterhin verkauft werden. Jedoch galten sie als „unerwünschte Literatur“, weshalb die Nationalsozialisten ab 1943 auch keine Neuauflagen mehr ermöglichten,[25] auch wenn sie dafür als Begründung die Papierknappheit vorschoben. Verkaufserfolge waren zwar somit ausgeschlossen und mit Das Glasperlenspiel konnte ein wichtiges Werk zunächst nicht in Deutschland veröffentlicht werden,[26] doch war es Hesse möglich, im Gegensatz zu anderen antifaschistischen Autoren – wie z.B. Thomas Mann oder Franz Kafka – seine schriftstellerische Präsenz im Dritten Reich zu bewahren.[27]

2.2. Die zweite Rezeptionswelle

Nach der gewaltsamen Unterbrechung, die der Nationalsozialismus auch der Verehrung der Hesse-Bücher zugefügt hatte, erfolgte im Jahrzehnt nach dem Zweiten Weltkrieg eine zweite Popularitätswelle für die Werke Hermann Hesses.[28] An den Universitäten wurden Hesses Bücher Inhalt von Vorlesungen, Seminaren und Doktorarbeiten.[29]

Die verstärkte Rezeption der Bücher Hesses nach dem Zweiten Weltkrieg bestätigt einmal mehr, dass nahezu von einer Gesetzmäßigkeit gesprochen werden kann, was die zeitliche Ansetzung einer Hesse-Welle betrifft. Dazu muss freilich sowohl eine Längs- als auch eine Querschnittstudie angestellt werden, d.h. es müssen die verschiedenen deutschen Popularitätsphasen sowie die Rezeptionshochs anderer Länder und deren Zeitabschnitte betrachtet werden. Demnach ist es nicht nur für die Popularitätswelle in Deutschland von 1945 bis etwa 1955 typisch, dass die Studenten in den Zeiten eines Hesse-Booms den totalen Zusammenbruch alter Wertvorstellungen reflektieren.[30] Denn auch in den USA und Japan kann die größte Hesse-Euphorie in einer Krisenzeit ausgemacht werden.

Die deutschen Studenten wandten sich dabei gegen ein System, das die jeweils vorangegangenen Weltkriege hervorgebracht und ermöglicht hatte. Zuvor hatten sie die Schuld der Deutschen an diesem System realisiert.[31] Die US-amerikanischen Studenten hingegen stellten die Studenten ab 1962 – als der Hesseboom in den USA begann[32] – immer häufiger eine Gesellschaft in Frage, das Armut, Rassendiskriminierung und radikale Ungleichheit hervorgebracht hatte und zudem zweifelhafte Motive hatte, gegen Vietnam in den Krieg zu ziehen.[33] Die Studenten befanden sich aufgrund der politischen Haltung ihres Landes in einer Sinnkrise[34] und mussten neue Ideale und Identifikationsfiguren suchen, die sie in Hesse zu finden glaubten. In Japan lag die Ursache von Hesses Popularität[35] in der tiefen geistigen und kulturellen Krise, die das Land nach 1945 ereilte,[36] aber sicherlich auch in der Verarbeitung des Zweiten Weltkrieges, den Japan als Verlierer abschloss.

Somit ist Hesse von seinem Verleger Siegfried Unseld und von Ralph Freedman, einem amerikanischen Gelehrten und Hesse-Biographen, wohl zurecht als „Autor der Krise“ bezeichnet worden, da die großen Verkaufserfolge der Bücher Hesses in den USA während dem Vietnam-Krieg und der Watergate-Affäre zu verzeichnen waren.[37] In Zeiten, die von Krisen, Depressionen, von Bilanz, Neuorientierung, gesellschaftlichem Umbruch und von existenzieller Verunsicherung geprägt waren,[38] lasen die Studenten Hesse, der selbst von Krisensituationen schrieb,[39] zugleich aber Orientierungspunkte anbot[40] und Möglichkeiten für die Bewältigung dieser Krisen aufzeigte.[41]

[...]


[1] Der Spiegel, 9.7.1958.

[2] Unter „Deutschland“ wird hier und im Folgenden in der Zeit ab 1945 die Bundesrepublik Deutschland und nicht die Deutsche Demokratische Republik verstanden, in welcher sich die Hesse-Rezeption in einer relativ unspektakulären, stetig erfolgreichen Weise vollzog. Vgl. Schwarz 1980, S. 19 – 20, und Schwarz 1982, S. 200 – 201.

[3] Dies zeigen auch andere Stimmen. Theo Sommer beispielsweise schrieb 1962 in der Zeit, Hesse sei ein „Gartenzwerg unter den deutschen Nobelpreisträger“. Mit ihm sei kein Blumentopf mehr zu gewinnen. Vgl. Walther 2002, S. 7. Eine recht ähnliche Einstellung vertritt 1962 auch Rudolf Walter Leonhard in einem ebenfalls in der Zeit publizierten Artikel. Vgl. Leonhard 1982, S. 466.

[4] Amercian German Review 2 (1969).

[5] Der Begriff „Studenten“ muss häufig gleichgesetzt werden mit dem der „jungen Generation“ oder mit den „Jugendlichen“ an sich. Oftmals findet sich hierbei keine merkliche Unterscheidung, doch gibt es spezifische Merkmale wie beispielsweise das Leiden Josef Knechts in Das Glasperlenspiel an zunehmender Vereinsamung und Gefangenschaft in einer nur auf Wissenschaft ausgerichteten Welt. Dieses Phänomen trifft letztlich vorwiegend auf die Studentenschaft zu und weniger auf den Jugendlichen an sich. Auch spielen Hesses Romane vorwiegend in studentischem Milieu. Beispiele hierfür sind Unterm Rad, Demian und Das Glasperlenspiel.

[6] Hesse 1957, S. 331.

[7] Schwarz 1982, S. 208.

[8] Schwarz 1980, S. 3.

[9] Schwarz 1982, S. 194 – 195.

[10] Baumer 1977, S. 15.

[11] Baumer 1977, S. 15.

[12] Unseld 1977, S. 234.

[13] Baumer 1977, S. 16.

[14] Schwarz 1982, S. 202.

[15] Schwarz 1982, S. 202 – 203.

[16] Baumer 1977, S. 16.

[17] Auf diese kann hier nicht näher eingegangen werden, da sie zum Teil stark vom Thema abweichen würde. Vgl. Völpel 1977. Die Lebenseinstellung der Jugendbewegung unterscheidet sich z.T. auch massiv von der der Studenten. Zwar wendet sie sich ebenfalls gegen das als naturfremd und unwahrhaftig empfundene Kaiserreich, doch hängt ihr auch ein stark treuherzig-biederes Element an, das starken Wert auf Kameraderie, Einordnung und Gemeinschaft legte. Diese Wertvorstellungen verfolgte weder Hermann Hesse noch taten dies die Studenten. Vgl. Baumer 1977, S. 18.

[18] Unseld 1992, S. 27, und Esselborn-Krumbiegel 1988, S. 24.

[19] Ziolkowski 1979, S. 198.

[20] Schwarz 1982, S. 199.

[21] Michels 1982, S.123.

[22] So bezeichnet Hans Mayer das Werk Der Steppenwolf. Vgl. Unseld 1992, S. 27.

[23] Unseld 1992, S. 27.

[24] Narziß und Goldmund wurde wegen der enthaltenen Pogromszene verboten, in welcher Hesse erwähnt, dass der Vater der Jüdin Rebekka und vierzehn andere Juden „auf Befehl der Obrigkeit verbrannt“ wurden. Vgl. Hesse 1971, S. 228. Nach dem Wunsch der Nationalsozialisten hätte Hesse diese Szene entfernen sollen, um das Buch wieder frei verkäuflich zu machen. Hiergegen verweigerte sich Hesse aber. Der Steppenwolf wurde aufgrund seiner pazifistischen und antichauvinistischen Partien verboten. Vgl. Schwarz 1980, S. 17.

[25] Schwarz 1982, S. 200.

[26] Esselborn-Krumbiegel 1988, S. 21

[27] Schwarz 1986, S. 56.

[28] Michels 1971, S. 52.

[29] Baumer 1977, S. 29.

[30] Ziolkowski 1969, S. 20.

[31] Ziolkowski 1979, S. 188.

[32] Bis Hesses Tod im Jahr 1962 wurde dessen Literatur in den USA relativ wenig beachtet, im nachfolgenden Jahrzehnt aber stand der Autor regelmäßig auf den Bestsellerlisten der Universitätsbuchhandlungen. Vgl. Ziolkowski 1979, S. 197.

[33] Ziolkowski 1979, S. 188.

[34] Walther 2002, S. 10.

[35] In Japan lasen die Studenten aufgrund seiner Naturverbundenheit und der träumerischen Romantik besonders gern Unterm Rad. Vgl. Schwarz 1980, S. 21. Insgesamt lässt sich aber für Japan konstatieren, dass Hesse eher unter Schülern als bei Studenten verehrt wurde. Vgl. Freese 1981, S. 116.

[36] Oberst 2002, S. 56.

[37] Unseld 1992, S. 28 und Freedman 1999.

[38] Michels 1972, S. 304, und Esselborn-Krumbiegel 1988, S. 25.

[39] Hintergrund für die von Hesse beschriebenen Krisen sind eigene Erfahrungen, welche sowohl einen politischen als auch einen privaten Ursprung haben. Politisch war Hesse geprägt durch den Obrigkeitsstaat vor dem Ersten Weltkrieg, die Weltkriege und die dazwischenliegende Weltwirtschaftskrise, durch den verbrecherischen NS-Staat und die Unsicherheit nach 1945. Private Krisen erlebte Hesse durch das Scheitern von zwei Ehen, die Nervenkrankheit seiner ersten Frau, eigene Krankheiten, Depressionen und das Leid, das seiner dritten Frau durch die Internierung und Ermordung ihrer Angehörigen in den Konzentrations- und Vernichtungslagern angetan wurde. Vgl. Unseld 1992, S. 28.

[40] Völpel 1977, S. 228.

[41] Unseld 1992, S. 27.

Details

Seiten
37
Jahr
2003
ISBN (eBook)
9783640429851
ISBN (Buch)
9783640430079
Dateigröße
579 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v134862
Institution / Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg – Germanistisches Seminar
Note
1,0
Schlagworte
Hermann Hesse Guru Idylliker Gartenlaube Rezeption Werke Hesses Studenten

Autor

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Titel: Hermann Hesse. Guru oder Idylliker in der Gartenlaube