Lade Inhalt...

Just-In-Time-Prinzipien in der Produktion und Beschaffung

Hausarbeit 2007 12 Seiten

Führung und Personal - Sonstiges

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition und Historie des Just-In-Time
2.1 Definition
2.2 Historie

3. Vorraussetzungen für Just-In-Time

4. Ziele (Vorteile und Nachteile) des Just-In-Time
4.1 Vorteile
4.2 Nachteile

5. Elemente im Just-In-Time
5.1 Kanban
5.2 Kaizen
5.2.1 „5-S-Methode“

6. Just-In-Time in Bezug auf die Umwelt

7. Resümee

8. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Just-In-Time ist seit mehreren Jahrzehnten ein wichtiger Begriff in der weltweiten wirtschaftlichen Organisation. Konkurrenzdruck, Flexibilität, Schnelligkeit und die positive Entwicklung der eigenen Kosten zwingen viele Unternehmen zur Ausschöpfung vorhandener Rationalisierungsreserven. Genau an dieser Stelle öffnet sich für viele Unternehmen die Möglichkeit ihre Marktsituation zu verbessern, indem sie ihre Lagerhaltung und die damit verbundenen Kosten weitestgehend durch eine Einführung des Just-in-Time-Prinzips minimieren. Just-In-Time-Prinzipien in der Produktion und Beschaffung sind wichtiger Bestandteil erfolgreicher Unternehmen und lassen sich heute in Serien- sowie Einzelfertigung anwenden.[1] Trotz langjähriger Anwendung, wird gerade heute durch den Wettbewerb mit Ost-Europa und China Verfahren wie Just-In-Time große Bedeutung zugesprochen. Ziel der Arbeit ist also, Just-In-Time übersichtlich darzustellen und vor allem die eindeutigen Vorteile zu zeigen. Ich werde jedoch, auch wenn es sich um ein geniales und innovatives Konzept handelt, auf die Nachteile eingehen. Im Einzelnen werde ich zunächst den Begriff Just-In-Time definieren und auf die historische Entwicklung in Japan eingehen, wo Just-In-Time seinen Ursprung fand und dazu beitrug, Japan zu einer der führenden Industrienationen zu machen. Daraufhin möchte ich die einzelnen Elemente und wichtigen Informationen weiter beleuchten. Im Anschluss daran werde ich die wesentlichen Ergebnisse zusammenstellen und ein Fazit ansetzen.

2. Definition und Historie des Just-In-Time

2.1 Definition

Übersetzt man den Begriff Just-In-Time wörtlich, dann bedeutet er „termingenau“ oder „gerade rechtzeitig“.[2] Abgekürzt wird der Begriff mit „JIT“. Just-In-Time ist eine Philosophie in der Material- und Produktionslogistik und wird im Allgemeinen wie folgt definiert: Das Material zur richtigen Zeit, zur richtigen Qualität, in der richtigen Menge und am richtigen Ort bereitzustellen. Just-In-Time ist ein wesentlicher Bestandteil der Lean Production oder des Toyota-Produktionssytems (TPS). Teil des Philosophie ist, dass man die Produktionsflüsse ganzheitlich betrachtet und optimiert, nicht nur einzelne Funktionen wie z. B. die Logistik. Im Allgemeinen funktioniert das Prinzip der externen Logistik wie folgt: Güter, Bauteile oder anderes Material werden von den Lieferanten erst bei Bedarf direkt ans Montageband geliefert. Dies muss zeitlich möglichst sehr genau geschehen. Dazu wird mit einem ausreichenden Vorlauf die benötigte Menge vom Ort der Produktion zurückgemeldet und bestellt. Die Lieferanten müssen sich vertraglich verpflichten, innerhalb dieser Vorlaufzeit zu liefern. Am Produktionsort selbst wird immer nur soviel Material gelagert, wie unbedingt nötig ist, um die Produktion gerade noch aufrecht zu halten. Dadurch entstehen bei dem produzierenden Unternehmen, welches Just-In-Time anwendet nur direkt am Produktionsort (Fließband etc.) sehr kleine Lagermengen und es entfallen lange Lagerungszeiten.[3] Die direkte Produktion unter Anwendung des Just-In-Time ist auch ein Kernstück dieser Methode, sie ist jedoch noch nicht so weit verbreitet wie die Logistik, wie oben beschrieben. Dabei muss die Produktion vom Drück auf das Ziehprinzip umgestellt werden, der Kundenbedarf ausgerichtet werden, die Fertigung im Kundentakt erfolgen und die Umstellung auf Fließfertigung mit kleineren Losen vorgenommen werden. Bei diesem Prinzip wird das Produkt gleich ohne Pause in den nächsten Arbeitsschritt weitergeleitet, wodurch die Durchlaufzeit reduziert wird. Dadurch muss der gesamte Arbeitsprozess perfekt ausbalanciert werden, so dass jeder Arbeitstakt zum nächsten passt.[4]

2.2 Historie

Just-In-Time wurde in den 50er Jahren von Toyota in Japan entwickelt. Entwickelt wurde diese Idee von Taiichi Ohno, der diese im Zuge des Toyota Produktionssystems (TPS) entwickelte. Auch das damit verbundene Kanban-Prinzip und Kaizen-Prinzip ist eng mit Just-In-Time verschlungen und wurde auch in diesem Zusammenhang entwickelt.[5] Auf diese Punkte werde ich später noch eingehen. Taiichi Ohno sollte nach einem Auftrag vom damaligen Toyotapräsidenten Toyoda Kiichiro eine Idee aufbringen, die innovativ und zugleich den Anschluss an Europa und Amerika findet. Das Problem war, das Japan zu dieser Zeit einen schlechte Ruf, besonders im Punkt der Qualität bei der Autoherstellung hatte. Die Eigentliche Anwendung und dadurch auch Aufmerksamkeit erlangte Just-In-Time dann in den 70er Jahren zur Zeit des ersten Ölschocks in Japan (1973). Toyota gelangte trotz des Ölschocks durch den anhaltenden Erfolg in den Blickpunkt der westlichen Welt und machte somit das Toyota Produktionssystem, in welchem Just-In-Time angewandt wurde bekannt. Zurückführen kann man Just-In-Time und das damit verbundene Kanban auch auf das so genannte „Supermarktprinzip“. Diese entspricht dem Drückprinzip und wird, wie oben erwähnt in der Produktion angewendet. Genau erklären werde ich dies, wenn ich auf das Kanban-Prinzip eingehe.[6]

3. Vorraussetzungen für Just-In-Time

Um das Just-In-Time Prinzip umzusetzen, müssen sämtliche Prozesse so durchrationalisiert sein, dass jegliche Störungen ausgeschlossen werden können. Mitarbeiter müssen absolut geschult und motiviert sein, um das Arbeiten zu perfektionieren, Qualitätsmängel bei Produkten und Fehler bei Maschinen dürfen nicht vorkommen. Allein dies muss schon befolgt werden, damit das Prinzip funktionieren kann. Einzelne Vorraussetzungen sind dann noch: Alle Lieferanten müssen in das Konzept eingebunden werden, damit die Lieferzuverlässigkeit, sowie die Fehlerfreiheit von qualitativ hochwertigen Teilen und Komponenten gegeben ist. Dazu gehört auch eine gute Verkehrsinfrastruktur, die für eine reibungslose Lieferung sorgt. Außerdem ein ausgefeiltes Informationssystem im Unternehmen, welches ein lückenloses Zusammenspiel aller Beteiligten sicherstellt. Und zusätzlich eine Einbindung der Distributionskette in das Konzept, welche die Steuerung der Vertriebsaktivitäten vornimmt.[7]

[...]


[1] Vgl. Wildemann, Just-In-Time, München 1986, S. 7

[2] Vgl. Hübner/Jahnes: Management - Technologie als strategischer Erfolgsfaktor, 1998, S. 12

[3] Vgl. Dickmann, Schlanker Materialfluss, Heidelberg 2007, S. 14

[4] Vgl. Dickmann, Schlanker Materialfluss, Heidelberg 2007, S. 15

[5] Vgl. Hübner/Jahnes: Management - Technologie als strategischer Erfolgsfaktor, 1998, S.124

[6] Vgl. Dickmann, Schlanker Materialfluss, Heidelberg 2007, S. 14

[7] Vgl. Liessmann, Gabler Lexikon Kostenrechnung und Controlling, Wiesbaden 1997

Details

Seiten
12
Jahr
2007
ISBN (eBook)
9783640416745
Dateigröße
751 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v134072
Institution / Hochschule
Fachhochschule für Wirtschaft Berlin
Note
1,7
Schlagworte
JIT Toyota

Autor

Zurück

Titel: Just-In-Time-Prinzipien in der Produktion und Beschaffung