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Weibliche Pop-Fans - Theoretische und empirische Zugänge zur Erklärung eines jugendkulturellen Phänomens

Examensarbeit 2004 99 Seiten

Pädagogik - Sonstiges

Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung

2. Annäherung an wichtige Begrifflichkeiten
2.1 Exkurs: Pop(musik)
2.2 Definitionsversuch ,Fan‘
2.3 Annäherung an den Jugendbegriff
2.3.1 Psychologische Eingrenzungskriterien
2.3.2 Soziologische Eingrenzungskriterien
2.4 Exkurs: Jugendkultur

3. Jugend und Musik
3.1 Zur Bedeutung von Popmusik
3.2 Zur Entstehung musikalischer Präferenz im Jugendalter
3.3 Funktionen und Folgen jugendlicher Musikpräferenz

4. Jugend – Eltern – Gleichaltrige
4.1 Jugend zwischen Eltern und Gleichaltrigen
4.2 Zur Bedeutung der Eltern in der Adoleszenz
4.3 Zur Bedeutung von Gleichaltrigen und Freunden
4.4 Eltern vs. Peers

5. Boygroups als typische Objekte weiblichen Fantums
5.1 Geschlechtsspezifische Fan-Unterschiede
5.2 Begriffsbeschreibung ,Boygroup‘
5.3 Zusammensetzung einer Boygroup
5.4 Image einer Boygroup
5.5 Texte der Boygroups
5.6 Zur Funktion der Medien
5.7 Boygroups heute

6. Theorien zur Erklärung des Fan-Seins
6.1 Funktion der Popmusik als Traum-Vorlage
6.2 Pop als Regression in den „magischen Uterus“
6.3 Popmusik als Orientierungshilfe und Mittel zur Opposition
6.4 Boygroups als Übergangsobjekt
6.5 Fan-Sein als Flucht in eine heile Parallelwelt
6.6 Das Fan-Phänomen bei Sigmund Freud
6.7 Zusammenfassende Betrachtung der Funktionen von Musik

7. Fallinterpretationen
7.1 Fall
7.1.1 Bemerkungen zur Interviewsituation
7.1.2 Auswertung eines exemplarischen Interviews
7.2 Fall
7.2.1 Bemerkungen zur Interviewsituation
7.2.2 Auswertung eines exemplarischen Interviews
7.3 Fall
7.3.1 Bemerkungen zur Interviewsituation
7.3.2 Auswertung eines exemplarischen Interviews
7.4 Analyse der Fallinterviews und Ansätze einer Bewertung

8. Schlussbetrachtung und Ausblick

9. Anhang

Interviewtranskriptionen
Interviewtranskription I (Viertklässlerin)
Interviewtranskription II (Achtklässlerin)
Interviewtranskription III (Studentin)

10. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

„Im Deutschland der neunziger Jahre grassiert eine neue kollektive Kinderverzückung: Zwar zählen Mädchenkreischen, Ohnmachtsanfälle und Massenhysterie seit den wilden Zeiten der Beatles in den Sechzigern zu den gewöhnlichen Spaßritualen der Jugendkultur – noch nie aber hat sich ein ganzes Pop-Genre derart erfolgreich der mutwilligen Erregung von Teenagerkrawallen, Heulattacken und Kuscheltier-Bombardements auf Gesangskünstler verschrieben wie in jüngster Zeit.“[1]

Weibliche Pop-Fans – jeder Leser dürfte gewisse Assoziationen an diese Bezeichnung knüpfen. Oftmals denkt man an hysterisch kreischende und weinende Fans, die blind vor Verzückung ,ihren‘ Star bedingungslos anhimmeln. Dieses negative Bild wird nicht zuletzt von den Medien vermittelt und aufrechterhalten. Was verbirgt sich jedoch hinter dem Fansein der Mädchen? Warum sind sie so begeistert und empfänglich für diese Art Musik und die dahinter stehenden Künstler?

Das Thema der vorliegenden Arbeit „Weibliche Pop-Fans. Theoretische und empirische Zugänge zur Erklärung eines jugendkulturellen Phänomens “ lässt bereits eine Laufrichtung, eine grobe Struktur erahnen.

Zunächst wird im ersten Abschnitt des Hauptteils versucht, grundlegende Begrifflichkeiten zu definieren und zu paraphrasieren. Diese Eingrenzungsversuche bilden das theoretische Grundgerüst der Arbeit und ermöglichen, im weiteren Verlauf mit den Begriffen arbeiten zu können. Zu Beginn werden die Begriffe ,Pop‘ und ,Fan‘ erläutert. Diese lassen sich ihrer Wortbedeutung nach scheinbar recht eindeutig beschreiben, werden jedoch unterschiedlich konnotiert und an eine bestimmte Band oder eine bestimmte Gruppe von Fans gebunden. Deshalb müssen bereits in diesem Kontext verschiedene Definitionsansätze zur Annäherung an die Begriffe diskutiert werden. Anschließend wird der Versuch unternommen, die beiden Bereiche ,Jugend‘ und ,Jugendkultur‘ einzugrenzen. Eine klare Definition ist hier gleichfalls problematisch, da verschiedenste Blickwinkel soziologischer und psychologischer Natur berücksichtigt werden müssen. Die Schwierigkeiten bei der Begriffseingrenzung lassen sich partiell nur über die Verwendung eines Ausschlussverfahrens umgehen. Verschiedenste Definitionsversuche werden in diesem Abschnitt vorgestellt, um ein besseres Verständnis der Begriffe zu erzielen.

Im zweiten Abschnitt der Arbeit wird die Relation von Jugend und Musik betrachtet. Anfangs wird die Bedeutung von Popmusik für den Jugendlichen untersucht, daran anschließend die Entstehung musikalischer Präferenz im Jugendalter ergründet. Hierzu sollen unter anderem vier unterschiedliche Erklärungsansätze zur Hilfe genommen werden. Hierauf folgend geht es darum, Fragen nach Funktionen und Folgen des Musikgeschmacks Jugendlicher zu beantworten, und ebenfalls darum, was der Konsum der jeweils präferierten Musik, neben alt Bekanntem, wie Entspannung oder Animation zum Tanz, bewirken könnte.

Im dritten Abschnitt liegt der Fokus auf Jugend, Eltern und Gleichaltrigen. Vorab wird auf die grundlegende Problematik der sich während der Adoleszenz verändernden Beziehungen zwischen diesen drei Gruppierungen eingegangen. Im Anschluss wird die Bedeutung der Eltern für die Adoleszenten während dieser Zeit betrachtet. Wie ändert sich die Qualität der Beziehung zueinander und womit hängt dies zusammen? Analog dazu wird anschließend die Bedeutung von Gleichaltrigen und Freunden zum Untersuchungsgegenstand. In einem letzten Schritt geht es um die mögliche Wechselwirkung von Eltern und Peers.

Im darauf folgenden vierten Abschnitt des Hauptteils wird ein typisches Objekt weiblicher Fanliebe vorgestellt: die so genannten Boygroups. Bevor diese selbst betrachtet werden, sollen geschlechtsspezifische Fan-Unterschiede skizziert werden. Dies geschieht in komprimierter Form, da das andere Geschlecht für diese Arbeit eigentlich von geringer Bedeutung ist, jedoch nicht ganz außer Acht gelassen werden soll. Boygroups drängen sich gewissermaßen zur Untersuchung auf, da sie fast ausschließlich Fans des weiblichen Geschlechts ansprechen und auch entsprechend konzipiert sind, wie ebenfalls gezeigt wird. Die Anfänge des Phänomens der Boygroups lassen sich in knapper Form folgendermaßen zusammenfassen:

„In Deutschland begann alles ganz harmlos vor ungefähr zehn Jahren [Anmerkung d. Verf.: etwa um 1988] mit einer amerikanischen Boygroup. Ein Bandmanager gründete die New Kids on the Block, bestehend aus fünf Jungs, die erfolgreich fröhliche Popsongs trällerten. Drei Jahre später dachte man sich in England, dass dies doch auch eine europäische Popband leisten kann, und so entstanden nach demselben Prinzip Take That und in etwas abgeänderter Form East17. Es folgten Caught in the Act, Worlds Apart, Boyzone (Irland), Bed & Breakfast (Deutschland) und schließlich meldete sich Amerika mit den Backstreet Boys und NSYNC zurück.“[2]

Diese verkürzte Darstellung der Erfolgsgeschichte soll zunächst genügen, stattdessen scheint es angebracht, zunächst den Begriff ,Boygroup‘ zu betrachten. Was versteckt sich hinter dieser oft gebrauchten Vokabel? Im Verlauf dieses vierten Abschnitts wird anschließend auf die Zusammensetzung, ,das Image‘ und die Texte besagter Gruppen eingegangen. Abschließend soll die Rolle der Medien beleuchtet sowie ein Blick auf die Boygroups der heutigen Zeit geworfen werden.

Im fünften Abschnitt der Arbeit werden mögliche Theorien zur Erklärung des Fan-Seins dargeboten. Wie das eingangs verwandte Zitat belegt, kommen selbst etablierte, anerkannte Zeitschriften und Magazine nicht an dem Phänomen der Boygroups vorbei. Dies scheint Grund genug dafür zu bieten, Theorien vorzustellen, die sich an den von Jan Weyrauch erarbeiteten orientieren. Neben Ursachen für genanntes Phänomen sollen mögliche Motive und Funktionen des Fanseins unter Berücksichtigung nachfolgender Theorien angeboten werden. Diese sind zwar nicht ursprünglich für die Annäherung an eine Erklärung entwickelt worden, lassen sich jedoch gleichfalls auf die vorliegende Problemstellung übertragen.

Im sich nun anschließenden empirischen Teil soll mit Hilfe durchgeführter Fallinterviews das Vorangegangene nicht nur vertieft und überprüft, sondern in Ansätzen auch der Versuch unternommen, einen eigenen empirischen Zugang zu den vorangegangenen Theorien zu erlangen. Interviews, so scheint es, sind eine einfache Form, um möglichst schnell empirisches Datenmaterial zu sammeln und gleichzeitig einen unkomplizierten Zugang zum Forschungsfeld zu gewinnen. Oftmals wird dabei unterschätzt, dass viele verschiedene Faktoren in die Vorüberlegungen für ein Interview mit einbezogen werden müssen. So darf beispielsweise der Einfluss des Interviewers und die manipulative Wirkung gewisser Fragestellungen nicht unterschätzt werden. Um ein möglichst unverfälschtes Ergebnis zu erzielen, bedarf es deshalb einer genauen Vorbereitungsarbeit.[3] Bei der zur Datenerhebung angewandten Interviewtechnik handelt es sich um eine so genannte „Leitfaden“-Variante. Sie lässt sich zwischen den beiden Extremen von standardisierten Befragungen und nicht-standardisierten Befragungen einordnen.

„Zwischen diesen beiden Extremtypen lässt sich die halb-standardisierte Befragung ansiedeln, bei der dem Forscher ein Interviewleitfaden vorgegeben ist, es dem Interviewer jedoch überlassen bleibt, Reihenfolge und Formulierung der Fragen im Wesentlichen selbst zu bestimmen.“[4]

Mag zwar eine standardisierte Befragung den Vorteil haben, dass sie wesentlich weniger Zeit in Anspruch nimmt, allerdings bleiben die Antworten auf einem recht oberflächlichen Niveau. Die Standardisierung erlaubt es dem Interviewer nicht, an mancher Stelle nachzuhaken, tiefer gehende Fragen zu formulieren, da ansonsten die angestrebte Vergleichbarkeit der Interviewserie verloren geht. Ein weiterer Nachteil standardisierter Befragungen entsteht dadurch, dass die ohnehin asymmetrische Gesprächssituation lediglich die Bedürfnisse des Fragenden befriedigt.

„Die Relevanzsysteme der Betroffenen kommen nicht zu Wort, was diese einerseits frustrieren mag, aber andererseits – und viel wichtiger – den erhobenen Daten mangels Kenntnis einen Stellenwert verleiht, den sie realiter nicht haben.“[5]

Hat der Interviewende eine Antwort auf seine Frage erhalten, geht er zur nächsten Frage über – verspürt der Befragte das Bedürfnis nach einer detaillierteren Antwort, wird dies bei einer solchen Art der Befragung keine Berücksichtigung finden.[6] Eine nicht-standardisierte Befragungsform ist zwar meistens zeit- und dadurch kostenintensiver, bietet aber dafür eine Reihe von Vorzügen. Durch eine offene Einstiegsfrage wird dem Befragten die Freiheit zugestanden, den Verlauf des Interviews zu steuern. Gleichzeitig kann der Befragte Schwerpunkte setzen und bei für ihn bedeutsamen Fragen detaillierter antworten. Insgesamt sind die gesammelten Daten demnach weitaus umfangreicher und hinzu treten Bedeutungsschwerpunkte des Befragten deutlich im Ausmaß seiner Antworten hervor.

„Zwar können wir die Angaben des Befragten nur bedingt mit anderen vergleichen, aber wir erhalten ein geschlossenes, abgerundetes ganzheitliches Bild vom Befragten, das wir praktisch und theoretisch nutzen können.“[7]

Das Leitfadeninterview stellt nun somit eine Interviewvariante dar, die sowohl vorformulierte Fragen und Themenbereiche enthält, aber auch gleichzeitig dem Befragten Platz und Spielraum für offene Antworten bietet. Barbara Friebertshäuser sei zum besseren Verständnis dieser Interviewtechnik zitiert:

„Das zentrale Charakteristikum von Leitfaden-Interviews besteht darin, dass vor dem Interview ein Leitfaden mit vorformulierten Fragen und Themen erarbeitet wird. Dadurch grenzen die Forschenden die Interviewthematik ein und geben einzelne Themenkomplexe bereits vor. Meist dient der Leitfaden auch dazu, eine gewisse Vergleichbarkeit der Ergebnisse verschiedener Einzelinterviews zu sichern.“[8]

Hier zeigt sich, dass das Interview zwar durch den Leitfaden vorstrukturiert und dadurch begrenzt wird, somit auch sichergestellt wird, dass sämtliche Themen angesprochen werden und dadurch eine mögliche Vergleichbarkeit besteht. Gleichfalls kann der Befragte einzelne Gesichtspunkte wunschweise vertiefen oder der Interviewende gegebenenfalls Aspekte aufgreifen und nachfragen. Die Anwendung der beschriebenen Methodik bietet sich an, da die Interviews mit Kindern und Jugendlichen durchgeführt werden, deren narratives Potential noch recht limitiert ist. Da die Reihenfolge der Fragen nicht festgelegt ist, kann der Fragende flexibel auf die Wortäußerungen seines Gegenübers reagieren. Die Fragen des Leitfadens dienen oftmals als Gerüst, deren einzelne Themenkomplexe häufig mit offenen Erzählaufforderungen ,gespickt‘ sind, wodurch der Befragte das Gefühl hat, frei erzählen zu können.[9]

Da die vorliegende Arbeit einen explorativen Charakter besitzt, bietet sich eine inhaltsanalytische Auswertungsstrategie an. Ähnlich wie bei der von Anselm L. Strauss entwickelten „Grounded Theory“ wird das Material bei der qualitativen Inhaltsanalyse zunächst in Kategorien eingeteilt, was mit dem Vorgang des Kodierens bei eben dieser angelsächsischen Theorie vergleichbar ist. „Im Zentrum steht dabei ein theoriegeleitet am Material entwickeltes Kategoriensystem; durch dieses Kategoriensystem werden diejenigen Aspekte festgelegt, die aus dem Material herausgefiltert werden sollen.“[10] Die nun folgende Auswertung exemplarischer Interviews aus den Interviewreihen orientiert sich zwar an den zwei oben genannten Verfahren, eine strikte Befolgung wird jedoch unterlassen. Nach der Kategorisierung erfolgt eine inhaltliche Zusammenfassung dieser typischen Interviews. Im Anschluss daran wird auf Besonderheiten anderer Gespräche derselben Reihe eingegangen. Später werden die unterschiedlichen Positionen der einzelnen Altersgruppierungen einander gegenüber gestellt und in einem letzten Schritt zurück auf die vorangegangenen Theorien zur Erklärung des Fan-Seins bezogen.

Der Aufbau der Arbeit beruht nicht auf Theoremen zur weiblichen Adoleszenzphase, sondern unterliegt einem eher Jugend allgemein betrachtenden Zugang. Diese, aus pragmatischer Motivik ausgewählte Herangehensweise erklärt die Aussparung einer expliziten Betrachtungsweise der weiblichen Jugendzeit. Die weiblichen Pop-Fans als solche bilden den Interessensschwerpunkt, nicht jedoch ihre geschlechtsspezifischen Eigenarten während der Adoleszenz.

So vielfältig und unüberschaubar das Gros an Werken, die sich mit unterschiedlichsten Fanformen beschäftigen, sein mag, so enger wird das derjenigen, die sich ausschließlich den weiblichen Pop-Fans widmen. Wenn die Fans populärer Musik in das Blickfeld des Forschungsinteresses gelangen, dann zumeist die Anhänger der Rockmusik. Diese sind seit den 60er Jahren oftmals Interessensschwerpunkt von Untersuchungen geworden, wohingegen den Pop-Fans noch immer eine scheinbare Profanität anhaftet. Die meisten Arbeiten, die sich mit Pop-Fans auseinandersetzen, werden bereits in den späten 60er und 70er Jahren verfasst und konzentrieren sich folglich vor allem auf Beat- und Rockmusik, weniger aber auf Popmusik und seine Anhänger. Im 1981 erschienenen Buch über die Relation von Jugendkultur und Rockmusik vollzieht der Autor Simon Frith einen Streifzug in den Bereich der Popmusik und gibt Auskunft über die weiblichen Teenie-Fans von Popgruppen. Diese tituliert er als „Teenyboppers“, eine negativ behaftete Bezeichnung. Für diese Gruppe von Fans ist lediglich die Persönlichkeit des Stars von besonderem Interesse, wie auch die zu erwerbenden Fanartikel, weniger jedoch die von ihm produzierte Musik. In den 90er Jahren, mit dem Aufkommen der ersten Boygroups, wird das Interesse an den Pop-Fans weitaus reger, dabei bleibt es bei einem oberflächlichen Zugang. Bilder von hysterisch weinenden Mädchen gehen durch die Medien und selten wird der Versuch unternommen, Hintergründe zu beleuchten, die Motive der Mädchen zu verstehen. Vermehrt werden ebenso auch Publikationen veröffentlicht, die nach Gründen für das Gebaren der weiblichen Fans suchen. So unternimmt unter anderem Jan Weyrauch 1997 den Versuch, das Phänomen der Boygroups zu entmytifizieren. Er widmet sich dem Verhalten der Fans und den Boygroups selber, bietet aber auch parallel dazu Theorien an, die das Fansein zu erklären suchen. John Hauk nähert sich in seinem Buch von 1999 auf andere Weise den Boygroups und ihren Fans. Er gibt zunächst einen Überblick über die wichtigsten Boygroups und Teenie-Bands seit den 50er Jahren, legt aber auch die Mechanismen der Industrie hinter den Boygroups offen. Da Hauks Werk unter anderem das Ergebnis einer Befragung von 500 Fans reflektiert, bietet es ein scheinbar unverfälschtes Bild dieser vor allem weiblichen Jugendkultur. Das Buch von Bettina Fritzsche konzentriert sich auf die weiblichen Pop-Fans. Im Vergleich zu der genannten Fachliteratur stellen hier jedoch nicht die Boygroups den Fokus des Interesses, sondern die Mädchen und ihre Suche nach der eigenen Geschlechtsidentität.

Wie schon 1972 der Soziologe Dieter Baacke feststellt: „Eine Soziologie des Fans ist noch nicht geschrieben“[11]. Diese Aussage trifft auch heute noch zu – nicht zuletzt aufgrund der sich immer wieder neu erfindenden Musikszene.

2. Annäherung an wichtige Begrifflichkeiten

2.1 Exkurs: Pop(musik)

Nikola Vatterodt schreibt in ihrem Buch über die so genannten Boygroups und deren Fans, dass es schwierig sei den Begriff der Popmusik zu definieren. Um dies gewissermaßen zu unterstreichen, führt sie ein Zitat von Peter Wicke an, der über Popmusik philosophiert, sie sei

„das Resultat komplexer, widerspruchsvoller, in jedem Fall sozial strukturierter musikalischer, kultureller und kommerzieller Aktivitäten, die an das Medium Klang gebunden sind, sich durch und über dieses Medium verwirklichen, in ihm aber nicht einfach einen Abdruck hinterlassen, den man nur ablesen bräuchte.“[12]

Um nun eine konkretere, vielleicht greifbarere Idee zu vermitteln, was hinter dem sprachgebräuchlichen Begriff ,Pop‘ stecken könnte, soll an dieser Stelle ein Herkunftswörterbuch befragt werden. Dort findet sich die Erklärung, dass es sich bei dem Begriff um eine „Sammelbezeichnung für Popmusik, Popkunst, Popliteratur u. Ä.“ handelt, welche ab der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts vom gleichbedeutenden englischen Wort ,pop‘ abgeleitet wurde. Dieses ist das Produkt „einer Kürzung aus engl. pop art (pop music u.Ä.), eigentlich popular art »volkstümliche Kunst«.“[13]

Reinhard Flender und Hermann Rauhe berichten in ihrem Buch über diese Musikrichtung, dass der Ausdruck einem Wandel unterlaufen sei:

„Während Ende der 60er Jahre Pop noch Ausdruck für die progressiven Stile innerhalb des Rock ‘n’ Roll und Beat war, ist heute Pop eher Bezeichnung für die „verschlagerte“ Rockmusik zum Beispiel einer Gruppe wie ABBA.“[14]

Ein weiterer Definitionsversuch schließt sich an, in dem die These aufgestellt wird, der Begriff weise auf den Popularitätsgrad einer Musik hin. So findet man im Sachlexikon Rockmusik des Weiteren die Definition, dass der Begriff auf Musik anzuwenden sei, „die zwar ihrer Machart nach nichts anderes als Rockmusik ist, der aber bewusst – sei es im Text, sei es in der Komposition – kein höherer Anspruch beigemessen wird“[15].

In der vorliegenden Arbeit wird von Pop(musik) als einer Musikrichtung ausgegangen, die zwar einen hohen Bekanntheitsgrad hat, dennoch lediglich unterhalten möchte. Eingängige Melodien und simple Strukturen werden anspruchsvollen Kompositionen und poetischen Texten vorgezogen. Wie aus den verschiedenen Erklärungsansätzen hervorgeht, unterliegt der Begriff Pop Veränderungen. Je nachdem in welcher Zeit man nach der Bedeutung des Begriffes fragt, desto unterschiedlicher wird man fündig werden.

2.2 Definitionsversuch ,Fan‘

Die im Herkunftswörterbuch offerierte Definition beschreibt den Fan als einen „begeisterten Anhänger“. Außerdem wird erwähnt, dass das Wort im 20. Jahrhundert der gleichbedeutenden englischen Bezeichnung ,fan‘, einer Kurzform des englischen ,fanatic‘ entlehnt wurde. Schaut man nun unter dem weiterführenden Artikel zu ,fanatisch‘ nach, so finden sich folgende Ausführungen: Fanatisch ist, wer „eifernd, sich rücksichtslos einsetzend, schwärmerisch“ ist. Das aus dem lateinischen ,fanaticus‘ abgeleitete Adjektiv steht zunächst für „religiös schwärmerisch“. Erst später wird ,fanaticus‘ zum Sakralwort und bedeutet seitdem „von der Gottheit ergriffen und in rasende Begeisterung versetzt“. Die eigentliche, heute allgemein verbreitete Bedeutung entwickelt sich zunächst im Gebiet der Politik und erst dann auch in anderen Bereichen.[16] Diese anderen Bereiche sind in ihrer Vielfalt mittlerweile so stark angewachsen, dass es schwer ist, hier den Überblick zu behalten. Jan Weyrauch bemerkt trefflich:

„Man wird zu allem, was nur irgendwie bewundert werden kann, auch eine Gruppe von Menschen finden, die sich als Fans dieser Sache bezeichnet – ob es nun Computer-, Raumschiff-Enterprise- oder Überraschungs-Eier-Fans sind.“[17]

Die angebotenen Begriffseingrenzungen lassen vermuten, es würde sich beim Fan-Sein um ein recht einseitiges Verhältnis handeln, was auch auf den ersten Blick stimmen mag. Reinhard Flender und Hermann Rauhe beschreiben das Verhältnis zwischen Fan und ihrem Idol in der Weise, dass auf Seiten des Fans eine Opferbereitschaft für ,ihr‘ Idol vorhanden sei. Hierdurch würde aber auch der Fan das Gefühl erlangen, einen Anteil an ,seinem‘ Star zu haben.[18]

In gewisser Weise trifft dies auch zu, da die Fans erst den Star zum selbigen machen. Das Verhältnis zwischen Fan und Star ist also kein einseitiges, denn beide Parteien stehen schließlich in einer gewissen Abhängigkeit zueinander. Würden die Fans aufhören, Interesse am Star zu entwickeln, wären auch die Tage des Stars gezählt. Auf die Bedeutung und Funktion des Fan-Seins wird im späteren Verlauf der Arbeit noch ausführlicher eingegangen werden.

2.3 Annäherung an den Jugendbegriff

Eine Annäherung an den recht unpräzisen, schwer zu definierenden Jugendbegriff soll im folgenden Abschnitt gewagt werden, bei der entwicklungspsychologische, soziologische und zuletzt auch juristische Wege zur Beschreibung des Lebensabschnitts ,Jugend‘ in Betracht gezogen werden.

Allgemein sei zunächst gesagt, dass Jugend ein Übergangsstadium vom Lebensabschnitt Kind zum Status des Erwachsenen ist. Mit dem Jugendalter beginnt die sukzessive Integration in die Gesellschaft, insofern immer mehr Rechte und Pflichten erfüllt werden müssen, sowie das Hereinwachsen in ein bestimmtes Rollenmuster. Weiterhin wird Jugend im Handbuch psychologischer Grundbegriffe folgendermaßen definiert:

„Der Begriff «Jugend», der sich historisch mit der Entstehung der bürgerlichen Gesellschaft entwickelte, bezeichnet sowohl eine Phase im individuellen Lebenslauf als auch eine gesellschaftliche Teilgruppe. […] Als Jugendliche können gegenüber Kindern und Erwachsenen diejenigen bezeichnet werden, die mit der Pubertät die biologische Geschlechtsreife erreicht haben, aber noch nicht alle Rechte, Aufgaben und Pflichten eines Erwachsenen (z.B. Wahlrecht) wahrnehmen.“[19]

Diesem Zitat zufolge kann Jugend sowohl individueller als auch gesellschaftlicher Natur sein. Auch wird in dieser Aussage zur Bestimmung der Jugend eine Abgrenzung zu dem vorausgegangenen Stadium Kindheit, wie auch dem folgenden Erwachsenenalter herangezogen.

Abgesehen davon liegt eine weitere Möglichkeit, sich dem Jugendbegriff zu nähern, in der Einteilung eines ganzen Lebens in unterschiedliche Lebensabschnitte oder Lebensphasen. Klaus Hurrelmann unternimmt diesen Einteilungsversuch zu verschiedenen historischen und zukünftigen Zeitpunkten. So stammt eine vorgestellte Einteilung aus dem Jahre 1910, in welcher ein Leben lediglich in ein Kindheitsalter sowie in ein Erwachsenalter unterteilt wird. Ab 1950 werden dann weitere Differenzierungen vorgenommen und das Jugendalter sowie das Ruhestandsalter als weitere Phasen mit einbezogen. 1990 findet nun eine noch feinere Differenzierung statt, in deren Folge nun zwischen einem frühen und einem späten Kindheitsalter unterschieden wird, und das Nachjugendalter sowie das späte Erwachsenalter als neue Lebensabschnitte hinzukommen. In einem letzten Schritt führt Hurrelmann diese Entwicklung fort und gewährt einen Ausblick auf eine zukünftige Einteilung eines Lebens, was hier im Einzelnen nicht von größerer Bedeutung ist und deshalb auch nur knapp skizziert werden soll. Festzuhalten bleibt, dass bedingt durch Faktoren, wie die stetig anwachsende durchschnittliche Lebenserwartung, eine immer differenziertere Einteilung in Lebensphasen notwendig wird, um die Altersstrukturen einer Gesellschaft angemessen beschreiben zu können. Hurrelmann demonstriert diese Entwicklung nicht zuletzt durch seinen Ausblick auf mögliche zukünftige Gesellschaftszusammensetzungen.[20] Eine Lebensphase, als die das Jugendalter zu betrachten ist, ist nicht statisch. Eine festgelegte Einteilung in Lebensabschnitte ist nicht von langer Dauer, da es ständig zu Verschiebungen in Form von zeitlichen Ausdehnungen kommen kann. Gleichzeitig können Lebensphasen in ihrer Dauer gestaucht werden, indem neue Unterteilungen vorgenommen werden oder im Zuge einer genaueren Einteilung sogar neue Lebensphasen hinzukommen. Klare Grenzen zwischen den einzelnen Lebensabschnitten lassen sich demnach nicht ziehen, denn, „die Grenzziehung zwischen den einzelnen Lebensabschnitten könnte in dem gleichen Maße schwinden, wie die Zahl der aufeinander folgenden Lebensphasen im Lebenslauf ansteigt“[21].

Trotz der beschriebenen Problematik der begrifflichen Abgrenzungen soll nun versucht werden, die Lebensphase Jugend, wenn schon nicht klar definierbar, zumindest in Ansätzen zu charakterisieren. Psychologische und soziologische Kriterien zur Eingrenzung des Jugendbegriffs werden nun herangezogen, wobei ein kontrastierender Blick auf die Übergänge von Kindheit zur Jugend bzw. der Jugend zum Erwachsenen geworfen werden soll.

2.3.1 Psychologische Eingrenzungskriterien

Als einen wichtigen Gesichtspunkt zur Unterscheidung zwischen Kindheit und Jugend ist der Eintritt in die Pubertät zu bewerten.

„Das Jugendalter schließt sich an die Kindheit an und wird eingeleitet durch die Pubertät […] Es wird oft als Übergangsstadium zwischen dem Kind-Sein und dem Erwachsenen-Sein charakterisiert und soll nach Ansicht mancher Autoren mit besonders tiefgreifenden Verwerfungen und Auseinandersetzungen mit den Eltern einhergehen, dem sog. „Generationenkonflikt“.“[22]

Mit dem Eintritt in die Pubertät durchläuft der/die Jugendliche eine große Anzahl körperlicher wie auch psychischer Veränderungen, genannt seien beispielsweise das Eintreten der Geschlechtsreife und die beginnende innerliche Abnabelung von den Eltern. „Adolescence is life between childhood and adulthood. It starts with the physical beginnings of sexual maturity and ends with the social achievement of independent adult status…“[23], so zumindest wird die Jugendphase im Buch des amerikanischen Psychologen David G. Myers beschrieben. Des Weiteren stellte Myers fest, dass die Dauer zwischen der ersten Regelblutung und der Heirat junger Mädchen immer stärker anwächst. Diese Zeitspanne deckt sich ja auch mit schon besprochenen Versuchen der Eingrenzung von Jugend und bezeichnet die Zeitspanne zwischen dem Eintritt der Geschlechtsreife und der vollständigen Ablösung von den Eltern durch die Gründung einer eigenen Familie. Da sich diese Arbeit ausschließlich mit weiblichen Pop-Fans befasst, scheint es angebracht, nachfolgendes Schaubild zur Veranschaulichung einzubeziehen:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abgebildet sind zwei Diagramme, die das Intervall zwischen der ersten Regelblutung und der Ehe darstellen. Das obere Diagramm gibt eine Momentaufnahme aus dem Jahr 1890 wieder, in der das Intervall zwischen Menarche und Heirat lediglich 7,2 Jahre betrug. Im unteren Diagramm wird die Situation des Jahres 1988 dargestellt. Das Intervall zwischen Menarche und Heirat ist auf 11,8 Jahre angestiegen. Manfred Tücke begründet die Vorverlagerung der Jugendphase damit, dass sich durch die säkulare Entwicklungsbeschleunigung das Menarchealter von im Durchschnitt 14,8 auf 12,5 Jahre vorverlegt habe. Die gleichzeitige Verlängerung des Lebensabschnitts käme durch das immer spätere Heiratsalter zustande.[24] Speziell letztere Begründung wird dadurch explizit, dass sich der Zeitpunkt der Erwerbsfähigkeit auch immer weiter nach hinten verlagert, nicht zuletzt durch die Expansion des Wunsches nach der Höheren Bildung, die laut Helmut Fend ab den 50er Jahren zu registrieren ist. Mit ihr beschreibt er eine „massive Veränderung der Jugendphase“, da sie sich für viele nun bis „in den Beginn der dreißiger Jahre ihres Lebens“ erstreckt.[25]

„Die Jugendzeit wird nach unten wie nach oben länger, zugleich offener, problematischer, weil weniger durch festgelegte und für alle verbindliche (und auch einzulösende) Statusübergänge definiert.“[26]

Neben diesen oberflächlichen Unterscheidungsmerkmalen ist auch die Persönlichkeitsentwicklung als ein wichtiges Merkmal zu benennen. Hurrelmann spricht in diesem Zusammenhang von Entwicklungsaufgaben, einem Konzept „um die Umsetzung von körperlichen, psychischen und sozialen Anforderungen in den einzelnen Lebensphasen in individuelle Verhaltensprogramme zu bezeichnen“[27]. Für die Jugendphase lassen sich die folgenden Entwicklungsaufgaben nennen:

1. Entwicklung von intellektueller und sozialer Kompetenz, als Grundstein für eine spätere selbständige, ökonomisch unabhängige Existenz (Schülerrolle)
2. Hinwendung zu Gleichaltrigen beiden Geschlechts, um Freundschaften außerhalb der Familie aufzubauen, auch schon im Hinblick auf den Aufbau einer späteren Partnerbeziehung (Abnabelung)
3. Entwicklung eigener Handlungsmuster im Hinblick auf den Gebrauch des Konsumwaren- und Freizeitmarkts (speziell die Orientierung an Gleichaltrigen ist hier von großer Bedeutung)
4. Entwicklung eines eigenen Werte- und Normsystems, als Vorstufe einer Selbstdefinition im sozialen und politischen Bereich (Gesellschaftliche und politische Partizipation)[28]

Die Abgrenzung des Jugendalters zur Lebensphase Erwachsener gestaltet sich schwieriger, da hier die Grenzen fließender sind. Man könnte zwar sagen, dass das Erwachsenenalter dann erreicht wird, wenn alle Entwicklungsaufgaben des Jugendalters bewältigt sind, was zu erkennen jedoch eine Schwierigkeit bleibt. Im Vergleich zur Unterscheidung Jugendalter und Kindheit gibt es hier keinen markanten Übergangspunkt, vergleichbar mit dem Eintritt der Geschlechtsreife.

2.3.2 Soziologische Eingrenzungskriterien

Der Übergang von Kindheit zu Jugend und auch von Jugend zum Erwachsenenalter ist aus soziologischer Sicht schwieriger zu definieren. So stellte unter anderem Tücke fest, dass durch ein Fehlen von Übergangsritualen, zum Beispiel zeremoniellen und gesellschaftlichen Riten, die Identifizierung von Übergängen erschwert wird.[29] Vielmehr findet eine „schrittweise Erweiterung der Handlungsspielräume“ statt, die eine entsprechende „Erweiterung der Rollenvielfalt“ beinhaltet.[30] Die bereits zuvor erwähnten Entwicklungsaufgaben treten auch hier wieder in leicht veränderter Form in Erscheinung. So kennzeichnet den Übergang vom Kind zum Jugendlichen auch aus soziologischer Sicht das Erbringen von Lernleistungen, das Abnabeln von der Familie unter gleichzeitiger Zuwendung zu Gleichaltrigen, die Bewältigung der gesellschaftlichen Anforderungen im Konsum- und Warenbereich sowie auch die Mitgestaltung in gesellschaftlich wichtigen, öffentlichen Bereichen. Speziell genannte gesellschaftliche Anforderungen im Konsumbereich werden für das Thema dieser Arbeit noch von besonderer Bedeutung sein, da gerade in diesem Bereich eine verstärkte Orientierung an Gleichaltrigen vonstatten geht.

Festzuhalten bleibt, dass aus soziologischer Betrachtung ein abhängig vom Alter schrittweiser Übergang von der Lebensphase Kindheit zum Jugendalter hin erfolgt. Bereits im Alter von sechs oder sieben Jahren, beginnend mit der Einschulung, erbringen die Kinder selbstständige Lernleistungen, während die Abnabelung von den Eltern in unserem Kulturkreis im Alter von 12-14 Jahren anzusiedeln ist.[31] Auch der Übergang vom Status des Jugendlichen zu dem des Erwachsenen scheint erst dann vollzogen, wenn bestimmte Konditionen ähnlich den Entwicklungsaufgaben des Jugendalters erfüllt sind. Zu nennen ist hier das Ende der schulischen Laufbahn und/oder Ausbildung, die Ablösung von den Eltern, gekennzeichnet durch den Auszug aus dem Elternhaus, das Eingehen fester Partnerschaften oder auch die aktive Teilnahme am gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Leben.

„Sowohl in psychologischer Sicht als auch in soziologischer Perspektive kann der Eintritt in und der Austritt aus der Jugendphase nicht an ein bestimmtes Datum im Lebensalter gebunden werden. Vielmehr ergeben sich in allen Industrieländern erhebliche Verschiebungen der Zeitpunkte des Übergangs in den einzelnen Teilpassagen, die nicht nur auf biologische oder psychologische Sachverhalte zurück zuführen sind, sondern auch – und meist sogar vorherrschend- auf gesellschaftliche Vorgaben.“[32]

Zur Veranschaulichung ließe sich folgendes Fallbeispiel konstruieren:

Mit Abschluss der Schule bzw. Ausbildung wird ein Jugendlicher erwerbsfähig. Er kann nun für sich und eventuell auch für eine eigene Familie sorgen. Dies kann jedoch kein wirklicher Maßstab sein, da man ansonsten folgern müsste, dass ein Hauptschüler, bedingt durch seine kürzere Schulzeit, eher die Phase des Erwachsenenalters erreichen würde als beispielsweise ein Gymnasiast, der nach dem Abitur ein Hochschulstudium anstrebt. Dies hätte zur Folge, dass etwa 25jährige, zum Beispiel Studenten, teilweise noch unter der Kategorie ,Jugend‘ eingeordnet werden würden, wohingegen 16jährige schon den ,Erwachsenen‘ angehören könnten.[33]

Demnach scheint es sehr schwer zu sein, Jugend so zu definieren oder einzugrenzen, dass diese Definitionen für alle eines Alters zutreffen, auch wenn dies aus juristischer Sicht weniger problematisch erscheint:

„Kind im Sinne dieses Gesetzes ist, wer noch nicht vierzehn, Jugendlicher, wer vierzehn, aber noch nicht achtzehn Jahre alt ist.“[34] So wird man im Jugendrecht der Fassung von 1957 fündig. Im Bürgerlichen Gesetzbuch findet man des Weiteren: „Die Volljährigkeit tritt mit der Vollendung des achtzehnten Lebensjahres ein.“[35] Bis zum Jahresende 1974 galt zunächst noch die Vollendung des 21. Lebensjahres als Bedingung für den Eintritt in das Erwachsenenalter, später wurde jedoch der Akzeleration Rechnung getragen und die Altersgrenze auf das vollendete 18. Lebensjahr vorverlegt. Auch wenn aus juristischer Sichtweise die Altersgrenzen klar abzustecken sind, so unterliegen auch sie Veränderungen.

Die Vielfalt der Definitionen deutet auf eine Polyvalenz des Jugendbegriffes hin. Das nachfolgende Zitat gibt alle hier besprochenen Erklärungen in komprimierter Form wieder:

„Psychologisch gesehen, ist die Adoleszenz eine Anpassungsphase von kindlichem zu erwachsenem Verhalten. Soziologisch gesehen, ist sie eine Phase des Übergangs von der Abhängigkeit zur Selbstverantwortung. Pädagogisch gesehen schließlich, könnte man die Adoleszenz als die Zeit der Personalisation bzw. der Selbstfindung bezeichnen.“[36]

Für die vorliegende Arbeit soll die Alterspanne zwischen 10 und 25 Jahren von Bedeutung sein, da sich in dieser Zeitspanne die ,echten‘ Jugendlichen zu befinden scheinen – weshalb diese Zeit wohl auch die fruchtbarste im Bezug auf Fansein darstellt.

2.4 Exkurs: Jugendkultur

In Anlehnung an Klaus Farins „Artenvielfalt I“[37] könnte man die Vielzahl unterschiedlichster Jugendkulturen im Bereich Musik wie folgt aufzeigen:

Die Jugend

Popper, Techno-Jünger, Waver, Schlager-Fans, Rocker, Hip-Hoper, Beatniks, Blueser, New Metaler, Black Metaler, Speed Metaler, Hard Rocker, Disco-Fans, Gothics, Grunger, House-Fans, Punks, Raggamuffins, Rock ‘n’ Roller, Hardcore-Fans, Raver, Soul-Fans, Blackmusic-Fans, Rapper, R ‘n’ B-Fans, Glam Rocker, Girlgroup-Fans, Boygroup-Fans, Jazzer, Klassik-Liebhaber, Brit-Popper, Crossover-Fans, House-Fans, New Romantics…

Die Jugend?

Diese Arbeit kann in ihren Umfang keine detaillierte und genaue Darstellung einzelner Jugendkulturen im unübersichtlichen Spektrum der Jugendkulturen präsentieren, da über dieses Thema eigenständige Arbeiten verfasst werden könnten und bereits unzählige hierzu verfasst wurden. Vielmehr wird versucht, die Entstehungsbedingungen von Gruppierungen Jugendlicher zu verdeutlichen und jugendkulturelles Handeln zu deuten. Die obige Auflistung bezieht sich lediglich auf Jugendszenen im Bezug auf Musik und ist das Ergebnis von im Vorfeld getätigter Vorüberlegungen. Sie erhebt jedoch auch keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern soll lediglich den Einstieg in das Thema erleichtern. Außerdem unterstreicht sie, dass es ,die Jugend‘ nicht gibt. Trotz ihrer Begrenztheit zeigt sie recht deutlich, dass schon alleine im Bereich der Musik eine sehr große Anzahl an verschiedenen Genres mit jeweils eigenen Jugendkulturen existiert, die sich alle über ihre individuellen Symbole und Rituale voneinander abgrenzen und unterscheiden wollen.

Befasst man sich mit dem Begriff der Jugendkultur, so stößt man ebenfalls schnell auf einen weiteren Begriff, nämlich ,Subkultur‘. Dieser wurde stark vom CCCS, dem Center for Contemporary Cultural Studies, geprägt.

„Bis in die 60er und 70er Jahre sind jugendliche Gesellungsformen mit einem klassen-, schicht- oder milieuspezifisch gefärbten Begriff jugendlicher Subkultur beschrieben worden, der ein hierarchisches Verhältnis zwischen der jeweiligen Jugendkultur und der dominanten Erwachsenenkultur unterstellt.“[38]

Es entsteht in der einschlägigen Literatur eine große Debatte um den Begriff der Subkultur, auf die aber in dieser Arbeit nicht weiter eingegangen werden soll, da sie für das zu behandelnde Thema keine bedeutende Rolle spielt.

Wenn also nun von Teilkultur, Subkultur oder Jugendkulturen gesprochen wird, so ist der Gebrauch der Begriffe völlig wertneutral. „Unter Teilkulturen verstehen wir ‘relativ kohärente kulturelle Systeme, die innerhalb des Gesamtsystems unserer nationalen Kultur eine Welt für sich darstellen.‘“[39]

Wie diese Definition zeigt, handelt es sich bei einer Subkultur um eine Teilkultur eines Ganzen. Die Jugendlichen als Teilkultur spalten sich jedoch in ihrer Teilkultur in noch weitere Unterstrukturen auf. Gründe für die Abspaltung vom Gesamten findet Eisenstadt unter anderem in einer „mangelnden Rollendefinition für den Jugendlichen“. Der Jugendliche befindet sich in einer Zwischenphase des Nicht-mehr Kindseins und Noch-nicht Erwachsenenseins, was von Eisenstadt als „interlinking-sphere“ bezeichnet wird.[40]

Aufgrund dieser Situation ist die Flucht in Subkulturen eine Art „erklärbarer Reflex“. Weiterhin folgert Dieter Baa name="_ftnref41" title="">[41] Die Jugendlichen bleiben ein Teil des Gesamten, lösen sich jedoch in der Freizeit, in dem sie sich mit anderen, die dieselben Interessen teilen, zusammentun. Wirtschaftlich, da sie noch nicht finanziell unabhängig sind, wie auch in Aspekten der Ausbildung bleiben die Jugendlichen ein Teil der Gesamtgesellschaft, während sie „jedoch im Rahmen ihrer Freizeit eigene Symbole (Kleidung, Musik, Gruppen-Code usw.) schaffen“[42] und sich somit von der restlichen Gesellschaft abgrenzen und neu definieren.

Als der Begriff der Jugendkultur durch den bekannten deutschen Pädagogen Gustav Wyneken in die deutsche Sprache eingeflossen war, wurde er stark mit der Institution Schule in Verbindung gebracht. Die Schule, so hieß es, sei ein Ort der Entfaltung, der äußere, störende Einflüsse ausschloss. Baacke hält ein heutiges Bild von Jugendkultur dagegen:

„Wer sich in einer Jugendkultur organisiert, orientiert sich gerade nicht an den durch die Schule vermittelten Bildungsgütern, sondern an Maßstäben und Materialien, die außerhalb der Schule produziert werden: Rock und Pop, Mode, Konsum, alternative Lebensformen, alles getragen und bearbeitet in erster Linie durch Medien als vermittelnder Instanz, gerade nicht durch Familie und/oder Schule.“[43]

Im historischen Vergleich der Begriffsbedeutung ist die Schule als ein Vermittler von kulturellem Wissen also verdrängt worden, da die heutigen Jugendkulturen stark freizeitbezogen sind. Einen besonders hervorstechenden Bereich der Jugendkulturen stellt die Musikszene dar. Wie auch die obige Auflistung beweist, gibt es sehr viele verschiedene Jugendkulturen gerade im Bezug auf Musik. Was in der Vergangenheit mit den Beatles oder den Rolling Stones begann, ist nun zu einer beinahe unüberschaubaren Vielfalt geworden. Jedoch hat sich eines im Vergleich zur Vergangenheit nicht geändert, die charakteristischen Merkmale der Jugendkultur:

„Immer hatten wir es hierbei mit Untergrundkulturen zu tun, die von der Erwachsenengeneration vehement abgelehnt wurden, deren Manifestation durch einen Musik- und/oder Modestil aber über kurz oder lang kommerziell vermarktet wurde und die ursprüngliche Bedeutung dieser Symbole (nun einer breiten Masse, im Extremfall sogar den Erwachsenen zugänglich) zerstört wurde.“[44]

Mädchen werden im Bezug auf Jugendkulturen oftmals mehr als Randfiguren oder passive Teilhaber gesehen, jedoch haben auch sie schon lange ihre eigene Jugendkultur. Diese ist vielleicht weniger präsent und nicht so auffällig, wie beispielsweise die typische männliche Jugendkultur der Fußballfans, da sie auch im Vergleich zu genannten Fußballanhängern sozusagen gewaltfrei ist. Als Vorläufer der heutigen Boygroup-Fans identifiziert Nikola Vatterodt die so genannten „Teenyboppers“, eine Jugendkultur von Mädchen zwischen 10 und 13 Jahren. Ihr Interesse drehte sich hauptsächlich um einen Popstar, dessen Musik im eigenen Schlafzimmer gehört, über den mit Freundinnen geredet wurde.[45]

„Heutzutage ist es für die ältere wie für die junge Generation normal, dass Jugendliche sich durch ihre Musik abgrenzen, wodurch die ‘echte‘ Opposition mehr oder weniger ins Leere läuft, haben doch die Eltern der heute Jugendlichen Rock ‘n’ Roll, Beatwelle oder Hippiebewegung mitgemacht und daher weitgehend Verständnis für die Abgrenzungsbedürfnisse ihrer Kinder.“[46]

Einerseits hat dies den Vorteil, dass die Jugendlichen eher von ihren Eltern unterstützt werden, zum Beispiel durch Fahrdienste zu Konzerten u. Ä., andererseits finden die Heranwachsenden immer schwerer Nischen, in denen ihre Jugendkultur als eine Form von Abgrenzung stattfinden kann, da, wie Baacke es herausstellt, die Gesamtkultur beginnt, sich der Jugendkultur anzugleichen.[47] Diese Angleichung der Erwachsenengeneration an die den Versuch der Abgrenzung unternehmende Jugendgeneration erschwert es immer mehr, klare Trennlinien zwischen eigenständigen Jugendkulturen und der Gesamtkultur zu ziehen, „da letztere zunehmend jugendkulturelle Elemente assimiliert und der jugendliche Gestus in andere Lebensaltersstufen übernommen wird“.[48]

Was mit der Einteilung entlang sozial eindeutiger Klassen oder Milieus in Großbritannien beginnt, ist kaum auf Deutschland zu beziehen, da hierzulande eine wenig stark ausgeprägte Einteilung der Gesellschaft existierte.[49] Fast alle in Deutschland auftauchenden Erscheinungsformen von Jugendkultur sind ,Importwaren‘, die im Zuge der Globalisierung durch Medien, eher nach ästhetischen als nach sozialen Merkmalen assimiliert werden.[50] Auf die spezielle Bedeutung der Medien für die Entwicklung und Ausbildung von Jugendkulturen wird im Verlauf dieser Arbeit noch eingegangen werden.

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[1] Der Spiegel (ungenannter Verfasser): Backstreet Boys und andere Idole. In: Der Spiegel, Heft 6, 1997, S.186. [hinfort zitiert als ,Der Spiegel 1997‘]

[2] Messner, M.: »Sie sind soo süß…« Boygroups und ihre Fans – Fans und ihre Boygroups. In: SPoKK (Hrsg.): Kursbuch JugendKultur. Stile, Szenen und Identitäten vor der Jahrtausendwende, Mannheim 1997, S.235.

[3] Vgl. Friebertshäuser, B.: Interviewtechniken – ein Überblick. In: Friebertshäuser, B. / Prengel, A. (Hrsg.): Handbuch Qualitative Forschungsmethoden in der Erziehungswissenschaft, Weinheim und München 1997, S.371. [hinfort zitiert als ,Friebertshäuser 1997‘]

[4] Lamnek, Siegfried: Qualitative Sozialforschung. Band 2. Methoden und Techniken, 2., überarbeitete Auflage, Weinheim 1993, S.47. [hinfort zitiert als ,Lamnek 1993‘]

[5] Lamnek 1993, S.51.

[6] Vgl. Lamnek 1993, S.51/52.

[7] Lamnek 1993, S.55.

[8] Friebertshäuser 1997, S.375.

[9] Vgl. Friebertshäuser 1997, S.376.

[10] Mayring, Philipp: Einführung in die Qualitative Sozialforschung, 5. Auflage, Weinheim und Basel 2002, S.114.

[11] Baacke, Dieter: Beat – die sprachlose Opposition, 3. Auflage, München 1972, S.95. [hinfort zitiert als ,Baacke 1972‘]

[12] Peter Wicke zitiert in Vatterodt, N.: Boygroups und ihre Fans. Annäherung an ein Popphänomen der neunziger Jahre, Karben 2000, S.55. [hinfort zitiert als ,Vatterodt 2000‘]

[13] Dudenredaktion (Hrsg.): „Pop“ In: Herkunftswörterbuch. Etymologie der deutschen Sprache. Duden Band 7, 3., völlig neu bearbeitete und erweiterte Auflage, Mannheim [u.a.] 2001, S.618.

[14] Flender, R. / Rauhe, H.: Popmusik. Aspekte ihrer Geschichte, Funktionen, Wirkung und Ästhetik, Darmstadt 1989, S.14. [hinfort zitiert als ,Flender/Rauhe 1989‘]

[15] Halbscheffel, B. / Kneif, T.: Sachlexikon Rockmusik. Instrumente, Stile, Techniken, Industrie und Geschichte, Reinbek bei Hamburg 1992, S.289.

[16] Vgl. Dudenredaktion (Hrsg.): „Fan“ In: Herkunftswörterbuch. Etymologie der deutschen Sprache. Duden Band 7, 3., völlig neu bearbeitete und erweiterte Auflage, Mannheim [u.a.] 2001, S.204.

[17] Weyrauch, Jan: Boygroups. Das Teenie-FANomen der 90er, Berlin 1997, S.71. [hinfort zitiert als ,Weyrauch 1997‘]

[18] Flender/Rauhe 1989, S.34.

[19] Rexilius, G. / Grubitzsch, S.: Handbuch psychologischer Grundbegriffe. Mensch und Gesellschaft in der Psychologie, Reinbek bei Hamburg 1981, S.513. [hinfort zitiert als ,Rexilius/Grubitzsch 1981‘]

[20] Vgl. Hurrelmann, K.: Lebensphase Jugend. Eine Einführung in die sozialwissenschaftliche Jugendforschung, 6. Auflage, Weinheim und München 1999, S.23. [hinfort zitiert als ,Hurrelmann 1999‘]

[21] Hurrelmann 1999, S.25.

[22] Tücke, M.: Entwicklungspsychologie des Kindes- und Jugendalters für (zukünftige) Lehrer, Münster 1999, S.266. [hinfort zitiert als ,Tücke 1999‘]

[23] Myers, David G.: Psychology, 5. Auflage, New York 1998, S.115. [hinfort zitiert als ,Myers 1998‘]

[24] Vgl. Myers 1998, S.116.

[25] Fend, H.: Entwicklungspsychologie des Jugendalters. Ein Lehrbuch für pädagogische und psychologische Berufe, 3. durchgesehene Auflage, Opladen 2003, S.152. [hinfort zitiert als ,Fend 2003‘]

[26] Baacke, D.: Jugend und Jugendkulturen. Darstellung und Deutung, 2., überarbeitete Auflage, Weinheim und München 1993, S.208. [hinfort zitiert als ,Baacke 1993‘]

[27] Hurrelmann 1999, S.32.

[28] Vgl. Hurrelmann 1999, S.33/34.

[29] Vgl. Tücke 1999, S.269.

[30] Hurrelmann 1999, S.39.

[31] Vgl. Hurrelmann 1999, S.41.

[32] Hurrelmann 1999, S.49.

[33] Vgl. Rexilius/Grubitzsch 1981, S.513.

[34] Jugendrecht (JugR). Textausgabe mit ausführlichem Sachverzeichnis und einer Einführung von Senatspräsident a. D. Dr. August Deisenhofer, 6. Auflage, München 1972, § 1 (3), S.128.

[35] Bürgerliches Gesetzbuch (BGB). Textausgabe mit ausführlichem Sachregister und einer Einführung von Universitätsprofessor Dr. Helmut Köhler, 47., überarbeitete Auflage, München 2000, Erstes Buch , Allgemeiner Teil, Erster Abschnitt, Personen §2, S.6.

[36] Naudascher, B.: Die Gleichaltrigen als Erzieher. Fakten – Theorien – Konsequenzen zur Peer-Group-Forschung, Bad Heilbrunn 1977, S.52. [hinfort zitiert als ,Naudascher 1977‘]

[37] Vgl. Farin, K.: generation-kick.de. Jugendsubkulturen heute, München 2001, S. 72.

[38] Vollbrecht, R.: Von Subkulturen zu Lebensstilen. In: SPoKK (Hrsg.): Kursbuch JugendKultur. Stile, Szenen und Identitäten vor der Jahrtausendwende, Mannheim 1997, S.22. [hinfort zitiert als ,Vollbrecht 1997‘]

[39] Baacke 1993, S.115.

[40] Eisenstadt zitiert in Baacke 1993, S.116.

[41] Baacke 1993, S.116.

[42] Baacke, Dieter: Jugend und Subkultur, München 1972, S.154 f. [hinfort zitiert als ,Baacke Subkultur‘]

[43] Baacke 1993, S.126 f.

[44] Vatterodt 2000, S.62.

[45] Vgl. Vatterodt 2000, S.63.

[46] Vatterodt 2000, S.64.

[47] Vgl. Dieter Baa>

[48] Kursbuch Jugendkultur, S.27.

[49] Vgl. Farin, S.63 ff.

[50] Vollbrecht 1997, S.27.

Details

Seiten
99
Jahr
2004
ISBN (eBook)
9783640384785
ISBN (Buch)
9783640385157
Dateigröße
743 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v132949
Institution / Hochschule
Universität Osnabrück
Note
2,0
Schlagworte
Weibliche Pop-Fans Theoretische Zugänge Erklärung Phänomens

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Titel: Weibliche Pop-Fans - Theoretische und empirische Zugänge zur Erklärung eines jugendkulturellen Phänomens