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Feindliche Übernahmen und Zukunftsvisionen am europäischen Low Cost Carrier Markt

Studienarbeit 2008 17 Seiten

Tourismus - Sonstiges

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Geschichte der Low Cost Airlines
2.1 Überblick über die Entwicklung des Low Cost Carrier Marktes in Europa
2.2. Die wichtigsten Carrier am deutschen Markt

3. Vermischung der Segmente

4. Fallbeispiel: Air Berlin als einer der ersten Hybriden in Europa
4.1. Weitere relevante Übernahmen am europäischen Low Cost Markt

5. De Unternehmenskonzentration
5.1. Was sind Kartelle ?

6. Was passiert in Zukunft ?

7. Eine Vision – Low Cost im Jahr 2025

8. Fazit

Literaturverzeichnis

1. Vorwort

Mit dieser Arbeit möchten wir die aktuelle Situation am euopäischen Low Cost Carrier Markt, reflektierend auf die Jahre 2006 und 2007, näher beleuchten und auf die grossteils feindlichen Übernahmen in diesem Segment detailliert eingehen.

Wie wir alle aus den Medien erfahren konnten läuft die Entwicklung im Luftverkehr, speziell am Low Cost Carrier Markt sehr schnell.

Vorweg werden wir einen Einblick in die Entwicklung der letzten Jahre geben und im weiteren die Ist-Situation darstellen. Unsere Quellen sind hier meist einschlägige Fachzeitschriften und Artikel aus zitierfähigen Publikationen, da die Geschehnisse hier derart schnell von statten gehen, das es diesbezüglich noch keine relevante aktuelle Fachliteratur gibt. Insofern ist diese Arbeit als State-of-the-Art zu betrachten.

Im weiteren Verlauf der Arbeit möchten wir den Lesern die Theorie hinter sogenannten feindlichen Übernahmen oder auch Konzentrationen näher bringen und hier speziell auf die Situation am europäischen Markt eingehen.

Im Anschluss erläutern wir die Vor- und Nachteile von Synergien, Zusammenschlüssen und Übernahmen.

Zum Ende der Arbeit werden wir einen Blick in die Zukunft wagen und mögliche Entwicklungen bzw. durch Studien vorausgesagte Stiuationen erläutern und unsere ganz persönliche Vision für das Jahr 2025 vorstellen.

2. Geschichte der LOW-COST Airlines

2.1 Überblick über die Entwicklung des Low Cost Carrier Marktes in Europa

Die erste Airline in Europa welche man als Low-Cost bezeichnen konnte war Ryanair aus Irland. Gegründet 1985, flog sie zuerst nur Kurzstrecke Waterford (Irland) – London-Gatwick. Diese Strecke wurde speziell von Berufspendlern sehr angenommen. Obwohl die Airline die Flotte ständig vergrösserte schrieb man in den Anfangsjahren tief rote Zahlen. Das die Geschäftsergebnisse in diesen Jahren negativ ausfielen, lag grösstenteils an einem fehlenden bzw. falsch ausgelegten Konzept.

1991 wurde die Airline komplett neu Strukturiert und in weitere Folge das Low-Cost oder No-frills Konzept eingeführt. Man strich unprofitable Strecken, verkleinerte das Netzwerk, bot höhere Frequenzen an und verkaufte die Sitzplätze grösstenteils zu sehr niedrigen Preisen (Low Fare). Von den vormals 14 Strecken blieben nach der Streichung lediglich 4 übrig.

An diesem System hat sich bei Ryanair bis heute kaum etwas geändert, ausser das die Flotte komplett vereinheitlicht und vergrössert wurde und das Streckennetz auf ganz Europa ausweitet wurde.

Ryanair hat in dieser Zeit in Großbritannien einen neuen Markt erschlossen und so folgten in den Folgejahren Low-Cost-Carrier wie etwa Virgin Express (1992), Go (mittlerweile Easyjet, gegründet von British Airways), Buzz und Easyjet (1995).

Mit der Jahrtausendwende nahm man sich auch am europäischen Festland der Idee der Low-Cost-Airlines an. Als erster deutscher Carrier am Low-Cost Markt nahm Germanwings, heute Tochter der Lufthansa, zu Winteranfang 2002 den Flugbetrieb auf. Zum Ende des Winterflugplanes, also im Frühjahr 2003 folgte HLX, welche damals zu 100% eine TUI Tochter war und die Air Berlin, welche erstmals als Low Cost Carrier am Markt auftrat.

(vgl. www.airliners.de „Die Geschichte des Low-Cost“, Abs. 3; http://www.airliners.de/airlines/sonderthemen/billigflug/geschichte.php )

In den darauffolgenden Jahren kamen in ganz Europa weitere Airlines hinzu und heute gibt es bereits etwa 60 Airlines die in das Low Cost / No frills Segment fallen.

Folgende Grafik stellt die Entwicklung der letzten Jahre bis 2005 grafisch dar:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.2. Die wichtigsten Carrier am deutschen Low Cost Markt

Da der deutschsprachige Markt, neben dem englischen, der zweitgrößte in Europa ist werden wir nun die wichtigsten Carrier auflisten. Die folgende Aufstellung ist aktuell aus dem Jahr 2007 und entstammt dem Low Cost Monitor 2/2007 welcher vom deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV) erstellt wurde.

Von einem Gesamtaufkommen von 85 Millionen Passagieren im ersten Halbjahr 2007 kann man 25 % dem Low Cost Segment zuteilen.

Diese 25 % Marktanteil fallen zu 89 % auf fünf Airlines die von und nach Deutschland fliegen bzw. Binnenflüge anbieten.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

(vgl. Low Cost Monitor 2/2007, S. 8, pdf)

http://www.dlr.de/Portaldata/1/Resources/portalnews/newsarchiv2007/lcc22007.pdf )

3. Vermischung der klassischen Segmente

Der stetig wachsende Erfolg der Low Cost Airlines hat in den letzten Jahren auch die klassischen Segmente verändert. Es ist nicht mehr so einfach Airlines in die klassischen Sparten wie Netzwerk, Charter oder Low Cost zu unterteilen. Früher waren Netzwerkcarrier durch Ihre Drehkreuze wie etwas München oder London-Heathrow, durch Zubringerflüge oder und Allianzen klar differenziert und definiert. Charterairlines waren die Lieblinge der Pauschaltouristen und es gab so gut wie gar keinen Verkauf von Einzelsitzplätzen. Low Cost Anbieter hatten keine Bordverpflegung und der Nutzen des reinen Transportes stand klar im Mittelpunkt – ohne aufwendiges Rundherum.

(vgl. www.airliners.de „Die Geschichte des Low-Cost“, Abs. 5; http://www.airliners.de/airlines/sonderthemen/billigflug/geschichte.php )

In der Gegenwart mischen sich all diese Aspekte vermehrt, was zum einen am erfolgreichen Modell des Low Cost liegt was sich auch Netzwerkcarrier nicht entgehen lassen wollen und ihre Strecken und die Kostenbasis vermehrt anpassen. Zum anderen findet ein erhöhter direkter und indirekter Wettbewerb aller Sparten statt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

(Quelle: McKinsey)

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Details

Seiten
17
Jahr
2008
ISBN (eBook)
9783640392834
ISBN (Buch)
9783640393138
Dateigröße
557 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v132926
Institution / Hochschule
Fachhochschule Salzburg – Innovation und Management im Tourismus
Note
2
Schlagworte
Billigflieger Lowcost Carrier feindliche Übernahmen Mergers and Aquisitions Flugreisen billig fliegen Zukunftsvision Tourismus Flugtourimus Airline Fluglinie

Autor

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