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Bedeutung der Kleinst-, kleinen und mittleren Unternehmen für die argentinische Wirtschaft

Hausarbeit 2009 14 Seiten

Politik - Internationale Politik - Region: Mittel- und Südamerika

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Definitionen KKMU

3 Argentiniens Wirtschaft
3.1 Außenhandel

4 KKMUs
4.1 Anteil der KKMUs an Beschäftigten und an allen Unternehmen in Argentinien
4.2 Exportanteil der KKMUs

5 Doing Business Report 2009 – Argentinien

6 Resümee

7 Literatur

1 Einleitung

Diese Hausarbeit befasst sich mit den Kleinst-, kleinen und mittleren Unternehmen (KKMU) Argentiniens und ihrer Bedeutung für die argentinische Wirtschaft. Die Bedeutung der KKMUs soll zum Einen quantitativ dargestellt werden, indem sowohl der Anteil der KKMUs an allen Unternehmen als auch der Anteil der Beschäftigten in KKMUs an allen Beschäftigten aufgezeigt wird aber auch wie stark die KKMUs in den einzelnen Branchen vertreten sind. Dabei wird auch auf die Bedeutung einzelner Regionen Argentiniens eingegangen. Zum An-deren soll auch eine qualitative Darstellung der Bedeutung der KKMUs erfolgen, indem auf-gezeigt wird welchen Anteil sie an der Wirtschaftsleistung des ganzen Landes haben und welchen Anteil sie an den Exporten haben. Die Suche nach nützlichen Informationen hat sich leider als sehr schwierig erwiesen, da englisch- oder deutschsprachige Quellen nur spärlich vorhanden sind. Somit beziehen sich die angegebenen Daten in dieser Hausarbeit nur auf eine begrenzte Anzahl von Quellen, die teilweise auch leider nicht sehr aktuell sind.

Da Argentinien auch eines der Zielländer für Studierende des Studiengangs Global Manage­ment ist soll diese Hausarbeit auch eine eventuelle Anregung für die Studenten sein sich auch bei KKMUs zu bewerben. Das letzte Kapitel geht auf einen jährlichen Bericht der Weltbank ein, den sogenannten „Doing Business 2009“. In diesem wird anhand von zahlreichen Indizes bewertet wie schwer oder wie einfach es ist ein neues Geschäft in einem Land zu eröffnen und welche Nach- oder Vorteile bestehen.

In Deutschland werden die KKMUs oft als der „Wirtschaftsmotor“ bezeichnet, ob dies auch für die argentinische Wirtschaft gilt soll durch diese Hausarbeit geklärt werden.

2 Definitionen KKMU

Welche Unternehmen kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sind ist nicht eindeutig fest-gelegt. Es gibt unterschiedliche Definitionen, z. B. nach Umsatz, Anzahl der Beschäftigten, Verschuldung und viele andere mehr. Um einen besseren Vergleich zu haben und eine Klar-heit im Text zu haben beschränkt sich diese Hausarbeit auf eine einzige Definition und zwar der nach der Anzahl der Beschäftigten. Diese Definition wird in den meisten Quellen ver-wendet und eignet sich somit am besten auch in dieser Arbeit verwendet zu werden.

Definition nach Umsatz

Die Definition nach Umsatz ist definiert vom zum argentinischen Wirtschaftsministerium gehörendem Unterstaatssekretariat für kleine und mittlere Unternehmen, der sogenannten SePyME (Subsecretaría de la Pequeña y Mediana Empresa). Die Tabelle 2.1-1 zeigt wie Se-PyME die KKMUs nach Umsatz einordnet, unterteilt nach verschiedenen Sektoren. Demnach währen Unternehmen aus der Agrarwirtschaft mit Umsätzen zwischen $152 000- $6,1 Mio., aus der Industrie $416 667- $20 Mio., aus dem Handel $616 667- $ 29,6 Mio., aus dem Dienstleistungsbereich $155 833- $7,5 Mio. und aus der Bauwirtschaft zwischen $160 000­$8 Mio. den KKMUs zuzuschreiben.

Tabelle 2-1KKMUs nach Umsatz

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

(SePyME: Resolution Nr. 675/02, Seite 2.).

Definition nach Verschuldung

Diese Definition wird hauptsächlich von Banken benutzt. Nach einem Bericht der Zentral-bank Argentiniens darüber wie viel Geld KKMUs bei Banken leihen sind Unternehmen mit Verbindlichkeiten von weniger als US$2,5 Mio. und weniger als 200 Mitarbeitern als KKMU zu bezeichnen. Interessant ist, dass laut diesem Bericht nach dieser Definition 93,8% der Unternehmen in Argentinien im Jahr 2001 KKMUs waren (T. Burdisso et al (2001): How much do SMEs borrow from the Banking System in Argentina? Seite 2.). Da die Definition nur von Banken benutzt wird sagen die Quellen, welche diese Definition benutzen, nur sehr wenig darüber aus welchen Einfluss KKMUs auf die argentinische Wirtschaft haben und sind deshalb unbrauchbar für diese Hausarbeit.

Definition nach Anzahl der Mitarbeiter

Diese Definition wird von Zahlreichen Institutionen benutzt und findet auch international Anwendung. So zum Beispiel von Fundes, einer Organisation, die die Entwicklung der KKMUs in zehn lateinamerikanischen Ländern unterstützt. Aber auch von Zahlreichen ande-ren Quellen zum Thema KKMUs wird diese Definition verwendet, so dass ich mich entschlossen habe mich auch auf diese Definition zu beschränken um durchgehend eine Klarheit in der Ausarbeitung zu haben. Da diese Definition so oft und auch international verwendet wird ist der Ursprung dieser Definition leider nicht eindeutig festlegbar. So sind nach dieser Definition Unternehmen mit weniger als 5 Mitarbeitern als Kleinstunternehmen zu bezeich-nen, Unternehmen mit einer Anzahl von 5-250 Mitarbeitern sind kleine und mittlere Unter-nehmen und mit mehr als 250 Mitarbeitern wird ein Unternehmen als Großunternehmen be-zeichnet (Fundes (2007): „Importancia de las Pymes en América Latina“).

3 Argentiniens Wirtschaft

Argentinien ist mit einer Fläche von 2 736 690 km2 das achtgrößte Land der Erde und das zweitgrößte Land in Südamerika. Nach Einwohnerzahl wäre Argentinien mit seinen knapp 40 Mio. Einwohnern nur das drittgrößte Land in Südamerika. Es hat 23 Bundesländer wovon Buenos Aires, mit der gleichnamigen Bundes- und Landeshauptstadt, wirtschaftlich das mit Abstand bedeutendste ist. Auf das Bundesland Buenos Aires entfallen ca. 40% der Bevölke-rung und ganze 60% der Wirtschaftsleistung des Landes (Europäische Kommission: Argenti-nien, Länderstrategiepapier 2007-2013 (2007), Seite 9.). Die Wirtschaftsleistung Argentiniens steigt seit 2003 kontinuierlich wie aus den Abbildungen 3-1 und 3-2 ersichtlich wird. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf ist von US-$ 2 605 im Jahr 2002 auf US-$ 6 609 im Jahr 2007 gestiegen bei einem stetig hohen Wachstum vom 8,5%-9,2% jährlich. Aus den selben Abbildungen wird aber auch ersichtlich, dass das BIP pro Kopf bereits bei über US-$7 000 vor 2002 lag. Argentinien erlitt in den Jahren 2001 und 2002 eine Wirtschaftskrise in dessen Verlauf das Finanzsystem Argentiniens zusammenbrach und der Präsident Fernando de la Rúa zurücktrat. Während der Krise stieg die Arbeitslosenquote auf über 23% und die Armutsrate auf 57%. Im Vergleich dazu liegt die Arbeitslosenquote derzeit bei 8,4% und die Armutsrate bei 23% (INDEC: Síntesis de Coyuntura (2009)). Grund für die Krise war ein jahrelanges Außenhandelsdefizit, das nur über eine Neuverschuldung finanziert werden konn-te, ausgelöst durch einen fixen Wechselkurs des Pesos, der zu einer Importschwemme führte. Als dann 1998 der fixe durch einen flexiblen Wechselkurs ersetzt wurde führte dies zu einem Vertrauensverlust bis dann 2001 durch Panikreaktionen sehr viel Kapital aus dem Land abge-zogen wurde und das Finanzsystem zusammenbrach.

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Details

Seiten
14
Jahr
2009
ISBN (eBook)
9783640388684
ISBN (Buch)
9783640388769
Dateigröße
861 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v132633
Institution / Hochschule
Hochschule Bremen
Note
1,7
Schlagworte
Argentinien KMU Kleine und mittlere Unternehmen Argentinische Wirtschaft

Autor

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