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Die Italienpolitik Friedrich Barbarossas und die Auseinandersetzung mit der Kurie

Examensarbeit 2008 91 Seiten

Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit

Leseprobe

Gliederung:

1 Aufbau der Arbeit und Formulierung der Ziele

2 Die Italienpolitik Friedrich Barbarossas und die Auseinandersetzung mit der Kurie
2.1 Das Verhältnis zwischen Friedrich I. und Papsttum 1153-1159
2.1.1 Vertrag von Konstanz
2.1.2 Der erste Italienzug und Kaiserkrönung in Rom
2.1.2.1 Der Weg zur Kaiserkrönung
2.1.2.2 Erster italienischer Reichstag
2.1.2.3 Streit zwischen den Bürgern der Stadt Rom und Hadrian IV.
2.1.2.4 Begegnung bei Sutri
2.1.2.5 Kaiserkrönung in Rom und gegenseitige Zugeständnisse
2.1.2.6 Rückblick über die Ereignisse in Italien
2.1.3 Vertrag von Benevent zwischen Papst und Sizilien im Juni 1156
2.1.4 Der zweite Italienzug
2.1.4.1 Beschluss zum zweiten Italienzug
2.1.4.2 Friedrichs Suche nach Verbündeten für den Italienzug
2.1.5 Reichstag von Besancon
2.1.5.1 Eklat von Besancon im Oktober 1157
2.1.5.2 Ausgleichsbemühungen der Kurie nach den Ereignissen von Besancon
2.1.6 Aufbruch gegen Mailand
2.1.7 Die Ronkalischen Beschlüsse und ihre Folgen
2.1.7.1 Ronkalischer Reichstag 1158
2.1.7.2 Folgen der Ronkalischen Beschlüsse
2.2 Tod Hadrian IV. und der Ausbruch des alexandrinischen Schismas
2.2.1 Zeremonie der Papstwahl
2.2.2 Konzil von Pavia 1160 und die Verbannung Friedrichs
2.2.3 Friedrichs Bemühungen um Frankreich und England gegen Alexander III.
2.2.4 Kapitulation Mailands 1162
2.2.5 Versöhnliche Worte Alexanders im Jahr 1162
2.2.6 Der dritte Italienzug
2.2.7 Tod Viktor IV. 1164
2.2.8 Front gegen Friedrich im italienischen Reichsteil
2.2.9 Rainald von Dassels Reise zu Heinrich II.
2.2.10 Die Würzburger Eide am 23. Mai 1165
2.2.11 Legitimationsversuche des Kaisers 1164 und 1165
2.2.12 Der vierte Italienzug und politische Entwicklungen 1165-1174
2.2.12.1 Die Entwicklungen in der Papststadt Rom
2.2.12.2 Kämpfe in der Lombardei und die Eroberung Roms
2.2.12.3 Malaria und Flucht des Kaisers
2.2.12.4 Bildung des lombardischen Städtebundes 1167
2.2.12.5 Auswärtige Politik des Kaisers
2.2.12.6 Ausgleichsversuche mit dem Papst
2.2.12.7 Erneuter Versuch um ausländische Unterstützung
2.2.13 Fünfter Italienzug und Kampf gegen die Lega
2.2.13.1 Friedrichs Auseinandersetzung mit dem Bund
2.2.13.2 Frieden von Montebello
2.2.14 Verhandlungen mit dem Papst 1175-1176
2.2.15 Kampf der Lega gegen kaiserfreundliche Städte in der Lombardei
2.2.16 Letzter Feldzug der schismatischen Zeit
2.2.16.1 Kniefall des Kaisers vor Heinrich dem Löwen
2.2.16.2 Schlacht bei Legnano 1176
2.3 Aufnahme von Friedensgesprächen Ende 1176
2.3.1 Verhandlungen mit den Bundesstädten
2.3.2 Zusammenkunft der kaiserlichen und päpstlichen Gesandten in Anagni
2.3.3 Veränderung der Absprachen von Anagni und Spaltung der
antistauferischen Koalition
2.4 Frieden von Venedig im Juli 1177
2.4.1 Absprachen zum Verlauf der Zeremonien
2.4.2 Zusammenkunft der lombardischen Städte mit dem Papst
2.4.3 Treffen zwischen kaiserlichen Abgeordneten und Alexander III.
2.4.4 Ankunft des Papstes in Venedig und Vertragsverhandlungen
2.4.5 Unruhen im Rahmen der Friedensverhandlungen und Friedrichs Ankunft
2.4.6 Letzte Verhandlungen und Friedensschluss von Venedig

3 Ergebnisse der Untersuchung
3.1 Allgemeine Einblicke in die stauferische Politik
3.2 Charakteristika der einzelnen Italienzüge
3.3 Aufschlüsse zum Verhältnis Friedrichs zu den lombardischen Städten
3.4 Ergebnisse zum Beziehungsgefecht zwischen Kaiser- und Papsttum
3.4.1 Ursprung der Zwietracht
3.4.2 Ausführung der Verhältnisse zwischen Friedrich I., der Kurie und
Kaisergegnern
3.4.3 Klarlegung der unterschiedlichen Hoheitsverständnisse
3.4.4 Ergebnisse zu den Auswirkungen der gegensätzlichen Regalienpolitik
3.4.5 Deutung der politischen Wendemanöver
3.5 Letzte Schlussbetrachtung

4 Literaturliste
4.1 Quellenliteratur
4.2 Sekundärliteratur

1 Aufbau der Arbeit und Formulierung der Ziele

Wie kaum eine andere Figur des Mittelalters beschäftigte der Stauferkaiser Friedrich I. Barbarossa die Geschichtsforschung in Deutschland bis in die heutige Gegenwart. Die intensive Beschäftigung mit seiner Reichspolitik und die Ereignisse, die in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts in Bezug auf den italienischen Reichsteil stattfanden, sollen den thematischen Schwerpunkt der folgenden Untersuchung bilden.

Weit mehr als der Konflikt mit den welfischen Verwandten, überschattete die Auseinandersetzung Barbarossas mit der römischen Kurie und ihrem lombardischen Verbündeten, den größten Teil der Regierungszeit Barbarossas.

Aufgrund des zu durchleuchtenden Aufgabenbereichs trägt die folgende Arbeit den Titel,

„Die Italienpolitik Friedrich Barbarossas und die Auseinandersetzung mit der Kurie“.

Der Fokus liegt dabei in der Aufdeckung der Hintergründe, die zu Zwistigkeiten zwischen dem Kaiserreich und dem apostolischen Stuhl führten. Die Uneinigkeit der beiden einflussreichsten Kräfte des 12. Jahrhunderts beschäftigte die politischen Protagonisten beinahe die gesamte zweite Jahrhunderthälfte hin und bewegte Friedrich Barbarossa zu seinen Kriegszügen über die Alpen.

Damit verbunden wird auch die Konfrontation zwischen dem deutschen Regenten und der Kurie, insbesondere mit Papst Hadrian IV., seinem Nachfolger Alexander III. und ihren engsten Verbündeten, dem Lombardischen Bund, unter die Lupe genommen.

Darüber hinaus sollen die unterschiedlichen Beziehungsgeflechte zwischen den beteiligten Parteien beleuchtet werden, um das Verständnis aufzubringen aus welchem Antrieb heraus Bündnisse eingegangen und Feindschaften ausgesprochen wurden.

Dabei ist es wichtig sich der Universalpolitik Friedrich Barbarossas in einigen charakteristischen Erscheinungsformen zuzuwenden, um so Einblicke in seine Handlungsmotive und in sein Herrschaftsverständnis zu bekommen.

Daneben wird die Bedeutung der vielförmigen Macht- und Interessenbereiche der christlichen Welt, die neben der Lega Lombardia und dem Papsttum die Italienpolitik des deutschen Kaisers bestimmten, aufgeschlüsselt.

Auch die Beschlüsse auf den unterschiedlichen Verhandlungs- und Beschlussorten sind, unter Berücksichtigung der dort erzielten Ergebnisse, im Zeitraum zwischen dem Vertrag von Konstanz und dem späteren Frieden von Venedig, gleichbedeutend zu den kriegerischen Auseinandersetzungen, Gegenstand der Beleuchtung und stellen zusätzlich den chronologischen Rahmen dieser wissenschaftlichen Arbeit dar.

Ein zusätzliches Augenmerk liegt dabei auf dem Ziel über die politischen Herrschaftsverhältnisse in Oberitalien Erkenntnisse zu gewinnen und zu entschlüsseln, aus welcher Kraftquelle heraus der intensiv betriebene Konflikt zwischen dem Deutschen Reich und seinen italienischen Bewohnern entsprang.

2 Die Italienpolitik Friedrich Barbarossas und die Auseinandersetzung mit der Kurie

2.1 Das Verhältnis zwischen Friedrich I. und Papsttum 1153-1159

2.1.1 Vertrag von Konstanz

Um das Verhältnis zwischen Friedrich Barbarossa und Alexander III. unter rechtlichen und politischen Voraussetzungen zu begreifen, ist es zunächst bedeutsam die Zeitspanne zwischen dem Konstanzer Reichstag im Jahr 1153 und dem Zeitpunkt des unerwarteten Ablebens Papst Hadrians IV. am 1. September 1159 genauer zu betrachten.

Ende März 1153 hielt Friedrich einen Reichstag in Konstanz ab, wo die seit langem geführten Verhandlungen mit Papst Eugen III., über das Verhältnis zwischen Reich und Kirche, abschließend geregelt werden sollten. Die Vertragspartner trafen eine Übereinkunft, in welchem der König ohne päpstlichen Segen, weder mit den Römern noch mit den sizilischen Normannen, einen Waffenstillstand oder eine Friedensvereinbarung abschließen durfte. Zudem sollte der König die Römer durch seinen königlichen Einfluss dazu bewegen, die päpstliche Herrschaftshoheit in ihrer Stadt anzuerkennen.[1]

Des weiteren wurde neben dem Schutz aller Gebiete, auf welche die römische Kurie einen Rechtsanspruch erhob, auch die Wahrung und die Mehrung des honor papatus von königlicher Seite garantiert, womit eine gegensätzlich gerichtete Interessenpolitik der beiden Vertragsbeteiligten ausgeschlossen werden konnte. Darüber hinaus versprach der König die Ehre des Papstes und die Regalien der Kurie gegen jeden Angriff zu verteidigen und die unrechtmäßigen Regalien in fremder Hand zurückzugewinnen. Dabei verpflichteten sich Papst und König gegenseitig den Byzantinern keine Gebiete in Italien abzutreten und einen byzantinischen Einfall mit allen Mitteln zu verhindern.[2]

Im Gegenzug schwor der Papst Friedrich ohne Bedingungen zum Kaiser zu krönen und die Ehre seines Reiches zu wahren.[3]

Keiner der Beteiligten rechnete zum damaligen Zeitpunkt mit dem Tod Eugens, wodurch die persönliche Krönung Friedrichs zum römischen Kaiser verhindert werden sollte.[4]

Die Anwartschaft auf die Kaiserkrone, die nach Auffassung der deutschen Könige als selbstverständlich galt, beinhaltete also vielseitige Verbindlichkeiten gegenüber der Kurie, der allein das Recht der Kaiserkrönung zustand und diesen Verpflichtungen war Friedrich gewillt nachzukommen. Zumal die Erlangung der Kaiserkrone ihn bei seinem Vorhaben, seinen Führungsanspruch unter den weltlichen Monarchen des Abendlandes zu bekräftigen, unterstützen würde.[5]

Aber auf der anderen Seite war Friedrich auch für den Papst nützlich. Zum einen brauchte er den König, um sich vor dem Wankelmut der römischen Stadtbevölkerung zu schützen und zum anderen unterband seine Unterstützung, die Angriffsgelüste der sizilischen Normannen und des byzantinischen Reiches.[6]

Außer dem dringenden Wunsch Friedrichs durch den Papst zum Kaiser gekrönt zu werden, bewegte ihn auch die gemeinsame Abneigung gegen die byzantinischen und normannischen Ansprüche in Italien.[7]

Die päpstlichen Legaten hatten durch die abgesprochene Unterwerfung der Römer und die Minderung der sizilisch-normannischen Bedrohung, die Sicherung des päpstlichen Domizils erreicht.[8]

Beide Parteien konnten mit den getroffenen Vereinbarungen zufrieden sein. Nach den Erfahrungen aus der Vergangenheit, als der Papst stets über das Königtum triumphierte, freuten sich die Königlichen, neben der beschlossenen Kaiserkrönung, der Kurie ebenfalls zahlreiche Verpflichtungen abgerungen zu haben.[9]

Im Jahr 1155 gelang es Friedrich sogar den Vertrag zu seinen Gunsten zu verändern, als er nur noch die Bewahrung der Petrusregalien in ihrem bisherigen Zustand zusicherte und die Verurteilung des eigenmächtigen Sohns des verstorbenen Normannen Wilhelm I. erzwang.[10]

2.1.2 Der erste Italienzug und die Kaiserkrönung Friedrichs

2.1.2.1 Der Weg zur Kaiserkrönung

Bereits während der Vertragserneuerung hatte sich der langjährige Kampf mit den Mailändern angebahnt, denn in Konstanz fanden sich auch zwei Bewohner der Stadt Lodi ein, die den König um Hilfe gegen die übermütigen Mailänder baten.[11]

Friedrich betraute den Kanzleibeamten Sicherius den Mailändern eine Nachricht zukommen zu lassen, in dem sie aufgerufen wurden den Lodensern ihre alten Reichsrechte wieder zurückzugeben. Doch zur Erzürnung des Kaisers berichtete Sicherius später von dem Spott und dem Hohn, der ihm in Mailand wiederfahren war und der Staufer beschloss endgültig die Wiederherstellung seines gesunkenen Ansehens in der Lombardei in Angriff zu nehmen. Aber noch hielten ihn seine deutschen Angelegenheiten davon ab über die Alpen aufzubrechen.[12]

Erst nach der Bewältigung seiner innerdeutschen Angelegenheiten, konnte Barbarossa den langersehnten Zug über die Alpen in die Tat umsetzen. Obwohl Friedrichs Fürsten für seinen Krönungszug nach Italien die Teilnahme mit ihren Rittern und Kriegsknechten zugesagt hatten, enttäuschte die geringe Zahl des versammelten Heeres im Oktober 1154 auf dem Lechfeld bei Augsburg. Aber der König rechnete noch mit der zusätzlichen Unterstützung der königsfreundlichen oberitalienischen Städte, die darauf warteten von der Unterdrückung der Mailänder befreit zu werden.[13]

Als das Reichsheer Ende Oktober den See Garda erreichte, begegnete es zahlreichen Problemen. Vor allem die Versorgung der Truppen mit Lebensmitteln bereitete den Deutschen große Schwierigkeiten. Der Beitrag der Kommunen fiel in diesem Fall geringer aus als erwartet, da sie aus Angst vor der Vergeltung der stauferfeindlichen Städte wie Mailand und Piacenza, ihre Hilfe versagten.[14]

Aber auch ihr Bestreben ihre gewonnene Unabhängigkeit zu wahren, spielte dabei keine geringe Rolle, denn sie befürchteten von Friedrichs Herrschaftsstrukturen eingenommen zu werden. Den lombardischen Städten war es während der letzten Jahrzehnte gelungen sich von ihren ursprünglichen Adeligen und Bischöfen zu befreien und wesentliche Freiheiten zu erlangen.[15]

Zusätzlich profitierten die selbstbestimmten Kommunen von den Handelsbeziehungen zum Orient, die ihnen zu großem Reichtum verholfen hatten und sahen mit dem Aufmarsch des jungen deutschen Königs, ihre dem Reich entrissenen Rechte und Besitztümer gefährdet.[16]

Die Reichsverhältnisse in Oberitalien wieder im Sinne des Staufers auszurichten und in seine Hand zu bekommen, war mit größeren Anstrengungen verbunden, als es sich der König vor seiner Anreise vorgestellt hatte. Die Mailänder waren so selbstsicher, dass sie im Vorjahr sogar die Königsurkunde über die Herrschervorrechte mit den Füßen getreten und das königliche Siegel zerbrochen hatten.[17]

2.1.2.2 Erster italienischer Reichstag

Im Dezember 1154 hielt der König auf der Ronkalischen Ebene bei Piacenza seinen ersten Reichstag in Italien. Außer dem einflussreichen Patriarchen Peregrin von Aquileja und den Erzbischöfen von Köln und Trier, fanden sich auch zahlreiche Bischöfe und Fürsten dort ein. Bei dieser Gelegenheit erfuhr der Kaiser von den radikalen Bürgervereinigungen in der Lombardei. Diese Nachricht löste bei ihm ein großes Unbehagen aus, denn er war ein entschiedener Gegner der republikanischen Bewegung, weil sie ständig die Rechte und das Gewicht des Reiches zu Ungunsten des Regenten zu beschränken versuchte.[18]

Aus diesem Grund sprach Friedrich über die besonders trotzigen Städte Asti und Chieri die Reichsacht aus. Damit verbot er die Veräußerung von Lehen und drohte bei Verweigerung der geforderten Dienste, den Verlust dieser Besitztümer. Auf diese Weise erreichte er eine Verschärfung des Lehengesetzes und erweiterte ihre Wirksamkeit auf Reichsitalien aus, was die Aufhebung der lombardischen Aneignungen bedeutete.[19]

Nach Beendigung des Reichstags zog der König in Begleitung des mailändischen Konsuln nach Westen. Nach kurzer Zeit traf er in der Gegend der Poebene ein, die infolge der Auseinandersetzungen zwischen Mailand und Pavia verwüstet worden war. Aber hier fehlten die zur Versorgung der Soldaten benötigten Lebensmittel, weshalb das missmutige Heer Friedrichs begann die umliegenden Ortschaften auszuplündern. Nach der Ableistung des Friedeneids und der Androhung von drakonischen Strafen, war die Disziplin der Soldaten wieder hergestellt.[20]

Die Mailänder unterbreiteten dem König ein Angebot zur Gutmachung in Höhe von 4000 Mark in Silber, wenn er sie von seiner ursprünglichen Forderung zum Wiederaufbau der zerstörten Städte Como und Lodi befreite. Doch der Herrscher lehnte ab und verlangte die Beendigung der Angriffe gegen die friedrichstreue Stadt Pavia. Als die Mailänder den Vorladungen vor das Königsgericht nicht nachkamen, verhängte er über sie und später über das mit den Mailändern verbündete Tortona die Reichsacht und erneuerte parallel dazu den alten Freundschaftspakt mit der Republik Venedig.[21]

Nach dem Fall Tortonas und der anschließenden Siegesfeier in Pavia, bei der er sich am 17. April 1155 selbst die lombardische Königskrone auf das Haupt setzte, reiste Friedrich nach Bologna. Dort suchte er die 1119 gegründete erste Universität Europas auf und führte Gespräche mit den berühmten Rechtsgelehrten Martinus und Bulgarus, um für seine Rechtsansprüche in Italien die juristische Legitimation zu erlangen.

2.1.2.3 Streit zwischen den Bürgern der Stadt Rom und Hadrian IV.

Inzwischen hatte in Rom die Konfrontation zwischen den Stadtbürgern und den Päpstlichen eine ungeahnte schärfe angenommen. Der englische Nachfolger des im Dezember 1154 verstorbenen Anastasius IV., betrieb als ausgeprägter Gregorianer eine rigorose Interessenpolitik im Namen der Kirche. Der Protagonist der republikanischen Bewegung war der asketische Augustinerchorherr Arnold von Brescia, der angetrieben von seinem Idealismus und seiner rhetorischen Kunstfertigkeit die Leidenschaft des Volkes aufzuwühlen verstand.[22]

Papst Hadrian IV. konterte mit der Verhängung des Kirchenbanns über die ewige Stadt, das zum ersten mal in der Geschichte gegen Rom Anwendung fand. Auf Drängen des Volkes einigten sich die Parteien auf die Ausweisung des bereits früher verbannten Arnolds und die Aufhebung des Interdikts.[23]

Die Situation des Papstes blieb angesichts des Vormarsches des Normannenoberhaupts Wilhelm I., der bereits das kirchenstaatliche Territorium Benevent besetzte, immer noch sehr kritisch. Der Papst erbat Barbarossa wiederholt um sein erscheinen, denn trotz des zur Unterstützung Hadrians in Bari gelandeten byzantinischen Heers, sah der römische Bischof lediglich in Friedrich seine Rettung.[24]

Als sich im Mai 1155 die Truppen des Königs Rom näherten, beschloss der Papst Friedrich entgegenzuziehen. Allerdings war er, aufgrund des vorauseilenden schlechten Rufs des königlichen Heers, stark verunsichert, ob Barbarossa die persönliche Integrität Hadrians und seines Kirchenstaates akzeptieren würde. Der Papst erbat vor der bevorstehenden Begegnung mit dem König Sicherheiten für seine Person, die er ohne Umstände erhielt.[25]

2.1.2.4 Begegnung bei Sutri

Das Verhältnis der beiden Herrschaften war fortwährend von Misstrauen geprägt und musste früher oder später zu einer Konfrontation führen, da beide ihren Anspruch als Universalgewalt gerechtfertigt sahen. Bei der ersten Begegnung am 8. Juni 1155 bei Sutri weigerte sich der deutsche Herrscher zunächst dem Papst gegenüber den geforderten Marschall- und Stratordienst zu erweisen.[26]

Erst nachdem ihn die päpstlichen Legaten davon überzeugten, dass es sich dabei um eine alte Gewohnheit handelte, die lediglich eine Ehrung und keinesfalls eine Vasallenpflicht war, konnte er beschwichtigt werden und führte das Pferd Hadrians am Zügel und hielt ihm beim Absitzen den Steigbügel.[27]

Bei diesem Ereignis entgegnete der Kaiser erfolgreich dem lehnrechtlichen Beziehungsverständnis der Kurie, demzufolge das Papsttum in Sutri seine Lehnhoheit gegenüber dem Vogt der Römischen Kirche immer noch beanspruchte.[28]

Bei seiner Ankunft in Rom bestand er aber als Gegenleistung darauf das Gemäldes im Lataranpalast, auf dem der Imperator als Lehensmann des Papstes bezeichnet wurde und das die kaiserliche Würde verletzte, zu entfernen.[29]

2.1.2.5 Kaiserkrönung in Rom und gegenseitige Zugeständnisse

Am 18. Juni 1155 erlangte Friedrich I. im Petersdom die langersehnte Kaiserkrone aus den Händen Papst Hadrians IV, doch in der Folgezeit wurden die unterschiedlichen Auffassungen vom Verhältnis der beiden Universalgewalten, in deren Rolle sich Papst und Kaiser sahen, immer offensichtlicher.[30]

Zwar waren die Versprechen des Königs gewichtiger und konkreter als die der Kurie, doch mit dem Hinweis zur Unterwerfung der Römer nach Kräften des Königreichs, besaß Friedrich eine Rückzugsmöglichkeit, denn schließlich konnte er nur über die Kräfte verfügen, die ihm von seinen Fürsten zur Verfügung gestellt wurden. Zweifelsohne beabsichtigte der König die Unterwerfung der römischen Bevölkerung, doch nicht zu Gunsten eines politischen Regiments des Papstes.[31]

Beim darauffolgenden gemeinsamen Aufenthalt der beiden Würdenträger unternahm Hadrian den Versuch den Kaiser zu einem Zug gegen die Normannen zu bewegen, wobei er auch von den deutschen Kirchenfürsten unterstützt wurde und auch Friedrichs ursprünglichem Plan entsprach. Obwohl die Gelegenheit günstig schien, da Wilhelm zur gleichen Zeit von Aufständischen in seinem Reich und von Byzantinern bedroht wurde, trat Barbarossa den Weg nach Norden an. Der Grund dafür lag in der Kriegsmüdigkeit seines Heeres und den ausgebrochenen Seuchen unter seinen Soldaten. Aber auch der Widerstand der Fürsten verhinderte einen Nordzug, was den kampflustigen Kaiser nicht minder enttäuschte als den Papst selbst.[32]

Unter diesen Umständen wurden die Beziehungen zwischen Reich und Kurie noch gespannter, zumal es dem Papst nicht gelungen war dem Kaiser die volle Herrschaft über die Stadt Rom abzuringen.[33]

Dem 33jährigen Staufer war es bereits im vierten Regierungsjahr gegönnt die ersehnte Kaiserkrone zu erlangen, was seinem Vorgänger Konrad III. während seiner gesamten Regentschaft misslang. Friedrich bekam aber die Auswirkungen der nachlässig betriebenen Italienpolitik Konrads hart zu spüren, denn die Freiheitsbestrebungen in Norditalien waren immens erstarkt und die Stadtsenate beabsichtigten keinesfalls ihre Eigenständigkeit zugunsten des Kaisers aufzugeben.[34]

2.1.2.6 Rückblick über die Ereignisse in Italien

Um die Wiederherstellung der Reichsverhältnisse und seines Ansehens zu erreichen, musste Friedrich gegenüber den Städten alle seine Kräfte stellen. Trotz seiner Bemühungen auf dem zurückliegenden Italienzug, war es ihm nicht gelungen seinen Herrschaftsanspruch andauernd durchzusetzen und mit seiner gewaltsamen Vorgehensweise hatte er sich zudem mehr Feinde als Freunde gemacht. Auch sein Einlenken gegenüber den Rückzugsforderungen der Reichsfürsten, die seinem gewünschten Zug nach Süditalien die Unterstützung versagten, war ein Indiz für seine noch zu schwache Position im deutschen Reich.[35]

Der Widerstand der Fürsten war auch der Grund dafür, dass der Italienzug um zwei Jahre verschoben werden musste und die geplanten Züge nach Ungarn und in die Provence waren ebenfalls an der Unlust seiner Fürsten gescheitert.[36]

Das Abhängigkeitsverhältnis des jungen Königs zu seinen Fürsten, wird bei der Beleuchtung seines Verhaltens in der Frage der welfischen Ansprüche besonders deutlich, als er auf das Haus der Babenberger Rücksicht nehmen musste. Nur unter größten Anstrengungen war es ihm möglich gewesen seinen Machteinfluss zu stärken und Eigenvorteile zu erzielen.[37]

Die Unstimmigkeiten in der Vergangenheit, die das Verhältnis zwischen Friedrich Barbarossa und dem römischen Bischof belasteten, insbesondere die Nichtumsetzung der Übereinkünfte in der Konstanzer Neufassung, führten zu fortwährenden Streitigkeiten. Auch der Rückzug der deutschen Truppen an die adriatische Küste hatte nicht dem gemeinsam entwickelten Plan der beiden entsprochen.[38]

2.1.3 Vertrag von Benevent zwischen Papst und Sizilien im Juni 1156

Der erste der Italienzüge des deutschen Monarchen zielte nicht nur auf die Erlangung der Kaiserkrone, sondern verfolgte insbesondere die Absicht die umstrittene Herrschaft über die italienischen Teile des Reiches, vor allem über die lombardischen Städte, zu sichern und den Papst unter Druck zu setzen. Die Herrschaftsrechte des Kaisers und damit verbunden der honor imperii, sollten bei diesen Unternehmungen gewahrt werden.

Der Papst hatte die Schmach, die ihm der schnelle Rückzug Barbarossas zugefügt hatte nicht vergessen, denn seitdem konnte er die Stadt Rom nicht mehr betreten. Das war wohl auch der Antrieb, der ihn am 18. Juni 1156 dazu bewegte einen Bündnisvertrag mit dem von einer langwierigen Krankheit wiedergenesenen Normannenkönig abzuschließen. In seiner kritischen Lage sah der Papst im Bündnis von Benevent mit Wilhelm I. seine größte Hoffnung. Durch normannische Hilfe konnte er im November 1156 nach Rom zurückkehren, womit sich für ihn die Anerkennung der Königswürde des Normannen, die Belehnung von Sizilien, Kalabrien, Apulien und das Zugeständnis weitgehender Rechte über die sizilische Kirche, uneingeschränkt gelohnt hatte. Zudem verpflichtete sich Wilhelm zu beträchtlichen jährlichen Zahlungen an die Kurie.[39]

Aber diese Übereinkunft überging die römisch-deutschen Ansprüche auf Unteritalien und besiegelte den Bruch zwischen Papst und Kaiser. Dadurch wurde es für Friedrich sehr schwierig tiefer in die oberitalienischen Verhältnisse einzugreifen und seine Position in Italien zu stärken.[40]

Beide Parteien bezichtigten sich gegenseitig des Vertragsbruchs von Konstanz. Der Papst begründete das mit dem Abbruch des Italienzugs 1155 und der Kaiser mit dem nun abgeschlossenen Vertrag mit dem sizilischen König. Zwar wurde der Vertrag im Wortlaut von beiden eingehalten, doch warfen sie sich gegenseitig vor den Geist und den Sinn der Vereinbarungen von 1153 verletzt zu haben.[41]

Diese Bündnisentwicklung war auch ein Resultat des militärischen Erfolgs des normannischen Königs, der die Aufstände in Apulien eingedämmt und die Invasionstruppen aus Byzanz zurückgeschlagen hatte, das sich in der veränderten Machtkonstellation bemerkbar machte.[42]

Die Gesandtschaft des byzantinischen Kaisers Manuel, die nach der Würzburger Hochzeit mit Beatrix in Nürnberg mit Barbarossa zusammentraf, nahm nun die Hinfälligkeit der ursprünglichen Heiratspläne mit der Prinzessin überraschend zur Kenntnis und auch der gemeinsame Zug gegen die Magyaren musste warten, denn Friedrich plante bereits einen neuen Aufbruch nach Italien.[43]

2.1.4 Der zweite Italienzug

2.1.4.1 Beschluss zum zweiten Italienzug

In der Lombardei hatten die Mailänder während der Abwesenheit des Kaisers die zerstörte Stadt Tortona, zur Demonstration ihrer Auflehnung, noch prachtvoller und wehrfähiger als je zuvor wiederaufgebaut und begannen die kaiserfreundlichen Bürger von Como und Lodi zu bedrängen. Durch die Angriffe gegen die Genossen des Kaisers gelang es den Aufständischen zunehmend ihren Machtbereich zu erweitern.[44]

Der Kaiser vernahm die Nachrichten zu den Vorfällen aus Italien und äußerte seine Absichten gegenüber Otto von Freising wie folgt:

„ Da der Hochmut der Mailänder sich schon lange gegen das Reich erhoben hat und jetzt mit Gewalt ganz Italien zu verwirren und seiner Herrschaft zu unterwerfen sucht, wollen wir, auf daß solche Keckheit zu unserer Zeit nicht ungestraft bleibe und das ruchlose Volk nicht unsere Macht an sich reiße oder beschimpfe, mannhaft dem Schicksal entgegentreten und zur Vernichtung der Mailänder die ganze Kraft des Reiches aufbieten,“

Beim Reichstag in Fulda Ende März 1157 wurde der Beschluss zum vorgesehenen Italienzug gefasst, der im Frühjahr 1158 von Ulm aus aufbrechen sollte.

2.1.4.2 Friedrichs Suche nach Verbündeten für den Italienzug

Vor seinem Reiseantritt bemühte sich Friedrich intensiv darum, Verbündete für seinen Zug zu finden. Aus diesem Grund war es nicht verwunderlich, als er im Sommer 1157 gegen den polnischen Herzog Boleslaw IV., der dem Kaiser widerspenstig die Huldigung und die von ihm geforderte Regierungsbeteiligung seines vertriebenen Bruders verweigerte, zog. Nach diesem erfolgreich beendeten Heerzug, leistete er dem Kaiser seine Ehrenerweisung und versprach 300 Ritter für den Italienzug zu stellen.[45]

Als Friedrich Barbarossa am 28. September 1157 in Würzburg einen Hoftag hielt, bemerkte er zufriedenstellend fest, wie sehr sein Ansehen gegenüber den anderen Herrscherhäusern gestiegen war. Die Vertreter von Byzanz, England, Italien, Burgund und Ungarn ehrten ihn mit großzügigen Geschenken und stellten sich mit unterwürfigen Bittgesuchen ein.[46]

Die europäischen Königshäuser wetteiferten, aus politischen Motiven, um die Gunst des deutschen Monarchen. Seit der Vermählung zwischen der Tochter von Wilhelm von Aquitanien und Heinrich II. von England im Jahr 1152, war ein tiefer Graben in den Beziehungen der beiden Herrschaftshäuser, über die Abgrenzung der Gebietshoheiten entstanden. Das englische Königshaus befürchtete darüber hinaus eine Allianz Friedrichs mit dem französischen Monarchen und begehrte daher die Gunst des Kaisers.[47]

Neben vielen großzügigen Geschenken, darunter ein prachtvolles Zelt, versicherte der Engländer in einem untertänigen Brief seine ehrenhaften Absichten gegenüber Friedrich Barbarossa.

„ Zwischen uns und anderen Völkern soll eine unlösbare Liebes- und Friedensgemeinschaft bestehen und ein ungehemmter Verkehr. Ihr als der Höhergestellte sollt befehlen und an dem Willen zum Gehorchen wird es uns nicht fehlen.“

Heinrich beabsichtigte keinesfalls sich der Befehlsgewalt des deutschen Monarchen zu unterwerfen. Vielmehr entsprang sein Antrieb aus dem Wunsch seine Position gegenüber dem französischen König zu verbessern. Ein französisch-stauferischer Bund würde unweigerlich seine Territorialansprüche auf dem europäischen Festland gefährden und eventuell einen militärischen Konflikt verursachen. Gegen die Allianz der beiden Reiche war im 12. Jahrhundert keine Macht in der bekannten Welt gewachsen.

König Geza dagegen rechnete bei einer Verbindung zwischen Friedrich und seinem Bruder Stephan mit seinem Sturz und sicherte dem Kaiser für seinen bevorstehenden Italienzug militärische Hilfe zu.[48]

Im Gegensatz dazu betrachtete Friedrich die Friedensvorschläge vom oströmischen Kaiser Manuel mit Argwohn. Der Komene beabsichtigte seinen Machteinfluss im Abendland dadurch zu steigern, indem er beide Kaiserreiche in seiner Person zu vereinigen versuchte. Sein Eindringen in den Jahren 1157 und 1158 in Italien verdeutlichten seine Absichten.[49]

Der Vorstoß des Griechen war angesichts seiner Interessen in Ungarn nicht außergewöhnlich. Bei einer Übereinkunft der beiden Kaiser, stand die schnelle Unterwerfung der Magyaren in Aussicht. Doch danach würden die Territorien der beiden Kaiserreiche unmittelbar aneinander stoßen und bei dem Universalverständnis der beiden Gewalten waren Spannungen, die in kämpferische Auseinandersetzung führen konnten, von vornherein nicht ausgeschlossen.

Anfang 1157 erreichte Erzbischof Eskil, dem der Papst den Primat über die schwedische Kirche erteilte, das Gebiet der Burgunder und wurde gefangengenommen. Um die Gunst des Erzbischofs von Bremen zu sichern, unterließ es Friedrich sich um seine Befreiung zu bemühen. Zu diesem Zeitpunkt standen die beiden Erzbistümer Lund und Bremen in direkter Konkurrenz um das Primat über die nordische Kirche und eine Intervention nach Friedrichs Interessen ermöglichte eine Einflussnahme auf den dänischen Erbfolgestreit[50]

2.1.5 Reichstag von Besancon

2.1.5.1 Eklat von Besancon im Oktober 1157

Zur Unterstreichung seines Herrschaftsanspruchs in Burgund, berief Barbarossa für Oktober 1157 einen Reichstag nach Besancon ein. Die dort anwesenden Legaten des Papstes forderten in einem Schreiben die Freilassung Eskils aus der Gefangenschaft der kaiserlichen Anhänger und beklagten zudem die Undankbarkeit des Kaisers, wo doch Hadrian ihm die Kaiserwürde bereitwillig übertragen hatte.[51]

Für den Papst war die Gefangennahme Eskils ein Frevel gegen die Kirche und eine persönliche Demütigung, da er Eskil aus der Zeit seiner Missionsreise gut kannte und dieser auf dem Weg zu seiner Begrüßung verhaftet worden war.[52]

Als der damalige Legat und spätere Papst Alexander III. die Worte der Kurie verkündete, veränderte sich die Stimmung im Saal.

„Und doch gereut es uns nicht, daß wir deine Wünsche in allem erfüllt haben, sondern wir würden uns vielmehr mit Recht darüber freuen, wenn deine Herrlichkeit aus unseren Händen noch größere Benefizien empfangen hätte – im Hinblick auf den dadurch vielleicht möglichen Gewinn für den Papst und die Kirche.“[53]

Der Inhalt des päpstlichen Briefes, insbesondere die Passage, in dem Papst Hadrian IV. das Kaisertum als Benefizium bezeichnete, führte zum Eklat. Für die kaiserlichen Vertreter ließen sie keinen Zweifel darüber aufkommen, dass der Papst das Kaisertum als ein von ihm verliehenes Lehen oder Benefizium ansah und das war völlig gegen die Auffassung der Kaiserlichen.[54]

Die Brisanz der Situation bestand in der Zweideutigkeit des Begriffs Benefizium, welches mit Lehen oder mit Wohltat übersetzt werden konnte. Der seit 1156 als Reichskanzler und als engster Vertrauter Friedrichs fungierende Rainald von Dassel übersetzte es mit Lehen und der fehlende Einspruch der anwesenden päpstlichen Gesandten gegen die Übersetzung des Kanzlers, wurde von den Anwesenden als stillschweigende Zustimmung gedeutet.[55]

Benefizium bezeichnet allerdings nicht nur das Lehen als Gegenstand, denn das wird in der Regel als feodum bezeichnet, sondern die damit verbundene Rechtsbeziehung. Die Anwesenden beim Reichstag, die des Lateins mächtig waren, deuteten die Worte des päpstlichen Legaten so, als sei das Kaisertum ein Lehen und damit verbunden der Kaiser ein Lehensmann des Papstes. Als dann noch der Legat Roland Bandinelli die provokante Frage einwarf: „Von wem hat denn der Kaiser seine Krone, wenn nicht vom Papst?“, wäre der päpstliche Abgesandte, ohne das Eingreifen des Kaisers, von der Waffe des anwesenden Otto von Wittelsbach schwer verletzt worden.[56]

Friedrich Barbarossa befahl den beiden Kardinälen sein Land zu verlassen, wodurch er sie zusätzlich von ihrem weiteren Auftrag, die deutschen Bistümer zu visitieren und sie enger an die päpstlichen Direktiven zu binden, abhielt.[57]

Die Ausweisung der Abgesandten erfüllte nicht nur den Zweck der Unmutsäußerung des Monarchen, sondern ermöglichte darüber hinaus den reibungslosen Ablauf der Vorbereitungen für den Zug über die Alpen und eine Behinderung der päpstlichen Intervention. Denn schließlich war es nicht im Interesse des römischen Bischofs, wenn der Staufer sein Vorhaben zur Festigung der Reichsherrschaft in der Lombardei umsetzte. Zumal er auch die Auswirkungen der kaiserlichen Machtstellung gegenüber dem päpstlichen Lehnsmann, dem Kaiser von Sizilien, und gegenüber der Kurie selbst befürchtete.[58]

Die unglückliche Bezeichnung des Kaisertums als Lehen und die Privilegien an den deutschen Episkopaten waren der Anfang einer Propaganda, in der Friedrich die Unterstützung eines Großteils des deutschen Episkopats erlangte. Als Folge verweigerte der gesamte Klerus der deutschen Bischöfe die Appellation an die römische Kurie.[59]

Diese Entwicklung kam sowohl den geistlichen Herren als auch den weltlichen Fürsten entgegen. Zum einen wurde die Einflussnahme des Papstes auf den deutschen Klerus beschnitten, wodurch die Bischöfe in ihrer Bestrebung nach Unanhängigkeit von Rom unterstützt wurden, und zum anderen erhielten die weltlichen Herren, als Gegenleistung für ihren Schwur zur Kaisertreue, erhebliche Vorteile.[60]

Mit der Ausweisung der päpstlichen Legaten waren die Beziehungen zwischen Kaiser und Kurie schwer belastet worden, denn in der Folgezeit begegneten sich die beiden Mächte, die ihren Anspruch auf die Universalherrschaft aufrecht hielten, zunehmend feindlicher.[61]

Der kaiserliche Hof erkannte die Brisanz der Situation und berichtete den Fürsten des Reiches von den Ereignissen in Besancon aus der Sicht Friedrichs, wobei er mit seiner Äußerung, für die Ehre seines Reiches bis zum Einsatz seines Lebens eintreten zu wollen, seine Entschlossenheit ausdrückte.[62]

Dabei beriefen sich die Kaiserlichen auf die alte Theorie der zwei Schwerter, die zur Regierung des Kirchlichen und Weltlichen notwendig waren. Die päpstliche Meinung zum Verhältnis zwischen dem deutschen Regenten und dem apostolischen Stuhl, wurde dagegen als Anmaßung bezeichnet. Darüber hinaus wurden die Fürsten aufgefordert sich von der Kurie nicht einschüchtern zu lassen, denn der Kaiser hätte den Seinen, mit der Abwendung der päpstlichen Visitation, große Schmach erspart.[63]

Auch eine spätere Erklärung des Papstes im Juni 1158, dass er in seinem Brief mit Benefizium nicht Lehen, sondern Wohltat gemeint hätte, konnte die Ausbreitung einer anti-päpstlichen Stimmung nicht mehr abwenden und auch die Kontaktaufnahme der Kurie mit Heinrich dem Löwen verhinderte nicht den Italienzug Barbarossas.[64]

In der Zwischenzeit einigten sich die deutschen Episkopaten auf eine einheitliche Linie gegenüber dem Papst und legten in ihrem Schreiben ihre Einstellung gegenüber der Kirche klar:

„Das Reich ist allein nach den heiligen Gesetzen des Kaisers und den löblichen Traditionen der Vorfahren zu regieren. Die dadurch der Kirche gezogenen Schranken wollen und können wir nicht beseitigen. Was mit jenen Gesetzen und der Überlieferung in Widerspruch steht, erkennen wir nicht an. Dem Papst, unserem Vater, erweisen wir gerne die schuldige Ehrfurcht, aber die freie Krone des Reiches verdanken wir lediglich der Gnade Gottes. Die erste Stimme der Wahl gebührt dem Erzbischof von Mainz, die anderen Stimmen den Fürsten nach ihrer Ordnung. Die Königskrönung gebührt dem Erzbischof von Köln, die Kaiserkrönung dem Papst. Alle weiteren Ansprüche der Kirche sind überflüssig und übel. Die beiden Kardinallegaten haben wir nicht aus Missachtung gegenüber dem Papst aus unserem Land verwiesen, sondern wir wollten nur nicht gestatten, daß sie mit ihren ausgefertigten und unausgefertigten Schreiben zu Schmach und Ärgernis unseres Reiches weiterzögen. Die Grenzen nach Italien haben wir bisher weder Pilgern verschlossen, noch solchen, die sich mit Erlaubnis ihrer Bischöfe und Vorgesetzten nach Rom wenden wollen. Wir gedenken solches auch nicht zu tun, aber wir sind fest entschlossen, allen Mißbräuchen entgegenzutreten, durch welche die Kirchen unseres Reiches schwer geschädigt werden sowie alle klösterliche Zucht bereits aufgelöst worden ist. In Rom hat Gott die Kirche mit Hilfe des Reiches erhöht, dagegen will die Kirche jetzt das Reich erniedrigen, ohne Zustimmung Gottes, wie wir glauben. Mit einem Gemälde fing es an, Schriftsätze kamen dazu und jetzt soll das Ganze zur Tat werden. Das ertragen und dulden wir nicht. Eher legen wir die Krone nieder, bevor wir sie zusammen mit unserer Person so in den Staub zerren lassen. Was gemalt ist, soll gelöscht, was geschrieben, soll getilgt werden, damit nicht ewige Denkmale der Feindschaft zwischen König und Priestern bestehen bleiben.“[65]

Durch die Einnahme der deutschen Geistlichen war der päpstlichen Machtausübung in Deutschland die Grundlage genommen. Dagegen erweiterte Friedrich seinen Einfluss auf die Bischöfe, wodurch sie zusätzlich in ein Abhängigkeitsverhältnis verfielen.

2.1.5.2 Ausgleichsbemühungen der Kurie nach den Ereignissen von Besancon

Die deutschen Bischöfe versuchten in der Folgezeit den Papst zu überreden seine in Besancon übergebene Beschwerde zu erklären und dem zweideutigen Begriff Benefizium den anstößigen Charakter zu nehmen. Hadrian stellte fest, dass ihm im deutschen Reichsteil eine gefährliche Front aus Kaiser und Episkopaten entgegenstand, weshalb er keine andere Möglichkeit sah, als dem Kaiser mitzuteilen, dass mit der Bezeichnung Benefizium Wohltaten gemeint waren und nicht der Lehenbegriff. Angesichts des bevorstehenden Italienzugs, bemühte sich der Papst die Unstimmigkeiten aus der Welt zu schaffen.[66]

Am 1. Februar waren zwei päpstliche Gesandte zum Kaiser nach Augsburg aufgebrochen und wurden bei ihrer Ankunft von Friedrich empfangen. Aus ihrem apostolischen Schreiben verkündeten sie dem Kaiser gegenüber, dass der Papst stets die Wahrung der Ehre des Kaisers beabsichtigte und in der Rede in seinem früheren Schreiben nicht an eine Verleihung eines Lehens gedachte, sondern lediglich die Handlung des Aufsetzens der Kaiserkrone als wohltätige Tat bezeichnete.[67]

Die Vorfälle in Besancon hatten dem Kaiser verdeutlicht, wie sehr die Kurie bestrebt war, die Unterschiede zwischen der kirchlichen und weltlichen Gewalt zu vergrößern, was nur auf Kosten des Reiches geschehen konnte. Die beschwichtigenden Worte des päpstlichen Legaten zeigten aber auch, dass die Kurie momentan ihre eigene Stellung nicht sehr hoch einschätzte und aus diesem Grund zum Einlenken bereit war.

Für Friedrich Barbarossa sollte das Heilige Reich ein machtpolitisches Gegengewicht zur Heiligen Kirche sein und die Tradition der ersten christlichen Kaiser Konstantin, Theodosius und Justinian fortsetzen. Er konzentrierte sich nun auf die Vorbereitung des Italienzugs und erhöhte in der Folgezeit die Zahl seiner Reisen, um die Probleme im Reich zu lösen.[68]

2.1.6 Aufbruch gegen Mailand

Bereits Anfang 1158 waren Rainald von Dassel und Pfalzgraf Otto von Wittelsbach nach Italien aufgebrochen, um möglichst viele norditalienische Städte für das Vorhaben des Kaisers zu gewinnen. Die Paladine Friedrichs nutzten die Feindschaft der Städte Mantua, Verona, Cremona, Modena und Bologna gegen Mailand aus und gewannen sie für den Krieg gegen das verhasste Mailand. Die Treue zum Reich und die Feindschaft der kaiserfreundlichen Städte gegenüber der lombardischen Metropole, drückten sie im Treueschwur, den sie vor der Schlacht ableisteten aus:

„Ich schwöre, daß ich meinem Herrn, dem römischen Kaiser Friedrich, Treue gegen jedermann bewahren werde, wie ich es nach dem Recht meinem Herrn und Kaiser schuldig bin. Ich werde ihm helfen, die Krone des Reiches und alle seine Macht zu bewahren, insbesondere diese Stadt und alle Rechte, die er hier und in der ganzen Grafschaft sowie im Bistum besitzt. Ich werde weder hier noch anderswo dem Kaiser seine Regalien zu entreißen versuchen, vielmehr ihm helfen, geraubte Regalien wiederzugewinnen und zu bewahren, daß der Kaiser sein Leben oder ein Glied seines Leibes oder seine Macht verliert oder in Gefangenschaft gerät. Jeden Auftrag, den er mir persönlich oder durch einen Gesandten zum Schutz des Rechtes erteilt, werde ich getreulich ausführen und mich nicht weigern, solchen Auftrag zu hören, anzunehmen und auszuführen. Dies alles werde ich gewissenhaft und ohne Arglist einhalten.“[69]

Sogar das mit den Mailändern seit langem verbündete Piacenza konnten Rainald und Otto auf die kaiserliche Seite ziehen und vertraglich dazu verpflichten den Kaiser mit Rittern und Bogenschützen zu unterstützen.[70]

In der Zwischenzeit verschlechterte sich die Situation des Papstes, da sich wieder eine starke städtische Opposition in Rom gegen die Kurie gebildet hatte, weshalb Rainald und Otto dem Kaiser abrieten, dem Bündniswunsch des Papstes zu entsprechen und eine Verständigung mit der Kurie zu erzielen:

„Gott hat euch zur Zeit in solchen Stand versetzt, daß Ihr, wenn Ihr wollt, Rom zerstören und vom Papst wie den Kardinälen alles nach eurem Wunsche haben könnt.“[71]

Ende Juni 1158 brach der Kaiser mit einem 50000 Mann starkem Heer nach Italien auf und vereinigte sich bereits Anfang Juli, im Gebiet von Verona, mit seinen Verbündeten. Die Erfahrungen aus der Vergangenheit zwangen den Kaiser ein hartes Regiment zu führen, weshalb er ein strenges Lagergesetz erließ. Demzufolge wurde Diebstahl mit dem Tode am Galgen, Raufereien durch Abhacken einer Hand bestraft und der Aufenthalt von Frauen, unter Androhung ihre Nasen abzuschneiden, verboten.[72]

[...]


[1] Laudage, Johannes: Alexander III. und Friedrich Barbarossa. Köln, Weimar, Wien 1997. S. 33.

[2] Laudage, Johannes: Alexander III. und Friedrich Barbarossa. Köln, Weimar, Wien 1997. S. 33.

[3] Hiller, Helmut: Friedrich Barbarossa und seine Zeit. München 1977. S. 67.

[4] Varnhorn, Beate: Das neue Universallexikon. Gütersloh, München 2007. S. 719.

[5] Akermann, Manfred: Die Staufer – Ein europäisches Herrschergeschlecht. Stuttgart 2003. S. 52.

[6] Hiller, Helmut: Friedrich Barbarossa und seine Zeit. München 1977. S. 65.

[7] Hiller, Helmut: Friedrich Barbarossa und seine Zeit. München 1977. S. 65.

[8] Hiller, Helmut: Friedrich Barbarossa und seine Zeit. München 1977. S. 67.

[9] Hiller, Helmut: Friedrich Barbarossa und seine Zeit. München 1977. S. 67.

[10] Laudage, Johannes: Alexander III. und Friedrich Barbarossa. Köln, Weimar, Wien 1997. S. 63f.

[11] Brentano, Hanny: Friedrich Barbarossa. Wolfenbüttel 2006. S. 9.

[12] Brentano, Hanny: Friedrich Barbarossa. Wolfenbüttel 2006. S. 11f.

[13] Hiller, Helmut: Friedrich Barbarossa und seine Zeit. München 1977. S. 73.

[14] Hiller, Helmut: Friedrich Barbarossa und seine Zeit. München 1977. S. 73f.

[15] Hiller, Helmut: Friedrich Barbarossa und seine Zeit. München 1977. S. 73f.

[16] Hiller, Helmut: Friedrich Barbarossa und seine Zeit. München 1977. S. 73f.

[17] Hiller, Helmut: Friedrich Barbarossa und seine Zeit. München 1977. S. 74.

[18] Hiller, Helmut: Friedrich Barbarossa und seine Zeit. München 1977. S. 75.

[19] Hiller, Helmut: Friedrich Barbarossa und seine Zeit. München 1977. S. 75.

[20] Hiller, Helmut: Friedrich Barbarossa und seine Zeit. München 1977. S. 75f.

[21] Hiller, Helmut: Friedrich Barbarossa und seine Zeit. München 1977. S. 76.

[22] Hiller, Helmut: Friedrich Barbarossa und seine Zeit. München 1977. S. 78.

[23] Beumann, Helmut (Hg.): Kaisergestalten des Mittelalters. München 1985. S. 181.

[24] Hiller, Helmut: Friedrich Barbarossa und seine Zeit. München 1977. S. 78f.

[25] Hiller, Helmut: Friedrich Barbarossa und seine Zeit. München 1977. S. 79.

[26] Laudage, Johannes: Alexander III. und Friedrich Barbarossa. Köln, Weimar, Wien 1997. S. 77f.

[27] Zimmermann, Harald: Das Mittelalter II. Braunschweig 1999. S. 46.

[28] Laudage, Johannes: Alexander III. und Friedrich Barbarossa. Köln, Weimar, Wien 1997. S. 78.

[29] Zimmermann, Harald: Das Mittelalter II. Braunschweig 1999. S. 46.

[30] Akermann, M.: Die Staufer – Ein europäisches Herrschergeschlecht. Stuttgart 2003. S. 52.

[31] Hiller, Helmut: Friedrich Barbarossa und seine Zeit. München 1977. S. 68.

[32] Hiller, Helmut: Friedrich Barbarossa und seine Zeit. München 1977. S. 82.

[33] Zimmermann, Harald: Das Mittelalter II. Braunschweig 1999. S. 46f.

[34] Hiller, Helmut: Friedrich Barbarossa und seine Zeit. München 1977. S. 86

[35] Hiller, Helmut: Friedrich Barbarossa und seine Zeit. München 1977. S. 86.

[36] Hiller, Helmut: Friedrich Barbarossa und seine Zeit. München 1977. S. 86.

[37] Hiller, Helmut: Friedrich Barbarossa und seine Zeit. München 1977. S. 86.

[38] Laudage, Johannes: Alexander III. und Friedrich Barbarossa. Köln, Weimar, Wien 1997. S. 81.

[39] Hiller, Helmut: Friedrich Barbarossa und seine Zeit. München 1977. S. 92.

[40] Laudage, Johannes: Alexander III. und Friedrich Barbarossa. Köln, Weimar, Wien 1997. S. 83.

[41] Perk, G. H. u.a. (Hg.): Freising, Otto von. Thaten Friedrichs. Leipzig 1883. S. 137-140.

[42] Laudage, Johannes: Alexander III. und Friedrich Barbarossa. Köln, Weimar, Wien 1997. S. 84.

[43] Hiller, Helmut: Friedrich Barbarossa und seine Zeit. München 1977. S. 91-93.

[44] Hiller, Helmut: Friedrich Barbarossa und seine Zeit. München 1977. S. 97.

[45] Hiller, Helmut: Friedrich Barbarossa und seine Zeit. München 1977. S. 98f.

[46] Hiller, Helmut: Friedrich Barbarossa und seine Zeit. München 1977. S. 99f.

[47] Perk, G. H. u.a. (Hg.): Freising, Otto von. Thaten Friedrichs. Leipzig 1883. S. 127.

[48] Perk, G. H. u.a. (Hg.): Freising, Otto von. Thaten Friedrichs. Leipzig 1883. S. 127.

[49] Hiller, Helmut: Friedrich Barbarossa und seine Zeit. München 1977. S. 102.

[50] Hiller, Helmut: Friedrich Barbarossa und seine Zeit. München 1977. S. 102f.

[51] Giesebrecht, Wilhelm von: Geschichte der deutschen Kaiserzeit V. Leipzig. 1930. S. 100f.

[52] Giesebrecht, Wilhelm von: Geschichte der deutschen Kaiserzeit V. Leipzig. 1930. S. 101.

[53] Simonsfeld, Henry: Jahrbücher des Deutschen Reiches unter Friedrich I. Band I. Berlin 1908. S. 569.

[54] Giesebrecht, Wilhelm von: Geschichte der deutschen Kaiserzeit V. Leipzig. 1930. S. 102.

[55] Giesebrecht, Wilhelm von: Geschichte der deutschen Kaiserzeit V. Leipzig. 1930. S. 102.

[56] Giesebrecht, Wilhelm von: Geschichte der deutschen Kaiserzeit V. Leipzig. 1930. S. 102.

[57] Giesebrecht, Wilhelm von: Geschichte der deutschen Kaiserzeit V. Leipzig. 1930. S. 103f.

[58] Giesebrecht, Wilhelm von: Geschichte der deutschen Kaiserzeit V. Leipzig. 1930. S. 104.

[59] Giesebrecht, Wilhelm von: Geschichte der deutschen Kaiserzeit V. Leipzig. 1930. S. 104f.

[60] Giesebrecht, Wilhelm von: Geschichte der deutschen Kaiserzeit V. Leipzig. 1930. S. 104

[61] Hiller, Helmut: Friedrich Barbarossa und seine Zeit. München 1977. S. 104.

[62] Rahewini Gesta Frederici III, cap. 11 (10). In: Appelt, Heinrich: Die Urkunden der deutschen Könige und Kaiser X. Hannover 1975. S. 313.

[63] Hiller, Helmut: Friedrich Barbarossa und seine Zeit. München 1977. S. 104f.

[64] Hiller, Helmut: Friedrich Barbarossa und seine Zeit. München 1977. S. 104f.

[65] Hiller, Helmut: Friedrich Barbarossa und seine Zeit. München 1977. S. 105.

[66] Hiller, Helmut: Friedrich Barbarossa und seine Zeit. München 1977. S. 106.

[67] Giesebrecht, Wilhelm von: Geschichte der deutschen Kaiserzeit V. Leipzig. 1930. S. 114.

[68] Hiller, Helmut: Friedrich Barbarossa und seine Zeit. München 1977. S. 107f.

[69] Hiller, Helmut: Friedrich Barbarossa und seine Zeit. München 1977. S. 111.

[70] Giesebrecht, Wilhelm von: Geschichte der deutschen Kaiserzeit V. Leipzig. 1930. S. 124.

[71] Hiller, Helmut: Friedrich Barbarossa und seine Zeit. München 1977. S. 112.

[72] Brentano, Hanny: Friedrich Barbarossa. Wolfenbüttel 2006. S. 29.

Details

Seiten
91
Jahr
2008
ISBN (eBook)
9783640376810
ISBN (Buch)
9783640376933
Dateigröße
685 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v132065
Institution / Hochschule
Universität Augsburg – Phil.-Hist. Fakultät
Note
3
Schlagworte
Italienpolitik Friedrich Barbarossas Auseinandersetzung Kurie
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Titel: Die Italienpolitik Friedrich Barbarossas und die Auseinandersetzung mit der Kurie