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Die Figur der Gyburg aus Wolframs von Eschenbach 'Willehalm'

Kriegerische Amazone, höfische vrouwe, Minnedame und Ehefrau sowie christliche Heilsbringerin?

Seminararbeit 2008 29 Seiten

Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Gegenstandsfeld und Problemstellung

2. Gyburg: Kriegerische Amazone, höfische vrouwe, Minnedame und Ehefrau sowie christliche Heilsbringerin?
2.1. Kriegerische Amazone
2.1.1. Männlich-kriegerisches Verhalten
2.1.2. Rückbezug zur Weiblichkeit
2.2. Höfische v rouwe
2.3. Minnedame und Ehefrau
2.4. Christliche Heilsbringerin

3. Resümee

Literaturverzeichnis

1. Gegenstandsfeld und Problemstellung

Mit dem 'Willehalm’[1] hat Wolfram von Eschenbach wohl eine der bedeutendsten Dichtungen des deutschen Hochmittelalters geschaffen. Wie die Zeilen

unsanfte mag genozen

Diutscher rede deheine

dirre die ich nu meine,

ir letzte und ir beginnen. (4,30-5,3)

zu Beginn des Textes bereits andeuten, handelte es sich bei diesem Werk um eine Neuheit innerhalb der damaligen Literatur.[2] Wolframs „(…)Bearbeitung einer altfranzösischen chanson de geste, La Bataille d’Aliscans[3], gibt der Forschung durch ihre thematische Komplexität, einer besonderen Erzählstruktur und vor allem aufgrund des Fragment-Charakters viele Rätsel auf.[4]

Insbesondere die Frage nach der konkreten Gattungszuordnung lässt sich daher nur schwer klären und wird in Fachkreisen heftig diskutiert.[5] Eine vorläufige Einigung stellt hierbei der allgemeine Begriff des „opus mixtum“ dar.[6]

Ein wichtiger Punkt bei der Gattungseinteilung ist Wolframs Gestaltung der auftretenden Figuren.[7] Neben Willehalm ist besonders die Darstellung von Gyburg sehr interessant. Als ehemalige Heidin Arabel und Frau Tybalts, die zum Christentum konvertiert und mit Willehalm die Ehe eingeht, gehört sie beiden Parteien an, und nimmt damit eine Sonderstellung in der Figurenkonstellation ein.[8] Gyburg hat nur wenige Auftritte, diese sind jedoch prägend für das gesamte Werk.[9] Trotz häufiger Abwesenheit bleibt sie in „(…)Reden und Gedanken Willehalms ständig präsent“.[10]

Der Einfluss der Figur Gyburgs auf die Dichtung erscheint aber vor allem deshalb so

zentral, da sie für die Verhältnisse von mittelalterlicher Literatur ein sehr breit gefächertes Rollenspektrum für sich beansprucht, das in einzelnen Versatzstücken die Grenzen damaliger Frauendarstellung sprengt.[11]

Anhand verschiedener Rollenschwerpunkte will diese Arbeit nun versuchen, die weibliche Hauptfigur näher zu charakterisieren. Den Leitfaden hierfür bildet die Frage: Gyburg: Kriegerische Amazone, höfische vrouwe, Minnedame und Ehefrau sowie christliche Heilsbringerin?

Bei der Auswertung einschlägiger Textstellen spielen nicht nur konkrete Handlungen Gyburgs eine Rolle, sondern auch Beschreibung und Bewertung ihrer Person, sowohl durch den Erzähler, als auch durch andere Figuren der Dichtung. Diese Untersuchungen geben möglicherweise Aufschluss über Gyburgs Position im Personenkomplex und ihrem konkreten Wirkungskreis, sowie über eventuell damit zusammenhängende Auswirkungen auf den gesamten Handlungsverlauf. Die beabsichtigte Textinterpretation klammert einen realhistorischen Bezug des Werkes aus[12] und konzentriert sich vielmehr auf Wertungen im Bereich der literarischen Gestaltungsmuster von Figuren. Die vorliegende Arbeit strebt dadurch keine Klärung der Gattungsfrage an, eine differenziertere Figurenbestimmung Gyburgs könnte aber gegebenenfalls zu diesem Problem der 'Willehalm'-Forschung beitragen. Jener Aspekt wird zum Ende noch einmal aufgegriffen.

Wolfram von Eschenbach zeichnete mit Gyburg eine äußerst komplexe Frauenrolle[13], die mit wichtigen Vorgängen im 'Willehalm' maßgeblich in Bezug zu setzen ist. Inwieweit die einzelnen verkörperten Rollen dabei überwiegen oder sich gegebenenfalls aufeinander auswirken, soll im Anschluss genauer aufgearbeitet werden.

2. Gyburg: Kriegerische Amazone, höfische vrouwe, Minnedame und Ehefrau sowie christliche Heilsbringerin?

2.1. Kriegerische Amazone

2.1.1. Männlich-kriegerisches Verhalten

Bereits mit dem ersten aktiven Auftritt Gyburgs in der Dichtung bildet sich ein besonders auffallender Part ihrer Rolle heraus[14]. „ diu künegin kom selbe dar“ (89,9), um in ihrer Funktion als Verteidigerin der Burg Orange eventuelle Eindringlinge fernzuhalten. Als Willehalm von der ersten Schlacht auf Allischanz zurückkehrt, wird er von seiner Frau zunächst nicht erkannt. Um sich ihr als der wahre Landesherr zu beweisen[15], befreit er zunächst eine Gruppe gefangener Christen:

über al der kristen liute bant

uf sneit des marcraven hant (91,13-14).

Da dies jedoch nicht ausreicht, seine Ehefrau von seiner Identität zu überzeugen, verlangt sie eine alte Kriegswunde zu sehen:

Eine masen die ir enpfinget do

durh den babest Leo,

die lat mich ob der nasen sehen.

So kann ich schiere daz gespehen,

ob irz der marcrave sit:

alerst ist inlazens zit. (92,1-92,6)

bevor sie endlich das „ port uf sliezen “ (92,19) lässt.[16] Gyburgs Vorsicht veranlasst sie später sogar, „ der bürge slüzzel selbe “ (229,13) zu tragen, um einen Verrat aus den eigenen Reihen von vornherein auszuschließen.[17] Aber nicht nur durch Misstrauen und Voraussicht gelingt es der Markgräfin, die Burg vor Übergriffen zu bewahren. Vor allem ein hohes Maß an Intelligenz gleicht bei der Verteidigung die militärische Schwäche aus.[18] So spielt Gyburg nicht nur Willehalm, den sie zu Beginn für einen „ heidensch man “ (89,16) hält, eine streitbare „ riterschaft “ (89,27) innerhalb der Burg vor, sie schafft es auch, Terramers Heer mit der List, Leichen als vermeintliche Kämpfer aufzustellen, zu täuschen:

ir totez volc si leinde

gewapent an die zinnen

und ruortez so mit sinnen,

daz ez die uzeren vorhten,

die diu antwerc gein ir worhten. (230,6-230,10)[19].

Ihr Einfallsreichtum gipfelt in der dreisten Behauptung, Willehalm hätte trotz Belagerung durch die Heiden „ einen turnoy genomen “ (110,13).

Neben solchen Ablenkungsmanövern, lässt Wolfram von Eschenbach die Figur der Gyburg auch an anderen Stellen ihre strategischen Fähigkeiten unter Beweis stellen.

Sie befiehlt nicht nur eigenständig „ ir kleinez her “ (223,20) während der Belagerung, da sie in diesem Moment auf sich allein gestellt ist, sondern plant teilweise trotz der Anwesenheit des Burgherrn das weitere Vorgehen.

Ein Beispiel hierfür wäre ihre Aussage

(…) ' din eines hant

mac von al der heiden lant

den liuten nicht gestriten:

du must nach helfe riten. (103,9-103,12),

nachdem Willehalm, anstatt selbst zu agieren, seine Frau gedrängt hatte, die Entscheidung zu treffen, ob er Hilfe holen soll. Natürlich könnte jenes Verhalten auch als Fürsorge interpretiert werden, da er Gyburg durch seine Reise alleine der Belagerung der Heiden aussetzt. Seine Bitte kurz nach seiner Rückkehr, ihm „ boten “ zu „ gewinnen “ (233,10) ist dagegen anderer Art. Im Gegensatz zu Willehalm ist Gyburg über die momentanen Kampfvorgänge im Bilde. Ihre Ratschläge

(…)du solt daz harnasch ziehen abe,

und laz dich niht betragen,

enbiute dinen magen(…)

hie haben urloup genomen

die heiden eine wile,(…)

minem garzune was ir reise kunt,(…)

nu sich daz du des niht enlast,

dune schaffest dinen wartman.

min vater manege liste kan!

nu hüete das sin halschar

din her mit schaden iht ervar. ' (232,16-233,8)

und seine Erwiderung in Form der Bitte um Boten, machen darum nun eher den Anschein eines strategischen Beratungsgesprächs, als eine Unterredung zwischen Eheleuten.

Wie auch die Textstelle

do ez Gyburc het alsus vernomen,

daz ir vater selbe w æ re komen (…)

si sprach ' al kristenlichiu wer

mac im niht widerriten.

sin helfe wont so witen,

von Orient unz an Rankulat

die besten er mit im hie hat,

sine man und al min künne.(…)

ich erkenne si so vermezzen,

wir werden hie besezzen. (94,5-94,24)

zeigt, weiß Gyburg aufgrund ihrer Herkunft besonders gut über Terramers Streitkräfte Bescheid und erweist sich damit als optimale Beraterin Willehalms.

Ihre Furchtlosigkeit gegenüber den nahenden Heiden, was der Erzähler mit den Worten

manliche sprach daz wip,

als ob si manlichen lip

und mannes herze trüege. (95,3-95,5)

kommentiert, wird von ihrem Ehemann positiv bewertet, da „ er si nahen zuo zim vienc: “ (95,7) und „ ein kus da vriuntlich ergienc “ (95,8).

Die Figur der Gyburg wird zum Teil nicht nur ebenbürtig, sondern gerade im Vergleich mit Willehalm sehr männlich und gefasst dargestellt.[20] Während ihr Ehemann nach der ersten Schlacht über den Tod des Vivianz „ begunde klagen “ (93,25), macht sich Gyburg zunächst Gedanken über die Chancen der Christen im Kampf (s.o. 94,5-94,9) und lässt erst in der Nacht ihrer Trauer freien Lauf:[21]

zwuo und sibenzec sprache,(…)

die enmöhten gar volsprechen niht

miniu vlüstebaeren ser,

ich enhab der vlüste dannoch mer.

ei Vivianz, beas amis,(…)

ir herzen ursprinc was so groz:

durh diu ougen uf die brust ir vloz(…)

vil wazzers.(…) (101,22-102,102,24).

Das Bild einer Amazone wird durch Gyburgs selbstbewusstes Auftreten noch verstärkt. Terramer kann sie „ mit deheinen dingen “ (222,4) zum Aufgeben bewegen, denn seine Tochter „ wollte Oransche vristen(..) “ (222,6). Stattdessen droht die abtrünnige Verwandte mit dem „ zwivalte tot “(110,24). Gyburgs Kampfesmut und ihre Gewaltbereitschaft finden ihren Höhepunkt, indem sie selbst „ harnash “ (227,29 oder 342,29) trägt und sich „ werliche “ (231,20) aktiv am Kampfgeschehen beteiligt, indem sie „ mit armbrusten schoz “ (230,3) und auch „ grozer würfe niht verdroz “ (230,4). Eine Beschreibung wie diese

nu stuont vrou Gyburc ze wer

mit uf geworfeme swerte

als ob sie strites gerte,(..) (227,12-227,14)[22]

hinterlässt somit den bleibenden Eindruck einer mutigen, kriegerischen, dabei klugen und treuen Verteidigerin der Burg Orange, was auch ihr Schwiegervater Heimrich nach seiner Ankunft zu loben weiß:

uns ist vil eren von iu geschehen.

wir sulen iu immer triuwen jehen,

want wir haben an disen stunden

unverzagetlich iuch vunden,

daz man Olivier noch Ruolant

nie genendeclicher vant,

unt ist ouch daz mit kiuschen siten. (250,13-250,19).

Es ist daher auch nicht verwunderlich, dass Gyburg später als einzige Frau an dem „ rat “ (296,29) der Fürsten teilnimmt:

Gyburc mit urloube dran

gienc zuo manegem werdem man. (297,1-297,2).

Dabei sieht sie trotz der Bitte um Schonung der Heiden zunächst Kampf und Rache als selbstverständlich:[23]

daz ir mit strite uf Alischanz

rechet den jungen Vivianz(..) (306,21-306,22).

Betrachtet man Heimrichs sehr positive Beurteilung Gyburgs allerdings genauer, fällt auf, dass er zum Schluss eine kleine Einschränkung vornimmt. Der Verweis auf die „ kiuschen siten “ (297,4) zeigt einen Rückbezug zu ihrer eigentlichen Rolle als Frau auf[24], was Gyburgs männliches Verhalten als Amazone und dessen allgemein positive Bewertung in einem anderen Licht erscheinen lässt.

2.1.2. Rückbezug zur Weiblichkeit

Denn obwohl Gyburgs kämpferische Darstellung zum Teil über damalige literarische Frauenvorstellungen hinausgeht, wird damit kein Ausbrechen aus dem System „traditionelle(r) Geschlechterrollen“[25] beabsichtigt.

Der Erzähler lobt die Hauptprotagonistin zwar mit Aussagen wie „ manliche sprach daz wip(…) “ (95,3), doch finden sich auch Kommentare mit eher negativer Konnotation:

mir w æ re ein zagheit geschehen,

ob ich ein wip het ersehen

so küenlich gestanden.

mir wirt halt sus enblanden,

so ich ungewapent wip grif an,

ob ich mit eren scheide dan. (243,23-243,28)[26].

Gyburgs eigener Ehemann hingegen „ nams durh liebe kleine war “ (243,30), dass seine Frau noch die Rüstung trägt. Als es jedoch an der Zeit ist, die Verwandten Willehalms zu empfangen, kann Gyburg „ ir wapenroc nu mit eren von ir legen “ (246,24-246,25), um sich nicht mehr „ manlich, ninder als ein wip “ (226,30) zu bewegen. Um die Männer zu unterhalten, sollen auch Gyburgs Edeldamen feine Kleider anziehen und sich für die Hilfe dankbar zeigen:

Alle mine juncvrouwen ich man,
leget iuwer besten kleider an: (…)
sprechet (…)
wir sin erwahsen uzer klage,
wan iuwer künfteclicher trost
hat uns vientlicher not erlost. (247,1-247,20).

Ihre Verdienste als Verteidigerinnen der Burg, welche Heimrich mit den lobenden Worten

Oransche was doch so bewart,
daz vrouwen hant hie pris bejaget:
die vant man werlich unverzaget. (264,6-264,8)

erwähnt, spielen nun keine Rolle mehr. Solche Kontraste in der Charakterisierung fallen besonders in der Beziehung von Gyburg und Willehalm auf.[27]

Als Gyburg annimmt, die Heiden würden nach der Belagerung zurückkommen, legt sie „ unverzagete “ (226,25) ihre Rüstung an. Beim Erkennen Willehalms fällt sie dagegen „ unversunnen “ (228,28) nieder. Damit Gyburg für ihren Ehemann nicht zu erschreckend wirkt, müssen also einige „weibliche Züge“[28] eingebaut werden. Das Bild der schwachen Frau wird in späteren Passagen vervollständigt, als Gyburg in Tränen ausbricht, mitunter so sehr, dass Heimrich sie auffordert, die Fassung zu bewahren:[29]

Sus saz diu klagende vrouwe
mit dem herzen touwe,
daz uzer brust durh diu ougen vloz,
ir liehten blicke ein teil begoz.
do sprac ir gedienter vater
hin ze ir alsus mit zühten bater
daz si ir weinen lieze sin verholen: (268,3-268,9).

[...]


[1] Die vorliegende Arbeit zitiert aus der Ausgabe: Wolfram von Eschenbach: Willehalm. Text und Übersetzung.

Text der Ausgabe von Werner Schröder. Übersetzung, Vorwort und Register von Dieter Kartschoke.

3. durchges. Aufl.. Berlin [u.a.] 2003 (De-Gruyter-Texte).

[2] Vgl. Greenfield, John/Miklautsch, Lydia: Der 'Willehalm' Wolframs von Eschenbach. Eine Einführung. Berlin

[u.a.] 1998 (De-Gruyter-Studienbuch) S.270. Im Folgenden zitiert als Greenfield.

[3] Greenfield S.2.

[4] Vgl. Ebds. S.220-271.

[5] Der Willehalm vereint Elemente der Legendendichtung, des Höfischen Romans und der Heldenepik.

Vgl. Ebds. S. 264-271.

[6] Ebds. S.270.

[7] Der Begriff Figur wird in dieser Arbeit allgemein als handelnde Person in einem literarischen Werk

verstanden. Die Problematik der Begriffe Figur und Charakter ist in der wissenschaftlichen Diskussion

ungeklärt (Vgl. hierzu Greenfield S.185-188) und wird daher weitgehend ausgeklammert.

[8] Vgl. auch Meissburger, Gerhard: Gyburg. In: ZfdPh 83 (1964), S. 65. Im Folgenden zitiert als Meissburger.

[9] Vgl. Gibbs, Marion E.: Wîplîches wîbes reht. A study of the woman characters in the works of Wolfram von

Eschenbach. Duquesne 1972 (Duquesne studies/ Philological series; 15), S.62. Im Folg. zitiert als Gibbs.

[10] Greenfield S.193.

[11] Vgl. Greenfield S.193.

[12] Die Arbeit von Eva Schäufele nimmt dagegen zum Teil auf reale Sicht der Frau zur Zeit Wolframs Bezug.

Vgl. Schäufele, Eva: Normabweichendes Rollenverhalten. Die kämpfende Frau in der deutschen Literatur

des 12. und 13. Jahrhunderts. Göppingen 1979 (GAG; 272). Im Folgenden zitiert als Schäufele.

[13] Wolframs bewusste Abänderung der Vorlage hinsichtlich der Gyburg-Figur wird vorausgesetzt und somit

. nicht fortwährend als Vergleichsmuster herangezogen. Vgl. Greenfield S.193.

[14] Die Arbeit von Kellermann-Haaf kommt zu ähnlichen Ergebnissen, allerdings bleibt sie bei einer positiven

Sicht von Gyburgs aktivem Verhalten stehen. Vgl: Kellermann-Haaf, Petra: Frau und Politik im Mittelalter.

Untersuchungen zur politischen Rolle der Frau in den höfischen Romanen des 12., 13. und 14.

Jahrhunderts. Göppingen 1986 (GAG; 456), S.88-95. Im Folgenden zitiert als Kellermann.

[15] Vgl. Grenzler, Thomas: Erotisierte Politik – Politisierte Erotik? Die politisch-ständische Begründung der

Ehe-Minne in Wolframs "Willehalm“, im "Nibelungenlied“ und in der "Kudrun“. Göppingen 1992

(GAG; 552), S.44. Im Folgenden zitiert als Grenzler.

[16] Vgl. die gesamte Episode 89,10-92,19.

[17] Vgl. 229,6-229,13.

[18] Vgl. hierzu auch Schäufele S.43 sowie

Ukena-Best, Elke: Die Klugheit der Frauen in Wolframs von Eschenbach Willehalm. Ein Beitrag zur

Erforschung des Frauenbildes in der höfischen Epik des deutschen Mittelalters. In: Krause,

Christine/Mayer, Silvia [u.a.] (Hrsg.): Zwischen Schrift und Bild. Entwürfe des Weiblichen in literarischer

Verfahrensweise. Heidelberg 1994, S.17-22. Im Folgenden zitiert als Ukena.

[19] Vgl. aber auch 111,17-111,25.

[20] Vgl. hierzu auch Ukena S.38.

[21] Vgl. Greenfield S.196.

[22] Joachim Bumke bezieht Gyburgs „kriegerisches Gebahren“ an dieser Stelle auf ihre „Frömmigkeitspraxis“.

Vgl. Bumke, Joachim: Wolframs Willehalm. Studien zur Epenstruktur und zum Heiligkeitsbegriff der

ausgehenden Blütezeit. Heidelberg 1959 (Germanische Bibliothek III), S.149. Im Folg. zitiert als Bumke.

Eine rein praktische Motivation Gyburgs scheint hier allerdings logischer, zumal im Textabschnitt kein

Glaubensbezug hergestellt wird. Zu dieser Ansicht gelangt auch Eva Schäufele, Vgl. S.95 Anm.165.

[23] Vgl. auch Schäufele S.96, sowie Liebertz-Grün, Ursula: Das trauernde Geschlecht. Kriegerische

Männlichkeit und Weiblichkeit im Willehalm Wolframs von Eschenbach. In: GRM 46 (1996), S.387.

Im Folgenden zitiert als Liebertz.

[24] Die Arbeit bezieht sich hier nicht auf Kartschokes deutsche Übersetzung der Textstelle, dennoch

sieht sie in der Erwähnung der Sitten einen Bezug zum weiblichen Rollenbild einer höfischen vrouwe.

Vgl. hierzu Schäufele S.58.

[25] Greenfield S.194.

[26] Vgl. dazu auch Greenfield S.195.

Ukena-Bests Aussage, Gyburg würde uneingeschränkt positiv beschrieben, scheint daher entkräftet.

Vgl. Ukena S.24.

[27] Vgl. hierzu auch Greenfield S.194; Gibbs S.62; Schäufele S.53.

[28] Schäufele S.94.

[29] Vgl. Schäufele S.57.

Details

Seiten
29
Jahr
2008
ISBN (eBook)
9783640378395
ISBN (Buch)
9783640378807
Dateigröße
525 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v132013
Institution / Hochschule
Universität Regensburg – Institut für Germanistik
Note
1,3
Schlagworte
Willehalm Gyburg Gyburc Figur Wolfram Eschenbach Seminararbeit

Autor

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Titel: Die Figur der Gyburg aus Wolframs von Eschenbach 'Willehalm'