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Weiterentwicklung des risikoorientierten Prüfungsansatzes

Seminararbeit 2008 23 Seiten

BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der risikoorientierte Prüfungsansatz
2.1. Ein Überblick
2.2. Definitionen
2.3. Ablauf der risikoorientierten Prüfung
2.4. Kritik am risikoorientierten Prüfungsansatz

3. Weiterentwicklung des risikoorientierten Prüfungsansatzes
3.1. Gründe
3.2. Varianten der weiterentwickelten risikoorientierten Prüfung
3.2.1. Geschäftsrisikoorientierter Prüfungsansatz
3.2.1.1. Einführung
3.2.1.2. Kernidee
3.2.1.3. Ablauf des geschäftsrisikoorientierten Prüfung
3.2.1.4. Kritik am geschäftsrisikoorientierten Prüfungsansatz
3.2.2. Tätigkeitsorientierter Prüfungsansatz
3.2.3. Abschlusspostenorientierter Prüfungsansatz

4. Schlussbetrachtung
4.1. Ausblick
4.2. Fazit

Anhang

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abb. 2.1.: Wasserhahn-Sieb-Analogie des AICPA

Abb. 2.3.: Arten von Prüfungshandlungen

Abb. 3.2.2.: Tätigkeitskreise und ihre Zusammenhänge

1. Einleitung

Lange Zeit begnügte sich die Wirtschaftsprüfung nur des risikoorientierten Prüfungsansatzes zur Prüfung. Doch nach und nach kamen neue Ideen auf, da es fraglich war, ob der risikoorientierte Prüfungsansatz der sich immer schneller drehenden Welt der Wirtschaft genüge. Auf Grund dessen entwickelten Theorie und Praxis den risikoorientierten Prüfungsansatz weiter. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich genau mit dieser Thematik. Dabei wird in Kapitel 2 der traditionelle risikoorientierte Prüfungsansatz dargestellt. Darüber hinaus werden in diesem Kapitel die zum Verständnis grundlegenden Definitionen vorgestellt, der Ablauf wird geschildert und der Ansatz wird kritisch gewürdigt.

In Kapitel 3 werden die weiterentwickelten Ansätze dargestellt. Es werden Gründe dargelegt, welche aufzeigen sollen warum es zu einer Weiterentwicklung kam. Anschließend erfolgt eine Beschreibung des Ablaufs, sowie eine kritische Würdigung dieser Ansätze. Dabei wird auf den geschäftsrisikoorientierten Prüfungsansatz besonders eingegangen, während der tätigkeits- und abschlusspostenorientierte Prüfungsansatz nur kurz dargestellt werden.

In Kapitel 4 wird schließlich ein Ausblick auf die momentane Situation und die aktuell in der Wirtschaftsprüfung geführte Diskussion zu einer weiter Weiterentwicklung der Prüfungsansätze dargeboten. Es werden aktuelle Diskussionen dargestellt und gewürdigt. Zum Schluss erfolgt ein kurzes Fazit.

2. Der risikoorientierte Prüfungsansatz

2.1. Ein Überblick

Das Ziel der Abschlussprüfung besteht im Allgemeinen in der Abgabe eines vertrauenswürdigen Prüfungsurteils darüber, ob der JA und der Lagebericht mit den relevanten nationalen bzw. internationalen Rechnungslegungsnormen übereinstimmen1.

Um dabei die Gefahr falscher Urteile zu minimieren, folgt die traditionelle Abschlussprüfung dem sog. risikoorientierten Prüfungsansatz. Bevor dieser erklärt wird, sollen zunächst die grundlegende Definition dargestellt werden.

2.2. Definitionen

Aufgrund des Zieles der Abschlussprüfung hat der Abschlussprüfer dasPrüfungsrisikoauf ein akzeptables Maß2 zu reduzieren3. Dieses wird definiert als die Wahrscheinlichkeit, dass der Abschlussprüfer den JA bzw. ein Prüffeld trotz wesentlicher Fehler akzeptiert4. Dieses Risiko, welches auch als/3-Fehler5bezeichnet wird, ist ausdrücklicher Gegenstand des risikoorientierten Prüfungsansatzes6, da ein solcher Fehler zu keinen weiteren Prüfungshandlungen führt. Um dieses Risiko einzuschätzen, bedient sich die Praxis des sog. Risikomodells, welches nun mitsamt seiner Bestandteile erläutert wird.

Gem. Graumann lautet die Grundgleichung des risikoorientierten Prüfungsansatzes: (1)PR = IR * KR * ER7.

Unter deminhärenten Risikowird die Gefahr verstanden, welche sich aus der wirtschaftlichen Situation des zu prüfenden Unternehmens ergibt8. Der Abschlussprüfer kann dieses nur schätzen, nicht aber kontrollieren oder beeinflussen9.

Hingegen bezeichnet man alsKontrollrisikodie Gefahr, dass das Interne Kontrollsystem (IKS) wesentliche Fehler und Manipulationen nicht entdeckt und verhindert. Auch dieses kann vom Abschlussprüfer nur geschätzt, aber nicht beeinflusst werden10.

Inhärentes Risiko und Kontrollrisiko bilden gemeinsam das sog. Fehlerrisiko. Dieses gibt die Wahrscheinlichkeit an, dass ein Prüffeld wesentliche Fehler enthält11.

DasEntdeckungsrisikohingegen lässt sich durchaus vom Abschlussprüfer beeinflussen, denn es setzt sich aus dem Risiko zusammen, dass der Abschlussprüfer bei der Durchführung von analytischen Prüfungshandlungen wesentliche, in den Prüffeldern enthaltene Fehler nicht aufdeckt, und aus dem Risiko, dass die Anwendung von Einzelfallprüfungen nicht zur Aufdeckung wesentlicher Fehler im JA führt12.

Dieses Risikomodell lässt sich durch die „Wasserhahn-Sieb-Analogie“ des AICPA erläutern, welche man Abb.2.1 entnehmen kann.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2.1.: Wasserhahn-Sieb-Analogie des AICPA13

[...]


1 Vgl. Marten, Quick, Ruhnke (2007), S.213

2 In der Praxis meistens maximal 5%, Allerdings sind Abweichungen möglich.

3 Vgl. IDW PS 261

4 Vgl. IDW PS 261.6

5 Auf den a-Fehler soll nicht eingegangen werden, da bei Vorliegen dieses Fehlers das betroffene Prüffeld grds. Nochmal geprüft wird; Vgl. Marten, Quick, Ruhnke (2007), S. 213

6 Vgl. Wolz (2003), S. 50

7 Vgl. Graumann (2007), S. 151-166

8 Vgl. Selchert (1996), S. 148

9 Vgl. Marten, Quick, Ruhnke (2007), S. 215

10 Vgl. Marten, Quick, Ruhnke (2007), S.216

11 Vgl. Krey (2001), S. 64

12 Vgl. Selchert (1996), S. 156

13 Vgl. Marten, Quick, Ruhnke (2007), S. 217

Details

Seiten
23
Jahr
2008
ISBN (eBook)
9783640402243
ISBN (Buch)
9783640402588
Dateigröße
822 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v131104
Institution / Hochschule
Universität Siegen – Lehrstuhl BWL II - Betriebswirtschaftliche Steuerlehre und Prüfungswesen des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften, Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftsrecht
Note
3,0
Schlagworte
Weiterentwicklung Prüfungsansatzes

Autor

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Titel: Weiterentwicklung des risikoorientierten Prüfungsansatzes