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Körpersprache. Gestik und Mimik richtig deuten

Hausarbeit 2008 9 Seiten

Soziologie - Kommunikation

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitung

2. Angeborene Signale
2.1 Ein Lächeln wirkt Wunder
2.2 Worte können lügen – Mimik nicht

3. Der Körper spricht
3.1 Die Füße
3.2 Die Hände
3.2.1 Der „perfekte“ Händedruck

4. Fazit

Literaturangaben und Quellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

„Man kann nicht nicht kommunizieren“ - und damit bringt es Paul Watzlawik auf den Punkt. Jede Geste, jede Mimik ist Sprache – Körpersprache.

Diese Form von Kommunikation ist durchaus relevant, insbesondere dann, wenn ich die versteckten Zeichen meines Gegenübers richtig deuten kann. Auf Körpersprache reagiert jeder und auch jeder nimmt sie wahr. Deshalb ist es wichtig, auf die kleinen, manchmal versteckten Hinweise zu achten – doch kann es auch gefährlich sein, dieser Art von Kommunikation blind zu vertrauen.

In vielen Berufsgruppen ist die Körpersprache jedoch unentbehrlich. Nehmen wir z. B. einen Richter. Im Gerichtssaal ist es für ihn unerlässlich, auf die Körperhaltung, die Mimik und Gestik der Prozessbeteiligten zu achten, um von ihm befragte Personen besser einschätzen zu können. Viele Menschen senden eindeutige Signale, wenn sie lügen oder sich in einer Sache nicht sicher sind. Oft erkennt man an der Mimik einer Person, ob sie emotional ergriffen ist oder sensibel auf bestimmte Themen reagiert. Diese Zeichen und Signale erkennt ein geschulter Richter sofort und kann so darauf reagieren. Ebenso verfahren Polizeibeamte oder Sozialarbeiter. Was wäre eine Psychotherapie ohne Körpersprache? Auch hier spielt sie eine wesentliche Rolle, wenn beispielsweise mit Ängsten von Patienten umgegangen werden muss.

Aber was verstehen wir eigentlich unter Körpersprache? Versteht sie jeder gleich? Kann man das Deuten von Körpersprache trainieren?

2. Angeborene Signale

Körpersprache wird meistens unbewusst eingesetzt. Viele Menschen merken nicht, was sie mit ihrer jeweiligen Haltung ausdrücken. Es scheint, als reagiert das Unterbewusste automatisch auf äußere Einflüsse, ohne dass wir selbst entscheiden, wann wir lächeln, die Arme verschränken oder uns von unserem Gegenüber zurück ziehen. Diese Form der Körpersprache ist angeboren.[1] Die dabei abgegebenen Signale sind biologisch begründet und werden für die Werbung, Imponiergehabe und Territorialverhalten eingesetzt.[2]

2.1 Ein Lächeln wirkt Wunder

Das Lächeln ist die wohl ausdrucksvollste Form der angeborenen Körpersprache. Ein Lächeln macht sympathisch, drückt Empathie oder Zuneigung aus. Ein Lächeln, das von Herzen kommt, wirkt auf jeden positiv und bringt Menschen untereinander näher. Und doch ist nicht jedes Lächeln gleich. Wir Menschen lernen schnell, wann jemand wirklich lächelt und wann ein Lächeln oder Lachen aufgesetzt wirkt. Ein „echtes“ Lächeln erstreckt sich über das ganze Gesicht, lässt kleine Fältchen um die Augen erkennen und hebt die Wangenmuskulatur.[3] Das gestellte Lachen erreicht die Muskulatur im oberen Gesichtsfeld nicht.[4]

Babies lächeln schon im Alter von 6 Wochen gezielt dann, wenn sie ein vertrautes Gesicht sehen. Sie denken nicht darüber nach, warum sie lächeln und wenn die Mutter oder der Vater zurück lächelt, ist die Zuneigung und die Liebe zwischen Eltern und Kind deutlich zu sehen. Auch diese Signale sind angeboren und verstärken das Band zwischen Eltern und Kind. Die Biologie der Menschen scheint das Lächeln somit als erstes Kommunikationsmittel zwischen Eltern und Kind eingerichtet zu haben.

Dieses „Wunder der Natur“ zeigt, dass man so manches Mal mit der Körpersprache viel mehr sagen kann, als durch das gesprochene Wort.

2.2 Worte können lügen – Mimik nicht

Als Mimik bezeichnen wir die Sprache des gesamten Gesichtes. Bei vielen Menschen erkennt man schon am Gesichtsausdruck, wie sie sich momentan fühlen. Ob es ihnen gut geht oder schlecht – man kann es sehen!

Oft verändert schon die kleinste Gefühlsregung das Gesicht und dessen Ausdruck. Die Wut unseres Gegenübers deuten wir meist schnell und richtig, ebenso die Sorgenfalten, hängende Mundwinkel, Trauer oder den gelangweilten Blick. Diese ganzen Zeichen im Gesicht des anderen geben uns Gelegenheit, darauf zu reagieren.

Es ist schwer, diese Form der Körpersprache zu unterdrücken und gelingt nur dem, der dies lange trainiert, und auch dann nur für eine relativ kurze Zeit. Ein gutes Beispiel hierfür sind Pokerspieler. Sie trainieren Jahre, um ihre Mimik ausdruckslos wirken zu lassen und trotz dieses jahrelangen Trainings, verdecken viele Spieler ihr Gesicht, insbesondere ihre Augen, zusätzlich hinter einer Sonnenbrille. Pokerspieler versuchen also, mit der Unterdrückung der Mimik, keinerlei Gefühlsregung zu zeigen und wissen genau, welche kleinsten Veränderungen im Gesicht auf ein gutes oder schlechtes Kartenblatt deuten.

3. Der Körper spricht

„Der Körper ist der Handschuh der Seele, seine Sprache das Wort des Herzens.“[5]

Wir sprechen jedoch nicht nur mit unserer Mimik. Unser ganzer Körper kann ausdrücken, wie wir uns momentan fühlen. Die Haltung unserer Hände, Arme, Beine, ja sogar unserer Füße können Stärke oder Unsicherheit ausdrücken. Dabei hat jeder Teil des Körpers verschiedene Ausdrucksmöglichkeiten[6] und bildet mit dem Rest des Körpers einen Gesamtausdruck. Hierzu meinte Samy Molcho treffend: „Ein Wort hat einen Inhalt und bildet keinen Satz.“[7]

3.1 Die Füße

Nach Samy Molcho sind es gerade die Füße eines Menschen, an denen man deren Selbstvertrauen erkennen kann. Hierbei spielt der Bodenkontakt der Füße eine wesentliche Rolle.[8] Ein Fuß, welcher fest auf dem Boden steht, deutet Stärke und Standvermögen an. Ein wippender Fuß hingegen spricht eher für Unsicherheit.

„Ein braves Kind steht immer mit geschlossenen Füßen da.“[9] Wenn wir länger über diesen Satz nachdenken, werden wir bemerken, wie viel Wahrheit in ihm steckt. Bewusst wahrgenommen haben die Unsicherheit eines Kindes, die durch die geschlossene Fußhaltung und gesenktem Kopf ausgedrückt wird, wohl die wenigsten von uns, auch wenn uns diese Körperhaltung durchaus bekannt vorkommt. Hierbei signalisieren gerade die Füße des Kindes, dass es auf einem Fleck steht und seine Bewegungsfreiheit eingeschränkt ist. Ein Ausweichen nach links oder rechts ist dem Kind nicht möglich.[10]

[...]


[1] Vgl.: Samy Molcho, „Alles über Körpersprache“, 7. Auflage, S. 30, 1. Absatz.

[2] Vgl.: Samy Molcho, „Alles über Körpersprache“, 7. Auflage, S. 30, 1. Absatz.

[3] Quelle: http://www.gilthserano.de/personality/body/0001.html

[4] Quelle: http://www.gilthserano.de/personality/body/0001.html

[5] Zitat von Samy Molcho

[6] Vgl.: Samy Molcho, „Alles über Körpersprache“, 7. Auflage, S. 146, 1. Absatz.

[7] Vgl.: Samy Molcho, „Alles über Körpersprache“, 7. Auflage, S. 146, 1. Absatz

[8] Vgl.: Samy Molcho, „Alles über Körpersprache“, 7. Auflage, S. 153, 2. Absatz

[9] Vgl.: Samy Molcho, „Alles über Körpersprache“, 7. Auflage, S. 153, 4. Absatz.

[10] Vgl.: Samy Molcho, „Alles über Körpersprache“, 7. Auflage, S. 153, 4. Absatz.

Details

Seiten
9
Jahr
2008
ISBN (eBook)
9783640414130
ISBN (Buch)
9783640411993
Dateigröße
456 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v128467
Institution / Hochschule
Technische Hochschule Köln, ehem. Fachhochschule Köln
Note
1,3
Schlagworte
Körpersprache

Autor

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Titel: Körpersprache. Gestik und Mimik richtig deuten