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Von der Ich-Analyse zur Massenpsychologie

Eine Untersuchung von Chuck Palahniuks Roman "Fight Club" unter psychoanalytischen Gesichtspunkten

Studienarbeit 2005 30 Seiten

Didaktik - Deutsch - Literatur, Werke

Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung: Thema und Vorgehensweise

2. Einige Aspekte der psychoanalytischen Theorie Sigmund Freuds
a. Die infantile Sexualität
b. Ödipus- und Kastrationskomplex
c. Fetischismus und Ich-Spaltung
d. Masochismus und Sadismus
e. Narzissmus und Ichideal
f. Lebens – und Todestriebe
g. Massenpsychologie bei Le Bon und Freud

3. Chuck Palahniuks Fight Club
a. Synopsis
b. Das Vorleben des Erzählers: Familie und Appartementleben
c. “Support Groups”: Marla und die Berührung mit Weiblichkeit
d. Fight Club: „Was sich liebt, das schlägt sich“
e. Project Mayhem: Vom Kampfclub zum Klassenkampf

4. Schluss

Bibliographie

1. Einleitung: Thema und Vorgehensweise.

In Massenpsychologie und Ich-Analyse schreibt Freud:

„Wenn die Psychologie, welche die Anlagen, Triebregungen, Motive, Absichten eines einzelnen Menschen bis zu seinen Handlungen und in die Beziehungen zu seinen Nächsten verfolgt, ihre Aufgabe restlos gelöst und alle diese Zusammenhänge durchsichtig gemacht hat, dann fände sie sich plötzlich vor einer neuen Aufgabe, die sich ungelöst vor ihr erhebt. Sie müsste die überraschende Tatsache erklären, daß dies ihr verständlich gewordene Individuum unter bestimmten Bedingungen ganz anders fühlt, denkt und handelt als von ihnen zu erwarten stand, und diese Bedingung ist die Einreihung in eine Menschenmenge, welche die Eigenschaften einer „psychologischen Masse“ erworben hat.“[1]

Chuck Palahniuks Roman Fight Club erzählt zunächst vom Schicksal eines vereinsamten Einzelnen, dessen psychischer Konflikt in die Spaltung seines Bewusstseins mündet. Der Mann, dessen Vater als er sechs war die Familie verließ, schafft sich einen imaginären Freund, Tyler Durden, der alles ist, was er selbst nie war (und hatte). Doch bald stellt der Erzähler fest, dass er nicht alleine ist mit seinen Gefühlen. Aus einer Schlägerei mit Tyler entwickeln sich illegale Box-Clubs, und aus den illegalen Box-Clubs eine große terroristische Verschwörung, die sich die Vernichtung der Zivilisation zum Ziel gesetzt hat.

In meiner Arbeit stelle ich also zunächst die Frage nach den Triebregungen und Motiven in der Biographie des Erzählers, die zu seiner Bewusstseinsspaltung führten und schließlich warum Tyler Durden, das zweite Ich des Erzählers, das Potenzial besitzt sich an die Spitze einer Massenbewegung zu stellen.

Hierzu werde ich zunächst einige Aspekte der Psychoanalyse Sigmund Freuds erläutern und auf dieser theoretischen Basis den Roman Fight Club untersuchen. Ausdrücklich soll es nicht darum gehen den Autor Chuck Palahniuk auf die Couch zu legen, in seiner Biographie Gründe dafür zu suchen, warum er schreibt, was er schreibt, sondern ausschließlich darum, einen Schlüssel für die textimmanente Psychologie des Romans zu finden.

2. Einige Aspekte der psychoanalytischen Theorie Sigmund Freuds

a. Die infantile Sexualität

Freud ging davon aus, dass entgegen der allgemeinen Ansicht seiner Zeit die sexuelle Entwicklung eines Menschen nicht erst mit der Pubertät, sondern bereits in der frühen Kindheit beginne und dass gerade die Verleugnung des infantilen Sexuallebens zum großen Unwissen über die Sexualität der Erwachsnen beigetragen habe: „Ein gründliches Studium der Sexualäußerungen des Kindes würde uns wahrscheinlich die wesentlichen Züge des Geschlechtstriebes aufdecken, seine Entwicklung verraten und seine Zusammensetzung aus verschiedenen Quellen zeigen.“[2] Er meinte also, dass bereits „das Neugeborene Keime von sexuellen Regungen mitbringt.“[3] Die sexuelle Betätigung des Kleinkindes sei zunächst autoerotisch, d.h. sie gehe von bestimmten erogenen Zonen[4] an seinem eigenen Körper aus und ihr Sexualziel bestehe darin Befriedigung durch die Reizung dieser Zonen zu erzielen. Wichtige erogene Zone seien zunächst die Lippen, die durch das Lutschen am Daumen stimuliert werden, was wahrscheinlich auf das Saugen an der Mutterbrust zurückgehe, sowie die Afterschleimhaut, die das Kind durch langes Zurückhalten der Darmentlehrung reize und schließlich die Genitalien. Während sich bei der „normalen“ Sexualentwicklung die Libido[5] des Kindes, im Interesse der Fortpflanzung auf den Genitalien bündle, könnten Fixierungen an bestimmte erogene Zonen sich später pathologisch auswirken. Der Autoerotismus besitze, so Freud, noch kein Sexualobjekt im eigentlichen Sinne und das Kind treffe die erste Objektwahl im Rahmen des Ödipuskomplexes.

b. Ödipus- und Kastrationskomplex

Freuds Traumtheorie beruht zunächst[6] auf der Annahme, dass Träume grundsätzlich der Erfüllung von Wünschen dienen. Während diese Wünsche in einfacheren Träumen eindeutig erkennbar sind, etwa wenn sich ein Kind die Süßigkeiten erträumt, die ihm am Tage verwährt blieben, oder der im Schlaf durstende eine sprudelnde Quelle, treten sie in komplexeren Träumen oft nur in entstellter Form auf. Der allgemeine Satz „Der Traum ist eine Wunscherfüllung“[7] muss also modifiziert werden: „Der Traum ist die (verkleidete) Erfüllung eines (unterdrückten, verdrängten) Wunsches.“[8] Die Mechanismen der Entstellung, die sog. Traumarbeit, sollen hier nicht weiter erläutert werden, wichtig ist nur zu erwähnen, dass Freud davon ausgeht, dass die verdrängten Wünsche, die in den Träumen wiederkehren, oftmals der Kindheit des Träumenden entstammen.

Erklärte sich der so zu Tage geförderte Wunsch vom Tod eines Geschwisters noch relativ einfach aus dem Egoismus des Kindes, dass Geschwister als Konkurrenten im Kampf um die elterliche Gunst ansah, bereitete der Wunsch vom Tod eines Elternteils, der ebenso oft vorkam, Kopfzerbrechen, weil er gerade von einem egoistischen Standpunkt betrachtet irrational sei, da das Kind auf die Eltern angewiesen war.

„Zur Lösung dieser Schwierigkeit leitet uns die Erfahrung, daß die Träume vom Tod der Eltern überwiegend häufig den Teil des Elternpaares betreffen, der das Geschlecht des Träumers teilt, daß also der Mann zumeist vom Tod des Vaters, das Weib vom Tode der Mutter träumt. [...] Es verhält sich – grob gesprochen – so, als ob eine sexuelle Vorliebe sich frühzeitig geltend machen würde, als ob der Knabe im Vater, das Mädchen in der Mutter den Mitbewerber in der Liebe erblickte, durch dessen Beseitigung ihm nur Vorteil erwachsen kann.“[9]

Im folgenden zeigt Freud auf, dass starke Liebe gegen den einen und Hass gegen den anderen Elternteil im Leben aller Psychoneurotiker von entscheidender Bedeutung ist, geht aber nun davon aus, dass das selbe Phänomen in der Kindheit jedes Menschen eine große Rolle spiele. So habe Sophokles’ Tragödie vom König Ödipus, der als Kind verstoßen, später unwissentlich seinen Vater Laios, König von Theben, erschlug und seine Mutter Jokaste heiratete, ihre Wirkung über mehr als zwei Jahrtausende nicht verloren, „weil das Orakel vor unserer Geburt denselben Fluch über uns verhängt hat, wie über ihn [Ödipus]“. Seine Tat sei die „Wunscherfüllung unserer Kindheit.“[10] Deshalb nennt Freud das psychologische Phänomen von der Hingezogenheit zum gleichgeschlechtlichen und Ablehnung des andersgeschlechtlichen Elternteils, dass im Alter zwischen drei und fünf Jahren auftrete, Ödipuskomplex.

Er geht nun davon aus, dass der Ödipuskomplex im Normalfall durch die Kastrationsdrohung beendet würde. Zu dem Zeitpunkt wenn sich die Libido des männlichen Kindes auf seinem Penis gebündelt habe, suche es sich durch manuelle Onanie zu befriedigen. Um dies zu unterbinden würden erwachsene, meist weibliche Erziehungspersonen „mehr oder minder deutlich, mehr oder weniger brutal die Drohung [...]“ aussprechen, „dass man ihn dieses, von ihm hochgeschätzten Teiles berauben werde“[11], wobei die Vollstreckung des Urteils oft dem Vater oder einem Arzt, also einer männlichen Person, zugeschoben werde. Das Kind, dass nach Freud noch davon überzeugt sei, dass alle Menschen über dasselbe Genitale, also ein dem seinen ähnliches verfügen würden, ignoriere dieser Drohung zunächst, bis es den Genitalbereich eines Mädchens zu sehen bekomme, und sich so „von dem Mangel eines Penis bei einem ihm so ähnlichen Wesen“ überzeugen müsse. „Damit ist auch der eigene Penisverlust vorstellbar geworden, die Kastrationsdrohung gelangt nachträglich zur Wirkung.“[12] Im Ödipuskomplex hatte das Kind zwei Möglichkeiten der Identifizierung: Entweder es wollte die Position des Vaters einnehmen, so dass dieser ihm als Rivale im Weg stünde oder die der Mutter, was diese überflüssig machen würde.[13] Die Erkenntnis der Kastration der Mutter verstelle nun beide Möglichkeiten der Identifizierung, weil im ersteren Falle, die Kastration durch den Vater als Strafe die Folge sein könnte, während im letzteren das Kind freiwillig auf seinen Penis verzichten würde.

„Wenn die Liebesbefriedigung auf dem Boden des Ödipuskomplexes den Penis kosten soll, so muß es zum Konflikt zwischen dem narzißtischen Interesse an diesem Körperteil und der libidinösen Besetzung der elterlichen Objekte kommen. In diesem Konflikt siegt normalerweise die erstere Macht; das Ich des Kindes wendet sich vom Ödipuskomplex ab.“[14]

Freud geht nun davon aus, dass mit der Überwindung des Ödipuskomplex eine sexuelle Latenzperiode einsetze, in der durch Verdrängung einige libidinöse Strebungen des Kindes verändert würden, so dass sie sich in der zweiten Blütezeit der Sexualität während der Pubertät gewandelt hätten.

„Ihre Sexualziele haben eine Milderung erfahren, und sie stellen nun das dar, was wir als die zärtliche Strömung des Sexuallebens bezeichnen können. Erst die psychoanalytische Untersuchung kann nachweisen, daß sich hinter dieser Zärtlichkeit, Verehrung und Hochachtung die alten, jetzt unbrauchbar gewordenen Sexualstrebungen der infantilen Partialtriebe verbergen.“[15]

Beschließen will ich diesen Abschnitt mit einem Zitat in dem Freud die sexuelle Herkunft der zärtlichen Gefühle unterstreicht und überdies auf einen wichtigen Charakterzug dieser hinweist:

„Der Psychologie [...] stellen sich die zärtlichen Gefühlsbindungen jedenfalls als solche dar, die nicht nach dem Sexuellen zielen, wenngleich sie aus solchen, die danach gestrebt haben, hervorgegangen sind. Wir sind berechtigt zu sagen, sie sind von ihren sexuellen Zielen abgelenkt worden [...]. Die zielgehemmten Sexualtriebe haben vor den ungehemmten einen großen funktionellen Vorteil. Da sie einer eigentlich vollen Befriedigung nicht fähig sind, eignen sie sich besonders dazu, dauernde Bindungen zu schaffen, während die direkt sexuellen jedes Mal durch die Befriedigung ihrer Energie verlustig werden und auf die Erneuerung durch Wiederanhäufung der sexuellen Libido warten müssen, wobei inzwischen das Objekt gewechselt werden kann.“[16]

c. Fetischismus und Ich-Spaltung

Als Fetischismus bezeichnet Freud in der ersten seiner Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie:

„[J]ene Fälle, in denen das normale Sexualobjekt ersetzt wird durch ein anderes, das zu ihm in Beziehung steht, dabei aber völlig ungeeignet ist, dem normalen Sexualziel zu dienen. [...] Der Ersatz für das Sexualobjekt ist ein im allgemeinen für sexuelle Zwecke sehr wenig geeigneter Körperteil (Fuß, Haar) oder ein unbelebtes Objekt, welches in nachweisbarer Relation mit der Sexualperson, am besten mit der Sexualität derselben, steht. (Stücke der Kleidung, weiße Wäsche.) Dieser Ersatz wird nicht mit Unrecht mit dem Fetisch verglichen, in dem der Wilde seinen Gott verkörpert sieht.“[17]

Während Freud ein gewisses Stück dieses Verhaltens als normalen Bestandteil des Sexuallebens begreift, „besonders in jenen Stadien der Verliebtheit, in welchen das normale Sexualziel unerreichbar oder dessen Erfüllung aufgehoben erscheint“, werde es erst dann pathologisch, „wenn sich das Streben nach dem Fetisch über solche Bedingungen hinaus fixiert und sich an die Stelle des normalen Ziels setzt, ferner wenn sich der Fetisch von der bestimmten Person loslöst, zum alleinigen Sexualobjekt wird.“[18] Später ging Freud der psychologischen Ursache dieses Phänomens nach. Er meint nun, dass es sich bei dem Fetisch um einen Penisersatz handle, er ersetzte dem Fetischisten den Penis der Mutter, von dessen Existenz er als Kind überzeugt gewesen sei und der er nun nicht abschwören wolle, um die Möglichkeit seiner eigenen Kastration weiterhin zu verleugnen.[19] Der Fetisch diene also dazu die Mutter um den Penis zu komplettieren. Das Interesse, das das Kind am Phallus der Mutter hegte, übertrage sich so auf den Fetisch und erfahre dabei noch „eine außerordentliche Steigerung, weil der Abscheu vor der Kastration sich in der Schaffung dieses Ersatzes ein Denkmal gesetzt“[20] habe. So erhalte sich bei allen Fetischisten eine Abneigung gegen das weibliche Genitale und allein der Fetisch mache die Frau als Sexualobjekt annehmbar und schütze den Fetischisten vor der Homosexualität.

Die Ich-Spaltung erklärt Freud wiederum aus der Kastrationsdrohung. Ein Kind dem im frühen Alter, eine gewisse Befriedigung seiner Triebe zu Teil geworden war, muss dieser Befriedigung nun entsagen und beginnt, als Ersatzhandlung, zu onanieren und wird dafür mit der Kastration bedroht. Das Kind befinde sich also in der Situation, dass es entweder an die Kastrationsdrohung glauben und auf die Befriedigung seiner Triebe verzichten oder die Realität der Drohung verleugnen müsse.

„Das Kind tut aber keines von beiden, oder vielmehr, es tut gleichzeitig beides, was auf dasselbe hinauskommt. Es antwortet auf den Konflikt mit zwei entgegengesetzten Reaktionen, beide giltig und wirksam. Einerseits weist es mit Hilfe bestimmter Mechanismen die Realität ab und läßt sich nichts verbieten, andererseits anerkennt es im gleichen Atem die Gefahr der Realität, nimmt die Angst vor ihr als Leidenssymptom auf sich und sucht sich später ihrer zu erwehren.“[21]

So käme der Trieb zu seinem Recht, und gleichzeitig würde auch die reale Drohung respektiert, allerdings „auf Kosten eines Einrisses im Ich, der nie wieder verheilen, aber sich mit der Zeit vergrößern wird.“[22]

d. Masochismus und Sadismus

„Die Neigung, dem Sexualobjekt Schmerz zuzufügen, und ihr Gegenstück, diese häufigste und bedeutsamste aller Perversionen, ist in ihren beiden Gestaltungen, der aktiven und der passiven, von v. Krafft-Ebing als Sadismus und Masochismus bezeichnet worden.“[23]

Der Ursprung des Sadismus lasse sich leicht erkennen, da gerade die männliche Sexualität oft über eine gewissen Anteil von Aggression verfüge und der Sadismus somit „einer selbständig gewordenen, übertriebenen, durch Verschiebung an die Hauptstelle gerückten aggressiven Komponente des Sexualtriebs“ entspräche.[24] Freud vermutet nun, dass der Masochismus niemals primär auftrete[25], sondern sich immer aus einer Umbildung des Sadismus ergebe, bei der der Sadist sich selbst in die Position des Sexualobjekts setze. Weiterhin weist er darauf hin, dass die aktive und die passive Lust am Schmerz sich immer zusammen bei einer Person auffinden: „Ein Sadist ist immer gleichzeitig auch ein Masochist, wenngleich die aktive oder passive Seite der Perversion bei ihm stärker ausgebildet sein und seine vorwiegende sexuelle Betätigung darstellen kann“.[26]

Später unterteilte Freud den Masochismus in drei verschiedene Formen. Je nachdem, ob es sich um „eine Bedingtheit der Sexualerregung, [...] ein[en] Ausdruck des femininen Wesens“ oder „eine Norm des Lebensverhaltens (behaviour)“ handle, könne man „ erogenen, femininen und moralischen Masochismus“ unterscheiden.[27] Ich will hier nur auf den femininen Masochismus kurz eingehen.

[...]


[1] Sigmund Freud: Massenpsychologie und Ich-Analyse in Derselbe: Studienausgabe Bd. IX: Fragen der Gesellschaft; Ursprünge der Religion, Frankfurt am Main 1974, S. 67.

[2] Vgl.: Sigmund Freud: Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie in Studienausgabe; in Derselbe: Studienausgabe Bd. V: Sexualleben, Frankfurt am Main 1972, S. 81.

[3] Vgl.: Sigmund Freud: Ebd., S. 84.

[4] Als erogene Zone bezeichnet Freud: „eine Haut- oder Schleimhautpartie, an der Reizungen von gewisser Art eine Lustempfindung von gewisser Qualität hervorrufen.“

Vgl.: Sigmund Freud: Ebd., S. 90.

[5] Zur Klärung einiger grundlegender Begriffe der Psychoanalyse: Libido: „Die Tatsache geschlechtlicher Bedürfnisse bei Mensch und Tier drückt man in der Biologie durch die Annahme eines „Geschlechtstriebs“ aus. Man folgt dabei der Analogie mit dem Trieb nach Nahrungsaufnahme, dem Hunger. Eine dem Worte „Hunger“ entsprechende Bezeichnung fehlt der Volkssprache; die Wissenschaft gebraucht als solche „ Libido ““. (Hervorhebungen stammen grundsätzlich vom jeweils zitierten Autor.)

Als Sexualobjekt bezeichnet man „die Person, von welcher die geschlechtliche Anziehung ausgeht“, als Sexualziel die „Handlung, nach welcher der Trieb drängt“.

Alle Zitate vgl.: Sigmund Freud: Ebd., S. 47.

[6] In wie weit Freud diese Ansicht später in ihrer Allgemeingültigkeit einschränkte, wird unten erläutert werden.

[7] Vgl.: Sigmund Freud: Die Traumdeutung, Studienausgabe Bd. II, Frankfurt am Main 1972, S. 141 Kapitelüberschrift.

[8] Vgl.: Sigmund Freud: Ebd., S. 175.

[9] Vgl.: Sigmund Freud: Ebd., S. 260f.

[10] Vgl.: Sigmund Freud: Ebd., S.267.

[11] Vgl.: Sigmund Freud: Der Untergang des Ödipuskomplexes in Derselbe: Studienausgabe; Bd. V: Sexualleben, Frankfurt am Main 1972, S. 246.

[12] Vgl.: Sigmund Freud: Ebd., S. 247.

[13] Freud hebt hervor, dass das Kind zu jenem Zeitpunkt, über den eigentlichen Vorgang des Geschlechtsakts im Unklaren sei, „gewiß spielte aber der Penis dabei eine Rolle, denn dies bezeugten sein Organgefühle.“

Vgl.: Sigmund Freud: Ebd., S. 248.

[14] Vgl.: Sigmund Freud: Ebd.,S. 248.

[15] Vgl.: Sigmund Freud: Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie in Studienausgabe; in Derselbe: Studienausgabe Bd. V: Sexualleben, Frankfurt am Main 1972, S. 105.

[16] Vgl.: Sigmund Freud: Massenpsychologie und Ich-Analyse in: Derselbe: Studienausgabe; Bd. IX: Fragen der Gesellschaft Ursprünge der Religion, Frankfurt am Main 1974, S.

[17] Vgl.: Sigmund Freud: Drei Abhandlungen..., S. 63.

[18] Vgl.: Sigmund Freud: Ebd., S. 64.

[19] Vgl.: Sigmund Freud: Fetischismus in Derselbe Studienausgabe; Bd. III: Psychologie des Unbewußten, Frankfurt am Main 1975, S. 383f.

[20] Vgl.: Sigmund Freud: Fetischismus..., S. 385.

[21] Vgl.: Sigmund Freud: Ebd., S. 391.

[22] Vgl.: Sigmund Freud: Ebd., S. 391-92.

[23] Vgl.: Sigmund Freud: Drei Abhandlungen..., S. 67.

[24] Vgl.: Sigmund Freud: Ebd.; S. 67.

[25] In Jenseits des Lustprinzips hat Freud auch diese Vorstellung in ihrer Gemeingültigkeit wiederlegt und zugestanden, dass in bestimmten Fällen von einem primären Masochismus ausgegangen werden müsse.

Vgl.: .: Sigmund Freud: Jenseits des Lustprinzips in Derselbe: Studienausgabe Bd. III; Psychologie des Unbewußten, Frankfurt am Main 1975, S. 263.

[26] Vgl.: Sigmund Freud: Ebd., S. 69.

[27] Vgl.: Sigmund Freud: Das ökonomische Problem des Masochismus in Derselbe: Studienausgabe Bd. III: Psychologie des Unbewußten, Frankfurt am Main, 1975, S. 345.

Details

Seiten
30
Jahr
2005
ISBN (eBook)
9783640346813
ISBN (Buch)
9783640346615
Dateigröße
551 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v128264
Institution / Hochschule
Freie Universität Berlin
Note
Schlagworte
Ich-Analyse Massenpsychologie Eine Untersuchung Chuck Palahniuks Roman Fight Club Gesichtspunkten

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