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Der Mensch in der Karolinger Zeit

Seminararbeit 2008 20 Seiten

Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit

Leseprobe

Inhalt

1 Einleitung

2 Der zeitliche Rahmen

3 Das Territorium und Herrschaft

4 Gesellschaftliche Schichten
4.1 Die Sklaven
4.2 Die Kolonen
4.3 Die freien Bauern
4.4 Adel
4.5 Der Klerus

5 Faktoren, von denen das Leben eines durchschnittlichen Menschen beeinflusst war

6 Zusammenfassung

7 Abstract

8 Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Das Thema der obigen Arbeit „Der Mensch der Karolinger Zeit“ deutet darauf hin, dass es sich um das Leben derjenigen Menschen handelt, die in der Zeit der Herrschaft der Karolinger lebten.

Fragen, die im Bezug auf dieses Thema geantwortet werden sollen, sind vor allem: Wie war die Gesellschaft der Karolinger Zeit gegliedert? Welche Schichten wurden unterschieden? Nach welchen Kriterien wurden die Menschen den jeweiligen Gruppen angepasst?

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es auf die Faktoren hinzuweisen, die auf das alltägliche Leben eines Menschen Einfluss ausübten. Um was für einen Menschen handelt es sich? Um einen durchschnittlichen, armen Bauern, oder um einen reichen Adligen?

Es werden Antworten auf folgende Fragen gegeben: Wer bestimmte über den Menschen der Karolinger Zeit? Oder was prägte sein Leben? Wovon oder von wem war er abhängig?

Der Hauptgedanke dieser Arbeit beruht also nicht darauf, den Alltag eines normalen, durchschnittlichen Menschen zu beschreiben. Es geht darum, aufmerksam darauf zu machen, was diesen Alltag bestimmte, was ihn gestaltete und einen Einfluss auf das Leben ausübte.

2 Der zeitliche Rahmen

Als Blütezeit der Karolinger wird der Zeitabschnitt zwischen dem 8. und dem 10. Jahrhundert bezeichnet. Ihr Anfang ist auf das Jahr 751 zurückzuführen, als Pippin der Jüngere die Macht übernommen hat und König geworden ist. Mit dem Tod Ludwigs des Frommen wurde das Frankenreich unter seine Söhne in drei Gebiete geteilt, wo die Karolinger weiter herrschten. Die französische Linie erlosch erst 987, mit dem Tod Ludwigs V. des Faulen.[1]

Von daher wird sich der zeitliche Rahmen der vorliegenden Arbeit eben auf das 8. bis 10. Jahrhundert beziehen.

3 Das Territorium und Herrschaft

Francia, also der fränkische Staat erstreckte sich im Großen und Ganzen von der Loire bis zum Rhein. Die Karolinger herrschten über dieses Gebiet und vergrößerten es. Dann 843 wurde das Reich aufgrund von Vertrag von Verden in Italien, West- und Ostfrankenreich geteilt.[2]

In der vorliegenden Arbeit wird der Bezug auf dieses Gebiet genommen, das von Karl dem Großen erobert wurde und über das er herrschte. Genauer gesagt, handelt es sich um die Grenzen des Reiches beim Tod Karl des Großen.

Sie verliefen von der Elbmündung bis zu den Pyrenäen, wobei die Gascogne und die Bretagne die Autonomien blieben. Was die Grenzen im Westen anbelangt, so reichte das Reich eben bis zu den Pyrenäen, hinter denen es die Welt des Islam gab. Die südliche Grenze verlief entlang dem Mittelmeer bis hin zum Gebietsteil unter Rom- Gegend von Terracina. Zum Reich gehörten auch die Inseln: die Balearen, Korsika und Sardinien. Östliche Grenze verlief dem Adriatischen Meer entlang (außer Venedig). Nördlich weiter war sie fließend und verlief über das Gebiet des heutigen Österreichs und Sloweniens. Eine natürliche Grenze an die slawische Welt bildete die Elbe.[3]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Bild 1: Frankenreich 768- 811

In der Karolingerzeit wurde der Staat vom König (und seiner Familie) repräsentiert und er war als das politische und religiöse Symbol des Staates angesehen. Von daher betrachtete man damals den Staat und den König nicht getrennt. Er war das Staatsoberhaupt, traf alle Entscheidungen und galt als Herrscher, der sowohl einen weltlichen als auch einen göttlichen Auftrag zu erfüllen hatte. „Der König ist Regent nicht allein kraft eines Erbanspruchs aus dem Geblütsrecht oder durch Designation seitens seines Vorgängers bzw. auch kraft seiner Wahl und Anerkennung durch den populus […]“, sondern er ist es, weil er vom Gott gewählt wurde. Die Königsherrschaft wird also mehr als Gottesauftrag als Volksauftrag verstanden.[4]

Als Herrschaftsinstrument wurde in der Karolingerzeit das Lehnswesen (Feudalismus) ausgeprägt. Es beruhte auf der persönlichen Bindung zwischen einem Freien (Vasall) und einem Herren.[5] An der Spitze der Lehnspyramide stand der König, also der mächtigste Herr, der den meisten Boden und Grund besaß. Er vergab den Kronvasallen (die zu der Hohen Leihe gehörten) den Grundbesitz und Ämter und versprach ihnen Schutz gegen Amts- und Kriegsdienst. Zwischen ihnen bestand gegenseitige Treue. Untervasallen (also die Niedere Leihe) bekamen von den Grundherren gegen Amts- und Kriegsdienst Land und Ämter. Zwischen Kron- und Untervasallen bestand auch gegenseitige Treue. Die Untervasallen vergaben den Hörigen und leibeigenen Land zur Bearbeitung und Schutz gegen Naturabgabe und Dienst.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Bild 2: Lehenspyramide

[...]


[1] Vgl. http://www.retrobibliothek.de/retrobib/seite.html?id=105935

Goetz, Hans- Werner (2003: 58f)

[2] Vgl. http://www.retrobibliothek.de/retrobib/seite.html?id=105938

[3] Vgl. Dhondt, Jan (1968: 15-17)

[4] Vgl. Hlawitschka, Eduard (1986: 28f)

[5] Vgl. Heimann, Heinz- Dieter (1997: 93f)

Details

Seiten
20
Jahr
2008
ISBN (eBook)
9783640341184
ISBN (Buch)
9783640338382
Dateigröße
899 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v128016
Institution / Hochschule
Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)
Note
2,3
Schlagworte
Mensch Karolinger Zeit

Autor

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Titel: Der Mensch in der Karolinger Zeit