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Das Bild des Weiblichen in Rilkes Gedicht 'Dame vor dem Spiegel'

Hausarbeit 2002 16 Seiten

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Der Autor

2. Autor und das Zeitalter

3. Umstände der Endstehung

4. Das Bild des Weiblichen

5. Die Sprache der Form

6. Persönliche Meinung

7. Anhang

8. Bibliographie

1. Der Autor

Rainer Maria Rilke

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Er ist am 4.12.1875 in Prag geboren worden. Rilke war der Sohn eines Militärbeamten und Beamten bei der Eisenbahn. Er besuchte die Militärschule St. Pölten 1886 bis 1891 und danach die Militär-Oberrealschule in Mährisch-Weißkirchen. Der sensible Knabe wich der Offizierslaufbahn aus, bereitete sich privat auf das Abitur vor und studierte Kunst- und Literaturgeschichte in Prag, München und Berlin. 1897 begegnete er Lou Andreas-Salomé, mit der er 1899/1900 nach Rußland reiste. Das Land, die Menschen, vor allem die »russische Seele« beeindruckten ihn sehr und auch die Begegnung mit Tolstoi. 1900 ließ er sich in der Malerkolonie Worpswede nieder und heiratete die Bildhauerin Clara Westhoff, von der er sich 1902 wieder trennte. 1905 wurde er für acht Monate der Privatsekretär von Rodin in Paris. Reisen nach Nordafrika, Ägypten, Spanien. 1911/12 lebte er auf Schloss Duino an der Adria bei der Fürstin Marie v. Thurn u. Taxis. Im 1. Weltkrieg in München war er kurze Zeit beim österreichischen Landsturm jedoch aus Gesundheitsgründen wieder entlassen. Nach Kriegsende war Rilke in der Schweiz: 1920 in Berg am Irschel, seit 1921 auf Schloss Muzot im Kanton Wallis, das ihm sein Mäzen Werner Reinhart zur Verfügung gestellt hatte. Er starb am 29.12.1926 im Sanatorium Val-Mont bei Montreux an Leukämie.[1]

2. Autor und das Zeitalter

Rainer Maria Rilke, der Weltbürger aus Prag, fühlte sich in ganz Europa heimisch. Orte prägten sein Lebensgefühl und auch seine Werke, aber das Zeitalter des Symbolismus spiegelt sich auch deutlich in seinen schöpferischen Arbeiten wieder. Der Begriff "Symbolismus" wurde von J. Moréas geprägt. Er steht für eine literarische Strömung insbesondere der europäischen Lyrik seit etwa 1860 und wird als letzte große europäische Stilepoche betrachtet dabei hat er bis heute eine große Wirkung auf die Literatur. Der Symbolismus entstand in Frankreich teilweise als Reaktion auf klassistische und realistischen Strömungen. Das Vorbild war Ch. Baudelaire, dessen dichterische Theorie von der deutschen Romantik und den englischen Präraffealiten und der Dichtung und Dichtungstheorie E. A. Poes beeinflusst wurde. Weitere Einflüsse auf den Symbolismus hatten Elemente des Platonismus, die Philosophie A. Schoppenhauers, F. Nietzsches, H. Bergsons und die Musik R. Wagners.

Der symbolistische Dichter schließt sich vom gesellschaftlichen und politischen Leben ab, welches von Spätbürgertum, Imperialismus, Kapitalismus und Positivismus bestimmt ist. Er zieht sich bewusst in der Vervollkommnung seines wirklichkeitsfremden literarischen Werks zurück, das deshalb oft als "Elfenbeinturm" bezeichnet wird. Im Gegensatz zum Naturalismus verzichtet der Symbolismus auf Wirklichkeitswiedergabe und konkrete Inhalte. Jedoch im Vergleich zu Romantik und Impressionismus schließt er die Vorstellung objektiver Gegenstände, persönlicher Empfindungen oder äußerer Stimmungseindrücke aus. Vielmehr beschäftigt sich die symbolistische dichterische Phantasie mit den Elementen der realen Welt in Bildzeichen und Symbolen. Realitätsbruchstücke werden von ihren Sachbezügen, Raum- und Zeitkategorien getrennt, alogisch zu traumhaften Bildern verknüpft und zu verrätselten Metaphern geführt. Reale und imaginärte Sinneseindrücke werden vertauscht, Oft wird bewusst eine dunkle und hermetische Aussage aus diesen symbolistischen Spielereien gezogen. Der Symbolismus hat eine deutliche Neigung, reale Gegenstände zu entdinglichen, abstrahieren und jegliche Assoziationen an Realität abzuschaffen. Dis wird durch reine Wortkunst, absolute Kunstmittel und Sprachmagie erreicht. Reim, Assonanz, Lautmalereien, Farb- und Lautsymbolik werden benutzt, um der symbolistischen Lyrik eine Musikalität zu verleihen. Die symbolistische Lyrik enthält schon mehr oder weniger die Eigenschaften der nachfolgenden irrationalen lyrischen Richtungen, zum Beispiel des Dadaismus, Surrealismus und der abstrakten Dichtung.[2]

Rainer Maria Rilke, der hauptsächlich mit dem Symbolismus verbunden war, fand große Anerkennung bei vielen Lesern. Generationen lernten Rilkes Gedichte „Herr, es ist Zeit“, „Herbsttag“ und „Der Panther“. Kein anderer deutscher Lyriker des 20.Jahrhunderts erreichte eine solche Popularität und Millionen- auflagen, kein anderer Lyriker hat so ein starkes religiöses Empfinden zu seiner Dichtung bewirken können, wie er. Rilkes Werk geht von den frühen überschwänglichen Laut-, Reim- und Bildetüden, die einen Sprachkünstler verraten, bis zum lyrisch-philosphischen Spätwerk der „Sonette an Orpheus“ und den „Dunieser Elegien“ über die „Neuen Gedichte“ hinaus, am historischen Umbruch der Moderne entlang. Heute, ein Jahrhundert nach der Veröffentlichung seiner ersten Gedichte, ist Rilkes lyrisches Werk noch immer lebendig.

[...]


[1] URL:http://www.translate.google.com/translate?hl=de&sl=fr&u=http://pages.infinit.net/trazom/rilke/rilke.htm&prev=/search%3Fq%3Drilke%26start%3D10%26hl%3Dde%26sa%3DN [ 11.03.02 ]

[2] URL: http:// www.home.germany.net/100-163279/illeguan/bely-sym.htm [Stand 11.03.02]

Details

Seiten
16
Jahr
2002
ISBN (eBook)
9783638185769
Dateigröße
572 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v12772
Institution / Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena – FB Germanistik
Note
2.0
Schlagworte
rilke gedichtsinterpretation

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