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Unternehmensübergreifende Netzwerke

Referat (Ausarbeitung) 2003 14 Seiten

Führung und Personal - Sonstiges

Leseprobe

Gliederung

1. Einleitung

2. Trends und Megatrends

3. Wandel der Produktionsweise und der organisatorischen Rahmenbedingungen

4. Strukturwandel zur Informations- und Wissensgesellschaft

5. Wissensallianzen

6. Kernkompetenz als Erklärungsansatz

7. Problemaufriss

- Literaturliste

- Erklärung über Eigenständigkeit

1. Einleitung

Die derzeitige Transformation der Unternehmenslandschaft und der Wirtschaftswelt im Allgemeinen, legt einen vielschichtigen Zusammenhang vielfältigster Faktoren zur Diskussion in der Wissenschaft zu Grunde. Woher kommt die Veränderung? Was verändert sich in welcher Ausprägung?

Fragen die es zu klären gilt, will man die wirtschaftliche Transformation von Organisationsformen erklären. Beleuchtet werden soll lediglich ein spezifischer Ausschnitt, nämlich die Herausbildung von unternehmensübergreifenden Netzwerken im Kontext des Wissensmanagements, als Antwort auf neue Herausforderungen am Markt und unter neuen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen. Dies ist der Schwerpunkt der Ausarbeitung; die systematische Aneinanderreihung vom Allgemeinen zum Besonderen, von der gesamtgesellschaftlichen Ebene hin zum Unternehmen.

Das Thema der Organisationsforschung ist in der Literatur umfassend erschlossen, so dass sich eher das Problem der Auswahl der richtigen Literatur, denn der mühseligen Recherche ergibt. Auch die Problematik der organisationalen Veränderung im Zuge der Verwissenschaftlichung von Arbeit in einer Zukunftsvision der Wissensgesellschaft ist gerade in der Soziologie reichlich behandelt. Wirtschaftspädagogische Arbeiten stellen meist - und auch hier umfassend - auf die strukturellen Veränderungen innerhalb der Unternehmen ab. An aktuellen Arbeiten zum Wissensmanagement fehlt es ebenso wenig. Prekär ist allenfalls die spärliche Untermauerung - der meist theoretischen Werke - mit realen Fällen aus der Praxis. Einige der in dieser Ausarbeitung angeführten Beispiele sind in der Diskussion gängig und daher nicht weiter belegt.

Im Sinne einer Zuspitzung vom Allgemeinen zum Besonderen werden im zweiten Kapitel die Trends und Megatrends angeführt, von denen insbesondere die Theorie zur Wissensgesellschaft von Bedeutung ist. Diese Veränderungen haben eine durchschlagende Wirkung auf die Produktionsweise und die organisatorischen Rahmenbedingungen, welche im dritten Kapitel diskutiert werden. Mit dieser Veränderung geht der Strukturwandel zur Informations- und Wissensgesellschaft – thematisiert im vierten Kapitel - einher. Herausragend ist hier der Ansatz von Manuel Castells, der seinen detaillierten Entwurf des Informationszeitalters - in wesentlichen Zügen - auf die Netzwerktheorie stützt[1]. Aufbauend auf dieser ersten Annäherung an Netzwerkunternehmen, wird im fünften Kapitel die Vorstellung von der Wissensallianz nach Klaus North behandelt[2]. Bei der Frage nach den Gründen für diese Entwicklung, soll neben der Erklärungslinie über den gesellschaftlichen Kontext eine weitere eingeführt werden. Die Kernkompetenz dient im sechsten Kapitel als Erklärungsansatz für die Ausbildung von neuen Organisationsstrukturen, wie eben die Netzwerkorganisation. Zusammengefasst sollte so der Mechanismus Unternehmensnetzwerk plausibel skizziert sein. Im letzten Kapitel – dem Problemaufriss – erfolgt eine abschließende kritische Auseinandersetzung mit einigen ausgewählten Schwierigkeiten, die sich bei der Installation von Wissensaustauschprozessen in Netzwerken ergeben.

2. Trends und Megatrends

Die Gesellschaft befindet sich in einer einschneidenden Phase des Wandels. Die vorherrschenden Veränderungen werden von vielen Wissenschaftlern immer wieder als Trends- und Megatrends in der Diskussion angeführt. Die wichtigsten Dimensionen nach Peter Sloane seien an dieser Stelle aufgezählt[3]:

(1) Globalisierung und Internationalisierung,
(2) Interkulturelle Lebensräume,
(3) Postmoderne Dienstleistungsgesellschaft,
(4) Individualisierung der Gesellschaft,
(5) Wandel als Regelfall / Dynamik und die Transformation
(6) Wissens- und Informationsgesellschaft

Die dargestellten Megatrends bedingen sich gegenseitig und stehen jeweils idealtypisch für spezifische Entwicklungsstränge einer tief greifenden gesellschaftlichen Transformation, vor dessen Hintergrund erst die Relevanz und Aktualität von unternehmensübergreifenden Netzwerken geklärt werden kann.

Im Zuge der Globalisierung und Internationalisierung der Märkte entsteht eine multipolare und höchst interdependente Wirtschaftwelt, gemäß Robert Reich gar eine neue Weltwirtschaft. Interkulturelle Lebensräume aber auch die Individualisierung der Gesellschaft sind in der Transformation neu entstehende Strukturen. Bedeutsam für die Diskussion globaler Unternehmensnetzwerke ist vor allem der Wandel zu einer Wissens- und Informationsgesellschaft, deren theoretischen Grundlagen auf den Theorien zur Postmodernen Dienstleistungsgesellschaft beruhen.

[...]


[1] Hierzu dient der vergleichende Zugang von Steinbicker, der die drei populärsten Theorien zur Informationsgesellschaft thematisiert. Steinbicker, Jochen: Zur Theorie der Informationsgesellschaft. Ein Vergleich der Ansätze von Peter Drucker, Daniel Bell und Manuel Castells. Opladen 2001.

[2] North, Klaus: Wissensorientierte Unternehmensführung. Wertschöpfung durch Wissen. 2., aktualisierte und erw. Aufl. Wiesbaden 1999.

[3] Sloane, Peter F. E.: Veränderungen der Betriebs- und Arbeitsorganisation. Konsequenzen für die betriebliche Bildungsarbeit. In: Dehnbostel, Peter / Dybowski, Gisela (Hrsg.): Lernen, Wissensmanagement und berufliche Bildung. Bielefeld 2000. S. 93 - 95.

Details

Seiten
14
Jahr
2003
ISBN (eBook)
9783638184137
Dateigröße
416 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v12559
Institution / Hochschule
Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg – Institut für Personalmanagement
Note
1,3
Schlagworte
Unternehmensübergreifende Netzwerke Wissen Unternehmen

Autor

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Titel: Unternehmensübergreifende Netzwerke