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Young Professionals: Wertewandel bei Karrierewünschen: Hoher Lohn / Work-Life-Balance usw. wechseln je nach Konjunkturlage auf dem Arbeitsmarkt. Gibt es Gesetzmässigkeiten?

Studienarbeit 2008 19 Seiten

BWL - Personal und Organisation

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Überblick über die Konjunktur der Schweiz
Entwicklung 1980 bis 2003
Aktuelle Entwicklung 2006 und Prognosen bis 2009
Die Lage auf dem Arbeitsmarkt

Die Situation von Young professionals
Begriffsbestimmung
Fokusthemen der Arbeitgeber und HR-Abteilungen
Der psychologische Vertrag

Wechsel der Karriereziele von Young Professionals

Gesetzmäßigkeiten

Schlussfolgerung

Quellenverzeichnis
Literaturquellen
Internetquellen

Einleitung

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit den je nach konjunktureller Lage auf dem Arbeitsmarkt wechselnden Karrierewünschen bei Young Professionals. Es wird versucht Gesetzmäßigkeiten zu ermitteln und in einen größeren Kontext zu stellen.

Die Beobachtungen und Feststellungen werden überwiegend auf die Schweiz bezogen, allerdings finden sich auch kleinere Hinweise auf Entwicklungen im Ausland, so z.B. in Deutschland. Es war auf Grund des beschränkten Rahmens dieser Arbeit leider nicht möglich, intensive, länderübergreifende und langwierige Recherchen vorzunehmen. Nichtsdestotrotz ergaben sich sehr interessante Resultate.

Am Anfang dieser Arbeit steht ein Überblick über die wirtschaftliche Entwicklung in der Schweiz seit den 1980er Jahren bis heute mit Prognosen und Tendenzen in die kurzfristige Zukunft. Eingeschlossen ist eine Arbeitsmarktbeobachtung.

Anschließend wird näher auf die Situation von Young Professionals eingegangen. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf dem psychologischen Vertrag sowie beobachteten Änderungen in den Karrierewünschen.

Abschließend werden in Erscheinung getretene mögliche Gesetzmäßigkeiten formuliert und in Zusammenhang gestellt.

Überblick über die Konjunktur der Schweiz

Dieser Teil der Arbeit befasst sich mit der Konjunkturgeschichte der Schweiz seit Mitte der 1980er Jahre bis 2007 und gibt einen Ausblick bis 2009. Inbegriffen sind sowohl wirtschaftliche und politische Aspekte, als auch eine allgemeine wirtschaftliche Analyse.

Entwicklung 1980 bis 2003

Vom Anfang der 1980er Jahr bis Mitte der 90er Jahre zeigte sich in der Schweiz eine rasante wirtschaftliche Entwicklung. Bis zum Übergangsjahr 1990 stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) mit durchschnittlich 3,3%. Aber 1991 geriet die Schweiz in eine Phase konjunktureller Schwäche. Nach einer euphorischen Stimmung stagnierte die Schweizer Wirtschaft bis 1996. Grund dafür war eine neue politische und wirtschaftliche Umgebung, welche im Zusammenhang mit der Auflösung der Sowjetunion einerseits und dem europäischen Aufbau andererseits gesehen werden muss. Dies zeigte sich in mehreren länger andauernden konjunkturellen Schwächephasen und mangelndem Vertrauen der Privathaushalte in die Konjunktur. Die Arbeitslosenquote stieg diesem Trend folgend rapide bis auf 4,7% an.
In den Jahren 1997 - 2000 bildeten eine geringe Inflation, günstiges volkswirtschaftliches Wachstum der wichtigsten Handelspartner der Schweiz, sowie freie Produktionskapazitäten und eine expansivere Geldpolitik die Basis für einen Aufschwung der Schweizer Wirtschaft. Darauf folgte bis Ende 2003 eine erneute Konjunkturschwäche. Schuld daran waren die internationale Konjunkturverlangsamung und der steile Aufwärtstrend des Schweizer Franken. Der Abwärtstrend wandelte sich ab 2003 wieder in einen Aufschwung.[1]

Aktuelle Entwicklung 2006 und Prognosen bis 2009

Nach dem im Vorhinein dargestellten Rückgang der Konjunktur bis 2003 hat diese sich wieder erholt und steigt langsam an. Im Vergleich zu anderen Industrieländern, wie beispielweise den USA, Irland, Deutschland, aber auch Frankreich und Österreich ist das Schweizerische Bruttoinlandsprodukt in den letzten Jahrzehnten deutlich langsamer gewachsen. Es besteht demzufolge einiger Nachholbedarf. Seit 2005 befindet sich die Schweizer Wirtschaft wieder deutlich im Wachstum und lief Ende 2007 sogar auf Hochtouren. Das jährliche BIP-Wachstum betrug in der Aufschwungphase 2004 – 2007 ca. 2,7%.

Prognosen ergaben jedoch eine wahrscheinlich spürbare Verlangsamung des Wachstums ab 2008. Insgesamt rechnet man für 2008 mit einem Wachstum von 1,9%, für 2009 mit rund 1,7%.[2]

Die Lage auf dem Arbeitsmarkt

Ein für diese Arbeit sehr interessanter Ansatz ist der Zusammenhang zwischen der wirtschaftlichen und konjunkturellen Entwicklung der Schweiz in den letzten Jahren und der Lage auf dem Arbeitsmarkt. Immer wieder taucht dabei der Begriff des privaten Konsums bzw. des Konsums der privaten Haushalte auf, da diese neben Konsumgütern auch Dienstleistungen konsumieren. Das ist für die Auftragslage in Young Professionals beschäftigenden Unternehmen nicht von unerheblicher Bedeutung. Zunächst folgt an dieser Stelle jedoch die Betrachtung des Schweizer Arbeitsmarktes von 2005 bis heute.

In den Jahren bis 2005 waren besonders die Gebiete der Westschweiz, Tessin, sowie Frauen und Ausländern von erhöhter Arbeitslosigkeit betroffen. Seit 2003 zeigte sich zudem eine hohe Jugendarbeitslosigkeit, welche jedoch in den letzten Jahren seit 2005 wieder abnimmt. Auf Grund einer größeren Nachfrage und ebenfalls erhöhten Angeboten an Arbeit prognostizierte die KOF (Konjunkturforschungsstelle der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich) für die Jahre 2006 und 2007 insgesamt einen leichten Rückgang der Arbeitslosenzahlen. Das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) schloss sich dieser Prognose an und zeichnete einen Rückgang der Arbeitslosenquote auf 3,4 % für das Jahr 2006 und 3,1 % für das 2007.

Der Grund für den relativ langsamen Rückgang der Arbeitslosenquote (mit einer gewissen Verzögerung) in einer wirtschaftlichen und konjunkturellen Aufschwungphase ist in diesem Zusammenhang eine wirtschaftliche Gesetzmäßigkeit.[3] Bis zum heutigen Zeitpunkt in 2008 hielt der Rückgang der Arbeitslosenquote stetig an. Diese betrug im Jahr 2007 tatsächlich nur noch 2,8 % und wird für 2008 und 2009 im Jahresdurchschnitt auf 2,5 % geschätzt. Es zeigen sich zurzeit eine gute Beschäftigungssituation, steigende Löhne und damit zusammenhängend eine gute Konsumentenstimmung. Zwischen 2006 und 2007 stieg die Zahl der Erwerbstätigen um 2,3% oder 100‘300 an. Auch die Zahl der gemeldeten offenen Stellen lag Ende 2007 im Gegensatz zum Vorjahr mit +24% deutlich über dem Vorjahresstand. Gemäß Manpower Beschäftigungsbarometer rechneten im vierten Quartal 2007 15% der befragten Unternehmen mit einer besseren Beschäftigungslage gegenüber dem Vorjahr, dies bedeutet eine Zunahme um 2%. Ebenfalls rückläufig zeigten sich die Zahlen der Stellensuchenden und die der Langzeitarbeitslosen. Hier beträgt der Rückgang gegenüber dem Vorjahr sogar 27 %.[4] Im Zuge einer erwarteten Konjunkturverlangsamung jedoch wird für 2008 und 2009 jedoch eine Verlangsamung der Beschäftigungszunahme erwartet. Ebenfalls wird bis 2009 mit einem langsamen Anstieg der Arbeitslosenquote gerechnet (2,6% in 2009).[5]

[...]


[1] Vgl.: Rais, G., Stauffer, P. - „Die Schweizer Wirtschaft von den Neunzigerjahren bis heute“ (Neuchâtel 2005), S. 17 ff.

[2] Vgl.: Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement EVD, Staatsekretariat für Wirtschaft SECO: „Konjunkturtendenzen Winter 2007/08“ (http://www.seco.admin.ch)

[3] Vgl.: http://www.vernunft-schweiz.ch: „Wirtschaft erklärt – Wirtschaftslage der Schweiz 2006“, S. 2

[4] Vgl.: Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement EVD, Staatsekretariat für Wirtschaft SECO: „Konjunkturtendenzen Winter 2007/08“ (http://www.seco.admin.ch), S.25 ff.

[5] Vgl.: Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement EVD, Staatsekretariat für Wirtschaft SECO: „Konjunkturtendenzen Frühjahr 2008“ (http://www.seco.admin.ch), S.25 ff.

Details

Seiten
19
Jahr
2008
ISBN (eBook)
9783640310753
ISBN (Buch)
9783640309788
Dateigröße
450 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v125258
Institution / Hochschule
Zürcher Hochschule Winterthur
Note
1,3
Schlagworte
Young Professionals Wertewandel Karrierewünschen Hoher Lohn Work-Life-Balance Konjunkturlage Arbeitsmarkt Gibt Gesetzmässigkeiten Human Resource Management Selektion Schweiz Schweizer

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