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Autragserfassung in einem Warenwirtschaftssystem (Unterweisung Groß- und Einzelhandelskaufmann / -kauffrau)

AEVO - praktische Prüfung

Unterweisung / Unterweisungsentwurf 2009 17 Seiten

AdA Kaufmännische Berufe / Verwaltung

Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

I Allgemeine Angaben

II Inhaltliche und methodische Struktur des Unterweisungsablaufs
2.1 Themenwahl
2.2 Adressatenanalyse und Situationsbeschreibung
2.2.1 Adressatenbeschreibung
2.2.2 Lernort
2.2.3 Zeitpunkt und Dauer der Ausbildungseinheit
2.3 Didaktische Analyse und Themenabgrenzung
2.3.1 Fachliche Einordnung
2.3.2 Didaktische Parallelität
2.3.3 Lernziele - Herleitung des Feinlernziels
2.3.4 Lernbereiche
2.3.5 Motivation und Schlüsselqualifikationen 9
Zum selbständigen Planen, Durchführen und Kontrollieren der Arbeiten gehören neben den fachlichen Kenntnissen noch weitere Bereiche:
2.3.6 Lernzielkontrolle
2.4 Unterweisungsmethode: Lehrgespräch und Demonstration
2.5 Unterweisungsmittel

III Durchführungsplanung der Unterweisung

2.6 Eröffnung: Einführung des Themas und Vorbereitung
2.7 Gesprächsführung und Demonstration
2.8 Zusammenfassung und Abschluss der Unterweisung
2.8.1 Sicherung des Unterweisungserfolges
2.8.2 Ankündigung des neuen Unterweisungsthemas
2.8.3 Verabschiedung der Auszubildenden

I Allgemeine Angaben

Bezeichnung der zuständigen Stelle, bei der die Unterweisungsprobe vorge-

legt wird

IHK Duisburg

Tag der Ausbildungseinheit
Im März 2009

Thema der Ausbildungseinheit

Erfassung eines Kundenauftrags im Warenwirtschaftssystem

Ziel der Ausbildungseinheit

Selbständiges Durchführen der Auftragserfassung und erstellen

der Auftragsbestätigung

Lernort (Ausbildungsplatz):

PC-Arbeitsplatz für Auszubildende im Vertriebsbüro

Ausbildungsberuf

Kaufmann im Groß- und Außenhandel

Zahl der Auszubildenden während der Ausbildungseinheit
1 Auszubildender

Ausbildungsjahr und -monat

Der Auszubildende befindet sich im

6. Ausbildungsmonat des 1. Ausbildungsjahres

Zeitdauer der Ausbildungseinheit
20 Minuten

Ausbildungsmethode

Lehrgespräch i.V.m. Demonstration

Ausbildungsmittel

PC/Terminal

(Für die Unterweisungsprobe wird ein Labtop verwendet)

II Inhaltliche und methodische Struktur des Unterweisungsab-laufs

2.1 Themenwahl

Das Berufsbild des Kaufmann im Grol3- und Aul3enhandel beinhaltet gemäl3 § 4 der Verordnung über die Berufsausbildung zum Kaufmann im Grol3- und Aul3enhandel/zur Kauffrau im Grol3- und Aul3enhandel vom 14. Februar 2006 im Sinne des § 4 des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten über Verkauf und Kundenberatung.

Für beide Fachrichtungen (Grol3handel und Aul3enhandel) sieht der Ausbil-dungsrahmenplan, Anlage des § 5 der Verordnung, im Einzelnen bereits für das erste Lehrjahr folgende fachlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkei-ten vor: Nr. 3.3 Verkauf und Kundenberatung (auszugsweise, vollständige Aufstellung siehe Anlage des Konzepts)

a) Aufträge bestätigen und bearbeiten
b) durch eigenes Verhalten zur Kundenzufriedenheit und Kundenbindung beitragen

Aus diesen Vorgaben leiten sich wie weiter unten erörtert die Feinlernziele der vorliegenden Ausbildungseinheit ab.

Die Auszubildenden befinden sich nach dem betrieblichen Ausbildungsplan ab dem 6. Monat ihrer Ausbildung für 3 Monate im Vertriebsbüro des Unterneh-mens, wo sie die Abläufe dort kennen lernen und in die Wertschöpfung des Gesamtunternehmens einordnen lernen sollen. So auch der Auszubildende R.

Die Erfassung eingehender Kundenaufträge mit Hilfe des integrierten Waren-wirtschaftssystems als Thema der vorliegenden Ausbildungseinheit stellt mit den enthaltenen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten einen wichtigen Schritt innerhalb des Vertriebsprozesses und zur weiteren Bearbeitung der Daten dar und eignet sich somit in besonderer Weise zur Erreichung der ge-forderten beruflichen Handlungsfähigkeit. Der Auszubildende wird in die Lage des selbständigen Arbeitens im Sinne einer vollständigen Handlung versetzt. Siehe hierzu auch Kapitel 2.3 Didaktische Analyse und 2.3.4 Lernbereiche.

2.2 Adressatenanalyse und Situationsbeschreibung

2.2.1 Adressatenbeschreibung

Der Auszubildende R. hat einen mittleren Bildungsabschluss mit ausge-zeichneten Noten und ist bereits über 18 Jahre alt.

Die Benutzung eines PC ist ihm vertraut, er kann mit den üblichen Textverar-beitungs- und Tabellenkalkulationsprogrammen sehr gut umgehen. Die grundsätzliche Handhabung des betrieblich genutzten Warenwirtschaftssys-tems ist ihm ebenfalls vertraut aus den Abteilungen „Lager“ und „Einkauf“. Bisher hat er sich überdurchschnittlich wissbegierig und sehr lerneifrig ge-zeigt und hat bei vorhergehenden Unterweisungen bewiesen, dass er die Wertschöpfungsprozesse eines Handelshauses sehr gut nachvollziehen kann sowie benötigte Informationen gezielt erfragt. Seine offene kommunikative Art macht ihn sogar zu einem Kandidaten, bei dem zu erwarten ist, dass ihm der Bereich Verkauf als eine berufliche Perspektive liegen wird.

Es ist aufgefallen, dass Herr R. zwar sehr schnell und eifrig arbeitet, es da-bei aber hin und wieder an Sorgfalt mangeln lässt. Insgesamt wurde er von den bereits durchlaufenen Abteilungen als „gut“ beurteilt.

2.2.2 Lernort

Herr R. ist im 6. Monat seiner betrieblichen Ausbildung und somit gemäß betrieblichem Ausbildungsplan bereits seit einigen Tagen im Vertriebsbüro beschäftigt. Dort ist eine Lernecke eingerichtet, ein Schreibtisch mit zwei PCs als Arbeitsplatz für Auszubildende, der durch Raumteiler vom Geschehen des Büros abgetrennt ist, und somit die Gelegenheit für konzentrierte Arbeit, Ü-bungen und Lernen bietet.

Ein Telefon ist ebenfalls vorhanden, dieses wird für die Dauer der Unterwei-sung jedoch umgeleitet, um Störungen zu vermeiden. Der Auszubildende hat eigene Benutzerdaten und Zugang zum System. Ein Block und Kugelschreiber für Notizen sind vorhanden.

2.2.3 Zeitpunkt und Dauer der Ausbildungseinheit

Die Ausbildungseinheit soll vormittags stattfinden. Geplanter Zeitraum von ca. 8:30 Uhr bis 8:50 Uhr insgesamt also ca. 20 Minuten. Der geringe zeitli-che Umfang der Unterrichtseinheit ist ideal, den Lerneffekt möglichst groß zu halten und keinen Abfall der Konzentration zu erfahren. Ebenso ist anzuneh-men, dass der Auszubildende am Vormittag ausgeruhter ist, und vorher noch keine fordernden Aufgaben erledigt hat. Darüber hinaus soll der Auszubilden-de gleich im Anschluss und noch vor der Mittagspause Gelegenheit haben, das Gelernte im echten Betrieb anzuwenden, zu vertiefen und zu üben. Für Rückfragen während des weiteren Tagesverlaufs und Anleitung bei Bedarf stehen die Fachkräfte im Vertriebsbüro zur Verfügung.

2.3 Didaktische Analyse und Themenabgrenzung

2.3.1 Fachliche Einordnung

Kenntnisse über den Waren- und Datenfluss (§ 4 Abs. 1. Nr. 2.4 Waren- und Datenfluss) entlang der Wertschöpfungskette im Unternehmen, ebenfalls ein Lernziel des Berufsbilds der Ausbildungsordnung, stellen ein Fundament für mehrere Detailfunktionen in den Abteilungen eines Wirtschaftsunternehmens dar.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Auszug aus der Ausbildungsordnung, Ausbildungsrahmenplan, Quelle:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die Auszubildenden lernen die Struktur des Gesamtunternehmens und die Funktionen der einzelnen Abteilungen im Überblick in den ersten Ausbil-dungswochen im hausinternen Werksunterricht durch Vertreter der jeweiligen Abteilung kennen. Dieser findet wöchentlich statt. Die betriebswirtschaftliche Verzahnung der Unternehmensabteilungen im Allgemeinen ist als bekannt vorauszusetzen. Mehrere Unterrichtseinheiten, in denen Fachwissen spezi-fisch vermittelt wird, beinhalten die Sicherung und Vertiefung dieses Wissens, so auch diese.

Begleitend zu den fachlichen Kenntnissen und Fertigkeiten in einzelnen Funk-tionen sollen auch die allgemeinen übergeordneten Anforderungen in Hinblick auf § 4 Abs. 1 Nr. 4.1 Informations- und Kommunikationssysteme aus der Ausbildungsordnung vermittelt bzw. gesichert und erweitert werden:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Auszug aus der Ausbildungsordnung, Ausbildungsrahmenplan, Quelle:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Der Auszubildende R. war planmäßig nach dem betrieblichen Ausbildungs-plan bereits in den Abteilungen „Lager“ ]und „Einkauf“ tätig, die ebenfalls mit Modulen des vorliegenden Warenwirtschaftssystems arbeiten. Stammdaten und Bewegungsdaten im Auftragskopf und in der Auftragsposition sowie die Funktionsweise des Warenwirtschaftssystems mit Stamm und Bewegungsda-ten sowie das EVA-Prinzip[1] der EDV sind ihm daher ebenfalls grundlegend vertraut.

Die Kundenauftragsdaten und spezifische Anforderungen des Verkaufs soll er nun bei dieser Unterweisung kennen lernen. Details hierzu finden sich weiter unten in den Lernzielen.

Anschließend an die vorliegende Einheit sollen während seiner Beschäftigung im Vertrieb auch weitere Groblernziele aus Punkt 3.3. des Ausbildungsrah-menplans in passende Lerneinheiten umgewandelt und systematisch und an realistischen Beispielen aus der Praxis vermittelt werden. Die fachbezogenen und eher kognitiven Lernzielen entsprechenden Unterpunkte c), d), e), f) und g) werden eigene Unterweisungseinheiten darstellen und gemäß der zeitli-chen Gliederung des Ausbildungsrahmenplans vermittelt. Der Unterpunkt b) wird als eher affektives Lernziel immer wieder begleitend angesprochen wer-den.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Auszug aus der Ausbildungsordnung, Ausbildungsrahmenplan, Quelle:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Im weiteren Verlauf der Ausbildung wird der Auszubildende auch in der Buchhaltung und im betrieblichen Rechnungswesen tätig sein. Hier wird er die von ihm eingegebenen Daten des Kundenauftrags erneut bei der Faktu-rierung aus einem anderen Blickwinkel betrachten können. Der Punkt „Rech-nungen erstellen“ aus 3.3 a) wird dann ebenfalls neben weiteren Themen des Rechnungswesens auch unter Berücksichtigung des bis dahin behandelten Berufsschulstoffs und gemäß der zeitlichen Gliederung der AO noch im ersten Ausbildungsjahr behandelt werden.

2.3.2 Didaktische Parallelität

Zum vorliegenden Lerninhalt verwandte Themen wurden bereits in der Be-rufsschule aufbereitet: Aufgaben des Handels in der Wirtschaft und funktio-naler organisatorischer Aufbau von Handelsunternehmen wurden in Organisa-tionslehre besprochen. Kaufvertrag und Kaufvertragsstörungen wurden in Betriebswirtschaftslehre behandelt. Kalkulation ist derzeit Thema im Bereich Rechnungswesen.

Diese Themen werden während der Unterweisung aufgegriffen und ihre Be-deutung anhand der vorliegenden Aufgabe erläutern, damit der Auszubilden-de den Praxisbezug der theoretischen Grundlagen kennen lernt.

2.3.3 Lernziele - Herleitung des Feinlernziels

Aus der Ausbildungsordnung lassen sich für den Ausbildungsberuf Kaufmann im Groß- und Außenhandel (gleichlautend für beide Fachrichtungen) im ers-ten Lehrjahr folgende Ziele ableiten:

Richtlernziel:

aus dem Berufsbild in AO § 4 Abs. 1 Gegenstand der Berufsausbildung sind mindestens die folgenden Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten:

[...] Nr. 3.3. Verkauf und Kundenberatung [...]

(siehe vollständigen Auszug des Berufsbildes als Anlage des Konzepts)

Groblernziel

[...]


[1] Eingabe-Verarbeitung-Ausgabe

Details

Seiten
17
Jahr
2009
ISBN (eBook)
9783640312207
ISBN (Buch)
9783640316205
Dateigröße
910 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v124930
Note
83 Punkte
Schlagworte
AdA Meisterprüfung AEVO IHK Ausbilder Auszubildender Ausbildung kaufmännisch Groß- und Außenhandel Großhandel Außenhandel Warenwirtschaft BBiG Vier-Stufen-Methode 4-Stufen-Methode Unterweisung Lehrgespräch Demonstration Kaufmann Kauffrau Lehre SAP sage KHK DATEV Auftrag Erfassen Prüfung

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