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Die Vesuvbriefe des jüngeren Plinius

Inszenierungen im Rahmen einer Naturkatastrophe

Hausarbeit 2003 18 Seiten

Klassische Philologie - Latinistik - Literatur

Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung

2. Motivation des Autors

3. Fokus, Kontrast und Steigerung

4. Die Darstellung der Katastrophe

5. Binnenliterarische Anklänge

6. Plinius der Ältere als Vorbild

7. Schein und Sein / Unklarheiten

8. Fazit

Bibliographie

1. . Einleitung

Die Vesuvbriefe VI,16 und VI,20 des jüngeren Plinius gehören ohne jeden Zweifel zu den bekanntesten seiner Briefsammlung und der römischen Literatur überhaupt. Die beiden Briefe sind, abgesehen von einem Bericht des Cassius Dio Cocceianus aus dem 3. Jh. n. Chr. von dem nur noch spätantike Kurzfassungen erhalten sind, das einzige zeitnahe literarische Zeugnis, das sich ausführlich mit dem Ausbruch des Vesuv 79 n. Chr. beschäftigt. Die Tatsache, dass sich Plinius d. J. zum Zeitpunkt des Ausbruchs mit seinem Onkel in Misenum, also in unmittelbarer Nähe der Geschehnisse, befunden hat lenkt die Erwartungshaltung heutiger Leser leider häufig in eine falsche Richtung, da man sich eine möglichst genaue Dokumentation aller Einzelheiten der Naturkatastrophe erhofft. Jedoch lässt sich Plinius nicht zu einem „Sensationsberichterstatter“ machen.[1] So beginnt der erste Brief mit den Worten „Petis ut tibi avunculi mei exitum scribam“ (VI,16,1) worauf er sich am Ende des Briefes noch einmal bezieht: „nec tu aliud quam de exitu eius scire voluisti.“ (VI,16,2l). Dies ist bereits ein klarer Hinweis darauf, dass die bedeutende Katastrophe, bei der Pompeji und Herculaneum begraben wurden und der so viele Menschen zum Opfer gefallen sind, nicht der eigentliche Mittelpunkt der Briefe ist. Zwar werden verschiedene Naturerscheinungen und Phasen der Katastrophe anschaulich und teilweise auch recht detailliert beschrieben (etwa die Explosionswolke VI,20,9), dennoch bedarf es einer Klärung, in welchem Lichte diese Darstellungen in ihrer Gesamtheit zu sehen sind und welche Rolle ihnen in den Briefen zukommt.

Bereits die Tilgung von Eingangsformel, Datum und Ortsangabe zeigt, dass die Briefe vor ihrer Publikation überarbeitet wurden, wobei es sicher nicht bei diesen Äußerlichkeiten blieb. Es sind keine üblichen Briefe, das Beharren Plinius d. J., er habe sich durch intensive Befragungen um größtmöglichen Wahrheitsgehalt bemüht (VI,16,22) würde man wohl eher von einem Geschichtsschreiber erwarten.[2] Dieses Wahrheitsstreben ist kritisch zu hinterfragen, da es sich um sorgfältig ausgearbeitete Kunstbriefe handelt, die ganz bestimmte Zwecke verfolgen. Dass es sich dabei u.a. um das Streben nach Ruhm und Unsterblichkeit handelt, soll ebenso untersucht werden wie die konkrete Realisierung dieser Absichten in den Briefen durch die gezielte Steuerung der Rezeption der Leser mit gestalterischen Mitteln und binnenliterarischen Anklängen.

2. . Motivation des Autors

Etwa 28 Jahre nach dem Vesuvausbruch und dem Tod Plinius d. Ä., wird Plinius von seinem Freund und Geschichtsschreiber Tacitus gebeten, ihm die näheren Umstände zu beschreiben, die zum Tod seines Onkels geführt haben, damit er sie für seine Historien verwerten kann. Diese Bitte erscheint durchaus realistisch, da besondere Sterbeszenen im Werk des Tacitus eine sehr bedeutende Stellung haben: „Kaum ein anderer Komplex des Geschehens nimmt ja in ihm soviel Raum und folglich Bedeutung ein wie die Szenen, in denen das Ende hervorragender Personen geschildert wird.“.[3] Das entsprechende Buch der Historien ist leider nicht überliefert, es ist daher auch nicht bekannt, wie Tacitus das ihm vorgelegte Material verwertet hat. Jedoch ist die entsprechende Aufforderung „tu potissima excerpes“ (VI,16,22) eine starke Untertreibung. Zusammen mit der vorangegangenen Äußerung, dass er die Geschehnisse so erzählt habe, wie er sie unmittelbar nach dem Unglück gehört habe, vermittelt Plinius den Eindruck, er lege eine grobe, kaum bearbeitete Materialsammlung für Tacitus vor. Das ist sicher nicht der Fall, aus dem kompakten Kunstwerk lässt sich nur schwer etwas herausnehmen.

Plinius ist sich der vielleicht einmaligen Gelegenheit durch die Bitte seines Freundes bewusst, umfangreich am Ruhm seines Onkels zu arbeiten: „Gratias ago; ... Quo libentius suscipio, deposco etiam quod iniungis.“ (VI,16,1-2). Einerseits möchte er natürlich, dass Plinius d. Ä. in den Historien ruhmreiche Erwähnung findet, doch möchte er dies auch im eigenen Werk verwirklichen. So wandelt er das in dieser Hinsicht bedeutende Thema der Unsterblichkeit in vierfacher Weise ab:

„Erstens wird Tacitus die immortalis gloria, die aeternitas seines Werkes verheißen...; zweitens wird der Tod des Onkels mit einem in der menschlichen Erinnerung unauslöschlichen Unglück verbunden; drittens des älteren Plinius eigenes Werk für unsterblich erklärt; und schließlich viertens dessen Tod - damit kehrt der Gedanke zum Ausgangspunkt zurück - in die ebenso unsterbliche Geschichtsschreibung des Tacitus eingefügt.“.[4] Das wird zu Beginn von Brief 16 mit dem Wortfeld der Unsterblichkeit und des Überdauerns eindrucksvoll unterstrichen (posteris tradere, celebrare, immortalis gloria, memorabilis, semper victurus, mansurus, perpetuitas, aeternitas).

Seneca schrieb „citius mori aut tardius ad rem non pertinet, bene mori aut male ad rem pertinet.“ (sen. ep. 70.6), es kommt also darauf an 'gut' zu sterben und ebenso wie ein guter Tod die Unsterblichkeit, den ewigen Platz im Geiste der Menschen, sichert, so kann ein fauler Tod jedes noch so hervorragende Leben entwerten.[5] Für die erstrebte Unsterblichkeit ist der Tod eines Helden notwendig, den Plinius seinem Onkel auch zukommen lassen möchte. Abgesehen vom Tode selbst, wird Ruhm üblicherweise durch Taten erworben und zwar vornehmlich durch solche, die ein besonderes Ausmaß haben und im Dienste der Gemeinschaft sämtlichen Gefahren trotzen.[6] Dieses Bild soll von Plinius d. Ä. vermittelt werden, dazu ist es an manchen Stellen notwendig, die Meinung der Leser in bestimmte Bahnen zu lenken. Denn es ist die societas die letztendlich durch ihr Gedenken einem Menschen Ruhm verleiht, „sie ist das Unpersönliche, das den Einzelnen überlebt“.[7] Auch Plinius ist sich darüber im Klaren, welche Bedeutung die Meinung anderer für den Ruhm hat: „N eque enim vereor, ne iactantor videar, cum de me aliorum iudicium, non meum profero...“ (ep. 9.23.5). Indem Plinius an dem Ruhm seines Adoptivvaters arbeitet, trägt er gleichzeitig zu seinem eigenen bei, denn der Ruhm heftet sich meist an einen Namen: „Ganz real sieht man in der gloria nominis, die der Vater seinem Sohn hinterlässt, genau so einen Bestandteil des Erbes wie etwa das Vermögen. Genau so, wie man nun vom Erben erwartet, dass er das erworbene Gut mehrt, oder doch zum mindesten erhält, genau so erwartet man von ihm, dass er auch den ererbten Ruhm des Geschlechtes erhält und mehrt.“[8]

Diesen Absichten ordnet Plinius in seinen beiden Briefen die anderen Aspekte unter. Einige der gestalterischen Mittel mit denen Plinius sein Ziel zu erreichen sucht werden im Folgenden erläutert.

3. Fok us, Kon trast und Steigerung

Plinius verwendete einige Kunstmittel um die Rezeption seiner Leser gezielt zu steuern. Auffallend ist zunächst die Sparsamkeit an Personen, so liegt im ersten Brief der Fokus gänzlich auf dem Onkel. Es gibt keine Episoden oder Exkurse, der Glorifikation Plinius d. Ä. wird zielstrebig und ununterbrochen nachgegangen, er ist der alles beherrschende Held der Erzählung. Allein die von ihm initiierte Rettungsaktion mit den Quadriremen musste über 100 Mann mobilisieren[9], von ihnen ist jedoch keine Rede. Etwa 15000 Menschen kamen im Verlauf der Katastrophe um, weitaus mehr waren davon betroffen, und doch ist das Schicksal seines Onkels das einzige, das den Leser zu interessieren hat. Alle anderen Schicksale werden einfach übergangen: Rectina, die den eigentlichen Anstoß zur Rettungsaktion gibt findet kein einziges mal im weiteren Verlauf der Briefe Erwähnung, ihr Schicksal wird nicht berichtet, es ist nebensächlich, ebenso wie der Steuermann der aus Angst umkehren wollte und dem Plinius d. Ä. die Weiterfahrt befahl. Plinius d. J. unterrichtet seine Leser nicht darüber, wohin Pomponianus und seine Genossen fliehen, ob landeinwärts oder über das Meer oder wie es ihnen nach der Flucht ergeht. Sobald Sie aus der unmittelbaren Umgebung des Helden entschwunden sind sind sie auch nicht mehr Gegenstand der Erzählung, ebenso wie die beiden Sklaven auf die sich Plinius d. Ä. kurz vor seinem Tod stützt. Der Leser erfährt nicht einmal ob die Nebenpersonen überleben. Selbst eine Bemerkung über die Verfassung oder das Schicksal seines Neffen und dessen Mutter während der Katastrophe darf Plinius d. Ä. nicht aus dem Mittelpunkt drängen. Im Geiste geht der Leser mit ihm auf seine mutige Fahrt, dabei werden all seine Tätigkeiten und Bewegungen, die ohnehin schon, vom Fordern der Sandalen (VI,16,5), über das Schnarchen im cubiculum (VI,16,13) , bis hin zu seinem Erscheinungsbild nach dem Tod (VI,16,20) sehr detailliert nachempfunden sind durch die Fokussierung vom Leser noch intensiver und klarer wahrgenommen. Der Gedankengang des Lesers, der, wie noch zu zeigen ist, dahin geleitet wird Plinius d. Ä. mehr und mehr zu bewundern wird nirgends unterbrochen.

Dass Plinius d. J. im ersten Brief nur die Rolle einer Nebenfigur zuteil wird erscheint nicht tragisch, da er sich den zweiten Brief gewissermaßen selbst gewidmet hat und in ihm zur Hauptfigur wird. Er wendet hier die selben Kunstmittel an wie im ersten Brief. Er tut dies jedoch in nicht ganz so verschärfter Form, was grundsätzlich daran liegt, dass Plinius d. J. seinem Onkel nicht gleichkommt und auch nicht gleichkommen soll. Er war erst 18 Jahre alt, daher präsentiert er sich eher als gelehriger Schüler seines Onkels der noch nicht die nötige Perfektion und Reife in seinem Tun erreicht hat. Die Vorbildfunktion Plinius d. Ä. für seinen Neffen wird jedoch noch näher zu erläutern sein. Doch auch im zweiten Brief treten die Schicksale der Nebenpersonen in den Hintergrund: Weitere Bewohner des Hauses in Misenum werden nicht erwähnt und das Schicksal des spanischen Freundes wird ebenso verschwiegen wie das der Volksmenge nach der Rückkehr nach Misenum. Jedoch hat Plinius in seiner Mutter zumindest eine ständige Begleiterin, auch wenn sie nahezu keinen Einfluss auf den Gang der Handlung hat. Der spanische Freund spielt als Mahner eine wichtigere Rolle als beispielsweise der Steuermann im ersten Brief, so darf er zumindest zwei mal auftreten und seine Meinung auch begründen (VI,20,10). Auf dem Höhepunkt der Katastrophe entzieht sich Plinius sogar kurzzeitig dem geistigen Auge des Lesers (VI,20,14-15).

Ein weiteres Gestaltungsmittel das Plinius einsetzt ist das Schaffen von Kontrasten. Diese Kontraste gehen in den Briefen Hand in Hand mit der Fokussierung, so dass eine gegenseitige Verstärkung bewirkt wird. Der wenige Platz der den Nebenpersonen in der Schilderung der Ereignisse zukommt wird intensiv genutzt um sie genau so darzustellen, dass dadurch ein möglichst positives Licht auf das Verhalten und den Charakter der Protagonisten fällt. Diese Einseitigkeit in der Charakterisierung der Nebenpersonen hat einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf den Eindruck den der Leser von den Geschehnissen erhält. Schon kurz nach dem Beginn der aktiven Handlungen des älteren Plinius erreicht ihn Rectinas ängstliches Ersuchen um Hilfe (VI,16,8):

accipit codicillos Rectinae Tasci imminenti periculo exterritae .“ Dadurch erhält er Gelegenheit seine bereits geplante Expedition auszuweiten und sich dadurch weiterzuentwickeln: Was er studioso animo begonnen hatte kann er nun maximo animo fortführen. Während alle anderen vor der Katastrophe fliehen strebt er mit edlem Vorsatz geradewegs der Gefahr entgegen: „Properat illuc unde allii fugiunt“ (VI,16,10). Besonders auffallend ist, dass Plinius d. J. im ersten Brief sehr starke Kontraste wie diesen immer mit chiastischen Antithesen ausdrückt, dies hat natürlich verstärkende Wirkung, überträgt den Kontrast aber auch auf die Ebene des Textes. In Stabiae angekommen trifft er auf seinen Freund Pomponianus, der als äußerst verängstigt dargestellt wird. Plinius kann so seine ausgeprägte humanitas auf vielfache Weise demonstrieren, wobei auch hier das bereits erläuterte Stilmittel anzutreffen ist: „complectitur trepidantem consolatur hortatur, utque timorem eius sua securitate leniret, deferri in balineum iubet“ (VI,16,12). Im Anschluss nimmt Plinius d. Ä. also sogar zu üblicher Zeit[10] ein Bad, während die anderen in größte Angst versetzt sind. Dies wird von seinem Neffen so dargestellt, als wolle er ihnen durch das Fortsetzen eines normalen Tagesablaufes die Furcht nehmen. Während Plinius tief und fest schläft durchwachen die anderen ängstlich die Nacht. Selbst als sie in commune beschließen das Haus zu verlassen vermag es Plinius d. J. einen Kontrast einzubauen: „et apud illum quidem ratio rationem, apud alios timorem timor vicit“ (VI,16,16). Selbst kurz vor seinem Tod versucht er noch eine Überlegenheit im Handeln seines Onkels darzustellen: „Deinde flammae flammarumque praenuntius odor sulpuris alios in fugam vertunt, excitant illum“ (VI,16,18).

Es wäre durchaus möglich Pomponianus auf andere Weise zu charakterisieren[11], etwa als vorausschauenden, klugen Mann, der bereits Vorkehrungen für eine mögliche Flucht getroffen hat (VI,16,12) und um das Wohl seiner Leute besorgt ist, mit ihnen die Nacht durchwacht und über das weitere Vorgehen berät (VI,16,14-16). Auch der Steuermann, der umkehren wollte und dem Plinius so mutig antwortete (“Fortes fortuna iuvat“) könnte, 28 Jahre später, aus Sicht des Briefschreibers als vernünftig charakterisiert werden, da Herculaneum und Pompeji ohnehin schon verschüttet waren, als Plinius d. Ä. sich der dortigen Küste näherte.[12] Es mag zwar befremdlich erscheinen, dass der Protagonist der Geschichte so sehr auf Kosten seiner Mitmenschen gelobt wird[13], aber Plinius duldet nur einen einzigen, alles überstrahlenden Helden in seinem Brief. Man kann sicher davon ausgehen, dass dies auch einer der Gründe war, den Sachverhalt auf zwei Briefe aufzuteilen. Das eigene Streben nach Ruhm verbietet es Plinius sich mit der Rolle einer farblosen Nebenfigur abzufinden.

[...]


[1] Roland Sauer. „Der Ausbruch des Vesuvs - zur Lektüre und Interpretation von Plinius ep. 6,16“. In Anregung 29, 1983, 167.

[2] Rhiannon Ash. „Aliud est enim epistulam, aliud historiam ... scribere“ (Epistles 6.16.22): Pliny the historian?“. In: Arethusa 36, 2003, 216.

[3] Peter Schunck. Römisches Sterben. Studien zu Sterbeszenen in der kaiserzeitlichen Literatur, besonders bei Tacitus. (Dissertation), Heidelberg, 1955, 1.

[4] Hans-Peter Bütler. Die geistige Welt des jüngeren Plinius. Heidelberg, 1970, 25.

[5] Schunck, 69 ff.

[6] Ulrich Knoche. „Der römische Ruhmesgedanke“. In Philologus 89, 1934, lll.

[7] Knoche, 105.

[8] Knoche, 109.

[9] Renata Copony. „ Fortes Fortuna Iuvat. Fiktion und Realität im 1. Versuvbrief des Jüngeren Plinius VI, 16“. In Grazer Beiträge 14, 1987, 220.

[10] Jeromé Carcopino. Daily Life in Ancient Rome. New Haven, 195l, 156.

[11] Ernst Bury. Plinius d. J., Epistulae, Interpretationen. Leipzig, 1999, 72.

[12] Robert Etienne. Pompeji. Leben in einer antiken Stadt. Stuttgart, 1974, 28.

[13] Gerhard Binder u.a. Über den Vesuvausbruch des Jahres 79 n.Chr.. Franfurt am Main, 1979, 37.

Details

Seiten
18
Jahr
2003
ISBN (eBook)
9783640297535
ISBN (Buch)
9783640302901
Dateigröße
548 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v124525
Institution / Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg – Seminar für klassische Philologie
Note
2,0
Schlagworte
Vesuvbriefe Plinius Proseminar Briefe

Autor

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